Wann erscheint die Nikon Z6III?

Neue Nikon Kameras: Z6 III und Zukunft

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Die Frage nach neuen Kameras im Hause Nikon beschäftigt viele Fotografie- und Videografie-Begeisterte. Während das Jahr 2025 Quellen zufolge eher ruhig ausfallen soll, gab es kürzlich eine bedeutende Neuigkeit, die den Markt aufhorchen ließ: die Vorstellung der Nikon Z6 III. Diese Kamera ist der offizielle Nachfolger eines beliebten Modells und bringt zahlreiche Neuerungen mit sich, die sowohl für Fotografen als auch für Videografen interessant sind.

Wann kommt eine neue Nikon Kamera?
Wenige Nikon Neuheiten im Jahr 2025 Die Nikon Coolpix P1100 schwirrt nach wie vor durch die Gerüchteküche, zudem wird Nikon wohl in Kürze das Z 35mm f/1.2 S präsentieren und das Z 28-135mm f/4 PZ wurde ja schon vom Hersteller selbst in Aussicht gestellt. Im Oktober 2024 vorangekündigt: Das Nikon Z 28-135mm f/4 PZ.

Der Fokus für 2025 scheint bei Nikon eher darauf zu liegen, bestehende Lagerbestände abzubauen, anstatt eine Flut neuer Modelle zu präsentieren. Dennoch gibt es neben der bereits im Oktober 2024 angekündigten Z 28-135mm f/4 PZ und dem erwarteten Z 35mm f/1.2 S Objektiv einige Spekulationen über mögliche Kamera-Neuheiten, auch wenn diese eher verhalten sind. Gerüchte sprechen von einer möglichen Nikon Coolpix P1100 als Nachfolgerin der Coolpix P1000 sowie wenigen weiteren Kamera-Ankündigungen.

Die Nikon Z6 III: Der lang erwartete Nachfolger im Detail

Am 17. Juni 2024 stellte Nikon die Z6 III offiziell vor. Sie tritt die direkte Nachfolge der Nikon Z6 II an, die fast viereinhalb Jahre zuvor auf den Markt kam. Die Z6 III positioniert sich in Nikons spiegelloser Z-Serie technisch zwischen der Z5 bzw. der Retro-Zf und der professionellen Z8. Sie wird als Hybrid-Kamera für den breiten Markt der ambitionierten Amateure im Foto- und Videobereich beworben.

Bereits bei der Namensgebung zeigte sich die für Nikon typische Inkonsistenz, wobei die deutsche Niederlassung die Schreibweise Z6III (ohne Leerstellen) bevorzugt. Unabhängig von der Schreibweise handelt es sich um eine Weiterentwicklung, die viele hochwertige Details der Zf in einem ergonomischeren Gehäuse im Stil einer Mini-Z8 vereint, allerdings zu einem spürbar höheren Preis.

Verbesserungen und Stärken der Nikon Z6 III

Sensor und Bildqualität

Die Z6 III verfügt über einen neuen 24,5 Mega-Pixel BSI-CMOS-Sensor im FX-Format (Vollformat). Obwohl die Auflösung der Vorgängerin entspricht, handelt es sich laut Nikon um einen deutlich schnelleren Sensor mit einer 'teilweise gestapelten' (partially-stacked) Architektur. Diese soll die Suchervorschau beschleunigen (weniger Latenz) und den Rolling-Shutter-Effekt reduzieren. Der Sensor ist rückwärtig belichtet (BSI) und besitzt eine Fluor-Deckschicht zur Reduzierung von Verschmutzung. Neu ist auch ein optischer Tiefpassfilter zur Verringerung von Moiré-Effekten.

Die ISO-Bandbreite reicht von 100 bis 64.000 (erweiterbar auf 50-204.800). Nikon verspricht ein verbessertes Rauschverhalten bei hohen ISO-Werten. Die Kamera unterstützt 14-Bit-RAW (auch in neuen, kompakteren Formaten), HEIF und JPEG. Von der Z8/Zf wurden Funktionen wie Haut-Weichzeichnung (Skin Softening), Ausgewogener Porträteindruck (Portrait Impression Balance) und die Flacker-Reduzierung übernommen.

Ein Highlight ist der Pixel-Shift-Modus (Multi-shot), der bis zu 32 Einzelaufnahmen kombiniert, um eine höhere Auflösung von bis zu 96 Mega-Pixeln und Schärfe zu erzielen. Es gibt auch Modi mit 4 oder 8 Aufnahmen zur Farboptimierung und Rauschreduzierung. Die Verarbeitung der Pixel-Shift-Aufnahmen erfolgt am PC mit Software wie NX Studio, da keine kamerainterne Zusammenführung angeboten wird. Der Modus funktioniert auch mit DX-Objektiven.

Geschwindigkeit und Leistung

Der schnelle Expeed 7 Prozessor, bekannt von Z8 und Z9, sorgt für eine hohe Arbeitsgeschwindigkeit. Dies ermöglicht eine mechanische Verschlusszeit von bis zu 1/8.000 Sekunde und elektronisch bis zu 1/16.000 Sekunde. Die Blitzsynchronzeit beträgt 1/200 Sekunde mit mechanischem Verschluss.

Bei Serienbildern erreicht die Z6 III mit mechanischem Verschluss bis zu 14 Bilder/Sekunde (RAW+JPEG). Mit elektronischem Verschluss sind es beeindruckende 20 Bilder/Sekunde in 14-Bit-RAW. Für schnelle Action bietet sie zudem bis zu 60 JPEGs/Sekunde im Vollformat und sogar 120 JPEGs/Sekunde im APS-C-Crop-Modus (ca. 10 MP Auflösung).

Die Pre-Capture-Funktion (Vorpuffer), bei der Fotos bereits vor dem vollständigen Auslösen gespeichert werden, wird unterstützt, allerdings nur für JPEG-Aufnahmen. Die Pufferdaten sind laut Nikon beeindruckend, mit der Möglichkeit, bis zu 1.000 RAW-Dateien in Folge aufzunehmen (vermutlich in stark komprimierten Formaten).

Bildstabilisierung (IBIS)

Das kamerainterne 5-Achsen-IBIS-System (In Body Image Stabilization) wurde weiterentwickelt und bietet in der Theorie bis zu ca. 8 Blenden Verwacklungsschutz. Neu ist der Synchro VR, bei dem das kamerainterne IBIS mit dem VR-System kompatibler Objektive zusammenarbeitet, ähnlich wie bei anderen Herstellern. Eine weitere innovative Funktion ist die Möglichkeit, den Verwacklungsschutz auf einen frei wählbaren Autofokus-Sensor zu legen (Link VR to AF point), um diesen spezifischen Bildbereich maximal zu stabilisieren. Diese Funktion ist jedoch auf Z-Objektive ohne eigenen VR und die Verwendung eines einzelnen Fokuspunktes beschränkt.

Autofokus (AF)

Das AF-System wurde im Vergleich zu den Vorgängermodellen Z6 II und Z7 II deutlich verbessert und ist sogar gegenüber der Zf optimiert. Es soll bis zu 20% schneller sein als in der Z6 II und führt 120 AF-Berechnungen pro Sekunde durch, ähnlich wie die Z8/Z9. Es stehen 299 wählbare Fokus- und Verfolgungspunkte zur Verfügung, mit einer angeblich fast 100%igen Abdeckung des Sensors.

Die KI-gestützte Motiverkennung wurde erweitert und erkennt nun 9 Motivgruppen (Auto, Menschen, Tiere, Fahrzeuge etc.). Die neue Funktion 'Advanced Auto' erkennt selbstständig das Motiv und optimiert die AF-Einstellungen. Gesichter werden erkannt, auch wenn sie nur 3% der Sucherlänge ausmachen. Für manuelle Objektive mit elektronischem Kontakt wird eine AF-Hilfe (manual focus assist) geboten. 3D-Tracking ist im Fotomodus verfügbar, und es kann zwischen den Augen einer Person gewählt werden. Der AF-Messbereich wurde auf -10 bis +19 LW erweitert (bei f/1.2).

Elektronischer Sucher (EVF)

Ein Highlight ist der neue elektronische Sucher. Es handelt sich um ein OLED-Panel mit 0,5 Zoll Diagonale und einer sehr hohen Auflösung von 5,76 Millionen Pixeln (UXGA). Er deckt den umfangreichen P3-Farbraum ab und erreicht eine Spitzenhelligkeit von bis zu 4.000 Nits, was die Anzeige von HDR-Aufnahmen (HLG) im Sucher ermöglicht. Die Bildwiederholrate beträgt 60 Bilder/Sekunde, kann aber bei reduzierter Helligkeit auf 120 Bilder/Sekunde eingestellt werden (wobei die 120 Hz interpoliert sind). Die Vergrößerung beträgt 0,8-fach. Endlich rotiert das Menü im Sucher bei Hochformataufnahmen.

Wann kommt der Nachfolger der Nikon Z6 2?
Die Nikon Z6 III, die im Juni 2024 auf den Markt kommt, ist der Nachfolger der Z6 II, die vier Jahre zuvor auf den Markt kam.

Display und Gehäuse

Das rückwärtige Display ist ein dreh- und schwenkbarer Touchscreen (8 cm, 2,1 MP), was die Kamera auch für Vlogger attraktiv macht. Es bietet einen verbesserten Starlight View Modus und mehr Touch-Funktionen. Das Bedienmenü wurde leicht überarbeitet. Die Kamera kann IPTC-Daten speichern und Sprachnotizen zu Fotos hinzufügen.

Das Gehäuse ist mit ca. 139 x 102 x 74 mm und 760 Gramm (mit Akku/Karte) etwas größer und schwerer als die Z6 II, was für den neuen Sensor, Prozessor, IBIS und Sucher notwendig war. Das Design lehnt sich an die Z8 an. Teile des Gehäuses sind aus Magnesium gefertigt. Staub-, Wetter- und Spritzwasserschutz sollen auf dem Niveau der Z7 II oder sogar Z8 liegen. Der Betrieb ist von -10°C bis 40°C möglich. Es gibt ein Statusdisplay auf der Oberseite. Das Einstellrad auf der oberen Rückseite wurde von der Zf übernommen. Die Wiedergabe-Taste wurde im Vergleich zur Z6 II nach unten rechts verlegt.

Konnektivität und Akku

Die Z6 III bietet zwei Kartenfächer: 1x CFexpress Type B / XQD und 1x SD (UHS-II). Sie verfügt über einen großen HDMI Typ A (2.1) Anschluss, USB-C 3.2 Gen1 (mit Power Delivery) und USB-C 3.0, sowie 3,5mm Anschlüsse für Mikrofon und Kopfhörer. WLAN (802.11ac, 5GHz/2.4GHz) und Bluetooth 5.0 sind integriert. Firmware-Updates können zukünftig über SnapBridge via Nikon Imaging Cloud eingespielt werden. Eigene Picture Control Einstellungen können über NX Studio in die Kamera geladen werden.

Die Kamera verwendet den EN-EL15c Akku. Aufgrund des höheren Stromverbrauchs des neuen Prozessors und Suchers ist die CIPA-Akkulaufzeit mit 360 (EVF) bzw. 390 (LCD) Bildern geringer als bei der Z6 II. Der Akku kann über USB-C in der Kamera geladen und die Kamera darüber betrieben werden. Der neue Batteriegriff MB-N14 bietet Platz für zwei Akkus und eine eigene USB-C-Schnittstelle.

Einschränkungen und Nachteile der Nikon Z6 III (Fotografie)

Trotz zahlreicher Verbesserungen gibt es auch kritische Punkte, die vor einem Kauf bedacht werden sollten:

  • Sensor: Es handelt sich nicht um einen Global Shutter oder einen vollständig Stacked CMOS Sensor. Der Rolling Shutter Effekt ist zwar reduziert, aber noch vorhanden (ca. 14,6 ms Auslesezeit). Die Blitzsynchronisation mit elektronischem Verschluss ist mit bestenfalls 1/60 Sekunde unbrauchbar.
  • Gehäuse: Der Wetterschutz erreicht nicht ganz das Niveau von Z8/Z9. Das schwenkbare Display kann Anschlüsse blockieren und schließt nicht bündig mit dem Gehäuse ab. Es gibt keine beleuchteten Schalter. Ein dedizierter AF-Modus-Schalter fehlt. Die dreieckige Gurtbefestigung auf der rechten Seite kann das Kartenfach blockieren. Die Platzierung des Einstellrads links oben ist mit schweren Objektiven unergonomisch. Die Aktivierung von Auto-ISO erfordert zwei Finger auf der rechten Seite.
  • Bildqualität: Labortests zeigen einen geringeren Dynamikumfang bei Basis-ISO (unter 800) im Vergleich zur Z6 II und sogar zur 10 Jahre älteren D750. Dies führt zu mehr Rauschen in aufgehellten Schattenbereichen. Die Bildqualität bei sehr hohen ISO-Werten (über 12.800) wird von manchen Testern ebenfalls als schlechter als bei der Vorgängerin beschrieben. Der 120 fps Modus liefert nur 10 MP JPEGs mit reduzierter Qualität (Line-Skipping/Crop). Die Verarbeitung von Pixel-Shift erfordert externe Software und funktioniert nicht bei bewegten Motiven. Die Pre-Capture-Funktion ist auf JPEGs beschränkt. Das Fehlen eines Sensor-Staubschutzes birgt ein höheres Risiko für Sensorverschmutzung.
  • Geschwindigkeit: Obwohl schnell, erreicht die Z6 III nicht die Pufferleistung oder die Geschwindigkeit bei parallelem Speichern der Z8/Z9 (langsames SD-Kartenfach bremst). Die beworbenen hohen Geschwindigkeiten sind oft an bestimmte Formate (JPEG, komprimiertes RAW) oder den elektronischen Verschluss gebunden.
  • Autofokus: Der AF ist zwar deutlich besser als bei Z6/Z6 II/Z7 II, erreicht aber nicht ganz die Leistung von Z8/Z9 (weniger AF-Felder, langsamerer Sensor-Output für AF-Daten). Tests zeigen Inkonsistenzen, insbesondere bei schnell bewegten Motiven, Hindernissen im Vordergrund, Gegenlicht oder sich schnell nähernden Objekten. Die Tiererkennung ist kombiniert (kein dedizierter Vogelmodus).
  • IBIS: Die maximale Stabilisierungsleistung ist stark vom Objektiv und der Methode (zentral vs. Link VR) abhängig und wird nicht immer erreicht. Die Link VR Funktion hat nur einen geringen zusätzlichen Effekt und ist auf spezifische Bedingungen beschränkt. Im ausgeschalteten Zustand ist das IBIS nicht blockiert und kann Geräusche machen.
  • EVF/Display: Die 120 Hz des Suchers sind nicht nativ (kein Dual-Stream). Es gibt sichtbare Farbunterschiede zwischen Sucher, Display und kalibriertem Monitor. Der Sucher kann bei maximaler Helligkeit viel Strom verbrauchen und OLED-Burn-in ist ein theoretisches Risiko. Die Wiedergabe von Bildern auf dem LCD kann zu Rucklern führen, wenn das Display geschlossen wird.
  • Akku: Die geringe Laufzeit erfordert die Anschaffung von Zusatzakkus. Die externe Ladeschale kostet extra. Das Laden über USB-C ist mit 10W relativ langsam. Neuere Berichte sprechen von der Blockierung von Akkus von Drittherstellern.
  • Konnektivität: Kein moderner Zubehörschuh, kein direkter GPS-Anschluss (nur über Smartphone/SnapBridge), kein Blitz-Synchron-Port. Es gab Berichte über Kompatibilitätsprobleme mit einigen Speicherkarten.

Video-Funktionen und Einschränkungen der Z6 III

Die Z6 III bietet beeindruckende Videofunktionen für ihre Preisklasse und ihren 24 MP Sensor:

  • Hohe Auflösungen und Codecs: Internes 6K 60P N-RAW (12 Bit), 4K 60P ProRes RAW HQ (12 Bit), 4K 120P N-Log/HLG, 4K H.265 (10 Bit) oversampled von 6K, Full HD bis zu 240 fps. Unterstützt N-RAW, ProRes RAW HQ, ProRes 422 HQ, H.265, H.264.
  • Audio: Line-in-Audio (24 Bit, verstärkte Signale), integriertes Stereo-Mikrofon, externe Mikrofonoptionen.
  • Features: Zeitraffer, elektronischer Bildstabilisator (e-VR), Timecode-Sync (Ultrasync Blue/AirGlu), Waveforms, roter REC-Rahmen, Zoom im Bildausschnitt während der Aufnahme, Blendenautomatik.
  • Kühlung: Verbessertes Kühlsystem für längere Aufnahmezeiten (37-120 Minuten je nach Modus).

Einschränkungen im Videobereich:

  • Formate: 6K ist bei Nicht-RAW-Aufnahmen auf ca. 5.4K (YUV) beschnitten. 4K 120P ist mit einem ca. 1.5x Crop verbunden. Full HD hat ebenfalls einen leichten Crop. Kein Open Gate.
  • RAW/ProRes: HDMI-Ausgabe auf 1080p beschränkt bei interner N-RAW-Aufnahme. ProRes HQ nur bis 30P. Kein H.265/HEVC mit 4:2:2 Subsampling (nur 4:2:0, 4:2:2 nur via ProRes).
  • Audio: AAC nur 16 Bit. Der Vorverstärker (Preamp) erzeugt Rauschen. Kein XLR nativ.
  • Autofokus: Ähnliche Probleme wie im Fotomodus (Pumpen, Fokusverlust auf Hintergrund, langsames Fokus-Racking im Vergleich zu Konkurrenten).
  • Verwacklungsschutz: Nicht immer effektiv, kann bei statischen Aufnahmen oder beim Gehen zu Problemen führen. E-VR verursacht Crop.
  • Rolling Shutter: Obwohl verbessert (unter 10 ms Auslesezeit in vielen Modi), noch sichtbar bei sehr schnellen Bewegungen.
  • Bildqualität/Dynamikumfang: Eingeschränkter Dynamikumfang auch im Video (unter 10 nutzbare Blenden in 6K RAW), erfordert Nachbearbeitung. Rauschen bei ISO-Werten abseits von 800 und 6.400. Starkes Flackern in Schattenbereichen (Hardware-Problem?).
  • Speicherkarten: Hohe Video-Datenraten erfordern schnelle CFexpress Karten. Keine interne parallele Sicherung beim Filmen. Manche Karten überhitzen.
  • Aufnahmedauer/Temperatur: Akku begrenzt Laufzeit. Überhitzung möglich, insbesondere bei höheren Auflösungen/Frameraten und wärmeren Umgebungen. Temperaturen bis 57°C wurden gemessen.
  • N-Log/N-RAW: Basis-ISO 800/6.400. N-Log/N-RAW erfordern viel Nachbearbeitung und sind für Laien komplex. N-RAW war anfänglich nur von DaVinci Resolve unterstützt.
  • Sonstiges: Laute Metall-Gurtbefestigungen stören bei Video. Waveform-Monitor hat geringe Auflösung. Keine Shutter-Angle Einstellung. Zeitlupen nur am PC abspielbar. Langsamer Datentransfer zum Smartphone.

Verfügbarkeit und Preise der Nikon Z6 III

Die Nikon Z6 III ist seit Ende Juni / Anfang Juli 2024 weltweit erhältlich. Der Preis ist ein zentraler Diskussionspunkt. Während die Vorgängerin Z6 II zum Start in den USA 2.499 US-Dollar kostete und zuletzt für unter 1.600 US-Dollar angeboten wurde, startete die Z6 III in den USA bei 2.499,95 US-Dollar.

In Deutschland lag der Einführungspreis für das Gehäuse (Body) bei 2.999 Euro. Kit-Angebote waren entsprechend teurer. Der optionale Batteriegriff MB-N14 kostet rund 400 Euro, das externe Ladegerät MH-34 (nicht im Lieferumfang) ca. 60 Euro. Im Vergleich dazu war die Z6 II in Deutschland im Juni 2024 offiziell für 1.739 Euro und als Straßenpreis teils für 1.599 Euro erhältlich, mit weiter fallenden Preisen Anfang 2025.

Der höhere Preis der Z6 III im Vergleich zur Z6 II und teilweise auch zur Konkurrenz wie der Canon R6 II (die in den USA günstiger war) ist auf die verbesserte Technik (Sensor, EVF, Prozessor) zurückzuführen, stößt aber in Europa angesichts der wirtschaftlichen Lage auf Kritik.

Markteinschätzung und Aussichten der Z6 III

Die Z6 III ist eine grundsolide Kamera, deren Zielgruppe nicht ganz eindeutig ist. Ihre Stärken liegen klar im Videobereich, wo sie mit internen 6K RAW und 4K 120p beeindruckt und für ambitionierte Videografen eine attraktive Option darstellt, insbesondere im Nikon-System und als Vlogging-Kamera. Die ergonomische Mini-Z8-Form ist hier von Vorteil.

Für Fotografen sind der deutlich verbesserte Autofokus, die höhere Serienbildgeschwindigkeit und der hochauflösende EVF die Hauptargumente. Als Zweitkamera zur Z8 oder als hochwertige Reisekamera (z.B. mit dem 24-200mm Objektiv) ist sie gut geeignet. Allerdings ist die Auflösung von 24 MP nur noch Durchschnitt, und der geringere Dynamikumfang im Fotobereich bei niedrigen ISO-Werten ist ein messbarer Rückschritt gegenüber älteren und der Vorgängerin Z6 II. Dies betrifft insbesondere Fotostile wie Landschaft oder Gegenlichtaufnahmen. Der hohe Preis könnte viele potenzielle Käufer in Europa abschrecken, zumal die Z6 II weiterhin zu einem deutlich niedrigeren Preis verfügbar ist.

Der Erfolg der Z6 III hängt stark vom Preis ab und wird durch das dichte Marktumfeld und die allgemeine Wirtschaftslage beeinflusst. Nikon hat sich mit der Z6 III stark auf Video konzentriert, was angesichts der Übernahme von RED strategisch erscheint, aber die Interessen von Fotografen, insbesondere hinsichtlich der Bildqualität bei Basis-ISO, in den Hintergrund treten lässt. Es ist unwahrscheinlich, dass die Z6 III alleine viele Nutzer von anderen Marken abwerben oder zögerliche DSLR-Nutzer zum Umstieg bewegen wird, insbesondere da viele, die aufrüsten wollten, bereits zur Z8 oder Zf gegriffen haben.

Wann kommt eine neue Nikon Kamera im Jahr 2025?

Wie eingangs erwähnt, deuten die Informationen darauf hin, dass 2025 ein ruhiges Jahr für Nikon wird, was neue Kameras betrifft. Abgesehen von der bereits kursierenden Gerüchten zur Coolpix P1100 und den bestätigten Objektiven (Z 35mm f/1.2 S, Z 28-135mm f/4 PZ), sind konkrete Kamera-Ankündigungen für 2025 rar.

Es gibt Spekulationen über drei mögliche Kandidaten, deren Erscheinungstermin jedoch ungewiss ist:

  1. Nikon Z9 II: Die Z9 ist zwar schon einige Jahre auf dem Markt, verkauft sich aber gut. Ein Nachfolger ist denkbar, aber 2026 scheint derzeit wahrscheinlicher als 2025.
  2. Nikon Z5 II: Die Z5 wurde 2020 vorgestellt. Wenn Nikon die Z5-Reihe fortsetzen möchte, wäre ein Nachfolger prinzipiell an der Zeit. Konkrete Hinweise sind jedoch spärlich.
  3. Nikon Z Videokamera: Nach der Übernahme von RED und Nikons eigenen Aussagen zu künftigen Kameras mit RED-Videotechnologie wäre eine spezialisierte Videokamera im Z-Mount eine logische Entwicklung. Ob diese bereits 2025 kommt, ist offen.

Für Nachfolger der Z7 II und Z30 II gibt es aktuell keine konkreten Hinweise, was eine Vorstellung im Jahr 2025 eher unwahrscheinlich macht.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Ist die Nikon Z6 III der Nachfolger der Z6 II?
Ja, die Nikon Z6 III, die im Juni 2024 vorgestellt wurde, ist der offizielle Nachfolger der Nikon Z6 II.

Wann kommt eine neue Nikon Kamera?
Wenige Nikon Neuheiten im Jahr 2025 Die Nikon Coolpix P1100 schwirrt nach wie vor durch die Gerüchteküche, zudem wird Nikon wohl in Kürze das Z 35mm f/1.2 S präsentieren und das Z 28-135mm f/4 PZ wurde ja schon vom Hersteller selbst in Aussicht gestellt. Im Oktober 2024 vorangekündigt: Das Nikon Z 28-135mm f/4 PZ.

Wann wurde die Nikon Z6 III angekündigt und veröffentlicht?
Sie wurde am 17. Juni 2024 angekündigt und war ab Ende Juni / Anfang Juli 2024 weltweit verfügbar.

Was sind die Hauptverbesserungen der Z6 III gegenüber der Z6 II?
Die Z6 III bietet einen neuen (teilweise gestapelten) Sensor, einen schnelleren Expeed 7 Prozessor, einen deutlich verbesserten Autofokus, einen hochauflösenderen EVF (5.76 MP vs 3.69 MP), ein dreh- und schwenkbares Display, höhere Serienbildgeschwindigkeiten (bis zu 120 fps JPEG, 20 fps RAW), verbesserte Videofunktionen (internes 6K RAW, 4K 120p), ein verbessertes IBIS-System und eine bessere Gehäuse-Ergonomie im Stil der Z8.

Lohnt sich ein Upgrade von der Z6 II auf die Z6 III?
Das hängt von Ihren individuellen Bedürfnissen ab. Die Z6 III bietet signifikante Verbesserungen bei Autofokus, Geschwindigkeit, Video und EVF. Wenn diese Punkte für Ihren Fotografie- oder Videografie-Stil wichtig sind (z.B. Sport, Wildtiere, Videoproduktion), kann sich das Upgrade lohnen. Für reine Fotografie mit Fokus auf maximale Bildqualität bei niedrigen ISOs und wenig bewegten Motiven könnte der geringere Dynamikumfang der Z6 III ein Nachteil sein.

Ist die Z6 III eine gute Kamera für Videografie?
Ja, die Z6 III ist eine sehr leistungsfähige Videokamera für ihre Preisklasse. Sie bietet interne 6K RAW-Aufnahme, 4K bis 120p und professionelle Codecs. Es gibt jedoch einige Einschränkungen wie Crops bei hohen Frameraten/Auflösungen, Rauschen im Preamp und potenzielle Überhitzung bei sehr langen Aufnahmen in anspruchsvollen Modi.

Ist die Z6 III eine gute Kamera für Fotografie?
Die Z6 III ist eine sehr kompetente Fotokamera mit starkem Autofokus und hoher Geschwindigkeit. Die Auflösung von 24 MP ist für die meisten Anwendungen ausreichend. Allerdings zeigt sie bei Labortests einen geringeren Dynamikumfang bei Basis-ISO als Vorgängermodelle, was die Bearbeitung von Schatten einschränken kann. Für viele Fotografen, die von älteren Nikon-Modellen umsteigen, wird die Z6 III dennoch eine spürbare Verbesserung darstellen.

Welche neuen Nikon Kameras werden für 2025 erwartet?
2025 wird voraussichtlich ein ruhigeres Jahr für Nikon sein. Eine neue Coolpix P1100 wird erwartet. Möglicherweise könnte ein Nachfolger der Z5 (Z5 II) oder eine spezialisierte Z-Mount Videokamera vorgestellt werden. Ein Nachfolger der Z9 (Z9 II) wird eher für 2026 erwartet. Für Z7 II und Z30 II gibt es derzeit keine konkreten Hinweise.

Hat die Z6 III Probleme mit dem Dynamikumfang?
Ja, Labortests haben gezeigt, dass die Z6 III bei Basis-ISO (unter 800) einen geringeren Dynamikumfang als die Z6 II und die D750 aufweist. Dies bedeutet, dass Schattenbereiche bei starker Aufhellung schneller verrauschen.

Warum hat die Z6 III einen geringeren Dynamikumfang im Fotobereich?
Die Optimierung des neuen Sensors auf eine schnelle Auslesegeschwindigkeit, insbesondere für anspruchsvolle Videofunktionen, scheint zulasten des Dynamikumfangs im Fotobereich bei niedrigen ISO-Werten gegangen zu sein. Der Sensor ist speziell ab ISO 800 optimiert, was mit der Basis-ISO des Video-N-Log-Formats zusammenhängt.

Funktioniert Pixel-Shift in der Z6 III?
Ja, die Z6 III bietet einen Pixel-Shift-Modus, bei dem bis zu 32 Bilder für eine höhere Auflösung von 96 MP aufgenommen werden können. Die Zusammenführung der Bilder muss jedoch extern am PC mit Software wie NX Studio erfolgen, und der Modus ist nur für statische Motive auf einem Stativ geeignet, da keine Bewegungskorrektur erfolgt.

Hat die Z6 III einen Sensor-Staubschutz?
Nein, im Gegensatz zu einigen anderen Kameras kann der mechanische Verschluss der Z6 III nicht als Sensor-Staubschutz verwendet werden, wenn die Kamera ausgeschaltet ist oder das Objektiv gewechselt wird. Dies erhöht das Risiko für Sensorverschmutzung.

Kann die Z6 III Akkus von Drittherstellern verwenden?
Berichte vom August 2024 deuten darauf hin, dass die Firmware der Z6 III Akkus von Drittherstellern aktiv blockiert, was die Nutzung auf originale Nikon-Akkus beschränkt.

Gibt es Flackern (Flickering) bei Videoaufnahmen mit der Z6 III?
Ja, mehrere Tester haben störendes Flackern in Schattenbereichen bei Videoaufnahmen gemeldet, insbesondere bei höheren ISO-Werten, aber teils auch schon bei niedrigeren. Dies wird als potenzielles Hardware-Problem des Sensors diskutiert und könnte nicht durch Firmware-Updates behebbar sein.

Vergleich: Nikon Z6 II vs. Nikon Z6 III

Um die Unterschiede auf einen Blick zu verdeutlichen, hier eine vereinfachte Vergleichstabelle basierend auf den verfügbaren Informationen:

MerkmalNikon Z6 IINikon Z6 III
Sensor24.5 MP BSI-CMOS24.5 MP Partially-Stacked BSI-CMOS
ProzessorDual EXPEED 6EXPEED 7
Autofokus-Punkte273299
EVF Auflösung3.69 MP5.76 MP
Display-TypKlappbarDreh- & Schwenkbar
Max. Serienbild (elektronisch)14 fps20 fps (RAW), 60/120 fps (JPEG)
Max. Video4K 60p (Crop), 1080p 120p6K 60p RAW (intern), 4K 120p (Crop)
IBIS (CIPA-Wert)ca. 5 Blendenbis zu 8 Blenden (mit Synchro VR)
Kartenfächer1x CFexpress/XQD, 1x SD UHS-II1x CFexpress/XQD, 1x SD UHS-II
Dynamikumfang (Base ISO)ca. 11.3 Blendenca. 10.4 Blenden
Preis (Launch DE Body)ca. 2.000 € (Okt 2020)2.999 € (Juni 2024)

Fazit

Die Nikon Z6 III ist ohne Zweifel eine technologisch fortschrittliche Kamera, die insbesondere im Bereich Video, Autofokus und Sucher deutliche Sprünge nach vorne macht. Sie ist eine sehr fähige Hybrid-Kamera, die ambitionierte Videografen und Fotografen mit Fokus auf Geschwindigkeit und modernen Features ansprechen wird. Die Kehrseite sind der hohe Preis und der im Fotobereich bei niedrigen ISOs messbar geringere Dynamikumfang im Vergleich zu älteren Modellen und der Vorgängerin, was für bestimmte Fotostile relevant sein kann. Die Aussichten für neue Nikon Kameras im Jahr 2025 sind laut aktuellen Informationen eher gedämpft, mit wenigen erwarteten Ankündigungen über Objektive und eine mögliche Coolpix hinaus. Wer auf eine Z9 II oder Z5 II hofft, muss sich voraussichtlich noch etwas gedulden.

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Andenmatten Soltermann

Hallo! Ich bin Andenmatten Soltermann, ein Schweizer Fotograf, der leidenschaftlich die Essenz der Welt durch seine Linse einfängt. Geboren und aufgewachsen in den majestätischen Schweizer Alpen, haben die deutsche Sprache und atemberaubende Landschaften meine kreative Vision geprägt. Meine Liebe zur Fotografie begann mit einer alten analogen Kamera, und seitdem widme ich mein Leben der Kunst, visuelle Geschichten zu erzählen, die berühren und verbinden.In meinem Blog teile ich praktische Tipps, Techniken und Erfahrungen, um dir zu helfen, deine fotografischen Fähigkeiten zu verbessern – egal, ob du ein neugieriger Anfänger oder ein erfahrener Profi bist. Von der Beherrschung des natürlichen Lichts bis hin zu Ratschlägen für wirkungsvolle Bildkompositionen ist es mein Ziel, dich zu inspirieren, die Welt mit neuen Augen zu sehen. Mein Ansatz verbindet Technik mit Leidenschaft, immer auf der Suche nach dem Funken, der ein Foto unvergesslich macht.Wenn ich nicht hinter der Kamera stehe, findest du mich auf Bergpfaden, auf Reisen nach neuen Perspektiven oder beim Genießen der Schweizer Traditionen, die mir so am Herzen liegen. Begleite mich auf dieser visuellen Reise und entdecke, wie Fotografie die Art und Weise, wie du die Welt siehst, verändern kann.

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