Das Samsung Galaxy S7 Edge war bei seiner Markteinführung ein absolutes Top-Smartphone, das mit seinem innovativen Edge-Display und leistungsstarker Hardware begeisterte. Doch die Zeit vergeht schnell in der Welt der Technologie. Viele fragen sich heute, wie alt dieses Modell eigentlich ist und ob es sich im Jahr 2024 noch lohnt, es zu nutzen oder gar anzuschaffen. Neben dem Alter tauchen bei älteren Geräten oft spezifische Probleme auf, für die es glücklicherweise meist Lösungen gibt.

Das Alter des Samsung S7 Edge und sein aktueller Status
Das Samsung Galaxy S7 Edge wurde im 2016 veröffentlicht. Das bedeutet, dass dieses Smartphone im Jahr 2024 bereits ein beträchtliches Alter erreicht hat. In der schnelllebigen Smartphone-Branche sind acht Jahre eine lange Zeit. Während das Gerät seinerzeit mit High-End-Spezifikationen glänzte, gehört es heute technisch zur älteren Generation.
Die Frage, ob das S7 Edge noch „aktuell“ ist, muss differenziert betrachtet werden. Technisch und softwareseitig ist es nicht mehr auf dem neuesten Stand. Ein entscheidender Punkt ist, dass Samsung den offiziellen Support und die Android-Updates für das Galaxy S7 (und S7 Edge) bereits nach dem Jahr 2020 eingestellt hat. Dies hat mehrere wichtige Konsequenzen:
- Sicherheit: Ohne aktuelle Sicherheitsupdates ist das Gerät anfälliger für Malware und andere Cyberbedrohungen.
- App-Kompatibilität: Neuere Apps oder Updates bestehender Apps erfordern möglicherweise eine aktuellere Android-Version, die auf dem S7 Edge nicht verfügbar ist.
- Funktionalität: Neuere Funktionen, die in späteren Android-Versionen oder Herstelleroberflächen eingeführt wurden, fehlen auf dem S7 Edge.
Trotzdem kann das S7 Edge für bestimmte Nutzergruppen weiterhin eine lohnende Anschaffung sein, insbesondere für preisbewusste Nutzer oder als erstes Smartphone für Einsteiger. Für grundlegende Aufgaben wie Telefonieren, Messaging, Surfen im Web (mit Vorsicht bezüglich der Sicherheit) und die Nutzung weniger anspruchsvoller Apps ist es oft noch ausreichend. Man sollte sich jedoch der Einschränkungen bewusst sein, die das Alter und der fehlende Software-Support mit sich bringen.
Häufige Probleme beim Samsung Galaxy S7 Edge und ihre Lösungen
Wie bei jedem elektronischen Gerät, das über Jahre genutzt wird, können beim Samsung S7 Edge bestimmte Probleme auftreten. Zwei häufig genannte Schwierigkeiten betreffen das Display und die vorinstallierte Software.
Problem 1: Überempfindliches Display und Schaltflächen
Viele Nutzer des Samsung Galaxy S7 Edge berichten von einer zu hohen Empfindlichkeit des Displays und der Navigationstasten. Dies kann dazu führen, dass unbeabsichtigt Apps geöffnet oder geschlossen werden oder Objekte auf dem Bildschirm ausgewählt werden, die man gar nicht antippen wollte. Dieses Phänomen kann frustrierend sein und die Bedienung erschweren.
Mögliche Ursachen:
- Schutzhüllen: Ironischerweise können bestimmte Schutzhüllen, insbesondere solche, die eng an den Rändern anliegen oder die Tasten umschließen, die Berührungserkennung beeinflussen und zu ungewollten Eingaben führen.
- Display-Schutzfolien: Während einige Folien die Empfindlichkeit reduzieren können, können andere, insbesondere falsch angebrachte oder minderwertige Folien, ebenfalls Probleme verursachen.
- Software-Einstellungen: Manchmal können auch Software-Einstellungen oder Kalibrierungsfragen eine Rolle spielen.
Lösungen:
- Samsung-Update: Samsung war sich dieses Problems bewusst und hat mit einem Software-Update reagiert, um die Empfindlichkeit des Displays zu optimieren und ungewollte Eingaben zu reduzieren. Überprüfen Sie unbedingt, ob Ihr Gerät auf dem neuesten Stand ist. Gehen Sie dazu in die Einstellungen Ihres Telefons, suchen Sie nach „Software-Update“ oder „Systemaktualisierungen“ und prüfen Sie, ob Updates verfügbar sind. Installieren Sie alle ausstehenden Updates.
- Schutzhülle überprüfen: Versuchen Sie testweise, die Schutzhülle zu entfernen und prüfen Sie, ob das Problem weiterhin besteht. Wenn das Entfernen der Hülle das Problem löst, sollten Sie über den Kauf einer anderen Hülle nachdenken. Wir raten jedoch davon ab, das Gerät dauerhaft ohne Schutz zu verwenden.
- Display-Schutzfolie überprüfen/entfernen: Auch hier kann das testweise Entfernen der Folie Aufschluss geben. Eine minderwertige oder dicke Folie kann die Sensitivität beeinträchtigen.
Die primäre und von Samsung bereitgestellte Lösung war das Software-Update. Stellen Sie also zunächst sicher, dass Ihr Systemupdates aktuell sind.
Problem 2: Bloatware – Vorinstallierte und überflüssige Apps
Bloatware bezeichnet Apps, die vom Hersteller des Smartphones oder vom Mobilfunkanbieter vorinstalliert werden und oft mehr Funktionen bieten, als der durchschnittliche Nutzer benötigt, oder schlichtweg doppelte Funktionen zu bereits vorhandenen Google-Apps haben. Diese Apps „blähen“ das System auf, verbrauchen Speicherplatz und können im Hintergrund laufen, was wiederum den Akku belastet und die Leistung beeinträchtigt.

Das Ausmaß des Bloatware-Problems auf dem S7 Edge kann je nach dem ursprünglichen Telefonanbieter variieren, da diese oft ihre eigenen Apps hinzufügen.
Lösungen:
- Deinstallieren: Der einfachste Weg, mit Bloatware umzugehen, ist, alle überflüssigen Apps zu deinstallieren. Viele vorinstallierte Apps lassen sich wie jede andere heruntergeladene App entfernen. Wenn die App auf Ihrem Startbildschirm liegt, halten Sie das App-Symbol gedrückt und ziehen Sie es auf die Option „Deinstallieren“ oder „Entfernen“, die am oberen Bildschirmrand erscheint. Bestätigen Sie den Vorgang.
- Deaktivieren: Leider lassen sich nicht alle vorinstallierten Apps vollständig deinstallieren, da sie als Teil des Systemimages gelten. In diesem Fall ist die Deaktivierung eine hervorragende Alternative. Eine deaktivierte App kann nicht ausgeführt werden, erscheint nicht in der App-Übersicht und verbraucht kaum noch Speicherplatz (oft nur wenige Kilobyte, z. B. 8 KB, im Vergleich zu mehreren Megabyte oder Gigabyte). Um eine App zu deaktivieren, können Sie entweder versuchen, sie wie beim Deinstallieren vom Startbildschirm zu ziehen (oft erscheint dann die Option „Deaktivieren“ statt „Deinstallieren“), oder Sie gehen über die Systemeinstellungen: Gehen Sie zu „Einstellungen“ > „Apps“ (oder „Anwendungen“ oder „Anwendungsmanager“). Suchen Sie die gewünschte App in der Liste, tippen Sie darauf und wählen Sie dann die Option „Deaktivieren“. Lassen Sie sich nicht irritieren, wenn das System eine Warnung anzeigt, dass die Deaktivierung zu Problemen führen könnte – dies ist eine Standardmeldung und betrifft selten die Deaktivierung von Bloatware.
- Beim Einrichten auswählen: Wenn Sie ein Galaxy S7 Edge neu kaufen (z. B. als Restposten oder gebraucht und zurückgesetzt), bietet der Installationsassistent oft die Möglichkeit, zusätzliche Apps auszuwählen, die installiert werden sollen. Achten Sie genau auf diese Schritte und entfernen Sie die Häkchen bei Apps, die Sie nicht wünschen, um Bloatware von Anfang an zu minimieren.
Die Deaktivierung von Bloatware ist eine sehr effektive Methode, um Speicherplatz und Akkuleistung zu sparen, ohne das System zu beschädigen. Deaktivierte Apps können bei Bedarf jederzeit über denselben Weg in den Einstellungen wieder aktiviert werden.
Lohnt sich das Samsung S7 Edge heute noch?
Ob sich die Anschaffung oder Weiternutzung eines Samsung S7 Edge im Jahr 2024 noch lohnt, hängt stark von Ihren individuellen Bedürfnissen und Erwartungen ab. Als Budget-Option für grundlegende Smartphone-Funktionen oder als Übergangsgerät kann es noch seinen Zweck erfüllen. Die Kamera war seinerzeit sehr gut und liefert bei guten Lichtverhältnissen immer noch akzeptable Ergebnisse. Das Design mit dem Edge-Display ist auch heute noch ansprechend.
Die Hauptnachteile sind jedoch signifikant: Das Alter, der fehlende Software-Support (keine aktuellen Android-Versionen oder Sicherheitsupdates) und die damit verbundenen potenziellen Sicherheitsrisiken und Kompatibilitätsprobleme. Die Akkuleistung kann nach vielen Jahren nachgelassen haben. Auch die Gesamtperformance ist nicht mehr vergleichbar mit modernen Mittelklasse- oder High-End-Smartphones.
Zusammenfassend lässt sich sagen: Für Nutzer, die ein günstiges Gerät für Telefonie, Messaging und einfache Apps suchen und sich der Risiken fehlender Updates bewusst sind, kann das S7 Edge noch eine Option sein. Wer jedoch Wert auf Sicherheit, aktuelle Apps, beste Performance oder eine lange Lebensdauer legt, sollte in ein neueres Modell investieren.
Häufig gestellte Fragen (FAQ) zum Samsung S7 Edge
Ist das Samsung S7 Edge noch aktuell?
Nein, im Sinne von Software-Support und modernster Technologie ist das Samsung S7 Edge nicht mehr aktuell. Es erhält seit 2020 keine offiziellen Android-Updates mehr.

Ist das S7 Edge veraltet?
Ja, aufgrund seines Alters (veröffentlicht 2016) und des fehlenden Software-Supports gilt das S7 Edge als veraltet.
Kann ich das Samsung S7 Edge noch sicher nutzen?
Die Nutzung ist mit Vorsicht möglich, aber aufgrund fehlender Sicherheitsupdates ist das Risiko, Opfer von Malware oder anderen Cyberangriffen zu werden, höher als bei einem aktuellen Gerät. Für sensible Online-Aktivitäten (Banking etc.) ist es weniger empfehlenswert.
Wie behebe ich ein zu empfindliches Display am S7 Edge?
Stellen Sie sicher, dass Ihr Gerät die neuesten verfügbaren Software-Updates von Samsung installiert hat. Überprüfen Sie auch, ob Ihre Schutzhülle oder Display-Folie das Problem verursacht, indem Sie diese testweise entfernen.
Wie kann ich Bloatware auf dem S7 Edge entfernen oder deaktivieren?
Gehen Sie in den Einstellungen zu „Apps“. Dort können Sie viele vorinstallierte Apps deinstallieren oder zumindest deaktivieren, wenn eine vollständige Deinstallation nicht möglich ist. Deaktivierte Apps verbrauchen kaum noch Ressourcen.
Ist das S7 Edge noch eine gute Wahl als erstes Smartphone?
Für sehr preisbewusste Einsteiger, die grundlegende Funktionen benötigen und sich der Einschränkungen (Sicherheit, App-Kompatibilität) bewusst sind, kann es eine Option sein. Ein neueres Einsteiger-Smartphone bietet jedoch mehr Sicherheit und Zukunftssicherheit.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Samsung Galaxy S7 Edge ein ehemaliges Flaggschiff ist, das seine besten Tage hinter sich hat, was den offiziellen Support betrifft. Es kann aber immer noch für einfache Aufgaben genutzt werden, wobei man sich der potenziellen Probleme und Einschränkungen bewusst sein sollte. Die beschriebenen Lösungen für Display-Empfindlichkeit und Bloatware können helfen, die Nutzungserfahrung auf diesem älteren Gerät zu verbessern.
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