Nach den Wirren und Zerstörungen des Ersten Weltkriegs befand sich Europa in einem Zustand tiefgreifender politischer und gesellschaftlicher Umbrüche. In vielen Ländern entstanden radikale Bewegungen, die das Scheitern der alten Ordnungen und die Unsicherheiten der Nachkriegszeit für ihre Ziele nutzten. Deutschland, gezeichnet von der Niederlage und den Lasten des Versailler Vertrags, bildete hier keine Ausnahme. In diesem Klima des Umbruchs und der Unzufriedenheit nahm der Nationalsozialismus seinen Anfang.

Der Nationalsozialismus speiste sich aus dem Geist und der Brutalität des Ersten Weltkriegs. Ähnlich wie in anderen europäischen Ländern, wo nach dem Krieg faschistische Bewegungen entstanden, zeichnete sich auch die deutsche Variante durch einen radikalen Antikommunismus, den Glauben an einen starken Führer, eine Neigung zur Gewalt und einen ausgeprägten Nationalismus aus. Das gemeinsame Vorbild vieler dieser Bewegungen war Benito Mussolini, der nach der Gründung seiner „Fasci di combattimento“ 1919 in Italien 1922 an die Macht gelangte.

Adolf Hitler, der vor dem Krieg ein eher unauffälliges Leben in Wien und später in München geführt hatte, empfand die Mobilmachung von 1914 als eine Art Erweckung. Er meldete sich freiwillig zum Militär und erlebte in den ersten Kriegswochen ein Gefühl der „Volksgemeinschaft“, das jedoch bald von der brutalen Realität des Stellungskriegs eingeholt wurde. Obwohl seine Illusionen über einen schnellen Sieg verflogen, blieb sein Glaube an die Unbesiegbarkeit Deutschlands bestehen. Das Kriegsende erlebte er im Lazarett, kurzzeitig erblindet nach einem Giftgasangriff.
Die Last des Ersten Weltkriegs und seine Folgen
Das Eingeständnis der Obersten Heeresleitung unter Hindenburg und Ludendorff Anfang Oktober 1918, dass der Krieg verloren sei, war ein Schock für viele, die an die Unbesiegbarkeit der deutschen Armee geglaubt hatten. Anstatt die Verantwortung zu übernehmen, überließen die Generäle die Bitte um Waffenstillstand der zivilen Reichsregierung. Dies legte den Grundstein für die spätere Dolchstoßlegende, die besagte, die unbesiegte Armee sei von „inneren Feinden“ an der Heimatfront, insbesondere Juden und Linken, verraten worden. Hitler stilisierte diese Niederlage und seine Reaktion darauf in „Mein Kampf“ zu einem persönlichen Wendepunkt, der ihn zum Entschluss brachte, Politiker zu werden, getrieben von Hass auf die vermeintlichen Urheber des Verrats.
Die Nachkriegszeit war geprägt von unbewältigten Kriegstraumata. Millionen von Soldaten kehrten traumatisiert zurück, Millionen Familien trauerten um Gefallene. Hunger, Not und wirtschaftliche Entbehrung prägten den Alltag, verschärft durch die britische Seeblockade. Das Gefühl, umsonst gelitten und gekämpft zu haben, nährte die Wut auf die neue, demokratische Republik, die von vielen als „maßlos undankbar“ empfunden wurde.
Ein weiteres schweres Bürde war der Versailler Vertrag, der Deutschland im Juni 1919 auferlegt wurde. Ohne eigene Verhandlungsmöglichkeit musste Deutschland massive Gebietsabtretungen hinnehmen, die mit dem Verlust wichtiger Rohstoffvorkommen und Industrieregionen einhergingen. Das Heer wurde auf 100.000 Mann begrenzt, und dem Reich wurden hohe Reparationszahlungen auferlegt. Besonders schmerzlich war Artikel 231, der Deutschland die alleinige Kriegsschuld zuschob. Dieser „Kriegsschuldparagraph“ wurde von weiten Teilen der Bevölkerung als ungeheure Ungerechtigkeit empfunden und nährte die Ablehnung des Vertrags als „Schanddiktat“. Die politische Rechte nutzte dies, um die republiktreuen Politiker, die den Vertrag unterschreiben mussten, als „Novemberverbrecher“ und „Erfüllungspolitiker“ zu diffamieren.
Die Schwächen der Weimarer Republik
Die Revolution von 1918/19 weckte Hoffnungen auf eine demokratische und sozial gerechte Republik. Die Rätebewegung votierte zwar für eine parlamentarische Regierung, erhob aber auch Forderungen nach Sozialisierung der Schwerindustrie und einer grundlegenden Demokratisierung. Die sozialdemokratische Führung (MSPD) machte zwar Zugeständnisse wie die Anerkennung der Gewerkschaften und die Einführung des Acht-Stunden-Tages, scheute aber weitergehende Reformen und setzte zur Niederschlagung linker Aufstände auf die alten militärischen Eliten und republikfeindliche Freikorps. Dies enttäuschte viele Arbeiter und führte zu einer Polarisierung zwischen der MSPD und der weiter links stehenden USPD bzw. später KPD.
Die anfängliche Einigkeit, die sich in den Wahlen zur Nationalversammlung 1919 zeigte, zerbrach rasch. Putschversuche von rechts, wie der Kapp-Putsch 1920, und blutige Niederschlagung von Arbeiteraufständen, wie im Ruhrgebiet, offenbarten die Fragilität der Republik und den fehlenden Konsens. Obwohl es auch Demonstrationen für die Republik gab, wie nach dem Mord an Außenminister Walther Rathenau 1922, wurde die junge Demokratie von Anfang an von internen Konflikten und dem Druck von rechts und links herausgefordert.
Die wirtschaftliche Situation verschärfte sich im Krisenjahr 1923 dramatisch. Nach dem deutschen Zahlungsverzug bei den Reparationen besetzten französische und belgische Truppen das Ruhrgebiet. Der daraufhin ausgerufene passive Widerstand ruinierte die Staatsfinanzen und führte zur Hyperinflation. Der Wert der Reichsmark verfiel ins Bodenlose, was insbesondere Rentner, Kriegsinvaliden und sozial Schwache traf. Gleichzeitig profitierten skrupellose Spekulanten und schürten antisemitische Ressentiments gegen vermeintlich „jüdische Geschäftemacher“. Erst eine Währungsreform im November 1923 stoppte den Wertverfall. Die Besetzung des Rheinlands und die Stilisierung von Saboteuren wie Albert Leo Schlageter zum Märtyrer heizten die nationalistischen Emotionen weiter an.
Die Anfänge der NSDAP und Hitlers Aufstieg
In diesem politisch aufgeladenen Umfeld wurde am 5. Januar 1919 in München die Deutsche Arbeiterpartei (DAP) gegründet, eine von vielen rechtsextremen, völkischen Gruppen. Sie kämpfte gegen die „Novemberverbrecher“, den „jüdischen Bolschewismus“ und das „Schanddiktat von Versailles“. Adolf Hitler, zunächst als Informant der Reichswehr tätig, besuchte im September 1919 eine Versammlung der DAP. Sein Rednertalent wurde schnell erkannt, und er trat der Partei bei. Er wurde zum Hauptredner und trug maßgeblich zum Wachstum der Partei bei, die sich ab Februar 1920 Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei (NSDAP) nannte.
Das 25-Punkte-Programm der NSDAP, maßgeblich von Drexler und Hitler ausgearbeitet, spiegelte viele Forderungen anderer völkischer Gruppen wider: Aufhebung des Versailler Vertrags, Anschluss Österreichs, Rückgabe der Kolonien. Es enthielt aber auch sozialpopulistische Elemente wie die Verstaatlichung von Großbetrieben und die „Brechung der Zinsknechtschaft“. Zentral für die Ideologie war die Schaffung einer „Volksgemeinschaft“ und die radikale Ausgrenzung der Juden. Punkt 4 formulierte unmissverständlich: „Kein Jude kann daher Volksgenosse sein.“ Die Partei setzte von Anfang an auf provokante Auftritte und Gewalt. Aus dem Saalschutz entwickelte sich die Sturmabteilung (SA), eine paramilitärische Schlägertruppe unter Ernst Röhm, die Gewalt gegen politische Gegner einsetzte und bei Aufmärschen wie dem „Deutschen Tag“ in Coburg 1922 Stärke demonstrierte.
Der Putschversuch 1923 und die Neuausrichtung
Inspiriert von Mussolinis „Marsch auf Rom“ im Oktober 1922, wagte Hitler im November 1923 den Versuch eines Staatsstreichs in München, den sogenannten Hitler-Ludendorff-Putsch. Der Plan, die bayerische Regierung zu stürzen und einen „Marsch auf Berlin“ zu initiieren, scheiterte jedoch am Widerstand von Polizei und Reichswehr. Bei einem Marsch zur Feldherrnhalle kam es zu einem Schusswechsel mit Toten auf beiden Seiten. Hitler wurde verhaftet und wegen Hochverrats angeklagt.
Der Prozess gegen Hitler geriet zu einer propagandistischen Bühne. Der Richter zeigte Sympathie für die Putschisten und ermöglichte Hitler, seine politischen Ansichten ausführlich darzulegen. Obwohl zu fünf Jahren Festungshaft verurteilt, wurde Hitler bereits im Dezember 1924 entlassen. Die Haftzeit nutzte er zur Abfassung des ersten Teils von „Mein Kampf“, einem programmatischen Werk, das seine Weltanschauung darlegte: Sozialdarwinismus, Rassismus, Antisemitismus, Lebensraum im Osten und die Ablehnung von Demokratie und Marxismus. Nach dem Putschdebakel und der Schwäche der völkischen Bewegung nach den Wahlen von 1924 positionierte sich Hitler als unangefochtener Führer, ordnete die Neugründung der NSDAP 1925 an und setzte auf eine neue Strategie: den legalen Weg zur Macht durch Wahlen und Propaganda.
Propaganda, Organisation und der „Führerkult“
Die NSDAP entwickelte sich zu einer hochprofessionellen Propagandamaschine. Rednerveranstaltungen, zu denen Tausende strömten, bildeten die Basis der politischen Arbeit. Die Partei baute ein Netzwerk geschulter Redner auf, die gezielt die Ängste und Hoffnungen der Bevölkerung ansprachen. Die SA-Aufmärsche, insbesondere in ländlichen Gebieten, dienten als Demonstration von Stärke und Ordnung und boten gleichzeitig Gelegenheiten für Gewaltakte gegen politische Gegner und Juden. Plakate, als neues Massenmedium, transportierten einfache, einprägsame Slogans und Symbole.
Die Propaganda richtete sich zunächst gegen die Sozialdemokraten und Kommunisten, aber auch gegen das „System“ der Weimarer Republik, das mit Korruption, Verrat (Versailles) und Judentum gleichgesetzt wurde. Zunehmend wurde die Person Adolf Hitlers selbst zum zentralen Element der Propaganda. Joseph Goebbels, ab 1930 Reichspropagandaleiter, inszenierte den Führerkult, der Hitler als den starken, volksnahen Erlöser präsentierte, der Deutschland aus der Krise führen würde. Dieser Kult traf auf eine gesellschaftliche Sehnsucht nach einem Führer in der unsicheren Zeit.
Um die Partei herum entstanden zahlreiche Organisationen, die verschiedene Berufs- und Gesellschaftsgruppen ansprachen (z. B. NSDStB, NSBO). Dies trug zur breiten Verankerung der Partei in der Gesellschaft bei und ermöglichte es ihr, über das ursprüngliche völkische Milieu hinaus Wähler zu gewinnen.
Die Weltwirtschaftskrise und der politische Erdrutsch 1930
Die Weltwirtschaftskrise, die nach dem Börsencrash von 1929 Deutschland erreichte, verschärfte die soziale und politische Krise der Weimarer Republik dramatisch. Die Zahl der Arbeitslosen schnellte in die Höhe. Die Regierung Brüning, die ab März 1930 regierte, setzte auf eine harte Sparpolitik und regierte zunehmend mit Notverordnungen des Reichspräsidenten, wodurch die parlamentarische Demokratie faktisch ausgehebelt wurde. Diese Schwäche der politischen Klasse und die sichtbare Unfähigkeit, die Krise zu bewältigen, spielten den radikalen Parteien in die Hände.
Bei den Reichstagswahlen am 14. September 1930 erzielte die NSDAP einen sensationellen Erfolg. Ihre Stimmenzahl stieg von 800.000 auf über 6,4 Millionen (18,3%), und sie zog mit 107 Abgeordneten als zweitstärkste Partei in den Reichstag ein. Dieser „politische Erdrutsch“ markierte einen Wendepunkt. Die bürgerlichen Parteien, insbesondere DNVP und DVP, verloren massiv, während die NSDAP ihre Wählerbasis erheblich ausweiten konnte.
Wer wählte die NSDAP?
Der Erfolg der NSDAP speiste sich aus verschiedenen Quellen:
| Wählergruppe | Tendenz | Erläuterung |
|---|---|---|
| Nichtwähler | Hohe Mobilisierung | Ein Viertel der NSDAP-Wähler 1930 waren zuvor Nichtwähler, insbesondere in ländlichen Gebieten. |
| Bürgerlich-Protestantisches Lager | Hohe Abwanderung zur NSDAP | DNVP und DVP verloren massiv. Dieses Milieu suchte eine neue politische Heimat. |
| Protestanten | Starke Überrepräsentation | Deutlich höhere Wahlergebnisse in protestantischen Regionen. |
| Katholiken | Geringe Affinität | Das katholische Milieu (Zentrum, BVP) blieb stabil und widerstandsfähig gegenüber der NSDAP bis 1933. |
| Mittelschichten | Hohe Affinität | Oft als Kernwählerschaft betrachtet („Panik im Mittelstand“), suchten Schutz vor wirtschaftlichem Abstieg. |
| Arbeiter | Durchschnittlicher Zuwachs | Nicht weniger anfällig als andere Gruppen; erwerbstätige Arbeiter wählten eher NSDAP als Arbeitslose. Landarbeiter zeigten positive Korrelation. |
| Beamte | Deutliche Überrepräsentation | Traten überdurchschnittlich in die Partei ein, sahen die NSDAP als Verteidiger ihrer Interessen. |
| Jugend | Hohe Affinität | NSDAP präsentierte sich als Partei des Aufbruchs; junge Menschen unter 30 waren in Partei und SA stark vertreten. |
| Akademische Elite/Studenten | Starke Überrepräsentation | Studenten waren neunmal häufiger in der NSDAP als in der Gesamtbevölkerung. |
Die NSDAP gelang es, sich als junge, klassenübergreifende „Volkspartei“ zu präsentieren, die Einheit und Stärke versprach und die Schwächen der etablierten Parteien und Milieus ausnutzte.
Der Weg zur Macht 1932/33
Das Jahr 1932 war geprägt von weiteren Wahlen und politischer Instabilität. Bei der Reichspräsidentenwahl im Frühjahr trat Hitler gegen den amtierenden Paul von Hindenburg an. Obwohl Hindenburg siegte, steigerte Hitler seinen Stimmenanteil im zweiten Wahlgang auf beachtliche 36,8 Prozent. Bei den folgenden Landtagswahlen wurde die NSDAP vielerorts stärkste Partei, insbesondere in Preußen.
Die Regierung unter Franz von Papen, die Brüning ablöste, löste den Reichstag erneut auf. Im Wahlkampf für die Reichstagswahlen am 31. Juli 1932 setzte die NSDAP auf eine massive Kampagne unter dem Motto „Deutschland erwache! Gebt Adolf Hitler die Macht!“. Hitler tourte per Flugzeug durch Deutschland („Hitler über Deutschland“) und sprach zu Millionen. Begleitet wurde der Wahlkampf von exzessiver Gewalt, insbesondere durch die wieder zugelassene SA.
Die Wahl im Juli brachte der NSDAP mit 37,3 Prozent und 230 Sitzen einen Rekord und machte sie zur weitaus stärksten Partei. Dennoch verfehlte sie die absolute Mehrheit, was in der Parteiführung zu Enttäuschung führte. Hitler forderte daraufhin von Hindenburg das Amt des Reichskanzlers, was dieser jedoch ablehnte. Die Weigerung Hitlers, sich mit einer Beteiligung an der Macht zu begnügen, führte im Winter 1932/33 zu einer Krise innerhalb der NSDAP, begleitet von zunehmender Gewalt der frustrierten SA.
Bei den Reichstagswahlen am 6. November 1932 verlor die NSDAP Stimmen (33,1%), blieb aber stärkste Partei. Die politische Lage blieb festgefahren. Papens Regierung hatte keine parlamentarische Mehrheit und scheiterte mit dem Versuch, eine diktatorische Lösung durchzusetzen. Sein Nachfolger, General Kurt von Schleicher, versuchte eine „Querfront“ zu bilden und bot Teilen der NSDAP unter Gregor Strasser eine Regierungsbeteiligung an. Doch Hitler behielt die Kontrolle über die Partei und setzte auf „Alles oder Nichts“. Strasser trat zurück.
Letztlich ebneten geheime Verhandlungen zwischen Hitler und von Papen im Januar 1933 den Weg. Von Papen glaubte, Hitler als Reichskanzler kontrollieren zu können. Unterstützt von einflussreichen Kreisen aus Wirtschaft und Militär, die einen autoritären Staat wünschten und die Linke bekämpfen wollten, stimmte Reichspräsident Hindenburg schließlich zu. Am 30. Januar 1933 wurde Adolf Hitler zum Reichskanzler ernannt.
Die Fehleinschätzung der Eliten
Die Ernennung Hitlers war keine unvermeidliche Konsequenz, sondern das Ergebnis politischer Entscheidungen und Fehleinschätzungen. Die traditionalen Eliten – Militär, Bürokratie, Teile der Wirtschaft – hatten das Vertrauen in die parlamentarische Demokratie verloren. Sie setzten auf einen autoritären Staat und glaubten, die nationalsozialistische Massenbewegung für ihre Zwecke nutzen und gleichzeitig zähmen zu können. Von Papen soll sich zuversichtlich gezeigt haben, dass sie Hitler „in zwei Monaten so in die Ecke gedrückt haben, dass er quietscht.“ Diese Einschätzung erwies sich als katastrophal falsch. Hitler und die NS-Führung hatten den unbedingten Willen zur totalen Macht und zur radikalen Umgestaltung Deutschlands und nutzten die ihnen übertragene Position schnell, um die Demokratie endgültig zu zerstören.
Häufig gestellte Fragen
Spielte der Versailler Vertrag eine Rolle beim Aufstieg Hitlers?
Ja, eine bedeutende. Die harten Bedingungen, insbesondere die Kriegsschuldfrage und die Reparationen, wurden von vielen Deutschen als ungerecht empfunden. Die NSDAP nutzte diese Ablehnung intensiv für ihre Propaganda gegen die Weimarer Republik und die Politiker, die den Vertrag unterzeichneten.
Wer wählte hauptsächlich die NSDAP?
Die Wählerschaft der NSDAP war vielfältig, rekrutierte sich aber überproportional aus protestantischen Gebieten, den Mittelschichten, Beamten, der Jugend und Studenten. Katholische Wähler und die klassische Industriearbeiterschaft waren weniger anfällig für die nationalsozialistische Propaganda.
War der Hitlerputsch 1923 ein Misserfolg?
Als direkter Versuch, die Macht zu ergreifen, war der Putsch ein Misserfolg. Er führte zu Hitlers Verhaftung. Langfristig war der Prozess jedoch eine wichtige Propagandaplattform für Hitler und führte zur strategischen Neuausrichtung der Partei auf den legalen Weg über Wahlen.
Warum unterstützten die Eliten Hitler?
Teile der politischen, wirtschaftlichen und militärischen Eliten hatten das Vertrauen in die Demokratie verloren und wünschten sich einen autoritären Staat. Sie glaubten fälschlicherweise, Hitler und die NSDAP als Massenbewegung für ihre Ziele nutzen und kontrollieren zu können, während sie die tatsächliche Gefahr unterschätzten.
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