Das Microsoft Surface Pro 4 markierte bei seiner Einführung einen bedeutenden Schritt in der Evolution der 2-in-1-Geräte. Als vierte Generation der Surface-Serie, entwickelt und vermarktet von Microsoft selbst, verband es die Leistung eines Laptops mit der Flexibilität eines Tablets. Die offizielle Ankündigung fand am 6. Oktober 2015 statt, gleichzeitig mit dem ersten Surface Book. Die Markteinführung in den USA und Kanada folgte kurz darauf, am 26. Oktober 2015.

Dieses Gerät baute auf dem Fundament seines Vorgängers, des Surface Pro 3, auf, brachte aber zahlreiche Verbesserungen mit sich, die es zu einem leistungsfähigeren und angenehmeren Werkzeug machten. Es behielt die Grundform bei, bot aber unter der Haube signifikante Neuerungen und ein verfeinertes Design.

Marktstart und Entwicklung
Das Surface Pro 4 wurde am 6. Oktober 2015 der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Vorbestellungen starteten bereits am folgenden Tag, und ab dem 26. Oktober 2015 war das Gerät für Kunden erhältlich. Es trat die Nachfolge des Surface Pro 3 an und wurde seinerseits im Mai 2017 vom Nachfolger, dem schlicht als 'Surface Pro' bezeichneten Modell, abgelöst.
Kurz nach der Markteinführung gab es Berichte über ein anfängliches Problem, bei dem das Gerät im Ruhezustand nicht korrekt in den Schlafmodus wechselte, was zu einem sehr schnellen Entladen des Akkus führte. Microsoft reagierte jedoch zeitnah und stellte am 17. Februar 2016 eine entsprechende Fehlerbehebung zur Verfügung.
Design und Hardware-Innovationen
Das Surface Pro 4 behielt die Abmessungen des Surface Pro 3 bei, verfügte aber über einen dünneren Bildschirmrahmen. Dies ermöglichte die Integration eines leicht größeren Displays von 12,3 Zoll (31 cm). Auch die Bildschirmauflösung wurde im Vergleich zum Surface Pro 3 erhöht und betrug nun 2736x1824 Pixel bei einer Pixeldichte von 267 PPI, wobei das Seitenverhältnis von 3:2 und die 10-Punkt-Multi-Touch-Funktionalität beibehalten wurden.
Das Gehäuse war mit 0,03 Zoll (0,76 mm) dünner und mit 0,03 Pfund (14 g) leichter als das des Surface Pro 3. Ein bemerkenswertes Merkmal war das überarbeitete Kühlsystem, das als hybrides Flüssigkeitskühlsystem bezeichnet wurde. Dieses System umfasste Heatpipes mit einer zirkulierenden Flüssigkeit, um die Nutzung des internen Lüfters bei weniger anspruchsvollen Aufgaben wie dem Surfen im Internet zu vermeiden.
Alle Modelle des Surface Pro 4 waren mit Intel Core Prozessoren der 6. Generation, Codename Skylake, ausgestattet – verfügbar als m3, i5 oder i7. Diese CPUs waren leistungsfähiger und liefen kühler als ihre Vorgänger in den Surface Pro 3 und 2. Die maximale Taktrate der stärksten CPU-Option (i7-6650U) war mit 2,2 GHz ebenfalls höher und erreichte im Turbo Boost Modus bis zu 3,4 GHz. Das Modell mit dem m3-Prozessor kam sogar komplett ohne Lüfter aus.
Bei den Arbeitsspeicher-Optionen standen 4 GB, 8 GB und 16 GB zur Wahl, während die SSD-Optionen 128 GB, 256 GB, 512 GB und beeindruckende 1 TB umfassten. Die Top-Optionen boten somit die doppelte Kapazität im Vergleich zu den Spitzenmodellen der beiden unmittelbaren Vorgänger.
Gemeinsame Merkmale, die vom Surface Pro 3 übernommen wurden, waren der stufenlos verstellbare Kickstand, das Magnesiumgehäuse mit silberfarbener Rückseite, 802.11a/b/g/n/ac Wi-Fi, Bluetooth 4.0 Low Energy, ein vollwertiger USB 3.0 Port, ein microSD-Kartenleser, ein Headset-Anschluss, ein Mini DisplayPort, der Cover Port und der umbenannte SurfaceConnect – ein seitlicher Port, der zum Anschluss des Ladegeräts, einer Docking Station oder des Surface Dock Zubehörs diente.
Software und Benutzererlebnis
Alle Modelle des Surface Pro 4 wurden mit einer 64-Bit-Version von Windows 10 Pro ausgeliefert, zusammen mit einer 30-tägigen Testversion von Microsoft Office. Windows 10 war mit Standard-Apps wie Mail, Kalender, Kontakte, Xbox, Fotos, Filme & TV, Groove und Microsoft Edge vorinstalliert. Mit Windows 10 stand ein „Tablet-Modus“ zur Verfügung, der aktiviert wurde, wenn das Type Cover vom Gerät getrennt wurde. In diesem Modus wurden alle Fenster im Vollbild geöffnet und die Benutzeroberfläche wurde stärker auf Touch-Bedienung ausgerichtet.
Ein Highlight der Software-Integration war die Kompatibilität mit Windows Hello. Das Gerät verfügte über eine spezielle Infrarot-Kamera, die zusammen mit einer regulären Kamera verwendet wurde, um den Benutzer per Gesichtserkennung zu authentifizieren. Dies ermöglichte eine schnelle und passwortlose Anmeldung bei Windows.

Kameras und Multimedia
Das Surface Pro 4 war mit zwei Kameras für Fotos und Videoaufnahmen ausgestattet: einer 8-Megapixel-Kamera auf der Rückseite mit Autofokus und einer hochauflösenden 5-Megapixel-Kamera auf der Vorderseite. Beide Kameras konnten Videos in 1080p im Seitenverhältnis 16:9 aufnehmen. Diskret platzierte Datenschutzlichter befanden sich rechts neben beiden Kameras, um anzuzeigen, wenn die Kamera aktiv war.
Neben diesen Standardkameras verfügte das Surface Pro 4, wie bereits erwähnt, über eine Infrarot-(IR)-Gesichtserkennungskamera, die speziell für die Anmeldung über Windows Hello konzipiert war und das Eintippen eines Passworts überflüssig machte.
Das Surface Pen Erlebnis
Ein zentrales Element des Surface Pro 4 war der überarbeitete Surface Pen, der im Lieferumfang enthalten war. Er bot ein natürliches Schreibgefühl, das dem eines echten Stifts nahekam. Mit dem Surface Pen konnte man schnell Cortana starten (Verfügbarkeit abhängig von Sprache und Region) oder OneNote öffnen, um Notizen zu machen oder Screenshots zu erstellen. Der Stift verfügte über 1024 Druckempfindlichkeitsstufen, war etwas schwerer und hatte eine gummierte Spitze für besseres Gefühl.
Im Gegensatz zum Vorgängermodell besaß der neue Stift nur noch eine Taste an der Seite. Am oberen Ende befand sich ein Radiergummi, der gleichzeitig als Taste fungierte und verschiedene Aufgaben ausführen konnte, wie das Öffnen der OneNote-App oder die Aktivierung von Cortana. Diese Funktionen konnten über die Surface App angepasst werden. Eine praktische magnetische Halterung an der Seite des Surface Pro 4 ermöglichte es, den Stift griffbereit und sicher aufzubewewahren.
Zubehör und Kompatibilität
Ein großer Vorteil des Surface Pro 4 war seine Abwärtskompatibilität mit fast allen Zubehörteilen seines Vorgängers. Parallel zur Ankündigung des Surface Pro 4 wurden jedoch auch neue Zubehörteile vorgestellt, die das Erlebnis weiter verbesserten.
Das Surface Dock war ein neu gestaltetes Docking-Zubehör in Form eines Blocks. Es war kompatibel mit allen früheren und zukünftigen Surface-Modellen, die über den SurfaceConnect Seitenport verfügten (zuvor zum Anschluss des Ladegeräts oder der Docking Station verwendet), namentlich Surface Pro 3, 4 und Surface Book. Das Surface Dock bot eine Vielzahl von Anschlüssen: 2 Mini DisplayPorts, 1 Gigabit Ethernet, 4 USB 3.0 und 1 Audio-Ausgang.
Obwohl das Surface Pro 4 mit dem Type Cover des Vorgängers kompatibel war, einem ansteckbaren Tastaturcover, das gleichzeitig als Bildschirmschutz diente, wurde ein neues Surface Pro 4 Type Cover angekündigt. Dieses war sowohl in einer Version ohne als auch mit einem Fingerabdrucksensor erhältlich. Das neue Type Cover war dünner und leichter als sein Vorgänger, bot eine verbesserte magnetische Stabilität für die Nutzung auf dem Schoß, eine mechanische Tastatur mit verbessertem Tastaturabstand sowie ein größeres Touchpad.
Support und Windows 11
Die Frage nach dem aktuellen Support und der Möglichkeit eines Upgrades auf neuere Betriebssystemversionen ist für ältere Geräte oft entscheidend. Windows 11, die neueste Version des Microsoft-Betriebssystems, erfordert unter anderem mindestens eine Intel-CPU der 8. Generation. Da das Surface Pro 4 mit CPUs der 6. Generation ausgestattet ist, erfüllt es die Mindestanforderungen von Microsoft nicht und kann daher nicht offiziell auf Windows 11 aktualisiert werden.
Obwohl es inoffizielle Wege geben mag, ein Upgrade durchzuführen, wird dies von Microsoft nicht unterstützt und kann zu Kompatibilitätsproblemen oder fehlenden Treibern führen. Der offizielle Support für das ursprünglich installierte Betriebssystem (Windows 10) richtet sich nach den allgemeinen Support-Richtlinien für Windows 10.
Konfigurationsoptionen und Preise (bei Einführung)
Bei seiner Einführung war das Surface Pro 4 in verschiedenen Konfigurationen erhältlich, die sich in CPU, integrierter GPU, RAM und internem Speicher unterschieden. Die Preise variierten entsprechend den gewählten Spezifikationen:
| Preis (USD) | CPU | Integrierte GPU | RAM | Interner Speicher |
|---|---|---|---|---|
| $899 | Intel Core m3-6Y30 (0.9 bis 2.2 GHz) | HD 515 | 4 GB | 128 GB |
| $999 | Intel Core i5-6300U (2.4 bis 3.0 GHz) | HD 520 | 4 GB | 128 GB |
| $1,299 | Intel Core i5-6300U (2.4 bis 3.0 GHz) | HD 520 | 8 GB | 256 GB |
| $1,499 | Intel Core i5-6300U (2.4 bis 3.0 GHz) | HD 520 | 16 GB | 256 GB |
| $1,699 | Intel Core i5-6300U (2.4 bis 3.0 GHz) | HD 520 | 8 GB | 512 GB |
| $1,899 | Intel Core i5-6300U (2.4 bis 3.0 GHz) | HD 520 | 16 GB | 512 GB |
| $1,599 | Intel Core i7-6650U (2.2 bis 3.4 GHz) | Iris 540 | 8 GB | 256 GB |
| $1,799 | Intel Core i7-6650U (2.2 bis 3.4 GHz) | Iris 540 | 16 GB | 256 GB |
| $2,199 | Intel Core i7-6650U (2.2 bis 3.4 GHz) | Iris 540 | 16 GB | 512 GB |
| $2,699 | Intel Core i7-6650U (2.2 bis 3.4 GHz) | Iris 540 | 16 GB | 1 TB |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Hier finden Sie Antworten auf einige gängige Fragen zum Microsoft Surface Pro 4, basierend auf den verfügbaren Informationen:
Wann wurde das Microsoft Surface Pro 4 veröffentlicht?
Das Gerät wurde am 6. Oktober 2015 angekündigt und am 26. Oktober 2015 in den USA und Kanada veröffentlicht.

Kann ich das Surface Pro 4 auf Windows 11 upgraden?
Offiziell nicht. Das Surface Pro 4 ist mit Intel-CPUs der 6. Generation ausgestattet, während Windows 11 mindestens eine CPU der 8. Generation erfordert.
Welche Kameras hat das Surface Pro 4?
Es verfügt über eine 8-Megapixel-Kamera auf der Rückseite und eine 5-Megapixel-Kamera auf der Vorderseite. Beide nehmen Videos in 1080p auf. Zusätzlich gibt es eine Infrarot-Kamera für Windows Hello.
Ist der Surface Pen im Lieferumfang enthalten und welche Funktionen hat er?
Ja, ein aktualisierter Surface Pen war im Lieferumfang enthalten. Er bietet 1024 Druckempfindlichkeitsstufen, eine Radiergummi-Funktion am Ende und kann Aktionen wie das Öffnen von OneNote oder Cortana ausführen. Er haftet magnetisch am Gerät.
Welche Prozessoren wurden im Surface Pro 4 verbaut?
Das Surface Pro 4 nutzte Intel Core Prozessoren der 6. Generation (Skylake) in den Varianten m3, i5 und i7.
Ist das Surface Pro 4 mit Zubehör älterer Modelle kompatibel?
Ja, das Surface Pro 4 ist abwärtskompatibel mit den meisten Zubehörteilen des Surface Pro 3, einschließlich des Type Covers.
Gab es bekannte Probleme bei der Einführung?
Ja, anfänglich gab es ein Problem mit dem Ruhezustand, das zu schneller Batterieentladung führte. Microsoft veröffentlichte jedoch im Februar 2016 eine Behebung dafür.
Wie groß ist der Bildschirm des Surface Pro 4?
Das Display hat eine Diagonale von 12,3 Zoll und eine Auflösung von 2736x1824 Pixeln.
Welche Anschlüsse hat das Gerät?
Es verfügt über einen vollwertigen USB 3.0 Port, einen microSD-Kartenleser, einen Headset-Anschluss, einen Mini DisplayPort, den Cover Port und den SurfaceConnect Port.
Fazit
Das Microsoft Surface Pro 4 war bei seiner Veröffentlichung ein leistungsstarkes und innovatives 2-in-1-Gerät. Mit seinem hochauflösenden Display, den fortschrittlichen Skylake-Prozessoren, dem verbesserten Surface Pen und Funktionen wie Windows Hello bot es eine überzeugende Kombination aus Mobilität und Produktivität. Obwohl es nicht offiziell auf Windows 11 aktualisiert werden kann, bleibt es für viele Aufgaben, insbesondere unter Windows 10, weiterhin ein fähiges Gerät. Seine Hardware-Spezifikationen, die verschiedenen Konfigurationsmöglichkeiten und die Vielseitigkeit durch Zubehör wie das Surface Dock und das Type Cover machten es zu einer beliebten Wahl für Nutzer, die ein flexibles Arbeitsgerät suchten.
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