PNG in Photoshop erstellen: Der Komplette Guide

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Die Arbeit mit Bildbearbeitungssoftware wie Adobe Photoshop erfordert oft das Speichern von Dateien in verschiedenen Formaten, je nach Verwendungszweck. Eines der wichtigsten und vielseitigsten Formate ist das PNG (Portable Network Graphics). PNG ist besonders beliebt für Webgrafiken, Logos und alle Bilder, die Transparenz benötigen oder scharfe Kanten behalten sollen. Im Gegensatz zum JPEG-Format, das eine verlustbehaftete Komprimierung verwendet und keine Transparenz unterstützt, nutzt PNG eine verlustfreie Komprimierung, was bedeutet, dass bei jedem Speichern keine Bildinformation verloren geht. Dies macht es ideal für Grafiken mit Text, Linienzeichnungen oder Bereichen mit einheitlichen Farben.

In Photoshop gibt es mehrere Wege, ein Bild als PNG zu speichern oder zu exportieren. Die Wahl der Methode hängt davon ab, welche Kontrolle Sie über die Einstellungen wie Transparenz, Dateigröße und Metadaten wünschen. Dieser Artikel führt Sie durch die gängigsten und effektivsten Methoden, um Ihre Arbeit in Photoshop erfolgreich als PNG zu veröffentlichen.

How to do PNG in Photoshop?
Go to File > Export > Export As. In the dialog box, choose PNG as the format. Make sure to check the Transparency option if you want a transparent background. Click Export and choose your save location. If you want to add effects (like a drop shadow) to your text before cutting it out, do so before rasterizing.

Was ist das PNG-Format und wann sollte man es verwenden?

PNG wurde als verbessertes, patentfreies Format entwickelt, um die Einschränkungen des GIF-Formats zu überwinden. Seine Hauptmerkmale sind:

  • Verlustfreie Komprimierung: Die Bildqualität bleibt auch nach mehrmaligem Speichern erhalten.
  • Transparenz (Alpha-Kanal): PNG-Dateien können Pixel mit unterschiedlichen Transparenzgraden speichern, was nahtlose Integration auf verschiedenen Hintergründen ermöglicht.
  • Breite Farbtiefe: PNG unterstützt 24-Bit-Farben (PNG-24) oder 8-Bit-Farben (PNG-8). PNG-24 kann Millionen von Farben darstellen und volle Transparenz, während PNG-8 auf eine Palette von 256 Farben beschränkt ist, aber ebenfalls Transparenz unterstützen kann (oft mit Einschränkungen wie nur volle Transparenz oder einen einzelnen transparenten Farbindex).

Sie sollten PNG verwenden, wenn:

  • Sie Grafiken mit transparentem Hintergrund benötigen (z. B. Logos, Icons, freigestellte Objekte).
  • Die Bildqualität kritisch ist und Sie keine Komprimierungsartefakte wünschen (z. B. für Screenshots, technische Diagramme).
  • Das Bild scharfe Kanten oder Text enthält.
  • Sie das Bild später erneut bearbeiten möchten, ohne Qualitätsverlust durch wiederholtes Speichern.

Für Fotografien mit komplexen Farbverläufen und ohne Transparenzanforderungen ist oft JPEG die bessere Wahl, da es bei ähnlicher visueller Qualität deutlich kleinere Dateigrößen erzielen kann.

Vorbereitung in Photoshop für den PNG-Export

Bevor Sie Ihr Bild als PNG speichern, insbesondere wenn Transparenz benötigt wird, stellen Sie sicher, dass Ihr Dokument korrekt vorbereitet ist:

  1. Entfernen Sie den Hintergrund: Wenn Ihr Bild einen transparenten Hintergrund haben soll, stellen Sie sicher, dass der unerwünschte Hintergrund gelöscht ist. Dies wird in Photoshop durch das Löschen der Hintergrundebene oder das Freistellen des Motivs auf einer separaten Ebene erreicht. Transparenz wird in Photoshop durch ein grau-weißes Schachbrettmuster dargestellt.
  2. Ebenen prüfen: PNG unterstützt keine Ebenen im gleichen Sinne wie eine PSD-Datei. Beim Speichern als PNG wird das Bild auf eine einzige Ebene reduziert (geflacht), aber die Transparenzinformation bleibt erhalten, sofern sie korrekt vorbereitet wurde.
  3. Bildgröße und Auflösung: Passen Sie die Größe und Auflösung Ihres Bildes an den Verwendungszweck an (z. B. Web, Druck).

Methoden zum Speichern und Exportieren als PNG in Photoshop

Photoshop bietet mehrere Befehle, um Ihre Arbeit als PNG zu sichern:

1. Exportieren als (Export As)

Dies ist eine moderne und flexible Methode, die gute Kontrolle über die Exporteinstellungen bietet und besonders nützlich ist, wenn Sie Assets für das Web oder UI/UX-Design exportieren. Sie finden diese Option unter Datei > Exportieren > Exportieren als...

Im Dialogfeld "Exportieren als" haben Sie folgende wichtige Optionen:

  • Format: Wählen Sie hier "PNG".
  • Transparenz: Stellen Sie sicher, dass das Kontrollkästchen "Transparenz" aktiviert ist, wenn Ihr Bild einen transparenten Hintergrund haben soll.
  • Größe und Skalierung: Sie können die Abmessungen des exportierten Bildes direkt im Dialogfeld ändern oder es in verschiedenen Maßstäben exportieren (z. B. 0.5x, 1x, 2x).
  • Metadaten: Entscheiden Sie, ob Metadaten (wie Urheberrechtsinformationen) beibehalten werden sollen oder nicht. Für Webgrafiken, bei denen die Dateigröße wichtig ist, können Sie Metadaten entfernen.
  • Farbraum: Sie können festlegen, ob das Farbprofil eingebettet werden soll oder ob es in sRGB konvertiert werden soll (empfohlen für Web).

Die Vorschau auf der linken Seite zeigt Ihnen das Ergebnis der Einstellungen. Diese Methode ist intuitiv und bietet einen guten Kompromiss zwischen Kontrolle und Benutzerfreundlichkeit.

2. Für Web speichern (Legacy) (Save for Web (Legacy))

Obwohl als "Legacy" gekennzeichnet, ist dies immer noch ein sehr mächtiges Werkzeug, das besonders detaillierte Optimierungsoptionen für Webgrafiken bietet. Sie finden es unter Datei > Exportieren > Für Web speichern (Legacy)...

Dieser Dialog ist komplexer, bietet aber eine hervorragende Vorschau und Kontrolle über die Dateigröße:

  • Dateiformat-Dropdown: Wählen Sie hier "PNG-24" oder "PNG-8".
  • PNG-24: Dies ist die empfohlene Option für die beste Qualität und volle 24-Bit-Transparenz mit weichen Kanten. Stellen Sie sicher, dass das Kontrollkästchen "Transparenz" darunter aktiviert ist.
  • PNG-8: Diese Option erzeugt kleinere Dateien, unterstützt aber nur 8-Bit-Farben (max. 256) und indexed Transparency. Sie können die Farbpalette reduzieren ("Farben"-Dropdown) und Dithering-Optionen anwenden, um Farbabstufungen zu simulieren. Auch hier muss "Transparenz" aktiviert sein.
  • Optimiert: Dieses Kontrollkästchen (standardmäßig aktiviert) wendet zusätzliche Komprimierungsalgorithmen an, um die Dateigröße zu reduzieren, ohne die Qualität zu beeinträchtigen.
  • Vorschau: Der Dialog zeigt oft mehrere Vorschauen gleichzeitig an, sodass Sie die Auswirkungen verschiedener Einstellungen auf Qualität und Dateigröße vergleichen können.
  • Größe: Sie können die Pixelabmessungen des Bildes ändern.

"Für Web speichern" ist ideal, wenn die Dateigröße für die Ladezeit einer Webseite entscheidend ist und Sie maximale Kontrolle über die Optimierung wünschen.

3. Speichern unter (Save As)

Dies ist die traditionelle Methode zum Speichern von Dateien in Photoshop. Sie finden sie unter Datei > Speichern unter...

Im Dialogfeld "Speichern unter":

  • Dateiformat-Dropdown: Wählen Sie hier "PNG (*.PNG)".
  • Kontrollkästchen: Achten Sie auf Optionen wie "Ebenen" (sollte deaktiviert sein, da PNG keine Photoshop-Ebenen speichert) und "Als Kopie speichern".

Nach dem Klick auf "Speichern" erscheint ein weiteres kleines Dialogfeld mit PNG-Optionen:

  • Komprimierung/Interlace: Meistens können Sie die Standardeinstellungen beibehalten. "Keine" Komprimierung ist am schnellsten, "Schnell/Klein" oder "Langsam/Groß" bieten stärkere Komprimierung (kleinere Datei), dauern aber länger. "Interlace" ermöglicht eine progressive Anzeige im Web, was heutzutage weniger relevant ist.

Die "Speichern unter" Methode ist die einfachste, bietet aber die wenigste Kontrolle über Transparenzdetails (sie funktioniert nur, wenn das Dokument einen transparenten Hintergrund hat) und Optimierung im Vergleich zu den Export-Methoden. Für einfache PNG-Speichervorgänge ohne spezielle Anforderungen ist sie jedoch ausreichend.

4. Schnellexport als PNG (Quick Export as PNG)

Dies ist die schnellste Methode, um Ihr Bild als PNG zu speichern, wenn Sie keine spezifischen Einstellungen ändern müssen. Standardmäßig ist "Schnellexport" oft auf PNG eingestellt. Sie finden es unter Datei > Exportieren > Schnellexport als PNG.

Sie können das Standardformat für den Schnellexport in den Voreinstellungen von Photoshop festlegen (Bearbeiten > Voreinstellungen > Exportieren oder Photoshop > Einstellungen > Exportieren auf macOS). Hier können Sie das Schnellexport-Format, die Transparenz (immer ein/aus), den Speicherort und die Metadaten einstellen.

Diese Methode ist ideal für schnelle, wiederholte Exporte, bei denen die gleichen Einstellungen immer wieder verwendet werden.

Is PNG better than JPEG for Photoshop?
Because of their different compression processes, JPEGs contain less data than PNGs — and therefore, are usually smaller in size. Unlike JPEGs, PNGs support transparent backgrounds, making them preferred for graphic design.

PNG-8 vs. PNG-24: Welches wählen?

Die Wahl zwischen PNG-8 und PNG-24 ist wichtig und hängt von Ihrem Bild und Ihren Prioritäten ab:

  • PNG-24: Unterstützt 16 Millionen Farben und volle, variable Transparenz (256 Stufen). Ideal für Bilder mit vielen Farben, weichen Farbverläufen oder wenn Sie sanfte Übergänge zwischen dem Bild und einem transparenten Hintergrund benötigen. Erzeugt größere Dateien als PNG-8.
  • PNG-8: Unterstützt nur 256 Farben (aus einer Palette) und eine einfachere Form der Transparenz (entweder voll transparent oder voll opak pro Pixel). Kann für Grafiken mit wenigen Farben und scharfen Transparenzkanten (z. B. einfache Logos) verwendet werden, um die Dateigröße drastisch zu reduzieren. Farbverläufe können durch Dithering simuliert werden, was aber zu Mustern führen kann.

Für die meisten modernen Anwendungen, insbesondere im Web, wird PNG-24 aufgrund seiner besseren Qualität und überlegenen Transparenzunterstützung bevorzugt, solange die Dateigröße akzeptabel ist. PNG-8 ist nützlich für sehr einfache Grafiken oder wenn jede Kilobyte zählt.

Optimierung der PNG-Dateigröße

PNG-Dateien können, besonders PNG-24, recht groß werden. Hier sind Tipps zur Reduzierung der Dateigröße:

  • Exportieren als/Für Web speichern verwenden: Diese Dialoge bieten spezifische Optimierungsoptionen, die "Speichern unter" nicht hat.
  • Metadaten entfernen: Beim Exportieren können Sie Metadaten entfernen, um die Datei zu verkleinern.
  • Bildgröße reduzieren: Exportieren Sie das Bild in den tatsächlich benötigten Abmessungen. Ein größeres Bild bedeutet eine größere Datei.
  • PNG-8 in Betracht ziehen: Wenn Ihr Bild wenig Farben hat und einfache Transparenz ausreicht, kann PNG-8 die Dateigröße stark reduzieren. Experimentieren Sie mit der Anzahl der Farben und Dithering-Einstellungen im "Für Web speichern"-Dialog.
  • Bildinhalt vereinfachen: Weniger komplexe Grafiken mit weniger Farbübergängen und Details führen zu kleineren PNG-Dateien.

Vergleich der Exportmethoden

MethodeTransparenz-KontrolleOptimierungs-OptionenBenutzerfreundlichkeitVerwendungszweck
Speichern unterBasis (basiert auf Dokument)Minimal (Komprimierung/Interlace)EinfachSchnelles Speichern, wenn keine spezifische Optimierung nötig ist
Für Web speichern (Legacy)Voll (PNG-8/PNG-24 Optionen)Umfassend (Farben, Dithering, Voreinstellungen)KomplexerMaximale Dateigrößenkontrolle für Web
Exportieren alsVoll (PNG-Option)Gut (Skalierung, Metadaten, Farbraum)Modern & IntuitivModerner Export, multiple Größen, gute Balance
Schnellexport als PNGVoreinstellung (Ein/Aus)Basis (Voreinstellung)Sehr EinfachSchnelle, wiederholte Exporte mit gleichen Einstellungen

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

F: Warum ist mein PNG-Hintergrund nicht transparent, obwohl er in Photoshop transparent aussieht?
A: Stellen Sie sicher, dass Sie das Bild über eine der Export-Methoden ("Exportieren als" oder "Für Web speichern") speichern und dort die Option "Transparenz" aktivieren. Wenn Sie "Speichern unter" verwenden, muss das Dokument korrekt vorbereitet sein (keine Hintergrundebene, transparente Bereiche durch das Schachbrettmuster angezeigt). Achten Sie auch darauf, dass keine weiße Hintergrundebene versehentlich sichtbar ist.

F: Was ist der Unterschied zwischen PNG und JPG?
A: PNG verwendet verlustfreie Komprimierung und unterstützt Transparenz. JPG verwendet verlustbehaftete Komprimierung und unterstützt keine Transparenz. PNG ist besser für Grafiken, Logos und Bilder mit scharfen Kanten oder Text. JPG ist besser für Fotos mit vielen Farbabstufungen, wo eine kleinere Dateigröße durch Qualitätsverlust akzeptabel ist.

F: Meine PNG-Datei ist sehr groß. Was kann ich tun?
A: Verwenden Sie "Für Web speichern (Legacy)" oder "Exportieren als", um Optimierungsoptionen zu nutzen. Überprüfen Sie, ob Sie Metadaten entfernen können, reduzieren Sie die Bildabmessungen auf die benötigte Größe oder erwägen Sie die Verwendung von PNG-8, wenn Ihr Bild dies zulässt. Komplexität des Bildinhalts und die Menge an Transparenz können ebenfalls die Dateigröße beeinflussen.

F: Soll ich PNG-8 oder PNG-24 wählen?
A: Wählen Sie PNG-24 für die beste Qualität, volle Farbtiefe und variable Transparenz. Wählen Sie PNG-8, wenn die Dateigröße extrem wichtig ist, Ihr Bild nur wenige Farben enthält und einfache Transparenz ausreicht. Experimentieren Sie mit beiden im "Für Web speichern"-Dialog, um die beste Balance zu finden.

F: Kann ich mit einer PNG-Datei in Photoshop weiterarbeiten?
A: Ja, Sie können eine PNG-Datei in Photoshop öffnen und bearbeiten. Bedenken Sie jedoch, dass die PNG-Datei beim Speichern alle Ebenen zu einer einzigen Ebene reduziert hat. Sie können keine individuellen Ebenen oder Anpassungen wiederherstellen, die vor dem PNG-Export existierten. Für die Weiterbearbeitung sollten Sie die ursprüngliche PSD-Datei speichern.

Fazit

Das Speichern und Exportieren von Bildern als PNG in Photoshop ist ein grundlegender Skill für Grafikdesigner und Fotografen. Ob Sie volle Transparenz für ein Web-Logo benötigen oder eine verlustfreie Komprimierung für eine Illustration, Photoshop bietet die richtigen Werkzeuge. Die Methoden "Exportieren als" und "Für Web speichern (Legacy)" bieten die umfassendste Kontrolle über die PNG-Optionen und Optimierung für spezifische Zwecke. Die Wahl der richtigen Methode und Einstellungen stellt sicher, dass Ihre PNG-Dateien sowohl qualitativ hochwertig sind als auch für ihren Einsatzzweck (insbesondere im Web) effizient sind.

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Andenmatten Soltermann

Hallo! Ich bin Andenmatten Soltermann, ein Schweizer Fotograf, der leidenschaftlich die Essenz der Welt durch seine Linse einfängt. Geboren und aufgewachsen in den majestätischen Schweizer Alpen, haben die deutsche Sprache und atemberaubende Landschaften meine kreative Vision geprägt. Meine Liebe zur Fotografie begann mit einer alten analogen Kamera, und seitdem widme ich mein Leben der Kunst, visuelle Geschichten zu erzählen, die berühren und verbinden.In meinem Blog teile ich praktische Tipps, Techniken und Erfahrungen, um dir zu helfen, deine fotografischen Fähigkeiten zu verbessern – egal, ob du ein neugieriger Anfänger oder ein erfahrener Profi bist. Von der Beherrschung des natürlichen Lichts bis hin zu Ratschlägen für wirkungsvolle Bildkompositionen ist es mein Ziel, dich zu inspirieren, die Welt mit neuen Augen zu sehen. Mein Ansatz verbindet Technik mit Leidenschaft, immer auf der Suche nach dem Funken, der ein Foto unvergesslich macht.Wenn ich nicht hinter der Kamera stehe, findest du mich auf Bergpfaden, auf Reisen nach neuen Perspektiven oder beim Genießen der Schweizer Traditionen, die mir so am Herzen liegen. Begleite mich auf dieser visuellen Reise und entdecke, wie Fotografie die Art und Weise, wie du die Welt siehst, verändern kann.

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