Wer hat die Nazis an die Macht gebracht?

Der Weg Hitlers zur Macht 1933

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Das Jahr 1933 markiert einen tiefen Einschnitt in der deutschen Geschichte. Die Ernennung Adolf Hitlers zum Reichskanzler am 30. Januar dieses Jahres war nicht nur ein politischer Akt, sondern der Beginn einer Schreckensherrschaft, deren Auswirkungen die Welt bis heute prägen. Historische Archive, wie das von SZ Photo, bewahren die visuellen Zeugnisse dieser Zeit und helfen uns, die komplexen Ereignisse und die damalige Atmosphäre besser zu verstehen. Dieser Artikel beleuchtet den Weg, der Hitler und die NSDAP an die Macht führte, basierend auf den uns vorliegenden Informationen.

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Jahrelang hatte Adolf Hitler mit seiner Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP) auf diesen Moment hingearbeitet. Nach dem gescheiterten Putschversuch im Jahr 1923 in München, der deutlich machte, dass der direkte, gewaltsame Weg zur Macht versperrt war, verlegten Hitler und seine Anhänger ihre Strategie. Fortan setzten sie auf eine scheinbar demokratische Legitimierung. Dies bedeutete die Teilnahme an Wahlen und den Aufbau einer Massenbewegung, aber auch die Suche nach Unterstützung in einflussreichen Kreisen.

Welcher berühmte Journalist kritisierte 1933 die Machtergreifung der Nazis?
Die Machtergreifung der Nazis aus Sicht des spanischen Journalisten Chaves Nogales. Deutschland 1933. Hitler ist Reichskanzler und baut die Macht der Nationalsozialisten aus. In seinen Reportagen spürt der spanische Journalist Manuel Chaves Nogales den Veränderungen nach.

Der schrittweise Aufstieg und die Suche nach Verbündeten

Hitler verstand es meisterhaft, sich und seine Partei in Szene zu setzen. Seine Reden waren voller Hetze gegen vermeintliche Feinde: Juden, Linke, Liberale und das Ausland. Er nutzte geschickt die Unzufriedenheit der Bevölkerung mit der fragilen Weimarer Republik, die durch die Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise stark gebeutelt war. Arbeitslosigkeit und wirtschaftliche Not schufen einen Nährboden für radikale Parolen und einfache Lösungen, die Hitler versprach.

Neben der Mobilisierung der Massen suchte Hitler gezielt die Unterstützung von Industriellen und anderen mächtigen Kreisen. Diese erhofften sich von einer nationalsozialistischen Regierung Stabilität, die Zerschlagung der Gewerkschaften und eine Politik, die ihren wirtschaftlichen Interessen entgegenkam. Diese Unterstützung aus der Wirtschaft war finanziell und politisch von großer Bedeutung für den Aufstieg der NSDAP.

Trotz des Aufschwungs sah sich die NSDAP Ende 1932 mit Problemen konfrontiert. Bei der ersten Reichstagswahl des Jahres im Juli 1932 erzielten sie zwar beeindruckende 37,3 Prozent der Stimmen und wurden stärkste Partei, doch bei der Neuwahl im November desselben Jahres verloren sie deutlich und erreichten nur noch 33 Prozent. Interne Flügelkämpfe schwächten die Partei zusätzlich. In dieser Phase wechselten in schneller Folge mehrere Präsidialkabinette, die keine parlamentarische Mehrheit besaßen.

Die geheimen Verhandlungen und die Ernennung

Anfang 1933 witterten nationalkonservative Politiker eine Chance. Sie glaubten, Hitler und seine Bewegung für ihre eigenen Zwecke nutzen zu können. Ihre Idee war es, Hitler in die Regierung zu holen, ihn aber gleichzeitig zu instrumentalisieren und durch die Überzahl konservativer Minister im Kabinett klein zu halten. Sie unterschätzten Hitlers skrupellosen Willen zur totalen Macht.

Im Januar 1933 fanden geheime Verhandlungen zwischen diesen nationalkonservativen Kreisen und dem Ober-Nazi statt. Nach diesen Gesprächen suchten sie Reichspräsident Paul von Hindenburg auf. Hindenburg, ein greiser Militär und im vordemokratischen Denken verwurzelt, wurde von ihnen überzeugt, Hitler mit der Regierungsbildung zu beauftragen.

Am 30. Januar 1933 war es dann soweit: Reichspräsident Hindenburg ernannte Adolf Hitler zum Reichskanzler. Die sogenannte 'Machtergreifung' durch die erklärten Feinde der Demokratie war vollzogen. In Berlin jubelten Menschenmengen Hitler zu, als er durch die Wilhelmstraße fuhr. Am Abend trat Hitler an ein Fenster der Reichskanzlei und ließ sich feiern.

Das erste Kabinett unter Hitler war zunächst von den Nationalkonservativen dominiert. Neben dem Kanzler stellten die Nazis lediglich Wilhelm Frick als Innenminister und Hermann Göring als Minister ohne Geschäftsbereich. Die nationalkonservativen Minister waren in der Überzahl. Doch diese Konstellation hielt nicht lange. Schon wenige Monate später hatte Hitler seine anfänglichen 'Steigbügelhalter' aus der Regierung gedrängt und seine Machtposition unumstößlich gefestigt.

Gleichschaltung und die Konsolidierung der Diktatur

Unmittelbar nach der Machtübernahme begannen die Nationalsozialisten mit der systematischen Gleichschaltung des Staates und der Gesellschaft. Zunächst gab sich Hitler gemäßigt und präsentierte sich sogar als Friedenspolitiker, beispielsweise bei seiner ersten Rundfunkansprache an das deutsche Volk. Doch im Hintergrund lief die Zerstörung der demokratischen Strukturen und die Errichtung einer Diktatur auf Hochtouren.

Die Machtergreifung wurde von breiten Teilen der Bevölkerung begrüßt. Überall im Reich gab es Kundgebungen. Die Nazis verstanden es geschickt, die alten kaiserlichen Eliten sowie andere wichtige gesellschaftliche Kreise an sich zu binden. Auch das Verhältnis zu den Kirchen, das vor 1933 oft gespannt war, änderte sich zunächst taktisch. Während die Nazis zuvor gegen die Kirchen gewettert hatten und teils einen vorchristlichen Germanen-Kult propagierten, gaben sie sich nach der Machtübernahme versöhnlich. Prominente Nationalsozialisten nahmen an Festgottesdiensten teil.

Selbst die katholische Kirche, die sich bis zur Machtergreifung gegen die Nazis gestemmt hatte, erkannte das neue Regime an. Das Reichskonkordat von 1933, ein Staatskirchenvertrag zwischen dem Deutschen Reich und dem Vatikan, verschaffte dem Regime außenpolitische Anerkennung und Renommee in der Welt. Dies war ein wichtiger Erfolg für Hitler, der seine Position im In- und Ausland stärkte.

Die sich verbessernden Wirtschaftsbedingungen nach der Großen Depression spielten Hitler ebenfalls in die Hände. Der Mythos, er habe die Arbeitslosigkeit beseitigt und die Autobahnen gebaut, beruht jedoch stark auf den Vorarbeiten der demokratischen Vorgängerregierungen. Diese hatten bereits einen Schuldenerlass für Deutschland erreicht und die Pläne für den Autobahnbau lagen längst bereit. Hitler konnte diese Entwicklungen für seine Propaganda nutzen und als eigene Erfolge verkaufen.

Wer hat die Nazis an die Macht gebracht?
Im Bild: Reichspräsident Hindenburg 1930 in der Uniform der Kaiserlichen Armee samt Pickelhaube. Am 30. Januar 1933 war es soweit: Hindenburg ernannte Hitler zum Reichskanzler. Die Machtergreifung der bekennenden Demokratiefeinde war vollbracht.

Widerstand, Verfolgung und die Zerstörung der Demokratie

In den Wochen nach der Machtergreifung versuchte die demokratische Opposition, allen voran die Sozialdemokraten (SPD), verzweifelt, das Blatt zu wenden. Doch Hitler und Hindenburg nutzten Notverordnungen, um bürgerliche Freiheiten mehr und mehr einzuschränken. Die letzten freien Reichstagssitzungen fanden im März 1933 statt. Bei der Abstimmung über das Ermächtigungsgesetz, das das Parlament praktisch entmachtete, stimmte nur die SPD dagegen. Kommunistische Abgeordnete waren bereits ausgeschlossen worden. Die übrigen demokratischen Mandatsträger, darunter auch Persönlichkeiten wie der spätere Bundespräsident Theodor Heuß, stimmten dem Gesetz zu und besiegelten damit die Selbstentmachtung des Parlaments und das Ende der Demokratie.

Nach und nach begann das Regime, politische Gegner auszuschalten. Viele wurden durch Mordkommandos umgebracht, andere gingen ins Exil, und wieder andere wurden in eine neue Form von Gefängnissen gebracht: die Konzentrationslager. Schon 1933 gab es Appelle im KZ Oranienburg bei Berlin, einem frühen Beispiel dieser Lager.

Wie im Parteiprogramm und in zahllosen Reden angekündigt, gingen die Nationalsozialisten sofort brutal gegen die jüdischen Deutschen vor. Es kam zu Verhaftungen und Übergriffen. Ein bekannter Schritt war der Boykott jüdischer Geschäfte im April 1933, bei dem SA-Männer mit Schildern vor den Läden standen. Bald folgten Entrechtung, Enteignung und schließlich der systematische Massenmord, der im Holocaust gipfelte.

Im Ausland regte sich mancherorts Protest gegen die neuen Machthaber in Deutschland, beispielsweise bei einer Veranstaltung in New York 1933. Dieser Protest blieb jedoch weitgehend wirkungslos. Die Nazis bemühten sich, international als friedensliebende Bewegung wahrgenommen zu werden. Ein Höhepunkt dieser Täuschung waren die Olympischen Spiele 1936 in Berlin und Garmisch-Partenkirchen. Doch Hitlers tatsächlicher Wille, Krieg zu führen, war intern schon kurz nach der Machtübernahme klar artikuliert worden.

Ein Blick von außen: Die Beobachtungen von Manuel Chaves Nogales

Ein bemerkenswertes Zeugnis aus dieser Zeit stammt vom spanischen Reporter Manuel Chaves Nogales. Er reiste im Mai 1933 durch Deutschland, wenige Wochen nach der Machtübernahme. Obwohl er kein Deutsch sprach, sammelte er Eindrücke und führte Gespräche, um die Realität des neuen Deutschlands zu erfassen. Seine Beobachtungen fasste er in einer Serie von Reportagen für die Zeitung „Ahora“ zusammen.

Chaves Nogales stellte fest, dass die Deutschen ihm mit einer schroffen Distanz begegneten. Er versuchte, ihren Bruch mit der Kultur zu verstehen und die zornige Entschlossenheit zu erfassen, die tief in den Alltag eindrang. Sein Urteil war am Ende glasklar. Er wandte sich direkt an seine Leser und warnte: „Denken Sie nur nicht, die Behauptung, dass Deutschland den Krieg wolle, sei eine ungerechtfertigte Unterstellung. Wenn Hitler heute in Deutschland regiert, so weil er seit zwölf Jahren den Krieg predigt. Seinen Triumph verdankt er mehr als allem anderen seiner offenen Haltung gegen die Pazifisten: ‚Pazifist` ist das schlimmste Schimpfwort, das man heute einem Deutschen an den Kopf werfen kann.“

Der Reporter folgerte, dass der Krieg in drei Jahren beginnen würde. Obwohl der offizielle Beginn des Zweiten Weltkriegs erst sechs Jahre später war, lag er mit seiner Einschätzung der Kriegsbereitschaft nicht falsch. Die „Maschinerie der Zerstörung“ hatte bereits Fahrt aufgenommen.

Chaves Nogales besuchte unter anderem ein Arbeitslager, das später eine Außenstelle des KZ Sachsenhausen werden sollte. Er machte heimlich Fotos von Bücherverbrennungen und beobachtete Kundgebungen und Aufmärsche. Besonders wunderte er sich über die „entschlossene Härte“, mit der die Deutschen zum Drill antraten und Gymnastik trieben. Er schloss daraus, dass dieses Volk nicht nur die im Versailler Vertrag erlaubten einhunderttausend Soldaten hatte, sondern sechzig Millionen wehrbereite Menschen.

Er zitierte aus seinen Gesprächen im ganzen Land Sätze wie: „Wir haben keine andere Wahl, als den Krieg zu beginnen.“ und „Der Militarismus ist unser Ideal.“ Er betonte, dass es ganz normale Leute waren, die so dachten und redeten, weil es ihnen genau so vorgebetet wurde. Die Rechtfertigung sahen sie im Versailler Vertrag, der Deutschland entwaffnet hatte unter der Annahme allgemeiner Abrüstung. Da die anderen Mächte nicht abgerüstet hätten, hätten sie das Recht, sich zu bewaffnen. Und wenn ihre Stunde gekommen sei, würden sie für ein Ideal „religiöser, mystischer Dimension“ kämpfen: ein Großdeutschland, das keine armselige Figur mehr abgeben werde.

Das Treffen mit dem Propagandaminister

Ein Höhepunkt seiner Reise war ein Treffen mit Joseph Goebbels, dem Propagandaminister. Chaves Nogales hielt ihn für den interessantesten Vertreter des neuen Deutschlands, sogar noch vor Hitler. Obwohl der Spanier eine spontane Ablehnung empfand – er beschrieb Goebbels als „lächerliche, groteske Sorte Mensch“, eine „Witzfigur vom Typ des gekränkten Irren“ mit einem Klumpfuß, verbissen und unversöhnlich –, nötigte ihm Goebbels doch so etwas wie professionellen Respekt ab.

Chaves Nogales beschrieb, dass Goebbels schrieb, „wie er redete: klar, knapp, auf den Punkt.“ Er sah in ihm dieselbe „Kraft der Verführung und der Beherrschtheit, die in allen von einer einzigen Idee befallenen Büßern waltet, Robbespierre oder Lenin.“ Er sah in ihm einen Sektierer, der von einer „krachendharten Schale“ umgeben sei, einen „Befallenen, dem sein Ideal befiehlt, den Vater an die Wand stellen und erschießen zu lassen, wenn er sich ihm in den Weg stellt.“

Das Gespräch mit Goebbels war kurz und strikt. Drei Fragen, drei Antworten, keine Erläuterung, keine Nachfrage. Chaves Nogales musste diese Bedingung notgedrungen akzeptieren. Goebbels spulte sein Programm routiniert ab. Obwohl der Reporter gerne tiefer gebohrt hätte, ließ der Plan der Nationalsozialisten am Ende des Gesprächs keinerlei Zweifel offen:

„Nun, da Hitler an die Macht gekommen ist, wird er seine Versprechungen von der Ausrottung der Juden wahrmachen. Man beachte, dass dieses Wort ‚Ausrottung‘ von ihm selbst stammt.“

Wer brachte die Nazis an die Macht? Eine vielschichtige Antwort

Die Frage, wer die Nazis an die Macht brachte, hat keine einfache Antwort. Es war ein Zusammenwirken verschiedener Faktoren und Akteure:

  • Adolf Hitler und die NSDAP: Ihre jahrelange, aggressive Propaganda und Organisation, der Übergang vom Putschversuch zur Nutzung demokratischer Mittel (Wahlen) und die Mobilisierung der Massen.
  • Die Weltwirtschaftskrise: Die daraus resultierende wirtschaftliche Not und politische Instabilität schwächten die Weimarer Republik und erhöhten die Anfälligkeit für extremistische Parolen.
  • Nationalkonservative Politiker und Eliten: Ihre Fehleinschätzung, Hitler kontrollieren zu können, und ihre Bereitschaft, ihn in die Regierung zu holen, um ihre eigenen politischen Ziele zu erreichen.
  • Reichspräsident Paul von Hindenburg: Seine Ernennung Hitlers zum Reichskanzler, beeinflusst von den nationalkonservativen Kreisen.
  • Teile der Bevölkerung: Zustimmung, Duldung oder zumindest passive Hinnahme des Regimewechsels, teils aus Unzufriedenheit mit der Republik, teils aus nationaler oder antisemitischer Gesinnung, teils aus Angst.
  • Wirtschaftliche Kreise: Unterstützung durch Industrielle und andere, die sich von Hitler Vorteile erhofften.
  • Alte Eliten und Institutionen: Die Anbindung und teils freiwillige Integration von Teilen der alten kaiserlichen Eliten, der Bürokratie und sogar anfänglich der Kirchen in das neue System trugen zur Konsolidierung der Macht bei.

Die nationalkonservativen Kräfte glaubten, Hitler in Schach halten zu können, da sie im ersten Kabinett in der Mehrheit waren. Doch diese Fehleinschätzung hatte verheerende Folgen, wie die folgende Tabelle zeigt:

PositionJanuar 1933 (Ernennung)Wenige Monate später
ReichskanzlerAdolf Hitler (NSDAP)Adolf Hitler (NSDAP)
InnenministerWilhelm Frick (NSDAP)Wilhelm Frick (NSDAP)
Minister ohne GeschäftsbereichHermann Göring (NSDAP)Hermann Göring (NSDAP)
Weitere MinisterDeutlich in der Mehrheit Nationalkonservative (z.B. Papen, Seldte, Schwerin von Krosigk, Hugenberg, Blomberg)Nationalkonservative weitgehend verdrängt oder marginalisiert, NSDAP-Minister in Schlüsselpositionen gestärkt

Innerhalb weniger Monate nach seinem Amtsantritt hatte Hitler jeden organisierten Widerstand im Reich gebrochen und eine funktionierende Diktatur etabliert. Die schnelle Entmachtung seiner anfänglichen Partner und die systematische Verfolgung von Gegnern und Minderheiten zeigten seinen unbedingten Willen zur totalen Kontrolle.

Häufig gestellte Fragen zum Jahr 1933

Wer ernannte Adolf Hitler zum Reichskanzler?
Adolf Hitler wurde am 30. Januar 1933 vom damaligen Reichspräsidenten Paul von Hindenburg zum Reichskanzler ernannt.
Welche Rolle spielten die Nationalkonservativen?
Nationalkonservative Politiker suchten im Januar 1933 geheime Verhandlungen mit Hitler und überzeugten Hindenburg von seiner Ernennung. Sie glaubten, ihn in der Regierung kontrollieren zu können, was sich als gravierende Fehleinschätzung herausstellte.
Wie reagierte die Bevölkerung?
Teile der Bevölkerung begrüßten die Machtergreifung, es gab Jubel und Kundgebungen. Andere standen dem Regime ablehnend oder ängstlich gegenüber, doch organisierter Widerstand wurde schnell und brutal unterdrückt.
Was geschah mit politischen Gegnern?
Politische Gegner, insbesondere Kommunisten und Sozialdemokraten, wurden sofort verfolgt. Viele wurden inhaftiert, in frühe Konzentrationslager wie Oranienburg gebracht, ermordet oder gingen ins Exil. Bürgerliche Freiheiten wurden durch Notverordnungen eingeschränkt.
Was unternahmen die Nazis sofort gegen Juden?
Sofort nach der Machtübernahme begannen die Nationalsozialisten mit der Verfolgung jüdischer Deutscher. Dazu gehörten Boykottaufrufe gegen jüdische Geschäfte, Verhaftungen und Übergriffe, gefolgt von Entrechtung und Enteignung.
Wusste man damals von den Plänen gegen die Juden?
Der spanische Journalist Manuel Chaves Nogales berichtete bereits im Mai 1933 über sein Treffen mit Joseph Goebbels, bei dem Goebbels offen über die Absicht sprach, die Juden „auszurotten“. Dies zeigt, dass zumindest in bestimmten Kreisen die radikalen Pläne bekannt waren und nicht geheim gehalten wurden, auch wenn viele später das Gegenteil behaupteten.
Welche Partei stimmte gegen das Ermächtigungsgesetz?
Bei der Abstimmung über das Ermächtigungsgesetz im März 1933, das die Selbstentmachtung des Parlaments bedeutete, stimmte als einzige Partei die Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) dagegen.

Innerhalb weniger Monate hatte Hitler nach seinem Amtsantritt jeden Widerstand im Reich gebrochen und eine funktionierende Diktatur implementiert. Nun arbeitete er mit Hochdruck auf seinen Traum hin, Deutschland zu einer Weltmacht zu führen, was er letztlich mittels eines brutalen Vernichtungskriegs durchzusetzen versuchte. Die Dokumentation dieser Zeit, nicht zuletzt durch die Bilder in historischen Archiven, bleibt eine wichtige Mahnung.

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Andenmatten Soltermann

Hallo! Ich bin Andenmatten Soltermann, ein Schweizer Fotograf, der leidenschaftlich die Essenz der Welt durch seine Linse einfängt. Geboren und aufgewachsen in den majestätischen Schweizer Alpen, haben die deutsche Sprache und atemberaubende Landschaften meine kreative Vision geprägt. Meine Liebe zur Fotografie begann mit einer alten analogen Kamera, und seitdem widme ich mein Leben der Kunst, visuelle Geschichten zu erzählen, die berühren und verbinden.In meinem Blog teile ich praktische Tipps, Techniken und Erfahrungen, um dir zu helfen, deine fotografischen Fähigkeiten zu verbessern – egal, ob du ein neugieriger Anfänger oder ein erfahrener Profi bist. Von der Beherrschung des natürlichen Lichts bis hin zu Ratschlägen für wirkungsvolle Bildkompositionen ist es mein Ziel, dich zu inspirieren, die Welt mit neuen Augen zu sehen. Mein Ansatz verbindet Technik mit Leidenschaft, immer auf der Suche nach dem Funken, der ein Foto unvergesslich macht.Wenn ich nicht hinter der Kamera stehe, findest du mich auf Bergpfaden, auf Reisen nach neuen Perspektiven oder beim Genießen der Schweizer Traditionen, die mir so am Herzen liegen. Begleite mich auf dieser visuellen Reise und entdecke, wie Fotografie die Art und Weise, wie du die Welt siehst, verändern kann.

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