Die Frage, ob man in der Schweiz seinen geliebten Starbucks-Kaffee findet, beschäftigt viele Reisende und Einheimische. Die Antwort lautet eindeutig: Ja, Starbucks ist auch in der Schweiz präsent. Doch wer die Kette aus anderen Ländern kennt, wird schnell feststellen, dass ein Besuch hier mitunter tiefer ins Portemonnaie greift als anderswo. Die Schweiz ist bekannt für hohe Preise, und Starbucks bildet da keine Ausnahme. Tatsächlich gehört die Schweiz zu den Ländern mit den weltweit höchsten Starbucks-Preisen.

Diese Preisgestaltung wirft natürlich die Frage auf: Bietet Starbucks in der Schweiz etwas Besonderes, das den Aufpreis rechtfertigt? Ist die Qualität besser? Das Ambiente einzigartiger? Eine persönliche Erfahrung in einer Filiale im Zentrum von Zürich gibt einige Einblicke, auch wenn diese natürlich subjektiv sind und nicht für alle Schweizer Filialen sprechen können.
Starbucks in Zürich: Ein Besuch und seine Eindrücke
Die besuchte Filiale in Zürich lag unscheinbar neben einem McDonald's und einem kleinen Spa. Von aussen wirkte sie nicht besonders auffällig oder anders als viele andere Starbucks weltweit. Doch beim Betreten zeigte sich schnell ein Unterschied. Das Innere war auffällig ästhetisch gestaltet. Die Wände und das Treppenhaus, das zum Sitzbereich im Obergeschoss führte, waren in einem leuchtenden Pink gestrichen. Oben angekommen, zierten farbenfrohe Drucke mit floralen Mustern im Unternehmensstil eine Wand, während grosse Fenster auf der gegenüberliegenden Seite einen Blick auf den nahegelegenen Bahnhof boten. Die Atmosphäre war zweifellos auf Instagram-Tauglichkeit ausgelegt, mit gemütlichen Nischen und Tischen entlang der Fensterfront.
Das teuerste Getränk der Welt? Ein Test in Zürich
Das Menü schien im Vergleich zu Starbucks-Filialen in den USA, die der Berichterstatter kannte, etwas begrenzter zu sein. Doch gerade diese Filiale soll im Jahr 2022 ein Getränk angeboten haben, das damals als das teuerste Starbucks-Menügetränk weltweit galt. Laut einer Analyse von CashNetUSA aus dem Februar 2022 war dies ein Iced Caramel Macchiato in der Schweiz. Es ist wichtig zu betonen, dass diese Analyse sich auf Standard-Menüpunkte bezog und keine teuren Anpassungen, Zusatzstoffe oder geheime Menüs berücksichtigte.
Ein Iced Caramel Macchiato ist eigentlich ein Starbucks-Klassiker, der überall erhältlich ist. Trotzdem wurde genau dieser bestellt, zubereitet mit Sojamilch. Der Preis: stolze 8,20 Schweizer Franken, umgerechnet etwa 9,50 US-Dollar. Eine beachtliche Summe für ein scheinbar einfaches Getränk.
Die Erwartungen waren hoch, doch die Realität sah anders aus. Das Getränk, das aus gedämpfter Milch, Vanillesirup, Espresso und Karamell bestehen sollte, war enttäuschend. Es schmeckte eher milchig als süss, und vom Karamell war praktisch nichts zu schmecken. Ein Blick auf den Boden des Bechers zeigte eine sehr kleine Menge Karamell, die sich dort abgesetzt hatte. Auch nach mehrmaligem Umrühren verbesserte sich der Geschmack nicht; es schmeckte weiterhin vorwiegend nach leicht gesüsster Sojamilch. Kaum Kaffeegeschmack, kein Karamell. Für fast zehn Dollar war das Ergebnis ernüchternd und wurde als 'ein grosses Achselzucken' beschrieben.
Der Cold Brew Test: Konsistenzprobleme
Da der Macchiato nicht genug Koffein lieferte, wurde am nächsten Tag ein Cold Brew bestellt. Dieser war nicht als Filterkaffee auf der Karte gelistet. Der Preis hierfür betrug 7,80 Schweizer Franken, etwa 9 US-Dollar. Pur probiert, schmeckte er zunächst recht gut – nicht zu bitter, leicht säuerlich, fast schokoladig und reichhaltig. Für den persönlichen Geschmack wurde Hafermilch hinzugefügt, wie üblich.

Da der erste Cold Brew ansprechend war und ein Koffein-Boost vor einer Zugfahrt nötig war, wurde am folgenden Tag derselbe Cold Brew erneut bestellt. Doch dieses Mal war das Ergebnis anders. Das Getränk schmeckte deutlich schwächer und wässriger. Der angenehm säuerliche, schokoladige Geschmack des Vortages fehlte vollständig. Dies deutete auf eine Inkonsistenz in der Zubereitung hin.
Das Fazit für Starbucks in der Schweiz
Basierend auf dieser Erfahrung war das Gesamturteil enttäuschend. Die hohen Preise schienen kein Indikator für höhere Qualität zu sein. Der Iced Caramel Macchiato war seinen Preis von über acht Franken bei weitem nicht wert, und selbst der Cold Brew zeigte eine unerwartete Inkonsistenz. Angesichts dessen legt die Erfahrung nahe, dass es sich in der Schweiz möglicherweise mehr lohnt, lokale Cafés aufzusuchen, anstatt hohe Preise für ein Starbucks-Erlebnis zu zahlen, das die Erwartungen nicht erfüllt.
Starbucks weltweit: Eine globale Kette
Auch wenn die Preise und Erfahrungen in der Schweiz spezifisch sein mögen, ist Starbucks eine wahrhaft globale Marke mit einer beeindruckenden Präsenz rund um den Globus. Ende letzten Jahres gab es weltweit 38.587 Starbucks-Filialen.
Hier ein Blick auf die Länder mit den meisten Filialen:
| Land | Anzahl Filialen (Ende 2023) |
|---|---|
| USA | 16.466 |
| China | 6.975 |
| Japan | 1.901 |
| Südkorea | 1.893 |
| Kanada | 1.465 |
| Vereinigtes Königreich | 1.297 |
Die USA und China dominieren den Markt mit zusammen 61 Prozent aller Starbucks-Filialen weltweit. Japan und Südkorea liegen sehr nah beieinander und kämpfen um den dritten Platz; Südkorea holt mit über 100 Neueröffnungen im Jahr 2023 stark auf und könnte Japan bald überholen. Nur diese sechs Länder haben über 1.000 Filialen.
Interessanterweise haben Länder mit einer starken eigenen Kaffeekultur wie Italien (36 Filialen) und Australien (71 Filialen) im Vergleich dazu nur sehr wenige Starbucks-Geschäfte. Dies könnte darauf hindeuten, dass Starbucks dort auf eine etabliertere Konkurrenz und andere Verbraucherpräferenzen trifft.
Die erste Starbucks-Filiale in Südkorea wurde beispielsweise 1999 eröffnet und die Expansion war seitdem rasant, auch wenn lokale Ketten wie Ediya und Mega Coffee mit ihren niedrigeren Preisen noch deutlich mehr Filialen betreiben.

Die Geschichte von Starbucks: Von Seattle in die Welt
Die Reise von Starbucks begann vor über fünfzig Jahren, im Jahr 1971, mit einem einzigen Geschäft im historischen Pike Place Market in Seattle. Damals verkaufte das Unternehmen hochwertige, frisch geröstete Kaffeebohnen. Der Name 'Starbucks' wurde nach dem Steuermann Starbuck aus Herman Melvilles berühmtem Roman 'Moby Dick' gewählt, um an die Seefahrerromantik und Tradition der frühen Kaffeehändler zu erinnern.
Ein entscheidender Moment in der Unternehmensgeschichte war der Besuch von Howard Schultz (dem späteren Chairman Emeritus) im Jahr 1981. Seine erste Tasse Sumatra-Kaffee entfachte eine tiefe Leidenschaft für Starbucks. Ein Jahr später trat er dem Unternehmen bei.
Auf einer Reise nach Italien im Jahr 1983 wurde Howard Schultz von der Kultur der italienischen Kaffeebars fasziniert. Er sah darin mehr als nur Orte, an denen Kaffee getrunken wurde; er sah soziale Treffpunkte, die einen 'dritten Ort' zwischen Arbeit und Zuhause darstellten – einen Ort der Gemeinschaft und des Austauschs. Diese Inspiration führte zu seiner Vision, dieses Konzept in die USA zu übertragen und Starbucks zu dem globalen Netzwerk von Cafés zu entwickeln, das es heute ist.
Die Mission des Unternehmens lautet: 'Mit jeder Tasse, mit jedem Gespräch, mit jeder Gemeinschaft – wir fördern die grenzenlosen Möglichkeiten der menschlichen Verbindung.' Diese Mission spiegelt sich in den Werten wider, die Starbucks zu leben versucht, darunter 'Craft' (Handwerkliche Präzision), 'Courage' (Mut), 'Results' (Ergebnisse), 'Belonging' (Zugehörigkeit) und 'Joy' (Freude). Diese Werte sollen das Handeln und die Interaktionen sowohl intern als auch mit den Kunden prägen.
Häufig gestellte Fragen zu Starbucks in der Schweiz und weltweit
Hier finden Sie Antworten auf einige gängige Fragen:
Gibt es Starbucks-Filialen in der Schweiz?
Ja, es gibt mehrere Starbucks-Filialen in der Schweiz, unter anderem in Städten wie Zürich.
Warum ist Starbucks in der Schweiz so teuer?
Die Schweiz gehört generell zu den Ländern mit einem hohen Preisniveau. Die Preise bei Starbucks spiegeln dies wider und gehören zu den weltweit höchsten für die Kette.

Welches war das angeblich teuerste Starbucks-Menügetränk der Welt im Jahr 2022?
Laut einer Analyse aus dem Februar 2022 war dies ein Iced Caramel Macchiato, der in der Schweiz verkauft wurde.
Wann wurde der erste Starbucks eröffnet?
Der erste Starbucks wurde im Jahr 1971 eröffnet.
Wo wurde der erste Starbucks eröffnet?
Die allererste Starbucks-Filiale wurde im Pike Place Market in Seattle, USA, eröffnet.
In welchem Land gibt es die meisten Starbucks-Filialen?
Die meisten Starbucks-Filialen gibt es in den USA.
In welchem Land ausserhalb der USA ist Starbucks besonders stark vertreten?
China hat die zweitmeisten Filialen weltweit, gefolgt von Japan und Südkorea, die ebenfalls eine sehr hohe Dichte an Starbucks-Filialen aufweisen.
Fazit
Starbucks ist in der Schweiz angekommen, bringt aber seine globalen Premium-Preise mit, die hierzulande besonders hoch ausfallen. Während die Filialen ästhetisch ansprechend gestaltet sein können, scheint die Qualität der Getränke laut einer Erfahrung nicht immer den hohen Preis zu rechtfertigen. Mit fast 40.000 Filialen weltweit, einer reichen Geschichte, die in Seattle begann und von italienischer Kaffeekultur inspiriert wurde, bleibt Starbucks eine dominante Kraft auf dem globalen Kaffeemarkt. Für Kaffeeliebhaber in der Schweiz könnte es jedoch lohnenswert sein, auch die lokalen Cafés zu erkunden, die möglicherweise ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis bieten.
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