Apple genießt den Ruf, seine Hardware über einen vergleichsweise langen Zeitraum mit Software-Updates zu versorgen. Dies gilt auch für das iPad, das seit 2019 mit dem speziell angepassten iPadOS läuft, welches jedoch eng an iOS angelehnt bleibt. Release-Zyklen, Versionsnummern und das Support-Ende für die Hardware ähneln sich stark.
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Selbst wenn ein Apple-Tablet das offizielle Support-Ende erreicht hat und auf einer älteren Betriebssystemversion läuft, gibt es manchmal noch außerplanmäßige Updates. Ein bemerkenswertes Beispiel ist das allererste iPad Air oder das iPad Mini 2 (beide von 2013, also fast 10 Jahre alt), die noch unter dem älteren iOS 12 liefen und im Januar 2023 mit iOS 12.5.7 ein wichtiges Sicherheitsupdate erhielten, das eine kritische WebKit-Lücke im Safari-Browser behob. Auch jüngere Beispiele zeigen Apples Engagement: Am 31.03.2025 erschien iPadOS 15.8.4, das unter anderem dem über 10 Jahre alten iPad Air 2 zugutekam und WebKit- sowie Accessibility-Lücken schloss.

Grundsätzlich gilt jedoch: Nach dem iPad-Support-Ende ist mit einer älteren iOS- bzw. iPadOS-Version keine regelmäßige Versorgung mit Bugfixes und Sicherheitsupdates mehr sichergestellt. Wie vom iPhone gewohnt, dürfen sich iPad-Nutzer aber auf einen vergleichsweise langen Zeitraum mit Betriebssystem-Updates einstellen. Die Erfahrung zeigt, dass es typischerweise etwa fünf Jahre lang die jeweils aktuellste iPadOS-Version gibt. Dies basiert auf den Erfahrungswerten aktueller iPad-Modelle mit 64-Bit-Systemarchitektur.
Es ist wichtig zu wissen, dass Apple für das iPad kein konkretes Support-Versprechen oder eine Update-Garantie ausspricht (wie z.B. „mindestens vier iPadOS-Major Releases und fünf Jahre Sicherheitsupdates“). Wie lange es iPadOS-Updates gibt, basiert auf historischen Daten und Erfahrungswerten, nicht auf einer festgeschriebenen Politik. Dies unterscheidet Apple von einigen Android-Herstellern, die mittlerweile teils konkretere Zusagen machen.
iPadOS 18: Die aktuelle Version und ihre Kompatibilität
Seit dem 16.09.2024 ist iPadOS 18 verfügbar. Alle kompatiblen iPad-Modelle können das Upgrade erhalten. Der Download und die Installation lassen sich einfach über die Einstellungen unter „Softwareupdate“ anstoßen. Dort empfiehlt es sich auch, „Automatische Updates“ zu aktivieren, um künftige Aktualisierungen nicht zu verpassen. Manchmal erhält man Updates jedoch schneller, wenn man die Installation manuell startet.
Nicht alle älteren iPad-Modelle sind jedoch kompatibel zu iPadOS 18. Apple hat erneut einige Geräte von der neuesten Version ausgeschlossen. Zu den Modellen, die das Update erhalten, gehören alle neueren Geräte sowie einige ältere, darunter die meisten Modelle ab dem iPad (6. Generation, 2018) und diverse iPad Pro Modelle ab der 1. Generation (11 Zoll) und 3. Generation (12.9 Zoll) von 2018.
Ältere iPadOS-Versionen: Noch sicher?
Nach dem Release einer neuen iPadOS-Version wird die Vorgängerversion nicht sofort ohne Updates gelassen. So erhält iPadOS 17, auch wenn es nach dem Erscheinen von iPadOS 18 im Grunde obsolet ist, weiterhin Bugfixes und Sicherheitsupdates. Ein Beispiel dafür ist das Update auf iPadOS 17.7.5, das zeitgleich mit iPadOS 18.3.1 am 10.02.2025 erschien und diverse Fehler sowie Sicherheitslücken behob. Dies zeigt, dass iPadOS 17 derzeit noch ein aktuelles Patchlevel aufweist.
Diese fortgesetzten Updates für iPadOS 17 sind besonders wichtig für Besitzer von Modellen, die zwar mit iPadOS 17 kompatibel waren, aber kein Upgrade auf iPadOS 18 mehr erhalten. Dazu gehören:
- iPad (6. Generation, 2018)
- iPad Pro (12.9 Zoll und 10 Zoll, 2. Generation, 2017)
- iPad Pro (10.5 Zoll, 2017)
Besitzer dieser Modelle müssen sich akut noch keine großen Sorgen machen, da iPadOS 17 weiterhin gepflegt wird. Erst mit dem voraussichtlichen Release von iPadOS 19 im Herbst 2025 ist zu erwarten, dass die regelmäßige Update-Versorgung für iPadOS 17 eingestellt wird.
Noch ältere Versionen wie iPadOS 16 und iPadOS 15 erhalten bereits keine regelmäßigen Updates mehr. Modelle, die auf iPadOS 16 verbleiben, weil sie das Support-Ende erreicht haben und kein iPadOS 17 mehr installieren konnten, sind:
- iPad (5. Generation, 2017)
- iPad Pro (9.7 Zoll, 2016)
- iPad Pro (1. Generation, 12.9 Zoll, 2015)
iPadOS 16 ist nicht mehr auf einem halbwegs aktuellen Patchlevel. Zwar gab es am 31.03.2025 noch ein außerordentliches Sicherheitsupdate (iPadOS 16.7.11), das letzte regelmäßige Update (iPadOS 16.7.10) erschien jedoch bereits am 17.08.2024.
Für iPadOS 15 ist die Situation noch deutlicher: Die Update-Frequenz hat stark abgenommen. Als letztes „regelmäßiges“ Update erschien iPadOS 15.8.3 am 29.07.2024. Das unerwartete Update auf iPadOS 15.8.4 am 31.05.2025 diente lediglich der Schließung besonders schwerer Sicherheitslücken, aber markiert nicht die Rückkehr zu regelmäßiger Pflege. Modelle wie das iPad Air 2 (2014) und iPad Mini 4 (2015), die auf iPadOS 15 verbleiben, erhalten somit kein aktuelles Patchlevel mehr.
Das iPad Pro 2018: Wie lange wird es noch unterstützt?
Kommen wir nun zum Kern der Frage: Wie sieht es speziell mit dem iPad Pro aus dem Jahr 2018 aus? Die im November 2018 eingeführten Modelle – das iPad Pro (1. Generation, 11 Zoll) und das iPad Pro (3. Generation, 12.9 Zoll), beide mit dem A12X Bionic Chip – sind weiterhin gut dabei.
Diese Modelle sind kompatibel mit dem aktuellen iPadOS 18 und erhalten somit weiterhin die neuesten Funktionen, Bugfixes und vor allem wichtige Sicherheitsupdates. Basierend auf den bisherigen Erfahrungswerten von Apple und der Lebenszyklen anderer iPad-Modelle, insbesondere der Pro-Linie, ist eine Prognose für das Support-Ende möglich.
Bisher wurden nur wenige ältere iPad Pro Modelle offiziell von Apple auf „End of Life“ gesetzt. Die allerersten iPad Pro Modelle (2015 und 2016) verblieben auf iPadOS 16, die Modelle von 2017 auf iPadOS 17. Dies geschah nach etwa 7-8 Jahren nach ihrem Marktstart.
Da die iPad Pro Modelle von 2018 nun über 6 Jahre alt sind und noch iPadOS 18 erhalten haben, ist zu erwarten, dass ihr Support-Ende mit dem nächsten großen iPadOS-Release, voraussichtlich iPadOS 19, eingeläutet wird. Die Prognose für das Support-Ende des iPad Pro 2018 liegt daher im Zeitraum 2025 – 2026. Dies würde bedeuten, dass diese Modelle etwa 7 bis 8 Jahre lang mit den jeweils neuesten iPadOS-Versionen versorgt wurden – ein sehr respektabler Zeitraum.
Die genauen Details zur Kompatibilität mit iPadOS 19 werden traditionell auf Apples Entwicklerkonferenz WWDC im Juni 2025 bekannt gegeben. Erst dann herrscht endgültige Gewissheit, welche Modelle das nächste große Update erhalten und welche auf iPadOS 18 verbleiben und somit das Support-Ende für Major Releases erreichen.
Vergleich: iPad vs. iPad Air vs. iPad Mini vs. iPad Pro Support
Um die Update-Politik besser einschätzen zu können, lohnt sich ein Blick auf die historischen Daten verschiedener iPad-Familien:
| Modell | Launch | Letzte Major Version | Prognose Support-Ende | Dauer (Major Updates) |
|---|---|---|---|---|
| iPad (5. Gen) | 03/2017 | iPadOS 16 | 09/2023 | ~6 Jahre |
| iPad (6. Gen) | 03/2018 | iPadOS 17 | 09/2024 | ~6 Jahre |
| iPad Air 2 | 10/2014 | iPadOS 15 | 10/2022 | ~8 Jahre |
| iPad Air (3. Gen) | 03/2019 | iPadOS 18 | 2025 – 2026 (Prognose) | ~6-7 Jahre |
| iPad Mini 4 | 09/2015 | iPadOS 15 | 10/2022 | ~7 Jahre |
| iPad Mini (5. Gen) | 03/2019 | iPadOS 18 | 2025 – 2026 (Prognose) | ~6-7 Jahre |
| iPad Pro (1. Gen, 12.9") | 11/2015 | iPadOS 16 | 09/2023 | ~8 Jahre |
| iPad Pro (9.7") | 03/2016 | iPadOS 16 | 09/2023 | ~7 Jahre |
| iPad Pro (2. Gen, 12.9"/10.5") | 06/2017 | iPadOS 17 | 09/2024 | ~7 Jahre |
| iPad Pro (1. Gen, 11") | 11/2018 | iPadOS 18 | 2025 – 2026 (Prognose) | ~7-8 Jahre |
| iPad Pro (3. Gen, 12.9") | 11/2018 | iPadOS 18 | 2025 – 2026 (Prognose) | ~7-8 Jahre |
Die Tabelle zeigt, dass die Support-Dauer für Major Updates zwischen 6 und 8 Jahren liegt. Die iPad Pro Modelle aus 2018 fallen mit einer Prognose von 7-8 Jahren in diesen typischen Rahmen.
Vergleich mit Android-Tablets
Wie schneidet Apple im Vergleich zur Konkurrenz ab? Die meisten Tablets auf dem Markt laufen mit dem Android-Betriebssystem. Bei Android funktioniert die Update-Versorgung anders, da Google das Kern-Betriebssystem liefert, die Tablet-Hersteller (wie Samsung, Lenovo, etc.) es aber an ihre Geräte anpassen müssen. Die Update-Politik hängt also stark vom jeweiligen Hersteller ab.
Beim Marktführer Samsung gibt es für neuere High-End-Tablets wie die Galaxy Tab S8-Serie eine Zusage von bis zu vier Android-Major Releases und insgesamt fünf Jahren Sicherheitsupdates. Dies ist im Android-Lager ein sehr guter Wert, der dem von Apple nahekommt oder diesen in Bezug auf die Anzahl der Major-Updates (wenn man von 5 Jahren Apple-Support ausgeht) sogar übertrifft. Allerdings bieten nicht alle Android-Hersteller solch lange und verlässliche Updates; oft sind die Zeiträume kürzer oder gar nicht klar definiert.
Apples Vorteil liegt in der vollen Kontrolle über Hard- und Software, was längere und konsistentere Updates ermöglicht, auch wenn es keine formelle Garantie gibt. Der bisherige Track Record legt nahe, dass man bei einem iPad mindestens fünf Jahre lang mit der jeweils aktuellen iPadOS-Version rechnen kann, oft sogar länger, wie die Beispiele des iPad Air 2 (8 Jahre Major Updates) oder der ersten iPad Pro Generationen (7-8 Jahre Major Updates) zeigen.
Zukunftsausblick: EU-Regulierungen
Künftig könnte auch der Gesetzgeber eine Rolle spielen. Die Europäische Union denkt über eine „Update-Pflicht“ für Smartphones und Tablets nach. Diese könnte Hersteller dazu verpflichten, Sicherheitsupdates über einen Zeitraum von fünf Jahren bereitzustellen. Sollte eine solche Regelung kommen, würde dies die Mindestsupportdauer gesetzlich festschreiben. Es bleibt abzuwarten, ob und in welcher Form eine solche „Update-Pflicht“ tatsächlich umgesetzt wird und wie sie sich auf die Praxis auswirkt.
Was passiert, wenn das iPad zu alt für Updates ist?
Wie bereits erwähnt, erhält ein iPad im Durchschnitt etwa fünf Jahre (oft auch länger) Zugang zur neuesten iPadOS-Version inklusive aller regelmäßigen Updates (neue Features, Fehlerbehebungen, Sicherheitslücken). Dies ist ein respektabler Zeitraum, den viele Android-Tablets nicht erreichen.
Irgendwann ist jedoch auch ein iPad zu alt für das Upgrade auf die neueste iPadOS-Version, was bedeutet, dass es das Support-Ende oder „End of Life“ (EOL) erreicht hat. Grundsätzlich lässt sich das iPad dann weiterhin nutzen.
Apple liefert für die direkt vorangegangene iPadOS-Version (z.B. iPadOS 17, wenn iPadOS 18 aktuell ist) oft noch für einige Monate wichtige Bugfixes und Sicherheitsupdates. Dies verschafft Nutzern eine Übergangszeit.
Allmählich muss man sich jedoch darauf einstellen, dass die Software nicht mehr aktuell ist. Dies bringt diverse Nachteile mit sich:
- Erhöhtes Sicherheitsrisiko: Ohne regelmäßige Sicherheitsupdates bleiben neu entdeckte Schwachstellen ungepatcht, was das Gerät anfälliger für Malware und Angriffe macht. Dies ist der wohl gravierendste Nachteil.
- Kein Zugang zu neuen Funktionen: Neue Features, die mit aktuellen iPadOS-Versionen eingeführt werden, stehen nicht zur Verfügung.
- Eingeschränkte App-Unterstützung: App-Entwickler konzentrieren sich auf die neuesten Betriebssystemversionen. Ältere Apps erhalten möglicherweise keine Updates mehr oder neue Apps sind nicht mehr mit der alten iPadOS-Version kompatibel. Bestimmte Funktionen in Apps funktionieren möglicherweise nicht mehr richtig.
- Kompatibilitätsprobleme: Neue Hardware oder Zubehör, das für die neuesten iPadOS-Versionen konzipiert ist, funktioniert möglicherweise nicht oder nicht korrekt.
Während ein iPad nach Erreichen des Support-Endes nicht sofort unbrauchbar wird, nimmt die Nutzbarkeit und Sicherheit mit der Zeit ab. Für grundlegende Aufgaben wie Surfen oder E-Mails kann es noch eine Weile ausreichen, aber für kritische Anwendungen oder den Zugriff auf sensible Daten ist die Nutzung eines nicht mehr unterstützten Geräts riskant.
Gibt es alternative Betriebssysteme für das iPad?
In der Apple-Welt sieht es mit alternativen Betriebssystemen leider mau aus. Während man bei einigen Android-Tablets die Möglichkeit hat, Custom-ROMs wie LineageOS zu installieren, um die Lebensdauer der Hardware zu verlängern, bleibt dieser Weg für ein iPad versperrt. Apple schottet sein System stark ab.
Zwar gab es immer wieder Berichte von Bastlern, die es per Jailbreak oder anderen Exploits geschafft haben, alternative Betriebssysteme (wie z.B. Linux) auf einem iPad zu booten. Dies sind jedoch experimentelle Projekte und keine praktikable Lösung für den normalen Anwender, um sein altes iPad sicher und funktional weiterzubetreiben. Man ist bei iPads vollständig auf die Software-Updates von Apple angewiesen.
Häufig gestellte Fragen
Für welche iPad-Modelle gibt es kein iPadOS 18 mehr?
Mit dem Release von iPadOS 18 haben das iPad (6. Generation, 2018), das iPad Pro (12.9 Zoll und 10 Zoll, 2. Generation, 2017) und das iPad Pro (10.5 Zoll, 2017) das Support-Ende für Major Releases erreicht. Sie verbleiben auf iPadOS 17.
Wann erscheint iPadOS 19?
Apple hat einen etablierten Release-Kalender. Neue iPadOS-Versionen erscheinen traditionell Mitte September. Daher ist das Release von iPadOS 19 voraussichtlich im Zeitraum vom 10. bis 20. September 2025 zu erwarten.
Gibt es eine Update-Garantie von Apple?
Nein, Apple hat keine festgeschriebene Update-Politik oder Garantie. Erst mit dem Release einer neuen iPadOS-Version wird offiziell bekannt gegeben, welche älteren iPad-Modelle nicht mehr unterstützt werden. Die Support-Dauer basiert auf Erfahrungswerten, die aber zeigen, dass iPads typischerweise 5+ Jahre lang die neueste iPadOS-Version erhalten.
Wie lange wird das iPad Pro 2018 (11" & 12.9") noch unterstützt?
Das iPad Pro 2018 erhält das aktuelle iPadOS 18. Basierend auf Erfahrungswerten wird erwartet, dass es mit dem Release von iPadOS 19 im Herbst 2025 das Support-Ende für Major Releases erreicht. Die Prognose für das Support-Ende liegt somit bei 2025 – 2026, was einer Support-Dauer von 7 bis 8 Jahren für Major Updates entspräche.
Was sind die Risiken, wenn mein iPad keine Updates mehr erhält?
Die Hauptrisiken sind ein erhöhtes Sicherheitsrisiko durch ungepatchte Schwachstellen, fehlende neue Funktionen und potenzielle Kompatibilitätsprobleme mit neuen Apps oder Zubehör.
Kann ich ein alternatives Betriebssystem auf meinem iPad installieren?
Nein, Apple erlaubt die Installation alternativer Betriebssysteme auf dem iPad nicht. Sie sind vollständig auf die Software-Updates von Apple angewiesen.
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