Star Wars ist eine vom Drehbuchautor, Produzent und Regisseur George Lucas erdachte Science-Fiction-Saga. Der erste Film mit dem ursprünglichen Titel Krieg der Sterne lief am 25. Mai 1977 in den amerikanischen und am 10. Februar 1978 in den deutschen Kinos an. Der Film entwickelte sich zu einem Phänomen der heutigen Popkultur. Aus dem Erfolg des Films entsprang neben weiteren Spielfilmen eine weitreichende Sammlung an Büchern, Comic-Heften, Videospielen, Fernsehserien und vielem mehr. Der Begriff Star Wars bezieht sich einerseits auf den originalen Filmtitel des erstveröffentlichten Star-Wars-Films im Jahr 1977 und andererseits auf alle lizenzierten Produkte aus Merchandising, die von Lucasfilm und ihren Kooperationspartnern im Laufe der dreißigjährigen Erfolgsgeschichte von Star Wars herausgegeben wurden. An den Kinokassen hat die Filmsaga rund 4,5 Milliarden US-Dollar eingespielt und rangiert nach einem Bericht des Forbes Magazines vom 13. Dezember 2012 auf Platz zwei der erfolgreichsten Franchises aller Zeiten, lediglich Harry Potter kommt auf ein höheres Einspielergebnis. Unter Berücksichtigung des Umsatzes durch das umfangreiche Angebot an lizenziertem Merchandising, das rund weitere 20 Milliarden US-Dollar einbrachte, ist Star Wars in finanzieller und kommerzieller Hinsicht das erfolgreichste Filmprojekt.

Im Wesentlichen handelt Star Wars vom ständig andauernden Kampf zwischen Gut und Böse, vor dem Hintergrund einer weit entfernten Galaxis in einer längst vergangenen Zeitgeschichte. Selbst versteht sich Star Wars als eine Mischung mehrerer Filmgenres mit archetypischen und mythologischen Motiven, dargestellt als moderne Vision eines Märchens oder Weltraumoper.
Entstehungsgeschichte der Saga
Die Entstehung des Films Eine neue Hoffnung, der in Amerika zunächst mit dem einfachen Titel Star Wars und in Deutschland mit Krieg der Sterne uraufgeführt wurde, reicht zurück in die frühen 1970er Jahre. Doch George Lucas' Inspirationen für die Schaffung des Star-Wars-Universums reichen noch sehr viel weiter zurück. Während seines Anthropologiestudiums auf der University of Southern California beschäftigte sich Lucas insbesondere mit der dokumentarischen Aussagekraft eines Films. In mehreren Kurzfilmen aus seiner Studentenzeit war Lucas besonders darauf bedacht, eine visuelle und akustische Lebensnähe zu wahren und zu vermitteln. In Anlehnung an ein Zitat des japanischen Regisseurs Akira Kurosawa sollte Lucas diese Art des Filmemachens später als „makellose Realität“ bezeichnen. Während seiner Studentenzeit im Jahr 1969 beschäftigte sich Lucas auch mit den Schriften des Pädagogen Joseph Campbell, dessen Buch Der Heros in Tausend Gestalten ihn in Hinblick auf die dort beschriebenen und kategorisierten Religionen und Mythen hinreichend beeinflusste.
Einflüsse und Visionen
Krieg der Sterne sollte sowohl religiöse, fantastische als auch mystische Elemente in einer einfachen und leicht zugänglichen Handlung vereinen. Grundlegend ließ sich Lucas dabei von Samstagvormittags-Serien wie Flash Gordon und Captain Blood inspirieren. Auf dieser Grundlage sollte die Geschichte einen plausiblen Hintergrund ohne viel Erklärungsbedarf vermitteln, in der Charaktere die Hauptrolle spielen, mit denen sich auch der Zuschauer identifizieren konnte. So schuf Lucas mythische Urbilder aus dem Film 2001 – Odyssee im Weltraum (1968) sowie bekannten Epen wie Beowulf und der Artuslegende. Teile der Geschichte – vor allem aber die Positionierung des Erzählers in den „niederen“ Droiden – leitete er aus Kurosawas Die Verborgene Festung ab. Außerdem ergaben sich eine gutaussehende junge Maid, ein abenteuerlustiger junger Mann und ein verwegener Kerl, der in Krieg der Sterne den idealistischen Helden verkörpern sollte.
Frühe Manuskripte und Konzepte
Im Jahr 1972 begann Lucas die Arbeit an einem ersten handschriftlichen Manuskript, welches den Titel Journal of the Whills trug. Dieses Skript war mehr ein narratives Mittel, um etwa drei Dutzend verschiedene Sujets zu testen, als ein fundiertes drehbuchähnliches Konzept. Das 14-seitige Skript wurde auf C. P. Thorpe verfasst, einem Padawan-Schüler der ruhmreichen Jedi. Inhaltlich beschrieb das Journal of the Whills die Handlungen von Mace Windy, einem angesehenen Jedi-Bendu von Ophuchi. Die Handlung des Manuskripts war sehr wirr und nur schwer verständlich, was vor allem an einer Vielzahl ungewöhnlicher Begriffe und Namen lag. Auch beinhaltete das Skript eine eigene Liste von Planeten, wo unter anderem der Wüstenstern Aquilae, der Dschungelplanet Yavin, einem Wolkenplanet namens Ophuchi und der Stadtplanet Alderaan aufgezählt wurden. Damit der Entwurf etwas an Plastizität gewinnt, fügte Lucas auch noch eine Liste von bedeutenden Charakteren hinzu. Somit wurden in der Liste General Luke Skywalker, General Vader, Han Solo, R2-D2, C-3PO und Chewbacca erwähnt.
Die Entwicklung des Drehbuchs
George Lucas, der zu diesem Zeitpunkt mit THX 1138 (1971) und American Graffiti (1973) bereits in zwei abendfüllenden Spielfilme die Regie führte, konnte mit letzterem seinen Durchbruch erzielen. Sein nächstes Projekt Star Wars wurde jedoch bereits im Vorfeld von United Artists und Universal Studios, bei dem Lucas Optionsverträge zu erfüllen hatte, abgelehnt. Als Lucas sein Skript dann im Sommer 1973 Alan Ladd jr., dem Produktionsleiter von Twentieth Century Fox vorlegte, stieß er dabei erstmals auf Akzeptanz. Nach einer Privatvorführung von American Graffiti war Ladd von den Fähigkeiten des jungen Regisseurs derart überzeugt, dass er Lucas ein voraussichtliches Budget von drei Millionen US-Dollar einräumte. Alan Ladd setzte seine Hoffnungen mehr in Lucas selbst als in sein neues Projekt, zumal er das im Skript beschriebene Weltraummärchen nicht ganz verstand. Die Geschichte, die Ladd vorgelegt bekam, handelte von dem 16-jährigen Annikin Starkiller, dem Sohn von Kane, und seinem 10-jährigen Bruder Deak. Kane war einer der letzten Jedi und er hatte sich mit seinen Kindern auf den vierten Mond von Utapau zurückgezogen. Schließlich wird Deak von einem Sith-Krieger mit schwarzem Umhang mit seinem Lichtschwert ermordet. Zuletzt bringt Kane seinen Sohn Annikin zu seinem Freund General Skywalker, der ihn ausbilden soll, da Kane bereits selbst im Sterben liegt.
Zwar hatte Lucas im Gespräch mit Alan Ladd jr. dessen Interesse an ihm und sein Projekt geweckt, doch ohne feste Zusage, den Film auch zu finanzieren, war dies nahezu bedeutungslos. So machte sich Lucas daran, ein Drehbuch fertig zu stellen. Dazu mietete er sich kurz vor dem Kinostart von American Graffiti ein Haus in San Anselmo, einer Gemeinde im Bezirk Marin nahe von San Francisco, wo er in seiner Schreibstube im ersten Stock über die Handlung von Krieg der Sterne nachdachte. Sechs Monate später zog Lucas in ein altes Haus im viktorianischen Stil in der Nähe des Park Way um, wo er genügend Büroräume besaß, um auch seine noch junge Firma Lucasfilm unterzubringen. In den folgenden drei Jahren fertigte George Lucas eine finale Drehbuchfassung an, die bis zu ihrer Endfertigung im Januar 1975 zahlreiche Wandlungen, Streichungen und Änderungen erfuhr.
Um auch das Filmstudio von dem Drehbuch zu überzeugen, warb Lucas im Jahr 1974 den Grafiker Ralph McQuarrie an, der bisher Werbegrafiken für Boeing und später Illustrationen des Apollo-Programms für die Nachrichtensendung CBS News fertigte. Lucas beauftragte McQuarrie, um einige im Drehbuch beschriebene Schlüsselszenen zu illustrieren. McQuarrie arbeitete insgesamt fünf Wochen und stellte vier Illustrationen fertig, bei denen er auch noch eigene Ideen und Inspirationen einbaute. So bekamen Alan Ladd und seine Vorstände einen Eindruck von dieser komplexen Welt, sodass sie trotz der bleibenden Skepsis der Finanzierung des Projekts und der Abnahme des Drehbuchs zusagten. Das vom Studio aus zugesicherte Budget betrug rund acht Millionen US-Dollar. Doch da Lucas' Budget im Anschluss an die Vorproduktion sich auf rund 16 Millionen US-Dollar belief, musste das Drehbuch weiter gekürzt werden. In einer folgenden Überarbeitung entfernte Lucas den Schauplatz Alderaan als Drehort und strich den geheimnisvollen Kiber-Kristall als materielle Basis der Macht. Seine persönliche Endfassung des Drehbuchs ließ Lucas dann von seinen Kollegen Willard Huyck und Gloria Katz überarbeiten. Sie formulierten rund ein viertel aller Dialoge um, sodass auch die zynischen Wortgefechte zwischen Han Solo und Prinzessin Leia auf ihrer Grundlage beruhen.
Lucas erklärte, dass die originale Star-Wars-Handlung ursprünglich in einem einzigen Film abgehandelt werden sollte, aber später in drei Abschnitte eingeteilt wurde. Die Geschichte sei zu umfangreich gewesen. Berichten zufolge umfasste das erste Drehbuch von George Lucas über 200 Seiten. Sein Titel, der zwischenzeitlich The Adventures of Luke Starkiller lautete, wurde unzählige Male geändert, bevor er schlicht zu Star Wars umbenannt wurde. Lucas gab auch an, dass die Vorgeschichte nur auf „Notizen“ festgelegt war, welche das Hintergrundwissen von Charakteren festhielten.
Die Original-Trilogie
Episode IV – Eine neue Hoffnung
Der erste Film der Star-Wars-Saga war Krieg der Sterne, der in Amerika unter dem originalen Titel Star Wars in die Kino kam. Die Produktion zu diesem Film erwies sich für alle Beteiligten als sehr aufreibend. Niemand außer Lucas selbst wusste, was der Film eigentlich aussagen sollte. Dazu kam, dass das geplante Budget von über zehn Millionen US-Dollar im Zuge der Dreharbeiten, die sich auch außerhalb des vereinbarten Drehplanes bewegten, aufgebraucht wurde. Zunehmende Zweifel von 20th Century Fox bewirkten, dass Lucas unter hohem Zeitdruck arbeitete. Die Schauspieler selbst glaubten weniger an einen Erfolg des Films und belächelten Lucas für sein Engagement, das er für die Fertigstellung des Films aufbrachte. Des Weiteren standen die Rahmenbedingungen für einen Erfolg eines Science-Fiction-Films in den 1970er Jahren eher schlecht, denn die amerikanische Bevölkerung war nach Vietnamkrieg und Watergate-Ölkrise zynisch geworden und erhob andauernde Aufstände gegen die damalige Regierung. Filme mit Kriegsmotiven und fiktionalem Inhalt waren unbeliebt und galten zu jener Zeit als Kassengift. Stattdessen setzten die Filmstudios auf Filmproduktionen, die der Wirklichkeit entsprechen und sich bewusst mit dem Trauma der Bevölkerung auseinandersetzten. Außerdem überwog die Skepsis, was die technische Machbarkeit des Films anging. Science-Fiction wirkte bis dahin fast immer unecht, die Kostüme zu metallisch, die technische Umgebung zu steril und erkennbar unfunktionell.
Unter diesen Umständen gab es in Hollywood nur noch vereinzelte Firmen, die sich speziell auf die Produktion fotografischer Spezialeffekte ausrichteten. Allerdings waren für Krieg der Sterne so viele Spezialeffekte nötig wie es in keinem anderen Film zuvor der Fall war. Lucas beschloss, eine eigene Firma für Spezialeffekte zu gründen, die er mit jungen Pionieren besetzte, die er entweder noch aus seiner College-Zeit kannte oder die er von guten Freunden empfohlen bekam. Die Geschäftsführung dieser Effektschmiede, die den Namen Industrial Light & Magic bekam, überließ Lucas John Dykstra, der bereits durch seine Mitarbeit in Silent Running – Lautlos im Weltraum (1972) bekannt wurde. Nachdem die Crew ein angemietetes Lagerhaus in Van Nuys bezog, begann sie mit der Erstellung der fotografischen Spezialeffekte, was sich im Verlauf der Produktion als sehr aufwändig und kostspielig erwies. Es kam zu erheblichen Verzögerungen, sodass mehrere Drehs verschoben werden mussten. Zu den größten Innovationen, die ILM zu dieser Zeit ablieferte gehörte das nach Dykstra genannte Kamerasystem Dykstraflex, sowie das ramponierte Aussehen der verwendeten Modelle, die dem Zuschauer ein verbrauchtes Aussehen der Raumschiffe vermittelte.
Für die Besetzung von Krieg der Sterne wandte sich Lucas an Fred Roose, der ihn bereits beim Vorsprechen zu American Graffiti unterstützte. Obwohl Lucas zunächst keine Schauspieler aus American Graffiti einsetzen wollte, entschied er sich schließlich nach Ross' Einreden für den gelernten Schreiner Harrison Ford für die Rolle des Han Solo. Roos entdeckte auch die damals 19-jährige Carrie Fisher, die eine kleine Rolle in Shampoo (1975) hatte. Sie bekam schließlich die Rolle der Prinzessin Leia Organa, während Mark Hamill als Luke Skywalker eingesetzt wurde. Der bekannteste Schauspieler unter den Hauptpersonen war Sir Alec Guinness als Obi-Wan Kenobi. Die Dreharbeiten fanden zum einen in Tozeur, Tunesien als auch in den Elstree-Studios in London, England statt. Während der Arbeiten in Tunesien wurden die gesamten Kulissen durch einen Wüstensturm zerstört und mussten anschließend neu aufgebaut werden. Doch auch in der Organisation lief nicht alles wie geplant. So waren mehrere Abteilungsleiter nicht bereit miteinander zusammenzuarbeiten und die Kamerateams richteten sich dagegen streng nach britischen gewerkschaftlichen Vorgaben, was die Dreharbeiten zusätzlich bremste. Aus Unzufriedenheit musste Lucas sogar seinen Editor entlassen, während ILM nur sporadisch neue Effekt-Aufnahmen lieferte.
Gegen Ende der Produktion hatte Twentieth Century Fox Probleme, den Film mit einer Werbekampagne zu vermarkten, um überhaupt das Interesse der Kinobetreiber zu wecken. Lediglich 32 amerikanische Kinos nahmen Krieg der Sterne in ihr Programm auf und zeigten den Film am Tag der Premiere am 25. Mai 1977. Entgegen vielen Erwartungen war der Erfolg des Films durchschlagend – bei den Einspielergebnissen ebenso wie in der Art, wie er sich schlagartig in das Bewusstsein der Öffentlichkeit festsetzte. Auf vielen der Kinos, die Krieg der Sterne in ihrem Programm hatten, war der Ansturm von Zuschauern derart gewaltig, dass sich sogar Warteschlangen um ganze Häuserblöcke herum bildeten. Dies führte schließlich auch dazu, dass zusammen mit Steven Spielbergs Der weiße Hai, der 1975 einen überraschenden Erfolg hinlegte, Krieg der Sterne den Begriff Blockbuster prägte. In Großstädten übernachteten die Menschen sogar auf den Straßen, um am nächsten Tag in die Vorstellung gehen zu können. Der Erfolg schwappte nur langsam über die Grenzen Nordamerikas – im Juni 1977 wurde der Film erstmals auf den Philippinen gezeigt und im Oktober in europäischen Ländern wie Italien und Frankreich. Gegen Jahresende erreichte der Film auch das Vereinigte Königreich, bis er im Februar 1978 schließlich Deutschland und wenig später osteuropäische und asiatische Nationen erreichte.
Episode V – Das Imperium schlägt zurück
Nach dem fulminanten Erfolg von Krieg der Sterne begann George Lucas mit der Produktion eines Nachfolgers mit dem Titel Das Imperium schlägt zurück. Lucas beschloss, die Arbeit als Regisseur abzugeben, da er nach Krieg der Sterne sowohl körperlich als auch geistig entkräftet war. Die Handlung für den Film schrieb Lucas in einem ausführlichen Treatment, aus dem die Fantasy- und Science-Fiction-Autorin Leigh Brackett ein Drehbuch verfassen sollte. Jedoch verstarb Brackett aufgrund einer Krebserkrankung nachdem sie die erste Fassung des Drehbuchs fertiggestellt hatte. Später engagierte Lucas Lawrence Kasdan, der das Drehbuch nochmals überarbeitete und fertigstellte. Als Regisseur stellte Lucas seinen ehemaligen Lehrer Irvin Kershner aus der Filmhochschule ein. Im Laufe der Produktion zu Das Imperium schlägt zurück kündigte Twentieth Century Fox ihrem Produktionsleiter Alan Ladd jr., einem von Lucas' größten Fürsprechern. Das Unternehmen machte Ladd dafür verantwortlich, dass Lucas durch eine Vertragsklausel die Rechte der Fortsetzungen und des damit verbundenen Merchandising besaß.
Die Hauptdreharbeiten begannen am 5. März 1979 mit den Außenaufnahmen des Planeten Hoth in Finse, Norwegen. Da strenge Witterungsverhältnisse und eine Außentemperatur von rund 20 Grad unter Null herrschten, schritten die Arbeiten nur langsam voran. Ein Schneesturm wirbelte große Massen von Schnee direkt vor die Eingänge beider Basislager, was zusätzlich Zeit und Geld in Anspruch nahm. Als die Dreharbeiten dann am 13. März in die Elstree-Studios nach London verlagert wurden, sorgte ein plötzlicher Brand in Studio 3 für weitere Verzögerung. Als der entstandene Finanzierungsbedarf von 25 Millionen US-Dollar das vereinbarte Budget in Höhe von 18,5 Millionen US-Dollar überstieg, kündigte die Bank of America ihren Kreditrahmen für Lucas. Allerdings konnte er eine weitere Bank finden, die sein Filmprojekt unterstützte und ausreichend finanzierte. Gegen Ende der Produktion war das Budget bereits auf 33 Millionen US-Dollar angewachsen.
Am 21. Mai 1980 feierte Das Imperium schlägt zurück in den amerikanischen Kinos seine Premiere. Schnell wurde klar, dass der Film zu einem vergleichbaren Erfolg wie sein Vorgänger werden würde und dass jegliche Sorgen, das Budget könne nicht wieder eingespielt werden, unbegründet waren. Der Film ist weitaus düsterer, subtiler und zweideutiger als sein Vorgänger und offenbart außerdem die wahre Identität Darth Vaders als Vater Luke Skywalkers. Diese Tatsache sollte in den folgenden Jahren zum Gegenstand zahlreicher Parodien und Anspielungen werden. Der Jedi-Meister Yoda, der durch eine Latex-Puppe gespielt von Frank Oz realisiert wurde, erhielt mit Das Imperium schlägt zurück seinen ersten Auftritt. Kurzzeitig hielt Das Imperium schlägt zurück sogar den Rekord als kommerziell erfolgreichste Fortsetzung. (Anmerkung: Ein spezifisches Datum für den Kinostart in Deutschland wird im bereitgestellten Text nicht genannt).

Episode VI – Die Rückkehr der Jedi-Ritter
Im Anschluss an die Dreharbeiten zu Jäger des verlorenen Schatzes (1981), dem ersten Teil der erfolgreichen Indiana-Jones-Trilogie, begann George Lucas mit der Produktion zu seinem vorerst letzten Star-Wars-Film mit dem anfänglichen Titel Die Rache der Jedi-Ritter, welcher später zu Die Rückkehr der Jedi-Ritter umbenannt wurde. Lucas engagierte den walisischen Regisseur Richard Marquand und überließ ihm die Regie zu Die Rückkehr der Jedi-Ritter. Für die Arbeit am Drehbuch konnte Lucas erneut den Autor Lawrence Kasdan verpflichten, der bereits die finale Drehbuchfassung von Das Imperium schlägt zurück schrieb. Die Hauptdarsteller des letzten Films übernahmen ihre Rollen. Eine bekannte Neubesetzung war allerdings der damals 34-jährige Ian McDiarmid, der die Rolle des Imperator Palpatines zugesprochen bekam.
Am 11. Januar 1982 begannen in den Elstree-Studios in London die Dreharbeiten. Die erste am Set gedrehte Szene war ironischerweise die einzige, die später im Verlauf der Postproduktion aus dem Film geschnitten wurde. Lucas bestand darauf, dass die Dreharbeiten unter strenger Geheimhaltung abliefen, was sich aufgrund der Bekanntheit der Filme als sehr schwierig erwies. Aus diesem Grund wurde während der Dreharbeiten der Pseudotitel Blue Harvest – Horror Beyond Imagination («Blaue Ernte – Der unvorstellbare Horror») verwendet, um neugierige Fans fernzuhalten. Die Verwendung eines Pseudotitels hielt auch die Verwaltungskosten für Produktionseinrichtungen gering, da die Studios für namhafte Filme einen stillen Aufschlag kalkulierten. Ab April 1982 wurden die Dreharbeiten in die Yuma-Wüste in Arizona verlegt, um dort Außenaufnahmen des Planeten Tatooine aufzunehmen. Für die Szenen auf dem Waldmond Endor reiste das Drehteam und Besetzung nach Crescent City, Kalifornien zu einem Redwood-Wald mit dicht aneinander liegenden und hochgewachsenen Baumstämmen. Die Dreharbeiten verliefen planmäßig, sodass diese unter Einhaltung des Budgets in Höhe von 32,5 Millionen US-Dollar Ende Mai 1982 abgeschlossen werden konnten. Das bestgehütete Geheimnis des Films war die Szene, in der Darth Vader seinen Helm vor den Augen seines Sohnes Luke Skywalker abnimmt. Diese Szene war nur wenigen Crew-Mitgliedern und den dort anwesenden Schauspielern bekannt. Allerdings veröffentlichte Marvel die Comic-Adaption zum Film bereits drei Wochen vor der Premiere, sodass die gesamte Handlung bereits im Vorfeld nachzulesen war und alle Anstrengungen der Geheimhaltung vergebens waren.
Die Premiere zu Die Rückkehr der Jedi-Ritter wurde am 25. Mai 1983 gefeiert, also genau sechs Jahre nach der Veröffentlichung des ersten Star-Wars-Films. Bereits am ersten Wochenende überstiegen die Einnahmen von Die Rückkehr der Jedi-Ritter die seines Vorgängers im gleichen Zeitraum und löste dessen Rekord als kommerziell beste Fortsetzung ab. Im Film haben die knapp ein Meter großen Ewoks ihren ersten Auftritt, die durch ihr pelziges Aussehen knuddelig wirken sollten. Allerdings hatte die Crew bei der Produktion des Films keine Zeit mehr, um animatronische Ewok-Gesichtsmasken zu fertigen, wodurch deren Gesichter steril und ausdruckslos wirken.
Die Special Editions
Nach einigen anderen Filmproduktionen wie Willow (1988), Tucker (1988) und Radioland Murders (1994) beschäftigte sich George Lucas im Jahr 1994 erneut mit seiner Star-Wars-Saga, um die Vorgeschichte der Original-Trilogie zu schreiben. Doch beim Schreiben des Drehbuchs zu Die dunkle Bedrohung kam Lucas die Idee zu einem weiteren Projekt, welches dann Vorrang erlangte. Durch den Film Jurassic Park, der 1993 in die Kinos kam und in dem fotorealistische Dinosaurier zu sehen waren, war sich Lucas sicher, dass die technischen Möglichkeiten hochwertige visuelle Spezialeffekte nun ermöglichten. So beschloss er, von Krieg der Sterne eine „Special Edition“ mit verbesserten Spezialeffekten zu kreieren, um „das Ding so abzuschließen, wie er es sich in seiner endgültigen Fassung eigentlich vorgestellt hatte.“ Im April 1995 trafen Lucasfilm und Twentieth Century Fox eine Einigung, nach der die gesamte Star-Wars-Trilogie überarbeitet und anschließend als VHS-Video veröffentlicht werden sollte. Zusätzlich stimmte Fox dem Kinovertrieb zu Krieg der Sterne zu, wobei diese Übereinkunft später ausgeweitet wurde, um auch Das Imperium schlägt zurück und Die Rückkehr der Jedi-Ritter mit überarbeitete Bildqualität und THX-Sound erneut in die Kinos zu bringen.
Als George Lucas und Produzent Rick McCallum die Master-Negative von Krieg der Sterne betrachteten, stellten sie zu ihrem Entsetzen fest, dass die Bildträger enorm verschlissen waren. Nach fast 20 Jahren waren die Negative stark von Verfall und Zersetzung betroffen, was sich an den Farben zeigte, die bereits bis zu 15 Prozent verblichen waren. Außerdem waren alle sechs Spulen des Negativs von Schmutz und Kratzer befallen. Über 30 Mitarbeiter restaurierten den Film Bild für Bild fast drei Jahre lang. Sie behandelten das Negativ mit einem speziellen chemischen und auf 38 Grad Celsius temperierten Bad und bedienten sich bei extrem verschmutzten Szenen sogar der original Master-Bänder. Die Restauration von Das Imperium schlägt zurück und Die Rückkehr der Jedi-Ritter verlief wesentlich einfacher, da die Negative noch gut erhalten waren.
Anschließend wurden die Filme sowohl visuell als auch auditiv aufgewertet, indem sie mit neuen Spezialeffekten, Soundeffekten sowie Musikkompositionen ausgestattet wurden. Die Änderungen in Krieg der Sterne sind überwiegend von kosmetischer Natur, wie beispielsweise die Retuschierung der Räder, die bei Lukes Speeder-Bike zu sehen waren, und durch digital aufgearbeitete Luft ersetzt wurden. Auch das Stadtleben von Mos Eisley wurde durch Hinzufügen neuer Passanten und Kreaturen lebendiger gestaltet. Eine große Änderung gegenüber der originalen Filmfassung war die wieder eingefügte Szene, in der sich Jabba und Han Solo begegnen und über die Rückzahlung von Schulden verhandeln. Auch dem Kopfgeldjäger Boba Fett kam in dieser Szene eine Statistenrolle zugute. Für die Special Edition von Das Imperium schlägt zurück wurde unter anderem auch die Kampfszene zwischen Luke Skywalker und einem Wampa um einige Einstellungen erweitert, die einige Nahaufnahmen des Eismonsters zeigen. Eine weitere große Änderung wertete die Szenen auf der Wolkenstadt auf, deren Umgebung nachvollziehbarer gestaltet und deren Korridore mit zusätzlichen Panoramafenstern ausgestattet wurden. In Die Rückkehr der Jedi-Ritter wurde die Darstellung des Sarlaccs überarbeitet, sodass er durch zusätzliche sich windende Tentakel und einem schnappendem Schnabel bedrohlicher wirkt. John Williams schrieb extra für die Special Edition ein neues Musikstück, das schließlich in einer Szene in Jabbas Palast Verwendung fand. Während der Siegesfeier gegen Ende des Films wurde außerdem eine kurze Einstellung eingefügt, die jubelnde Massen auf dem Planeten Coruscant zeigt.
Knapp 20 Jahre nach dem ersten Kinostart wurde die Special Edition von Krieg der Sterne am 31. Januar 1997 in den amerikanischen Kinos aufgeführt. Die Einnahmen übertrafen alle Erwartungen und der Film stellte einen neuen Rekord für Kinostarts in den Monaten Januar und Februar auf. Dies wirkte sich erheblich auf den Gesamtumsatz von Krieg der Sterne aus, der sich durch die Aufführung der Special Edition auf rund 400 Millionen US-Dollar erhöhte. die Special Edition von Das Imperium schlägt zurück feierte am 21. Februar ihren Kinoauftritt und übertraf sogar Krieg der Sterne in den Februar-Einnahmen. Der Kinostart der Special Edition von Die Rückkehr der Jedi-Ritter wurde auf Drängen der Kinobesitzer auf den 14. März nach hinten verschoben, da die beiden ersten Filme noch immer erfolgreich in den Kinos liefen.
Die Prequel-Trilogie
Episode I – Die dunkle Bedrohung
Zwischen den Premieren zu Die Rückkehr der Jedi-Ritter und Die dunkle Bedrohung liegen sechzehn Jahre. Mit dieser ersten Episode wollte George Lucas die Vorgeschichte der bisherigen Star-Wars-Saga erzählen und diese gleichzeitig einer neuen Generation von Zuschauern vorstellen. In den Jahren 1995 bis 1997 verfasste Lucas insgesamt fünf verschiedene Drehbuchfassungen für Die dunkle Bedrohung. Im Unterschied zu seinen bisherigen Produktionen konnte Lucas Schauplätze und Ereignisse in Die dunkle Bedrohung nach Belieben ausgestalten, da ihm durch bessere Spezialeffekte weitaus mehr Möglichkeiten offen standen. Für die Produktion des Films reiste auch Ralph McQuarrie an, um Doug Chiang, dem Direktor für Design, beratend zur Seite zu stehen. Für das Aussehen des Stadtplaneten Coruscant wurden beispielsweise Illustrationen verwendet, die McQuarrie bereits im Zuge der Produktion zu Die Rückkehr der Jedi-Ritter gefertigt hatte, welche aber aufgrund der mangelnden technischen Möglichkeiten nicht umgesetzt wurden. George Lucas engagierte außerdem Rick McCallum als Produzent der gesamten Prequel-Trilogie. Lucas selbst führte zum ersten Mal seit Krieg der Sterne wieder die Regie in einem Star-Wars-Film.
Die Suche nach den passenden Hauptdarstellern gestaltete sich äußerst knifflig, da darauf zu achten war, dass die Schauspieler sowohl körperlich als charakteristisch zu den späteren Inkarnationen passten, die durch die bisherige Star-Wars-Trilogie vorgegeben wurden. Die Rolle des Obi-Wan Kenobi erhielt schließlich der Schotte Ewan McGregor, der eine große Ähnlichkeit zu Sir Alec Guinness aufweist und sogar einen vergleichbaren Timbre spricht. In der Rolle der Padmé Amidala suchte man eine willensstarke junge Frau mit großem Durchsetzungsvermögen, ähnlich wie Carrie Fisher in der Rolle der Prinzessin Leia. Die Rolle erhielt Natalie Portman, während der damals achtjährige Jake Lloyd die Rolle des jungen Anakin Skywalkers bekam. Die Dreharbeiten begannen am 26. Juni 1997 in den Leavesden-Studios in England und wurden im Juli in Italien, im Reggia-Palast in Caserta bei Neapel fortgesetzt. Während der Arbeiten in Tunesien wütete in der Nacht ein Sturm, der das gesamte Set und sämtliche Podrenner-Nachbildungen zerstörte. Nichtsdestotrotz konnten die Hauptdreharbeiten planmäßig nach 65 Tagen und über 37.000 Kameraeinstellungen beendet werden.
Die dunkle Bedrohung löste in vielen Ländern und insbesondere in Amerika einen gewaltigen Medienhype aus. Nachdem im November 1998 der erste Trailer veröffentlicht wurde, gestattete Lucasfilm die Ausstrahlung dieses Trailers im Fernsehen nur dann, wenn dieser in voller Länge ausgestrahlt würde. Viele Nachrichtensendungen ließen daraufhin den gesamten Trailer als News laufen, während er im Internet auf StarWars.com mehr als 1,1 Millionen Mal heruntergeladen wurde. Daneben startete Lucasfilm erstmals eine international gleich behandelte Werbestrategie, die so genannte „One World“-Werbekampagne. Am 16. Mai 1999 kam Die dunkle Bedrohung dann in die amerikanischen Kinos und erreichte bereits am ersten Tag einen Umsatz von 28,5 Millionen US-Dollar. Schon in der ersten Woche konnte das Budget von 115 Millionen US-Dollar um ein Vielfaches wieder eingespielt werden. Das weltweite Einspielergebnis beläuft sich auf rund 926 Millionen US-Dollar, sodass Die dunkle Bedrohung seinerzeit gleich hinter Titanic (1997) den zweiten Platz der erfolgreichsten Filme aller Zeiten belegte. Der Film wurde besonders durch die im Gegensatz zur Original-Trilogie unbeschwerte Handlung und aufgrund des witzelnden Charakters Jar Jar Binks kritisiert.
Episode II – Angriff der Klonkrieger
Die Handlung von Angriff der Klonkrieger spielt zehn Jahre nach den Ereignissen von Die dunkle Bedrohung. Insgesamt verfasste George Lucas für diesen Teil seiner Saga drei Drehbuchfassungen, bis er schließlich Jonathan Hales als Koautor engagierte, der ihn bei der Überarbeitung und Zusammenstellung der verschiedenen Handlungsstränge behilflich sein sollte. Lucas arbeitete bereits bei Die Abenteuer des jungen Indiana Jones sowie Radioland Murders mit Hales zusammen. Der Hauptplot des Films sollte der Beginn der Klonkriege sein, auf die Obi-Wan bereits 1977 in Krieg der Sterne hinwies. Gleichzeitig wollte Lucas sowohl die Charaktere als auch die Handlung in Richtung der Original-Trilogie lenken, indem er hierbei einige Analogien zwischen Star Wars und historischen Ereignissen der Politik herstellte. Die endgültige Drehbuchfassung schrieb Lucas wieder selbst, wobei er seine Gespräche mit Hales als Grundlage seiner Überarbeitung verwendete.
Die Besetzung des Films setzte sich – trotz des großen Zeitsprungs zwischen Die dunkle Bedrohung und Angriff der Klonkrieger – zum großen Teil aus denselben Schauspielern des Vorgängers zusammen. Eine wichtige Neubesetzung war die Rolle des Anakin Skywalkers, da Jake Lloyd für die Verkörperung eines Jugendlichen noch zu jung war. Aus über 1.500 Vorschlägen wählten Robin Gurland und Lucas den Kanadier Hayden Christensen aus, der bereits mit zwölf Jahren in der Daily Soap Macht der Leidenschaft mitspielte. Als Ersatz für den Tod Darth Mauls im letzten Teil wurde der britische Horrorfilmschauspieler Christopher Lee als neuer Sith namens Dooku eingeführt. Der Moari-Schauspieler Temuera Morrison verkörpert im Film hingegen den Kopfgeldjäger Jango Fett, während Jimmy Smits die Rolle des Bail Organa erhielt. Am 26. Juni 2000 fiel die erste Klappe der Hauptdreharbeiten, die zum ersten Mal bei einem Star-Wars-Film nicht in England sondern in den Fox-Studios in Sydney, Australien stattfanden. Lucas wollte Angriff der Klonkrieger gänzlich ohne Zelluloid drehen, sondern komplett mit einigen hochauflösenden 24-P-Digitalkameras von Sony und Panavision. Die Dreharbeiten führten die Besetzung zum Comer See nach Italien, zum Plaza d'España bei Sevilla in Spanien und erneut in die Wüste Tunesiens. Der größte Teil des Films wurde allerdings auf den insgesamt 67 Sets innerhalb der Fox-Studios vor grünem oder blauem Hintergrund gedreht. Am 20. September 2000 konnten die Dreharbeiten nach 61 Arbeitstagen abgeschlossen werden.
Nach einer über einjähriger Phase der Postproduktion, in der ILM zahlreiche Spezialeffekte produzierte, kam der Film dann weltweit am 16. Mai 2002 in die Kinos. Am ersten Wochenende spielte Angriff der Klonkrieger über 80 Millionen US-Dollar in die amerikanischen Kinokassen ein. Der Gesamtumsatz in Amerika belief sich auf rund 302 Millionen US-Dollar, während es die weltweiten Einnahmen sogar auf über 648 Millionen US-Dollar brachten.
Episode III – Die Rache der Sith
In Die Rache der Sith galt es alle losen Enden der beiden Star-Wars-Trilogien zusammenzuführen und die gesamte Handlung abzuschließen. Obwohl das Ende des Films durch die vorgegebene Ausgangssituation der Original-Trilogie schon im Vorfeld feststand, musste Die Rache der Sith eine konstant spannende Geschichte haben. George Lucas schrieb das Drehbuch zum Film und übernahm abermals die Regie. Die Besetzung glich der von Angriff der Klonkrieger, der sich allerdings noch der britische Schauspieler Peter Mayhew, der bereits in der Original-Trilogie den Wookiee Chewbacca spielte, und Genevieve O'Reilly in der Rolle der Mon Mothma anschlossen. Als völlig neuer Charakter wurde in Die Rache der Sith der Droiden-General Grievous eingeführt, der von ILM vollständig am Computer generiert wurde und ursprünglich von Gary Oldman synchronisiert werden sollte.
Nachdem George Lucas seine endgültige Drehbuchfassung fertigstellte, begannen am 30. Juni 2003 in den Fox-Studios in Sydney die Hauptdreharbeiten zum Film. Über die Internetplattform Hyperspace auf der offiziellen Star-Wars-Seite gewährte Lucasfilm mithilfe einer Webkamera auch erstmals einen kontinuierlichen Blick auf die Dreharbeiten von Die Rache der Sith. Ein Set-Tagebuch berichtete außerdem über diverse Produktionsschritte, wie beispielsweise die von Schwertmeister Nick Gillard entwickelte Stunt-Koordination der Schauspieler oder die Fertigung der zahlreichen Wookiee-Kostüme und -Frisuren. Die Dreharbeiten fanden überwiegend in den Fox-Studios vor grünem oder blauem Hintergrund statt, welcher später in der Phase der Postproduktion von ILM digital durch echte Schauplätze ersetzt wurde. Andere Drehorte waren die Shepperton-Studios sowie die Elstree-Studios in London. Wie auch bei Angriff der Klonkrieger wurde Die Rache der Sith vollständig auf digitalem Band mit verbesserten Kameras aufgenommen. Die Hauptdreharbeiten wurden am 17. September 2003 abgeschlossen, wobei während des Schnitts zwischen dem 23. August und 3. September 2004 noch zwei zusätzliche Wochen Dreharbeiten stattfanden.
Vor dem weltweiten Kinostart am 19. Mai 2005 wurden zuvor erste Präsentationen zu wohltätigen Zwecken sowie feierliche Aufführen wie den Filmfestspiele in Cannes abgehalten. George Lucas erklärte mehrfach, dass die Saga nach nunmehr 28 Jahren abgeschlossen sei. Die Produktion weiterer Filme war zu diesem Zeitpunkt noch nicht vorgesehen.

Neuveröffentlichung im 3D-Format
Während des ShoWest-Kongresses der amerikanischen Filmindustrie in Las Vegas kündigte George Lucas im März 2005 an, seine Star-Wars-Saga in einem neuartigen 3D-Format ins Kino bringen zu wollen. Er trat gemeinsam mit anderen bekannten Regisseuren wie James Cameron und Peter Jackson auf, um sich für die Etablierung eines Verfahrens namens Dimensionalized 3D der kalifornischen Firma In-Three einzusetzen, das mithilfe von Stereobildern eine Tiefenwahrnehmung erzeugt und somit ein räumliches Filmerlebnis verspricht. Mit dieser Technik ist es möglich, herkömmlich in 2D produzierte Filme nachträglich in das 3D-Format umzuwandeln. Die Kosten für eine solche Konvertierung wurden damals mit 5 Millionen Dollar je Film beziffert. Nachdem Pläne, Die Rache der Sith in 3D aufzunehmen, aufgrund logistischer Probleme scheiterte, plante Lucas, seine Filme einer solchen Konvertierung zu unterziehen, um sie 2007 zum 30-jährigen Jubiläum der Saga erneut zu veröffentlichen. Das Projekt kämpfte jedoch mit dem Problem, dass es zu wenige Kinobetreiber gab, die auf die erforderliche digitale Projektionstechnik umrüsteten. Bis Oktober 2005 gab es lediglich einige Hunderte digitale Leinwände weltweit, allerdings kündigte Rick McCallum an, die Zusammenarbeit mit In-Three erst ab 2.500 bis 3.000 digitalen Leinwänden zu beginnen. Während der Comic-Con 2006 in San Diego verkündete Lucasfilm-Fanbeauftragter Steve Sansweet, dass neben zu wenig digitalen Kinosälen, auch das Problem dazu käme, dass die Konvertierung teurer ausfiele, als zunächst angenommen, und erst noch preiswerte 3D-Brillen als Ersatz für die teuren Shutterbrillen entwickelt werden müssten. Aufgrund dieser Probleme konnte eine Veröffentlichung der Filme zum 30-jährigen Jubiläum nicht stattfinden.
Nach dem enormen kommerziellen Erfolg von James Camerons Avatar – Aufbruch nach Pandora (2009), dessen Aufstieg zum erfolgreichsten Film aller Zeiten mitunter dem Einsatz neuester 3D-Technologie zugeschrieben wird, kündigte Lucasfilm im September 2010 die Neuveröffentlichung der Star-Wars-Saga in 3D an. Die Konvertierung von Episode I – Die dunkle Bedrohung führte ILM in Zusammenarbeit mit der Firma Prime Focus durch. Die 3D-Version von Die dunkle Bedrohung kam am 10. Februar 2012 in den USA bzw. am 9. Februar 2012 in Deutschland in die Kinos und spielte insgesamt zusätzliche 102,7 Millionen US-Dollar ein, wodurch die gesamten Einspielergebnisse des Films die Grenze von einer Milliarde US-Dollar nun übersteigen. Infolgedessen sollten Episode II – Angriff der Klonkrieger und Episode III – Die Rache der Sith im Herbst 2013 im Abstand von wenigen Wochen in die Kinos kommen, doch im Zuge des Verkaufs von Lucasfilm an Disney wurden die 3D-Veröffentlichungen abgesagt und auf unbestimmte Zeit verschoben, um die Produktion einer Fortsetzung der Star-Wars-Saga in Form einer weiteren Trilogie nicht zu beeinträchtigen. Stattdessen wurden die bereits produzierten 3D-Fassungen der übrigen Teile der Prequel-Trilogie auf wenigen exklusiven Aufführungen der Öffentlichkeit gezeigt. So stand im Juli 2013 Episode II – Angriff der Klonkrieger auf der Celebration Europe II in Essen und im Juli 2015 Episode III – Die Rache der Sith auf der Celebration Anaheim auf dem Programm.
Eine Ausnahme bildet eine angekündigte Neuaufführung: Die dritte Episode der Star-Wars-Saga, Die Rache der Sith, wird vom 24. bis 27. April 2025 nur für kurze Zeit wieder in den Deutschschweizer Kinos zu sehen sein. Unter den verschiedenen verfügbaren Formaten befindet sich neben 4K zum ersten Mal auch 4DX.
Der Verkauf an Disney und die Sequel-Trilogie
In den Jahren nach Episode III – Die Rache der Sith und während der Produktion des Kriegsfilms Red Tails, an dem George Lucas als Produzent tätig war und der im Januar 2012 in den US-Kinos anlief, stellte Lucas konkrete Überlegungen an, sich aus dem Filmgeschäft zurückzuziehen und in Rente zu gehen. Eine mögliche Option zum Verkauf seines Lebenswerks bot sich ihm im Mai 2011 am Tag der Einweihung der neuen Star-Wars-Attraktion Star Tours – The Adventure Continue im Walt Disney World Resort in Florida. Im Hollywood Brown Derby, einem Restaurant innerhalb des Freizeitparks, traf sich Lucas mit Bob Iger, dem Vorstandvorsitzenden (CEO) der Walt Disney Company. Während des Treffens erkundigte sich Iger, ob Lucas bereits darüber nachgedacht hätte, seine Firmengruppe Lucasfilm zu verkaufen. Lucas, der kurz zuvor seinen 67. Geburtstag gefeiert hatte, wusste, dass ein Verkauf seiner Firma unausweichlich war, doch der Zeitpunkt war noch nicht reif dafür. Dieses Treffen war nicht die erste Begegnung zwischen den beiden Geschäftsleuten. Bereits in den 1990er-Jahren arbeiteten Lucas und Iger, damals noch Geschäftsführer des US-amerikanischen Fernsehsenders ABC, zusammen, um die Serie The Young Indiana Jones Chronicles zu realisieren. 2005 wurde Iger zum Vorstandsvorsitzenden des traditionsreichen Medienkonzerns erklärt, dem zu dieser Zeit seit Jahren kein Hit an den Kinokassen mehr gelungen war. Iger verhalf Disney mit mehreren Konzernübernahmen aus der Krise. Die erste Handlung dieser Art erfolgte bereits ein Jahr später mit dem Aufkauf der Pixar Animation Studios für 7,4 Milliarden US-Dollar und 2009 folgte Marvel Entertainment für 4 Milliarden US-Dollar. Während mit Pixar fortschrittliche Animationsfilme möglich wurden, von denen Disney bereits zuvor durch eine Kooperation profitierte, hatte mit Marvel nun auch das Superhelden-Genre bei Disney eine neue Heimat. Animationsfilme wie WALL·E, Cars und Toy Story 3 waren große Erfolge an den Kinokassen und Marvels The Avengers spielte weltweit rund 1,5 Milliarden US-Dollar ein. Außerdem werden Charaktere und Schauplätze aus den Filmen in die Disney-Themenparks eingebunden. Durch Igers Geschäftsmodell erholte sich das Unternehmen – das Betriebsergebnis ist stetig gestiegen und der Wert der Aktie hat sich zwischen 2005 und 2013 verdoppelt. Bob Iger strebte außerdem die Übernahme von Lucasfilm an, an dem ein weiteres weltbekanntes Franchise gebunden ist.
Lucas beobachtete den Umgang mit Pixar nach der Übernahme von Disney sehr genau und war erfreut über Igers Vorgehensweise, das Animationsstudio und deren Infrastruktur als Subunternehmen nahezu vollständig beizubehalten. Ein wichtiger Punkt, der im Vorfeld eines möglichen Verkaufs abgeklärt werden musste, war die Entscheidung darüber, wer Lucasfilm in der Zukunft als Präsident leitete, und diese Entscheidung wollte Lucas selbst treffen. Eine Anwärterin auf diesen Posten war Kathleen Kennedy, Mitbegründerin des Produktionsunternehmens Amblin Entertainment. Kennedy wurde schließlich zur Co-Vorsitzenden von Lucasfilm und führte das Unternehmen an der Seite von George Lucas. Während dieser Zeit wurde auch die Entscheidung getroffen, das Star-Wars-Franchise mit einer neuen Trilogie, die zeitlich nach den Ereignissen von Episode VI – Die Rückkehr der Jedi-Ritter angesiedelt ist, wieder in die Kinos zu bringen. Im Juni 2012 suchte Lucas erneut das Gespräch mit Iger, um konkret über einen Verkauf seines Unternehmens zu sprechen. In den folgenden Verhandlungen, die sich über fünf Monate erstreckten, beteuerte Lucas, dass seine Angestellten, die bereits langjährige Erfahrung mit der Vermarktung von Star Wars hatten, essentiell für die Produktion neuer Filme seien und die bisherige Infrastruktur zumindest in Teilen beibehalten werden sollte. Nachdem der Vertrag stand und sich Lucas endgültig entschieden hatte, flog er Ende Oktober zur Disney-Zentrale nach Burbank, wo er und Iger die Papiere unterschrieben. Gemäß der Vereinbarung erwarb Disney das Eigentum an Lucasfilm Ltd. mitsamt seinen Subunternehmen, darunter Industrial Light & Magic, Skywalker Sound, LucasArts, sowie die Vermarktungsrechte an darin enthaltene Franchises, allen voran Star Wars. George Lucas erhielt im Gegenzug eine Summe von insgesamt 4,05 Milliarden US-Dollar, hälftig ausgezahlt in Barmitteln und rund 40 Millionen Aktien. Außerdem übernahm Kathleen Kennedy den Posten der Präsidentin von Lucasfilm, agiert dabei zusätzlich als Managerin der Marke Star Wars und ist zudem als ausführende Produzentin an der neuen Star-Wars-Trilogie beteiligt. George Lucas gab damit die Gesamtverantwortung seiner Firmen und insbesondere Star Wars an Disney ab und ist für künftige Filmprojekte nur noch in beratender Funktion tätig.
Episode VII – Das Erwachen der Macht
Noch am Tag der Pressemitteilung zum Kauf von Lucasfilm verkündete Disney, dass mit der Produktion einer Sequel-Trilogie mit den Episoden VII bis IX begonnen werde, um die Geschichte der klassischen Trilogie fortzuführen. Darüber hinaus sind Ablegerfilme in Planung. Anfänglich für Sommer 2015 angekündigt, wurde Episode VII später auf Dezember 2015 verlegt, um den Filmschaffenden mehr Zeit bei der Ausgestaltung des Drehbuchs zu geben. Mit der schwierigen Aufgabe, das nächste Kapitel der eigentlich lange Zeit als abgeschlossen geltenden Weltraumsaga zu schreiben, wurde Michael Arndt als Drehbuchautor engagiert, unterstützt von Lawrence Kasdan. Außerdem konnte J. J. Abrams als Regisseur gewonnen werden, unter dessen Leitung mit den beiden Filmen Star Trek bereits eine andere Science-Fiction-Filmreihe erfolgreich weitergeführt wurde. Für die Filmmusik kehrte Komponist John Williams zurück und auch bei der Zusammenstellung des restlichen Film– und Produktionsteams setzten die Verantwortlichen auf Kontinuität. Im Verlaufe der Vorproduktion kam es zu einem Wechsel der Drehbuchautoren, Kasdan und Abrams übernahmen die weitere Arbeit. Gleichzeitig zu den vorbereitenden Produktionsmaßnahmen wurde in verschiedenen Sitzungen, Treffen, Vorsprechen und Testaufnahmen unter strenger Geheimhaltung nach den passenden Schauspielern für Episode VII gesucht. Ein Prozess, der neun Monate dauerte und dessen Ergebnis im April 2014 mitgeteilt wurde. Zu den bereits bekannten Gesichtern wie Mark Hamill, Carrie Fisher und Harrison Ford kam auch eine ganze Reihe neuer Schauspieler hinzu, darunter John Boyega (Finn), Adam Driver (Kylo Ren), Oscar Isaac (Poe Dameron) und Daisy Ridley (Rey). Auch Max von Sydow und Andy Serkis wirkten mit.
Die Hauptdreharbeiten begannen am 16. Mai 2014 mit Außenaufnahmen in Abu Dhabi. Studioaufnahmen wurden in den Pinewood Studios in England gedreht.
Das Erweiterte Universum
Neben den Filmen sind mit den Jahren viele weitere Star-Wars-Geschichten entstanden, die über verschiedene Medien wie Fernsehserien, Bücher, Comics und Videospiele erzählt werden und die Geschehnisse aus den Filmen mit zusätzlichen Hintergründen, neuen Abenteuern, tiefer gehenden Charakterentwicklungen sowie alternativen Perspektiven von bekannten Geschichten erweitern. Daraus ist ein Konzept erwachsen, das sich Erweitertes Universum (engl. „Expanded Universe“) nennt und das sich – ähnlich wie bei anderen Genre-Vertretern wie Star Trek oder Alien – um eine weitestgehend widerspruchslose und chronologisch aufeinander folgende Historie von Ereignissen bemüht. Maßgebend hierfür ist die Kontinuität. Ein solches Konzept erfordert große Sorgfalt und Organisation, um die Anzahl der Widersprüche gering zu halten. Besonders aus der Anfangszeit des Erweiterten Universums stammen viele Widersprüche. Über die Jahre hat sich das Konzept des Erweiterten Universums verändert und wurde 2014 im Zuge der Produktion der Sequel-Trilogie umfassend reformiert. Bis auf wenige Ausnahmen, verloren dabei alle Geschichten die bis 2014 veröffentlicht wurden, ihren Kanon-Status und werden als „Legends“ weitergeführt. Neue Star-Wars-Geschichten entstehen in Zusammenarbeit mit der Lucasfilm Story Group, die dafür sorgt, dass alle künftigen Erzählungen – ganz gleich in welchem Medium sie veröffentlicht werden – hinsichtlich der Kontinuität mit der Filmsaga auf einer Stufe stehen.
Literatur und Comics
Obwohl Star Wars in erster Linie als Filmserie ausgelegt war, wurden weit über 200 Romane, 500 Comics und zahlreiche Sach– und Quellenbücher veröffentlicht. Das erste literarische Werk von Star Wars war die Romanfassung von Krieg der Sterne, die Ende 1976 veröffentlicht wurde und schnell vergriffen war. Der Roman The Splinter of the Mind's Eye (1978) ist die erste offizielle Geschichte des Erweiterten Universums, die die Ereignisse von Krieg der Sterne fortsetzte. Roy Thomas von Marvel Comics wurde mithilfe von Ralph McQuarries Zeichnungen von einer Comic-Adaption überzeugt. Das erste Heft erschien März 1977 und verkaufte sich schnell. Marvel nahm Star Wars als eigenen, sehr erfolgreichen Titel auf. 1986 wurde die Serie nach 107 Ausgaben eingestellt.
Im Jahr 1991 erfuhr das Erweiterte Universum mit der Veröffentlichung von Timothy Zahns Erben des Imperiums eine Renaissance. Der Roman ist das erste Buch einer Trilogie, deren Handlung einige Jahre nach den Ereignissen von Die Rückkehr der Jedi-Ritter spielt. Erben des Imperiums hielt sich 29 Wochen in der Bestsellerliste der New York Times. Mara Jade entwickelte sich zu einem der beliebtesten Charaktere. Weltweit wurden über 72 Millionen Star-Wars-Romane verkauft. Dark Horse erwarb 1991 die Comic-Lizenz und adaptierte Erben des Imperiums. Hunderte Comichefte folgten, Charaktere wie Aayla Secura schafften es in die Filme. Seit 2011/2012 werden Star Wars Romane auch als E-Books veröffentlicht.
Fernsehen
Ende 1977 feierte Star Wars mit der Dokumentation The Making of Star Wars einen ersten TV-Auftritt. Das Star Wars Holiday Special (1978) war eine umstrittene Varieté-Show. In den frühen 1980er Jahren folgten die Ewoks-Filme Ewoks – Die Karawane der Tapferen (1984), der in Deutschland sogar im Kino lief, und Ewoks – Kampf um Endor (1985), sowie die Zeichentrickserien Droids und Die Ewoks, die nach kurzer Zeit eingestellt wurden. Die nächste TV-Produktion war Genndy Tartakovskys Computeranimationsserie Clone Wars (ab 2003), die Emmy-Awards gewann. The Clone Wars (ab 2008) war eine weitere animierte Serie, die mit einem Kinofilm begann und von multimedialen Angeboten begleitet wurde. Nach fünf Staffeln wurde sie 2013 beendet, 13 weitere Folgen für Staffel 6 wurden 2014 ausgestrahlt. Die Nachfolgeserie Rebels (ab 2014), ebenfalls computeranimiert, beleuchtete die Entwicklung der Rebellion und lief bis 2018. Geplante humoristische (Detours) und Realfilmserien wurden abgesagt.
Videospiele
Im Jahr 1981 brachte Hankin das erste Star-Wars-Videospiel als Flipper-Automat heraus. 1982 veröffentlichte Parker ein Videospiel für das Atari-2600-System (Schlacht von Hoth). Ein Atari-Münzgerät nutzte Vektorgrafik für die Schlacht von Yavin. JVC brachte Anfang der 1990er Jahre Umsetzungen der Kinofilme für Nintendo-Systeme heraus. LucasArts meldete sich 1993 mit der Veröffentlichung des Flugsimulators X-Wing für den PC zu Wort. Fortan übernahm LucasArts die Entwicklung und veröffentlichte über 50 verschiedene Videospiele.
Merchandising
Als George Lucas am 20. August 1973 den Vertrag für die Produktion von Krieg der Sterne unterschrieb, verzichtete er auf eine hohe Gage und ließ sich im Gegenzug eine prozentuale Gewinnbeteiligung am Einspielergebnis sowie Fortsetzungsrechte, Fernsehrechte und die Rechte am Merchandising überschreiben. Da Merchandising damals eine untergeordnete Rolle spielte und Fox keine Fortsetzungen plante, stimmten sie zu. Nach dem überraschendem Kinostart begannen sowohl Fox als auch Lucasfilm damit, die Euphorie mit schnell vermarktbaren Merchandising-Artikel aufzufangen und die Produktion nachzuholen.
Spielzeug und Sammelartikel
Obwohl Fox und Lucasfilm im Februar 1977 versuchten, den Film auf der New York Toy Fair zu vermarkten, konnten sie keinen Spielzeughersteller gewinnen. Kenner erwarb schließlich die Lizenz, verpasste aber die Kinopremiere. Sie lieferten über 600.000 leere Verpackungen für Actionfiguren mit Gutscheinen aus. Schwarzhändler fertigten Bootlegs an. Im Jahr 1978 wurden dann von Kenner echte Actionfiguren, Plüschtiere, Spielesets und Raumschiffe ausgeliefert. Die Merchandising-Produkte erfreuten sich auch international großer Beliebtheit. Mit dem Kinostart von Die Rückkehr der Jedi-Ritter wurden in Europa dreisprachige Actionfiguren-Sets ausgeliefert. Speziell in Deutschland startete Lucasfilm in Zusammenarbeit mit Ferrero eine Werbekampagne zu Angriff der Klonkrieger mit Figuren in Kinder-Überraschungseiern. Für die japanischen Fans wurden viele spezielle Produkte entworfen. 1999 kaufte The LEGO Group die Star-Wars-Lizenz, die erste und bis heute die beliebteste LEGO-Lizenz.
Tonträger und Musik
Die Musik aller sechs Star-Wars-Filme wurde von John Williams komponiert und vom London Symphony Orchestra gespielt. Bei seinen Kompositionen lehnte sich Williams eng an klassische und romantische Musik an und bediente sich der Leitmotivtechnik. Der Soundtrack von Krieg der Sterne war schnell ausverkauft und trug zur Renaissance klassischer Musik bei. Meco Monardos Disco-Single Star Wars and Other Galactic Funk erreichte Platz eins in den USA. Brian Daley wurde als Autor des Star-Wars-Radio-Dramas engagiert, einer Radio-Umsetzung der Handlung von Krieg der Sterne mit originalen Soundeffekten und Musik. Später wurden auch Das Imperium schlägt zurück und Die Rückkehr der Jedi-Ritter für das Radio adaptiert und als CD-Set veröffentlicht.

Weitere Produkte
Schon früh strebte die Coca Cola Company eine Werbeanbindung mit den Star-Wars-Filmen an. Auch andere Lebensmittelhersteller versuchten, ihren Absatz mit dem Star-Wars-Logo zu steigern und belohnten Käufer mit Beigaben. Diese Marketingstrategie setzte sich auch international durch. Pendulum Press veröffentlichte 1978 ein Star-Wars-Bildungsset für Grundschüler. Random House veröffentlichte Star-Wars-Arbeitsbücher. Die Star-Wars-Produktpalette bot auch verschiedene Kleidungsstücke (T-Shirts, Jacken, Jeans, Unterwäsche), Schmuck (Halsketten, Ohrringe, Ringe), Uhren und Schuhe (z.B. von Clarks in Großbritannien) an. Anlässlich des zehnten Jahrestags im Jahr 1987 wurden von Rarities Mint die ersten offiziellen Star-Wars-Gedenkmünzen veröffentlicht. Zum 30-jährigen Jubiläum 2007 gestaltete die amerikanische Post Star-Wars-Briefmarken.
Veranstaltungen
Konzerte
Um den Soundtrack einem breiteren Publikum vorzustellen, wurde am 20. November 1977 in der Hollywood Bowl das erste Konzert mit Star-Wars-Kompositionen aufgeführt. Dieses und weitere Konzerte nutzten Spezialeffekte. John Williams dirigierte oft persönlich. Die Konzertreihe Music from Outer Space beinhaltete Kompositionen aus Star Wars und anderen Science-Fiction-Filmen. Zum 20-jährigen Jubiläum 1997 kehrten Musikstücke aus den Star-Wars-Filmen für den Hollywood Bowl zurück. Das umfangreichste Konzert mit Kompositionen aus allen sechs Star-Wars-Filmen führte John Williams 2006 in Tanglewood auf. Mit dem Start der Konzertreihe In Concert wurde die Premiere 2009 unter dem Titel A Musical Journey als weltweite Tournee fortgesetzt. Das Ensemble spielt Hauptmotive aus allen sechs Filmen, begleitet von Filmszenen auf einer LED-Leinwand. Anthony Daniels, der C-3PO verkörperte, führt als Moderator durch die Veranstaltung. Eine Ausstellung mit Original-Requisiten und Kostümen begleitet das Konzert.
Kunstausstellungen
Vor dem Kinostart von Die Rückkehr der Jedi-Ritter beschloss George Lucas, sämtliche Requisiten und andere Gegenstände in einem Archiv aufzubewahren. 1987 wurden einzelne Requisiten erstmals öffentlich gezeigt. Die erste Museumsausstellung fand 1993 in Japan statt. 1994 folgte eine Star-Wars-Museumsausstellung in den USA. Die Smithsonian Institution veranstaltete 1997-1999 die themenbezogene Ausstellung „The Magic of Myth“, die mehr als eine Million Besucher anzog. Im Oktober 2005 eröffnete die Wanderausstellung „Where Science Meets Imagination“, die sich auf die wissenschaftlichen Aspekte der Saga konzentriert. Die erste Star-Wars-Kunstausstellung im europäischen Raum war „The Art of Star Wars“ (2000) in London, gefolgt von „The Exhibition“ (ab 2006) in Lissabon, die durch Europa tourte und rund 240 Exponate präsentierte.
Weitere Veranstaltungen und Fan-Gemeinde
Der American Circus of the Vanquez Brothers warb 1978 mit dem Star-Wars-Thema. Die erste Live-Bühnenshow fand zwischen 1985 und 1986 statt, als die Eiskunstlaufshow „Ice Capades“ Ewoks on Ice präsentierte. In Japan tourte 1993 die Arenashow George Lucas' Super Live Adventure. Im Freizeitpark Disneyland in Kalifornien wurde am 9. Januar 1987 die Attraktion Star Tours eingeweiht, eine Flugsimulation, die später auch in anderen Parks gebaut wurde.
Nachdem Krieg der Sterne in den amerikanischen Kinos angelaufen war, genehmigten Lucasfilm und Twentieth Century Fox die Gründung eines offiziellen Star-Wars-Fan-Clubs. Im Januar 1978 wurde ein Mitgliedschaftspaket ausgeliefert. Die Mitgliedszahlen stiegen rasant. Lucasfilm übernahm den Club und der Newsletter wurde neu gestaltet („Bantha Tracks“). Der Fan-Club erreichte 1983 mit über 180.000 Mitgliedern seinen Höhepunkt. Seit 1988 erscheint die Zeitschrift Star Wars Insider. Im europäischen Raum wurde der European Star Wars Fan Club gegründet, der sich in den deutschen Offiziellen Star Wars Fan Club umbenannte und die Zeitschrift Star Wars – Das offizielle Magazin herausgibt.
Die Star-Wars-Sage bewirkte auf unzählige Menschen einen derart hohen Einfluss, dass sie selbst kreativ wurden. Fans tauschten sich über Fanzines und Internetseiten aus. Die Kreativität der Fan-Gemeinde wird vom offiziellen Star-Wars-Fan-Club belohnt. Der deutsche Fan-Club bringt ein exklusives -Clubheft heraus. Auf der offiziellen Star-Wars-Internetseite findet ein Wettbewerb für Fan-Filme statt („Star Wars Fan Film Award“).
Der weltweit größte Zusammenschluss von Fans ist die Star-Wars-Organisation 501st Legion – Vader's Fist, ein Kostümverein gegründet 1997, dessen Mitglieder als Sturmtruppen verkleidet Veranstaltungen besuchen und an wohltätigen Zwecken teilnehmen. Der deutsche Ableger nennt sich German Garrison. Die 501st Legion hatte Fernsehauftritte, z.B. bei der Verleihung des Lifetime Achievement Awards an George Lucas 2005.
Trotz der großen Fan-Gemeinde hatte Lucasfilm bis zum zehnjährigen Jubiläum von Krieg der Sterne 1987 kein offizielles Treffen veranstaltet. Dies änderte sich mit der ersten Star-Wars-Con 1987 in Los Angeles. Später folgten die Star Wars Celebration Treffen (ab 1999 in Denver, später Indianapolis, London, Essen). Der deutsche Fan-Club bietet mit den Jedi-Cons in Deutschland eine Plattform für Treffen. Die erste Jedi-Con fand im Oktober 1994 in Köln statt. Bei diesen Treffen gibt es Rahmenprogramme, geladene Gäste (Schauspieler, Autoren) und Fan-Präsentationen. Die Veranstaltungen des deutschen Fan-Clubs fallen deutlich kleiner aus als die von Lucasfilm veranstalteten Conventions.
Rezeption
Medienecho
Bedingt durch den anhaltenden Erfolg der Saga wird Star Wars in verschiedenen Medien wie Film, Fernsehen, Musik, Comic, Roman oder Zeitung immer wieder als Wortspiel, Anspielung, Stilzitat oder sogar als Plagiat parodiert. Während das Leitmotiv des Kampfes zwischen Vater und Sohn von Luke Skywalker und Darth Vader gerne von Matt Groening in Die Simpsons zitiert wird, stellte das Wirtschaftsmagazin „Der Spiegel“ 1984 einen Vergleich zwischen dem Sternenkrieg und Ronald Reagans Pläne für ein Raketenabwehrsystem im All auf. Als erste Star-Wars-Parodie dieser Art gilt der Kurzfilm Hardware Wars (1977). Später folgte Mel Brooks mit Lord Helmchen in Spaceballs und Michael Bully Herbig mit Jens Maul in (T)raumschiff Surprise – Periode 1.
Die zahlreichen musikalischen Neuauflagen zeigen, dass auch die Filmmusik der Star-Wars-Saga einen bedeutenden Status des musikalischen Weltkulturerbes errungen hat. Einen denkwürdigen Auftritt der Star-Wars-Filmmusik fand am 12. Juli 1998 statt, als die französische Fußballnationalmannschaft die WM gewann und John Williams' Musik aus Episode IV im Stadion ertönte. Daneben wurden insbesondere in Amerika zahlreiche Popsongs veröffentlicht, die sich der Saga widmen oder Anspielungen enthalten. Bands nennen sich The Jedi Knights oder The Force. Der Musiksender MTV ehrte Chewbacca 1997 für sein Lebenswerk.
Kritiken
George Lucas beteuert häufig, dass er die Meinungen der Kritiker überwiegend ignoriert. Obwohl die kritischen Stimmen zu Krieg der Sterne meist überschwänglich sind, gibt es Ausnahmen wie Pauline Kael, die Lautstärke und Geschwindigkeit bemängelte. Über Das Imperium schlägt zurück schrieb Vincent Canby, dass er während der Kinovorstellung „beinahe so oft auf die Uhr sah wie an einem Tag, als er ein wahrhaft schreckliches Machwerk namens Die Insel über sich ergehen lassen musste.“ Er beklagte sich auch über die Darstellung des Yoda. Während der Dreharbeiten zu Die dunkle Bedrohung trug George Lucas ein T-Shirt mit einem kritischen Zitat zur Special Edition von 1997: „STAR WARS – ein Film mit Comic-Heft-Figuren, einer unglaubwürdigen Story, ohne politische oder soziale Kommentare, mit lausigen Darstellern, absurden Dialogen und einer lächerlich einfachen Moral. Mit anderen Worten – ein SCHLECHTER FILM.“
Wichtige Kinostart-Daten
| Film (Episode) | US-Premiere | Deutschland-Premiere |
|---|---|---|
| Krieg der Sterne (IV) | 25. Mai 1977 | 10. Februar 1978 |
| Das Imperium schlägt zurück (V) | 21. Mai 1980 | (Datum im Text nicht genannt) |
| Die Rückkehr der Jedi-Ritter (VI) | 25. Mai 1983 | (Datum im Text nicht genannt) |
| Die dunkle Bedrohung (I) | 16. Mai 1999 | (Datum im Text nicht genannt) |
| Angriff der Klonkrieger (II) | 16. Mai 2002 (Weltweit) | (Datum im Text nicht genannt) |
| Die Rache der Sith (III) | 19. Mai 2005 (Weltweit) | (Datum im Text nicht genannt) |
| Die dunkle Bedrohung (I) 3D | 10. Februar 2012 | 9. Februar 2012 |
| Das Erwachen der Macht (VII) | Dezember 2015 (geplant) | (Datum im Text nicht genannt) |
| Die Rache der Sith (III) (Wiederaufführung Schweiz) | (Nicht zutreffend) | 24. - 27. April 2025 (Deutschschweiz) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wann kam Star Wars Episode 5 in die Kinos?
Das Imperium schlägt zurück (Episode V) feierte am 21. Mai 1980 seine Premiere in den amerikanischen Kinos. Ein spezifisches Datum für den Kinostart in Deutschland wird im bereitgestellten Text nicht genannt.
Wann kam der erste Star Wars Film in die deutschen Kinos?
Der erste Star Wars Film, ursprünglich betitelt Krieg der Sterne (Episode IV), lief am 10. Februar 1978 in den deutschen Kinos an. Die amerikanische Premiere war am 25. Mai 1977.
Wer hat die Star Wars Saga erschaffen?
Die Star Wars Saga wurde vom Drehbuchautor, Produzent und Regisseur George Lucas erdacht.
Wann wurde Lucasfilm an Disney verkauft?
Disney erwarb Lucasfilm Ltd. mitsamt seinen Subunternehmen und Vermarktungsrechten an Star Wars im Rahmen eines Vertrags, der Ende Oktober 2012 unterzeichnet wurde.
Wird Star Wars Episode 3 nochmal im Kino gezeigt?
Ja, im bereitgestellten Text wird erwähnt, dass die dritte Episode, Die Rache der Sith, vom 24. bis 27. April 2025 für kurze Zeit wieder in den Deutschschweizer Kinos zu sehen sein wird, unter anderem in 4DX.
Hat dich der Artikel Die Star Wars Saga: Kinostarts & Geschichte interessiert? Schau auch in die Kategorie Ogólny rein – dort findest du mehr ähnliche Inhalte!
