Die Canon EOS 5D Mark II, eingeführt im November 2008, trat in die Fußstapfen der gefeierten EOS 5D. Sie war mehr als nur ein Nachfolger; sie war eine Evolution, die die digitale Spiegelreflexfotografie maßgeblich beeinflusste. Insbesondere ihre Fähigkeit, hochauflösende Standbilder mit der erstmaligen Integration von Full-HD-Video in einer EOS-Kamera zu kombinieren, setzte neue Maßstäbe und öffnete kreative Türen für Fotografen und Filmemacher gleichermaßen. Doch was machte diese Kamera so besonders? Ein zentrales Element war zweifellos ihr Bildsensor und die damit verbundene Auflösung.

Der Herzstück: Der 21,1-Megapixel Vollformatsensor
Die brennendste Frage für viele war und ist: Welche Auflösung hat die EOS 5D Mark II? Die Antwort ist klar und beeindruckend für ihre Zeit: Sie verfügt über einen neu entwickelten Vollformat-CMOS-Sensor mit satten 21,1 Megapixeln. Dieser Sensor im Kleinbildformat (35 mm) war nicht nur für seine hohe Pixelanzahl bekannt, sondern auch für seine Fähigkeit, eine herausragende Auflösungsleistung und eine reiche Abstufung in den Bildern zu liefern. Dies bedeutete für Fotografen die Möglichkeit, Details in einem Maße festzuhalten, das zuvor in dieser Kameraklasse nicht üblich war, und Bilder zu produzieren, die sich exzellent für großformatige Drucke eigneten.
Die hohe Auflösung allein ist nur ein Teil der Geschichte. Der Vollformatsensor der 5D Mark II bot auch Vorteile bei der Bildqualität, insbesondere im Hinblick auf das Rauschverhalten bei höheren ISO-Werten und die Möglichkeit, mit geringerer Schärfentiefe zu arbeiten, was für Porträts und kreative Aufnahmen von großem Wert ist. Der Standard-ISO-Empfindlichkeitsbereich lag zwischen ISO 100 und 6400. Im erweiterten Modus konnte dieser sogar auf ISO 50, 12800 und beeindruckende 25600 erweitert werden. Diese Flexibilität bei der Lichtempfindlichkeit ermöglichte optimale Leistung in einer Vielzahl von Aufnahmesituationen, von hellem Tageslicht bis hin zu herausfordernden Bedingungen bei schwachem Licht, was den kreativen Spielraum erheblich vergrößerte.
Leistung und Verarbeitung: Der DIGIC 4 Prozessor
Um die riesigen Datenmengen, die ein 21,1-Megapixel-Sensor erzeugt, effizient zu verarbeiten, integrierte Canon in die EOS 5D Mark II den Bildprozessor der nächsten Generation: den DIGIC 4. Dieser Prozessor war entscheidend für die hohe Geschwindigkeit, mit der die Kamera arbeitete. Er unterstützte nicht nur die hohe Auflösungsleistung des Sensors, sondern ermöglichte auch eine kontinuierliche Aufnahmegeschwindigkeit von bis zu ca. 3,9 Bildern pro Sekunde. Dies mag nach heutigen Maßstäben moderat klingen, war aber für eine Vollformatkamera dieser Auflösungsklasse damals eine beachtliche Leistung.
Die Pufferleistung des DIGIC 4 Prozessors war ebenfalls beeindruckend. Bei Verwendung einer UDMA-Speicherkarte und Aufnahme im JPEG/Large-Format bei ISO 100 konnten Serien von bis zu ca. 310 Aufnahmen gemacht werden. Selbst bei Verwendung von Nicht-UDMA-Karten waren es noch ca. 78 Aufnahmen. Diese Fähigkeit zur Aufnahme längerer Serien machte die 5D Mark II auch für die Action- und Sportfotografie bedingt tauglich, obwohl ihre Stärken eher in anderen Bereichen lagen.
Wichtige Merkmale für den Fotografen
Neben Sensor und Prozessor bot die EOS 5D Mark II eine Reihe weiterer Features, die das Fotografieren angenehmer und präziser machten:
- Sucher: Ein neu entwickelter Hochleistungs-Sucher bot eine Abdeckung von ca. 98 %. Dies ermöglichte eine sehr genaue Bildkomposition, auch wenn die 100%ige Abdeckung noch nicht erreicht war.
- Autofokus-System: Die Kamera war mit einem schnellen und hochpräzisen AF-System ausgestattet. Es verfügte über 9 AF-Punkte, ergänzt durch 6 Assist-AF-Punkte, die die Genauigkeit bei der Scharfstellung unterstützten.
- LCD-Monitor: Ein 3,0 Zoll großer Clear View LCD-Monitor mit 920.000 Bildpunkten diente zur Bildkontrolle und Menübedienung. Er verfügte über eine Mehrfachvergütung, die Reflexionen reduzierte und gegen Verschmutzungen resistent war. Mit verbesserter Farbwiedergabe bot er eine natürliche Bildanzeige, was die Bildüberprüfung auch bei hellem Sonnenlicht verbesserte.
Die Revolution: Full HD Video in einer DSLR
Eines der bahnbrechendsten Merkmale der EOS 5D Mark II war zweifellos ihre Fähigkeit zur Aufnahme von Videos. Sie war das erste Modell in der EOS-Serie, das eine Filmfunktion bot. Dies war ein Wendepunkt, der die Welt der Videoproduktion nachhaltig veränderte. Plötzlich hatten Filmemacher Zugang zu einem Vollformatsensor, der geringe Schärfentiefe und exzellente Bildqualität bot, verpackt in einem relativ kompakten und erschwinglichen Gehäuse.
Die Kamera konnte Full HD (1.920 x 1.080 Pixel) Videos mit 30 Bildern pro Sekunde aufnehmen. Zusätzlich gab es einen Standard-Aufnahmemodus (640 x 480) ebenfalls mit 30 Bildern pro Sekunde. Diese Funktion erweiterte die Grenzen des digitalen Spiegelreflexausdrucks erheblich und machte die 5D Mark II zu einem beliebten Werkzeug nicht nur für Fotografen, sondern auch für unabhängige Filmemacher, Dokumentarfilmer und Videografen.
Weitere nützliche Funktionen
Die 5D Mark II war vollgepackt mit weiteren Funktionen, die die Benutzererfahrung verbesserten:
- Live View: Eine Live View-Funktion war integriert und bot drei AF-Modi: Quick Mode, Live Mode und Face Detect Live Mode. Dies war besonders nützlich für Aufnahmen aus ungewöhnlichen Winkeln oder bei der Arbeit vom Stativ.
- Objektivkorrektur: Eine Funktion zur Korrektur der peripheren Ausleuchtung (Vignettierung) war vorhanden, die den Lichtabfall am Bildrand kompensierte, abhängig von den Eigenschaften des verwendeten Objektivs.
- Staubreduzierung: Das EOS Integrated Cleaning System, ein umfassendes System zur Staubreduzierung, kombinierte Maßnahmen zur Verhinderung und Beseitigung von Staub. Bei der 5D Mark II verfügte das System über eine verbesserte Selbstreinigungs-Sensoreinheit mit einer Fluorbeschichtung auf der Oberfläche des Tiefpassfilters, die die Staubhaftung minimierte.
Robustheit und Akkulaufzeit
Leistung wurde bei der EOS 5D Mark II durch Stärke und Haltbarkeit untermauert. Die Kamera verfügte über eine robuste Verschlusseinheit mit einer beeindruckenden Lebensdauer von 150.000 Auslösungen. Das Gehäuse bestand aus einer hochsteifen Magnesiumlegierung, die eine zuverlässige Leistung auch unter anspruchsvollen Aufnahmebedingungen gewährleistete.
Der neue Akku, der Battery Pack LP-E6, bot eine um das 1,3-fache höhere Kapazität als der Vorgängerakku der EOS 5D. Dies verschaffte den Benutzern ein höheres Maß an Mobilität und die Möglichkeit, längere Zeiträume ohne Akkuwechsel zu fotografieren oder zu filmen.
Vergleich: EOS 5D vs. EOS 5D Mark II
Ein Blick auf die Neuerungen im Vergleich zum Vorgängermodell verdeutlicht den Fortschritt:
| Merkmal | Canon EOS 5D | Canon EOS 5D Mark II |
|---|---|---|
| Sensor-Auflösung | 12,8 Megapixel | 21,1 Megapixel |
| Bildprozessor | DIGIC II | DIGIC 4 |
| Video-Funktion | Nein | Ja (Full HD) |
| ISO-Bereich (Standard) | 100-1600 | 100-6400 |
| LCD-Monitor Auflösung | 230.000 Punkte | 920.000 Punkte |
| Live View | Nein | Ja |
| Staubreduzierung | Nein | Ja |
Wie die Tabelle zeigt, stellte die 5D Mark II in fast allen relevanten Bereichen eine signifikante Verbesserung gegenüber der ursprünglichen 5D dar, insbesondere bei der Auflösung, dem Prozessor und der Einführung der Videoaufzeichnung.

Häufig gestellte Fragen zur EOS 5D Mark II
Hier sind Antworten auf einige gängige Fragen zur Canon EOS 5D Mark II, basierend auf den verfügbaren Informationen:
F: Welche genaue Auflösung hat der Sensor der 5D Mark II?
A: Die Canon EOS 5D Mark II verfügt über einen Vollformat-CMOS-Sensor mit 21,1 Megapixeln.
F: Kann die 5D Mark II Videos aufnehmen?
A: Ja, sie war das erste EOS-Modell mit einer Video-Funktion. Sie kann Full HD (1920x1080) mit 30 fps sowie Standard-Definition (640x480) mit 30 fps aufnehmen.
F: Welchen Bildprozessor verwendet die 5D Mark II?
A: Sie ist mit dem DIGIC 4 Bildprozessor ausgestattet, der für die schnelle Verarbeitung der großen Datenmengen des hochauflösenden Sensors zuständig ist.
F: Wie schnell ist die Serienbildfunktion der 5D Mark II?
A: Die kontinuierliche Aufnahmegeschwindigkeit beträgt bis zu ca. 3,9 Bilder pro Sekunde.
F: Unterstützt die 5D Mark II Live View?
A: Ja, sie verfügt über eine Live View-Funktion mit drei verschiedenen AF-Modi.
F: Hat die Kamera ein Staubreduzierungssystem?
A: Ja, das EOS Integrated Cleaning System ist integriert, inklusive einer verbesserten Selbstreinigungs-Sensoreinheit.
F: Wie ist die Haltbarkeit des Verschlusses?
A: Die Verschlusseinheit ist für eine Lebensdauer von ca. 150.000 Auslösungen ausgelegt.
Fazit
Die Canon EOS 5D Mark II war bei ihrer Einführung im Jahr 2008 eine wegweisende Kamera. Ihr Herzstück, der 21,1-Megapixel-Vollformatsensor, lieferte eine exzellente Bildqualität und hohe Detailgenauigkeit. Gepaart mit dem leistungsstarken DIGIC 4 Prozessor bot sie eine gute Balance aus Auflösung und Geschwindigkeit. Die Einführung der Full-HD-Videoaufzeichnung war jedoch das Feature, das die Branche am meisten beeinflusste und die Kamera zu einem echten Hybrid-Werkzeug für Fotografen und Videografen machte. Merkmale wie der verbesserte LCD-Monitor, das AF-System, Live View und die robuste Bauweise trugen ebenfalls zu ihrem Erfolg bei. Auch wenn es mittlerweile neuere Modelle mit höherer Auflösung und fortschrittlicheren Funktionen gibt, bleibt die EOS 5D Mark II ein Meilenstein der digitalen Fotografie und ein Beweis für die Innovationskraft von Canon zu dieser Zeit. Ihre Auflösung von 21,1 MP war für viele Jahre der Standard für hochwertige Vollformat-Aufnahmen.
Die 5D Mark II war nicht nur ein technisches Upgrade, sondern ein Werkzeug, das die Art und Weise, wie visuelle Inhalte erstellt wurden, veränderte. Sie bot professionelle Leistung zu einem Preis, der für viele ambitionierte Amateure und Profis erschwinglich wurde. Ihre Langlebigkeit und die Möglichkeit, hochwertige Bilder und Videos zu produzieren, sicherten ihr einen festen Platz in der Geschichte der digitalen Kameras. Selbst heute noch wird sie von einigen Fotografen geschätzt, die ihre klassische Bedienung und die Bildästhetik des Vollformatsensors lieben.
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