In einer Zeit, die von digitaler Sofortbefriedigung dominiert wird, erlebt die analoge Fotografie eine bemerkenswerte Renaissance. Immer mehr Menschen entdecken die bewusste Entschleunigung und den einzigartigen Charme von Film. Vor diesem Hintergrund überraschte Pentax, eine Marke mit einer reichen Geschichte in der Filmfotografie, die Welt mit einer unerwarteten Ankündigung: einer brandneuen Filmkamera im Jahr 2024. Die Pentax 17 weckte sofort großes Interesse und viele Fragen. Bringt Pentax tatsächlich eine neue Kamera heraus? Und wenn ja, was kann sie leisten?
Die Pentax 17: Eine Rückkehr zum Film?
Ja, die Gerüchte sind wahr. Pentax hat am 17. Juni 2024 die Pentax 17 vorgestellt – ihre erste neu entwickelte Filmkamera seit über zwei Jahrzehnten. Dieses Comeback ist mehr als nur eine Nostalgie-Übung; es ist eine Reaktion auf das wachsende Interesse an analoger Fotografie, insbesondere bei jüngeren Generationen, die vielleicht nie zuvor mit Film fotografiert haben. Die Pentax 17 ist als kompakte Kamera konzipiert, die größtenteils manuell bedient wird und sich durch ein wunderbar retro-inspiriertes Design auszeichnet, kombiniert mit einigen durchdachten modernen Elementen.

Nachdem man einige Zeit mit der Kamera verbracht und mehrere Filme belichtet und entwickelt hat, wird schnell klar, dass die Pentax 17 ein durchdachtes Produkt ist. Der Preis von rund 500 US-Dollar mag auf den ersten Blick hoch erscheinen, aber die Filmfotografie ist per se ein teureres Hobby als die digitale Fotografie, selbst wenn man die Filme nur digitalisieren lässt. Der Kauf einer neuen Filmkamera nimmt zudem die Unsicherheit und potenzielle Reparaturkosten beim Erwerb einer gebrauchten Vintage-Kamera.
Einer der vielleicht besten Aspekte der Pentax 17 ist, dass sie das Interesse an der Filmfotografie neu entfachen kann. Sie zwingt den Fotografen dazu, im Moment präsent zu sein und sich bewusster um jedes einzelne Bild zu kümmern. Es ist nicht nur eine Filmkamera im Jahr 2024; es ist ein Werkzeug, das zu einer anderen Art des Fotografierens anregt. Es ist ein Erlebnis, das über das reine Festhalten eines Moments hinausgeht.
Vorteile und Nachteile der Pentax 17
Wie bei jeder Kamera gibt es Stärken und Schwächen. Die Pentax 17 bildet hier keine Ausnahme. Hier ist eine kurze Übersicht:
| Vorteile (Pros) | Nachteile (Cons) |
|---|---|
| Taktile Bedienelemente und der Film-typische Auslöser-Klick | Vielleicht etwas zu simpel gehalten |
| Einfach zu bedienen | Nur (quasi) manueller Fokus (Zonenfokus) |
| Mehr als nur ein Gimmick | Halbbildformat begrenzt die mögliche Druckgröße bei starker Vergrößerung |
Die taktilen Bedienelemente, das Gefühl beim Filmtransport und der charakteristische Auslöser-Klick sind Aspekte, die viele Filmfotografen lieben und die bei der Pentax 17 gut umgesetzt sind. Die Kamera ist zudem intuitiv genug, um auch Anfängern den Einstieg in die Filmfotografie zu ermöglichen. Sie fühlt sich nicht wie ein bloßes Spielzeug an, sondern wie ein ernstzunehmendes Werkzeug, das jedoch bewusst einfach gehalten wurde.
Technische Merkmale und Besonderheiten
Die Pentax 17 kombiniert automatische und manuelle Funktionen. Die 'Auflösung' ist im Grunde unendlich – sie hängt vom verwendeten Film und der Entwicklung ab. Das Format ist Halbbild 35mm. Sie verfügt über einen eingebauten Blitz und ein 25mm (entspricht ca. 37mm im Vollformat) f/3.5 Pancake-Objektiv.
Im Vergleich zu heutigen Digitalkameras ist die Pentax 17 nicht unbedingt super-kompakt, aber deutlich kleiner als eine Spiegelreflexkamera. Ihr Design ist stark von klassischen Pentax-Modellen inspiriert. Sie passt zwar in eine Manteltasche, aber in der Gesäßtasche einer Hose ist sie kaum unauffällig zu tragen. Die Rückseite ist bewusst einfach gehalten, mit einem kleinen Fenster, um optional das Ende einer Filmverpackung einzustecken und sich an den eingelegten Film zu erinnern.
Das wohl interessanteste und für manche umstrittenste Merkmal ist das Halbbildformat. Das bedeutet, dass auf jedem standardmäßigen 35mm-Negativ, das normalerweise ein einzelnes Bild enthält, zwei Bilder aufgenommen werden. Wenn die Kamera in der normalen horizontalen Ausrichtung gehalten wird, nimmt sie vertikale Bilder auf. Dies wird oft als Vorteil für das Posten in sozialen Medien beworben, aber der praktische Nutzen geht darüber hinaus: Film und Entwicklung sind teuer. Mit dem Halbbildformat erhält man doppelt so viele Bilder pro Filmrolle, was die Kosten pro Bild halbiert. Querformataufnahmen sind natürlich immer noch möglich, indem man die Kamera einfach um 90 Grad dreht.
Die 'Auflösung' dieser Halbbildbilder wird geringer sein als bei Vollbild-35mm-Aufnahmen (gemessen am sichtbaren Filmkorn), aber sie bieten mehr als genug Details für soziale Medien und Standard-Prints. Für sehr starke Vergrößerungen sind sie weniger geeignet. Für die meisten Anwender, insbesondere Einsteiger, ist dies jedoch ein akzeptabler Kompromiss angesichts der verdoppelten Bildanzahl pro Film.
Die 17 bietet eine Mischung aus manuellen und vereinfachten Einstellungen. Der Filmtransport erfolgt manuell über einen Hebel, was ein sehr befriedigendes, taktiles Gefühl vermittelt. Der Fokus wird über 'Zonen' eingestellt. Man wählt die ungefähre Entfernung des Motivs aus, entweder anhand leicht verständlicher Symbole auf der Oberseite des Objektivs oder anhand spezifischer Entfernungsangaben in Fuß und Metern darunter. Es gibt keine präzise Feinfokussierung, sondern nur Entfernungsbereiche. Auch die Belichtungszeit oder Blende können nicht manuell eingestellt werden.
Stattdessen gibt es verschiedene Bildmodi: einen Bokeh-Modus, der die größtmögliche Blendenöffnung wählt, oder einen Langzeitbelichtungsmodus. Weitere Modi bieten ähnliche vereinfachte Funktionen, aber keiner erlaubt die Auswahl spezifischer Einstellungen (z. B. f/3.5 bei 1/60 Sekunde). Diese Vereinfachung ist für Fotografie-Neulinge nachvollziehbar, kann aber für erfahrenere Fotografen, die mehr Kontrolle wünschen, etwas einschränkend sein. Dennoch bietet die Pentax 17 mehr Einstellmöglichkeiten als eine alte Film-Point-and-Shoot-Kamera.
Der optische Sucher verfügt über zwei LEDs, die die einzigen wirklichen Hinweise auf potenzielle Probleme mit der Aufnahme geben. Wenn die blaue LED beim Einschalten der Kamera blinkt, zeigt dies beispielsweise an, dass der Objektivdeckel noch aufgesetzt ist – ein häufigeres Problem als bei einer Spiegelreflexkamera, da der Sucher nicht durch das Objektiv blickt. Wenn dieselbe LED blinkt, während man den Auslöser halb gedrückt hält, ist dies eine Belichtungswarnung. Ein Belichtungsmesser im herkömmlichen Sinne, der die Lichtwerte anzeigt, fehlt.
Ein großer Kritikpunkt ist, dass viele dieser wichtigen Informationen, einschließlich der Bedeutung der verschiedenen Modi, nicht im Lieferumfang enthalten sind. Das mitgelieferte Benutzerhandbuch ist sehr rudimentär; das vollständige Handbuch muss von der Pentax-Website als PDF heruntergeladen werden. Für eine Kamera, die eindeutig auf Anfänger abzielt, erscheint dies als merkwürdige Auslassung.

Benutzerfreundlichkeit und Bildqualität im Praxistest
Für viele, deren erste Kamera noch eine Filmkamera war, mag der Gedanke an die Rückkehr zum Film zunächst Skepsis hervorrufen. Die Kosten, die Ungewissheit des Ergebnisses – es scheint wie ein Rückschritt. Doch für diejenigen, die vollständig im digitalen Zeitalter aufgewachsen sind, hat das Vorhandensein von etwas Greifbarem, das man mit Freunden teilen kann, einen besonderen Reiz. Dies erklärt auch den früheren Aufstieg der Sofortbildfotografie. Der Schritt zu echten Filmkameras ist eine logische Weiterentwicklung, die die Bildqualität deutlich erhöht und gleichzeitig die sofortige Befriedigung gegen eine gespannte Erwartung tauscht.
Man weiß nie genau, was man mit Film erhalten wird, und das ist oft spannender, als man es sich im Vorfeld vorstellen mag. Wer einfach nur viele Fotos machen möchte, hat dafür immer ein Smartphone zur Hand. Um einen Moment auf einzigartige Weise festzuhalten, kann eine Filmkamera dies leisten und einen physischen Beweis dafür schaffen, dass dieser Moment stattgefunden hat. Sicher, man kann auch digitale Fotos ausdrucken, aber das hat oft nicht denselben Charakter wie ein analoges Negativ oder ein Abzug. Es ist wie der Unterschied zwischen einer digitalen Playlist und einem selbst zusammengestellten Mixtape – letzteres erforderte viel mehr Zeit und Mühe und hatte dadurch einen höheren emotionalen Wert. Film ist von Anfang bis Ende etwas physisch Reales, was in der modernen Welt etwas Besonderes darstellt.
Film zwingt den Fotografen auch dazu, bei der Aufnahme viel sorgfältiger zu sein. Während man digital Hunderte, ja Tausende von Bildern schießt, ist dies mit Film nicht praktikabel, es sei denn, man möchte ein Vermögen für die Entwicklung ausgeben. Jede Aufnahme will überlegt sein: Ist dieser Schuss wirklich ein Foto wert? Ist dies der beste Winkel? Eine schnelle Aufnahme mit dem Handy mag in Ordnung sein, aber ist es das wert, echtes Geld und eine begrenzte Ressource (den Film) dafür einzusetzen? Im Gegensatz zu vor über 20 Jahren fühlt sich dies erstaunlicherweise nicht einschränkend an. Man kann das Foto kostenlos mit dem Handy machen, wenn man möchte. Für die besten, besonderen Aufnahmen greift man zum Film. Man könnte sogar beides tun. Und dann, ein paar Tage später, erhält man die entwickelten Bilder zurück und kann den Moment mit einer völlig anderen Ästhetik erneut genießen.
Die Pentax 17 fühlt sich an wie eine neue Filmkamera, was anachronistisch erscheinen mag. Während Ober- und Unterseite aus einer Magnesiumlegierung bestehen, sind die meisten anderen Teile aus Kunststoff. Das verleiht ihr nicht unbedingt ein 'billiges' Gefühl, aber sie sieht von weitem vielleicht hochwertiger aus, als sie sich anfühlt. Sobald man die verschiedenen Modi verstanden hat, besteht die größte Herausforderung darin, das Fokussieren nicht zu vergessen. Glücklicherweise erfordert dies nicht allzu viel Rätselraten bei den Entfernungen, da die Symbole auf der Oberseite des Objektivs ziemlich selbsterklärend sind: Ich fotografiere eine Person; ich wähle das Personensymbol! Ich fotografiere Berge; ich wähle das Bergsymbol! Die Endergebnisse zeigen, dass es nicht ganz so einfach ist, aber dazu gleich mehr.
Die Bildqualität ist gut, wobei ein Großteil natürlich vom verwendeten Film abhängt. Ein weniger empfindlicher Film mit niedrigerer ISO-Zahl hat weniger sichtbares Korn, benötigt aber mehr Licht. Ein schnellerer Film (höhere ISO) hat mehr Korn, ist aber in einem breiteren Bereich von Lichtverhältnissen besser nutzbar. Es gibt hier keine 'falsche' Wahl, obwohl angesichts der begrenzten manuellen Einstellungen wahrscheinlich ein 400 ISO oder höher eine sicherere Wahl ist. Manche lieben jedoch den sehr sauberen Look von 100 ISO Film.
Insgesamt ist die Schärfe des Pancake-25mm-Objektivs erfreulich, insbesondere angesichts seiner Größe und des Preises der Kamera. Zumindest, wenn das Bild scharfgestellt ist. Die größte Lernkurve für neue Fotografen, die die 17 verwenden, oder auch für erfahrene Fotografen, die zu einer weitgehend manuellen Kamera zurückkehren, ist das richtige Fokussieren. Da es sich nicht um eine Spiegelreflexkamera handelt, zeigt der Sucher nicht genau das, was der Film 'sieht'.
Die Symbole auf der Oberseite des Objektivs helfen, aber manchmal schätzt man die Entfernung falsch ein, und das Ergebnis (das man erst Tage später sieht) ist unscharf. Es wird dringend empfohlen, die Entfernungsangaben unter dem Objektiv für eine genauere Einstellung zu verwenden. Unscharfe Fotos sind bei jeder manuellen Kamera unvermeidlich, aber bei der Pentax 17 kann es anfangs mehr geben als erwartet. Mit etwas Übung bekommt man jedoch schnell ein Gefühl dafür.
Warum Pentax? Die Stärken der Marke
Die Entscheidung für eine Kamera ist eine große Sache. Man möchte einen Begleiter, der einen überallhin begleitet und hilft, all die Gefühle und Eindrücke in Bildern festzuhalten. Warum sollte man sich für eine Pentax-Kamera entscheiden? Die Marke hat eine Reihe von Alleinstellungsmerkmalen, die sie von anderen unterscheidet.
Ein Hauptgrund ist die vollständige Wetterschutzkonstruktion. Die erste Pentax Spiegelreflexkamera mit Staub- und Wetterschutz, die Wassertropfen und Staub abhält, war die PENTAX LX, die 1980 auf den Markt kam. Dieses Know-how wurde über die Jahre genutzt, um viele staub- und wetterfeste Produkte zu entwickeln. Nicht nur die Kameragehäuse, sondern auch Zubehör wie Objektive und Blitzgeräte sind wetterbeständig. So kann man unbesorgt im Freien fotografieren, unabhängig vom Wetter.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Bajonett-Kompatibilität, die die Verwendung hervorragender älterer Objektive ermöglicht. Die K-Serie von Spiegelreflexkameras verfügt über eine exzellente Objektivpalette mit den neuesten optischen Technologien. Gleichzeitig können mehr als 380 Objektivtypen mit dem K-Bajonett verwendet werden, darunter auch M42-Schraubobjektive, die vor 60 Jahren mit der Asahi Pentax (AP-Typ) verwendet wurden, sowie 645/67-Bajonett-Objektive (mit Adapter). Dies ermöglicht es Fotografen, ihre Lieblings-Vintage-Objektive an den neuesten Digitalkameras zu nutzen.
Pentax DSLR-Kameras zeichnen sich zudem durch ein kompaktes, leichtes Design mit integrierter Shake Reduction (SR) aus. Dieser Mechanismus zur Bildstabilisierung ist im Kameragehäuse eingebaut und funktioniert effektiv mit jedem wechselbaren Objektiv, einschließlich alter Linsen. Dies ermöglicht es auch, die Objektive kompakter zu halten und die Ausrüstung leichter zu machen, wenn man mehrere Objektive mit sich führt. Die Weiterentwicklung der SR-Technologie hat innovative Funktionen wie Pixel Shift Resolution für hochauflösende Bilder, einen Anti-Aliasing Filter Simulator, ASTROTRACER zur Nachführung von Himmelsobjekten bei der Aufnahme und die automatische Horizontkorrektur ermöglicht.

Die Marke konzentriert sich auch stark auf das Bild- und Produktdesign. Anstatt nur das Motiv vor den Augen zu erfassen, widmet sich Pentax der Wiedergabe der 'Erinnerungsfarbe', die von Augen und Gehirn wahrgenommen wird, um Bilder genau so zu liefern, wie der Fotograf sie erwartet. Besonderes Augenmerk wird dabei auf Hauttöne und Grüntöne gelegt. Die Objektivpalette umfasst sowohl die ★ (Star)-Serie, die auf höchste Auflösung abzielt, als auch die Limited-Objektivserie mit gefrästem Aluminiumgehäuse, die mit einer einzigartigen sensorischen Bewertungsmethode entwickelt wurde.
Schließlich legt Pentax großen Wert auf die Benutzerfreundlichkeit der Bedienoberfläche. Das Design von Menüanzeige, Tastenlayout und Kameragriff ist darauf ausgelegt, einen hohen Bedienkomfort zu bieten. Funktionen wie die Fx-Taste zur einfachen Aktivierung zugewiesener Funktionen, die Outdoor View Setting zur Anpassung der Bildschirmhelligkeit an die Umgebung und das Hyper Operation System (Hyper Program/Hyper Manual) für effiziente Aufnahmesteuerung über die vorderen und hinteren Einstellräder tragen dazu bei.
Die Geschichte von Pentax: Von Asahi Optical zu Ricoh Imaging
Die Geschichte von Pentax ist lang und bewegt. Das ursprüngliche Unternehmen wurde im November 1919 als Asahi Optical Co. gegründet und begann mit der Herstellung von Brillengläsern. Später kamen Kamera-/Cineobjektive hinzu. 1938 änderte es seinen Namen in Asahi Optical Co., Ltd.
Ein Meilenstein war die Einführung der ersten Kamera des Unternehmens, der Asahiflex, im Jahr 1952. Dies war die erste japanische Spiegelreflexkamera mit 35mm Film. Der Name "Pentax" war ursprünglich eine eingetragene Marke der ostdeutschen VEB Zeiss Ikon (abgeleitet von "Pentaprism" und "Contax") und wurde 1957 von Asahi Optical erworben. Seitdem ist das Unternehmen vor allem für seine Fotoprodukte bekannt.
Das Unternehmen war in der Mitte des 20. Jahrhunderts sehr erfolgreich, insbesondere mit Modellen wie der Asahiflex, der ursprünglichen Pentax und den beliebten Spotmatic-Serien, die ein einfaches, präzises TTL-Belichtungsmesssystem boten. Pentax führte auch innovative Kamerasysteme ein, wie das Mittelformat-System Pentax 6x7 und die winzige Pentax Auto 110 für 110er Film.
1957 führte Asahi Optical das M42x1 Schraubgewinde für das Objektivbajonett ein, wechselte aber 1975 zum K-Bajonett. Dieses Bajonett war als offener Standard konzipiert und wurde auch von anderen Herstellern verwendet. Wichtig ist, dass das K-Bajonett weiterentwickelt wurde und bis heute bei den digitalen Spiegelreflexkameras von Pentax und sogar bei einigen spiegellosen Kameras verwendet wird, was eine Rückwärtskompatibilität mit älteren Objektiven ermöglicht.
Das Unternehmen behielt den Namen Asahi Optical Co. bis 2002, als es in Pentax Corporation umbenannt wurde. Nach der erfolgreichen Entwicklung digitaler Kameras wurde 2003 die erste DSLR mit K-Bajonett auf den Markt gebracht.
Eine bedeutende Veränderung erfolgte 2007 durch die Fusion mit der Hoya Corporation. Hoya war vor allem an Pentax' Technologien im medizinischen Bereich (Endoskope, etc.) interessiert. 2011 verkaufte Hoya die Kamerasparte von Pentax an den Kopierer- und Druckerhersteller Ricoh. Seit dem 1. August 2013 firmiert das Unternehmen, das die Pentax-Kameras herstellt, als Ricoh Imaging Company Ltd. Hoya nutzt den Namen Pentax weiterhin für seine medizinischen Produkte.
Somit gehört die Marke Pentax im Bereich der Digitalkameras heute zu Ricoh Imaging, während der Name Pentax im medizinischen Bereich von Hoya geführt wird.
Ist die Pentax 17 die richtige Kamera für Sie?
Die Pentax 17 ist zweifellos ein faszinierender Neuzugang im Kameramarkt des Jahres 2024. Sie ist ein fantastischer Einstieg in die Filmfotografie für diejenigen, die diesen Weg erkunden möchten. Sie ist einfach zu bedienen, sieht großartig aus und das Halbbildformat ist eine kluge Entscheidung angesichts der Kosten für Film und Entwicklung. Sie bietet ein einzigartiges, entschleunigendes Erlebnis, das sich deutlich von der digitalen Fotografie unterscheidet.
Allerdings ist ihr bewusst einfaches Design für manche vielleicht *zu* simpel. Es gibt wenig Raum zum Wachsen, wenn man einmal die Grundlagen verstanden hat. Die fehlende Möglichkeit, Verschlusszeit oder Blende manuell auszuwählen, mag für Anfänger in Ordnung sein, schränkt aber diejenigen ein, die tiefer in die Materie eintauchen möchten. Auch der Zonenfokus erfordert eine gewisse Lernkurve und birgt das Risiko unscharfer Bilder, bis man ein Gefühl dafür entwickelt hat.

Trotz dieser Einschränkungen ist die Pentax 17 für viele die richtige Wahl. Sie ist weniger riskant als der Kauf einer über 20 Jahre alten gebrauchten Kamera auf eBay und bietet das Versprechen einer funktionierenden Kamera mit Garantie. Für alle, die neugierig auf Filmfotografie sind und ein authentisches, aber modernes Erlebnis suchen, ist die Pentax 17 definitiv einen Blick wert. Wenn die Kamera erfolgreich ist, besteht die Hoffnung, dass Pentax (unter Ricoh Imaging) vielleicht weitere Modelle mit mehr manuellen Funktionen herausbringt, die sowohl für erfahrene Fotografen als auch für die neue Generation von Film-Enthusiasten geeignet sind.
Häufig gestellte Fragen
Bringt Pentax eine neue Kamera heraus?
Ja, Pentax hat am 17. Juni 2024 die Pentax 17 auf den Markt gebracht, eine neue 35mm Halbbild-Filmkamera.
Wer ist der Hersteller von Pentax-Kameras?
Pentax-Kameras werden heute von Ricoh Imaging Company Ltd. hergestellt, einer Tochtergesellschaft von Ricoh.
Warum ist Pentax so gut?
Pentax-Kameras sind bekannt für ihre Wetterschutzkonstruktion, die Kompatibilität mit einer Vielzahl älterer Objektive (besonders durch das K-Bajonett), die integrierte Shake Reduction (SR) im Gehäuse, den Fokus auf Bildqualität und Farbwiedergabe sowie eine benutzerfreundliche Bedienung.
Was ist die Pentax 17?
Die Pentax 17 ist eine neu entwickelte, kompakte 35mm Filmkamera mit fest verbautem 25mm f/3.5 Objektiv und Zonenfokus. Sie nimmt Bilder im Halbbildformat auf.
Was bedeutet Halbbildformat?
Beim Halbbildformat werden zwei Bilder auf einem einzigen 35mm-Filmnegativ aufgenommen, wodurch die Anzahl der Aufnahmen pro Filmrolle verdoppelt wird. Die Standardausrichtung ist dabei vertikal.
Ist die Pentax 17 einfach zu bedienen?
Die Pentax 17 ist für Einsteiger konzipiert und verfügt über vereinfachte Modi und Bedienelemente. Der Zonenfokus erfordert jedoch anfangs etwas Übung.
Kann ich alte Pentax-Objektive an der Pentax 17 verwenden?
Nein, die Pentax 17 hat ein fest verbautes Objektiv und ist nicht mit wechselbaren Objektiven kompatibel. Die Kompatibilität mit alten Objektiven bezieht sich hauptsächlich auf Pentax DSLR-Kameras mit K-Bajonett.
Ist die Pentax 17 wetterfest?
Die bereitgestellten Informationen spezifizieren keinen vollständigen Wetterschutz für die Pentax 17, obwohl die Marke Pentax allgemein für robuste, wetterfeste Modelle bekannt ist. Die 17 hat Ober- und Unterteile aus Metall, der Rest ist Kunststoff. Man sollte nicht davon ausgehen, dass sie vollständig gegen Regen oder Staub abgedichtet ist, wie es bei einigen DSLRs der Fall ist.
Die Pentax 17 ist ein spannendes Signal, dass die analoge Fotografie lebt und dass etablierte Hersteller bereit sind, in diesen Markt zu investieren. Sie bietet eine einzigartige Möglichkeit, die Welt durch ein anderes Medium zu sehen und den Prozess der Bilderstellung neu zu erleben.
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