Wie formuliere ich meine Motivation in einem Motivationsschreiben?

Der perfekte erste Satz im Anschreiben

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Der erste Eindruck zählt – das gilt ganz besonders für das Anschreiben Ihrer Bewerbung. Dieser erste Satz, direkt nach der Anrede, ist Ihre Chance, das Interesse der lesenden Person sofort zu wecken und sich von der Masse abzuheben. Statt auf abgedroschene Standardformulierungen zurückzugreifen, sollten Sie hier zeigen, dass Sie sich intensiv mit der Stelle und dem Unternehmen auseinandergesetzt haben und wirklich motiviert sind. Sehen Sie Ihr Anschreiben nicht als eine Bitte um eine Anstellung, sondern als ein Angebot Ihrer Kompetenzen und Erfahrungen. Sie bieten dem Unternehmen einen Mehrwert, und das sollte bereits im ersten Satz spürbar werden.

Was gehört in eine Portfolio-Bewerbung?
In ein Portfolio für eine Bewerbung gehören ein professioneller Lebenslauf, relevante Zeugnisse und Zertifikate, ein Anschreiben, Arbeitsproben oder Projekte (wenn zutreffend), sowie manchmal auch persönliche Empfehlungsschreiben.

Das Anschreiben: Ein Angebot Ihrer Fähigkeiten

Verabschieden Sie sich von der Vorstellung, in einer Bewerbung ein Bittsteller zu sein. Sie haben wertvolle Fähigkeiten, Erfahrungen und Motivationen anzubieten. Das Unternehmen sucht eine Lösung für eine bestimmte Aufgabe oder Herausforderung, und Sie können diese Lösung sein. Betrachten Sie das Anschreiben als einen geschäftlichen Vorschlag für eine potenzielle Zusammenarbeit. Sie stellen dar, was Sie zu bieten haben und welchen konkreten Vorteil das Unternehmen durch Ihre Einstellung hätte. Dieser Perspektivwechsel stärkt Ihre innere Haltung und führt zu selbstbewussteren Formulierungen, die Sie auf Augenhöhe mit dem potenziellen Arbeitgeber positionieren.

Vermeiden Sie Formulierungen, die Sie klein machen oder unterwürfig klingen lassen, wie z.B. „Ich bitte Sie, mir eine Chance zu geben…“. Solche Sätze signalisieren Unsicherheit und schwächen Ihre Verhandlungsposition. Auch wenn der Arbeitsmarkt schwierig sein mag, Sie sind kein:e Bittsteller:in. Sie sind eine qualifizierte Fachkraft (oder werden es sein) mit etwas Attraktivem im Gepäck.

Aufbau eines überzeugenden Bewerbungsanschreibens

Ein gutes Anschreiben passt idealerweise auf eine DIN A4-Seite und ist klar strukturiert. Es beinhaltet das Anschriftenfeld, Ihre Absenderdaten, eine klare Betreffzeile und den Fließtext. Wichtig ist, dass das Anschreiben kurz, prägnant und verständlich ist. Vor allem aber: Es muss individuell sein. Es ist keine bloße Wiederholung Ihres Lebenslaufs, sondern verknüpft Ihre berufliche Erfahrung und Ihre Stärken direkt mit den Anforderungen der ausgeschriebenen Stelle.

Nutzen Sie das Anschreiben, um Zusammenhänge in Ihrem Werdegang aufzuzeigen, Ihre Leidenschaft für bestimmte Aufgaben zu erklären und Ihre Motivation für genau diese Position und dieses Unternehmen darzulegen. Besonders überzeugend ist es, wenn Sie Ihr „Wie“ deutlich machen: Wie gehen Sie an typische Aufgaben heran? Welche Methoden nutzen Sie? Wie lösen Sie Probleme?

Der Fließtext gliedert sich grob in drei Teile:

  • Die Einleitung: Begrüßung, Anlass der Bewerbung und Ihre Motivation.
  • Der Hauptteil: Darstellung, warum Sie die beste Besetzung sind, mit konkreten Beispielen, die zeigen, wie Ihre Qualifikationen und Stärken dem Unternehmen nützen.
  • Der Schluss: Rahmenbedingungen (Eintrittstermin, Gehaltswunsch) und Bekräftigung Ihres Interesses.

Die Betreffzeile: Klarheit schafft Aufmerksamkeit

Die Betreffzeile ist das Erste, was ins Auge fällt. Sie sollte klar und informativ sein. Wenn Sie hier bereits nennen, wo Sie die Ausschreibung gefunden haben, müssen Sie dies im ersten Satz der Einleitung nicht wiederholen.

Beispiele für Betreffzeilen:

  • Bewerbung auf Ihre Stellenanzeige als [Name der Position] vom [Datum] im Stellenportal [Name]
  • Bewerbung auf Ihr Stellenangebot als [Name der Position] auf Ihrer Homepage
  • Bewerbung zur Mitarbeit als [Name der Position] (bei Initiativbewerbung oder wenn Duzen in der Ausschreibung erlaubt)
  • Initiativbewerbung als [Name der Position]

Die Anrede: Persönlich, wenn möglich

Die Anrede sollte höflich und korrekt sein. Versuchen Sie immer, eine konkrete Ansprechperson zu ermitteln. Die Standardformel „Sehr geehrte Damen und Herren“ ist nur ein Notnagel, wenn wirklich keine andere Möglichkeit besteht, den richtigen Namen herauszufinden. Eine persönliche Anrede zeigt, dass Sie sich Mühe gegeben haben.

Beispiele für Anreden:

  • Sehr geehrte Frau [Nachname],
  • Sehr geehrter Herr [Nachname],
  • Liebes [Unternehmen]-Team, (wenn Duzen in der Ausschreibung oder Unternehmenskultur offensichtlich ist)
  • Sehr geehrte Damen und Herren, (nur im Notfall)

Wichtig: Nach der Anrede folgt ein Komma. Der erste Satz des Fließtextes beginnt dann klein.

Der erste Satz: Ihr Haken

Nun zum Kernstück: Der erste Satz. Er muss neugierig machen und Lust darauf wecken, den Rest Ihres Anschreibens zu lesen. Vermeiden Sie die klassische Floskel „Hiermit bewerbe ich mich…“. Das weiß der Leser bereits durch die Betreffzeile und den Kontext. Gehen Sie stattdessen direkt auf Ihre Motivation, Ihre Begeisterung oder einen konkreten Bezugspunkt ein.

Formulierungsvorschläge für den ersten Satz (auf eine Stellenausschreibung)

  • ich habe mich sehr gefreut, als ich die Stellenausschreibung als [Name der Position] in Ihrem Unternehmen gelesen habe, da ich mich in den Werten und Zielen von [Name des Unternehmens] gut wiederfinde und große Übereinstimmungen zwischen dem Anforderungsprofil und meinen beruflichen Qualifikationen sehe.
  • die von Ihnen ausgeschriebene Stelle in der [Abteilung XY] ist für mich eine gut passende Fortführung meines beruflichen Werdegangs, und ich freue mich darauf, meine Kompetenzen und meine Kreativität in Zukunft gewinnbringend für [Unternehmensname] einzusetzen.
  • die ausgeschriebene Stelle als [Name der Position] eröffnet mir die Möglichkeit, drei Stränge meines beruflichen Werdegangs zusammenzuführen: [3 persönliche Beispiele nennen, z.B. meine Erfahrung im Projektmanagement, meine Leidenschaft für nachhaltige Technologien und meine Kenntnisse im Bereich XY].
  • vielen Dank für das freundliche und informative Gespräch am [Datum]; ich habe viel Interessantes über [Unternehmensname] erfahren, besonders spannend fand ich, dass/wie […Beispiel einfügen], und wie vereinbart sende ich Ihnen hiermit meine Bewerbungsunterlagen zu.
  • ich war begeistert, als ich Ihre Ausschreibung für die Stelle als [Name der Position] gelesen habe, da Sie darin Aufgaben beschreiben, die nicht nur gut zu meinen fachlichen Qualifikationen passen, sondern auch zu dem, was mir bei der Arbeit am meisten Spaß macht (Beispiele dazu nenne ich im weiteren Verlauf).
  • über Ihre Firmenhomepage bin ich auf das Stellenangebot als [Name der Position] aufmerksam geworden; das Anforderungsprofil passt wirklich gut zu meiner bisherigen Berufserfahrung und nennt Aufgabengebiete, auf die ich mich in der letzten Zeit spezialisiert habe, unter anderem [2 bis 3 Beispiele nennen].
  • die Stellenausschreibung als [Name der Position] habe ich mit Begeisterung gelesen, denn diese Position passt hervorragend zu meinen Wünschen für meine berufliche Weiterentwicklung, weswegen ich mich Ihnen heute als mögliche:r neue:r Mitarbeiter:in vorstelle.
  • [Vorname Nachname] aus Ihrem Unternehmen hat mir mitgeteilt, dass Sie eine:n [Berufsbezeichnung] suchen, weswegen ich Ihnen dazu heute meine Bewerbungsunterlagen sende.
  • ich bin über eine interne Ausschreibung auf das Stellenangebot als [Name der Position] aufmerksam geworden; derzeit bin ich als [Name momentane Position] in der [ABC-Abteilung] tätig, arbeite sehr gern für [Name des Unternehmens] und identifiziere mich mit den Unternehmenswerten, weswegen ich in Zukunft mehr Verantwortung übernehmen möchte und mich um die ausgeschriebene Stelle bewerbe.

Formulierungsvorschläge für den ersten Satz (Initiativbewerbung)

  • vielen Dank, dass Sie sich gestern die Zeit für ein ausführliches Telefongespräch mit mir genommen haben; Sie haben mir einen spannenden Einblick in die Tätigkeit bei [Unternehmensname] gegeben, und ich kann mir sehr gut vorstellen, bei Ihnen als [Wunschposition] zu arbeiten – hier ist wie besprochen meine Initiativbewerbung.
  • auf Empfehlung von [Name der Person] aus Ihrem Unternehmen stelle ich mich Ihnen heute vor als mögliche:r neue:r [Name der Position].
  • auf der Suche nach einer neuen beruflichen Herausforderung im Großraum von [Stadt] bin ich auf Ihr Unternehmen aufmerksam geworden; in bisherigen beruflichen Stationen habe ich viel Erfahrung gesammelt in [1 bis 3 Tätigkeiten], und ich kann mir gut vorstellen, meine Kompetenz und Erfahrung zukünftig als [neue:r Mitarbeiter:in im Bereich XY] bei [Name des Unternehmens] einzubringen.
  • ich bin durch eine Internet-Recherche zu interessanten Unternehmen der [XY-Branche] auf Sie aufmerksam geworden und würde sehr gern Ihr Team als [Name der Wunschposition] verstärken, weswegen ich mich Ihnen heute kurz vorstelle.
  • als langjährige:r Mitarbeiter:in in der [XY-Branche] habe ich die Entwicklung Ihres Unternehmens in den letzten Jahren interessiert verfolgt und würde zukünftig gerne als [Name der Wunsch-Position] an Ihrer Erfolgsstory mitwirken.
  • durch einen Bericht in [Medium nennen] bin ich auf Ihr Unternehmen aufmerksam geworden; mit Interesse habe ich gehört, dass Sie zukünftig verstärkt auf [Thema XY] setzen wollen, und da Sie sicher für jetzt oder später eine:n [Berufsbezeichnung] suchen, stelle ich mich Ihnen heute vor.

Die Motivation: Warum genau diese Stelle?

Ihre Motivation sollte idealerweise direkt im ersten Absatz deutlich werden oder zumindest eng damit verknüpft sein. Warum bewerben Sie sich ausgerechnet für diese Position, bei diesem Unternehmen und in dieser Branche? Eine authentische und gut begründete Motivation ist oft überzeugender als die bloße Auflistung von Qualifikationen. Überlegen Sie, was Sie antreibt, was Sie an der Stelle oder am Unternehmen begeistert.

Beispiele, wie Sie Ihre Motivation formulieren können:

  • In Ihrer Stellenanzeige bei [Medium] beschreiben Sie eine berufliche Aufgabe, die mich besonders interessiert, weil… [persönliche Gründe nennen, z.B. sie meine bisherigen Erfahrungen optimal mit meinen zukünftigen Lernzielen verbindet].
  • Die Aufgabe, in Ihrer Firma als [Name der Position] zu arbeiten, reizt mich sehr. Ich bin seit vielen Jahren in der [Branche XY] tätig, und Ihr Unternehmen fällt mir immer wieder als besonders zukunftsorientiert im Bereich [ABC] auf.
  • [Die Haupttätigkeit der ausgeschriebenen Stelle, z.B. die Entwicklung innovativer Software-Lösungen] macht mir wirklich Spaß; ich möchte meinen Fokus noch stärker als bisher darauf legen und freue mich darauf, in Zukunft mit meinen Ideen den [Bereich XY des Unternehmens] weiterzuentwickeln.
  • Ich interessiere mich sehr für [Bereich ABC der neuen Position] und möchte mich noch weiter darauf spezialisieren; ich kann mir gut vorstellen, meine Fachkenntnisse zukünftig dafür einzusetzen, [Leistung ABC des Unternehmens] weiter zu entwickeln, weswegen ich mich auf die ausgeschriebene Stelle bewerbe.

Der Hauptteil: Zeigen Sie Ihr Können

Nach der Einleitung und Motivation folgt der Hauptteil, in dem Sie Ihre Eignung detaillierter darlegen. Hier ist der Platz, um Ihre relevanten beruflichen Kenntnisse und persönlichen Stärken mit Leben zu füllen. Verknüpfen Sie Ihre Erfahrungen mit den Anforderungen der Stelle. Statt nur aufzulisten, was Sie getan haben, erklären Sie, wie Sie es getan haben und welche Ergebnisse Sie erzielt haben. Konkrete Beispiele sind hier Gold wert.

Darstellung relevanter beruflicher Kenntnisse

Beziehen Sie sich auf Ihre bisherigen Stationen, aber konzentrieren Sie sich auf die Tätigkeiten und Kompetenzen, die für die neue Stelle relevant sind.

Beispiele:

  • Die wichtigsten Aufgaben in meiner Anstellung als [Position] waren [2 bis 3 Tätigkeiten], dabei war mir besonders wichtig, dass [persönliche Beispiele nennen, z.B. die Kundenkommunikation stets transparent und lösungsorientiert ablief].
  • Während meiner Ausbildung als [Berufsbezeichnung] bei [Betrieb] lag mein Fokus vor allem auf [Tätigkeiten]; in dem Zusammenhang habe ich besonders darauf geachtet, dass [persönliche Beispiele nennen], und danach habe ich bei [Unternehmensname] als [Positionsbezeichnung] gearbeitet und zusammen mit meinem Team dafür gesorgt, dass… [Erfolg nennen, z.B. die Kundenzufriedenheit um 15% gesteigert wurde].
  • Die in Ihrer Anzeige gewünschten Fachkenntnisse in [Bereich, z.B. agiles Projektmanagement] habe ich durch meine langjährige Berufserfahrung als [eine oder mehr berufliche Stationen] erworben und erfolgreich eingesetzt.

Sollten Sie einer Anforderung noch nicht ganz entsprechen, gehen Sie offen damit um und betonen Sie Ihre Lernbereitschaft:

  • In [Profi-Bereich XY] habe ich fundierte Erfahrung, in [Bereich] bisher weniger; da ich ein wissbegieriger Mensch bin, werde ich mir diese Kenntnisse durch eine sorgfältige Einarbeitung schnell aneignen.
  • Ich lerne gern dazu und freue mich schon darauf, mir noch fehlende Kenntnisse in [Bereich] anzueignen; in neue Themen arbeite ich mich zügig ein.

Fachliche und persönliche Stärken beschreiben

Welche Eigenschaften zeichnen Sie aus? Wie bereichern Sie das Team? Nennen Sie sowohl fachliche als auch persönliche Stärken, die zur Stelle passen.

Beispiele für fachliche Stärken:

  • [Stärke 1, z.B. Serviceorientierung] und in [Stärke 2, z.B. professionelle Kommunikation] liegen mir sehr und sind Schwerpunkte meines täglichen Arbeitens.
  • Komplexe Zusammenhänge erkenne ich schnell, setze klare Prioritäten und finde für Unvorhergesehenes pragmatische und wirtschaftliche Lösungen.
  • Ich bin ein Organisationstalent, verfüge über Durchsetzungskraft und gehe neue Herausforderungen neugierig und optimistisch an.

Beispiele für persönliche Stärken:

  • Meine größte Stärke ist meine transparente und verbindliche Kommunikation; meine Vorgesetzten und Kolleg:innen können sich auf mich verlassen, die konstruktive Zusammenarbeit im Team ist für mich selbstverständlich.
  • Auch in stressigen Situationen bleibe ich ruhig und behalte meinen Sinn für Humor.
  • Meinen Berufsalltag gehe ich strukturiert und vorausschauend an; mein gutes Zeitmanagement ermöglicht es mir, auf Unvorhergesehenes flexibel zu reagieren und trotzdem im Plan zu bleiben.
  • Ich bin eine aufgeschlossene Persönlichkeit, besitze großes Organisationstalent und arbeite selbstständig und effizient.
  • Ich arbeite mich schnell und konsequent in neue Aufgabengebiete ein; bisher unbekannte Aufgaben gehe ich neugierig und lösungsorientiert an – es ist eine Herausforderung, der ich mich gern stelle.
  • Meine Arbeiten erledige ich gewissenhaft, zügig und zuverlässig; neuen Anforderungen stehe ich offen gegenüber und bleibe auch in Phasen mit hohem Arbeitsaufkommen gelassen.

Ein zusammenfassender Satz kann diesen Abschnitt abrunden: Vor diesem Hintergrund bin ich in der Lage, die von Ihnen beschriebenen Aufgabenbereiche zielführend und eigenverantwortlich zu erledigen.

Der Schluss: Rahmenbedingungen und Ausblick

Der letzte Absatz fasst die wichtigen Rahmenbedingungen Ihres Angebots zusammen und bekräftigt Ihr Interesse. Hier können Sie Angaben zu Ihrem frühestmöglichen Eintrittstermin und Ihren Gehaltsvorstellungen machen, falls in der Ausschreibung danach gefragt wurde.

Beispiele für Rahmenbedingungen:

  • Ich bin aktuell in einer ungekündigten Stellung mit einer Kündigungsfrist von 3 Monaten; der Arbeitsantritt bei Ihnen mit einem Jahresbruttogehalt in Höhe von [XX.000 Euro] könnte zum [Datum] erfolgen.
  • Meine Gehaltsvorstellungen liegen bei 63.000 Euro brutto im Jahr.
  • Ich kann zum nächstmöglichen Zeitpunkt die Tätigkeit als [Position] bei Ihnen aufnehmen.

Falls relevant (und nur im öffentlichen Dienst üblich), können Sie hier einen Hinweis auf eine Schwerbehinderung geben, sofern diese Ihre Arbeitsleistung nicht beeinträchtigt:

  • Ich gelte offiziell als schwerbehindert [(GdB von xy)]; bei der Arbeit an einem Computer schränkt mich meine verminderte Mobilität aber nicht ein.

Eine Bitte um vertrauliche Behandlung Ihrer Bewerbung kann ebenfalls hier platziert werden:

  • Ich bitte Sie, meine Bewerbung vertraulich zu behandeln; persönliche Referenzen nenne ich Ihnen gern auf Anfrage.

Der passende Abschlusssatz

Der allerletzte Satz bekräftigt noch einmal Ihr Interesse und drückt Ihre Vorfreude auf ein persönliches Gespräch aus.

Beispiele:

  • Vor diesem Hintergrund fühle ich mich für die Tätigkeit als [Name der Position] gut gerüstet und freue mich, weitere Details in einem Vorstellungsgespräch mit Ihnen zu erörtern.
  • Über die Einladung zu einem persönlichen Gespräch freue ich mich sehr.
  • Ich freue mich darauf, von Ihnen zu hören, und stelle mich gerne persönlich vor.
  • Einer Gelegenheit, Sie und [Name des Unternehmens] bei einem persönlichen Gespräch noch besser kennenzulernen, sehe ich mit Freude entgegen.

Die Grußformel: Schlicht und professionell

Die Grußformel am Ende ist klassisch und professionell. Ihre Individualität haben Sie im Text gezeigt.

Standard Grußformeln:

  • Mit freundlichen Grüßen
  • Mit freundlichem Gruß

Vergleich: Standard vs. Überzeugender erster Satz

Um den Unterschied zu verdeutlichen, betrachten wir einen typischen Standard-Einstieg im Vergleich zu einer individuelleren Formulierung:

Standard-Einstieg (weniger überzeugend)Überzeugender Einstieg (individuell & motiviert)
Sehr geehrte Frau Muster, hiermit bewerbe ich mich auf Ihre Stelle als Projektmanager.Sehr geehrte Frau Muster, ich war begeistert, als ich Ihre Ausschreibung für die Stelle als Projektmanager gelesen habe, da Sie darin Aufgaben beschreiben, die nicht nur gut zu meinen fachlichen Qualifikationen passen, sondern auch zu dem, was mir bei der Arbeit am meisten Spaß macht.
Sehr geehrter Herr Beispiel, ich bewerbe mich auf Ihre Anzeige bei XY.Sehr geehrter Herr Beispiel, über Ihre Firmenhomepage bin ich auf das Stellenangebot als Softwareentwickler aufmerksam geworden; das Anforderungsprofil passt wirklich gut zu meiner bisherigen Berufserfahrung und nennt Aufgabengebiete, auf die ich mich in der letzten Zeit spezialisiert habe, unter anderem die Entwicklung von Cloud-Lösungen.

Die Tabelle zeigt deutlich, wie ein wenig mehr Aufwand im erster Satz sofort Interesse weckt und einen persönlichen Bezug herstellt.

Häufig gestellte Fragen zum Bewerbungsanschreiben

Muss das Anschreiben wirklich nur eine Seite lang sein?

Ja, das ist die gängige Empfehlung. Personaler haben oft nur wenig Zeit pro Bewerbung. Ein prägnantes, auf den Punkt gebrachtes Anschreiben, das alle wichtigen Informationen enthält und nicht länger als eine DIN A4-Seite ist (inklusive aller Kopf- und Fußzeilen), zeigt Ihre Fähigkeit zur klaren Kommunikation und Strukturierung.

Soll ich meinen Lebenslauf im Anschreiben wiederholen?

Nein, auf keinen Fall. Das Anschreiben ist eine Ergänzung zum Lebenslauf, keine Kopie. Nutzen Sie das Anschreiben, um die wichtigsten Punkte aus Ihrem Lebenslauf hervorzuheben, die für genau diese Stelle relevant sind. Erklären Sie Zusammenhänge, die aus dem Lebenslauf nicht ersichtlich sind, und vertiefen Sie Aspekte, die Ihre Eignung besonders unterstreichen. Der Lebenslauf liefert die chronologische Übersicht; das Anschreiben liefert die Story und die Motivation.

Was mache ich, wenn in der Anzeige keine Ansprechperson genannt ist?

Versuchen Sie zunächst, die Ansprechperson durch Recherche auf der Unternehmenswebsite (Impressum, Karriereseite, Pressekontakte) oder über Business-Netzwerke wie LinkedIn oder Xing herauszufinden. Rufen Sie im Zweifel kurz im Unternehmen an und fragen Sie nach dem Namen des zuständigen Personalverantwortlichen oder des Fachabteilungsleiters. Nur wenn alle Bemühungen fehlschlagen, verwenden Sie die Formulierung „Sehr geehrte Damen und Herren“.

Wie wichtig ist der erste Satz wirklich?

Sehr wichtig! Er ist das Erste, was der Leser nach der Anrede wahrnimmt. Ein langweiliger oder unpersönlicher erster Satz kann dazu führen, dass das Interesse sofort nachlässt. Ein kreativer, relevanter und gut formulierter erster Satz hingegen macht neugierig und motiviert dazu, das gesamte Anschreiben aufmerksam zu lesen. Er setzt den Ton für den Rest Ihres Schreibens.

Soll ich meine Gehaltsvorstellung nennen, auch wenn nicht danach gefragt wird?

Das hängt von der jeweiligen Situation ab. Wenn in der Stellenanzeige ausdrücklich nach der Gehaltsvorstellung gefragt wird, müssen Sie diese nennen. Wenn nicht, ist es oft besser, diese Information für ein späteres Stadium des Bewerbungsprozesses aufzubewahren, z.B. für das Vorstellungsgespräch. So halten Sie sich Verhandlungsspielraum offen. Lesen Sie die Anforderungen in der Anzeige genau durch.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Investieren Sie Zeit und Mühe in Ihren erster Satz. Er ist die Visitenkarte Ihres gesamten Anschreibens und entscheidet oft darüber, ob der Leser weiterliest oder nicht. Seien Sie kreativ, persönlich und relevant – zeigen Sie sofort, warum genau Sie die richtige Person für diese Stelle sind.

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Andenmatten Soltermann

Hallo! Ich bin Andenmatten Soltermann, ein Schweizer Fotograf, der leidenschaftlich die Essenz der Welt durch seine Linse einfängt. Geboren und aufgewachsen in den majestätischen Schweizer Alpen, haben die deutsche Sprache und atemberaubende Landschaften meine kreative Vision geprägt. Meine Liebe zur Fotografie begann mit einer alten analogen Kamera, und seitdem widme ich mein Leben der Kunst, visuelle Geschichten zu erzählen, die berühren und verbinden.In meinem Blog teile ich praktische Tipps, Techniken und Erfahrungen, um dir zu helfen, deine fotografischen Fähigkeiten zu verbessern – egal, ob du ein neugieriger Anfänger oder ein erfahrener Profi bist. Von der Beherrschung des natürlichen Lichts bis hin zu Ratschlägen für wirkungsvolle Bildkompositionen ist es mein Ziel, dich zu inspirieren, die Welt mit neuen Augen zu sehen. Mein Ansatz verbindet Technik mit Leidenschaft, immer auf der Suche nach dem Funken, der ein Foto unvergesslich macht.Wenn ich nicht hinter der Kamera stehe, findest du mich auf Bergpfaden, auf Reisen nach neuen Perspektiven oder beim Genießen der Schweizer Traditionen, die mir so am Herzen liegen. Begleite mich auf dieser visuellen Reise und entdecke, wie Fotografie die Art und Weise, wie du die Welt siehst, verändern kann.

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