Was ist eine Hik-Kamera?

Hik-Connect: Kostenfreie Fernüberwachung

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Die Möglichkeit, von überall auf der Welt auf seine Überwachungskameras zuzugreifen, ist einer der größten Vorteile moderner Sicherheitssysteme, insbesondere von Netzwerkkameras und -rekordern. Sie ermöglicht eine Fernüberwachung mit geringem Aufwand: An jedem Punkt der Erde mit Internetzugang haben Nutzer alles im Blick, rund um die Uhr, am Smartphone oder PC. Mit Hik-Connect bietet Hikvision einen Service, der die Einrichtung dieser Fernüberwachung zum Kinderspiel macht. Er ersetzt den älteren Service HiDDNS, der seit Februar 2017 keine Registrierung neuer Geräte mehr erlaubt. Ein Umzug von der alten zur neuen Plattform ist jedoch problemlos möglich.

Wer steckt hinter Hikvision?
Das Unternehmen beschäftigt laut Bloomberg im August 2021 42.685 Mitarbeiter und ist an der Börse Shenzhen notiert. Es ist mehrheitlich im Besitz von CETC sowie im Staatsbesitz.

Das Problem der dynamischen IP-Adressen bei der Fernüberwachung

Im Internet hat grundsätzlich jedes Netzwerkgerät eine eigene IP-Adresse. Das ist eine Zahlenreihe, die jeden Computer, jedes Smartphone und jede IP-Überwachungskamera eindeutig identifiziert und über die die Geräte erreichbar sind. Bei einem privaten Heimnetzwerk mit mehreren Geräten ist es üblicherweise so, dass der Router eine externe IP-Adresse hat, mit der das gesamte private Netzwerk nach außen hin kommuniziert. Intern vergibt der Router an jedes Gerät eine eigene interne IP-Adresse und verteilt den Datenverkehr.

Das Problem entsteht, wenn man von außerhalb des eigenen Heimnetzwerks auf Geräte zugreifen möchte. Dazu muss man die externe IP-Adresse des Netzwerks kennen. Bei vielen Internetanbietern ändert sich diese IP-Adresse mindestens einmal täglich. Um also von der Arbeit oder aus dem Urlaub auf die Geräte im Heimnetz zugreifen zu können, müsste man immer erst die neue externe IP-Adresse in Erfahrung bringen. Genau diesen Ablauf automatisieren und vereinfachen Services wie DynDNS oder eben auch Hik-Connect.

Das Prinzip ist einfach: Immer dann, wenn der Router (oder der Netzwerkvideorekorder) eine neue externe IP-Adresse erhält, teilt er diese neue Adresse einem dynamischen Domain Name Server (DNS) mit. Ein Domain Name Server hat grundsätzlich die Aufgabe, eine gut zu merkende Internetadresse wie www.example.com in die richtige IP-Adresse aus Zahlen zu übersetzen. Ein dynamischer Name Server übersetzt eine gut zu merkende Adresse nicht immer in dieselbe Zahlenreihe, sondern dynamisch in die jeweils aktuell gültige Zahlenreihe. Man ruft also beispielsweise eine feste URL wie MeinPrivatesNetzwerk.dyndns.org oder die Adresse, die Hik-Connect zur Verfügung stellt, auf. Der Server löst diese Anfrage entsprechend der aktuell gültigen dynamischen IP-Adresse auf, die er vorher vom Router oder Rekorder bekommen hat. Der Server funktioniert also wie ein Telefonbuch, das sich automatisch aktualisiert und einen Seitenaufrufer immer zu der aktuellen IP-Adresse leitet.

Der große Vorteil von Hik-Connect ist seine Einfachheit. Die Einrichtung ist besonders unkompliziert, der Dienst funktioniert zuverlässig und es gibt sowohl ein Web-Portal unter www.hik-connect.com als auch benutzerfreundliche Apps für Smartphones mit Android sowie iOS, was die Fernüberwachung extrem bequem macht.

Was kostet Hik-Connect? Die erfreuliche Antwort

Die zentrale Frage vieler Nutzer lautet: Was kostet Hik-Connect? Angesichts der leistungsfähigen Funktionen und der einfachen Nutzung könnte man vermuten, dass ein solcher Dienst mit Gebühren verbunden ist. Die Antwort ist jedoch erfreulich einfach und klar: Hik-Connect wird von Hikvision als kostenloser Dienst zur Verfügung gestellt. Es fallen keine monatlichen oder jährlichen Gebühren für die Nutzung des grundlegenden Fernzugriffs und der Benachrichtigungsfunktionen an, die über diesen Dienst bereitgestellt werden.

Diese Kostenfreiheit ist ein wesentlicher Vorteil von Hik-Connect im Vergleich zu einigen anderen DynDNS-Diensten oder proprietären Lösungen, die möglicherweise Abonnementgebühren verlangen. Sie ermöglicht es Nutzern von Hikvision-Geräten, das volle Potenzial ihrer Investition auszuschöpfen, ohne zusätzliche laufende Kosten für den Fernzugriff befürchten zu müssen. Die Nutzung des Web-Portals und der mobilen Apps ist ebenfalls kostenlos.

Was kostet Hik-Connect?
Mit Hik-Connect bietet Hikvision einen kostenlosen Service, der die Einrichtung der Fernüberwachung zum Kinderspiel macht.

Voraussetzungen für die Nutzung von Hik-Connect

Auch wenn der Dienst kostenfrei ist, sind für die reibungslose Nutzung der Videoüberwachung von unterwegs einige vorbereitende Schritte notwendig. Diese stellen sicher, dass Ihre Geräte korrekt konfiguriert sind und mit dem Hik-Connect-Dienst kommunizieren können.

  • App-Installation: Wenn die Verwendung der mobilen App gewünscht ist (was für die meisten Nutzer der Fall sein dürfte), laden Sie zunächst die neueste Version aus dem offiziellen App Store Ihres Anbieters (Google Play Store für Android, Apple App Store für iOS) herunter. Stellen Sie sicher, dass Sie die offizielle Hik-Connect App installieren.
  • Benutzerkonto erstellen: Erstellen Sie kostenlos ein Benutzerkonto für Hik-Connect. Dies kann entweder über das Web-Portal unter www.hik-connect.com oder direkt innerhalb der mobilen App erfolgen. Notieren Sie sich Ihre Zugangsdaten gut.
  • Firmware aktualisieren: Installieren Sie die neueste Firmware für Ihre Hikvision Netzwerkkamera oder Ihren Netzwerkrekorder. Veraltete Firmware-Versionen unterstützen Hik-Connect möglicherweise nicht oder nicht in vollem Umfang. Ein Update ist entscheidend für Kompatibilität und Sicherheit.
  • Hik-Connect in der Firmware aktivieren: Aktivieren Sie innerhalb der neuen Firmware die Funktion Hik-Connect. Dieser Schritt macht das Gerät bereit, sich mit dem Hik-Connect-Server zu verbinden.
  • Geräte zum Konto hinzufügen: Fügen Sie die Geräte (Kameras, Rekorder), die via App oder Browser abrufbar sein sollen, Ihrem Hik-Connect Benutzerkonto hinzu. Dies verknüpft Ihr persönliches Konto mit Ihren physischen Geräten.

Wenn all diese Schritte erfolgreich abgeschlossen sind, können Sie zukünftig über den Browser oder innerhalb der App auf die hinzugefügten Geräte zugreifen, Live-Bilder anschauen, aufgezeichnetes Material wiedergeben oder Alarm-Mitteilungen erhalten.

Schritt-für-Schritt-Einrichtung von Hik-Connect

Die Einrichtung von Hik-Connect ist dank der aktualisierten Firmware und einer standardisierten Benutzeroberfläche relativ einfach gestaltet. Durch ein Firmware-Update erhalten auch ältere Netzwerkrekorder und Überwachungskameras Hik-Connect-Funktionalität, während neuere Geräte volle Kompatibilität von Anfang an bieten. Ein Update der Firmware lohnt sich also immer!

Je nach spezifischem Modell und Firmware-Version kann es im Detail leichte Abweichungen geben, aber die grundlegenden Schritte zur Aktivierung auf dem Gerät sind im Grunde identisch:

  1. Navigieren Sie im Menü Ihres Rekorders oder Ihrer Kamera zu den Netzwerkeinstellungen. Der genaue Pfad lautet üblicherweise: Menu > Konfiguration > Netzwerk > Platform Zugriff.
  2. Aktivieren Sie die Checkbox mit der Bezeichnung Enable (Aktivieren).
  3. Bestätigen Sie, dass Sie die Nutzungsbedingungen gelesen und akzeptiert haben, falls dies im Rahmen der Aktivierung gefordert wird.
  4. Wählen Sie bei Access Type (Zugriffstyp) den Eintrag Hik-Connect aus, falls er nicht bereits automatisch voreingestellt ist.
  5. Sie werden möglicherweise aufgefordert, einen Verification Code (Verifizierungscode) zu vergeben. Dieser Code ist wichtig für die Sicherheit und wird später benötigt, um das Gerät Ihrem Konto hinzuzufügen. In älteren Versionen von Hik-Connect musste dieser Code oft von einem Aufkleber auf der Verpackung oder dem Gerät abgelesen werden. Neuere Firmware-Versionen erlauben es Ihnen, diesen Code selbst zu definieren. Wählen Sie einen sicheren Code.
  6. Überprüfen Sie den Status. In der Zeile Status sollte nun Online stehen. Dies bedeutet, dass das Gerät erfolgreich eine Verbindung zum Hik-Connect-Server herstellen konnte.

Nachdem der Dienst auf dem Gerät aktiviert und online ist, müssen Sie das Gerät noch Ihrem persönlichen Hik-Connect Benutzerkonto hinzufügen. Auch hier kann es leichte Abweichungen im Ablauf geben, aber das Prinzip ist dasselbe:

  1. Rufen Sie das Hik-Connect Web-Portal unter www.hik-connect.com auf und loggen Sie sich mit den Zugangsdaten Ihres Hik-Connect Benutzerkontos ein. Alternativ können Sie diesen Schritt auch in der mobilen App durchführen.
  2. Im Bereich zur Geräteverwaltung (oft als Device Management bezeichnet) klicken Sie auf die Option Add (Hinzufügen).
  3. Es öffnet sich ein Eingabefenster. Geben Sie hier die Seriennummer des Geräts ein, das hinzugefügt werden soll. Die Seriennummer finden Sie auf dem Gerät selbst oder in der Benutzeroberfläche des Geräts.
  4. Das System sucht nun nach dem Gerät im Hik-Connect-Netzwerk.
  5. Wenn das Gerät gefunden wurde, müssen Sie das Hinzufügen eventuell noch einmal bestätigen, oft durch einen Klick auf ein Plus-Symbol.
  6. Nun öffnet sich ein neues Eingabefenster, das die Eingabe des zuvor vergebenen Verification Codes verlangt. Geben Sie den Code ein, den Sie auf dem Gerät festgelegt haben.
  7. Klicken Sie zuletzt auf Add (Hinzufügen). Das Gerät ist nun erfolgreich Ihrem Hik-Connect Konto zugeordnet und sollte über das Web-Portal und die mobile App erreichbar sein.

Wie aktiviere ich die Hik-Connect Push Benachrichtigung bei Bewegung?

Eine der nützlichsten Funktionen für die Fernüberwachung sind Push-Benachrichtigungen, die Sie sofort auf Ihrem Smartphone informieren, wenn eine Bewegung erkannt wird. So können Sie schnell reagieren und das Live-Bild überprüfen. Die Aktivierung erfolgt in der Konfiguration Ihrer Kamera oder Ihres Rekorders:

Navigieren Sie zu Konfiguration > Bewegungserkennung. Suchen Sie nach den Einstellungen für die Verknüpfungsmethode. Aktivieren Sie hier die Funktion „Überwachungszentrum benachrichtigen“. Stellen Sie sicher, dass die Bewegungserkennung selbst ebenfalls aktiv ist.

Wie aktiviere ich den Hikvision Acusense Fehlalarmfilter?

Moderne Hikvision-Geräte, insbesondere die mit Acusense-Technologie, bieten intelligente Funktionen zur Reduzierung von Fehlalarmen, indem sie zwischen Menschen und Fahrzeugen unterscheiden können. Dies ist besonders nützlich, um unnötige Benachrichtigungen durch Tiere, Regen oder sich bewegende Äste zu vermeiden. Um diesen Filter zu aktivieren:

Gehen Sie in der Konfiguration des Geräts (Kamera oder Rekorder) zu Konfiguration > Bewegungserkennung. Hier finden Sie Optionen zur Aktivierung der Erkennung spezifischer Ziele. Aktivieren Sie die Funktion Mensch oder Fahrzeug. Sie können auch beide Optionen gleichzeitig aktivieren, je nachdem, welche Ereignisse Sie benachrichtigen möchten.

Problembehandlung bei der Einrichtung

Obwohl die Einrichtung von Hik-Connect in der Regel reibungslos verläuft, kann es in Einzelfällen zu Problemen kommen. Da der Service permanent weiterentwickelt wird, verbessern sich Stabilität und Kompatibilität stetig. Wenn es dennoch zu Schwierigkeiten bei der Einrichtung oder Verbindung kommt, versuchen Sie bitte folgende Schritte:

  • Firmware und App prüfen: Überprüfen Sie, ob es eine neue Firmware für Ihr Gerät (Kamera/Rekorder) oder eine aktualisierte Version der Hik-Connect App gibt. Veraltete Software ist eine häufige Ursache für Verbindungsprobleme.
  • Pop-ups im Browser erlauben: Wenn Sie Geräte über das Web-Portal hinzufügen, stellen Sie sicher, dass Pop-ups in Ihrem Browser für die Seite www.hik-connect.com erlaubt sind, da wichtige Eingabefenster als Pop-ups erscheinen können.
  • System neu starten: Wenn sich der Status in der Benutzeroberfläche der Kamera oder des Netzwerkrekorders nicht auf Online umstellt, nachdem Sie Hik-Connect aktiviert haben, versuchen Sie, das System (Rekorder/Kamera) einmal komplett herunterzufahren und wieder hochzufahren.
  • DNS-Einstellungen prüfen: Wenn der Status auch nach einem Neustart nicht auf Online wechselt, prüfen Sie in Ihren Netzwerkeinstellungen, ob Ihr Router als DNS-Server hinterlegt ist oder ob die Geräte eine gültige DNS-Serveradresse (z.B. die von Google 8.8.8.8 oder 8.8.4.4) erhalten. Eine korrekte DNS-Auflösung ist für die Verbindung zum Hik-Connect-Server essenziell.

Was ist Hikvision? Ein kurzer Überblick

Um den Dienst Hik-Connect besser einordnen zu können, ist es hilfreich, das Unternehmen dahinter zu kennen. Hikvision ist einer der weltweit führenden Anbieter von Videoüberwachungstechnik und steht an der Spitze der CCTV-Technologiebranche. Das chinesische Unternehmen wurde im Jahr 2001 gegründet und hat sich seitdem zu einem führenden Hersteller innovativer Überwachungslösungen entwickelt.

Hikvision produziert eine breite Palette von CCTV-Kameras und -Geräten, darunter IP-Kameras, HD-Analogkameras, Management- und Analyse-Software, Alarmsysteme und viele andere unterstützende Überwachungsprodukte. IP-Kameras gelten als die Zukunft der Überwachung, da sie Bilder und Audioeingaben in Daten umwandeln, die über eine sichere Internetverbindung übertragen werden können. Hikvision bietet eine Reihe dieser intelligenten IP-Kameras an, oft mit eingebauter Analyse-Software.

Wie richte ich eine IP-Kamera ein?
EINRICHTEN DER IP-KAMERA IN 4 SCHRITTEN1Strom- und Datenverbindung herstellen.2IP-Adresse der Kamera herausfinden (DHCP-Adresse)3statische IP-Adresse in der Kamera einrichten.4Statische IP-Adresse im Router einrichten und Port freigeben.

Zu den Vorteilen von Hikvision-Geräten, die oft genannt werden und die die Nutzung von Diensten wie Hik-Connect attraktiv machen, gehören:

  • Vielfalt: Hikvision bietet eine riesige Auswahl an Kameras und Rekordern mit verschiedenen Funktionen, Designs und Preispunkten, passend für unterschiedliche Anforderungen und Budgets.
  • Auflösung: Oft bieten Hikvision IP-Kameras eine sehr gute Auflösung und Bildqualität dank hoher Megapixel-Zahlen, was auch eine bessere Klarheit beim digitalen Zoomen in aufgezeichnetem Material ermöglicht.
  • Analysefunktionen: Viele moderne Hikvision IP-Systeme verfügen über integrierte Analysefunktionen (wie Acusense), sodass keine zusätzliche Investition in separate Analyse-Software erforderlich ist.
  • Einfache Bedienung: Geräte und Software sind oft benutzerfreundlich gestaltet.
  • Skalierbarkeit: Hikvision-Systeme sind erweiterbar, was für zukünftige Bedürfnisse praktisch ist.
  • Einfache Installation: Die Produkte sind in der Regel einfach zu installieren.

Hikvision investiert einen erheblichen Teil seines jährlichen Umsatzes (laut Bloomberg 8%) in Forschung und Entwicklung, was ihre Innovationsfähigkeit unterstreicht, wie zum Beispiel bei der Entwicklung des HD-TVI-Standards, der die Übertragung von HD-Videos über konventionelle Koaxialkabel ermöglichte, oder Produktreihen wie „Darkfighter“ (IP-Kameras für schlechte Lichtverhältnisse) und „Lightfighter“ (für Situationen mit starkem Gegenlicht, auch zur Kennzeichenerkennung geeignet).

Hintergrund und Herausforderungen im Zusammenhang mit Hikvision

Es ist wichtig zu wissen, dass Hikvision, das laut Bloomberg im August 2021 über 42.000 Mitarbeiter beschäftigte und an der Börse Shenzhen notiert ist, mehrheitlich im Besitz von CETC und damit im Staatsbesitz der Volksrepublik China ist. Dieser Staatsbesitz hat in den letzten Jahren zu verstärkter internationaler Aufmerksamkeit und Bedenken geführt.

Einige der Herausforderungen und Kontroversen im Zusammenhang mit dem Unternehmen, die aus den bereitgestellten Informationen hervorgehen, sind:

  • Überwachung ethnischer Minderheiten: Im Jahr 2019 wurde bekannt, dass das Unternehmen eine Überwachungskamera damit bewarb, dass diese auch ethnische Minderheiten, wie z. B. Uiguren, erkennen könne. Nach kritischen Nachfragen im Hinblick auf chinesische Menschenrechtsverletzungen gegenüber Uiguren löschte das Unternehmen die Produktseite.
  • Internationale Beschränkungen: Im November 2022 untersagte die Federal Communications Commission (FCC) aus Gründen der nationalen Sicherheit den künftigen Import und die Vermarktung von Hikvision-Produkten in den USA. Im Februar 2023 ließ Australien an Außenministerien und Verteidigungsstandorten Einrichtungen von Hikvision (und Dahua) entfernen, unter anderem aufgrund von befürchteter Datenweitergabe an den chinesischen Geheimdienst. Das Bundesinnenministerium in Deutschland sah im März 2023 ebenfalls ein Daten-Risiko bei Überwachungstechnik aus China, basierend auf der Annahme einer engen Verbindung zwischen chinesischer Wirtschaft und Sicherheitsbehörden und der Verpflichtung chinesischer Unternehmen zur Kooperation mit Nachrichtendiensten.
  • Sicherheitslücke: Im November 2023 entdeckte ein Deutscher eine Sicherheitslücke mit hohem Schweregrad, durch die Unbefugte über den Dienst Hik-Connect Videodaten ohne Passwort einsehen konnten. Auch Geräte der Marken EZViZ und Annke waren betroffen. Dies unterstreicht die Notwendigkeit, Firmware und Apps stets aktuell zu halten, um bekannte Schwachstellen zu schließen.
  • Überwachung in Bildungseinrichtungen: IPVM ermittelte im November 2023, dass Hikvision eine Lösung für eine Hochschule in China entwickelte, die Verantwortliche automatisch alarmieren sollte, wenn Studierende beim Fasten ertappt werden, um muslimische Studierende einer ethnischen Minderheit zu identifizieren. Die Ausschreibung sah auch die Verfolgung „täglicher Verhaltensweisen“ wie ausgeliehener Bücher vor. Dies deutet auf die Bereitschaft hin, sehr weitreichenden Überwachungswünschen nachzukommen, was angesichts des Staatsbesitzes und der Kooperationspflicht mit Nachrichtendiensten als geringer Handlungsspielraum des Unternehmens gegenüber der Regierung interpretiert wird.

Diese Punkte sind wichtig für Nutzer und potenzielle Käufer, um ein umfassendes Bild des Unternehmens und der potenziellen Risiken, insbesondere im Hinblick auf Datensicherheit und Privatsphäre, zu erhalten. Die Fernüberwachung über Hik-Connect bietet Komfort, erfordert aber auch das Bewusstsein für die Herkunft und den Hintergrund der Technologie.

Fazit: Hik-Connect als kostenfreie Lösung für den Fernzugriff

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Hik-Connect eine äußerst nützliche und vor allem kostenfreie Lösung von Hikvision ist, die das Kernproblem des Fernzugriffs auf Überwachungssysteme über das Internet – die dynamische IP-Adresse – elegant löst. Der Dienst ermöglicht es Nutzern, ihre Hikvision-Kameras und -Rekorder einfach und zuverlässig von überall auf der Welt über ein Web-Portal oder eine mobile App zu erreichen.

Die Einrichtung ist dank klarer Schritte in der Geräte-Firmware und im Hik-Connect-Konto unkompliziert. Funktionen wie Push-Benachrichtigungen bei Bewegungserkennung und die Integration von intelligenten Filtern wie Acusense zur Unterscheidung von Menschen und Fahrzeugen erhöhen den praktischen Nutzen für die Fernüberwachung erheblich.

Auch wenn Hikvision als Unternehmen aufgrund seines Staatsbesitzes und verschiedener Kontroversen in Bezug auf Überwachungspraktiken und Sicherheitsschwachstellen kritisch betrachtet wird, bleibt der Hik-Connect-Dienst in seiner Grundfunktion des kostenlosen Fernzugriffs eine zentrale Komponente für Nutzer von Hikvision-Geräten. Es ist jedoch ratsam, stets die neueste Firmware auf den Geräten und die aktuellste Version der Hik-Connect App zu verwenden und sich der allgemeinen Sicherheitsaspekte bewusst zu sein, die mit der Nutzung von vernetzter Überwachungstechnik verbunden sind.

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Andenmatten Soltermann

Hallo! Ich bin Andenmatten Soltermann, ein Schweizer Fotograf, der leidenschaftlich die Essenz der Welt durch seine Linse einfängt. Geboren und aufgewachsen in den majestätischen Schweizer Alpen, haben die deutsche Sprache und atemberaubende Landschaften meine kreative Vision geprägt. Meine Liebe zur Fotografie begann mit einer alten analogen Kamera, und seitdem widme ich mein Leben der Kunst, visuelle Geschichten zu erzählen, die berühren und verbinden.In meinem Blog teile ich praktische Tipps, Techniken und Erfahrungen, um dir zu helfen, deine fotografischen Fähigkeiten zu verbessern – egal, ob du ein neugieriger Anfänger oder ein erfahrener Profi bist. Von der Beherrschung des natürlichen Lichts bis hin zu Ratschlägen für wirkungsvolle Bildkompositionen ist es mein Ziel, dich zu inspirieren, die Welt mit neuen Augen zu sehen. Mein Ansatz verbindet Technik mit Leidenschaft, immer auf der Suche nach dem Funken, der ein Foto unvergesslich macht.Wenn ich nicht hinter der Kamera stehe, findest du mich auf Bergpfaden, auf Reisen nach neuen Perspektiven oder beim Genießen der Schweizer Traditionen, die mir so am Herzen liegen. Begleite mich auf dieser visuellen Reise und entdecke, wie Fotografie die Art und Weise, wie du die Welt siehst, verändern kann.

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