William Shakespeare gilt unbestritten als einer der bedeutendsten Schriftsteller der Weltliteratur. Seine Werke prägen bis heute Theater, Literatur und Sprache. Doch so berühmt seine Dramen und Gedichte sind, so geheimnisvoll bleibt vieles an seiner Person. Die historischen Dokumente über sein Leben sind erstaunlich spärlich, was Raum für Spekulationen und Legenden lässt, die sein Bild über die Jahrhunderte immer wieder neu formten.

Die frühen Jahre in Stratford-upon-Avon
Unser Wissen über William Shakespeares Kindheit und Jugend ist begrenzt. Wir wissen, dass er in Stratford-upon-Avon, einer Marktstadt in Warwickshire, England, geboren wurde. Das genaue Geburtsdatum ist nicht überliefert, aber er wurde laut Kirchenregister der Holy Trinity Church am 26. April 1564 getauft. Üblicherweise wurde damals kurz nach der Geburt getauft, weshalb der 23. April oft als sein Geburtstag angenommen wird – ein Datum, das auch sein Todestag im Jahr 1616 ist. Diese Annahme ist jedoch nicht historisch gesichert.
Seine Eltern waren John Shakespeare und Mary Arden. John Shakespeare war Handschuhmacher und Händler und stieg in der Stadtverwaltung bis zum Amt des Oberaldermanns auf, was auf eine respektable soziale Stellung hinweist. Mary Arden stammte aus einer wohlhabenden Grundbesitzerfamilie. Williams Vater geriet später in finanzielle Schwierigkeiten, was möglicherweise Auswirkungen auf die Familie hatte.
Es wird allgemein angenommen, dass William die Lateinschule (Grammar School) in Stratford besucht hat. Dort erhielt er wahrscheinlich eine fundierte Ausbildung in Latein, Griechisch, Geschichte, Morallehre und Dichtkunst. Diese Schulen vermittelten Kenntnisse in Rhetorik und Poetik und bereiteten die Schüler auf das Studium antiker Vorbilder vor. Es gibt keine Hinweise darauf, dass Shakespeare, anders als einige seiner Zeitgenossen, eine Universität besuchte.
Im Alter von nur 18 Jahren heiratete William Shakespeare im November oder Dezember 1582 Anne Hathaway, die acht Jahre älter war als er. Die Heiratslizenz wurde am 27. November 1582 beantragt, was auf eine gewisse Eile hindeutet, da Anne zu diesem Zeitpunkt bereits schwanger war. Ihre erste Tochter, Susanna, wurde etwa sechs Monate nach der Heirat geboren (getauft am 26. Mai 1583). Knapp zwei Jahre später folgten Zwillinge: der Sohn Hamnet und die Tochter Judith (getauft am 2. Februar 1585). Über das persönliche Verhältnis zwischen William und Anne oder zu ihren Kindern ist wenig bekannt, da private Dokumente dieser Art aus dem Bürgertum jener Zeit kaum existieren.
Die mysteriösen 'Verlorenen Jahre'
Besonders wenig wissen wir über den Zeitraum von etwa 1584/85 bis 1592. Diese Phase wird in der Shakespeare-Forschung als die „verlorenen Jahre“ bezeichnet. Es gibt keine gesicherten Dokumente oder Aufzeichnungen, die Shakespeares Aufenthaltsort oder seine Aktivitäten in dieser Zeit belegen. Dies hat natürlich zu zahlreichen Spekulationen und Legenden geführt.
Einige dieser Legenden wurden erstmals von Nicholas Rowe in seiner Shakespeare-Ausgabe von 1709 festgehalten, wobei er überlieferte Anekdoten sammelte, ohne ihren Wahrheitsgehalt kritisch zu prüfen. Eine der bekanntesten Geschichten besagt, dass Shakespeare nach London floh, um einer Strafe wegen Wilderei auf dem Anwesen eines lokalen Landbesitzers, Sir Thomas Lucy, zu entgehen.
Das erste schriftliche Dokument, das Shakespeares Aufenthalt in London belegt, stammt aus dem Jahr 1592. Es handelt sich um ein Pamphlet des Dichters Robert Greene, der Shakespeare darin als „emporgekommene Krähe“ verspottet, die sich mit den Federn anderer schmücke. Greene kritisiert, dass Shakespeare, obwohl er „nur“ ein Schauspieler sei, sich anmaße, Dramen zu schreiben wie die etablierten Dichter seiner Zeit:
there is an upstart Crow, beautified with our feathers, that with his Tygers hart wrapt in a Players hide, supposes he is as well able to bombast out a blanke verse as the best of you: and beeing an absolute Johannes fac totum, is in his owne conceit the onely Shake-scene in a countrey.
Dieser Text ist nicht nur ein Beleg für Shakespeares Anwesenheit in London und seine Tätigkeit als Dramatiker, sondern auch dafür, dass er zu diesem Zeitpunkt bereits einen gewissen Bekanntheitsgrad erreicht hatte, der Neid hervorrief. Der Ausdruck „Shake-scene“ ist ein deutliches Wortspiel mit seinem Namen.
Karriere als Stückeschreiber und Geschäftsmann in London
Die Zeit, in der Shakespeare nach London kam, war eine Periode rasanter Entwicklung im englischen Theaterwesen. Es war ein riskantes, aber potenziell sehr lukratives Geschäft. Professionelle Dichter verkauften ihre Stücke meist für ein Pauschalhonorar an Schauspieltruppen und gaben damit alle Rechte ab. Davon allein konnte ein Autor kaum leben. Shakespeare ging einen anderen Weg.

Er wurde Mitglied der Schauspieltruppe Lord Strange’s Men, die sich 1594 zu den Lord Chamberlain’s Men formierte, einer der führenden Truppen Londons. Nach der Thronbesteigung Jakobs I. im Jahr 1603 wurden sie zu den King’s Men, der königlichen Schauspieltruppe. Shakespeare war nicht nur ihr Hausdramatiker, der zahlreiche Stücke für sie schrieb, sondern auch Mitbesitzer (Sharer) der Truppe.
Diese Teilhaberschaft war entscheidend für seinen finanziellen Erfolg. Als Sharer war er direkt am Gewinn der Truppe beteiligt. Anfänglich besaß er wohl einen Anteil von etwa 10 %. Darüber hinaus trat Shakespeare selbst als Schauspieler in kleineren Rollen auf. Seine Stücke waren sehr erfolgreich, sowohl beim Hof als auch beim Publikum der öffentlichen Theater.
Neben seiner Beteiligung an der Schauspieltruppe investierte Shakespeare auch in Theatergebäude. Als die Lord Chamberlain’s Men 1599 in das neu errichtete Globe Theatre umzogen, wurde Shakespeare Miteigentümer mit einem Anteil, der später weiter anstieg, insbesondere als 1608 das überdachte Blackfriars Theatre hinzukam, das vor allem für Winteraufführungen und ein zahlungskräftigeres Publikum genutzt wurde.
Shakespeares finanzieller Erfolg ermöglichte ihm einen beachtlichen Reichtum aufzubauen. Ab 1596 begann er, systematisch in Immobilien zu investieren, vor allem in seiner Heimatstadt Stratford-upon-Avon. Er kaufte New Place, das zweitgrößte Haus der Stadt, sowie Ackerflächen und Nutzungsrechte. Diese Investitionen und die Verwaltung seines Vermögens machten ihn zu einem wohlhabenden Bürger. Ein wichtiger Schritt für seinen gesellschaftlichen Aufstieg war die Verleihung eines Familienwappens im Jahr 1596, wodurch er den Status eines Gentleman erlangte – ein Titel, den er fortan in Dokumenten führte.
Es ist bemerkenswert, dass Shakespeare zwar zielstrebig seinen finanziellen und gesellschaftlichen Aufstieg betrieb, aber wenig unternahm, um seinen literarischen Ruhm aktiv zu fördern. Er ließ seine Dramen nicht selbst drucken (viele erschienen erst nach seinem Tod in der First Folio) und verzichtete auf jegliche Form der literarischen Selbstdarstellung, die andere Autoren seiner Zeit pflegten. Sein Ruhm als Autor verbreitete sich dennoch, und sein Name wurde oft prominent auf den Titelseiten von Drucken genannt, manchmal sogar bei Werken, die nicht von ihm stammten.
Quellen der Inspiration: Woher stammten Shakespeares Geschichten?
Shakespeares Genie lag nicht unbedingt darin, völlig neue Geschichten zu erfinden, sondern darin, bestehende Stoffe auf einzigartige Weise dramatisch zu gestalten. Das „Ausleihen“ von Geschichten war in seiner Zeit eine gängige Praxis unter Dramatikern.
Er bezog seine Stoffe aus einer Vielzahl von Quellen:
- Geschichtswerke und Chroniken: Ein Hauptlieferant war Raphael Holinsheds Chronicles of England, Scotland and Ireland (Ausgabe von 1587), die eine populäre Geschichtsdarstellung seiner Zeit war. Holinshed diente als Grundlage für viele seiner Historiendramen (wie die Stücke über die englischen Könige) sowie für Tragödien wie Macbeth.
- Antike Quellen: Er nutzte Biografien antiker Persönlichkeiten, wie Plutarchs Leben der berühmten Griechen und Römer (in der Übersetzung von Thomas North), die Stoff für Stücke wie Julius Caesar, Antonius und Cleopatra oder Coriolanus lieferten.
- Novellensammlungen: Italienische Novellen, oft in englischer Übersetzung, waren eine reiche Quelle für komische und tragische Handlungen. Beispiele hierfür sind Stoffe, die er aus Werken wie denen von Boccaccio oder Bandello entnahm und zu Stücken wie Romeo und Julia, Viel Lärm um Nichts oder Was ihr wollt verarbeitete.
- Ältere Stücke und Legenden: Shakespeare adaptierte und überarbeitete oft bereits existierende Stücke, die heute verloren sind (wie der vermutete „Ur-Hamlet“). Auch alte Sagen, Mythen und Legenden dienten als Grundlage, wie im Fall von König Lear.
- Gedichte und Epen: Sogar seine eigenen Verserzählungen wie Venus und Adonis oder Lucrece basierten auf antiken Mythen.
Shakespeare war geschickt darin, verschiedene Quellen zu kombinieren, Charaktere zu entwickeln und psychologische Tiefe hinzuzufügen, die weit über die Vorlagen hinausgingen. Er passte die Stoffe auch an die Bedürfnisse seiner Truppe und die Erwartungen des Publikums an.
Ein Blick auf Macbeth und seine Quellen
Macbeth ist ein faszinierendes Beispiel für Shakespeares Umgang mit seinen Quellen und die Anpassung an die politischen Gegebenheiten seiner Zeit. Das Stück kann nicht genau datiert werden, aber es enthält deutliche Anspielungen auf König Jakob I., was darauf hindeutet, dass es in der jakobäischen Ära (nach 1603) entstand. Die Prozession der Könige in Akt IV, die Jakobs Abstammung von Banquo feiert, legt eine Entstehung um 1603 nahe, während Anspielungen auf die „Äquivokation“ im Porter-Akt (Akt II) als Bezugnahme auf den Prozess gegen die Verschwörer des Schießpulverattentats von 1606 gedeutet werden.

Die Hauptquelle für Macbeth war, wie erwähnt, Holinsheds Chronicles. Shakespeare nutzte die Berichte über die Herrschaften von Duncan und Macbeth in der Geschichte Schottlands. Es gibt jedoch eine entscheidende Abweichung: In Holinsheds Darstellung ist Banquo ein Komplize Macbeths bei der Ermordung König Duncans. Shakespeare aber stellt Banquo und seine Nachkommen als Gegenspieler Macbeths dar. Dies war zweifellos eine bewusste Anpassung, um dem amtierenden König Jakob I. zu schmeicheln, der seine Abstammung auf den historischen Banquo zurückführte. Es wäre undenkbar gewesen, den Vorfahren des Königs als Mörder zu porträtieren.
Die einzige erhaltene frühe Druckfassung von Macbeth ist die im First Folio von 1623 enthaltene. Ihre Kürze lässt vermuten, dass sie für Theateraufführungen gekürzt oder möglicherweise von anderen Händen überarbeitet wurde. Insbesondere die Szenen mit der Göttin Hekate werden oft als spätere Ergänzungen, möglicherweise von Thomas Middleton, angesehen, da sie seinen Werken ähneln.
Die letzten Jahre und das Erbe
Um 1610 zog sich William Shakespeare als wohlhabender Mann nach Stratford-upon-Avon zurück, wo er die letzten Jahre seines Lebens verbrachte. Er war der zweitreichste Bürger der Stadt, engagierte sich aber im Gegensatz zu seinem Vater nicht aktiv in der Kommunalpolitik. Dennoch hielt er Kontakt zu seinen Londoner Kollegen und war möglicherweise noch an einigen Theaterproduktionen beteiligt. Mehrere Besuche in London sind für diese Zeit dokumentiert, oft aus familiären oder freundschaftlichen Anlässen.
William Shakespeare starb am 23. April 1616 im Alter von 52 Jahren in Stratford. Die genaue Todesursache ist unbekannt. Eine Anekdote, die etwa 50 Jahre später vom Vikar John Ward notiert wurde, besagt, dass Shakespeare nach einem Treffen mit seinen Schriftstellerkollegen Michael Drayton und Ben Jonson, bei dem zu viel getrunken wurde, an einem Fieber starb. Heute wird diese Geschichte eher als Legende betrachtet. Es ist jedoch möglich, dass er einer Typhus-Epidemie zum Opfer fiel, die in seinem Todesjahr in der Gegend grassierte.
Shakespeare wurde am 25. April 1616 im Chorraum der Holy Trinity Church in Stratford beigesetzt – ein Ehrenplatz, der ihm als Gentleman zustand. Sein Grab ist mit einer Steinplatte bedeckt, die eine Inschrift in Knittelversen trägt. Der Überlieferung zufolge soll Shakespeare diese Verse selbst verfasst haben, um sein Grab vor Störungen zu schützen:
GOOD FREND FOR JESUS SAKE FORBEARE,
TO DIGG THE DVST ENCLOASED HEARE.
BLESTE BE THE MAN THAT SPARES THES STONES,
AND CVRST BE HE THAT MOVES MY BONES
(Übersetzung: O guter Freund, um Jesu Willen grabe nicht / im Staube, der hier eingeschlossen liegt. / Gesegnet sei, wer schonet diese Steine, / verflucht sei, wer bewegt meine Gebeine.)
Kurz nach seinem Tod wurde eine Gedenkbüste in der Kirche aufgestellt, die bis heute zu sehen ist.
Das wichtigste Vermächtnis für die Nachwelt schufen Shakespeares ehemalige Schauspielkollegen John Heminges und Henry Condell. Sie sammelten seine dramatischen Werke und veröffentlichten sie 1623 unter dem Titel Mr William Shakespeare’s Comedies, Histories and Tragedies in einem großformatigen Band, dem sogenannten First Folio. Diese Sammlung enthält viele Stücke, die zuvor nicht oder nur in schlechten Raubdrucken erschienen waren, und ist die Grundlage für die heutige Shakespeare-Forschung und -Rezeption.
Das Testament und das 'Zweitbeste Bett'
Ein bedeutendes persönliches Dokument von Shakespeare ist sein Testament, das er kurz vor seinem Tod im Januar 1616 aufsetzen ließ und das am 25. März 1616 notariell beurkundet wurde. Dieses detaillierte Dokument, das Shakespeare auf jeder Seite eigenhändig unterschrieb (die Unterschriften deuten auf einen bereits geschwächten Zustand hin), gibt Einblicke in seinen Reichtum und seine familiären Verhältnisse.
Der größte Teil seines beträchtlichen Vermögens, einschließlich des Haus- und Grundbesitzes, ging an seine älteste Tochter Susanna und ihren Ehemann. Seiner jüngeren Tochter Judith vermachte er Geldsummen, wobei er Vorkehrungen traf, um ihren Ehemann vom Zugriff auf das Erbe auszuschließen. Seiner Schwester Joan sicherte er ein lebenslanges Wohnrecht im Elternhaus und eine Geldsumme. Auch Freunde, Kollegen (darunter Heminges und Condell) und die Armen der Gemeinde wurden bedacht.

Ein Satz im Testament hat jedoch seit Jahrhunderten für Diskussionen gesorgt: „Item, I give unto my wife my second best bed wih the furniture“ (Ich vermache meiner Frau mein zweitbestes Bett samt Ausstattung). Da seine Frau Anne an keiner anderen Stelle im Testament erwähnt wird, deuteten einige Biografen dies als Zeichen von Gleichgültigkeit oder Geringschätzung. Andere wiederum argumentieren, dass die Ehefrau nach dem damaligen englischen Recht ohnehin Anspruch auf ein Drittel des Nachlasses und ein Wohnrecht hatte, sodass eine explizite Erwähnung überflüssig gewesen sei. Das „zweitbeste Bett“ wurde in diesem Zusammenhang als persönlicher Gegenstand und möglicherweise das Ehebett gedeutet, das eine besondere emotionale Bedeutung hatte.
Jüngere Forschungen weisen jedoch darauf hin, dass die Witwenversorgungsrechte lokal variierten und nicht einheitlich waren. Einige Gelehrte sehen das spärliche Legat für Anne daher als ungewöhnlich an. Letztlich bleibt die genaue Bedeutung dieser Klausel und Shakespeares Verhältnis zu seiner Frau Gegenstand unterschiedlicher Interpretationen.
Häufig gestellte Fragen zu William Shakespeare
Immer wieder tauchen Fragen zu Shakespeares Leben und Werk auf. Hier beantworten wir einige davon:
Welche Nationalität hatte William Shakespeare?
William Shakespeare war Engländer. Er wurde in England geboren, verbrachte den größten Teil seines Lebens in England und schrieb seine Werke in englischer Sprache.
Woher nahm Shakespeare seine Geschichten und Ideen?
Shakespeare war kein Erfinder von gänzlich neuen Handlungen. Er nutzte und bearbeitete bestehende Geschichten aus einer Vielzahl von Quellen. Dazu gehörten Geschichtswerke und Chroniken (wie Holinsheds Chronicles), antike Biografien (wie Plutarch), italienische Novellen, ältere Theaterstücke, Sagen und Legenden. Er war ein Meister darin, diese Vorlagen zu kombinieren, zu vertiefen und für die Bühne aufzubereiten.
In welcher Stadt starb Shakespeare?
William Shakespeare starb in seiner Geburtsstadt Stratford-upon-Avon.
Woher kam die Idee zu Macbeth?
Die Hauptquelle für Shakespeares Tragödie Macbeth war Raphael Holinsheds Chronicles of England, Scotland and Ireland (Ausgabe von 1587), insbesondere der Teil über die Geschichte Schottlands. Shakespeare bearbeitete die historischen Berichte über König Duncan und Macbeth, wobei er die Darstellung der Figur Banquos veränderte, um dem amtierenden König Jakob I. zu gefallen, der seine Abstammung auf Banquo zurückführte.
Vergleich: Shakespeares Leben in Stratford und London
Shakespeares Leben lässt sich grob in zwei Phasen einteilen: die Jahre in seiner Heimatstadt Stratford-upon-Avon und die Zeit seiner aktiven Karriere in London. Beide Phasen waren prägend und trugen zu seinem einzigartigen Lebensweg bei.
| Aspekt | Stratford-upon-Avon | London |
|---|---|---|
| Zeitraum | Kindheit, Jugend, Eheschließung, späte Jahre (ab ca. 1610) | Aktive Karriere als Schauspieler & Dramatiker (ca. 1585/92 – 1610) |
| Sozialer Status | Sohn eines Handwerkers/Händlers, Erwerb des Gentleman-Status | Mitglied einer Schauspieltruppe, Teilhaber, Geschäftsmann |
| Tätigkeiten | Schulbildung, Heirat, Familiengründung, Ruhestand, Verwaltung von Vermögen | Schauspieler, Dramatiker, Theaterbesitzer, Investor im Theatergeschäft |
| Finanzielle Lage | Anfänglich mittelständisch, später sehr wohlhabend (Investitionen) | Aufbau von Reichtum durch Teilhaberschaft und Erfolg der Stücke |
| Wichtige Orte | Geburtshaus, Holy Trinity Church, New Place | Globe Theatre, Blackfriars Theatre, königlicher Hof |
Shakespeares Leben war eine bemerkenswerte Reise vom Sohn eines angesehenen, aber später finanziell angeschlagenen Bürgers in einer Provinzstadt zum gefeierten Dramatiker, erfolgreichen Geschäftsmann und anerkannten Gentleman in der pulsierenden Metropole London, bevor er wohlhabend in seine Heimat zurückkehrte, um seine letzten Jahre zu verbringen. Die wenigen gesicherten Fakten, ergänzt durch die reichen Interpretationen seiner Werke und die beständigen Mythen, halten das Interesse an seiner Person bis heute lebendig.
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