Die Mondfinsternis ist ein Himmelsereignis, das die Menschheit seit jeher in seinen Bann zieht. Wenn der Erdtrabant langsam im Schatten der Erde verschwindet und sich bei einer totalen Finsternis in ein mystisches Orangerot, den sogenannten Blutmond, färbt, bietet sich ein spektakuläres Motiv für Fotografen. Doch das Ablichten dieses Phänomens stellt besondere Anforderungen an Equipment und Technik. Eine gute Vorbereitung ist entscheidend, um wirklich beeindruckende Bilder zu erhalten und Enttäuschungen zu vermeiden.

Das Fotografieren einer Mondfinsternis unterscheidet sich stark von der Aufnahme eines normalen Vollmonds. Die Lichtverhältnisse ändern sich drastisch, je tiefer der Mond in den Erdschatten eintritt. Während der hellen Phasen ist der Mond ein sehr helles Objekt am Nachthimmel, das bei falscher Belichtung schnell überstrahlt. In der Phase der Totalität hingegen wird das Licht extrem schwach, und die Herausforderung besteht darin, die schwachen Rottöne des Blutmonds einzufangen, ohne das Bild durch langes Belichten oder hohe ISO-Werte zu stark verrauschen zu lassen. Mit der richtigen Ausrüstung und den passenden Einstellungen ist es jedoch möglich, dieses seltene Schauspiel erfolgreich zu dokumentieren.
Grundlagen und die richtige Ausrüstung
Bevor du deine Kamera auf den Himmel richtest, solltest du dich gut vorbereiten. Das Wichtigste zuerst: Prüfe den Wetterbericht! Ein klarer Himmel ist essentiell. Leichte Bewölkung kann zwar für zusätzliche Atmosphäre sorgen, eine dichte Wolkendecke macht das Vorhaben jedoch unmöglich. Auch Regen ist problematisch, da er den Autofokus stören und unerwünschte Reflexionen verursachen kann.
Der Aufnahmeort spielt ebenfalls eine große Rolle. Wähle einen möglichst dunklen Ort fernab von Städten, um Lichtverschmutzung zu minimieren. Sorge für eine freie Sicht in die Richtung, in der der Mond zu sehen sein wird (oft Süden oder Osten, abhängig von deinem Standort und der Zeit). Erwäge, ob du nur den Mond oder auch die Umgebung (Skyline, Berge, Bäume) im Bild haben möchtest – das beeinflusst die Wahl des Objektivs und die Bildkomposition.
Welche Kamera eignet sich?
Für detailreiche Aufnahmen einer Mondfinsternis oder eines Blutmonds ist ein Smartphone in der Regel nicht ausreichend. Die ideale Wahl ist eine digitale Spiegelreflexkamera (DSLR) oder eine spiegellose Systemkamera (DSLM). Diese Kameras bieten die notwendigen manuellen Einstellungsmöglichkeiten für Belichtung, Blende, ISO und Fokus. Achte darauf, dass deine Kamera auch bei höheren ISO-Werten noch relativ rauschfreie Bilder liefert, da du in den dunkleren Phasen möglicherweise die Lichtempfindlichkeit erhöhen musst.
Das passende Objektiv
Der Mond ist weit entfernt, daher benötigst du ein Teleobjektiv, um ihn formatfüllend und detailreich abzubilden. Eine Brennweite von mindestens 200 mm ist empfehlenswert. Für APS-C-Sensoren reichen oft 300 mm, während bei Vollformat-Kameras 500 mm oder sogar mehr ideal sind, um den Mond groß ins Bild zu bekommen. Wenn du den Mond in Kombination mit einer Landschaft oder einem Vordergrund fotografieren möchtest, sind kürzere Brennweiten (z. B. ab 70 mm oder sogar Weitwinkel für Sequenzaufnahmen) besser geeignet.
Ein unverzichtbarer Helfer: Das Stativ
Da du bei Mondfinsternissen oft mit längeren Belichtungszeiten arbeiten musst, ist ein stabiles Stativ absolut unerlässlich. Selbst kleinste Bewegungen der Kamera während der Aufnahme führen zu Bewegungsunschärfe. Ein solides Stativ sorgt für die notwendige Stabilität, damit deine Bilder gestochen scharf werden.
Weiteres nützliches Zubehör
- Fernauslöser: Um Verwacklungen beim Auslösen zu vermeiden, verwende einen Kabel- oder Funkfernauslöser. Alternativ kannst du den Selbstauslöser deiner Kamera mit einer Vorlaufzeit von 2–10 Sekunden nutzen.
- Spiegelvorauslösung (bei DSLR): Aktiviere diese Funktion, um die Erschütterung durch das Hochklappen des Spiegels zu minimieren, bevor der Verschluss öffnet.
- Filter: Ein Astroklar-Filter (auch Nachtlicht-Filter genannt) kann helfen, die Gelbstiche durch künstliche Lichtquellen (Lichtverschmutzung) zu reduzieren. Neutralgraufilter (ND-Filter) können bei sehr hellen Phasen nützlich sein, um die Belichtungszeit zu verlängern oder die Blende weiter zu öffnen, ohne das Bild zu überbelichten. Sie können auch helfen, den Kontrast der Mondoberfläche herauszuarbeiten.
- Equatorial-Montierung (optional): Für sehr lange Belichtungszeiten oder detaillierte Aufnahmen während der Totalität kann eine Nachführmontierung hilfreich sein, um der scheinbaren Bewegung des Mondes am Himmel zu folgen und "Mond-Trails" zu vermeiden.
Die Phasen der Mondfinsternis verstehen
Eine Mondfinsternis durchläuft verschiedene Phasen, die unterschiedliche fotografische Herausforderungen mit sich bringen:
- Halbschatten (Penumbra): Der Mond tritt in den äußeren, helleren Schatten der Erde ein. Visuell ist dies oft kaum wahrnehmbar, fotografisch kann man eine leichte Abdunklung erkennen.
- Partielle Phase (Umbra): Der Mond tritt in den dunkleren Kernschatten der Erde ein. Ein Stück des Mondes beginnt, sich deutlich zu verdunkeln. Diese Phase ist visuell und fotografisch sehr eindrucksvoll.
- Totalität (Blutmond): Der Mond ist vollständig in den Kernschatten eingetreten. Anstatt komplett schwarz zu werden, leuchtet er oft in rötlichen oder orangefarbenen Tönen. Dieses Licht wird durch die Erdatmosphäre gebrochen, die wie eine Linse wirkt und nur die langwelligen, roten Lichtanteile in den Schatten lenkt (ähnlich wie bei Sonnenuntergängen). Die genaue Farbe und Helligkeit des Blutmonds hängt vom Zustand der Erdatmosphäre ab (z. B. Staub, Vulkanausbrüche).
- Austritt aus der Totalität: Der Mond beginnt, den Kernschatten wieder zu verlassen.
- Austritt aus dem Halbschatten: Der Mond ist wieder vollständig sichtbar.
Kameraeinstellungen für die Mondfinsternis
Es gibt keine universellen Einstellungen, die für jede Mondfinsternis und jede Kamera funktionieren. Die idealen Werte hängen von deiner Kamera, deinem Objektiv, den aktuellen Lichtverhältnissen (die sich während der Finsternis ständig ändern) und deinen gewünschten Bildausschnitten ab. Hier sind jedoch Richtlinien, an denen du dich orientieren kannst:
Allgemeine Einstellungen (manuell)
Stelle deine Kamera unbedingt auf den manuellen Modus (M). Deaktiviere alle Automatikfunktionen: ISO-Automatik, Autofokus (AF) und Bildstabilisierung (VR/IS), wenn die Kamera auf einem Stativ steht.
Das Fokussieren ist besonders wichtig. Da es im Verlauf der Finsternis sehr dunkel wird, fokussierst du am besten manuell, solange der Mond noch hell ist. Nutze die Live-View-Funktion deiner Kamera und zoome maximal auf den Mond, um den Fokus exakt einzustellen. Sobald der Fokus sitzt, schalte den Autofokus am Objektiv aus und verändere den Fokusring nicht mehr.
Nimm deine Bilder im RAW-Format auf. Dies bietet dir in der Nachbearbeitung deutlich mehr Spielraum, um Belichtung, Kontrast und Farben zu optimieren und Rauschen zu reduzieren.

Einstellungen für die partielle Phase
In der partiellen Phase ist ein Teil des Mondes noch sehr hell, während der andere bereits im Schatten liegt. Dies ist eine Belichtungs-Herausforderung. Wenn du den hellen Teil korrekt belichtest, wird der Schattenteil schwarz. Wenn du den Schattenteil belichtest, wird der helle Teil überstrahlt. Hier sind Belichtungsreihen (Bracketing) oder die Konzentration auf einen bestimmten Bereich (z. B. den Rand des Schattens) hilfreich.
- ISO: Beginne mit einem niedrigen ISO-Wert, z. B. ISO 200-400. Neuere Kameras können eventuell auch ISO 800 oder höher rauscharm verarbeiten.
- Blende: Wähle eine Blende von mindestens f/5.6, um den gesamten Mond scharf abzubilden. Das Abblenden um 1-2 Stufen (z. B. auf f/8 oder f/11) kann die Schärfe des Objektivs weiter verbessern.
- Belichtungszeit: Beginne mit relativ kurzen Belichtungszeiten, z. B. zwischen 1/250s und 1/10s, je nachdem, wie weit die Finsternis fortgeschritten ist und wie hell der noch beleuchtete Teil ist. Mache Testaufnahmen und passe die Zeit an. Wenn du den Kernschattenbereich deutlicher abbilden möchtest, musst du die Belichtungszeit verlängern.
Einstellungen für die Totalität (Blutmond)
Während der Totalität ist das Licht deutlich schwächer. Das Ziel ist es nun, die rötliche Färbung des Blutmonds einzufangen.
- ISO: Du musst die Lichtempfindlichkeit erhöhen. Beginne mit ISO 400 und gehe bei Bedarf auf ISO 800 oder sogar 1600 hoch, je nachdem, wie rauscharm deine Kamera bei diesen Werten ist.
- Blende: Wähle eine etwas offenere Blende als in der partiellen Phase, z. B. zwischen f/2.8 und f/5.6. Eine leicht geöffnete Blende hilft, mehr Licht einzufangen und die Belichtungszeit kürzer zu halten.
- Belichtungszeit: Hier ist Vorsicht geboten. Um die Farbe des Blutmonds zu erhalten und zu verhindern, dass er zu hell und kontrastlos wirkt, solltest du die Belichtungszeit nicht zu lange wählen. Versuche es zunächst mit Werten um 0,5 Sekunden. Gehe möglichst nicht über 0,7 Sekunden hinaus. Wenn das Bild zu dunkel ist, erhöhe lieber den ISO-Wert oder öffne die Blende weiter, anstatt die Belichtungszeit stark zu verlängern.
Die automatische Belichtungsmessung, insbesondere die mittenbetonte oder Mehrfeldmessung, funktioniert bei der Mondfinsternis oft nicht gut, da der Großteil des Bildes schwarz ist und die Kamera versucht, diesen Bereich aufzuhellen. Nutze, wenn möglich, die Spotmessung, die nur einen kleinen Bereich (den Mond) misst, oder stelle die Belichtung manuell über Testaufnahmen ein.
Häufige Probleme und Lösungen
Beim Fotografieren einer Mondfinsternis können verschiedene Probleme auftreten:
Problem: Der Mond ist unscharf.
Lösung: Stelle sicher, dass du manuell fokussiert hast, idealerweise bevor die Finsternis beginnt und der Mond noch hell ist, und dass der Autofokus danach deaktiviert wurde. Nutze die Live-View-Funktion mit maximaler Vergrößerung für präzises Fokussieren. Wenn der Fokus korrekt ist, könnte die Belichtungszeit zu lang sein, wodurch der Mond aufgrund seiner Bewegung Trails zieht. Überprüfe die maximal mögliche Belichtungszeit für dein Objektiv (siehe Tabelle unten) und reduziere die Belichtungszeit, indem du ISO oder Blende anpasst. Stelle sicher, dass dein Stativ stabil steht und verwende einen Fernauslöser oder Selbstauslöser, um Verwacklungen zu vermeiden.
Problem: Das Bild ist zu dunkel oder zu hell.
Lösung: Deaktiviere jegliche Belichtungsautomatik (auch ISO-Automatik). Passe Belichtungszeit, Blende und ISO-Wert manuell an. Mache Testaufnahmen und überprüfe das Histogramm, um die Belichtung zu beurteilen. Für dunklere Bilder erhöhe ISO, öffne die Blende (kleinere f-Zahl) oder verlängere die Belichtungszeit. Für hellere Bilder verringere ISO, schließe die Blende (größere f-Zahl) oder verkürze die Belichtungszeit.
Problem: Starkes Bildrauschen.
Lösung: Rauschen tritt bei hohen ISO-Werten auf. Versuche, den ISO-Wert so niedrig wie möglich zu halten, indem du die Belichtungszeit verlängerst oder die Blende öffnest (achte dabei auf die maximale Belichtungszeit zur Vermeidung von Trails). Fotografiere im RAW-Format. Die effektivste Methode zur Rauschreduktion ist das Stacking: Mache eine Serie von Aufnahmen mit denselben Einstellungen (z. B. 40 Aufnahmen) und überlagere sie später mit spezieller Software (z. B. AviStack, DeepSkyStacker). Da Rauschen zufällig ist, mittelt es sich beim Stacken heraus, während das Rauschsignal des Mondes verstärkt wird.
Problem: Die Farbe des Blutmonds wirkt nicht kräftig.
Lösung: Die Farbe hängt stark von der Atmosphäre ab. Fotografisch kann eine zu lange Belichtungszeit die Farbe verblassen lassen und den Mond zu hell darstellen. Halte die Belichtungszeit während der Totalität kurz (nicht über 0,7 Sekunden, wenn möglich). Experimentiere mit den Weißabgleich-Einstellungen (obwohl RAW hier mehr Flexibilität bietet). In der Nachbearbeitung kannst du versuchen, die Farbsättigung und den Weißabgleich anzupassen.
Fortgeschrittene Techniken
Belichtungsreihen und Stacking
Wie bereits erwähnt, sind Belichtungsreihen und Stacking leistungsstarke Techniken für die Astrofotografie. Belichtungsreihen helfen, die stark variierenden Lichtverhältnisse während der Finsternis zu bewältigen. Du kannst mehrere Bilder mit unterschiedlichen Belichtungen aufnehmen und diese später kombinieren oder das am besten belichtete auswählen.
Staking ist besonders nützlich, um das Signal-Rausch-Verhältnis zu verbessern. Indem du viele kurz belichtete Aufnahmen des Mondes machst und diese softwarebasiert übereinanderlegst und mitttelst, reduzierst du das sichtbare Rauschen erheblich und kannst mehr Details und feinere Farbabstufungen sichtbar machen.

Sequenzaufnahmen
Eine sehr beliebte Art, eine Mondfinsternis zu dokumentieren, ist eine Sequenzaufnahme. Dabei nimmst du über den gesamten Verlauf der Finsternis hinweg in regelmäßigen Abständen (z. B. alle 5-10 Minuten) ein Bild des Mondes auf und fügst diese Einzelbilder später in einem einzigen Bild zusammen. Dies erfordert eine sorgfältige Planung des Bildausschnitts und die Verwendung eines Weitwinkelobjektivs auf einem festen Stativ.
Einbindung der Umgebung
Möchtest du den Mond mit einem Vordergrund (Gebäude, Landschaft) fotografieren, wird es komplexer, da der Helligkeitsunterschied zwischen Mond und Vordergrund riesig ist. Hier sind Techniken wie Belichtungsreihen für den Vordergrund und den Mond, die später in der Nachbearbeitung kombiniert werden (HDR- oder Compositing-Techniken), oft notwendig. Plane die Komposition und den Standort im Voraus, idealerweise mithilfe von Apps, die den Stand des Mondes zu einer bestimmten Zeit an einem bestimmten Ort simulieren können.
Maximale Belichtungszeiten zur Vermeidung von Trails
Aufgrund der Erdrotation bewegt sich der Mond (scheinbar) am Himmel. Wenn du zu lange belichtest, wird der Mond (und die Sterne) auf dem Bild als Strichspur abgebildet. Die maximal mögliche Belichtungszeit, bevor dies sichtbar wird, hängt von der verwendeten Brennweite ab. Die folgende Tabelle gibt ungefähre Richtwerte für Vollformat-Kameras:
| Brennweite (Vollformat) | Maximale Belichtungszeit (ca.) |
|---|---|
| 28 mm | 25 Sekunden |
| 50 mm | 10 Sekunden |
| 100 mm | 5 Sekunden |
| 300 mm | 1,5 Sekunden |
| 500 mm | 0,7 Sekunden |
Beachte, dass dies Richtwerte sind. Bei kürzeren Brennweiten, die für Sequenzaufnahmen verwendet werden, kannst du deutlich länger belichten. Bei langen Telebrennweiten, die für Detailaufnahmen des Mondes verwendet werden, sind die Zeiten sehr kurz. Dies unterstreicht die Notwendigkeit eines stabilen Stativs und oft hoher ISO-Werte oder offener Blenden, um bei diesen kurzen Belichtungszeiten ausreichend Licht einzufangen, insbesondere während der dunklen Totalität.
Häufig gestellte Fragen
Kann ich eine Mondfinsternis mit dem Smartphone fotografieren?
Für eindrucksvolle, detailreiche Aufnahmen des Mondes selbst sind Smartphones aufgrund ihrer kleinen Sensoren und begrenzten Zoommöglichkeiten meist nicht geeignet. Du könntest versuchen, das Smartphone durch das Okular eines Teleskops zu fotografieren (Smartphone-Adapter sind hilfreich) oder es für Weitwinkelaufnahmen einer Sequenz zu verwenden, aber für Nahaufnahmen der Finsternis ist eine Kamera mit Wechselobjektiv und Teleobjektiv die bessere Wahl.
Warum wird der Mond bei einer totalen Finsternis rot?
Bei einer totalen Mondfinsternis tritt der Mond in den Kernschatten der Erde ein. Sonnenlicht wird jedoch durch die Erdatmosphäre gebrochen und gestreut. Blaue Lichtanteile werden stärker gestreut (deshalb ist der Himmel tagsüber blau), während langwellige, rote Lichtanteile die Atmosphäre durchdringen und in den Erdschatten gelenkt werden. Dieses rötliche Restlicht beleuchtet den Mond und lässt ihn rot oder orange erscheinen – daher der Name Blutmond.
Welche Kameraeinstellungen sind für den Blutmond am wichtigsten?
Für den Blutmond (Totalität) sind vor allem der ISO-Wert, die Blende und eine kurze Belichtungszeit entscheidend. Halte die Belichtungszeit kurz (max. ca. 0,7 Sekunden bei langen Telebrennweiten), um die Farbe zu erhalten und Trails zu vermeiden. Passe ISO und Blende an, um die korrekte Helligkeit zu erreichen. Beginne mit ISO 400-800 und Blende f/2.8-f/5.6 und experimentiere.
Benötige ich spezielle Filter?
Spezielle Filter sind nicht zwingend erforderlich, können aber unter bestimmten Bedingungen hilfreich sein. Ein Astroklar-Filter kann Lichtverschmutzung reduzieren. Ein leichter ND-Filter kann bei den helleren Phasen helfen, die Belichtungszeit zu kontrollieren und den Kontrast zu verbessern, ohne die Farbe zu stark zu beeinflussen. Für den Blutmond selbst sind Filter in der Regel nicht nötig, da das Licht ohnehin sehr schwach ist.
Fazit
Das Fotografieren einer Mondfinsternis oder eines Blutmonds erfordert Vorbereitung, das richtige Equipment und die Bereitschaft, mit den Kameraeinstellungen zu experimentieren. Eine Kamera mit manuellen Optionen, ein ausreichend langes Teleobjektiv und ein stabiles Stativ sind die Basis. Das Beherrschen der manuellen Einstellungen, insbesondere von Belichtungszeit, Blende und ISO für die verschiedenen Phasen, sowie die manuelle Fokussierung sind entscheidend. Techniken wie Belichtungsreihen und Stacking helfen, die Bildqualität zu maximieren und Rauschen zu minimieren.
Auch wenn die erste Aufnahme vielleicht nicht perfekt ist, ist das Beobachten und Fotografieren dieses Himmelsereignisses an sich schon eine lohnende Erfahrung. Mit Übung und den hier beschriebenen Tipps wirst du in der Lage sein, spektakuläre Aufnahmen der nächsten Mondfinsternis zu machen und dieses faszinierende Schauspiel für immer festzuhalten.
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