Wie alt ist Annegret?

Annegret Kramp-Karrenbauer: Eine Karriere im Überblick

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Annegret Kramp-Karrenbauer, oft als AKK bezeichnet, prägte über Jahrzehnte die Politik auf Landes- und Bundesebene. Ihre Karriere führte sie von kommunalen Ämtern über Ministerposten im Saarland bis hin zur Ministerpräsidentin, zur Generalsekretärin und später zur Vorsitzenden der Bundes-CDU und schließlich zur Bundesministerin der Verteidigung. Ihr Weg war von bemerkenswerten Wahlerfolgen, aber auch von politischen Herausforderungen und einem angekündigten Rückzug aus Spitzenämtern gekennzeichnet.

Was ist mit Annegret Kramp-Karrenbauer passiert?
Im Jahr 2015 wurde Kramp-Karrenbauer einstimmig zur Präsidentin des Deutschen Volkshochschul-Verbandes gewählt. Sie ist seit 2023 Vizepräsidentin im Senat der Deutschen Nationalstiftung.

Frühe Jahre und politische Anfänge im Saarland

Geboren in Völklingen und aufgewachsen in Püttlingen mit fünf Geschwistern, legte Annegret Kramp 1982 ihr Abitur ab. Anschließend studierte sie Politikwissenschaften und Rechtswissenschaften in Trier und Saarbrücken, ein Studium, das sie 1990 als Magistra Artium abschloss. Ihre politische Laufbahn begann früh. Bereits 1981 trat sie in die CDU ein. Sie engagierte sich in der Jungen Union Saarland und übernahm 1985 den Vorsitz des CDU-Stadtverbandes Püttlingen. Von 1984 bis 2000 und erneut von 2009 bis 2011 war sie Mitglied im Stadtrat von Püttlingen.

Nach ihrem Studium arbeitete Kramp-Karrenbauer von 1991 bis 1998 als Grundsatz- und Planungsreferentin der CDU Saar. 1999 wurde sie persönliche Referentin von Peter Müller, dem damaligen Vorsitzenden der CDU-Landtagsfraktion im Saarland. Dieser Schritt war prägend, da sie Müller später als Ministerpräsidentin beerben sollte. Von 1999 bis 2012 war sie zudem Landesvorsitzende der Frauen-Union Saar und wurde 2001 stellvertretende Bundesvorsitzende der Frauen-Union. Ihre Präsenz auf Bundesebene wuchs, und ab 2010 gehörte sie dem CDU-Bundespräsidium an.

Ein kurzer Abstecher in die Bundespolitik erfolgte 1998, als sie für Klaus Töpfer in den 13. Bundestag nachrückte. Nach der Bundestagswahl 1998, bei der die Union Stimmen verlor, zog sie jedoch nicht erneut in den Bundestag ein.

Aufstieg zur Ministerin und Ministerpräsidentin im Saarland

Mit dem Machtwechsel im Saarland 1999, bei dem die CDU stärkste Partei wurde und Peter Müller Ministerpräsident, begann Annegret Kramp-Karrenbauers Karriere auf Landesebene im Landtag des Saarlandes, dem sie von 1999 bis 2018 angehörte. Schnell übernahm sie Verantwortung und war von 1999 bis 2000 parlamentarische Geschäftsführerin der CDU-Fraktion.

Im Dezember 2000 wurde sie zur Ministerin für Inneres und Sport im Kabinett Müller I ernannt. Damit war sie die erste weibliche Innenministerin in der Geschichte Deutschlands. In dieser Funktion trieb sie unter anderem die Gründung der Nationalen Anti-Doping-Agentur (NADA) voran. Ihre Ressortzuständigkeiten änderten sich im Laufe der Zeit. Ab 2004 war sie Ministerin für Inneres, Familie, Frauen und Sport, und ab 2007 Ministerin für Bildung, Familie, Frauen und Kultur. Im Rahmen der Bildung einer Jamaika-Koalition im Saarland (CDU, FDP, Grüne) wurde sie 2009 Landesministerin für Arbeit, Familie, Soziales, Prävention und Sport.

Im Jahr 2011 kündigte Peter Müller seinen Rückzug an und schlug Annegret Kramp-Karrenbauer als seine Nachfolgerin sowohl im Amt des Ministerpräsidenten als auch als CDU-Landesvorsitzende vor. Mit einer Mehrheit von 97,02 % wurde sie zur neuen Vorsitzenden der CDU Saar gewählt. Die Wahl zur Ministerpräsidentin gestaltete sich jedoch überraschend schwierig. Am 10. August 2011 scheiterte sie im ersten Wahlgang, da sie zwei Stimmen weniger erhielt, als die Jamaika-Koalition Mandate besaß. Erst im zweiten Wahlgang wurde sie mit knapper Mehrheit zur ersten Ministerpräsidentin des Saarlandes gewählt. Dieses Ergebnis zeigte bereits die Fragilität der Koalition.

Die Spannungen innerhalb der FDP, einem der Koalitionspartner, führten im Januar 2012 zum Bruch der Jamaika-Koalition durch Kramp-Karrenbauer. Ziel war die Bildung einer Großen Koalition mit der SPD. Als die Sondierungsgespräche scheiterten, kündigte sie vorgezogene Neuwahlen an. Bei der Landtagswahl am 25. März 2012 trat Kramp-Karrenbauer als CDU-Spitzenkandidatin an und erzielte ein überraschend starkes Ergebnis von 35,2 %, womit die CDU deutlich vor der SPD lag. Dieses Ergebnis ebnete den Weg für eine Große Koalition unter ihrer Führung. Am 9. Mai 2012 wurde sie mit großer Mehrheit vom Landtag wiedergewählt.

Was ist mit Annegret Kramp-Karrenbauer passiert?
Im Jahr 2015 wurde Kramp-Karrenbauer einstimmig zur Präsidentin des Deutschen Volkshochschul-Verbandes gewählt. Sie ist seit 2023 Vizepräsidentin im Senat der Deutschen Nationalstiftung.

Auch bei der Landtagswahl am 26. März 2017 führte Kramp-Karrenbauer die CDU als Spitzenkandidatin an und erzielte mit 40,7 % ein noch besseres Ergebnis, was als wichtiger Erfolg und Stopp des damaligen "Schulz-Zugs" der SPD gewertet wurde. CDU und SPD setzten ihre Große Koalition fort, und Kramp-Karrenbauer wurde am 17. Mai 2017 erneut zur Ministerpräsidentin gewählt.

Der Wechsel in die Bundespolitik

Im Februar 2018 nominierte die damalige CDU-Vorsitzende Angela Merkel Annegret Kramp-Karrenbauer für das Amt der Generalsekretärin der Bundes-CDU. Auf dem Bundesparteitag am 26. Februar 2018 wurde sie mit einem herausragenden Ergebnis von 98,87 % zur Generalsekretärin gewählt, dem höchsten Zustimmungswert in der Geschichte der CDU für dieses Amt. Dieser Schritt markierte ihren endgültigen Wechsel in die Bundespolitik, weshalb sie Ende Februar 2018 als Ministerpräsidentin des Saarlandes zurücktrat. Ihrem Nachfolger Tobias Hans überließ sie das Amt und verzichtete freiwillig auf ihr Übergangsgeld im Saarland.

Nachdem Angela Merkel im Oktober 2018 angekündigt hatte, nicht erneut für den Parteivorsitz zu kandidieren, erklärte auch Kramp-Karrenbauer ihre Kandidatur. Im Dezember 2018 setzte sie sich auf dem CDU-Bundesparteitag in Hamburg in einer Stichwahl mit knapper Mehrheit (51,75 %) gegen Friedrich Merz durch und wurde zur Parteivorsitzenden der CDU gewählt. Dieses Amt sah sie als absolute Priorität an.

Vorsitz der CDU und der angekündigte Rücktritt

Als Parteivorsitzende war Annegret Kramp-Karrenbauer mit verschiedenen Herausforderungen konfrontiert. Sie initiierte unter anderem die Erarbeitung eines neuen Grundsatzprogramms und arbeitete eng mit der CSU zusammen, etwa bei der Erstellung eines gemeinsamen Europawahlprogramms 2019.

Ein entscheidender Moment in ihrer Amtszeit war die Regierungskrise in Thüringen im Februar 2020, bei der ein Ministerpräsident mit Stimmen von FDP, CDU und AfD gewählt wurde. Diese Ereignisse offenbarten tiefe innere Zerrissenheit innerhalb der Union. Als Reaktion darauf kündigte Annegret Kramp-Karrenbauer am 10. Februar 2020 ihren Verzicht auf die Kanzlerkandidatur für 2021 sowie ihren Rücktritt als CDU-Bundesvorsitzende an. Die Wahl ihres Nachfolgers verzögerte sich aufgrund der Corona-Pandemie und fand erst im Januar 2021 statt, als Armin Laschet zum neuen Vorsitzenden gewählt wurde.

An der Spitze der Bundeswehr

Trotz der angekündigten Abgabe des Parteivorsitzes übernahm Annegret Kramp-Karrenbauer im Juli 2019 ein weiteres wichtiges Amt auf Bundesebene. Nachdem Ursula von der Leyen zur Präsidentin der Europäischen Kommission gewählt worden war, schlug Bundeskanzlerin Merkel Kramp-Karrenbauer als ihre Nachfolgerin im Amt der Bundesministerin der Verteidigung vor. Am 17. Juli 2019 wurde sie zur Bundesministerin der Verteidigung ernannt und wenige Tage später im Deutschen Bundestag vereidigt.

Dieses Amt hatte sie bis zum Ende der Legislaturperiode inne. Nach der Konstituierung des 20. Deutschen Bundestags im Oktober 2021 wurde sie aus ihrem Amt entlassen und führte die Geschäfte kommissarisch bis zur Vereidigung der neuen Bundesregierung im Dezember 2021. Mit einem Großen Zapfenstreich wurde sie offiziell aus dem Amt verabschiedet.

Nach der Bundespolitik: Engagement und neue Rollen

Bei der Bundestagswahl 2021 trat Annegret Kramp-Karrenbauer als Direktkandidatin in Saarbrücken und als Listenführerin der saarländischen CDU-Landesliste an. Sie wurde über die Landesliste in den 20. Deutschen Bundestag gewählt. Gemeinsam mit Peter Altmaier erklärte sie jedoch im Oktober 2021 ihren Verzicht auf das Mandat, um jüngeren Abgeordneten Platz zu machen.

Was ist aus Annegret geworden?
Raunigk, die fast ihr ganzes Leben alleinerziehend war, lebte zuletzt in Berlin-Spandau. Nach der Geburt zog Raunigk nach Höxter; dort leben einige ihrer älteren Kinder. 2018 verkaufte sie ihr Haus in Höxter, um wieder nach Berlin zurückzuziehen.

Seit ihrem Ausscheiden aus der Bundesregierung engagiert sich Annegret Kramp-Karrenbauer in verschiedenen Bereichen. Seit Mai 2022 ist sie ehrenamtlich in ihrem Wohnort Püttlingen tätig, unter anderem als Vorsitzende der Erwerbslosen-Selbsthilfe. Sie ist zudem Co-Vorsitzende des wissenschaftlichen Beirats einer US-amerikanischen Denkfabrik (Center for European Policy Analysis CEPA). Im Wintersemester 2022/23 übernahm sie eine Gastprofessur für Politikmanagement an der Universität Duisburg-Essen. Sie ist weiterhin in verschiedenen Stiftungen und Organisationen aktiv, beispielsweise in der Konrad-Adenauer-Stiftung, der Stiftung pro missio, der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung, dem Deutschen Volkshochschul-Verband und der Deutschen Nationalstiftung. Zuletzt legte sie Ende Januar 2025 ihre Mitgliedschaft im Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) nieder, was sie mit der Haltung des ZdK zur aktuellen Migrationspolitik begründete.

Ihr politischer Weg zeigt eine Karriere von der Kommunal- und Landespolitik bis in die höchsten Ämter der Bundesrepublik Deutschland und der CDU. Auch wenn sie sich aus der ersten Reihe der aktiven Bundespolitik zurückgezogen hat, bleibt sie durch ihre ehrenamtlichen Tätigkeiten und Engagements weiterhin präsent.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was macht Annegret Kramp-Karrenbauer heute?
Nach ihrem Ausscheiden aus der Bundespolitik engagiert sie sich ehrenamtlich in Püttlingen, ist Co-Vorsitzende eines wissenschaftlichen Beirats einer US-amerikanischen Denkfabrik, war Gastprofessorin und ist in verschiedenen Stiftungen und Organisationen aktiv. Zuletzt trat sie aus dem ZdK aus.

Warum ist Annegret Kramp-Karrenbauer nicht mehr CDU-Parteivorsitzende?
Im Februar 2020 kündigte sie im Zuge der Regierungskrise in Thüringen und der daraus resultierenden inneren Zerrissenheit der Union ihren Rücktritt vom Parteivorsitz und den Verzicht auf die Kanzlerkandidatur an. Die Wahl ihres Nachfolgers fand im Januar 2021 statt.

War Annegret Kramp-Karrenbauer Bundesministerin?
Ja, sie war von Juli 2019 bis Dezember 2021 Bundesministerin der Verteidigung im Kabinett Merkel IV.

War Annegret Kramp-Karrenbauer Kanzlerkandidatin?
Nein, sie war Parteivorsitzende der CDU und galt zeitweise als mögliche Kanzlerkandidatin, kündigte aber im Februar 2020 ihren Verzicht auf eine Kandidatur an.

Welche Ämter hatte Annegret Kramp-Karrenbauer im Saarland?
Sie war Landesministerin in verschiedenen Ressorts (Inneres, Bildung, Soziales) von 2000 bis 2011 und anschließend von 2011 bis 2018 Ministerpräsidentin des Saarlandes. Sie war auch Landesvorsitzende der CDU Saar und Mitglied des Landtags sowie des Stadtrats Püttlingen.

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Andenmatten Soltermann

Hallo! Ich bin Andenmatten Soltermann, ein Schweizer Fotograf, der leidenschaftlich die Essenz der Welt durch seine Linse einfängt. Geboren und aufgewachsen in den majestätischen Schweizer Alpen, haben die deutsche Sprache und atemberaubende Landschaften meine kreative Vision geprägt. Meine Liebe zur Fotografie begann mit einer alten analogen Kamera, und seitdem widme ich mein Leben der Kunst, visuelle Geschichten zu erzählen, die berühren und verbinden.In meinem Blog teile ich praktische Tipps, Techniken und Erfahrungen, um dir zu helfen, deine fotografischen Fähigkeiten zu verbessern – egal, ob du ein neugieriger Anfänger oder ein erfahrener Profi bist. Von der Beherrschung des natürlichen Lichts bis hin zu Ratschlägen für wirkungsvolle Bildkompositionen ist es mein Ziel, dich zu inspirieren, die Welt mit neuen Augen zu sehen. Mein Ansatz verbindet Technik mit Leidenschaft, immer auf der Suche nach dem Funken, der ein Foto unvergesslich macht.Wenn ich nicht hinter der Kamera stehe, findest du mich auf Bergpfaden, auf Reisen nach neuen Perspektiven oder beim Genießen der Schweizer Traditionen, die mir so am Herzen liegen. Begleite mich auf dieser visuellen Reise und entdecke, wie Fotografie die Art und Weise, wie du die Welt siehst, verändern kann.

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