Wenn Sie einen Synology NAS-Server besitzen, wissen Sie wahrscheinlich bereits, dass er weit mehr kann als nur Backups und freigegebene Ordner zu hosten. Eine dieser herausragenden Funktionen ist die Möglichkeit, ein eigenes IP-Kamera-Sicherheitssystem über das Synology Surveillance Station Zusatzpaket aufzubauen. Diese Funktion ist so nützlich und gut durchdacht, dass sie allein schon ein Grund sein könnte, sich überhaupt einen Synology NAS zuzulegen.

Dieser Artikel erklärt die Synology Surveillance Station App, wie Sie das Beste daraus machen und vor allem, welche Kosten damit verbunden sind. Wir beleuchten die verschiedenen Aspekte, von den notwendigen Lizenzen bis hin zu optionalen Cloud-Diensten, und geben Ihnen einen umfassenden Überblick, damit Sie eine fundierte Entscheidung für Ihre Sicherheitsbedürfnisse treffen können.
Was ist die Synology Surveillance Station?
Der Markt für Überwachungssysteme bietet viele Optionen, doch die meisten sind proprietär. Wenn Sie sich für einen Anbieter entschieden haben, sind Sie in der Regel an dessen Hardware gebunden. Hier kommt die Synology Surveillance Station ins Spiel – und das sehr erfolgreich. Kurz gesagt, diese Anwendung ist ein Standard-Netzwerk-Video-Recorder (NVR), der darauf ausgelegt ist, Standard-IP-Kameras Ihrer Wahl zu hosten. Dies eröffnet Ihnen eine Vielzahl von Möglichkeiten.
Sie können zum Beispiel verschiedene Kameratypen für unterschiedliche Umgebungen und Situationen auswählen: Innen, Außen, WLAN, PoE (Power over Ethernet), Wandmontage, Deckenmontage usw. Es gibt Tausende von unterstützten Kameras zur Auswahl, was Ihnen maximale Flexibilität bei der Zusammenstellung Ihres Systems bietet.
Surveillance Station ist eines von vielen Zusatzpaketen, die im Paket-Zentrum jedes Synology NAS-Servers verfügbar sind. Nach der Installation und Aktivierung verwandelt die App den Server in einen digitalen Videorekorder für Netzwerkkameras. Die App ermöglicht es Ihnen, mehrere IP-Kameras auf einem beeindruckend umfassenden Niveau zu verwalten und das Sicherheitsmaterial direkt auf Ihrem NAS-Server zu speichern. Dies ergänzt die Optionen, den integrierten SD-Kartensteckplatz der Kamera oder den Cloud-Dienst des Herstellers zu nutzen.
Synology hat die Surveillance Station im März 2008 eingeführt und sie seitdem kontinuierlich verbessert.
Synology Surveillance Station 9 vs. 8
Anfang Mai 2022 aktualisierte Synology die App von Version 8 (deren letzte Aktualisierung 8.2 im September 2018 war) auf Version 9 mit einigen wesentlichen Verbesserungen. Version 9.0.0-7600 wurde am 18. Mai 2022 veröffentlicht und war der erste offizielle Build von Surveillance Station 9. Seitdem gab es mehrere Updates.
Die wichtigsten Neuerungen in Version 9 umfassen:
- Monitor Center: Eine neue, optimierte Benutzeroberfläche, die Live View und Timeline von Version 8.2 in einer einzigen intuitiven App kombiniert. Benutzer können mehr mit weniger Klicks erledigen und alle Kameras synchron verwalten.
- C2 Surveillance: Unterstützung für die neue Anwendung, die das Hochladen von Aufnahmen in die Synology C2 Cloud ermöglicht. Dies bietet Möglichkeiten wie die Verwaltung mehrerer Standorte in einer einzigen App, das schnelle Teilen von Material mit Dritten und den Schutz von Sicherheitsmaterial im Falle von Feuer oder Diebstahl. Beachten Sie, dass für C2 Surveillance ein Abonnement erforderlich ist.
- Maps Integration: Jede Kamera kann auf einer Karte präzise positioniert werden, um die Verwaltung zu erleichtern.
- Dual-Recording: Sie können eine Kamera so einrichten, dass sie an mehreren Speicherorten aufzeichnet, lokal oder über C2, mit unterschiedlichen Zeitplänen.
- Native Synology Kamera Unterstützung: Surveillance Station 9 ist erforderlich, wenn Sie Synologys eigene IP-Kameras verwenden möchten, die seit Mitte 2023 erhältlich sind.
Surveillance Station 9 erfordert DSM 7 oder höher. Folglich bleibt Surveillance Station 8.2 für ältere Server (Modelljahre 2013 und älter) relevant, die nicht über DSM 6 hinaus aktualisiert werden können. Der Upgrade-Prozess von 8.2 auf 9 ist in der Regel unkompliziert und dauert nur wenige Minuten, wobei bestehende Aufzeichnungen erhalten bleiben.
Kosten und Lizenzen der Synology Surveillance Station
Dies ist oft die wichtigste Frage für potenzielle Benutzer. Die gute Nachricht ist, dass die Surveillance Station App selbst kostenlos ist und auf jedem kompatiblen Synology NAS installiert werden kann. Die Hauptkostenfaktoren sind jedoch Kamer alizenzen und der optionale Cloud-Dienst.
Kamer alizenzen
Jeder Synology NAS-Server beinhaltet standardmäßig nur zwei kostenlose Kameralizenzen für Kameras von Drittanbietern. Unabhängig von der Größe oder dem Preis des NAS erhalten Sie zunächst nur diese zwei Lizenzen. Wenn Sie mehr als zwei Kameras von Drittanbietern nutzen möchten, müssen Sie zusätzliche Lizenzen erwerben.
- Zusätzliche Lizenzen kosten etwa 60 US-Dollar pro Stück (die Preise können je nach Region und Händler variieren, in Europa sind es oft ähnliche Beträge in Euro).
- Gekaufte Lizenzen sind übertragbar. Sie können eine gekaufte Lizenz von einem Server löschen und auf einem anderen Synology NAS wiederverwenden.
- Die zwei integrierten Lizenzen sind nicht übertragbar und bleiben an den ursprünglichen Server gebunden.
- Synologys eigene IP-Kameras (wie die BC500 und TC500) haben eine integrierte Lizenz. Sie benötigen also keine zusätzliche Lizenz, wenn Sie eine Synology-Kamera verwenden.
Einige Benutzer empfinden es als Nachteil, dass nur zwei Lizenzen standardmäßig enthalten sind, insbesondere bei größeren NAS-Modellen mit vielen Laufwerksschächten.
Synology C2 Surveillance (Optional)
Synology C2 Surveillance ist ein optionaler Cloud-Dienst, der es Ihnen ermöglicht, Aufnahmen zur zusätzlichen Sicherheit in die Synology Cloud hochzuladen. Dies ist besonders nützlich, um Aufnahmen vor Ort zu schützen (z. B. bei Diebstahl oder Zerstörung des NAS) oder um Aufnahmen von mehreren Standorten zentral zu verwalten. Für diesen Dienst ist ein jährliches Abonnement pro Kamera erforderlich.
Die Kosten variieren je nach gewähltem Plan, der sich in Auflösung, Speicherzeit und Funktionen unterscheidet:
| Plan | Auflösung | Speicherzeit (Tage) | Jährliche Kosten (pro Kamera) | Dauerhafte Aufzeichnung (volle Bildrate) | Zeitraffer-Aufzeichnung (alle 10 Sek.) | Ereignisaufzeichnung (volle Bildrate) | Sofortiger Zugriff | Teilen & Verwaltung | Client-seitige Verschlüsselung |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Basic | 720p | 7 | 8,99 USD | Nein | Nein | Ja | Ja | Ja | Ja |
| Basic | 1080p | 30 oder 90 | 24,99 USD (30 Tage) oder 54,99 USD (90 Tage) | Nein | Nein | Ja | Ja | Ja | Ja |
| Advanced | 1080p | 30 oder 90 | 29,99 USD (30 Tage) oder 59,99 USD (90 Tage) | Nein | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja |
| Advanced | 5MP | 30 oder 90 | 59,99 USD (30 Tage) oder 99,99 USD (90 Tage) | Nein | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja |
| Professional | 1080p oder 5MP+ | 30 oder mehr | 199,99 USD oder mehr | Ja | N/A | Ja | Ja | Ja | Ja |
Die Preise sind ungefähre Angaben für den US-Markt. Benutzer in Europa zahlen ähnliche Beträge in Euro. Es gibt keine kostenlose Stufe für C2 Surveillance nach der Testphase.
Gesamtkostenüberblick
Die Gesamtkosten für Ihr Synology Surveillance System setzen sich also zusammen aus:
- Den Anschaffungskosten für den Synology NAS-Server.
- Den Anschaffungskosten für die IP-Kameras.
- Den Kosten für zusätzliche Kamer alizenzen (falls Sie mehr als zwei Drittanbieterkameras verwenden und keine Synology-Kameras nutzen).
- Den jährlichen Abonnementkosten für Synology C2 Surveillance (falls Sie diesen optionalen Cloud-Dienst nutzen möchten).
Es gibt keine versteckten monatlichen Gebühren, es sei denn, Sie entscheiden sich bewusst für das C2 Surveillance Cloud-Abonnement. Die lokale Speicherung auf dem NAS ist kostenlos, abgesehen von den Kosten für die Festplatten und den Stromverbrauch des NAS.
Unterstützte Kameras
Wie erwähnt, hat Synology Mitte 2023 eigene IP-Kameras (BC500 und TC500) auf den Markt gebracht, die speziell für die Surveillance Station entwickelt wurden. Sie sind in der Regel die am besten integrierten Kameras, aber auch teurer und erfordern eine Kabelverbindung (PoE).
Für flexiblere Optionen können Sie auf Drittanbieterkameras zurückgreifen. Die Synology Surveillance Station unterstützt Tausende von IP-Kameras auf dem Markt. Eine vollständige Liste finden Sie auf der Synology-Website.
Wichtig ist, dass selbst Kameras, die noch nicht auf der Liste stehen, mit der Surveillance Station funktionieren, solange sie ONVIF unterstützen – einen offenen Standard, der in den meisten modernen IP-Kameras verfügbar ist. Generell funktioniert eine Kamera mit einer Web-Oberfläche wahrscheinlich gut mit der Surveillance Station App. Darüber hinaus können Sie sogar ein altes Android-Telefon in eine Kamera verwandeln.
Wenn eine Kamera unterstützt wird, sind die meisten, wenn nicht alle, ihrer Funktionen und Merkmale über die App verfügbar. Wenn die Kamera zum Beispiel Schwenk- und Neigefunktionen hat, kann die App diese steuern. Für alle Kameras sind grundlegende Funktionen wie Zoom, Nachtsicht und Bewegungserkennung vorhanden.
Wie viele Kameras kann ich mit meinem Synology NAS verwenden?
Die maximale Anzahl der Kameras hängt vom spezifischen NAS-Server-Modell ab. Generell kann jeder Server ein Dutzend oder mehr Kameras verarbeiten – oft mehr als für ein typisches Zuhause benötigt wird.
Der DS218+ beispielsweise kann bis zu 25 Kameras unterstützen. Größere Server, wie der DS1621+ oder DS923+, unterstützen gleichzeitig deutlich mehr Kameras. Die genaue Anzahl finden Sie in den technischen Spezifikationen Ihres Synology NAS-Modells. Generell gilt: Jedes Synology NAS-Modell unterstützt mehr Kameras, als ein typisches Zuhause benötigt. Die Einschränkung ist eher die Anzahl der kostenlosen Kamer alizenzen.

Einrichtung einer Kamera mit Synology Surveillance Station
Die Einrichtung einer Kamera mit der Synology Surveillance Station ist je nach Kameratyp unterschiedlich, aber generell nicht schwierig. Bei Synology-Kameras ist der Prozess sehr schnell, da die App alles automatisch erkennt und konfiguriert. Sie müssen die Kamera nur physisch verbinden und dann den Assistenten in der Surveillance Station durchlaufen.
Bei Kameras von Drittanbietern erfordert der Prozess zwei Schritte: physische Verbindung mit dem Netzwerk und logische Hinzufügung zur Surveillance Station.
Schritt 1: IP-Kamera mit dem lokalen Netzwerk verbinden
Das Anschließen einer Kamera an Ihr Netzwerk ist ein Standardverfahren.
- Bei einer kabelgebundenen Kamera stecken Sie einfach ein Netzwerkkabel ein (idealerweise mit PoE).
- Bei einer WLAN-Kamera folgen Sie dem Handbuch der Kamera, um sie über ihre Web-Oberfläche oder mobile App mit Ihrem WLAN zu verbinden.
Passen Sie dann die grundlegenden Einstellungen der Kamera an. Dazu gehören:
- Benutzername und Passwort festlegen (verwenden Sie ein sicheres, neues Passwort).
- Zeitzone und Portnummer anpassen (falls erforderlich).
- Videoqualität, Zeitstempel-Anzeige, Logo-Anzeige usw. anpassen.
- Firmware der Kamera aktualisieren.
- Montieren Sie die Kamera an der gewünschten Position.
Zusätzlich empfiehlt es sich, jeder Kamera eine feste IP-Adresse zuzuweisen, um Verbindungsunterbrechungen zu vermeiden.
Schritt 2: Kamera in Synology Surveillance Station einrichten
Dieser Schritt verbindet die im Netzwerk verfügbare Kamera mit der Surveillance Station. Es ist ziemlich einfach:
- Öffnen Sie das Symbol „IP-Kamera“ in der Surveillance Station.
- Klicken Sie auf „Hinzufügen“.
- In Version 9 erkennt das System verfügbare Kameras oft automatisch. In Version 8.2 müssen Sie möglicherweise auf die Lupe klicken, um die Suche zu starten.
- Sie können die Informationen der Kamera (IP-Adresse, Benutzername, Passwort) auch manuell eingeben.
- Wenn die Kamera auf der Synology-Liste unterstützter Modelle steht, können Sie Marke und Modell auswählen. Andernfalls wählen Sie [ONVIF], falls die Kamera diesen Standard unterstützt.
- Prüfen Sie die Portnummer (Standardwerte sind oft 80, 88, 443, 888 oder die von Ihnen manuell festgelegte Portnummer).
- Klicken Sie auf „Verbindung testen“, um sicherzustellen, dass die Kamera verbunden ist. Sie sehen eine Vorschau des Kamerabildes.
- Klicken Sie auf „Fertigstellen“.
Die Kamera ist nun Teil des Systems. Sie sollten jedoch noch die Einstellungen an Ihre Bedürfnisse anpassen.
Umfangreiche Anpassungsmöglichkeiten
Die Surveillance Station bietet eine Fülle von Einstellungen für jede Kamera. Diese sind in verschiedene Kategorien unterteilt:
- Geräteeinstellungen: Allgemeine Einstellungen wie Videokomprimierungsformat (H.264, MJPEG etc.), Videoqualität (Auflösung, Bildrate), Audioausgabe.
- Aufnahmeeinstellungen: Alle Einstellungen rund um die Aufzeichnung, einschließlich Qualität, Speicherplatznutzung, Aufbewahrungsoptionen, Zeitpläne (kontinuierlich, bewegungsbasiert etc.). Sie können auch die Länge einzelner Videoclips festlegen.
- Live View Einstellungen: Stream-Profile, die die Videoqualität für die Live-Ansicht bestimmen.
- Optimierung: Verschiedene Einstellungen wie Zeitstempel, Kameraausrichtung, Zeitsynchronisation.
- Ereigniserkennung: Konfiguration der Bewegungserkennung (Quelle: Kamera oder Surveillance Station), Empfindlichkeit, Schwellenwert und Definition von Erkennungsbereichen.
Die tatsächlichen Optionen hängen von den Fähigkeiten der Kamera ab. Version 9 bietet eine praktische Funktion zum Kopieren von Einstellungen einer Kamera auf eine andere, was die Einrichtung mehrerer ähnlicher Kameras beschleunigt.
Benutzeroberfläche und Leistung
Die Synology Surveillance Station verfügt über eine intuitive eigene Benutzeroberfläche, die der des NAS-Betriebssystems (DSM) ähnelt. Sie verfügt über eine Taskleiste, einen Desktop usw. und ermöglicht die gleichzeitige Ausführung mehrerer Fenster.
Die wichtigsten Funktionen werden über eigene Anwendungen verwaltet, deren Verknüpfungen auf dem Desktop verfügbar sind. Dazu gehören das Monitor Center (in v9, kombiniert Live View und Timeline), IP-Kamera (zur Verwaltung der Kameras), Recordings (zum Anzeigen und Exportieren von Aufnahmen) und das Application Center (für zusätzliche Funktionen).
Die Surveillance Station kann über die Web-Oberfläche, eine dedizierte Desktop-Anwendung (für Windows und macOS) oder die mobile App DS cam (für iOS und Android) verwaltet werden. Die Desktop-Anwendung ist oft reaktionsschneller als die Web-Oberfläche.
Der Fernzugriff auf das System ist über Synologys QuickConnect-Dienst oder Dynamic DNS sehr bequem. Die Leistung des Fernzugriffs hängt stark von der Internetgeschwindigkeit an beiden Enden ab – sowohl dort, wo der NAS steht, als auch am Standort des entfernten Zugriffs.
Die Surveillance Station benötigt nicht übermäßig viele Systemressourcen des NAS. Selbst bei mehreren Kameras (z. B. 6 oder weniger) läuft die Anwendung in der Regel flüssig, selbst wenn der NAS noch andere Aufgaben ausführt. Bei einer größeren Anzahl von Kameras kann die CPU-Last steigen, aber für typische Heimanwendungen ist dies selten ein Problem. Worauf Sie achten sollten, ist die Bandbreite für die Fernverwaltung über das Telefon; hier kann die Auswahl einer niedrigeren Auflösung für das Remote-Streaming hilfreich sein.
Einschränkungen der Synology Surveillance Station
Auch die Synology Surveillance Station ist nicht perfekt. Hier sind einige Punkte, die Sie berücksichtigen sollten:
- Kamer alizenzen: Wie bereits erwähnt, sind nur zwei Lizenzen für Drittanbieterkameras enthalten. Zusätzliche Lizenzen müssen gekauft werden, was die Kosten für Systeme mit vielen Kameras von Drittanbietern erhöhen kann.
- Einrichtung erfordert Netzwerkkenntnisse: Obwohl der Prozess nicht extrem schwierig ist, erfordert die Einrichtung von IP-Kameras und deren Integration ins Netzwerk ein gewisses Grundverständnis von Netzwerken. Es ist kein Plug-and-Play-System im Vergleich zu einigen Consumer-Lösungen.
- C2 Surveillance ist kostenpflichtig: Der nützliche Cloud-Speicherdienst erfordert ein jährliches Abonnement pro Kamera. Es gibt keine kostenlose Stufe für dauerhaften Cloud-Speicher.
- Keine einfache Unterstützung für mehrere Standorte ohne lokalen NAS: Während C2 Surveillance die Verwaltung von Aufnahmen mehrerer Standorte erleichtert, benötigen Sie an jedem Standort, den Sie überwachen möchten, einen separaten Synology NAS (oder einen dedizierten Surveillance Station NVR). Es ist nicht so konzipiert, dass Kameras direkt über das Internet an eine zentrale Surveillance Station ohne lokalen NAS verbunden werden können.
- Keine Unterstützung für solarbetriebene Kameras: Die Surveillance Station ist primär für Kameras konzipiert, die kontinuierlich mit Strom und Netzwerk verbunden sind. Kameras, die batteriebetrieben sind und nur bei Ereignissen aufwachen (wie viele solarbetriebene Modelle), werden in der Regel nicht unterstützt oder funktionieren nur eingeschränkt.
Fazit
Wie ein Synology NAS-Server ist auch die Surveillance Station nicht für jedermann geeignet. Sie erfordert ein gewisses Netzwerk-Know-how für die Einrichtung und laufende Verwaltung. Wenn Sie jedoch die Kontrolle über Ihr Sicherheitssystem behalten möchten und eine flexible Lösung suchen, die nicht auf einen einzigen Hersteller beschränkt ist, ist die Synology Surveillance Station eine ausgezeichnete Wahl.
Im Vergleich zu vielen anderen Fertiglösungen bietet dieses DIY-Überwachungssystem viel mehr Umfang und Anpassungsmöglichkeiten. Das Wichtigste ist, dass Sie die vollständige Kontrolle über Ihre Sicherheitsaufnahmen haben, ohne ein obligatorisches monatliches Abonnement (es sei denn, Sie entscheiden sich für den optionalen C2 Cloud-Speicher).
Wenn Sie bereits einen Synology NAS besitzen, besorgen Sie sich ein oder zwei Kameras und probieren Sie diese Zusatz-App aus. Sie werden wahrscheinlich nicht enttäuscht sein. Für größere Objekte oder anspruchsvollere Anforderungen kann ein leistungsfähigerer Synology NAS als NVR dienen und bietet deutlich mehr Funktionen als viele herkömmliche Sicherheitssysteme. Die anfänglichen Kosten mögen höher sein, aber auf lange Sicht sparen Sie Geld, insbesondere wenn Sie bedenken, welche anderen Netzwerkbedürfnisse der NAS gleichzeitig erfüllen kann.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
F: Wie viel kostet die Synology Surveillance Station?
A: Die Surveillance Station App selbst ist kostenlos. Die Kosten entstehen durch die Anschaffung des Synology NAS und der Kameras sowie durch den Kauf zusätzlicher Kamer alizenzen (ca. 60 USD/EUR pro Lizenz für Drittanbieterkameras, über die zwei enthaltenen hinaus). Der Cloud-Speicherdienst Synology C2 Surveillance ist optional und kostet je nach Plan zwischen ca. 9 USD und 200+ USD pro Kamera pro Jahr.
F: Benötige ich ein monatliches Abonnement für die Synology Surveillance Station?
A: Nein, ein monatliches Abonnement ist nicht zwingend erforderlich. Die lokale Aufzeichnung auf Ihrem Synology NAS ist kostenlos. Ein Abonnement ist nur notwendig, wenn Sie den optionalen Cloud-Speicherdienst Synology C2 Surveillance nutzen möchten.
F: Welche Arten von Kameras kann ich mit der Surveillance Station verwenden?
A: Synology Surveillance Station unterstützt Tausende von IP-Kameras verschiedenster Hersteller. Wichtig ist, dass die Kamera den ONVIF-Standard unterstützt oder auf der Synology-Kompatibilitätsliste steht. Auch Synologys eigene IP-Kameras werden unterstützt.
F: Wie viele Kameras kann mein Synology NAS unterstützen?
A: Die maximale Anzahl der unterstützten Kameras hängt vom Modell Ihres Synology NAS ab. Die meisten Modelle unterstützen weit mehr Kameras, als für ein typisches Zuhause benötigt werden (oft 20 oder mehr). Die praktische Begrenzung für Kameras von Drittanbietern sind oft die benötigten Lizenzen, da standardmäßig nur zwei kostenlose Lizenzen enthalten sind.
F: Was ist der Unterschied zwischen Sicherheitskameras und Überwachungskameras?
A: Obwohl die Begriffe oft synonym verwendet werden, liegt der Hauptunterschied im Verwendungszweck. Sicherheitskameras (oft in Einzelhandelsgeschäften, Büros) dienen häufig der Überwachung von Kundenverkehr und Geschäftsaktivitäten. Überwachungskameras (oft an öffentlichen Orten) sind strategisch positioniert, um kriminelles Verhalten zu identifizieren und abzuschrecken. Beide sind Formen von CCTV (Closed-Circuit Television) und dienen der visuellen Kontrolle und Aufzeichnung.
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