Lumix LZ30: Günstiger Ultra-Zoom-Gigant?

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Im Januar 2013 betrat eine interessante Kamera die Bühne der Bridgekameras: die Panasonic Lumix DMC-LZ30. Sie positionierte sich als Mittelklasse-Modell mit einem beachtlichen Ultra-Zoom-Objektiv und richtete sich an Fotografen, die eine große Brennweitenabdeckung suchten, ohne dabei das Budget zu sprengen. Zum Zeitpunkt ihrer Markteinführung war sie für rund 149,00 £ erhältlich, was sie zu einer attraktiven Option in ihrem Segment machte. Doch was genau bot diese Kamera und wie schlug sie sich in der Praxis?

Die Lumix LZ30 war mehr als nur eine einfache Kompaktkamera. Sie präsentierte sich im Stil einer kleineren DSLR, bot optische Bildstabilisierung und erlaubte sogar manuelle Kontrolle über Belichtungseinstellungen – Features, die in dieser Preisklasse nicht immer selbstverständlich waren. Ein weiteres praktisches Detail war die Stromversorgung über handelsübliche AA-Batterien, was auf Reisen oder in Situationen ohne Lademöglichkeit von Vorteil sein konnte.

Die Kernmerkmale der Lumix LZ30

Ausgestattet mit einem 16,1-Megapixel-CCD-Sensor, war die Lumix LZ30 bereit, detailreiche Bilder aufzunehmen. Das Herzstück war zweifellos das 35x optische Zoomobjektiv, das eine enorme Brennweitenabdeckung von Weitwinkel (entspricht 25 mm im Kleinbildformat) bis zu extremen Tele (875 mm) bot. Dies ermöglichte es dem Fotografen, sowohl weite Landschaften als auch weit entfernte Motive mühelos einzufangen.

Wann kam die Lumix lz30 heraus?
Die Panasonic Lumix DMC-LZ30 wurde im Januar 2013 auf den Markt gebracht und ist eine Ultrazoom-Bridgekamera der Mittelklasse mit 35-fach optischem Zoomobjektiv, manueller Steuerung, optischer Bildstabilisierung und Betrieb mit AA-Batterien.

Um bei solch langen Brennweiten scharfe Bilder zu gewährleisten, integrierte Panasonic einen optischen Bildstabilisator. Dieser war unerlässlich, um Verwacklungen durch Handbewegungen auszugleichen, besonders bei schlechteren Lichtverhältnissen oder maximalem Zoom. Die Kamera bot eine Reihe von Aufnahmemodi, um verschiedenen Bedürfnissen gerecht zu werden.

  • Intelligent Auto (iA): Ein Modus, der die Kameraeinstellungen automatisch an die erkannte Szene anpasst, ideal für unkompliziertes Fotografieren.
  • Manuelle Steuerung: Für ambitioniertere Nutzer gab es die Möglichkeit, Blende und Belichtungszeit selbst zu bestimmen, was kreative Freiheit bot.
  • Szenenmodi: Voreinstellungen für spezifische Situationen wie Porträt, Landschaft oder Nachtaufnahmen.
  • Panorama-Modus: Ermöglichte das Erstellen von weitläufigen Panoramabildern durch Schwenken der Kamera.
  • Creative Control & Retouch: Filter und Effekte, die vor oder nach der Aufnahme angewendet werden konnten, um den Bildern einen einzigartigen Look zu verleihen.

Videoaufnahmen waren in 720p HD-Qualität möglich, was für damalige Verhältnisse im Budget-Segment akzeptabel war, auch wenn Full HD bereits auf dem Vormarsch war. Die ISO-Empfindlichkeit reichte von 100 bis 1600, mit einer Erweiterung auf ISO 6400 im High-Sensitivity-Modus (allerdings mit reduzierter Auflösung).

Wichtige Spezifikationen im Überblick:

  • 16,1 Megapixel CCD-Sensor
  • 35x optischer Zoom (entspricht 25-875 mm)
  • Optischer Bildstabilisator
  • 3,0 Zoll LCD-Monitor mit 460.000 Bildpunkten
  • Manuelle Belichtungssteuerung (A/S/M)
  • Kreative Filter und Effekte
  • 720p HD-Videoaufnahme
  • ISO 100-1600 (erweiterbar auf 6400)
  • Mindestfokussierabstand: 1 cm (Makro)
  • Panorama-Funktion
  • Serienaufnahme: 1 fps (volle Auflösung), 2 fps (3 MP)

Handhabung und Ergonomie

Die Lumix DMC-LZ30 orientierte sich optisch und haptisch an einer kleinen DSLR. Das Gehäuse bestand aus Kunststoff, bot aber einen gummierten Handgriff und eine Daumenstütze auf der Rückseite für einen sicheren Halt. Aufgrund ihrer Größe war sie keine Kamera für die Hosentasche, sondern erforderte eine kleine Kameratasche für den Transport.

Der 3-Zoll-LCD-Bildschirm mit 460.000 Bildpunkten war ausreichend hell und bot eine gute Auflösung, um Bilder auch bei unterschiedlichen Lichtverhältnissen gut beurteilen zu können.

Die Bedienelemente waren klassisch angeordnet. Auf der Oberseite befanden sich das Moduswahlrad, die Zoomwippe rund um den Auslöser, der Videoaufnahmeknopf und der Ein-/Ausschalter. Auf der Rückseite fanden sich Tasten für Belichtung, Wiedergabe, Display und Löschen sowie ein Steuerkreuz zur Navigation durch die Menüs. Über das Steuerkreuz hatte man auch schnellen Zugriff auf wichtige Funktionen wie Belichtungskorrektur, Selbstauslöser, Blitzmodus und Makro-Modus. Die separate Belichtungstaste war zentral für die Einstellung von Blende und Belichtungszeit im manuellen Modus.

Das Menüsystem war übersichtlich und einfach gestaltet. Große Schrift und erklärende Sätze halfen bei der Orientierung. Eine praktische Funktion war das 'Quick Menu', das über die Löschtaste aufgerufen werden konnte. Hierüber ließen sich schnell und unkompliziert Einstellungen wie Bildgröße, ISO, Weißabgleich und weitere Parameter anpassen, ohne tief in das Hauptmenü eintauchen zu müssen.

Ein großer Pluspunkt in Sachen Handhabung war die Stromversorgung. Die Verwendung von AA-Batterien bedeutete, dass man nicht auf spezielle Akkus angewiesen war und weltweit leicht Ersatz finden konnte. Die Akkulaufzeit mit guten AA-Batterien war mit rund 380 Aufnahmen (nach CIPA-Standard) als sehr gut einzustufen.

Leistung in der Praxis

Die Leistung einer Kamera wird durch verschiedene Faktoren bestimmt, von der Geschwindigkeit bis zur Bildqualität. Die Lumix LZ30 zeigte hier ein gemischtes Bild.

Geschwindigkeit und Reaktionszeit:

Die Reaktionszeiten der Kamera waren für eine Bridgekamera dieser Klasse akzeptabel, aber nicht herausragend schnell. Das Einschalten und die Bereitschaft zur ersten Aufnahme dauerte etwa 1,9 Sekunden. Die Auslöseverzögerung lag bei schnellen 0,175 Sekunden im Weitwinkel.

AktionZeit (Sekunden)
Einschalten bis erste Aufnahme1,9
Auslöseverzögerung0,175
Fokus & Auslöser (Weitwinkel)0,5
Fokus & Auslöser (volles Zoom)1,15
Aufnahme zu Aufnahme (ohne Blitz)3,4
Aufnahme zu Aufnahme (mit Blitz)6,0
Serienaufnahme (volle Auflösung)0,9 fps
Serienaufnahme (Hi Speed Burst, 3 MP)2,0 fps

Besonders bei vollem Tele-Zoom konnte die Fokussierungsgeschwindigkeit mit 1,15 Sekunden etwas träge sein, was das Einfangen schneller Bewegungen auf große Distanz erschwerte. Die Serienbildfunktion war mit knapp 1 Bild pro Sekunde in voller Auflösung eher gemächlich.

Bildqualität und Objektivleistung:

Die Lumix LZ30 war in der Lage, gut belichtete Bilder mit ordentlicher Farbwiedergabe zu liefern. Porträtaufnahmen zeigten angenehme Hauttöne, und der integrierte Blitz sorgte in der Regel nicht für Rote-Augen-Effekte.

Bei der Beurteilung der Objektivleistung zeigte sich, dass die Details in der Bildmitte gut waren, aber zu den Ecken hin weicher wurden. Dies ist ein bei Superzoom-Objektiven nicht unübliches Phänomen. In Schattenbereichen gingen Details teilweise verloren, und bei starken Kontrasten konnte chromatische Aberration (lila Farbsäume) auftreten.

Die Makro-Fähigkeit mit einem minimalen Fokusabstand von nur 1 cm war beeindruckend und erlaubte sehr detailreiche Nahaufnahmen kleiner Objekte.

Rauschverhalten bei höheren ISO-Werten:

Das Rauschverhalten des CCD-Sensors war bei niedrigen ISO-Werten (ISO 100, 200) gut. Bei ISO 400 gab es leichte Zunahmen, aber die Bilder blieben scharf. Ab ISO 800 wurden die Bilder an einigen Stellen sichtbar weicher, und bei ISO 1600 führte das Rauschen zu deutlicher Weichheit und Detailverlust. Der High-Sensitivity-Modus mit ISO 6400 war aufgrund der starken Rauschunterdrückung und der reduzierten Auflösung (nur 3 MP) nur in Ausnahmefällen nutzbar.

Weißabgleich:

Der automatische Weißabgleich (AWB) der LZ30 lieferte sowohl unter Glühlampenlicht als auch unter Leuchtstoffröhrenlicht gute Ergebnisse. Die Voreinstellung für Glühlampenlicht funktionierte ebenfalls zuverlässig. Eine spezielle Voreinstellung für Leuchtstoffröhrenlicht fehlte.

Digitale Filter und Effekte:

Die verfügbaren digitalen Filter und Kreativmodi boten Spielraum für kreative Bildgestaltung und konnten den Aufnahmen interessante Looks verleihen.

Videoqualität:

Videos in 720p HD-Auflösung waren von ordentlicher Qualität. Ein Nachteil war, dass der optische Zoom während der Videoaufnahme nicht genutzt werden konnte.

Preis-Leistungs-Verhältnis

Zum Zeitpunkt der Markteinführung war die Panasonic Lumix DMC-LZ30 mit einem Preis von etwa 155 £ (leicht abweichend vom Einführungspreis) eine der günstigsten Kameras mit einem derart umfangreichen optischen Zoom. Im Vergleich zu Konkurrenzmodellen bot sie viel Brennweite für das Geld.

Wie groß ist der Zoombereich der Panasonic lx10?
Die Panasonic LX10 ist mit einem 8,8–26,4-mm-Objektiv ausgestattet und bietet einen optischen Zoom von 3x, was einem Brennweitenbereich von etwa 24–72 mm (35 mm äquivalent) entspricht. Das ist ein recht begrenzter Bereich für eine Kamera mit Festobjektiv, aber tatsächlich etwas größer als bei einem engen Konkurrenten, der Sony RX100 IV oder V mit 70 mm.
ModellOptischer ZoomPreis (ca. £)
Panasonic Lumix DMC-LZ3035x155
Pentax X-526x165
Fujifilm FinePix S480030x139
Sony CyberShot H20026x148

Teurere Modelle wie die Canon PowerShot SX50 (50x Zoom, 349 £), Fujifilm FinePix SL1000 (50x Zoom, 270 £) oder die Panasonic Lumix DMC-FZ72 (60x Zoom, 369 £) boten zwar noch mehr Zoom, lagen aber in einer deutlich höheren Preisklasse. Die LZ30 füllte somit eine Nische für preisbewusste Käufer, die einen großen Zoom suchten.

Fazit zur Panasonic Lumix DMC-LZ30

Die Panasonic Lumix DMC-LZ30 war eine attraktive Option für Fotografen mit begrenztem Budget, die ein Ultra-Zoom Objektiv benötigten. Ihr 35-facher optischer Zoom deckte eine beeindruckende Brennweitenbandbreite ab, vom Weitwinkel für Landschaften und Gruppenfotos bis hin zum Super-Tele für weit entfernte Details.

Die Kamera war einfach zu bedienen und bot dank iAuto-Modus und Szenenprogrammen auch Anfängern einen leichten Einstieg. Gleichzeitig ermöglichten die manuellen Belichtungsoptionen ambitionierteren Nutzern mehr kreative Kontrolle. Die optische Bildstabilisierung war bei langen Brennweiten eine unverzichtbare Hilfe, um scharfe Ergebnisse zu erzielen.

Die Bildqualität war für die Preisklasse solide, auch wenn es Einschränkungen bei der Schärfe in den Ecken und beim Rauschverhalten bei hohen ISO-Werten gab. Die Fokussierungsgeschwindigkeit, insbesondere im Telebereich, war nicht die schnellste und könnte für Action-Fotografie eine Herausforderung darstellen.

Ein klares Highlight war die Verwendung von AA-Batterien, die eine hohe Flexibilität bei der Stromversorgung boten, sowie die exzellente Akkulaufzeit von 380 Aufnahmen. Auch die Makro-Fähigkeit mit 1 cm Abstand war beeindruckend.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Lumix LZ30 eine solide Bridgekamera war, die ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis für ihren Zoom-Bereich bot. Sie war ideal für Gelegenheitsfotografen und Reisende, die einen großen Brennweitenbereich benötigten, ohne viel Geld auszugeben. Wer jedoch höchste Bildqualität bei allen Brennweiten, schnelle Leistung oder Full HD-Video suchte, musste zu teureren Modellen greifen.

Häufig gestellte Fragen (FAQ) zur Lumix LZ30

Wann wurde die Panasonic Lumix DMC-LZ30 veröffentlicht?

Die Kamera wurde im Januar 2013 auf den Markt gebracht.

Verfügt die Lumix LZ30 über einen Bildstabilisator?

Ja, sie ist mit einem optischen Bildstabilisator ausgestattet, der besonders bei langen Brennweiten hilft, scharfe Bilder zu erhalten.

Welche Art von Batterien verwendet die Lumix LZ30?

Die Kamera wird mit handelsüblichen AA-Batterien (Mignonzellen) betrieben.

Kann ich mit der Lumix LZ30 manuell fotografieren?

Ja, die Kamera bietet volle manuelle Kontrolle über Blende und Belichtungszeit (Modi A/S/M).

Wie hoch ist der optische Zoom der Lumix LZ30?

Die Kamera verfügt über einen 35-fachen optischen Zoom, der einer Brennweite von 25-875 mm im Kleinbildformat entspricht.

Welche Videoqualität bietet die LZ30?

Videos können in 720p HD-Auflösung aufgenommen werden.

Kann ich während der Videoaufnahme zoomen?

Nein, der optische Zoom kann während der Videoaufnahme mit der Lumix LZ30 nicht verwendet werden.

Wie gut ist die Lumix LZ30 bei schlechten Lichtverhältnissen?

Die Leistung bei schlechten Lichtverhältnissen ist durch das Rauschverhalten bei höheren ISO-Werten (ab ISO 800) begrenzt. Für gute Ergebnisse sollte man versuchen, bei niedrigeren ISO-Werten zu bleiben oder den Blitz bzw. ein Stativ zu verwenden.

Ist die Lumix LZ30 für Anfänger geeignet?

Ja, dank des Intelligent Auto (iA) Modus und der Szenenprogramme ist sie auch für Anfänger einfach zu bedienen.

Kann ich mit der Lumix LZ30 Makroaufnahmen machen?

Ja, die Kamera hat einen sehr geringen Mindestfokussierabstand von nur 1 cm, was beeindruckende Makroaufnahmen ermöglicht.

Wie schnell ist die Serienaufnahme der Lumix LZ30?

Die Serienaufnahme in voller Auflösung beträgt etwa 1 Bild pro Sekunde. Im Hi Speed Burst Modus sind 2 Bilder pro Sekunde möglich, allerdings nur mit einer Auflösung von 3 Megapixeln.

Wie lange hält der Akku der Lumix LZ30?

Mit guten AA-Batterien beträgt die Akkulaufzeit laut CIPA-Standard ca. 380 Aufnahmen, was als sehr gut gilt.

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Andenmatten Soltermann

Hallo! Ich bin Andenmatten Soltermann, ein Schweizer Fotograf, der leidenschaftlich die Essenz der Welt durch seine Linse einfängt. Geboren und aufgewachsen in den majestätischen Schweizer Alpen, haben die deutsche Sprache und atemberaubende Landschaften meine kreative Vision geprägt. Meine Liebe zur Fotografie begann mit einer alten analogen Kamera, und seitdem widme ich mein Leben der Kunst, visuelle Geschichten zu erzählen, die berühren und verbinden.In meinem Blog teile ich praktische Tipps, Techniken und Erfahrungen, um dir zu helfen, deine fotografischen Fähigkeiten zu verbessern – egal, ob du ein neugieriger Anfänger oder ein erfahrener Profi bist. Von der Beherrschung des natürlichen Lichts bis hin zu Ratschlägen für wirkungsvolle Bildkompositionen ist es mein Ziel, dich zu inspirieren, die Welt mit neuen Augen zu sehen. Mein Ansatz verbindet Technik mit Leidenschaft, immer auf der Suche nach dem Funken, der ein Foto unvergesslich macht.Wenn ich nicht hinter der Kamera stehe, findest du mich auf Bergpfaden, auf Reisen nach neuen Perspektiven oder beim Genießen der Schweizer Traditionen, die mir so am Herzen liegen. Begleite mich auf dieser visuellen Reise und entdecke, wie Fotografie die Art und Weise, wie du die Welt siehst, verändern kann.

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