Manchmal hält die Kamera den Zauber eines Moments nicht ganz so fest, wie wir ihn mit unseren Augen sehen. Ein leuchtender Sonnenuntergang, der in Wirklichkeit wunderschön pink und violett strahlte, wirkt auf dem Foto vielleicht nur blass und unscheinbar. Keine Sorge, das ist ganz normal. Viele Motive lassen sich nicht mit der perfekten realen Farbbalance einfangen. Zum Glück gibt es mächtige Werkzeuge wie Photoshop, mit denen sich diese Effekte nicht nur nachahmen, sondern sogar übertreffen lassen. Die Bearbeitung von Farben und Nuancen eröffnet ungeahnte kreative Möglichkeiten für deine Fotos.
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Bevor wir in die Details eintauchen, ist es hilfreich, die Grundlagen zu verstehen, wie Photoshop mit Farben umgeht.

Grundlagen: Farben verstehen in Photoshop
Grundlegend arbeitet Photoshop mit dem sogenannten RGB-Farbraum. Das steht für Rot, Grün und Blau – die drei Grundfarben des additiven Farbmodells. Das Programm mischt sämtliche Farben und Schattierungen aus diesen drei Grundtönen. Wenn du ein Foto in Photoshop zur Bearbeitung öffnest, übersetzt die Software die farbliche Struktur deines Bildes automatisch in das RGB-System. Jedes Pixel im Bild erhält einen spezifischen Farbwert, der durch die Intensität der Rot-, Grün- und Blauanteile definiert ist. Dies wird oft durch dreistellige Zahlen (von 0 bis 255 für jeden Kanal) oder durch einen sechsstelligen Hexadezimalcode dargestellt.
Wenn Photoshop beim Öffnen eines Bildes nach der Konvertierung in den Arbeitsfarbraum fragt und du diese Bestätigung nicht gibst, kann das Programm die Farben deines Fotos möglicherweise nicht korrekt darstellen. Einige Nuancen könnten sich ändern, das Bild würde verfälscht und die Bearbeitung erschwert. Wenn du der Konvertierung zustimmst, definiert Photoshop die Farbe jedes einzelnen Pixels über diesen spezifischen Farbcode. Dieser Code ist der Schlüssel, um dein Foto präzise zu bearbeiten und dich farblich auszutoben.
Farben identifizieren: Das Pipetten-Werkzeug
Oft möchtest du zunächst einfach nur wissen, um welche Farbe es sich genau bei einem bestimmten Bereich deines Fotos handelt. Das ist mit Photoshop ganz einfach möglich.
Öffne dein Foto in Photoshop, indem du es per Drag & Drop in dein Photoshop-Fenster ziehst. Sieh nun nach rechts in den unteren Kasten namens „Ebenen“. Dein Foto wird dort meist als „Hintergrund“ aufgeführt und mit einem kleinen Schloss am rechten Rand versehen. Um es bearbeitbar zu machen, musst du diese Ebene entsperren. Das geht einfach per Doppelklick auf die Ebene. Bestätige deine Aktion im erscheinenden Fenster mit „OK“. Dein Foto kann nun bearbeitet werden.
Blicke nun in deinen Werkzeugkasten, der sich normalerweise auf der linken Seite des Fensters befindet. Wähle das Werkzeug namens Pipette aus. Es sieht aus wie eine kleine Pipette oder ein Tropfer. Mit diesem Werkzeug klickst du in deinem Foto auf die Stelle, deren genaue Farbe du wissen möchtest.
Anschließend blicke wieder in deinen Werkzeugkasten links. Im unteren Drittel siehst du zwei farbige Vierecke, die übereinander liegen. Das vordere davon hat die Farbe angenommen, die du gerade mit der Pipette ausgewählt hast. Wähle dieses vordere Rechteck mit einem Doppelklick aus. So öffnest du das Farbmenü in einem Pop-Up-Fenster, dem sogenannten „Farbwähler“. Photoshop zeigt dir deine ausgewählte Farbe in verschiedenen Varianten an: über den bereits erwähnten sechsstelligen Farbcode (oft als Hex-Code bezeichnet) oder aufgeteilt in RGB-Angaben (drei Werte von 0 bis 255). Möchtest du die ausgewählte Farbe beispielsweise für eine Beschriftung, eine Form oder ein anderes Element in deinem Design verwenden, kannst du einfach den sechsstelligen Code kopieren und als zu verwendende Farbe festlegen. So stellst du sicher, dass du exakt denselben Farbton triffst.
Gezieltes Ersetzen von Farben: Die Funktion „Farbe ersetzen“
Gefällt dir eine bestimmte Farbgebung nicht oder du willst einen Teil deines Fotos effektvoll umfärben? Es gibt einen einfachen, aber mächtigen Trick, wie du mit wenigen Schritten zum gewünschten Ergebnis kommst: Die Funktion „Farbe ersetzen“.
Für diesen Prozess eignen sich besonders Bilder, die starke Farbkontraste besitzen und damit klare Grenzen der Motive zueinander und zum Hintergrund aufweisen. Das erleichtert Photoshop die automatische Auswahl des zu ersetzenden Farbbereichs.
Öffne dein Bild wie gewohnt per Drag & Drop in Photoshop und entsperre die Ebene.
Klicke nun in der oberen Menüleiste auf „Bild“ > „Korrekturen“ > „Farbe ersetzen“. Achtung: Bei älteren Photoshop-Versionen, beispielsweise Photoshop CS2, versteckt sich die Funktion eventuell unter „Bild“ > „Anpassen“ > „Farbe ersetzen“. Es öffnet sich ein Pop-Up-Fenster mit dem Titel „Farbe ersetzen“.
In diesem Fenster kannst du über die Pipette (die standardmäßig ausgewählt ist) den Farbraum auswählen, den du bearbeiten möchtest. Klicke einfach mit der Pipette in dein Bild auf den Bereich, dessen Farbe du ändern willst. Photoshop wählt nun alle Pixel mit ähnlichen Farbwerten aus. Um deiner Auswahl weitere Bereiche hinzuzufügen, die ebenfalls geändert werden sollen (z. B. wenn die Farbe nicht überall im Motiv exakt gleich ist), klicke auf die kleine Pipette mit dem Pluszeichen und klicke auf die zusätzlichen Farbnuancen im Bild. Wenn du versehentlich einen Bereich ausgewählt hast, den du nicht ändern möchtest, kannst du ihn mit der Pipette mit dem Minuszeichen wieder aus der Auswahl entfernen.
Im unteren Bereich des Fensters siehst du Regler mit der Überschrift „Ersetzung“. Hier kannst du die neue Farbe festlegen. Schiebe den Regler „Farbton“ nach rechts oder links. Du kannst direkt im Bild beobachten, wie sich die Farbe deiner Auswahl verändert. Zusätzlich kannst du die Regler für „Sättigung“ (wie intensiv die Farbe ist) und „Helligkeit“ (wie hell oder dunkel die Farbe ist) anpassen, um die gewünschte neue Farbe exakt einzustellen.
Ein weiterer wichtiger Regler im „Farbe ersetzen“-Fenster ist die „Übereinstimmung“ (manchmal auch Toleranz genannt). Dieser Regler bestimmt, wie ähnlich ein Pixel der ursprünglich angeklickten Farbe sein muss, um in die Auswahl einbezogen zu werden. Ein höherer Wert wählt einen breiteren Farbbereich aus, ein niedrigerer Wert beschränkt die Auswahl auf sehr ähnliche Farbtöne. Passe diesen Regler an, um sicherzustellen, dass nur die gewünschten Bereiche umgefärbt werden, ohne versehentlich angrenzende Bereiche mit ähnlichen Farben zu beeinflussen.
Feinabstimmung: Die Selektive Farbkorrektur
Manchmal möchtest du nicht eine Farbe durch eine völlig andere ersetzen, sondern die vorhandenen Farben eines bestimmten Bereichs (wie z. B. den Himmel) subtil anpassen oder intensivieren. Hierfür ist die „Selektive Farbkorrektur“ ein exzellentes Werkzeug.
Dieses Tool erlaubt es dir, bestimmte Farbbereiche eines Fotos (wie Rottöne, Gelbtöne, Grüntöne, Cyantöne, Blautöne, Magentatöne sowie Weiß-, Grau- und Schwarztöne) gesondert von anderen zu bearbeiten. Du kannst innerhalb des ausgewählten Farbbereichs die Anteile von Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz (CMYK) oder Rot, Grün und Blau (RGB) anpassen.
Beachte allerdings, dass alle Bereiche im Bild, die deiner Auswahl farblich ähnlich sind, von den Änderungen betroffen sein können. Wenn du beispielsweise die Blautöne anpasst, werden alle Blautöne im Bild beeinflusst, nicht nur der Himmel, es sei denn, du hast zuvor eine präzise Auswahl getroffen.
Um die Funktion zu nutzen, gehe wie folgt vor:
Entsperre dein Bild wie gewohnt und mache es so bereit zur Edition.
Gehe zu „Bild“ > „Anpassen“ > „Selektive Farbkorrektur“.
Im erscheinenden Dialogfeld wählst du im Dropdown-Menü „Farben“ den Farbbereich aus, den du bearbeiten möchtest (z. B. „Rottöne“ oder „Blautöne“). Darunter kannst du die Regler für Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz verschieben (oder auf RGB-Modus umschalten und die RGB-Regler verwenden). Verschiebe die Regler und beobachte, wie sich die Farben im ausgewählten Bereich ändern. Möchtest du den Abendhimmel in kräftigeren Violett- und Pinktönen erstrahlen lassen, könntest du beispielsweise die „Blautöne“ auswählen und den Magenta-Regler erhöhen sowie den Gelb-Regler verringern, oder die „Rottöne“ auswählen und die Magenta- und Gelb-Regler anpassen. Experimentiere mit den verschiedenen Reglern in den relevanten Farbbereichen, bis du das gewünschte Ergebnis erzielst. Du kannst auch die Methode zwischen „Relativ“ (passt die CMYK/RGB-Werte relativ zum Originalwert an) und „Absolut“ (setzt die CMYK/RGB-Werte auf den eingestellten Wert) umschalten, um unterschiedliche Effekte zu erzielen.
Weitere Farbmanipulationen: Farben umkehren und transparent machen
Farben umkehren (Negativ-Effekt)
Du kannst mit Farben aber noch mehr machen als sie nur teilweise zu verändern oder anzupassen. Dein gesamtes Bild kann auch als Negativ-Version dargestellt werden, ähnlich wie bei alten Filmnegativen. Dazu bedarf es lediglich einer sehr einfachen Tastenkombination.
Lade dein Bild wie gewohnt in Photoshop hoch und entsperre den Hintergrund per Doppelklick im Ebenen-Kasten.
Wähle nun auf deiner Tastatur die Kombination Strg + i (auf Windows) oder Cmd + i (auf Mac) aus. Damit kehrst du alle Farben auf deinem Bild um. Aus Schwarz wird Weiß, aus Weiß wird Schwarz, aus Rot wird Cyan, aus Grün wird Magenta und aus Blau wird Gelb. Alle Farben werden durch ihre Komplementärfarben ersetzt.
Möchtest du nur einen bestimmten Teil deines Fotos umkehren, benutze zuerst ein Auswahlwerkzeug, zum Beispiel das Werkzeug für die Schnellauswahl oder das Lasso-Werkzeug. Du findest diese im Werkzeugkasten. Markiere damit dein ausgewähltes Motiv oder den Bereich, den du umkehren möchtest. Betätige anschließend erneut die Tastenkombination Strg + i oder Cmd + i. So wird nur die aktive Auswahl umgekehrt, der Rest des Fotos bleibt normal.
Farben transparent machen (für PNG)
Möchtest du einen gewissen Teil deines Fotos gänzlich entfernen und ihn durch Transparenz ersetzen, anstatt ihn einfach nur weiß zu machen oder mit einer anderen Farbe zu füllen? Dies ist nützlich, wenn du beispielsweise ein Objekt ausschneiden möchtest, um es später auf einen anderen Hintergrund zu setzen.

Beachte hierbei allerdings eine sehr wichtige Einschränkung: Transparenz funktioniert nur korrekt, wenn du dein Foto anschließend im PNG-Format speicherst. Das reguläre JPEG-Format erkennt Farblosigkeit (Transparenz) nicht und wird die transparenten Bereiche automatisch durch Weiß ersetzen, wenn du das Bild als JPEG speicherst.
Du gehst also folgendermaßen vor:
Lade dein Bild in Photoshop hoch und entsperre es wie gewohnt über den Doppelklick im Ebenen-Kasten.
Wähle nun mit einem geeigneten Auswahlwerkzeug (z. B. der Schnellauswahl, dem Zauberstab oder dem Polygon-Lasso, je nachdem, was für dein Motiv am besten geeignet ist) den Bereich aus, den du entfernen und transparent gestalten möchtest.
Betätige auf deiner Tastatur die Backspace-Taste (oder Entf-Taste). Deine Auswahl wird damit gelöscht und, sofern die Ebene entsperrt ist und das Dokument Transparenz unterstützt, erscheint anstelle des gelöschten Bereichs ein grau-weiß-karierter Hintergrund. Dieses Muster ist das Standard-Symbol in Photoshop, das Transparenz anzeigt. Das Motiv oder der Bereich, den du ausgewählt und gelöscht hast, ist jetzt transparent.
Gehe zu „Datei“ > „Speichern unter“ und lege als Dateiformat „PNG“ fest. Speichere das Bild ab. So kann die Transparenz korrekt abgebildet werden und du kannst das Bild mit seinem transparenten Bereich später problemlos in andere Dokumente oder auf Webseiten einfügen.
Praktische Anwendungsfälle: Rote Augen entfernen
Ein häufiges Problem bei Fotos mit Blitz sind rote Augen. Diese rote Spiegelung, bedingt durch die Reflexion des Kamera-Blitzes in den Pupillen einer fotografierten Person, kannst du mithilfe eines speziellen Photoshop-Werkzeugs leicht ausbügeln. Das Rote-Augen-Werkzeug ist speziell dafür konzipiert, die von der Spiegelung betroffenen Stellen automatisch zu erkennen und der restlichen Augenfarbe anzupassen, sodass die Pupillen wieder natürlich aussehen.
Lade dein Foto wie gewohnt in Photoshop und entsperre es.
Suche in deinem Werkzeugkasten nach dem Ausbessern-Werkzeug, das oft als Pflaster-Symbol dargestellt wird (oder eine Gruppe ähnlicher Werkzeuge wie den Bereichsreparatur-Pinsel). Halte das Pflaster-Symbol gedrückt oder klicke mit der rechten Maustaste darauf, um weitere Werkzeuge anzuzeigen. Es erscheint ein Drop-Down-Menü, in dem sich das Rote-Augen-Werkzeug meist ganz unten befindet. Wähle es durch einen Klick aus.
In der oberen Optionsleiste, die sich unterhalb der Menüleiste befindet, erscheinen nun die Einstellungen für das Rote-Augen-Werkzeug. Dort kannst du die „Pupillengröße“ (wie groß der zu korrigierende Bereich um den Klickpunkt ist) und den „Verdunklungsgrad“ (wie stark die rote Farbe reduziert und die Pupille abgedunkelt wird) angeben. Die Standardeinstellungen funktionieren oft gut, aber du kannst sie bei Bedarf anpassen.
Fahre nun mit dem Werkzeug über eines der betroffenen roten Augen und klicke hinein. Alternativ kannst du auch einen kleinen Bereich um die Pupille herum aufziehen. Photoshop erkennt die rote Spiegelung automatisch und versucht, sie zu entfernen und die Pupille natürlich zu gestalten. Diesen Prozess wiederholst du für alle betroffenen Augen im Bild.
Zähne aufhellen für ein strahlendes Lächeln
Ein Lächeln mit strahlenden Zähnen zählt zu den sympathischsten Anblicken. Auch vor der Kamera macht sich das Zähnezeigen immer gut. Aber abhängig von der Belichtung, dem Weißabgleich und den Einstellungen des Fotoapparats können die Zähne auf Fotos manchmal unschön gelblich oder gräulich verfärbt erscheinen. Photoshop erlaubt es dir aber, das Lächeln mit wenigen Schritten wieder blitzweiß und strahlend zu bekommen.
Diese Methode verwendet eine Kombination aus Auswahl und Farbkorrektur.
Gehe in deinen Werkzeugkasten und klicke auf das Polygon-Lasso-Werkzeug (oder ein anderes Lasso-Werkzeug, je nachdem, wie präzise du arbeiten möchtest und wie die Zähne im Bild positioniert sind). Das Polygon-Lasso eignet sich gut, wenn die Konturen der Zähne relativ geradlinig sind, da du durch Klicken gerade Linien ziehst.
Nun folgt ein wenig kleinteilige und sorgfältige Arbeit. Du wählst die Zähne aus, indem du sie mit dem Werkzeug präzise umkreist. Beginne hierzu beispielsweise bei einem Mundwinkel. Klicke an einem Startpunkt deiner Wahl in das Bild hinein und fahre mit der Maus entlang deiner oberen Zahnreihe. Bewege dich dabei an der oberen Zahnkante entlang, also dort, wo die Zähne auf die Lippen treffen. Klicke bei jeder Abweichung von einer geraden Linie einmal in das Bild hinein und folge dem Verlauf der Zähne so exakt wie möglich. Du bestimmst so stetig neue Ankerpunkte, die Photoshop später zu einer Auswahlgrenze zusammensetzt. Arbeite dich so voran, um die gesamte Zahnreihe zu umranden, und versuche, auch feine Einkerbungen zu berücksichtigen und keine Bereiche der Lippen oder des Zahnfleisches auszuwählen. Am Ende musst du wieder an deinem Startpunkt ankommen und in diesen hineinklicken (ein kleiner Kreis erscheint neben dem Lasso-Symbol, wenn du über dem Startpunkt bist). Photoshop wählt damit das Innere deiner Umkreisung aus.
Sobald die Zähne präzise ausgewählt sind, gehe in deiner oberen Menüleiste auf „Bild“ > „Anpassen“ > „Farbton/Sättigung“.
Es öffnet sich ein Dialogfeld. Dieses Werkzeug erlaubt es dir, den Farbton, die Sättigung und die Helligkeit der ausgewählten Pixel zu ändern. Um die Zähne weißer zu machen, möchtest du die gelblichen oder gräulichen Farbstiche entfernen. Tue dies, indem du den Schalter bei „Sättigung“ nach links ziehst. Je weiter du ihn nach links ziehst, desto mehr Farbe wird aus deiner Auswahl herausgenommen. Deine Zähne werden somit weißer. Ziehe den Regler allerdings nicht ganz nach links bis -100, sonst wirkt das Ergebnis unnatürlich und grau. Ein Wert zwischen -50 und -80 ist oft ein guter Ausgangspunkt.
Passe bei Bedarf auch noch die „Helligkeit“ ein wenig an, indem du den Regler nach rechts schiebst. Dies kann helfen, die Zähne noch strahlender wirken zu lassen. Übertreibe es hier aber ebenfalls nicht, damit das Ergebnis weiterhin authentisch und natürlich wirkt.
Vergleich: Farbe ersetzen vs. Selektive Farbkorrektur
| Funktion | Ziel | Methode | Ideal für |
|---|---|---|---|
| Farbe ersetzen | Eine Farbe durch eine andere Farbe ersetzen. | Wählt Pixel basierend auf Ähnlichkeit zur angeklickten Farbe aus und ändert dann Farbton, Sättigung und/oder Helligkeit dieser Pixel. | Einfaches Umfärben klar definierter Objekte mit kontrastreichen Farben (z.B. ein rotes Auto blau machen). |
| Selektive Farbkorrektur | Die Farbbalance innerhalb vordefinierter Farbbereiche (Rottöne, Blautöne etc.) feinabstimmen. | Passt die CMYK- oder RGB-Anteile *innerhalb* der ausgewählten Farbbereiche an. | Feinere Korrekturen bestehender Farben, z.B. den Himmel blauer, das Gras grüner machen oder Hauttöne anpassen. |
Häufig gestellte Fragen (FAQs)
Was ist der RGB-Farbraum in Photoshop?
Der RGB-Farbraum basiert auf den Grundfarben Rot, Grün und Blau. Photoshop mischt alle Farben im Bild aus diesen drei Anteilen, wobei die Intensität jedes Anteils zwischen 0 und 255 liegt.Wie finde ich den genauen Farbcode eines Pixels?
Verwende das Pipetten-Werkzeug, klicke auf das Pixel im Bild, dessen Farbe du wissen möchtest. Die ausgewählte Farbe erscheint im vorderen Farbfeld im Werkzeugkasten. Doppelklicke darauf, um den Farbwähler zu öffnen, der dir den sechsstelligen Hex-Code und die RGB-Werte anzeigt.Warum haben sich die Farben meines Fotos beim Öffnen in Photoshop geändert?
Dies kann passieren, wenn das Foto ein anderes Farbprofil hat als dein Arbeitsfarbraum in Photoshop. Wenn du beim Öffnen gefragt wirst, ob das Farbprofil konvertiert werden soll, stimme zu, um sicherzustellen, dass die Farben korrekt dargestellt werden.Kann ich mit der Funktion „Farbe ersetzen“ jede beliebige Farbe ersetzen?
Ja, theoretisch kannst du jede Farbe ersetzen. Die Ergebnisse sind jedoch am besten bei Farben, die sich deutlich vom Rest des Bildes abheben. Bei komplexen Bildern mit vielen ähnlichen Farbtönen oder feinen Farbverläufen kann es schwieriger sein, nur den gewünschten Bereich zu treffen, ohne andere Teile des Bildes zu beeinflussen.Warum wird mein transparenter Bereich weiß, wenn ich das Bild speichere?
Du hast das Bild wahrscheinlich im JPEG-Format gespeichert. Das JPEG-Format unterstützt keine Transparenz. Um Transparenz zu erhalten, musst du das Bild im PNG-Format speichern.
Bildbearbeitung leicht gemacht
Photoshop mag mit seinen unzähligen Funktionen und Werkzeugen zunächst erdrückend und komplex wirken. Wenn du allerdings weißt, wie du mit den einzelnen Tools umgehst und welche Werkzeuge für bestimmte Aufgaben am besten geeignet sind, sind deiner Fantasie kaum Grenzen gesetzt. Kleine farbliche Unfeinheiten können schnell ausgebügelt, bestimmte Farben gezielt verändert und der Gesamteindruck deiner Fotos somit stark verbessert werden. So kann das Abendrot in vollster Farbkraft erstrahlen, die Zähne auf dem Porträt strahlen und dein Fotoalbum auf lange Zeit hin verschönert werden. Mit ein wenig Übung wirst du schnell sicherer im Umgang mit den Farbwerkzeugen und erzielst beeindruckende Ergebnisse.
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