Welche Handys haben eine Kamera mit Zoom?

Smartphone-Kameras: Die Wahl der Objektive

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Die Entwicklung der Smartphone-Kameras ist in den letzten Jahren rasant vorangeschritten. Sensoren werden größer, die Bildverarbeitung wird intelligenter und die Bildqualität erreicht ein Niveau, das vor wenigen Jahren noch undenkbar schien. Viele aktuelle Modelle liefern Fotos, die sich durchaus sehen lassen können und sogar für kleinere Drucke geeignet sind. Diese Fortschritte sind zweifellos aufregend und zeigen das enorme Potenzial der mobilen Fotografie.

Doch bei aller Begeisterung gibt es einen Punkt, der bei vielen Foto-Enthusiasten für Stirnrunzeln sorgt und das Erlebnis trübt: die Auswahl der verbauten Objektive bzw. der damit verbundenen Äquivalentbrennweiten. Es scheint, als ob die Hersteller hier Entscheidungen treffen, die nicht immer mit den Präferenzen von Fotografen übereinstimmen.

Welche Objektive haben Smartphone-Kameras?
Smartphones haben normalerweise eine Kamera mit 23–25 mm Brennweite, ein Ultraweitwinkelobjektiv mit 13–15 mm und ein Teleobjektiv mit 75–120 mm Brennweite . Ich weiß nicht, warum die Hersteller entschieden haben, dass die Benutzer ein extrem weites + ein sehr weites + ein Teleobjektiv wollen. Ich glaube, wenn sie die meisten Fotografen/Fotoamateure fragen würden, wäre die Auswahl ganz anders!

Die typische Objektiv-Ausstattung bei Smartphones

Schauen wir uns die gängige Konfiguration moderner Smartphones an. Typischerweise finden wir eine Kombination aus drei oder mehr Kameras mit folgenden Brennweiten (umgerechnet auf das Kleinbildformat):

  • Ein Ultraweitwinkelobjektiv im Bereich von ca. 13-15mm.
  • Ein Standard- oder Weitwinkelobjektiv im Bereich von ca. 23-25mm.
  • Ein Teleobjektiv im Bereich von ca. 75-120mm.

Diese Auswahl bietet zwar eine große Spannweite von extrem weit bis tele, doch gerade die Enden dieses Spektrums sind nicht jedermanns Sache. Ein Ultraweitwinkel mit 13-15mm mag beeindruckend wirken, wenn es darum geht, möglichst viel aufs Bild zu bekommen. Allerdings gehen diese extremen Brennweiten oft mit starken Verzerrungen am Bildrand einher, was bei Architektur oder Porträts schnell störend wirken kann. Zudem ist die Komposition mit solch einem weiten Winkel anspruchsvoll, da sehr viel Hintergrund ins Bild gezwungen wird.

Auch das Standard-Weitwinkelobjektiv um 23-25mm wird von manchen Fotografen kritisch gesehen. Für viele Situationen, insbesondere wenn man ein Motiv freistellen oder den Hintergrund bewusst reduzieren möchte, fühlt sich dieser Winkel zu weit an. Man muss sehr nah an das Hauptmotiv heran, was wiederum zu Perspektivverzerrungen führen kann – Nasen wirken größer, Gesichter runder. Es ist schwierig, mit 24mm einen Bildausschnitt zu wählen, der sich „natürlich“ anfühlt, ohne zu viel Umgebung einzufangen.

Gibt es bessere Alternativen? Ein Blick auf das ZTE Nubia Z60 Ultra

Inmitten dieser Debatte gibt es erfreuliche Ausnahmen. Ein aktuelles Beispiel, das unter Fotografen auf positive Resonanz stößt, ist das ZTE Nubia Z60 Ultra. Dieses Smartphone verfolgt einen anderen Ansatz bei der Objektivauswahl und bietet Kameras mit Äquivalentbrennweiten von:

  • 18mm (Ultraweitwinkel)
  • 35mm (Standard/Weitwinkel)
  • 85mm (Tele/Portrait)

Diese Kombination ist für viele Fotografen hochinteressant, da sie genau den Brennweiten entspricht, die oft in der klassischen Fotografie als sehr nützlich und kreativ einsetzbar gelten und die man häufig in einer professionellen Kameratasche findet. Warum ist diese Auswahl so attraktiv?

  • 18mm statt 13-15mm: Ein 18mm-Objektiv bietet immer noch einen sehr weiten Blickwinkel, ist aber deutlich besser beherrschbar als die extremeren Ultraweitwinkel. Die Verzerrungen sind spürbar geringer, und der Bildwinkel ist immer noch weit genug für Landschafts- oder Innenaufnahmen, ohne dabei unnatürlich zu wirken. Es ist ein guter Kompromiss aus Weite und Nutzbarkeit.
  • 35mm statt 23-25mm: Die 35mm-Brennweite gilt in der Reportage- und Streetfotografie als Klassiker. Sie liegt sehr nah am natürlichen menschlichen Sehen und ermöglicht eine Komposition, bei der das Motiv im Kontext seiner Umgebung gezeigt wird, ohne dass man dafür extrem nah heran muss oder zu viel irrelevanten Hintergrund einfängt. Für viele ist 35mm (oder auch 40mm, wie der Nutzer in der Eingabe erwähnt) die ideale Standardbrennweite für alltägliche Aufnahmen, die sich angenehmer anfühlt als 24mm.
  • 85mm statt 75-120mm: Die 85mm-Brennweite ist die klassische Portraitbrennweite schlechthin. Sie bietet eine angenehme Distanz zum Modell, erzeugt eine schöne Hintergrundunschärfe (Bokeh, wenn die Blende es zulässt) und minimiert die Perspektivverzerrung im Gesicht. Während 75mm ebenfalls gut ist, ist 85mm oft die erste Wahl für Portraits. 120mm kann nützlich sein, ist aber spezialisierter und oft weniger vielseitig für den täglichen Gebrauch als 85mm.

Diese Zusammenstellung beim Nubia Z60 Ultra zeigt, dass es durchaus möglich ist, Smartphone-Kameras mit Brennweiten auszustatten, die den kreativen Bedürfnissen von Fotografen besser entsprechen. Es bleibt zu hoffen, dass andere Hersteller diesem Beispiel folgen und nicht nur auf reine Zahlen (mehr Megapixel, extremerer Zoom) schauen, sondern auch die praktische Nutzbarkeit der Objektive berücksichtigen.

Warum wählen Hersteller die typischen Brennweiten?

Diese Frage ist komplex. Möglicherweise spielen Marketingaspekte eine Rolle – ein „100x Zoom“ oder ein „120-Grad-Ultraweitwinkel“ klingen auf dem Papier beeindruckend. Vielleicht gibt es auch technische oder Platzgründe, die bestimmte Kombinationen in den schlanken Gehäusen von Smartphones begünstigen. Oder die Hersteller gehen davon aus, dass der durchschnittliche Nutzer eher ein extremes Ultraweitwinkel für Gruppenfotos oder Landschaften und einen starken Telezoom für weit entfernte Objekte wünscht, während klassische Fotografen-Brennweiten wie 35mm oder 85mm als weniger "spektakulär" wahrgenommen werden. Unabhängig vom Grund führt die aktuelle Standardauswahl bei vielen Foto-Enthusiasten zu einem Gefühl der verpassten Gelegenheit.

Was, wenn ein Objektiv beschädigt ist? Reparaturmöglichkeiten

Neben der Diskussion um die ideale Brennweitenwahl stellt sich auch die Frage nach der Langlebigkeit und Reparierbarkeit dieser komplexen Kamerasysteme. Moderne Smartphones sind empfindliche Geräte, und ein Sturz kann schnell zu einem Schaden an der Kamera führen.

Die gute Nachricht ist: Ja, in vielen Fällen können die Objektive oder das Kameramodul einer Smartphone-Kamera repariert oder ausgetauscht werden. Wenn Ihre Front- oder Rückkamera nicht richtig funktioniert, die Bilder unscharf sind, der Fokus nicht greift oder das Glas über dem Objektiv gesprungen ist (z.B. nach einem Sturz), deutet dies oft auf die Notwendigkeit einer Reparatur hin.

Oft muss bei einem gesprungenen Glas über der Linse nicht das gesamte Kameramodul, sondern lediglich das äußere Schutzglas oder das Objektiv selbst ausgetauscht werden. Dies ist eine weniger aufwendige und damit oft günstigere Reparatur als der Austausch des kompletten Sensors mit Optik und Elektronik.

Die Dauer einer solchen Reparatur kann variieren. Bei vielen Modellen, insbesondere älteren, kann ein Objektiv- oder Glasaustausch relativ schnell erfolgen, oft innerhalb von etwa 30 Minuten. Bei neueren Modellen, wie aktuellen iPhones oder Samsung-Geräten, kann es länger dauern, da diese oft stark verklebt sind und das Öffnen sowie das Wiederverschließen mehr Zeit und Sorgfalt erfordern.

Was taugen Handy-Objektive?
Das heißt: Smartphone-Objektive sind in Sachen Bildqualität maximal so gut wie die Kamera des Smartphones. Was sie können, ist das Blickfeld der Kamera verändern. Also einen größeren Weitwinkel ermöglichen, Objekte mit einem Tele näher ranholen oder Makro-Aufnahmen möglich machen.

Viele Reparaturdienste bieten kostenlose Kostenvoranschläge für die Reparatur von Handykameras an. Sie decken in der Regel die gängigen Marken ab, darunter Apple iPhone, Samsung, Huawei, OPPO, Sony, Google, LG und Xiaomi. Es lohnt sich also, bei Problemen nicht sofort an einen Neukauf zu denken, sondern die Möglichkeit einer Reparatur in Betracht zu ziehen.

Fazit

Die Kameras in unseren Smartphones sind zu leistungsfähigen Werkzeugen geworden, die uns ermöglichen, Momente festzuhalten. Technisch sind sie beeindruckend, doch die Auswahl der Brennweiten lässt bei vielen, die sich intensiver mit Fotografie beschäftigen, Wünsche offen. Während die typische Kombination aus Ultraweitwinkel, Weitwinkel und Tele eine große Bandbreite abdeckt, wären Brennweiten wie 18mm, 35mm und 85mm für viele kreative Anwendungen und eine natürlichere Bildsprache oft die bessere Wahl.

Das Beispiel des ZTE Nubia Z60 Ultra zeigt, dass ein anderer Weg möglich ist. Es bleibt zu hoffen, dass dies ein Trend wird und wir in Zukunft mehr Smartphones sehen, deren Objektivausstattung stärker an den Bedürfnissen von Fotografen ausgerichtet ist. Und falls doch einmal ein Missgeschick passiert und das Objektiv beschädigt wird, ist es gut zu wissen, dass eine Reparatur in vielen Fällen eine praktikable Option ist.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was sind die typischen Brennweiten bei Smartphone-Kameras?
Typischerweise findet man ein Ultraweitwinkel (ca. 13-15mm), ein Weitwinkel (ca. 23-25mm) und ein Teleobjektiv (ca. 75-120mm).

Kann ich das Objektiv meiner Smartphone-Kamera wechseln?
Man kann das Objektiv oder das Glas darüber im Rahmen einer Reparatur austauschen lassen, wenn es beschädigt ist. Es ist jedoch nicht wie bei einer Systemkamera, wo man Objektive flexibel wechseln kann.

Warum wählen Hersteller oft extrem weite oder lange Brennweiten?
Mögliche Gründe sind Marketingaspekte („super Weitwinkel“, „starker Zoom“), technische Kompromisse beim Design oder eine Einschätzung der Hersteller, welche Brennweiten vom Massenmarkt als besonders attraktiv wahrgenommen werden.

Welche Brennweiten wären aus Sicht von Fotografen oft idealer?
Viele Fotografen würden Kombinationen bevorzugen, die klassischeren Brennweiten entsprechen, z.B. 18mm für Ultraweitwinkel, 35mm oder 40mm als Standard und 85mm als Tele-/Portraitobjektiv, wie es das ZTE Nubia Z60 Ultra bietet.

Typisches Setup (ca.)Beispiel Nubia Z60 Ultra (ca.)Fotografen-Sicht & Vorteile
13-15mm (Ultraweitwinkel)18mm (Ultraweitwinkel)Besser nutzbar, deutlich weniger Verzerrung
23-25mm (Weitwinkel)35mm (Standard/Weitwinkel)Angenehmeres Framing, weniger Verzerrung am Motiv, näher am natürlichen Sehen
75-120mm (Tele)85mm (Tele/Portrait)Klassische Portraitbrennweite, vielseitig, gute Kompression

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Andenmatten Soltermann

Hallo! Ich bin Andenmatten Soltermann, ein Schweizer Fotograf, der leidenschaftlich die Essenz der Welt durch seine Linse einfängt. Geboren und aufgewachsen in den majestätischen Schweizer Alpen, haben die deutsche Sprache und atemberaubende Landschaften meine kreative Vision geprägt. Meine Liebe zur Fotografie begann mit einer alten analogen Kamera, und seitdem widme ich mein Leben der Kunst, visuelle Geschichten zu erzählen, die berühren und verbinden.In meinem Blog teile ich praktische Tipps, Techniken und Erfahrungen, um dir zu helfen, deine fotografischen Fähigkeiten zu verbessern – egal, ob du ein neugieriger Anfänger oder ein erfahrener Profi bist. Von der Beherrschung des natürlichen Lichts bis hin zu Ratschlägen für wirkungsvolle Bildkompositionen ist es mein Ziel, dich zu inspirieren, die Welt mit neuen Augen zu sehen. Mein Ansatz verbindet Technik mit Leidenschaft, immer auf der Suche nach dem Funken, der ein Foto unvergesslich macht.Wenn ich nicht hinter der Kamera stehe, findest du mich auf Bergpfaden, auf Reisen nach neuen Perspektiven oder beim Genießen der Schweizer Traditionen, die mir so am Herzen liegen. Begleite mich auf dieser visuellen Reise und entdecke, wie Fotografie die Art und Weise, wie du die Welt siehst, verändern kann.

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