Wer ist der wahre Erfinder der Fotografie?

Wer erfand die Fotografie? Eine komplexe Suche

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Die Erfindung der Fotografie markiert einen Wendepunkt in der Geschichte der Kunst und Dokumentation. Lange Zeit galt das Jahr 1839 als das offizielle Geburtsjahr, geprägt von den Namen Louis Daguerre in Frankreich und Henry Fox Talbot in England. Doch die Geschichte ist, wie so oft, weit vielschichtiger und reicht viel weiter zurück – nicht nur in Bezug auf die technischen Vorläufer, sondern auch auf weitere Pioniere, deren Beiträge lange im Verborgenen lagen. Bevor die Fotografie ihren Siegeszug antrat, dominierte die Malerei die bildende Kunst. Fotografen wurden anfangs von etablierten Künstlern oft misstrauisch beäugt, galten gar als minderwertige Rivalen, die den traditionellen Porträtmalern das Geschäft streitig machten. Doch die Reproduzierbarkeit und die neue Art der Bildgebung waren revolutionär und fanden schnell ihre eigenen Anwendungsbereiche und Bewunderer.

Wer hat die Fotografie erfunden und wann?
Joseph Nicéphore Niépce (auch Nièpce oder Niepce) und Louis Daguerre gelten als die Erfinder der Fotografie: 1826 gelang es Joseph Nicéphore Niépce, das erste beständige Bild aufzunehmen. Dafür belichtete er eine mit Asphalt beschichtete Zinnplatte – und das 8 Stunden lang!

Die Suche nach dem wahren Erfinder ist daher keine einfache Frage mit einer einzigen Antwort, sondern eine Reise durch Jahrhunderte der Experimente und Entdeckungen, die verschiedene Stränge und Persönlichkeiten miteinander verbindet.

Die Wurzeln: Von der Camera Obscura zur Lichtempfindlichkeit

Die Geschichte der Fotografie beginnt nicht erst im 19. Jahrhundert. Ihre philosophischen und technischen Grundlagen reichen viel weiter zurück. Ein zentraler Vorläufer ist die sogenannte Camera Obscura, wörtlich übersetzt „dunkler Raum“. Dieses Prinzip, bei dem Licht durch eine kleine Öffnung in einen abgedunkelten Raum oder Kasten fällt und auf der gegenüberliegenden Wand ein seitenverkehrtes und auf dem Kopf stehendes Bild der Außenwelt projiziert, war bereits in der Antike bekannt.

Schon im 4. Jahrhundert v. Chr. beschrieb der chinesische Philosoph Mozi ein ähnliches Phänomen. Der griechische Philosoph Aristoteles erweiterte diese Beobachtungen und fragte sich, warum Licht, das durch kleine, unregelmäßige Öffnungen (wie Blätter oder ein Sieb) fällt, runde Bilder projiziert, insbesondere bei einer Sonnenfinsternis. Tausende Jahre später, im Jahr 1502, beschrieb Leonardo Da Vinci die Camera Obscura detailliert in seinem Codex Atlanticus und erkannte ihren potenziellen Nutzen für Künstler.

Diese frühen Denker verstanden zwar das Prinzip der Bildprojektion mittels Licht, aber sie konnten die erzeugten Bilder nicht festhalten. Der nächste Schritt erforderte die Entdeckung lichtempfindlicher Materialien.

Bereits im 18. Jahrhundert gab es Überlieferungen über die Lichtempfindlichkeit von Silbernitrat. Anfang des 19. Jahrhunderts experimentierten Wissenschaftler wie Humphry Davy und Thomas Wedgwood in England mit Silberchlorid und versuchten, Bilder, die in der Camera Obscura oder durch Kontakt mit Objekten entstanden, auf Papier oder Leder zu fixieren. Sie konnten Silhouetten oder Kopien von Grafiken erzeugen, aber die Bilder waren nicht dauerhaft. Sie dunkelten weiter nach, wenn sie dem Licht ausgesetzt wurden. Die entscheidende Herausforderung war die Fixierung – das Entfernen des unbelichteten, noch lichtempfindlichen Silbers.

Die Pioniere des 19. Jahrhunderts

Das 19. Jahrhundert brachte dann jene Durchbrüche, die zur Geburt der Fotografie führten, wie wir sie heute kennen. Mehrere Erfinder arbeiteten parallel an Verfahren, Bilder chemisch und dauerhaft festzuhalten.

Nicéphore Niépce: Der Wegbereiter

Der Franzose Joseph Nicéphore Niépce gilt oft als der erste, dem es gelang, ein Bild aus einer Camera Obscura dauerhaft zu fixieren. Er experimentierte mit verschiedenen lichtempfindlichen Materialien, darunter Bitumen von Judäa. Sein Verfahren nannte er Heliographie (von Griechisch helios „Sonne“ und graphein „schreiben“, also „Sonnenschreiben“). Dieses Verfahren war eher eine Art fotochemischer Stichplatte.

Um 1826 oder 1827 gelang Niépce dann die Aufnahme, die heute als die älteste erhaltene Fotografie der Welt gilt: „Blick aus dem Arbeitszimmer in Le Gras“. Dieses Bild, aufgenommen auf einer Zinnplatte, die mit Bitumen beschichtet war, erforderte eine extrem lange Belichtungszeit, möglicherweise mehrere Stunden oder sogar Tage. Die Qualität war rudimentär, aber es war ein wegweisender Erfolg. Niépce erkannte das Potenzial und ging 1829 eine Partnerschaft mit Louis Daguerre ein, um das Verfahren zu verbessern. Niépce starb jedoch bereits 1833, bevor die Fotografie wirklich marktreif war.

Louis Daguerre: Die Daguerreotypie

Louis Daguerre, ein französischer Maler und Bühnenbildner, führte Niépces Arbeit fort und entwickelte sie entscheidend weiter. Sein Verfahren, die Daguerreotypie, nutzte jodiertes Silber auf einer Kupferplatte, das durch Quecksilberdampf entwickelt und mit einer Salzlösung fixiert wurde. Die Daguerreotypie erzeugte ein einzigartiges, detailreiches Positivbild auf der Metallplatte.

Daguerres Verfahren war deutlich schneller und praktischer als Niépces Heliographie. Am 19. August 1839 gab die französische Regierung die Erfindung der Daguerreotypie öffentlich bekannt und stellte sie der Welt als „Geschenk“ zur Verfügung. Dies gilt oft als die offizielle Geburtsstunde der Fotografie, da das Verfahren nun öffentlich zugänglich war und kommerziell genutzt werden konnte. Daguerre war ein geschäftstüchtiger Mann und sorgte schnell für die Verbreitung von Kameras und Anleitungen. Allerdings war das Verfahren nicht ungefährlich, da Quecksilberdämpfe giftig sind, und die Bilder waren Unikate, die nicht einfach vervielfältigt werden konnten.

Wer hat die Fotografie 1837 erfunden?
Als Geburtsjahr der Fotografie gilt das Jahr 1839, als Louis Jacques Mandé Daguerre seine Erfindung in Paris öffentlich machte. Die ältesten Aufnahmen aus Deutschland stammen von Franz von Kobell und werden in den Sammlungen des Deutschen Museums aufbewahrt.28. Mai 2024

Henry Fox Talbot: Die Kalotypie

Parallel zu Daguerre arbeitete der englische Wissenschaftler und Erfinder Henry Fox Talbot an einem eigenen fotografischen Verfahren. Talbot nutzte Silberchlorid auf Papier, um Negative zu erzeugen, von denen beliebig viele Positive angefertigt werden konnten. Dieses Negativ-Positiv-Verfahren nannte er Kalotypie oder Talbotypie.

Talbot hatte bereits 1835 Bilder auf diese Weise festgehalten, darunter eine kleine Aufnahme eines Fensters in seinem Landsitz Lacock Abbey. Er hielt seine Experimente zunächst geheim. Als Daguerres Erfindung 1839 bekannt wurde, präsentierte Talbot ebenfalls Anfang 1839 seine Arbeit der Royal Society in London, um seinen Anspruch als unabhängiger Erfinder geltend zu machen. Obwohl die Kalotypie anfangs weniger scharf war als die Daguerreotypie, legte Talbots Negativ-Positiv-Verfahren den Grundstein für die moderne Fotografie, da es die Vervielfältigung von Bildern ermöglichte.

Die deutsche Perspektive: Kobell und Steinheil

Während Daguerre und Talbot international bekannt wurden, gab es auch in Deutschland bedeutende, aber lange Zeit weniger beachtete Entwicklungen, die ebenfalls ins Jahr 1839 oder sogar früher zurückreichen.

Neue Forschungen, wie die von Cornelia Kemp, einer Wissenschaftlerin am Deutschen Museum, haben Licht auf die Frühgeschichte der Fotografie in Deutschland geworfen und überraschende Erkenntnisse zutage gefördert. In der Sammlung des Deutschen Museums befinden sich mehrere Aufnahmen, die eindeutig auf das Jahr 1837 datiert sind. Diese Fotos, entstanden in München, zeigen unter anderem die berühmte Frauenkirche.

Wer hat diese Aufnahmen gemacht? Ein Zettel in einer Mappe mit den Fotos gibt einen Hinweis: „Photographische Versuche von mir mit Steinheil“. Die Handschrift identifiziert den „mir“ als Franz von Kobell. Franz von Kobell war ein vielseitiger Mann, bekannt als Mineraloge und Dichter (unter anderem als Schöpfer der Figur des Brandner Kaspar), aber nicht primär als Fotograf.

Kobell beschäftigte sich aufgrund seiner mineralogischen und chemischen Forschungen mit lichtempfindlichen Silberverbindungen. Er kannte die Arbeiten von Davy und anderen Chemikern, die mit Silbernitrat und Silberchlorid experimentierten. Kobell wusste als Mineraloge, dass Hornsilber (Silberchlorid) sich in Ammoniak löst. Er wiederholte offensichtlich die Versuche seiner Vorgänger, fand aber den entscheidenden Schritt zur Fixierung: Er wusch das unbelichtete Silberchlorid mit Ammoniak aus dem Papier heraus und machte so die belichteten Bereiche dauerhaft.

Obwohl Kobell bereits 1837 funktionierende, fixierte Fotos herstellen konnte, verfolgte er die Erfindung nicht weiter. Er kam aus einer Künstlerfamilie und verglich seine frühen, oft braunstichigen Fotografien mit den dramatischen Aquatinta-Zeichnungen seines Großonkels. Im Vergleich dazu erschienen ihm die Fotografien künstlerisch wertlos – der Himmel war nur eine braune Fläche. Nachdem er das Prinzip verstanden und die Fixierung gemeistert hatte, wandte er sich anderen Interessen zu, wie der Dichtung.

Carl August von Steinheil, ein Physiker und Astronom, spielte ebenfalls eine Rolle in der deutschen Fotografiegeschichte. Steinheil machte im April 1839, nur zwei Wochen nach Daguerres öffentlicher Bekanntgabe in Paris, eigene Daguerreotypien in München. Dies waren die ersten Daguerreotypien in Deutschland und wurden umgehend im Kunstverein ausgestellt. Steinheil gilt zusammen mit Kobell als Vater der deutschen Fotografie, obwohl die genauen Beiträge lange unklar waren.

Kobell und Steinheil traten am 13. April 1839 gemeinsam in der Akademie der Wissenschaften in München auf, um ihr Verfahren bekannt zu geben. Kobell erklärte die chemischen Aspekte, während Steinheil die Verwendung einer Rohrkamera empfahl, die runde Bilder erzeugte. Daher gibt es runde Aufnahmen der Frauenkirche vom selben Standort. In der historischen Literatur wurden oft beide Namen zusammen genannt, aber im Laufe der Zeit konzentrierte man sich mehr auf Steinheil, während Kobells früherer und entscheidender Beitrag zur Fixierung und die Tatsache, dass er die allerersten deutschen Fotos machte, in Vergessenheit gerieten.

Die Entdeckung und genaue Datierung der Kobell-Fotos von 1837 war ein langwieriger Prozess. Die Bilder gelangten über einen Fotochemiker namens Johann Baptist Obernetter und dessen Sohn Emil 1906 ins Deutsche Museum. Sie waren gerahmt und auf Karton montiert, sodass die Rückseiten, auf denen sich die Datierung befand, nicht zugänglich waren. Erst bei Forschungen für ihr Buch konnte Cornelia Kemp die Fotografien genauer untersuchen und die Datierung auf März 1837 freilegen.

Diese Entdeckung bedeutet, dass die ersten Fotos in Deutschland zwei Jahre vor der lange angenommenen Geburtsstunde der Fotografie entstanden sind. Es ändert zwar nicht die Weltgeschichte der Fotografie – denn Niépces Aufnahme von 1826/27 ist noch älter –, aber es schreibt die Geschichte der deutschen Fotografie neu und würdigt Franz von Kobell als denjenigen, der hierzulande die ersten Schritte wagte.

Wer hat die Fotografie erfunden und wann?
Joseph Nicéphore Niépce (auch Nièpce oder Niepce) und Louis Daguerre gelten als die Erfinder der Fotografie: 1826 gelang es Joseph Nicéphore Niépce, das erste beständige Bild aufzunehmen. Dafür belichtete er eine mit Asphalt beschichtete Zinnplatte – und das 8 Stunden lang!

Warum gilt trotzdem 1839 als Geburtsjahr?

Trotz der Existenz früherer Aufnahmen von Niépce (1826/27), Talbot (1835) und Kobell (1837), hat sich das Jahr 1839 als das „offizielle“ Geburtsjahr der Fotografie etabliert. Das liegt vor allem an der öffentlichen Bekanntgabe und der praktischen Verfügbarkeit der Verfahren.

Louis Daguerre war nicht nur ein Erfinder, sondern auch ein geschickter Geschäftsmann. Die öffentliche Präsentation der Daguerreotypie im August 1839, gepaart mit der sofortigen Verfügbarkeit von Kameras und Anleitungen, machte die Fotografie erstmals für eine breitere Öffentlichkeit zugänglich und nutzbar. Auch Talbot präsentierte sein Verfahren 1839 öffentlich.

Die früheren Arbeiten von Niépce, Talbot und Kobell waren zunächst geheime Experimente, die nicht zur sofortigen Verbreitung gedacht oder geeignet waren. Niépces Heliographie war umständlich und erforderte extrem lange Belichtungszeiten. Talbots frühe Kalotypien waren ebenfalls noch in der Entwicklung. Kobell sah keinen künstlerischen Wert in seinen Aufnahmen und verfolgte sie nicht weiter.

Daher ist 1839 weniger das Jahr der allerersten Aufnahme, sondern vielmehr das Jahr, in dem die Fotografie als praktikables Verfahren öffentlich vorgestellt wurde und ihre kommerzielle Entwicklung begann. Es ist eine Konvention, die sich auf die Zugänglichkeit und Marktreife bezieht, nicht auf das erstmalige Festhalten eines Bildes.

Frühe Anwendungen und die Kunstwelt

Die Fotografie fand schnell Anwendungsbereiche jenseits wissenschaftlicher Experimente. Die Möglichkeit, Porträts relativ schnell und kostengünstig anzufertigen, war revolutionär und stellte eine direkte Konkurrenz zur Porträtmalerei dar.

Das erste bekannte „Selfie“ der Geschichte stammt ebenfalls aus dieser frühen Zeit. Der amerikanische Lampenhersteller und Fotografie-Enthusiast Robert Cornelius nahm es 1839 mithilfe der Daguerreotypie auf.

Auch die Reproduzierbarkeit der Bilder wurde schnell als kommerzieller Vorteil erkannt, insbesondere mit Talbots Kalotypie-Verfahren, das Negative erlaubte. Geschäftstüchtige Fotografen nutzten dies für verschiedene Zwecke.

Ein Beispiel für eine frühe kommerzielle Anwendung, die für Aufsehen sorgte, war die Aktfotografie. Fotografen wie Alexis Gouin oder Bruno Braquehais produzierten bereits in den 1850er Jahren erotische Darstellungen, die als Vorläufer heutiger Pin-up-Fotos gelten können. Diese Bilder fanden reißenden Absatz – ein frühes Beispiel dafür, dass „Sex sells“, ein Prinzip, das bis heute Gültigkeit besitzt. Aktbilder gehören nach wie vor zum Repertoire vieler Fotografen, wobei die Gratwanderung zwischen Ästhetik und reiner Erotik eine künstlerische Herausforderung bleibt.

Trotz der anfänglichen Skepsis und Rivalität begannen einige Künstler bald, die Fotografie in ihren Arbeitsprozess zu integrieren, sei es als Vorlage für Gemälde oder als eigenständiges Ausdrucksmittel. Die Fotografie entwickelte sich von einer technischen Neuerung schnell zu einer eigenständigen Kunstform mit eigenen Ästhetiken und Möglichkeiten.

Häufig gestellte Fragen (FAQs)

Wer hat die Fotografie wirklich erfunden?
Es gibt keinen einzelnen Erfinder. Joseph Nicéphore Niépce machte um 1826/27 das erste erhaltene Foto. Louis Daguerre und Henry Fox Talbot entwickelten um 1839 praktikable, öffentlich zugängliche Verfahren. Franz von Kobell machte bereits 1837 die ersten Fotos in Deutschland. Es ist eine komplexe Geschichte mit mehreren Pionieren.
Wann wurde das allererste Foto der Welt gemacht?
Die älteste erhaltene Fotografie ist „Blick aus dem Arbeitszimmer in Le Gras“ von Nicéphore Niépce, aufgenommen um 1826/27. Es gab möglicherweise frühere, aber nicht erhaltene Versuche.
Wann wurden die ersten Fotos in Deutschland gemacht?
Laut neuen Forschungen wurden die ersten Fotos in Deutschland im März 1837 von Franz von Kobell in München aufgenommen. Dies ist zwei Jahre früher als bisher angenommen.
Warum gilt oft 1839 als Geburtsjahr der Fotografie?
Dieses Jahr markiert die öffentliche Bekanntgabe und Verfügbarkeit der ersten praktikablen fotografischen Verfahren (Daguerreotypie und Kalotypie), was den Beginn der kommerziellen Nutzung und Verbreitung ermöglichte.
Was ist der Unterschied zwischen Daguerreotypie und Kalotypie?
Die Daguerreotypie (Daguerre) erzeugt ein einzigartiges Positivbild auf einer polierten Metallplatte. Die Kalotypie (Talbot) erzeugt ein Negativ auf Papier, von dem beliebig viele Positive angefertigt werden können. Das Kalotypie-Verfahren legte den Grundstein für die moderne Fotografie mit Negativen.
Warum waren die deutschen Fotos von 1837 so lange unbekannt?
Franz von Kobell, der die Fotos machte, verfolgte die Erfindung aus künstlerischen Gründen nicht weiter und veröffentlichte sie nicht. Die Aufnahmen gerieten in Vergessenheit und wurden erst durch akribische Archivarbeit und Untersuchung der Originale im Deutschen Museum im Rahmen neuerer Forschungen wiederentdeckt und korrekt datiert.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Geschichte der Fotografie ein faszinierendes Mosaik ist, das aus den Beiträgen vieler kluger Köpfe über Jahrhunderte hinweg zusammengesetzt wurde. Während Daguerre und Talbot die Fotografie 1839 ins Licht der Öffentlichkeit rückten und ihre Verbreitung ermöglichten, dürfen die fundamentalen Vorarbeiten Niépces sowie die frühen, lange übersehenen Experimente anderer Pioniere, wie Franz von Kobell in Deutschland, nicht vergessen werden. Die Frage nach dem „wahren“ Erfinder hat daher keine einfache Antwort, sondern offenbart eine reiche und vielschichtige Entdeckungsgeschichte.

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Andenmatten Soltermann

Hallo! Ich bin Andenmatten Soltermann, ein Schweizer Fotograf, der leidenschaftlich die Essenz der Welt durch seine Linse einfängt. Geboren und aufgewachsen in den majestätischen Schweizer Alpen, haben die deutsche Sprache und atemberaubende Landschaften meine kreative Vision geprägt. Meine Liebe zur Fotografie begann mit einer alten analogen Kamera, und seitdem widme ich mein Leben der Kunst, visuelle Geschichten zu erzählen, die berühren und verbinden.In meinem Blog teile ich praktische Tipps, Techniken und Erfahrungen, um dir zu helfen, deine fotografischen Fähigkeiten zu verbessern – egal, ob du ein neugieriger Anfänger oder ein erfahrener Profi bist. Von der Beherrschung des natürlichen Lichts bis hin zu Ratschlägen für wirkungsvolle Bildkompositionen ist es mein Ziel, dich zu inspirieren, die Welt mit neuen Augen zu sehen. Mein Ansatz verbindet Technik mit Leidenschaft, immer auf der Suche nach dem Funken, der ein Foto unvergesslich macht.Wenn ich nicht hinter der Kamera stehe, findest du mich auf Bergpfaden, auf Reisen nach neuen Perspektiven oder beim Genießen der Schweizer Traditionen, die mir so am Herzen liegen. Begleite mich auf dieser visuellen Reise und entdecke, wie Fotografie die Art und Weise, wie du die Welt siehst, verändern kann.

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