Was gibt es alles von Sony?

Sony: Mehr als nur Kameras und Konsolen

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Wenn man an Sony denkt, fallen einem sofort ikonische Produkte ein, die ganze Generationen geprägt haben. Doch das japanische Elektronikunternehmen mit Sitz in Tokio ist weit mehr als nur der Hersteller der beliebten PlayStation oder hochgelobter Kameras. Sony ist ein globaler Player mit einer beeindruckenden Geschichte der Innovation und einer erstaunlich vielfältigen Produktpalette, die von Unterhaltungselektronik über Musik und Film bis hin zu industriellen Komponenten und sogar ersten Schritten in der Automobilbranche reicht. Dieser Artikel beleuchtet, was Sony heute alles zu bieten hat und wie das Unternehmen zu dem geworden ist, was es ist.

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Die Anfänge und der Innovationsgeist

Die Geschichte von Sony begann im kriegszerstörten Tokio am 7. Mai 1946. Gegründet von Akio Morita und Masaru Ibuka als Tōkyō Tsūshin Kōgyō K.K. (kurz Totsuko), konzentrierte sich das Unternehmen von Anfang an auf die Entwicklung und Herstellung von Produkten der Unterhaltungselektronik. Ein oft gehörter Gründungsmythos, dass das erste Produkt ein automatischer Reiskocher war, stimmt nicht ganz; ein Prototyp existierte, wurde aber nie marktreif.

Der eigentliche Durchbruch gelang Totsuko mit dem Erwerb einer Lizenz zur Herstellung von Transistoren von den US-amerikanischen Bell Laboratories. Dies ermöglichte die Entwicklung des ersten Transistorradios, das 1955 auf den Markt kam. Im selben Jahr wurde der Name Sony als Marke eingeführt, und 1958 folgte die Umbenennung der gesamten Firma in Sony Corporation. Die Wahl eines in lateinischen Buchstaben geschriebenen Namens war für ein japanisches Unternehmen damals revolutionär und zeigte die frühe Ausrichtung auf internationale Märkte. Der Name leitet sich vom lateinischen Wort sonus (Klang) ab und erinnert an das englische Modewort Sonnyboy.

Ein besonderer Schwerpunkt in der Unternehmensgeschichte war stets die Miniaturisierung von Geräten. In den 1990er Jahren brachte Sony beispielsweise jährlich rund 500 neue Produkte auf den Markt.

Ikonen der Audiowelt

Sony hat die Art und Weise, wie wir Musik hören, maßgeblich verändert. Eine der wohl bekanntesten Erfindungen ist der Walkman. 1979 brachte Sony den ersten tragbaren Kassettenspieler TPS-L2 auf den Markt und schuf damit eine völlig neue Produktkategorie. Obwohl die Erfindung auf einer Idee des Deutschen Andreas Pavel basierte, sicherte sich Sony die Markenrechte am Namen Walkman (mit einer bemerkenswerten Ausnahme in Österreich). Der Walkman revolutionierte den Musikkonsum unterwegs.

In Zusammenarbeit mit Philips war Sony maßgeblich an der Entwicklung der Compact Disc (CD) beteiligt, die 1983 eingeführt wurde. Sony produziert bis heute CD-Spieler. Die mobilen CD-Abspielgeräte wurden zunächst Discman genannt, später dann ebenfalls unter dem Namen CD Walkman vermarktet.

Ein weiteres Format, das Sony in den 1990er Jahren als digitalen Nachfolger der Musikkassette entwickelte, war die MiniDisc (MD). Obwohl sie vor allem in Asien beliebt war und von Presse und Rundfunk für hochwertige mobile Aufnahmen geschätzt wurde, konnte sie sich in Deutschland aufgrund von Lizenzgebühren und Kopierschutzmechanismen nicht gegen die aufkommende MP3-Technologie durchsetzen. Die MiniDisc erfreut sich bei Liebhabern aber immer noch einer gewissen Beliebtheit, auch wegen der langen Akkulaufzeiten mancher Geräte.

Das von Sony und Philips 1998 entwickelte SACD-Format (Super Audio CD) zur hochauflösenden Audiowiedergabe konnte sich am Markt nicht durchsetzen.

Innovationen im Bereich Video und Fernseher

Auch im visuellen Bereich hat Sony zahlreiche Meilensteine gesetzt. 1960 brachte das Unternehmen mit dem TV-8-301 den ersten tragbaren Transistorfernseher auf den Markt.

Ein technisches Highlight waren die Trinitron-Farbbildröhren, die Sony 1968 einführte. Diese Röhren boten eine hervorragende Bildqualität und wurden nicht nur in Konsumentenfernsehern, sondern auch im professionellen Bereich und in Computermonitoren eingesetzt, bevor sie von Flachbildschirmtechnologien abgelöst wurden.

In den 1970er Jahren entwickelte Sony das Betamax-Videoaufnahmesystem. Obwohl Betamax technisch dem konkurrierenden VHS-System (JVC) überlegen war, verlor es den sogenannten Formatkrieg, nicht zuletzt wegen einer restriktiveren Lizenzpolitik von Sony. Erst 1988 begann Sony, auch VHS-Videorekorder anzubieten. Der Verkauf von Betamax-Videokassetten wurde erst 2016 eingestellt.

Im Bereich der Camcorder ist Sony seit Jahrzehnten aktiv und verkauft sowohl Modelle für den Endverbraucher (Handycam) als auch professionelle Videokameras.

Bei den Fernsehern setzte Sony ab 2005 auf die BRAVIA-Serie, die LCD-Flachbildfernseher mit HDTV-Standard umfasste. Später kamen Projektoren hinzu, die auch kinotypische Bildraten verarbeiten konnten (Cinealta). Sony trieb auch die Entwicklung von Technologien wie der 200-Hertz-Technik voran.

Seit 2017 ist Sony auch auf dem Markt für OLED-Fernseher präsent und hat seither mehrere Modelle mit beeindruckenden Bildprozessoren und innovativen Technologien wie Acoustic Surface Audio (Schallabstrahlung durch den Bildschirm) vorgestellt. Auf der CES 2019 präsentierte Sony zudem seinen ersten 8K-Fernseher.

Die Welt der digitalen Bildgebung

Sony spielt eine extrem wichtige Rolle in der digitalen Fotografie, sowohl als Hersteller eigener Kameras als auch als führender Zulieferer von Komponenten.

Bereits 1981 stellte Sony-Chef Akio Morita die erste filmlose (damals noch analoge) Magnetkamera namens Mavica vor. Seit den 1990er Jahren produziert Sony Digitalkameras in größerer Zahl, zunächst mit den Serien Digital Mavica und Cyber-shot.

Eine langjährige und erfolgreiche Partnerschaft besteht seit 1996 mit Zeiss, einem renommierten Hersteller von Objektiven. Viele Sony-Kameras und Camcorder sind mit Zeiss-Optiken ausgestattet.

2006 übernahm Sony das Kamerageschäft von Konica Minolta und nutzte diese Technologie als Basis für seine ersten digitalen Spiegelreflexkameras der Alpha-Serie, beginnend mit der Sony Alpha A100 im selben Jahr. Sony war ein Vorreiter bei spiegellosen Kameras mit großem Sensor. 2013 brachte das Unternehmen als erster Anbieter eine spiegellose Kamera mit Vollformatsensor (Kleinbildformat) auf den Markt, die Sony Alpha 7. Diese Kameras erlangten schnell große Beliebtheit und sehr gute Testergebnisse, was andere Hersteller wie Canon und Nikon dazu veranlasste, ebenfalls in diesen Markt einzusteigen.

Sony ist heute einer der weltweit führenden Hersteller von Bildsensoren und beliefert zahlreiche andere Kamerahersteller. Diese Dominanz führte in der Vergangenheit auch zu Herausforderungen, etwa bei Rückrufen von Kameras verschiedener Hersteller aufgrund von Problemen mit Sony-Sensoren.

Im Jahr 2019 hatte Sony einen weltweiten Marktanteil von über 20 Prozent bei Digitalkameras und war in Japan sogar Marktführer.

Sony ist zudem größter Aktionär des japanischen Kameraobjektiv-Herstellers Tamron.

Das Gaming-Imperium: PlayStation

Eines der erfolgreichsten Produkte von Sony ist zweifellos die PlayStation-Reihe. Entwickelt und vertrieben über die Tochtergesellschaft Sony Interactive Entertainment, kam die erste PlayStation 1994 in Japan auf den Markt. Ursprünglich aus einer gescheiterten Zusammenarbeit mit Nintendo entstanden, entwickelte sich die PlayStation zu einem eigenständigen Produkt, das den Gaming-Markt revolutionierte.

Die PlayStation 2 ist bis heute die meistverkaufte Spielkonsole der Welt. Auch wenn Sony mit der PlayStation 3 anfänglich finanzielle Schwierigkeiten hatte, da die Konsole unter Produktionskosten verkauft wurde, gelang es dem Unternehmen, den Bereich wieder profitabel zu machen.

Der Erfolg setzte sich mit der PlayStation 4 fort, und die neueste Generation, die PlayStation 5, wurde im November 2020 in Europa eingeführt und erfreut sich weiterhin großer Nachfrage. Die PlayStation ist ein zentraler Pfeiler des Sony-Geschäfts.

Die Evolution der Mobiltelefone

Auch im Mobilfunkmarkt war Sony aktiv, wenn auch mit einer wechselhaften Geschichte. Mitte der 1990er Jahre begann die Entwicklung in Zusammenarbeit mit Siemens, wobei Sony zunächst nur die Akkus lieferte.

Nachdem die Zusammenarbeit mit Siemens beendet wurde, gründete Sony eigene Entwicklungszentren. 2001 ging Sony ein Joint Venture mit dem schwedischen Telekommunikationskonzern Ericsson ein: Sony Ericsson. Dieses Unternehmen entwickelte und vertrieb Mobiltelefone, hatte aber auch mit finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen und passte seine Strategie und Standorte an.

Anfang 2012 übernahm Sony die Anteile von Ericsson vollständig und benannte das Tochterunternehmen in Sony Mobile Communications AB um. Seitdem werden Smartphones unter der Marke Sony als Xperia vertrieben. Auch im Tablet-Markt war Sony mit Modellen wie dem Sony Tablet S und P sowie später dem Xperia Tablet S aktiv.

Mehr als nur Unterhaltungselektronik: Musik, Film und Komponenten

Sony hat sich nicht nur im Hardware-Bereich einen Namen gemacht. Das Unternehmen ist auch ein bedeutender Akteur in der Unterhaltungsindustrie.

1988 kaufte Sony das Tonträgerunternehmen CBS Records und gründete daraus Sony Music Entertainment (SME), heute eines der größten Musikunternehmen der Welt. SME fusionierte zeitweise mit der Bertelsmann Music Group (BMG).

Ein Jahr später, 1989, erwarb Sony die Unterhaltungsholdings von The Coca-Cola Company, darunter das legendäre Filmstudio Columbia Pictures. Daraus entstand Sony Pictures Entertainment (SPE), ein erfolgreiches Hollywood-Studio.

Sony ist auch ein wichtiger Zulieferer für andere Unternehmen. Neben den bereits erwähnten Bildsensoren produziert Sony beispielsweise optische Speichermedien (CDs, DVDs, Blu-rays) über Sony DADC. Sony war auch in der Batterie-Technik aktiv und hielt zahlreiche Patente, verkaufte diese Sparte jedoch 2017 an Murata Seisakusho. Sony-Akkus wurden und werden in vielen Geräten anderer Hersteller verbaut, was in der Vergangenheit auch zu Rückrufaktionen bei Notebooks führte.

Sony versuchte auch immer wieder, eigene Standards und Technologien zu etablieren, wie zum Beispiel den Memory Stick als Flash-Speicher oder spezielle Akkus mit Mikrocontrollern.

Weitere Produkte im Laufe der Zeit waren der E-Book-Reader Sony Reader, Roboter wie der künstliche Hund Aibo (eingestellt) und der humanoide Roboter Qrio (nicht in den Verkauf gekommen), sowie die VAIO-PCs (später verkauft).

Neue Horizonte: Die Automobilbranche

Eine der jüngsten Entwicklungen, die viele überraschte, ist Sonys Vorstoß in die Automobilbranche. Auf der Consumer Electronics Show (CES) präsentierte Sony 2020 das batterieelektrisch angetriebene Konzeptfahrzeug Vision-S, um seine Sensor- und Technologiekompetenz im Bereich des autonomen Fahrens zu demonstrieren.

Im Januar 2022 kündigte Sony an, Elektroautos marktreif machen zu wollen, und stellte den Prototyp Vision-S 2.0 (ein SUV) vor.

Der bisher konkretste Schritt erfolgte auf der CES 2023, als Sony zusammen mit Honda die Marke Afeela vorstellte. Unter dieser Marke sollen ab 2026 gemeinsam Elektrofahrzeuge vermarktet werden. Ein seriennahes Modell des ersten Fahrzeugs, des Afeela 1, wurde für die CES 2025 angekündigt.

Häufig gestellte Fragen zu Sony

Was war das erste Produkt von Sony?

Sonys erstes marktreifes Produkt nach der Gründung war ein Transistorradio, das Sony TR-55 im Jahr 1955. Der Mythos eines automatischen Reiskochers als erstes Produkt ist nicht korrekt, obwohl ein Prototyp existierte.

Warum heißt Sony „Sony“?

Der Name Sony wurde gewählt, um international verständlich und einprägsam zu sein. Er leitet sich vom lateinischen Wort sonus (Klang) ab und wurde in Anlehnung an das englische Modewort Sonnyboy (gescheiter Junge) und sunny (heiter) gebildet. Ein N wurde gestrichen, da die japanische Aussprache von sonny Geld verlieren bedeutet.

Stellt Sony noch Walkman her?

Ja, Sony nutzt den Markennamen Walkman weiterhin für tragbare Audioplayer, die heute meist digitale Musikformate unterstützen.

Was war der Formatkrieg zwischen Betamax und VHS?

Betamax war ein von Sony entwickeltes Videoaufnahmesystem, das in den 1970er Jahren mit dem VHS-System von JVC konkurrierte. Obwohl Betamax technisch oft als überlegen galt, setzte sich VHS am Markt durch, unter anderem wegen einer offeneren Lizenzpolitik und längeren Aufnahmezeiten bei Markteinführung. Betamax-Kassetten wurden bis 2016 verkauft.

Ist Sony noch im PC-Geschäft aktiv?

Nein, Sony hat seine PC-Sparte und die Marke VAIO 2014 an das Unternehmen Japan Industrial Partners verkauft. Sony hält noch eine kleine Beteiligung an der entstandenen VAIO Corporation.

Was sind die wichtigsten Geschäftsbereiche von Sony heute?

Zu den Kerngeschäftsfeldern von Sony gehören heute die PlayStation, CMOS-Bildsensoren, das Musik- und Filmgeschäft sowie die Unterhaltungselektronik (Fernseher, Audio etc.).

Fazit

Sony ist ein Unternehmen, das seit seiner Gründung immer wieder bewiesen hat, dass es Innovationskraft besitzt und bereit ist, neue Wege zu gehen. Von der Miniaturisierung von Elektronik mit dem Transistorradio und dem Walkman über die Mitentwicklung von globalen Standards wie der CD bis hin zur Dominanz in Nischen wie Bildsensoren und dem Aufbau eines Gaming-Imperiums mit der PlayStation – Sony hat die Technologiewelt und die Unterhaltungsbranche maßgeblich mitgestaltet. Auch wenn das Unternehmen im Laufe der Jahre Geschäftsbereiche verkauft und sich neu ausgerichtet hat, bleibt Sony ein Synonym für hochwertige Elektronik und ein Treiber von Innovationen, der nun sogar das Feld der Elektromobilität betritt. Die Vielfalt dessen, was Sony heute alles zu bieten hat, ist beeindruckend und zeugt von einer reichen Geschichte und einer spannenden Zukunft.

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Andenmatten Soltermann

Hallo! Ich bin Andenmatten Soltermann, ein Schweizer Fotograf, der leidenschaftlich die Essenz der Welt durch seine Linse einfängt. Geboren und aufgewachsen in den majestätischen Schweizer Alpen, haben die deutsche Sprache und atemberaubende Landschaften meine kreative Vision geprägt. Meine Liebe zur Fotografie begann mit einer alten analogen Kamera, und seitdem widme ich mein Leben der Kunst, visuelle Geschichten zu erzählen, die berühren und verbinden.In meinem Blog teile ich praktische Tipps, Techniken und Erfahrungen, um dir zu helfen, deine fotografischen Fähigkeiten zu verbessern – egal, ob du ein neugieriger Anfänger oder ein erfahrener Profi bist. Von der Beherrschung des natürlichen Lichts bis hin zu Ratschlägen für wirkungsvolle Bildkompositionen ist es mein Ziel, dich zu inspirieren, die Welt mit neuen Augen zu sehen. Mein Ansatz verbindet Technik mit Leidenschaft, immer auf der Suche nach dem Funken, der ein Foto unvergesslich macht.Wenn ich nicht hinter der Kamera stehe, findest du mich auf Bergpfaden, auf Reisen nach neuen Perspektiven oder beim Genießen der Schweizer Traditionen, die mir so am Herzen liegen. Begleite mich auf dieser visuellen Reise und entdecke, wie Fotografie die Art und Weise, wie du die Welt siehst, verändern kann.

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