Kann ein Bildschirm zur Kamera werden?

Externe Monitore für Ihre Kamera

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In der Welt der professionellen Fotografie und Videografie ist die genaue Beurteilung des aufgenommenen Materials während des Drehs oder Shootings entscheidend. Während die eingebauten Kameradisplays oft ausreichen, bieten externe Monitore eine deutlich verbesserte Sicht auf das Bild, was insbesondere bei kritischer Fokussierung oder komplexen Kompositionen von unschätzbarem Wert ist.

Gibt es einen Monitor mit eingebauter Kamera?
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Oft stellt sich die Frage, ob es Monitore gibt, die eine Kamera bereits eingebaut haben. Basierend auf den gängigen Anforderungen in der Film- und Fotoproduktion liegt der Fokus jedoch meist auf dem Einsatz externer Displays, die an die Kamera angeschlossen werden. Diese Monitore dienen dazu, das Live-Bild der Kamera in höherer Qualität oder auf einer größeren Fläche anzuzeigen, nicht aber selbst als Aufnahmegerät zu fungieren. Die hier besprochenen Geräte sind also externe Bildschirme für die Kamera, um das Beste aus Ihren Aufnahmen herauszuholen.

Warum einen externen Monitor verwenden?

Ein externer Monitor bietet mehrere Vorteile gegenüber dem kleinen eingebauten Kameradisplay:

  • Bessere Bildbeurteilung: Ein größerer Bildschirm ermöglicht eine präzisere Beurteilung von Schärfe, Belichtung und Komposition.
  • Flexibilität beim Blickwinkel: Externe Monitore können oft flexibel positioniert werden, was Aufnahmen aus ungewöhnlichen Winkeln erleichtert oder dem Regisseur/Assistenten einen klaren Blick auf das Geschehen ermöglicht.
  • Zusätzliche Features: Viele externe Monitore bieten professionelle Hilfsfunktionen wie Fokus-Peaking, False Color, Zebras und Waveforms, die bei der technischen Kontrolle der Aufnahme helfen.

Monitorgrößen: 5 Zoll vs. 10 Zoll und alles dazwischen

Externe Kameramonitore gibt es in verschiedenen Größen, typischerweise zwischen 5 und 10 Zoll. Die Wahl der richtigen Größe hängt stark vom beabsichtigten Einsatzzweck ab:

Kleine Monitore (ca. 5 - 6 Zoll)

Diese Größen, wie 5 Zoll oder 5,6 Zoll, sind oft die erste Wahl für sogenannte „Run’n’Gun“-Situationen oder wenn der Monitor direkt an der Kamera montiert wird und vom Kameramann bedient wird. Ihre Hauptvorteile sind:

  • Geringeres Gewicht und kleinere Abmessungen.
  • Einfachere Montage am Kamera-Rig.
  • Weniger Beeinträchtigung der Balance der Kamera, besonders bei Aufnahmen aus der Hand oder von der Schulter.

Ein 5,6 Zoll Monitor kann immer noch eine akzeptable Größe bieten, um die Schärfe gut beurteilen zu können, während er die Kamera nicht unnötig beschwert.

Mittelgroße Monitore (ca. 7 Zoll)

7 Zoll Monitore gelten oft als guter Mittelweg. Sie bieten eine deutlich größere Ansichtsfläche als 5-Zoll-Modelle, was die Beurteilung von Details erleichtert, sind aber immer noch handhabbar in Bezug auf Gewicht und Größe. Sie können sowohl als Kameramonitor als auch als kleiner Regiemonitor verwendet werden. Unser erster Monitor hatte beispielsweise eine Größe von 7 Zoll, was damals eine beliebte Wahl war.

Große Monitore (ca. 10 Zoll)

Monitore in der Größe von 10 Zoll oder größer werden meist als Regiemonitore oder für den Einsatz am Set verwendet, wo Gewicht eine geringere Rolle spielt und eine maximale Übersicht gewünscht ist. An einer größeren Kamera wie einer Canon C300 kann ein 7-Zoll- oder 10-Zoll-Monitor als Hauptregiemonitor dienen. Die Vorteile sind:

  • Maximale Detailansicht und einfache Schärfebeurteilung.
  • Ideal für mehrere Personen, die gleichzeitig das Bild betrachten.

Man darf jedoch nicht vergessen, dass größere Bildschirme auch deutlich mehr Gewicht mit sich bringen. Dieses zusätzliche Gewicht kann die Kamera merklich schwerer machen, was sich gerade bei längeren Aufnahmen von der Schulter oder aus der Hand bemerkbar macht.

Gewicht und Handhabung

Das Gewicht ist ein entscheidender Faktor bei der Wahl eines externen Monitors, insbesondere wenn die Kamera mobil eingesetzt wird. Jedes zusätzliche Kilogramm kann die Ermüdung bei langen Drehs erhöhen und die Agilität einschränken. Moderne 5-Zoll- oder 5,6-Zoll-Monitore haben oft sehr kompakte Gehäuse, die im Vergleich zu älteren Modellen deutlich Platz und Gewicht einsparen. Eine Reduzierung der Monitorgröße kann daher eine spürbare Verbesserung der Handhabung bedeuten.

Einsatz mehrerer Monitore

Für komplexere Produktionen kann es sinnvoll sein, mehr als einen externen Monitor zu verwenden. Zum Beispiel könnte ein 5-Zoll-Monitor direkt an der Kamera für den Bildausschnitt dienen, während ein separater 7-Zoll-Monitor als Regiemonitor oder für den Fokus-Puller genutzt wird. Dies erfordert jedoch, dass die Kamera über mehrere Videoausgänge (z. B. HDMI und SDI) verfügt oder dass einer der Monitore das Signal an einen zweiten weitergeben kann. Die Verwendung mehrerer Monitore erhöht natürlich das Gesamtgewicht und die Komplexität des Kamera-Setups.

Kabellose Videoübertragung

Eine alternative Methode, um die Flexibilität zu erhöhen und das Gewicht von der Kamera zu nehmen, ist die kabellose Videoübertragung. Mittels Funkstrecken kann das Videosignal von der Kamera an einen externen Monitor übertragen werden, der sich abseits der Kamera befindet. Dies ist besonders nützlich für Regiemonitore oder für Situationen, in denen eine direkte Kabelverbindung unpraktisch wäre. Die Technologie ist in den letzten Jahren zugänglicher geworden, und einfache Systeme sind bereits für etwa 100€ erhältlich (z. B. Pilotfly EaglyEye). Bei professionellen Anwendungen können die Kosten jedoch deutlich höher sein, je nach benötigter Reichweite, Latenz und Signalqualität. Die Möglichkeit, sich frei mit dem Monitor bewegen zu können, bietet eine enorme Freiheit am Set.

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Kosten

Die Kosten für externe Kameramonitore variieren stark je nach Größe, Auflösung, Helligkeit, Features und Hersteller. Einfache Modelle sind bereits für wenige hundert Euro erhältlich, während professionelle High-End-Monitore mit erweiterten Funktionen und hoher Farbgenauigkeit schnell in den vierstelligen Bereich gehen können. Ein Preisbeispiel aus dem professionellen Segment liegt bei ca. 1.599,99 $.

Vergleichstabelle Monitorgrößen

Monitorgröße (ca.)Typischer EinsatzzweckVorteileNachteileGewicht / Größe
5 - 6 ZollRun'n'Gun, On-Camera MonitorLeicht, kompakt, einfach zu montierenKleineres Bild, Detailbeurteilung schwierigerGering
7 ZollKameramonitor, Kleiner RegiemonitorGuter Kompromiss aus Größe und Gewicht, bessere Detailansicht als 5"Schwerer/größer als 5", kleiner als 10" für RegieMittel
10 Zoll+Regiemonitor, Fokus-Pulling, Stationärer EinsatzMaximale Detailansicht, ideal für mehrere BetrachterSchwer, groß, weniger mobilHoch

Häufig gestellte Fragen (FAQs)

Kann ein Bildschirm zur Kamera werden?

Nein, die hier besprochenen externen Monitore sind Anzeigegeräte, die das Signal einer angeschlossenen Kamera darstellen. Sie verfügen nicht über eine eigene Kamerafunktion im Sinne eines Aufnahmegeräts. Ihre Funktion ist es, das von der Kamera aufgenommene Bild anzuzeigen und dessen Beurteilung zu erleichtern.

Welche Monitorgröße ist die beste?

Das hängt vom Einsatzzweck ab. Für mobile Arbeit am Kamerabody sind kleinere Monitore (5-7 Zoll) oft besser wegen des Gewichts. Für stationäre Regie- oder Fokus-Pulling-Aufgaben sind größere Monitore (7-10 Zoll+) vorteilhafter für die Detailansicht.

Kann ich mehrere externe Monitore gleichzeitig verwenden?

Ja, das ist möglich, erfordert aber, dass die Kamera mehrere Videoausgänge hat oder dass die Monitore eine Signal-Weiterleitung unterstützen. Bedenken Sie das zusätzliche Gewicht und die Komplexität.

Sind kabellose Monitore eine gute Alternative?

Kabellose Systeme bieten große Flexibilität, da der Monitor nicht physisch mit der Kamera verbunden sein muss. Sie sind ideal für Regiemonitore oder wenn Bewegungsfreiheit gefragt ist. Man sollte jedoch die mögliche Latenz und die Kosten berücksichtigen.

Warum sind manche externen Monitore so teuer?

Der Preis hängt von Faktoren wie Bildschirmgröße, Auflösung, Helligkeit, Farbgenauigkeit, Robustheit, Anschlüssen (HDMI, SDI) und integrierten Analysefunktionen (Fokus-Peaking, Waveforms etc.) ab. Professionelle Monitore erfüllen oft sehr hohe Anforderungen an Bildqualität und Zuverlässigkeit.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass externe Monitore ein unverzichtbares Werkzeug für ernsthafte Foto- und Videografen sind. Sie verbessern die Kontrolle über die Aufnahme erheblich und ermöglichen präzisere Ergebnisse. Die Wahl der richtigen Größe und des richtigen Systems hängt von Ihren spezifischen Anforderungen und Ihrem Budget ab.

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Andenmatten Soltermann

Hallo! Ich bin Andenmatten Soltermann, ein Schweizer Fotograf, der leidenschaftlich die Essenz der Welt durch seine Linse einfängt. Geboren und aufgewachsen in den majestätischen Schweizer Alpen, haben die deutsche Sprache und atemberaubende Landschaften meine kreative Vision geprägt. Meine Liebe zur Fotografie begann mit einer alten analogen Kamera, und seitdem widme ich mein Leben der Kunst, visuelle Geschichten zu erzählen, die berühren und verbinden.In meinem Blog teile ich praktische Tipps, Techniken und Erfahrungen, um dir zu helfen, deine fotografischen Fähigkeiten zu verbessern – egal, ob du ein neugieriger Anfänger oder ein erfahrener Profi bist. Von der Beherrschung des natürlichen Lichts bis hin zu Ratschlägen für wirkungsvolle Bildkompositionen ist es mein Ziel, dich zu inspirieren, die Welt mit neuen Augen zu sehen. Mein Ansatz verbindet Technik mit Leidenschaft, immer auf der Suche nach dem Funken, der ein Foto unvergesslich macht.Wenn ich nicht hinter der Kamera stehe, findest du mich auf Bergpfaden, auf Reisen nach neuen Perspektiven oder beim Genießen der Schweizer Traditionen, die mir so am Herzen liegen. Begleite mich auf dieser visuellen Reise und entdecke, wie Fotografie die Art und Weise, wie du die Welt siehst, verändern kann.

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