Wie viel verdient ein Aktmodell?

Ungewöhnliche Nebenjobs für Studenten

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Viele Studenten arbeiten neben ihrem Studium, um sich ihren Lebensunterhalt zu sichern oder einfach nur etwas extra Geld zu haben. Die gängigen Nebenjobs sind oft im Servicebereich, in Büros oder im Einzelhandel zu finden. Doch abseits der bekannten Pfade gibt es eine Vielzahl von ungewöhnlichen und spannenden Möglichkeiten, Geld zu verdienen oder auf kreative Weise Ausgaben zu sparen. Diese alternativen Jobs bieten oft mehr Flexibilität oder einzigartige Erfahrungen, die man in traditionellen Studentenjobs kaum findet. Wir werfen einen Blick auf zwei solcher ausgefallenen Arbeitsfelder, die zeigen, dass der Nebenjobmarkt weit mehr zu bieten hat als nur standardmäßige Tätigkeiten.

Wie viel verdient ein Aktmodell?
Abgesehen von politischen Ereignissen wie Demonstrationen und Parteitagen gibt es keine Tabus. Der Lohn ist üppig: Fürs Klatschen, Anfeuern und Feiern bekommen die Claqueure je nach Auftrag 15 bis 20 Euro Stundenlohn.

Der Claqueur: Applaus für Geld und gute Stimmung

Stellen Sie sich vor, Ihr Job besteht darin, einfach nur gute Laune zu verbreiten und kräftig zu applaudieren. Genau das ist die Aufgabe eines Claqueurs. Wer Spaß daran hat, für Stimmung zu sorgen, kann in diesem ungewöhnlichen Bereich tätig werden. Es geht darum, bei Veranstaltungen die gewünschte Atmosphäre zu schaffen und das Publikum anzuheizen. Klaus Bernhard, Eventmanager bei der Firma Rent-A-Fan, beschreibt die Tätigkeit als „richtig Stimmung zu machen“. Dieses Unternehmen vermittelt Claqueure in ganz Deutschland für verschiedene Anlässe.

Die Einsatzgebiete für Claqueure sind vielfältig. Sie werden zu Rockkonzerten geschickt, um das Publikum zu begeistern, zu Messen, um Interesse zu signalisieren, oder zu Informationstagen, deren Veranstalter befürchten, dass zu wenige Besucher kommen oder die Stimmung zu verhalten ist. Grundsätzlich gibt es kaum Tabus bei den Einsatzbereichen, mit der bemerkenswerten Ausnahme von politischen Ereignissen wie Demonstrationen oder Parteitagen, wo die Stimmung authentisch sein muss. Abgesehen davon kann ein Claqueur fast überall dort gebucht werden, wo eine bestimmte Atmosphäre künstlich erzeugt oder verstärkt werden soll. Es gab sogar Fälle, in denen Claqueure für weniger fröhliche Anlässe wie Beerdigungen gebucht wurden, um eine bestimmte Anzahl von Trauergästen zu simulieren oder eine gewünschte Stimmung zu erzeugen – ein Beispiel dafür, wie weit das Einsatzspektrum reichen kann.

Der Verdienst als Claqueur kann durchaus attraktiv sein. Je nach Auftrag und Art der Veranstaltung erhalten Claqueure einen Stundenlohn zwischen 15 und 20 Euro. Eventmanager Bernhard bezeichnet diesen Lohn als „üppig“ im Vergleich zu vielen anderen Nebenjobs für Studenten. Dies mag viele Jobsuchende überzeugt haben, denn laut Rent-A-Fan sind bereits 6.000 Stimmungsmacher in ihrer Datenbank registriert. Davon sind ungefähr drei Viertel Studenten, was zeigt, dass dieser Job besonders bei jungen Menschen auf Interesse stößt, die eine flexible und potenziell lukrative Nebenverdienstmöglichkeit suchen.

Ein großer Vorteil dieses Jobs ist die Flexibilität. Die Events finden oft ziemlich kurzfristig statt, und man kann von Mal zu Mal entscheiden, ob man Zeit und Lust hat, an einem bestimmten Auftrag teilzunehmen. Das macht den Job gut vereinbar mit einem unregelmäßigen Studienplan. Man ist nicht an feste Arbeitszeiten oder Schichten gebunden, sondern kann sich die Aufträge aussuchen, die passen. Diese Autonomie ist für viele Studenten sehr attraktiv, da sie ihre Prioritäten zwischen Studium und Arbeit selbst setzen können.

Allerdings hat der Job als Claqueur auch Nachteile. Der größte Nachteil ist die Unvorhersehbarkeit des Einkommens. „Wie viel Geld man monatlich verdient, ist nicht vorherzusagen“, erklärt Bernhard. Für manche Claqueure gibt es möglicherweise nur ein bis zwei Aufträge im Jahr, während andere regelmäßiger gebucht werden. Das bedeutet, dass man sich nicht auf ein festes monatliches Einkommen verlassen kann. Dieser Job eignet sich daher eher als zusätzliche Einnahmequelle oder für Studenten, die keine fixen monatlichen Ausgaben decken müssen. Außerdem sind die Veranstaltungen nicht immer unterhaltsam. Wie das Beispiel der Beerdigungen zeigt, kann die Arbeit emotional oder einfach nur langweilig sein, auch wenn man gute Stimmung simulieren soll. Es erfordert eine gewisse Professionalität, die gewünschte Rolle zu spielen, unabhängig von den eigenen Gefühlen.

Der Hauswächter: Wohnen statt Miete zahlen

Ein komplett anderes Modell des ungewöhnlichen Nebenjobs – oder besser gesagt, des ungewöhnlichen Wohnmodells – ist der Hauswächter. Dieser Job bietet keine Bezahlung im klassischen Sinne, sondern ermöglicht luxuriöses Wohnen zu extrem günstigen Konditionen. Ein Hauswächter verdient exakt null Euro an Gehalt, spart sich aber die oft horrenden Mietkosten, besonders in Städten.

Das Konzept ist einfach: Hauswächter wohnen in großzügigen, leerstehenden Immobilien, die sonst ungenutzt wären. Das können beeindruckende Gebäude sein wie Schlösser, Luxusvillen, alte Herrenhäuser oder sogar ehemalige Krankenhäuser und Gefängnisse, wie die Beispiele zeigen. Anstatt Miete zu zahlen, entrichten Hauswächter lediglich eine geringe Verwaltungsgebühr. Laut dem Text beträgt diese nur 185 Euro. Für diesen Betrag erhält man die Möglichkeit, in Immobilien zu leben, die man sich als Student normalerweise niemals leisten könnte.

Die Aufgaben des Hauswächters sind minimal, aber essenziell für den Eigentümer der Immobilie. Die Hauptaufgabe besteht darin, einfach nur dort zu wohnen. Der Sinn dahinter ist, dass leerstehende Häuser schnell an Wert verlieren, weil die Gebäudesubstanz leidet, wenn sie nicht bewohnt werden. Bewohner heizen, lüften und tragen so zur Instandhaltung des Hauses bei. Ihre bloße Präsenz schützt die Immobilie zudem vor Verfall, Vandalismus, Graffiti und Diebstahl. Prunkbauten liegen oft abseits von belebten Wohnsiedlungen, was sie anfälliger macht. Ein Hauswächter ist somit eine lebende Alarmanlage und ein Instandhaltungshelfer in einer Person.

Die Firma Camelot ist ein Vermittler für solche Hauswächter. Laut Dirk Rahn von Camelot eignet sich dieses Angebot sehr gut für Studenten. Der Grund ist die geforderte Flexibilität. Wenn sich ein Käufer für die Immobilie findet, müssen die Hauswächter oft binnen weniger Wochen ausziehen. Studenten haben oft noch keine Familie oder feste Bindungen, die einen Umzug kompliziert machen würden, und können sich leichter an solche kurzfristigen Veränderungen anpassen.

Das oberste Gebot für einen Hauswächter ist Zuverlässigkeit. Da ihnen wertvolle Immobilien anvertraut werden, ist Vertrauen entscheidend. Die Kandidaten werden daher in persönlichen Gesprächen ausgewählt. Zudem werden die bewohnten Objekte regelmäßig kontrolliert, um sicherzustellen, dass die Regeln eingehalten werden und die Immobilie gut behandelt wird. Wichtige Regeln sind zum Beispiel, dass die anvertraute Immobilie pfleglich behandelt werden muss und Studentenpartys strengstens verboten sind. Es geht darum, ein ruhiger und verantwortungsbewusster Bewohner zu sein, kein Partyveranstalter.

Die Vielfalt der Objekte, die Camelot betreut, ist groß. Neben luxuriösen Villen werden auch außergewöhnliche Gebäude vermittelt. Ein Student in Berlin wohnt beispielsweise in einem leerstehenden Krankenhaus, während anderswo ein Mitarbeiter ein altes Gefängnis hütet. Diese Beispiele zeigen, dass der Job als Hauswächter nicht nur günstig ist, sondern auch ein einzigartiges Wohnerlebnis in oft historisch oder architektonisch interessanten Gebäuden bieten kann.

Vergleich: Claqueur vs. Hauswächter

Diese beiden ausgefallenen Nebenjobs könnten unterschiedlicher kaum sein. Der Claqueur verdient Geld, der Hauswächter spart es. Der Claqueur ist unterwegs bei Events, der Hauswächter lebt an einem festen Ort (wenn auch temporär). Hier eine kurze Gegenüberstellung:

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MerkmalClaqueurHauswächter
Art des JobsBezahlte Dienstleistung (Stimmungsmache)Wohnen gegen Instandhaltung/Sicherheit
Verdienst15-20 €/Stunde (unvorhersehbar)0 € Gehalt
WohnkostenKeine AuswirkungExtrem gering (ca. 185 € Verwaltungsgebühr)
FlexibilitätSehr hoch (kurzfristige Aufträge, Wahlfreiheit)Hoch (kurzfristige Auszüge möglich)
AufgabenApplaudieren, Anfeuern, Stimmung machenWohnen, Heizen, Lüften, Anwesenheit zeigen
Ort des JobsDiverse VeranstaltungsorteEine feste Immobilie
HauptvorteilPotenziell hoher Stundenlohn, hohe zeitliche FlexibilitätExtrem günstige Wohnkosten, einzigartige Wohnorte
HauptnachteilSehr unvorhersehbares Einkommen, nicht immer angenehme EventsKurzfristiger Auszug möglich, Regeln beachten, keine Bezahlung
Eignung für StudentenGut (flexible Zeiteinteilung)Sehr gut (flexible, günstige Wohnlösung)

Die Wahl zwischen diesen Jobs hängt stark von den individuellen Bedürfnissen ab. Wer dringend ein stabiles Einkommen braucht, ist wahrscheinlich weder mit dem Claqueur noch mit dem Hauswächter gut beraten, da das Einkommen unvorhersehbar ist (Claqueur) oder gar nicht existiert (Hauswächter). Wer aber maximale Flexibilität sucht, sei es bei der Arbeitszeit oder den Wohnkosten, findet hier spannende Alternativen.

Für wen eignen sich diese ausgefallenen Nebenjobs?

Der Job als Claqueur eignet sich besonders für kontaktfreudige Studenten, die keine Scheu haben, im Mittelpunkt zu stehen oder zumindest aktiv an der Gestaltung der Atmosphäre mitzuwirken. Man sollte spontan sein können, da die Aufträge oft kurzfristig reinkommen, und man muss mit der Unsicherheit beim Einkommen leben können. Wer ein festes Budget braucht, ist hier falsch. Es ist eher ein Job für Leute, die Spaß an Events haben und sich über ein unregelmäßiges Zubrot freuen.

Der Job als Hauswächter ist ideal für Studenten, die eine günstige Wohnlösung suchen und dabei flexibel und zuverlässig sind. Man sollte keine Probleme damit haben, eventuell kurzfristig umziehen zu müssen und sich an Regeln halten können, die den Erhalt und die Sicherheit der Immobilie betreffen. Es ist kein Job für Partylöwen, sondern für ruhige, verantwortungsbewusste Personen, die die Möglichkeit schätzen, an außergewöhnlichen Orten zu leben und dabei enorm viel Geld bei der Miete zu sparen. Es ist eine Lebensweise mehr als ein traditioneller Job.

Häufig gestellte Fragen (FAQs)

Viele Fragen tauchen auf, wenn man von solch ungewöhnlichen Jobs hört. Hier beantworten wir einige, basierend auf den uns vorliegenden Informationen:

Wie viel kann ich als Claqueur monatlich verdienen?

Das monatliche Einkommen als Claqueur ist sehr unvorhersehbar. Der Stundenlohn ist mit 15 bis 20 Euro zwar relativ hoch, aber die Anzahl der Aufträge variiert stark. Es kann sein, dass man in einem Monat mehrere Aufträge hat und gut verdient, während es in anderen Monaten oder sogar im ganzen Jahr nur ein oder zwei Aufträge gibt. Man kann sich also nicht auf ein festes monatliches Einkommen verlassen.

Was sind die genauen Aufgaben eines Hauswächters?

Die Hauptaufgabe eines Hauswächters ist die Anwesenheit. Durch das bloße Wohnen in der leerstehenden Immobilie sorgen sie dafür, dass geheizt und gelüftet wird, was dem Erhalt der Bausubstanz dient. Ihre Präsenz wirkt zudem abschreckend auf potenzielle Vandalen, Graffiti-Sprayer oder Diebe. Es gibt keine klassischen Arbeitsaufgaben im Sinne von Putzen oder Reparieren, es geht primär um die Bewohnung und die damit verbundene Aufsicht.

Ist der Job als Hauswächter sicher?

Der Job gilt als sicher, da die Anwesenheit des Hauswächters gerade dazu dient, die Sicherheit der Immobilie zu gewährleisten und sie vor Kriminalität zu schützen. Die Vermittlungsfirmen wie Camelot wählen die Hauswächter sorgfältig in persönlichen Gesprächen aus und kontrollieren die Immobilien regelmäßig. Solange man sich an die Regeln hält und verantwortungsbewusst agiert, ist die Umgebung so sicher wie jede andere Wohnsituation auch, möglicherweise sogar sicherer, da man oft in abgelegenen, aber dafür geschützten Anwesen wohnt.

Wie flexibel ist die Arbeit als Claqueur?

Die Arbeit als Claqueur ist sehr flexibel, was die Zeiteinteilung angeht. Die Aufträge werden oft kurzfristig vermittelt, und man kann sich von Auftrag zu Auftrag entscheiden, ob man Zeit und Lust hat. Man ist nicht an feste Schichten oder regelmäßige Arbeitszeiten gebunden, was diesen Job ideal für Studenten mit wechselnden Stundenplänen macht.

Muss ich als Hauswächter Miete oder Nebenkosten zahlen?

Man zahlt keine klassische Miete. Stattdessen fällt eine Verwaltungsgebühr an, die laut Text bei 185 Euro liegt. Dies ist deutlich günstiger als die üblichen Mietkosten, insbesondere für die Art von Immobilien, in denen man wohnt. Über Nebenkosten wie Strom oder Heizung gibt der vorliegende Text keine Auskunft, es ist aber üblich, dass zumindest ein Teil davon vom Hauswächter getragen wird, um den Anreiz zum sparsamen Umgang zu erhalten.

Was passiert, wenn die betreute Immobilie verkauft wird?

Wenn sich ein Käufer für die Immobilie findet, muss der Hauswächter ausziehen. Dies geschieht oft relativ kurzfristig, laut Text innerhalb weniger Wochen. Dies ist der größte Nachteil und erfordert von den Hauswächtern eine hohe Flexibilität und die Bereitschaft, sich schnell eine neue Wohnlösung suchen zu können.

Gibt es bestimmte Regeln, die Hauswächter beachten müssen?

Ja, es gibt wichtige Regeln. Die oberste Priorität ist die pflegliche Behandlung der anvertrauten Immobilie. Exzessive Aktivitäten wie Studentenpartys sind strengstens verboten. Es geht darum, ein ruhiger und zuverlässiger Bewohner zu sein, der die Immobilie schützt und instand hält, nicht sie zusätzlich zu belasten.

Fazit

Während die Mehrheit der Studenten klassische Nebenjobs ausübt, zeigen Beispiele wie der Claqueur und der Hauswächter, dass es auch sehr unkonventionelle Wege gibt, während des Studiums aktiv zu sein. Ob man nun für Geld applaudiert oder mietfrei in einem Schloss lebt – diese Jobs bieten einzigartige Erfahrungen und stellen besondere Anforderungen an die Bewerber, sei es in puncto Spontaneität und Umgang mit unvorhersehbarem Einkommen oder in Bezug auf Zuverlässigkeit und Umzugsbereitschaft. Sie sind vielleicht nicht für jeden geeignet, aber für den richtigen Studenten können sie eine spannende und lohnende Alternative sein, um das Studium zu finanzieren oder die Lebenshaltungskosten drastisch zu senken.

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Andenmatten Soltermann

Hallo! Ich bin Andenmatten Soltermann, ein Schweizer Fotograf, der leidenschaftlich die Essenz der Welt durch seine Linse einfängt. Geboren und aufgewachsen in den majestätischen Schweizer Alpen, haben die deutsche Sprache und atemberaubende Landschaften meine kreative Vision geprägt. Meine Liebe zur Fotografie begann mit einer alten analogen Kamera, und seitdem widme ich mein Leben der Kunst, visuelle Geschichten zu erzählen, die berühren und verbinden.In meinem Blog teile ich praktische Tipps, Techniken und Erfahrungen, um dir zu helfen, deine fotografischen Fähigkeiten zu verbessern – egal, ob du ein neugieriger Anfänger oder ein erfahrener Profi bist. Von der Beherrschung des natürlichen Lichts bis hin zu Ratschlägen für wirkungsvolle Bildkompositionen ist es mein Ziel, dich zu inspirieren, die Welt mit neuen Augen zu sehen. Mein Ansatz verbindet Technik mit Leidenschaft, immer auf der Suche nach dem Funken, der ein Foto unvergesslich macht.Wenn ich nicht hinter der Kamera stehe, findest du mich auf Bergpfaden, auf Reisen nach neuen Perspektiven oder beim Genießen der Schweizer Traditionen, die mir so am Herzen liegen. Begleite mich auf dieser visuellen Reise und entdecke, wie Fotografie die Art und Weise, wie du die Welt siehst, verändern kann.

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