Was ist mit Vögele passiert?

Das Ende von Charles Vögele: Eine Ära geht zu Ende

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Die lila Logos waren über Jahrzehnte ein vertrauter Anblick in Einkaufszentren und Innenstädten in der Schweiz, Deutschland und Österreich. Charles Vögele stand für Mode zu erschwinglichen Preisen für die ganze Familie. Doch heute sucht man die Filialen vergeblich. Die bekannte Modekette ist Geschichte. Ihr Verschwinden ist eine Fallstudie für die dramatischen Veränderungen im Einzelhandel und die Schwierigkeiten traditioneller Unternehmen, sich in einem sich schnell wandelnden Markt zu behaupten.

Warum gibt es Charles Vögele nicht mehr?
Am 31. Juli 2018 kündigte die Charles Vögele (Austria) GmbH die gerichtliche Anmeldung von Insolvenz an. Laut Sanierungsantrag hatte die Modekette bis zuletzt 102 Filialen, davon 89 Filialen unter der Marke „Charles Vögele“ und 13 unter der Marke „OVS“. Die Firmenwebsite listete am 31. Juli 2018 nur noch 83 Filialen.

Der Niedergang von Charles Vögele war kein plötzliches Ereignis, sondern das Ergebnis einer komplexen Mischung aus verpassten Marktentwicklungen, strategischen Fehlern und schliesslich einer Übernahme, die das Ende der Marke besiegelte. Um zu verstehen, warum es Charles Vögele nicht mehr gibt, müssen wir die Geschichte des Unternehmens, die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts und die entscheidenden Schritte nach der Übernahme durchleuchten.

Die Anfänge und der Aufstieg: Vom Schuster zum Modeimperium

Die Geschichte von Charles Vögele beginnt bescheiden. Karl Leo Vögele, genannt Charles, wächst als Sohn eines Schuhmachers in Uznach in der Schweiz auf. Nach einer KV-Lehre zeigt er früh ein Talent für Marketing und Vertrieb. Zusammen mit seiner späteren Frau Agnes eröffnet er 1955 in Zürich einen kleinen Laden für Roller- und Regenbekleidung. Was als Experiment auf 40 Quadratmetern begann, entwickelte sich schnell zu einem florierenden Geschäft.

Charles Vögele hatte ein feines Gespür für den Zeitgeist. Er erkannte, dass der wachsende Wohlstand in der Nachkriegszeit eine neue Nachfrage nach moderner, aber erschwinglicher Kleidung schuf. Er setzte auf das Konzept der Ladenketten, das in der Schweiz noch wenig verbreitet war, um durch Grössenvorteile bessere Einkaufspreise zu erzielen. Seine Vision war es, «gute und günstige Mode für die Masse» anzubieten.

Die Expansion verlief rasant. In den 1960er Jahren eröffnete Vögele zahlreiche Filialen. Er nutzte die aufkommenden Einkaufszentren und baute in den 1970er Jahren sogar das eigene Seedamm-Zentrum in Pfäffikon SZ. Frühzeitig setzte das Unternehmen auf den Einkauf in Asien und eröffnete 1975 ein Einkaufsbüro in Hongkong. In den 1980er Jahren war Charles Vögele in fast jeder Schweizer Kleinstadt präsent und expandierte erfolgreich nach Deutschland und Österreich. In ihrer Blütezeit erzielte die Kette über eine Milliarde Franken Jahresumsatz und galt als eine der profitabelsten in Europa.

Parallel dazu baute sein Bruder Max Vögele ein eigenes Schuhimperium auf, die Karl Vögele AG (Vögele Shoes). Obwohl es sich um zwei getrennte Unternehmen handelte, arbeiteten die Brüder in der Expansionszeit oft zusammen, platzierten ihre Läden nebeneinander und boten zeitweise sogar einen gemeinsamen Versandkatalog an. Der Name Vögele wurde von den Kunden oft als Einheit für Kleidung und Schuhe wahrgenommen. Charles Vögele selbst widmete sich neben dem Geschäft auch seiner Leidenschaft für den Autorennsport und die Kultur, gründete beispielsweise das Seedamm-Kulturzentrum.

Der Wendepunkt: Verkauf und neue Herausforderungen

Ende der 1990er Jahre, im Jahr 1997, verkaufte der fast 75-jährige Charles Vögele sein Unternehmen für 800 Millionen Franken an eine britische Investorengruppe. Aus heutiger Sicht war dies wohl der idealste Zeitpunkt für den Rückzug, denn die goldenen Zeiten neigten sich dem Ende zu. Wenige Jahre später, 1999, ging die Charles Vögele AG an die Schweizer Börse.

Unter neuer Führung versuchte das Unternehmen, weiter zu wachsen. Es expandierte nach Belgien, den Niederlanden sowie nach Slowenien, Polen, Tschechien und Ungarn. Doch diese Expansion erwies sich als schwierig und teuer. Das Unternehmen begann, sich zu übernehmen.

Gleichzeitig veränderte sich der Modehandel fundamental und mit rasender Geschwindigkeit. Das 21. Jahrhundert brachte zwei dominante Kräfte hervor: Fast Fashion und den Online-Handel. Aufstrebende Ketten wie Zara, H&M oder später Primark revolutionierten die Branche mit schnell wechselnden Kollektionen, kurzen Lieferzeiten und einem noch aggressiveren Preismodell. Kunden gewöhnten sich daran, ständig neue Ware in den Läden zu finden und Trends unmittelbar umgesetzt zu sehen. Charles Vögele, mit seinen traditionelleren Strukturen und langsameren Kollektionszyklen, konnte da nicht mithalten. Oft hing in den Läden noch Ware aus der Vorsaison.

Parallel dazu etablierte sich der Online-Handel. Plattformen wie Zalando boten eine riesige Auswahl, bequeme Lieferung nach Hause und einfache Retouren. Dies zog Kunden von den stationären Händlern ab. Charles Vögele kämpfte, sein Image wurde zunehmend als verstaubt wahrgenommen.

Vergebliche Rettungsversuche und der letzte Akt

Um das Ruder herumzureissen, versuchte Charles Vögele um 2010, sich neu zu positionieren. Man engagierte prominente Markenbotschafter wie Penélope Cruz und Til Schweiger und veranstaltete aufwendige Modeschauen. Doch die Versuche scheiterten. Man erreichte die jüngere, trendbewusste Kundschaft nicht und verärgerte gleichzeitig die älteren Stammkundinnen, die das frühere, klassischere Angebot schätzten. Es folgte ein strategischer Zickzackkurs ohne klare Linie, der den Niedergang nur verzögerte.

Im Jahr 2016 war klar: Das Unternehmen war nicht überlebensfähig in seiner damaligen Form. Die Charles Vögele AG wurde für nur 56 Millionen Franken an die italienische Oviesse-Gruppe (OVS) verkauft. Dieser Preis lag weit unter dem einstigen Wert der Firma.

Die Übernahme durch die Sempione Retail AG, hinter der die italienische OVS stand, war der Beginn des Endes für die Marke Charles Vögele. Die neuen Eigentümer hatten einen klaren Plan: Sie wollten Charles Vögele von einem vertikal integrierten Händler (mit eigener Beschaffung, Design, Logistik) in eine reine Verkaufsorganisation umwandeln und auf die eigenen Konzepte von OVS und Upim umstellen.

Radikale Umstrukturierung und das Ende der Marke

Diese Transformation hatte drastische Konsequenzen, insbesondere für die Mitarbeiter. Bereits im Januar 2017 kündigte Charles Vögele an, 88 der 320 Mitarbeiter am Firmensitz in Pfäffikon SZ zu entlassen. Betroffen waren vor allem die Abteilungen Einkauf, Design und Budgetierung, da die eigenen Kollektionen wegfielen und diese Funktionen nun zentral von Italien aus gesteuert wurden.

Ist der Charles Vögele Online Shop geschlossen?
Charles Vögele betrieb zeitweise 280 Läden in Deutschland. Der Online-Shop der Modekette wurde mittlerweile eingestellt. Auf der Homepage heißt es nun: "Liebe Kundinnen und Kunden, der Online Shop ist geschlossen."

Auch das Filialnetz sollte massiv ausgedünnt werden. Zuvor waren bereits die Filialen in Polen, Tschechien und Belgien geschlossen worden. In der Schweiz sollte das Netz um 10 bis 15 % reduziert werden. Für Österreich, Ungarn und Slowenien gab es zunächst die Ankündigung, dass es keine Einschnitte geben solle – eine Ankündigung, die sich später als falsch herausstellen sollte.

In Deutschland wurde ein zunächst angedachter Komplettverkauf der 284 Filialen nicht realisiert. Stattdessen wurden Teile verkauft: KiK übernahm 32 Filialen, Woolworth 10 und Tedi 15. OVS behielt 84 Filialen und flaggte diese auf die eigene Marke Upim um. Der vollständige Rückzug aus dem wichtigen deutschen Markt, der 2015 noch einen Drittel des Gesamtumsatzes ausmachte, war damit besiegelt. Anfang 2018 übernahm die niederländische Victory and Dreams Holding (Muttergesellschaft von Miller & Monroe) die restliche Charles Vögele Deutschland GmbH. Miller & Monroe wollte über diese Akquisition in den deutschen Markt expandieren, doch auch dieses Unterfangen scheiterte, und Vidrea Retail (die niederländische Tochter) musste 2019 Insolvenz anmelden.

In den Niederlanden wurde kurz nach der Übernahme für die 95 Filialen und 700 Mitarbeiter Insolvenz angemeldet. Das eigens gegründete Handelsunternehmen Vidrea Retail übernahm im März 2017 rund 80 Filialen und bot einem Grossteil der Mitarbeiter neue Verträge an. Doch auch Vidrea Retal gab im Juni 2019 seine Insolvenz bekannt.

Auch international wurden Stellen abgebaut. Die Vögele-eigenen Einkaufsbüros in Fernost (Shanghai, Bangladesch, Indien) wurden geschlossen, wovon 125 Mitarbeitende betroffen waren.

Mitte Mai 2017 folgte in der Schweiz ein zweites Konsultationsverfahren und eine zweite Massenentlassung, bei der 148 Arbeitsplätze in der Logistik und am Hauptsitz abgebaut wurden. Die Logistik wurde auf das OVS/UPIM-Modell umgestellt und von der Firma XPO übernommen. Lieferungen aus Asien gingen nun direkt nach Italien und wurden von dort verteilt. Dies ermöglichte laut OVS-CEO Beraldo massive Kostensenkungen von 1.60 Franken auf 60 Rappen pro geliefertes Stück.

Ende Februar 2018 kam es am Hauptsitz in Pfäffikon SZ zum dritten Konsultationsverfahren und einer weiteren Massenentlassung von 50 Mitarbeitenden, vor allem in den Abteilungen Marketing und IT, die ebenfalls in Italien zentralisiert wurden.

Die verbliebenen Filialen von Charles Vögele wurden bis spätestens Ende 2018 entweder zu OVS oder Upim umgeflaggt. Dies markierte das komplette Ende der Marke Charles Vögele in den Einkaufsstrassen.

Die Aktie der Charles Vögele Holding wurde per 21. September 2017 von der SIX Swiss Exchange dekotiert. Der letzte Handelstag war der 20. September 2017. Die nicht angedienten Aktionäre erhielten eine Barabfindung von CHF 6,38 je Aktie, entsprechend dem öffentlichen Kaufangebot.

Im Mai 2019 meldete Charles Vögele auch in Österreich Konkurs an. Zuletzt hatte das Unternehmen dort noch 57 Filialen und 394 Angestellte gehabt. Die Charles Vögele (Austria) GmbH hatte bereits am 31. Juli 2018 gerichtliche Insolvenz angemeldet, zu diesem Zeitpunkt mit 102 Filialen und 711 Mitarbeitern, beabsichtigte aber zunächst eine Fortführung. Auch diese Bemühungen waren letztlich nicht erfolgreich.

Finanzielle Aspekte und kontroverse Übernahme

Die Übernahme selbst warf im Nachhinein bei Finanzanalysten Fragen auf, insbesondere hinsichtlich der finanziellen Angemessenheit des Kaufpreises von 56 Millionen Franken bzw. 6,38 Franken pro Aktie.

Ein entscheidender Aspekt war der Immobilienverkauf. Charles Vögele besass ein umfangreiches Immobilienportfolio, das im Geschäftsbericht 2015 mit einem Buchwert von nur 9,8 Millionen Franken aufgeführt war. Kurz vor dem Abschluss der Übernahme, am 16. September 2016, schloss Charles Vögele jedoch einen Vertrag über den Verkauf eines Grossteils dieses Portfolios (mit Ausnahme zweier Grundstücke) für 169 Millionen Franken ab. Das Grundstück in Galgenen wurde praktisch gleichzeitig separat verkauft.

Der effektive Verkauf des Portfolios erfolgte kurz nach der definitiven Übernahme im Dezember 2016 für 172 Millionen Franken. Dieser Verkauf deckte stille Reserven in Höhe von fast 90 Millionen Franken auf (Verkaufspreis 172 Mio. CHF minus Buchwert von Aktiva 82 Mio. CHF). Diese stillen Reserven waren in der Bilanz nicht ersichtlich und führten dazu, dass das Eigenkapital und die Ertragskraft des Unternehmens in den offiziellen Zahlen schlechter dargestellt wurden, als sie tatsächlich waren.

Das unabhängige Bewertungsgutachten, das der Verwaltungsrat zur Prüfung der Angemessenheit des Angebots heranzog (die sogenannte Fairness Opinion), ging noch davon aus, dass Charles Vögele plante, "in den kommenden Jahren" Liegenschaften mit einem Marktwert von ca. 100 Millionen zu veräussern. Es basierte weitgehend auf Angaben der Geschäftsleitung und berücksichtigte den bereits abgeschlossenen Verkaufsvertrag über 169 Millionen Franken nicht speziell. Dies liess Fragen zur Grundlage der Bewertung aufkommen.

Wer hat Charles Vögele übernommen?
OVS schließt 30 Charles Vögele-Filialen in Österreich Ein Bündnis um den italienischen Fast Fashion-Filialisten OVS hat Charles Vögele übernommen.

Der Erlös aus dem Immobilienverkauf ermöglichte es den neuen Eigentümern, die hohen Bankschulden in Höhe von knapp 200 Millionen Franken weitgehend zu tilgen. Gleichzeitig konnte das Eigenkapital, das von 484 Millionen Franken im Jahr 2009 auf zuletzt 50 Millionen Franken gesunken war (gemäss Gutachten vor dem Angebot), durch die Auflösung der stillen Reserven auf 108 Millionen Franken mehr als verdoppelt werden. Die Tatsache, dass Charles Vögele zudem steuerliche Verlustvorträge von fast 48 Millionen Franken hatte, deutet darauf hin, dass der Gewinn aus dem Immobilienverkauf möglicherweise weitgehend steuerfrei abgeschöpft werden konnte.

Angesichts dieser finanziellen Manöver, die kurz nach der Übernahme stattfanden und die finanzielle Situation des Unternehmens massiv verbesserten, bezweifelten einige, ob der den Aktionären gebotene Preis von 6,38 Franken pro Aktie fair war. Die neuen Eigentümer konnten durch den Verkauf der Aktiva innerhalb kurzer Zeit die Schuldenlast reduzieren und das Eigenkapital stärken, was bei der ursprünglichen Bewertung für die Aktionäre offenbar nicht oder nur unzureichend berücksichtigt wurde.

Ein Blick auf Vögele Shoes: Ein anderes Schicksal

Es ist wichtig, Charles Vögele (Mode) und die Karl Vögele AG (Vögele Shoes) auseinanderzuhalten, auch wenn der Name derselbe ist und die Gründer Brüder waren. Vögele Shoes hatte eine eigene, wenn auch parallele Geschichte des Niedergangs.

Die Karl Vögele AG, gegründet von Max Vögele, war über Jahrzehnte einer der bedeutendsten Schuhhändler der Schweiz. Auch dieses Unternehmen geriet ab den 2010er Jahren unter Druck durch den Online-Handel (insbesondere Zalando). Nach mehreren Eigentümerwechseln (Verkauf von Anteilen an österreichische, dann polnische Investoren) geriet Vögele Shoes ebenfalls in finanzielle Schieflage. Unter deutschen Eigentümern musste das Unternehmen 2022 ein provisorisches und später ein definitives Nachlassverfahren beantragen. Trotz Versuchen, das Unternehmen in kleinerem Format zu retten, scheiterten die Gespräche mit Investoren. Ende 2022 wurde bekannt gegeben, dass Vögele Shoes den Geschäftsbetrieb einstellt und die letzten 28 Filialen schliesst. 131 Mitarbeitende verloren ihre Stelle. Im Januar 2023 schlossen die letzten Schuhläden. Damit verschwand auch dieser Zweig der Vögele-Unternehmen aus den Einkaufsstrassen.

Das Ende einer Ära und was bleibt

Das Verschwinden von Charles Vögele ist symptomatisch für das breitere Phänomen des Markensterbens im traditionellen Einzelhandel, insbesondere in der Modebranche. Unternehmen, die es nicht schafften, sich schnell genug an die Herausforderungen von Fast Fashion, Online-Handel und veränderten Kundenbedürfnissen anzupassen, wurden überrollt.

Im Fall von Charles Vögele beschleunigte die Übernahme durch OVS den Prozess der Transformation und des Rückzugs von der alten Marke. Obwohl Teile des Geschäfts in neuen Formaten (OVS, Upim, Miller & Monroe) weitergeführt wurden, konnte der Name Charles Vögele die neuen Marktbedingungen nicht überleben. Die radikalen Umstrukturierungen, der massive Stellenabbau und die strategische Neuausrichtung unter den neuen Eigentümern führten schliesslich zum kompletten Verschwinden der Marke.

Kunden, die früher bei Charles Vögele einkauften, finden heute ihre Kleidung bei Discountern wie KiK oder Tedi (die einige Vögele-Filialen übernahmen), bei Fast-Fashion-Ketten, in den Nachfolgeläden von OVS/Upim (wo diese überlebten) oder zunehmend online. Das Geschäftsmodell von Charles Vögele in seiner ursprünglichen Form hatte in der modernen Einzelhandelslandschaft keinen Platz mehr.

Häufig gestellte Fragen

Warum gibt es Charles Vögele nicht mehr?
Charles Vögele verschwand, weil das Unternehmen Schwierigkeiten hatte, sich an den Wandel im Modehandel (Aufkommen von Fast Fashion und Online-Handel) anzupassen. Nach der Übernahme durch die italienische OVS-Gruppe im Jahr 2016 wurde das Unternehmen radikal umstrukturiert, eigene Kollektionen und Abteilungen wurden abgeschafft, zahlreiche Filialen geschlossen oder an andere Händler verkauft und die verbliebenen Läden auf die Marken OVS oder Upim umgeflaggt. Dies führte zum Ende der Marke Charles Vögele.

Wer hat Charles Vögele übernommen?
Die Charles Vögele AG wurde im Jahr 2016 von der Sempione Retail AG übernommen, hinter der die italienische Modekette OVS steht. Später wurden Teile des Geschäfts, insbesondere in Deutschland und den Niederlanden, an andere Unternehmen wie Miller & Monroe (Victory and Dreams Holding) und Vidrea Retail weiterverkauft, die jedoch später ebenfalls Insolvenz anmelden mussten.

Gibt es noch Charles Vögele Filialen?
Nein, es gibt keine Filialen mehr unter dem Namen Charles Vögele. Die ehemaligen Läden wurden entweder geschlossen, an andere Einzelhändler verkauft oder zu Filialen der Marken OVS oder Upim umgewandelt.

Was ist mit dem Charles Vögele Online Shop passiert?
Mit dem Verschwinden der Marke Charles Vögele wurde auch der ursprüngliche Online Shop eingestellt. Nachfolgeunternehmen oder die Marken OVS/Upim betreiben eigene Online-Angebote, aber der Charles Vögele Online Shop existiert nicht mehr.

Ist Vögele Shoes dasselbe Unternehmen wie Charles Vögele?
Nein, Charles Vögele (Mode) und Vögele Shoes (Schuhe) waren zwei getrennte Unternehmen, die von den Brüdern Charles und Max Vögele gegründet wurden. Auch Vögele Shoes geriet in Schwierigkeiten und stellte Ende 2022 den Betrieb ein.

Waren die Immobilienverkäufe nach der Übernahme relevant?
Ja, der Verkauf des Immobilienportfolios kurz nach der Übernahme für 172 Millionen Franken war finanziell sehr relevant. Er deckte hohe stille Reserven auf, half massgeblich bei der Tilgung von Bankschulden und stärkte das Eigenkapital, was Fragen zur Angemessenheit des ursprünglichen Kaufpreises aufwarf.

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Andenmatten Soltermann

Hallo! Ich bin Andenmatten Soltermann, ein Schweizer Fotograf, der leidenschaftlich die Essenz der Welt durch seine Linse einfängt. Geboren und aufgewachsen in den majestätischen Schweizer Alpen, haben die deutsche Sprache und atemberaubende Landschaften meine kreative Vision geprägt. Meine Liebe zur Fotografie begann mit einer alten analogen Kamera, und seitdem widme ich mein Leben der Kunst, visuelle Geschichten zu erzählen, die berühren und verbinden.In meinem Blog teile ich praktische Tipps, Techniken und Erfahrungen, um dir zu helfen, deine fotografischen Fähigkeiten zu verbessern – egal, ob du ein neugieriger Anfänger oder ein erfahrener Profi bist. Von der Beherrschung des natürlichen Lichts bis hin zu Ratschlägen für wirkungsvolle Bildkompositionen ist es mein Ziel, dich zu inspirieren, die Welt mit neuen Augen zu sehen. Mein Ansatz verbindet Technik mit Leidenschaft, immer auf der Suche nach dem Funken, der ein Foto unvergesslich macht.Wenn ich nicht hinter der Kamera stehe, findest du mich auf Bergpfaden, auf Reisen nach neuen Perspektiven oder beim Genießen der Schweizer Traditionen, die mir so am Herzen liegen. Begleite mich auf dieser visuellen Reise und entdecke, wie Fotografie die Art und Weise, wie du die Welt siehst, verändern kann.

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