Wie viel ist eine Xbox One noch wert?

Xbox Series S vs. One X: Der Vergleich 2024

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Die Welt der Videospiele befindet sich im ständigen Wandel. Während wir uns langsam, aber sicher vom Übergang zwischen den Konsolengenerationen verabschieden, erscheinen auch im Jahr 2024 noch immer Spiele, die sowohl für die neueste Hardware als auch für die Vorgängermodelle entwickelt werden. Dies führt zu einer spannenden Frage für viele Spieler: Welche Konsole bietet die bessere Erfahrung, wenn man nicht unbedingt auf die allerneueste und leistungsstärkste Konsole umsteigen möchte? Insbesondere der Vergleich zwischen der einst als Spitzenmodell der letzten Generation gefeierten Xbox One X mit ihren 6 Teraflops Rechenleistung und der kleineren, günstigeren Konsole der aktuellen Generation, der Xbox Series S, die auf dem Papier nur 4 Teraflops bietet, rückt dabei in den Fokus. Frühere Vergleiche zeigten oft gemischte Ergebnisse, doch die Situation hat sich verändert. Mit fortschreitender Zeit und besserer Optimierung für die aktuelle Konsolenarchitektur scheint sich ein klarer Trend abzuzeichnen. Aktuelle Analysen, wie sie beispielsweise von den Technikexperten von Digital Foundry durchgeführt wurden, legen nahe, dass die Xbox Series S im Jahr 2024 die Xbox One X in vielen wichtigen Aspekten übertrifft.

Welche Xbox ist besser, S oder One?
Zusammengefasst zeigt sich, dass die Xbox Series S im Jahr 2024 die Xbox One X in nahezu allen getesteten Spielen übertrifft. Die bessere CPU und die schnelle SSD der Series S bieten klare Vorteile, selbst wenn die GPU-Leistung geringer ist.

Die Herausforderer: Xbox Series S und Xbox One X

Auf der einen Seite steht die Xbox One X, die Ende 2017 auf den Markt kam und mit ihrer vergleichsweise hohen GPU-Leistung von 6 Teraflops als 'die stärkste Konsole der Welt' beworben wurde. Sie war darauf ausgelegt, Spiele in 4K-Auflösung darzustellen und bot im Vergleich zur Basis-Xbox One eine deutlich verbesserte Grafik und Performance. Auf der anderen Seite haben wir die Xbox Series S, die im November 2020 zusammen mit der leistungsstärkeren Series X erschien. Mit 4 Teraflops GPU-Leistung ist sie auf dem Papier schwächer als die One X, verfügt aber über eine wesentlich modernere Architektur, insbesondere eine schnellere CPU und eine revolutionär schnelle SSD-Festplatte. Der ursprüngliche Gedanke war, dass die Series S Spiele in niedrigeren Auflösungen (oft 1440p oder 1080p) darstellen würde, aber von den Vorteilen der neuen Generation wie schnelleren Ladezeiten und Raytracing-Unterstützung profitieren würde. Die aktuelle Situation zeigt jedoch, dass die rohe Teraflops-Zahl nicht mehr das alleinige Kriterium für die Gesamtleistung ist, insbesondere wenn es um neu entwickelte Spiele geht, die für die Architektur der aktuellen Generation optimiert sind.

Testergebnisse im Detail: Was die Spiele verraten

Um herauszufinden, wie sich die beiden Konsolen im Jahr 2024 bei aktuellen Spielen schlagen, lohnt sich ein Blick auf spezifische Titel, die für beide Plattformen erschienen sind. Die Analysen von Digital Foundry liefern hier aufschlussreiche Ergebnisse.

Diablo 4

Der beliebte Action-RPG-Titel Diablo 4 ist ein gutes Beispiel für die Performance-Unterschiede. Bei den visuellen Ergebnissen zeigen beide Konsolen, die Xbox Series S und die Xbox One X, ähnliche Darstellungen, auch wenn auf der One X leichte Abstriche bei der Qualität der Umgebungsdetails festzustellen sind. Beide Konsolen rendern das Spiel intern auf einer ähnlichen Auflösung von etwa 864p und skalieren das Bild dann auf 1440p hoch. Der entscheidende Unterschied liegt jedoch bei der Bildrate und der allgemeinen Laufruhe. Die Series S liefert ein flüssiges Spielerlebnis mit stabilen 60 fps. Die One X hingegen ist auf 30 fps beschränkt und zeigt zudem gelegentliche Ruckler, die das flüssige Gameplay beeinträchtigen können. Selbst bei ähnlicher visueller Qualität und hochskalierter Auflösung macht die doppelte Bildrate der Series S einen erheblichen Unterschied im Spielgefühl.

Assassin's Creed Mirage

Ein weiteres Beispiel ist Assassin's Creed Mirage. Hier zeigt die Xbox One X einige deutliche visuelle Kompromisse im Vergleich zur Series S. Dazu gehören eine geringere Texturqualität und eine einfachere Beleuchtung. Die Series S bietet eine dynamische Auflösung, die meist bei 1080p liegt, und erreicht dabei eine meist stabile Bildrate von 60 fps. Die Xbox One X kann zwar eine höhere Auflösung von etwa 1728p erreichen, bleibt aber bei 30 fps und zeigt ebenfalls Performanceprobleme, die zu Stottern oder Einbrüchen in der Bildrate führen können. Auch hier zeigt sich, dass die neuere Architektur der Series S trotz geringerer Spitzenauflösung ein flüssigeres und oft auch visuell konsistenteres Erlebnis ermöglicht, insbesondere dank der höheren Bildrate.

Persona 3 Reload und Like A Dragon: Ishin!

Bei Titeln wie Persona 3 Reload und Like A Dragon: Ishin! werden die Schwächen der älteren Hardware noch deutlicher. Die Xbox One X zeigt bei diesen Spielen erhebliche Frame-Pacing-Probleme. Frame Pacing bezieht sich auf die gleichmäßige Ausgabe von Bildern; ungleichmäßiges Frame Pacing führt dazu, dass das Spiel stotternd oder unruhig wirkt, selbst wenn die durchschnittliche Bildrate theoretisch ausreichend wäre. Dies führt auf der One X zu einer deutlich unruhigeren Spielerfahrung. Die Series S hingegen liefert bei diesen Spielen stabile 60 fps und damit eine deutlich flüssigere und angenehmere Darstellung. Obwohl die Auflösung auf der One X in diesen Fällen höher sein mag, überwiegt der Vorteil der stabilen hohen Performance auf der Series S laut Digital Foundry bei weitem das Spielerlebnis.

Like A Dragon: Infinite Wealth und Wo Long: Fallen Dynasty

Ähnliche Ergebnisse zeigen sich auch bei neueren Titeln wie Like A Dragon: Infinite Wealth und Wo Long: Fallen Dynasty. Die Xbox Series S bietet durchweg eine bessere Performance und, was ebenso wichtig ist, deutlich kürzere Ladezeiten im Vergleich zur Xbox One X. Die moderne Architektur der Series S, insbesondere die schnelle SSD, ermöglicht es, Spieldaten extrem schnell zu laden. Dies führt zu nahtloseren Übergängen, schnelleren Neustarts nach dem Tod und einer insgesamt flüssigeren Erfahrung beim Betreten neuer Bereiche oder Schnellreisen. Die One X mit ihrer traditionellen, langsameren Festplatte hat bei den Ladezeiten deutlich das Nachsehen. Lange Ladebildschirme können den Spielfluss empfindlich stören und sind ein klares Indikator dafür, dass die ältere Hardware hier an ihre Grenzen stößt.

Warum die Series S die Nase vorn hat: Mehr als nur Teraflops

Wie die Testergebnisse zeigen, ist die Xbox Series S im Jahr 2024 in nahezu allen getesteten Spielen der Xbox One X überlegen, obwohl sie auf dem Papier eine geringere GPU-Leistung aufweist. Dieses scheinbare Paradoxon lässt sich durch mehrere Schlüsselfaktoren erklären, die über die reine Anzahl der Teraflops hinausgehen.

Erstens verfügt die Xbox Series S über eine deutlich modernere und leistungsfähigere CPU (Central Processing Unit). Die CPU ist dafür zuständig, all die Berechnungen durchzuführen, die nicht direkt mit der Grafikdarstellung zusammenhängen, wie z.B. Spielphysik, KI, Logik der Spielwelt und das Management von Spielressourcen. Eine schnellere CPU kann mehr dieser Aufgaben pro Sekunde bewältigen, was oft der limitierende Faktor für die Bildrate ist, insbesondere bei komplexen Spielszenen. Die CPU der One X ist im Vergleich dazu veraltet und kann die GPU oft nicht schnell genug mit Daten versorgen, um höhere Bildraten stabil zu halten. Die modernere CPU der Series S kann die Grafikkarte besser auslasten und ermöglicht so höhere und stabilere Bildraten, oft bis zu 60 fps.

Zweitens ist die Integration der ultraschnellen SSD in der Xbox Series S ein entscheidender Vorteil der neuen Konsolengeneration. Traditionelle Festplatten (HDDs) wie in der Xbox One X sind mechanisch und viel langsamer beim Zugriff auf Daten. Die SSD ermöglicht es Entwicklern, Spieldaten viel schneller zu streamen und zu laden. Dies reduziert nicht nur die Ladezeiten zwischen Spielabschnitten drastisch, sondern kann auch die Performance im Spiel selbst verbessern, indem Texturen, Umgebungsdetails und andere Assets schneller in den Speicher geladen werden können. Spiele, die für die schnelle SSD optimiert sind, können komplexere Welten mit weniger Pop-ins oder Stottern darstellen. Die One X kann diese Vorteile der schnellen Datenübertragung nicht bieten, was sich deutlich in längeren Ladezeiten und potenziellen Rucklern beim Laden von Assets bemerkbar macht.

Drittens spielt die Optimierung eine immer größere Rolle. Mit fortschreitender Zeit seit dem Start der aktuellen Konsolengeneration haben die Spieleentwickler gelernt, die neue Architektur der Series S und Series X besser zu nutzen. Sie entwickeln ihre Spiele zunehmend mit der schnellen CPU und SSD der neuen Konsolen im Hinterkopf. Obwohl Cross-Gen-Spiele immer noch für die ältere Hardware angepasst werden müssen, können sie die Vorteile der neueren Konsolen voll ausschöpfen, was zu einem deutlich besseren Ergebnis auf der Series S führt, selbst wenn die reine GPU-Leistung geringer ist als bei der One X. Die One X, deren Architektur auf der vorherigen Generation basiert, profitiert weniger von diesen Optimierungen.

Schließlich zeigen die Tests, dass die Series S in vielen Fällen eine ähnliche oder sogar bessere visuelle Qualität als die One X bei gleicher oder nur geringfügig niedrigerer Auflösung liefern kann, während sie gleichzeitig die doppelte Bildrate (60 fps vs. 30 fps) erreicht. Dies ist bemerkenswert, wenn man die unterschiedlichen GPU-Spezifikationen berücksichtigt. Es deutet darauf hin, dass die effizientere und modernere GPU-Architektur der Series S in Kombination mit der schnelleren CPU und SSD in der Praxis eine überlegene Gaming-Erfahrung ermöglicht, insbesondere bei Titeln, die für die aktuelle Generation entwickelt wurden.

Zusammenfassung der Erkenntnisse

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Xbox Series S im Jahr 2024 die Xbox One X in der Performance bei den meisten aktuellen Spielen übertrifft. Die scheinbar höhere Grafikleistung der One X (6 Teraflops) wird durch die veraltete CPU und die langsame Festplatte ausgebremst. Die Series S profitiert hingegen enorm von ihrer modernen Architektur, der schnelleren CPU und insbesondere der ultraschnellen SSD. Dies führt zu einer deutlich flüssigeren Spielerfahrung mit höheren und stabileren Bildraten (oft 60 fps im Vergleich zu 30 fps auf der One X), kürzeren Ladezeiten und einer besseren allgemeinen Reaktionsfähigkeit des Spiels. Auch wenn die One X in manchen Fällen eine höhere Spitzenauflösung erreichen mag, wird dieser Vorteil durch die gravierenden Nachteile bei der Performance und den Ladezeiten zunichte gemacht. Neue Spiele sind zunehmend für die technischen Möglichkeiten der aktuellen Konsolengeneration optimiert, was die Xbox One X trotz ihrer ursprünglichen Leistungsfähigkeit zunehmend ins Hintertreffen geraten lässt.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

F: Ist die Xbox One X 2024 noch eine gute Wahl für neue Spiele?

A: Laut aktuellen Tests, insbesondere von Digital Foundry, hat die Xbox One X zunehmend Schwierigkeiten, mit der Leistung der Xbox Series S bei neuen Spielen mitzuhalten. Während sie in einigen Fällen eine höhere Auflösung erreichen kann, leidet die Performance oft unter niedrigeren Bildraten (meist 30 fps) und Stottern, was das Spielerlebnis beeinträchtigt. Für das bestmögliche Erlebnis bei neu erscheinenden Titeln im Jahr 2024 ist die Series S in der Regel die bessere Wahl.

F: Wie kann die Xbox Series S mit weniger Teraflops die Xbox One X übertreffen?

A: Die reine GPU-Leistung (Teraflops) ist nicht der einzige entscheidende Faktor. Die Xbox Series S verfügt über eine deutlich modernere Architektur, insbesondere eine schnellere CPU und eine ultraschnelle SSD. Neue Spiele werden zunehmend für diese modernen Komponenten optimiert. Die schnellere CPU kann mehr Berechnungen pro Sekunde durchführen, was sich positiv auf die Bildrate auswirkt, und die SSD reduziert Ladezeiten drastisch. Diese Vorteile überwiegen bei vielen neuen Titeln den Nachteil der geringeren GPU-Leistung der Series S im Vergleich zur One X.

F: Was sind die Hauptunterschiede im Spielerlebnis zwischen den beiden Konsolen bei neuen Spielen?

A: Der auffälligste Unterschied liegt oft bei der Bildrate. Die Xbox Series S strebt bei vielen neuen Spielen 60 fps an und erreicht diese oft stabil, während die Xbox One X meist auf 30 fps beschränkt ist und zudem unter Rucklern und Frame-Pacing-Problemen leiden kann. Des Weiteren sind die Ladezeiten auf der Series S dank der SSD erheblich kürzer als auf der One X mit ihrer langsameren Festplatte. Auch visuell kann die Series S trotz potenziell geringerer Spitzenauflösung oft eine konsistentere oder modernere Darstellung bieten, da Entwickler die neueren Features nutzen.

F: Welche Spiele wurden für diesen Vergleich herangezogen?

A: Der Vergleich basierte auf Tests verschiedener aktueller Cross-Gen-Titel, darunter Diablo 4, Assassin's Creed Mirage, Persona 3 Reload, Like A Dragon: Ishin!, Like A Dragon: Infinite Wealth und Wo Long: Fallen Dynasty. Diese Titel sind repräsentativ für Spiele, die für beide Konsolengenerationen verfügbar sind und die Stärken und Schwächen der jeweiligen Hardware aufzeigen.

F: Bietet die Xbox Series S immer eine höhere Auflösung als die Xbox One X?

A: Nein, das ist nicht der Fall. In einigen Spielen, wie Assassin's Creed Mirage oder Persona 3 Reload / Like A Dragon: Ishin!, erreicht die Xbox One X tatsächlich eine höhere native oder hochskalierte Auflösung als die Xbox Series S. Der entscheidende Vorteil der Series S liegt jedoch nicht primär in der Auflösung, sondern in der deutlich besseren und stabileren Performance (höhere und stabilere Bildraten, oft 60 fps) und den schnelleren Ladezeiten, was von vielen Spielern als wichtiger für das gesamte Spielerlebnis empfunden wird als eine etwas höhere Pixelanzahl bei niedrigerer Bildrate und Rucklern.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Xbox Series S im Jahr 2024 die Xbox One X für das Spielen neu erscheinender Titel in den meisten relevanten Bereichen übertrifft. Die modernere Architektur mit der schnelleren CPU und der entscheidenden SSD sowie die zunehmende Optimierung von Spielen für die aktuelle Generation verschaffen der Series S klare Vorteile bei der Performance, den Ladezeiten und der allgemeinen Flüssigkeit des Gameplays. Wer im Jahr 2024 eine Konsole sucht, um aktuelle Cross-Gen-Spiele bestmöglich zu erleben und nicht unbedingt die leistungsstärkste Konsole (Series X) benötigt, findet in der Xbox Series S trotz ihrer geringeren Teraflop-Zahl die überlegenere Option im Vergleich zur älteren, wenn auch einst stärkeren, Xbox One X.

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Andenmatten Soltermann

Hallo! Ich bin Andenmatten Soltermann, ein Schweizer Fotograf, der leidenschaftlich die Essenz der Welt durch seine Linse einfängt. Geboren und aufgewachsen in den majestätischen Schweizer Alpen, haben die deutsche Sprache und atemberaubende Landschaften meine kreative Vision geprägt. Meine Liebe zur Fotografie begann mit einer alten analogen Kamera, und seitdem widme ich mein Leben der Kunst, visuelle Geschichten zu erzählen, die berühren und verbinden.In meinem Blog teile ich praktische Tipps, Techniken und Erfahrungen, um dir zu helfen, deine fotografischen Fähigkeiten zu verbessern – egal, ob du ein neugieriger Anfänger oder ein erfahrener Profi bist. Von der Beherrschung des natürlichen Lichts bis hin zu Ratschlägen für wirkungsvolle Bildkompositionen ist es mein Ziel, dich zu inspirieren, die Welt mit neuen Augen zu sehen. Mein Ansatz verbindet Technik mit Leidenschaft, immer auf der Suche nach dem Funken, der ein Foto unvergesslich macht.Wenn ich nicht hinter der Kamera stehe, findest du mich auf Bergpfaden, auf Reisen nach neuen Perspektiven oder beim Genießen der Schweizer Traditionen, die mir so am Herzen liegen. Begleite mich auf dieser visuellen Reise und entdecke, wie Fotografie die Art und Weise, wie du die Welt siehst, verändern kann.

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