Was darf man nicht per Post in die USA schicken?

Import Schweiz: Zoll, MWST & Verbote erklärt

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Viele Menschen, die Waren in die Schweiz senden oder von dort empfangen, fragen sich, ob die Einfuhr per Post automatisch zollfrei ist. Die kurze Antwort lautet: Nein, in der Regel ist die Einfuhr von Waren in die Schweiz nicht pauschal zollfrei. Obwohl für bestimmte Sendungen unter einem geringen Wert keine Einfuhrabgaben erhoben werden, fallen grundsätzlich Mehrwertsteuer (MWST) und gegebenenfalls Zollabgaben an. Das Verständnis dieser Regeln ist entscheidend, um unerwartete Kosten und Probleme bei der Zustellung zu vermeiden. Ob Sie nun ein neues Objektiv bestellen oder handgefertigte Prints versenden möchten, die Bestimmungen gelten für fast alle Waren.

Was darf man nicht mit der Post verschicken?
Auch einige Alltagsprodukte dürfen nicht per Post verschickt werden, z. B. Feuerzeuge, Parfum, Maniküre-Artikel, Klebstoffe, Farben, entzündliche Flüssigkeiten, Sprühdosen, Deos unter Druck, Haarfärbemittel und Lithiumbatterien.

Die Mehrwertsteuer (MWST) bei der Einfuhr in die Schweiz

Die Mehrwertsteuer (MWST) ist eine der zentralen Abgaben bei der Einfuhr von Waren in die Schweiz. Der Standardsatz der MWST beträgt derzeit 8,1 % der sogenannten Bemessungsgrundlage. Es gibt jedoch auch einen reduzierten Steuersatz von 2,6 %, der für bestimmte Warenkategorien gilt. Zu diesen Waren mit reduziertem Satz gehören beispielsweise Nahrungsmittel, Bücher, Zeitschriften oder Medikamente.

Ein wichtiger Punkt, der oft für Verwirrung sorgt, ist die Nicht-Erhebung von Steuerbeträgen unter einem bestimmten Schwellenwert. Aus verwaltungsökonomischen Gründen werden MWST-Beträge bis 5 Schweizerfranken nicht erhoben. Das bedeutet nicht, dass Sendungen bis zu einem bestimmten Warenwert steuerfrei sind, sondern dass die *errechnete Steuer* weniger als CHF 5 betragen muss. Dieser Steuerbetrag von CHF 5 entspricht einer Bemessungsgrundlage von CHF 62, wenn der reguläre MWST-Satz von 8,1 % angewendet wird. Beim reduzierten Satz von 2,6 % liegt die entsprechende Bemessungsgrundlage bei CHF 193. Liegt die Bemessungsgrundlage unter diesen Werten (CHF 62 bei 8.1% oder CHF 193 bei 2.6%), wird die MWST nicht erhoben. Liegt sie darüber, wird die volle MWST fällig.

Wie wird die Bemessungsgrundlage ermittelt?

Die Bemessungsgrundlage für die Berechnung der MWST ist in der Regel der Preis, den Sie für die eingeführten Waren bezahlt haben oder bezahlen. Dies gilt auch für Waren, die Sie beispielsweise über das Internet ersteigert haben. Als Basis für die Wertermittlung dient üblicherweise die Rechnung oder der Kaufvertrag. Wenn keine Rechnung oder kein Kaufvertrag vorliegt, oder wenn die angegebenen Werte angezweifelt werden, wird der Marktwert der Ware besteuert. Der Marktwert entspricht dabei dem Betrag, den ein Käufer für die eingeführte Ware auf dem freien Markt bezahlen müsste. Dies kann beispielsweise bei Geschenksendungen der Fall sein.

Ist die Einfuhr von Post in die Schweiz zollfrei?
Abgabenfreigrenze. Geschenksendungen von Privatpersonen im Ausland an Privatpersonen in der Schweiz sind bis zu einem Warenwert von 100 Schweizerfranken je Sendung abgabenfrei. Ausgenommen sind Tabakfabrikate und alkoholische Getränke.

Es ist wichtig zu wissen, dass zur Bemessungsgrundlage nicht nur der reine Warenwert gehört. Ebenfalls in die Berechnung fliessen alle Kosten ein, die bis zum Bestimmungsort in der Schweiz anfallen. Dazu gehören beispielsweise Verpackungskosten, Frachtkosten, Versicherungskosten und auch die Kosten für die Verzollung. Selbst die Einfuhrabgaben, wie beispielsweise die Zollabgaben, werden zur Bemessungsgrundlage für die MWST hinzugerechnet. Die ausländische Mehrwertsteuer, die Sie eventuell bereits im Absenderland bezahlt haben, gehört jedoch nicht zur Bemessungsgrundlage für die Schweizer MWST, vorausgesetzt, sie ist vom Lieferanten auf der Rechnung oder dem Kaufvertrag separat ausgewiesen.

Wenn Preis- oder Wertangaben in einer ausländischen Währung vorliegen, werden diese in Schweizer Franken umgerechnet. Für die Umrechnung wird der notierte Devisenkurs (Verkaufskurs) des letzten Börsentags vor Entstehung der Einfuhrsteuerschuld herangezogen. In der Regel ist dies der Kurs des Vortags. Wenn Wertangaben fehlen oder Zweifel an deren Richtigkeit bestehen, haben die Zollbehörden das Recht, den Warenwert zu schätzen.

Zollabgaben zusätzlich zur MWST

Neben der Mehrwertsteuer können bei der Einfuhr von Waren in die Schweiz auch Zollabgaben anfallen. Im Gegensatz zur MWST, die sich prozentual am Wert der Ware bemisst (plus der oben genannten Kosten), richten sich die Zollabgaben in der Regel nach dem Gewicht und der Art der Ware. Die genaue Höhe der Zollabgaben hängt vom Zolltarif für die jeweilige Ware ab. Für die meisten Konsumgüter, insbesondere bei Sendungen mit geringerem Wert, ist die MWST oft der höhere Kostenfaktor im Vergleich zu den Zollabgaben. Wie bereits erwähnt, werden die anfallenden Zollabgaben zur Bemessungsgrundlage für die MWST hinzugerechnet, was die Gesamtkosten weiter beeinflussen kann.

Was darf nicht per Post in die Schweiz geschickt werden?

Unabhängig von MWST und Zoll gibt es eine Liste von Waren, deren Einfuhr in die Schweiz per Post entweder verboten ist oder besonderen Beschränkungen und Genehmigungen unterliegt. Diese Regeln dienen der Sicherheit, dem Schutz der öffentlichen Ordnung, der Gesundheit und der Umwelt. Als Absender tragen Sie die volle Verantwortung dafür, dass der Inhalt Ihrer Sendung den geltenden Vorschriften entspricht.

Was darf man von Japan in die Schweiz einführen?
Private Waren Wenn Sie in die Schweiz einreisen, müssen Sie mitgeführte Waren im Wert von mehr als 150 Franken sowie Lebensmittel, Alkohol oder Tabak über einem für diese Produkte geltenden Wert an der Grenze anmelden.

Zu den Kategorien von Gütern, die für den Versand in die Schweiz nicht zugelassen sind oder speziellen Regeln unterliegen, gehören:

  • Betäubungsmittel und Rauschmittel: Der Versand von Drogen, Betäubungsmitteln und psychotropen Substanzen ist generell verboten und auf dem Postweg nicht möglich.
  • Gefährliche Güter: Dies sind Gegenstände, die eine Gefahr darstellen können. Dazu zählen explosive, leicht entzündliche oder radioaktive Stoffe. Auch medizinisches Untersuchungsgut gehört dazu. Gemäss den Allgemeinen Geschäftsbedingungen für den internationalen Briefverkehr sind bestimmte gefährliche Güter ausgeschlossen.
  • Waffen und Munition: Die Einfuhr unterliegt strengen Vorschriften, die im Waffengesetz geregelt sind. Der Versand per Post ist in der Regel nicht gestattet.
  • Explosionsgefährliche Stoffe: Diese unterliegen den speziellen Versand- und Transportvorschriften des Gefahrgutrechts.
  • Dual-Use-Güter: Dies sind Güter, die sowohl zivil als auch militärisch genutzt werden können. Ihr Versand unterliegt Beschränkungen.
  • Kulturgüter: Gegenstände wie Kunstwerke oder Antiquitäten unterliegen dem Kulturgutschutzrecht, dessen Bestimmungen einzuhalten sind.
  • Gegenstände, deren Einfuhr gesetzlich verboten ist: Dies umfasst eine breite Palette von Waren, deren Herstellen, Inverkehrbringen, Verbreiten, Verwenden, Besitzen, Verkaufen oder Befördern durch Gesetze untersagt ist.
  • Inhalte, die gegen die öffentliche Ordnung oder die Sittlichkeit verstossen: Sendungen mit Äusserungen oder Darstellungen, die sittenwidrig oder gegen die öffentliche Ordnung gerichtet sind, sind verboten. Dies betrifft insbesondere Inhalte aus dem Bereich Erotik, Pornographie, Sexualität sowie gegebenenfalls auch Religion oder Religionskritik, je nach den spezifischen Gesetzen des Empfängerlandes.
  • Sendungen, die Plagiate enthalten: Die Einfuhr von gefälschten Markenartikeln ist verboten.

Die Verantwortung für die Einhaltung dieser Vorschriften liegt ausschliesslich beim Versender. Es ist ratsam, sich vor dem Versand genauestens über die aktuellen Bestimmungen zu informieren. Informationen erhalten Sie bei der deutschen Zollbehörde, den Botschaften oder konsularischen Vertretungen der Schweiz, Aussenhandelsstellen oder Industrie- und Handelskammern.

Häufig gestellte Fragen zur Einfuhr per Post in die Schweiz

Um die wichtigsten Punkte noch einmal zusammenzufassen, hier die Antworten auf einige häufig gestellte Fragen:

Ist die Einfuhr von Postsendungen in die Schweiz zollfrei?
Nein, die Einfuhr ist grundsätzlich nicht zollfrei. Es fallen Mehrwertsteuer (MWST) und unter Umständen auch Zollabgaben an.

Wie hoch ist die Mehrwertsteuer (MWST) bei der Einfuhr?
Der Standardsatz beträgt 8,1 %. Für bestimmte Waren wie Nahrungsmittel, Bücher oder Medikamente gilt ein reduzierter Satz von 2,6 %.

Gibt es eine Wertgrenze, unter der keine MWST erhoben wird?
Es gibt keine absolute Wertgrenze, sondern eine Grenze für den *Steuerbetrag*. Wenn der berechnete MWST-Betrag weniger als CHF 5 beträgt, wird er aus verwaltungsökonomischen Gründen nicht erhoben. Dies entspricht einer Bemessungsgrundlage von CHF 62 beim Satz von 8,1 % oder CHF 193 beim Satz von 2,6 %.

Was darf man von Japan in die Schweiz einführen?
Private Waren Wenn Sie in die Schweiz einreisen, müssen Sie mitgeführte Waren im Wert von mehr als 150 Franken sowie Lebensmittel, Alkohol oder Tabak über einem für diese Produkte geltenden Wert an der Grenze anmelden.

Wie wird die Bemessungsgrundlage für die MWST berechnet?
Die Bemessungsgrundlage ist in der Regel der Preis der Ware. Hinzu kommen alle Kosten bis zum Bestimmungsort in der Schweiz (Verpackung, Fracht, Versicherung, Verzollung) sowie eventuelle Zollabgaben. Die ausländische MWST wird nicht mitgerechnet, wenn sie separat ausgewiesen ist. Bei Geschenken oder fehlenden Angaben wird der Marktwert geschätzt.

Welche Waren sind bei der Einfuhr in die Schweiz verboten oder eingeschränkt?
Verboten sind unter anderem Betäubungsmittel, gefährliche Güter (explosiv, entzündlich, radioaktiv), Waffen und Munition, Plagiate sowie Inhalte, die gegen die öffentliche Ordnung oder Sittlichkeit verstossen. Andere Güter wie Dual-Use-Artikel oder Kulturgüter unterliegen strengen Beschränkungen und Genehmigungspflichten.

Fazit

Die Einfuhr von Postsendungen in die Schweiz ist komplexer als oft angenommen. Sie ist nicht pauschal zollfrei, und es müssen MWST sowie gegebenenfalls Zollabgaben entrichtet werden, sofern der Steuerbetrag die Schwelle von CHF 5 überschreitet. Die Berechnung der MWST basiert auf dem Warenwert zuzüglich aller Kosten bis zum Zielort in der Schweiz sowie der anfallenden Zollabgaben. Darüber hinaus gibt es eine klare Liste von Waren, deren Einfuhr strikt verboten ist oder besonderen Regeln unterliegt. Eine sorgfältige Prüfung des Inhalts und das Verständnis der geltenden Bestimmungen sind unerlässlich, um eine problemlose Zustellung zu gewährleisten und unerwartete Kosten zu vermeiden. Im Zweifelsfall ist es immer ratsam, sich direkt bei den zuständigen Zollbehörden oder diplomatischen Vertretungen der Schweiz zu informieren, da diese Informationen trotz sorgfältiger Zusammenstellung nicht als verbindliche Rechtsauskunft gelten können.

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Andenmatten Soltermann

Hallo! Ich bin Andenmatten Soltermann, ein Schweizer Fotograf, der leidenschaftlich die Essenz der Welt durch seine Linse einfängt. Geboren und aufgewachsen in den majestätischen Schweizer Alpen, haben die deutsche Sprache und atemberaubende Landschaften meine kreative Vision geprägt. Meine Liebe zur Fotografie begann mit einer alten analogen Kamera, und seitdem widme ich mein Leben der Kunst, visuelle Geschichten zu erzählen, die berühren und verbinden.In meinem Blog teile ich praktische Tipps, Techniken und Erfahrungen, um dir zu helfen, deine fotografischen Fähigkeiten zu verbessern – egal, ob du ein neugieriger Anfänger oder ein erfahrener Profi bist. Von der Beherrschung des natürlichen Lichts bis hin zu Ratschlägen für wirkungsvolle Bildkompositionen ist es mein Ziel, dich zu inspirieren, die Welt mit neuen Augen zu sehen. Mein Ansatz verbindet Technik mit Leidenschaft, immer auf der Suche nach dem Funken, der ein Foto unvergesslich macht.Wenn ich nicht hinter der Kamera stehe, findest du mich auf Bergpfaden, auf Reisen nach neuen Perspektiven oder beim Genießen der Schweizer Traditionen, die mir so am Herzen liegen. Begleite mich auf dieser visuellen Reise und entdecke, wie Fotografie die Art und Weise, wie du die Welt siehst, verändern kann.

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