Die Nik Collection ist eine renommierte Suite von Bildbearbeitungs-Plug-ins, die Fotografen weltweit für ihre kreativen und technischen Werkzeuge schätzen. Die nahtlose Integration mit Adobe Photoshop ist dabei ein zentraler Aspekt, der leistungsstarke und flexible Bearbeitungsworkflows ermöglicht. Ob Sie schnelle Effekte anwenden, gezielte Korrekturen vornehmen oder nicht-destruktiv arbeiten möchten – die Nik Collection bietet verschiedene Wege, um Ihre Vision in Photoshop umzusetzen. Dieser Artikel führt Sie durch die wichtigsten Methoden, wie Sie die Nik Filter effektiv in Ihrer Photoshop-Umgebung nutzen können.

Standard-Workflow: Filter-Menü
Der wohl einfachste und direkteste Weg, einen Nik Filter in Photoshop anzuwenden, führt über das klassische Filter-Menü. Dieser Workflow eignet sich hervorragend für schnelle Bearbeitungen, bei denen eine direkte Anwendung auf die Bildebene gewünscht ist.

Nachdem Sie Ihr Foto in Adobe Photoshop geöffnet haben, folgen Sie diesen Schritten:
- Navigieren Sie in der Menüleiste zu Filter.
- Wählen Sie im Dropdown-Menü den Eintrag Nik Collection.
- Ein weiteres Untermenü öffnet sich, das alle installierten Plug-ins der Nik Collection auflistet (z. B. Color Efex Pro, Silver Efex Pro, Viveza etc.). Wählen Sie das gewünschte Plug-in aus.
- Das ausgewählte Plug-in öffnet sich nun in einem separaten Fenster, das Ihr Bild anzeigt. Hier können Sie alle gewünschten Bearbeitungen, Effekte und Anpassungen vornehmen.
- Sobald Sie mit Ihrer Bearbeitung zufrieden sind, klicken Sie im Plug-in-Fenster auf die Schaltfläche Anwenden.
- Das Plug-in schließt sich automatisch. Die vorgenommenen Bearbeitungen werden direkt auf Ihr Bild in Photoshop angewendet.
- Photoshop erstellt dabei in der Regel eine neue Ebene, die den Namen des verwendeten Plug-ins trägt. Dies ermöglicht es Ihnen, die angewendete Bearbeitung ein- oder auszublenden, auch wenn der Workflow selbst auf dieser Ebene destruktiv ist (die Änderungen sind direkt in die Pixel der Ebene eingebrannt).
- Speichern Sie Ihr Bild in Photoshop (z. B. als PSD, um die Ebenenstruktur zu erhalten) oder verwenden Sie „Speichern unter“, um eine neue Datei zu erstellen.
Dieser Ansatz ist intuitiv und schnell. Beachten Sie jedoch, dass die Bearbeitung auf der Ebene, auf die sie angewendet wird, permanent ist, es sei denn, Sie arbeiten mit Smartobjekten, was wir als Nächstes behandeln.
Nicht-destruktive Bearbeitung mit Smartobjekten
Für eine flexiblere und reversiblere Bearbeitung ist die Arbeit mit Smartobjekten in Photoshop unerlässlich. Ein Smartobjekt kapselt das Originalbild oder den Inhalt einer Ebene und ermöglicht es Ihnen, Filter und Transformationen nicht-destruktiv anzuwenden. Das bedeutet, Sie können die Filter-Einstellungen jederzeit ändern, nachdem Sie sie angewendet haben, ohne die ursprünglichen Pixel zu beschädigen.
Die Nik Collection ist vollständig kompatibel mit Smartobjekten und Smartfiltern. Es gibt zwei Hauptmethoden, um diesen Workflow zu nutzen:
Methode 1: Konvertierung in Photoshop vor der Filteranwendung
Bei dieser Methode wandeln Sie Ihre Bildebene zunächst in Photoshop in ein Smartobjekt um, bevor Sie ein Nik Plug-in aufrufen.
- Öffnen Sie Ihr Bild in Photoshop. Stellen Sie sicher, dass die Ebene, die Sie bearbeiten möchten, ausgewählt ist (oft die Hintergrundebene, die Sie eventuell duplizieren oder entsperren müssen).
- Gehen Sie in der Menüleiste zu Filter.
- Wählen Sie die Option Für Smartfilter konvertieren.
- Photoshop wandelt die ausgewählte Ebene in ein Smartobjekt um. Dies wird im Ebenen-Bedienfeld durch ein spezielles Symbol in der Miniaturansicht angezeigt. Die Ebene wird oft automatisch in „Ebene 0“ umbenannt.
- Nun können Sie wie im Standard-Workflow das gewünschte Nik Plug-in aufrufen: Gehen Sie zu Filter > Nik Collection und wählen Sie das Plug-in.
- Das Plug-in wird geöffnet. Beachten Sie, dass das Plug-in erkennt, dass es auf ein Smartobjekt angewendet wird. Oft ist eine Option wie „In dynamisches Objekt umwandeln“ (oder ähnlich) automatisch aktiviert, um sicherzustellen, dass die Bearbeitung als Smartfilter zurückgegeben wird.
- Nehmen Sie Ihre Bearbeitungen im Plug-in vor und klicken Sie dann auf Anwenden.
- Das Plug-in schließt sich. Im Ebenen-Bedienfeld sehen Sie nun unter der Smartobjekt-Ebene einen Eintrag namens „Smartfilter“ und darunter den Namen des angewendeten Nik Plug-ins. Dies zeigt an, dass der Filter als Smartfilter angewendet wurde.
Methode 2: Konvertierung im Nik Plug-in während der Bearbeitung
Diese Methode ist ebenfalls sehr bequem. Sie starten das Plug-in auf einer normalen Ebene und entscheiden sich erst im Plug-in selbst für die Konvertierung in ein Smartobjekt.
- Öffnen Sie Ihr Bild in Photoshop. Wählen Sie die zu bearbeitende Ebene.
- Rufen Sie das gewünschte Nik Plug-in über Filter > Nik Collection oder über die Palette auf (siehe unten).
- Bearbeiten Sie Ihr Bild im Plug-in.
- Suchen Sie in der Benutzeroberfläche des Plug-ins (oft im unteren Bereich) die Option In Smartobjekt konvertieren (oder ähnlich) und aktivieren Sie diese durch Setzen eines Hakens.
- Klicken Sie auf Anwenden.
- Das Plug-in schließt sich. Photoshop konvertiert die ursprüngliche Ebene automatisch in ein Smartobjekt und wendet die Nik Bearbeitung als Smartfilter darauf an. Das Ergebnis im Ebenen-Bedienfeld ist dasselbe wie bei Methode 1.
Bearbeitungen mit Smartobjekten später ändern oder finalisieren
Der Hauptvorteil der Arbeit mit Smartobjekten ist die Möglichkeit, jederzeit zurückzukehren und die Filter-Einstellungen anzupassen. So geht's:
- Bearbeitung erneut öffnen: Doppelklicken Sie im Ebenen-Bedienfeld auf den Namen des Nik Plug-ins unter dem Eintrag „Smartfilter“. Das entsprechende Plug-in öffnet sich erneut mit den zuvor verwendeten Einstellungen, sodass Sie diese ändern oder weitere Anpassungen vornehmen können. Klicken Sie erneut auf „Anwenden“, um die aktualisierte Bearbeitung zurück an Photoshop zu senden.
- Fülloptionen anpassen: Doppelklicken Sie im Ebenen-Bedienfeld auf das Symbol rechts neben dem Filter-Namen (das Änderungssymbol). Ein Fenster mit den Fülloptionen öffnet sich. Hier können Sie den Mischmodus des Filters ändern oder die Deckkraft anpassen, um die Intensität des Effekts zu steuern, ohne das Plug-in erneut öffnen zu müssen.
- Bearbeitung finalisieren: Wenn Sie mit der Bearbeitung endgültig zufrieden sind und die Flexibilität des Smartobjekts nicht mehr benötigen (z. B. um die Dateigröße zu reduzieren oder das Bild in einem Format ohne Ebenen zu speichern), können Sie die Ebene reduzieren. Wählen Sie im Menü Ebene > Bild reduzieren oder Ebene > Auf Hintergrundebene reduzieren. Dadurch werden das Smartobjekt und der Smartfilter in eine normale Pixelebene umgewandelt, und die Bearbeitung ist nicht mehr reversibel auf Plug-in-Ebene.
Die Arbeit mit Smartobjekten ist der empfohlene Workflow für alle, die maximale Flexibilität in ihrer Bearbeitung wünschen.
Spezialfall: Nik HDR Efex
Nik HDR Efex ist das Plug-in der Suite, das speziell für das Zusammenführen von Belichtungsreihen zu einem High Dynamic Range (HDR)-Bild entwickelt wurde. Der Startworkflow unterscheidet sich hier leicht von den anderen Plug-ins, da Sie nicht unbedingt bereits ein einzelnes Bild in Photoshop geöffnet haben müssen.
Um Nik HDR Efex zu starten und Bilder zusammenzuführen:
- Gehen Sie in der Menüleiste von Photoshop zu Datei.
- Wählen Sie das Untermenü Automatisieren.
- Klicken Sie auf Zusammenführen zu Nik HDR Efex.
- Es öffnet sich ein Dialogfenster von Nik HDR Efex, in dem Sie die Bilder für die Belichtungsreihe auswählen können. Klicken Sie auf Öffnen, um einen System-Dateibrowser zu starten.
- Suchen und wählen Sie die gewünschten Bilddateien (z. B. mehrere JPEGs oder RAWs mit unterschiedlichen Belichtungen) und klicken Sie auf Öffnen.
- Die ausgewählten Bilder werden im Nik HDR Efex Dialogfenster aufgelistet. Sie können hier Bilder abwählen, falls nötig.
- Für einen reversiblen Workflow mit der resultierenden HDR-Datei können Sie die Option Als Photoshop Smartobjekt zusammenführen aktivieren (nicht verfügbar in Photoshop Elements).
- Klicken Sie auf Zusammenführen. Nik HDR Efex verarbeitet die Bilder und öffnet sie im Bearbeitungsfenster.
- Bearbeiten Sie das HDR-Bild in Nik HDR Efex nach Ihren Vorstellungen.
- Klicken Sie auf Anwenden, um das bearbeitete HDR-Bild zurück an Photoshop zu senden.
- In Photoshop wird das resultierende HDR-Bild als neue Ebene (oder als Smartobjekt, falls ausgewählt) mit dem Namen des Plug-ins angezeigt.
Dieser spezialisierte Startpunkt stellt sicher, dass Nik HDR Efex direkt auf Ihre Quelldateien zugreifen kann, um den HDR-Prozess zu starten, bevor das endgültige Bild in Photoshop weiterbearbeitet wird.
Die Nik Collection Palette
Die Nik Collection Palette, auch Nik Selective Tool genannt, ist eine schwebende Werkzeugleiste, die Ihnen einen schnellen Zugriff auf die Plug-ins und zusätzliche Funktionen direkt in der Photoshop-Oberfläche bietet. Sie kann den Workflow erheblich beschleunigen.
Verwaltung und Anzeige der Palette
Die Palette wird standardmäßig beim Start von Photoshop angezeigt. Sie können ihre Anzeige anpassen:
- Schließen: Klicken Sie auf das 'X' in der Titelleiste der Palette.
- Minimieren: Klicken Sie auf das '-' Zeichen, um sie an den unteren Rand des Photoshop-Fensters zu minimieren.
- Nur Icons anzeigen: Klicken Sie auf das Icon-Symbol in der Titelleiste, um nur die Plug-in-Symbole anzuzeigen und Platz zu sparen.
- Bewegen: Greifen Sie die Titelleiste und ziehen Sie die Palette an die gewünschte Position.
- Wieder einblenden/Öffnen: Wenn die Palette geschlossen ist, können Sie sie über Datei > Automatisieren > Nik Selective Tool wieder öffnen.
Einstellungen der Palette
Über das Zahnrad-Symbol unten links in der Palette gelangen Sie zu den Einstellungen:
- Automatisch öffnen: Hier können Sie festlegen, ob die Palette beim Start von Photoshop automatisch angezeigt werden soll.
- Filter anwenden auf: Wählen Sie, ob Filter standardmäßig auf das gesamte Bild oder nur auf die aktive Ebene angewendet werden sollen.
- Pinseleffekt anwenden: Legen Sie fest, ob Effekte des Pinsel-Werkzeugs auf die aktuelle Ebene oder eine separate Ebene angewendet werden.
- Favoriten/Letzte Bearbeitung anwenden: Bestimmen Sie, ob Favoriten, Voreinstellungen oder die letzte Bearbeitung direkt in Photoshop (ohne Plug-in-Fenster) oder durch Öffnen des Plug-ins angewendet werden.
Nutzung der Palette
Die Palette ermöglicht verschiedene schnelle Aktionen:
- Plug-in starten: Klicken Sie einfach auf den Button des gewünschten Plug-ins, um es mit dem aktuellen Bild zu starten.
- Preset direkt anwenden: Wenn in den Einstellungen festgelegt, können Sie auf den Pfeil neben einem Plug-in-Button klicken und aus Ihren gespeicherten Favoriten auswählen. Ein Klick auf einen Favoriten wendet dessen Einstellungen direkt auf das Bild an, ohne das Plug-in zu öffnen. Dies spart viel Zeit bei wiederkehrenden Bearbeitungen.
- Letzte Bearbeitung anwenden: Ebenfalls über den Pfeil neben dem Plug-in-Button können Sie die Option „Letzte Bearbeitung“ wählen. Dies wendet die zuletzt in diesem spezifischen Plug-in vorgenommene Einstellung erneut auf das aktuelle Bild an.
Meta-Presets nutzen
Am unteren Rand der Palette finden Sie die Meta-Presets. Dies sind vordefinierte Sequenzen, die Bearbeitungen aus mehreren Nik Plug-ins kombinieren und als Photoshop-Aktionen gespeichert sind. Sie bieten komplexe Effekte mit einem einzigen Klick.
- Anwendung: Bewegen Sie die Maus über ein Meta-Preset und klicken Sie auf den Wiedergabe-Pfeil. Die kombinierte Bearbeitung wird direkt auf das Bild angewendet. Die Symbole der verwendeten Plug-ins werden daneben angezeigt.
- Erweiterte Nutzung mit Smartobjekten: Um die Einstellungen eines Meta-Presets später anpassen zu können, wandeln Sie das Bild vor der Anwendung des Meta-Presets in ein Smartobjekt um (siehe Abschnitt Smartobjekt Methode 1). Nach Anwendung des Meta-Presets auf ein Smartobjekt werden im Ebenen-Bedienfeld die einzelnen Filter des Meta-Presets als Smartfilter aufgelistet. Sie können dann jeden einzelnen Filter durch Doppelklick auf den Namen im entsprechenden Plug-in erneut öffnen und anpassen oder durch Doppelklick auf das Änderungssymbol die Fülloptionen (Mischmodus, Deckkraft) ändern.
- Erstellung: Eigene Meta-Presets können nicht direkt in der Palette erstellt werden.
Lokale Bearbeitung mit dem Pinselwerkzeug
Das Pinsel-Werkzeug ist ein spezielles Feature, das verfügbar ist, wenn Sie ein Nik Plug-in über Photoshop starten (nicht aus Host-Anwendungen wie Lightroom oder DxO PhotoLab). Es ermöglicht Ihnen, die Effekte des Plug-ins gezielt auf bestimmte Bereiche Ihres Bildes anzuwenden, anstatt auf das gesamte Bild.
So verwenden Sie das Pinsel-Werkzeug:
- Starten Sie ein Nik Plug-in über das Filter-Menü oder die Palette.
- Wählen Sie im Plug-in die gewünschte Bearbeitung (z. B. einen Effekt, eine Voreinstellung oder spezifische Rauschreduzierungseinstellungen).
- Klicken Sie im unteren Bereich des Plug-in-Fensters auf die Schaltfläche Pinsel (diese erscheint nur in Photoshop-Workflows und nicht bei Smartobjekten).
- Das Plug-in schließt sich. Photoshop erstellt automatisch eine neue Ebene und eine schwarze Ebenenmaske. Die Bearbeitung des Plug-ins ist auf dieser Ebene gespeichert, aber durch die schwarze Maske zunächst unsichtbar.
- Das Pinsel-Werkzeug in Photoshop wird automatisch aktiviert. Stellen Sie sicher, dass Weiß Ihre Vordergrundfarbe ist und malen Sie auf der schwarzen Maske. Dort, wo Sie malen, wird die Bearbeitung des Nik Plug-ins sichtbar. Mit Schwarz können Sie die Bearbeitung wieder ausradieren.
- Eine kleine schwebende Werkzeugleiste von Nik Collection erscheint ebenfalls. Diese enthält Schaltflächen für Pinsel (Standard), Radierer, Füllung (wendet den Effekt auf die gesamte Ebene oder eine Auswahl an), Löschen (entfernt die Bearbeitungsschicht), Anwenden (finalisiert die Bearbeitung und reduziert die Ebenen) und Abbrechen.
Sie können das Pinsel-Werkzeug mehrmals hintereinander verwenden, auch mit verschiedenen Plug-ins oder unterschiedlichen Einstellungen desselben Plug-ins. Jede Verwendung des Pinsel-Werkzeugs erstellt eine neue Ebene und Maske für die selektive Anwendung.
Wichtig: Das Pinsel-Werkzeug ist nicht verfügbar, wenn Sie mit Smartobjekten arbeiten. Dies liegt daran, dass Smartfilter durch Masken auf der Smartfilter-Ebene selbst gesteuert werden und nicht durch eine separate Ebenenmaske, wie sie für den Pinsel-Workflow benötigt wird.
Spezifische Rauschreduzierung mit Dfine 2
Das Dfine 2 Plug-in zur Rauschreduzierung bietet eine Besonderheit: Zusätzlich zum vollständigen Plug-in, das Sie über das Menü oder die Palette starten können, gibt es sieben spezielle Rauschreduzierungs-Werkzeuge, die nur über die Palette zugänglich sind. Diese Werkzeuge sind für die gezielte Anwendung auf bestimmte Bildbereiche oder Rauscharten konzipiert und erfordern keine weiteren Einstellungen.
Um diese spezialisierten Dfine-Werkzeuge zu nutzen:
- Stellen Sie sicher, dass die Nik Collection Palette in Photoshop geöffnet ist.
- Klicken Sie in der Palette auf den Pfeil neben dem Dfine 2 Button.
- Wählen Sie im sich öffnenden Untermenü unter „Spezifische Werkzeuge“ das gewünschte Werkzeug (z. B. „Hintergrund“, „Haut“, „Himmel“, „Starkes Rauschen“ etc.).
- Die Bearbeitung wird direkt auf Ihr Bild angewendet, ohne dass das Dfine 2 Plug-in-Fenster geöffnet wird.
Diese Werkzeuge sind darauf ausgelegt, spezifische Rauschprobleme optimal zu lösen, z. B. Rauschen im Hintergrund, auf Hauttönen oder in Schattenbereichen, während wichtige Details erhalten bleiben. Sie bieten eine schnelle Möglichkeit zur gezielten Rauschminderung direkt aus der Palette heraus.
Vergleich der Workflows
Um Ihnen die Entscheidung für den passenden Workflow zu erleichtern, hier eine kurze Übersicht:
| Workflow | Destruktiv/Nicht-destruktiv | Anwendung | Vorteile | Nachteile/Einschränkungen |
|---|---|---|---|---|
| Filter-Menü (Standard) | Destruktiv | Schnelle, globale Anwendung | Einfach, schnell für einmalige Bearbeitungen | Änderungen sind permanent auf Pixelebene |
| Smartobjekt | Nicht-destruktiv | Globale Anwendung mit Flexibilität | Bearbeitung jederzeit anpassbar, Nutzung von Masken | Nicht in Photoshop Elements, Pinsel-Werkzeug nicht verfügbar |
| Pinsel-Werkzeug | Destruktiv (auf separater Ebene/Maske) | Selektive, lokale Anwendung | Gezielte Bearbeitung bestimmter Bildbereiche | Kein Smartobjekt-Workflow möglich, finalisierende Schritte notwendig |
| HDR Efex (Automatisieren) | Destruktiv (Ergebnis), optional Smartobjekt | Zusammenführen von Belichtungsreihen | Spezialisiert auf HDR-Erstellung | Spezieller Startpunkt, nicht für Einzelbilder |
| Palette (Direkt/Favoriten) | Abhängig von Einstellung (kann destruktiv sein) | Schnelle Anwendung von Presets/Meta-Presets | Sehr schnell, spart Zeit bei Stapelverarbeitung | Weniger Kontrolle als im Plug-in, Meta-Presets nur mit Smartobjekt flexibel |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Hier finden Sie Antworten auf einige gängige Fragen zur Nutzung der Nik Collection in Photoshop:
Was ist ein Smartobjekt und seine Vorteile mit Nik Collection?
Ein Smartobjekt ist eine spezielle Ebene in Photoshop, die den Inhalt (Ihr Bild) kapselt. Wenn Sie Nik Filter auf ein Smartobjekt anwenden, werden diese als Smartfilter hinzugefügt. Der Vorteil ist, dass die Bearbeitung nicht-destruktiv erfolgt. Sie können die Einstellungen des Nik Filters jederzeit nachträglich ändern, indem Sie den Smartfilter im Ebenen-Bedienfeld doppelklicken. Dies bietet maximale Flexibilität, falls Sie Ihre Bearbeitung später anpassen möchten.
Warum ist das Pinsel-Werkzeug bei Smartobjekten deaktiviert?
Das Pinsel-Werkzeug der Nik Collection ist darauf ausgelegt, die Bearbeitung auf einer separaten Ebene mit einer Ebenenmaske anzuwenden, auf der Sie malen, um den Effekt selektiv zu offenbaren oder zu verbergen. Smartfilter verwenden jedoch eine eigene Art von Maskierung, die direkt an den Smartfilter gebunden ist. Die beiden Mechanismen sind nicht kompatibel, weshalb die Pinsel-Funktion nicht verfügbar ist, wenn das Plug-in auf ein Smartobjekt angewendet wird. Für selektive Bearbeitung auf Smartobjekten müssen Sie die Smartfilter-Maske in Photoshop verwenden.
Wie verwende ich die Palette für schnelle Bearbeitungen?
Die Nik Collection Palette (Nik Selective Tool) ermöglicht schnellen Zugriff auf Plug-ins, Favoriten und Meta-Presets. Um Favoriten oder die letzte Bearbeitung direkt anzuwenden (ohne das Plug-in-Fenster zu öffnen), stellen Sie sicher, dass in den Paletten-Einstellungen unter "Favoritenfilter, Voreinstellungen und letzte Bearbeitung anwenden" die Option "Anwenden" ausgewählt ist. Dann klicken Sie in der Palette auf den kleinen Pfeil neben dem Plug-in-Namen und wählen den gewünschten Eintrag aus der Liste. Die Bearbeitung wird dann sofort auf Ihr Bild angewendet.
Was sind Meta-Presets und wie funktionieren sie?
Meta-Presets sind vordefinierte Kombinationen von Bearbeitungen aus verschiedenen Nik Plug-ins. Sie sind am unteren Rand der Palette zu finden. Sie funktionieren als Photoshop-Aktionen. Wenn Sie auf den Wiedergabe-Pfeil neben einem Meta-Preset klicken, führt Photoshop automatisch die hinterlegte Abfolge von Nik Filteranwendungen durch. Das Ergebnis ist ein komplexer Effekt, der mehrere Schritte in verschiedenen Plug-ins in einem einzigen Klick vereint. Ihre Flexibilität ist am größten, wenn sie auf ein Smartobjekt angewendet werden, da Sie dann die einzelnen Schritte (Filter) nachträglich anpassen können.
Wie kann ich eine Bearbeitung mit Smartobjekten später noch ändern?
Wenn Sie einen Nik Filter auf ein Smartobjekt angewendet haben, erscheint er als Smartfilter im Ebenen-Bedienfeld. Um die Einstellungen des Filters zu ändern, doppelklicken Sie einfach auf den Namen des Nik Plug-ins unter dem Eintrag "Smartfilter". Das Plug-in öffnet sich erneut mit den zuvor verwendeten Einstellungen, und Sie können diese nach Belieben anpassen. Nach dem Klicken auf "Anwenden" wird die aktualisierte Bearbeitung auf das Smartobjekt angewendet.
Was ist der Unterschied zwischen den Dfine-Werkzeugen in der Palette und dem Starten von Dfine?
Wenn Sie das Dfine 2 Plug-in über das Filter-Menü oder den Button in der Palette starten, öffnet sich das vollständige Dfine-Fenster mit allen Optionen zur automatischen Rauschprofilierung und manuellen Anpassung der Rauschreduzierung. Die sieben speziellen Dfine-Werkzeuge, die nur über den Pfeil neben dem Dfine-Button in der Palette zugänglich sind (z. B. "Hintergrund", "Haut"), sind vordefinierte, parameterlose Rauschreduzierungsalgorithmen, die für spezifische Anwendungsfälle optimiert sind. Sie wenden diese Effekte direkt auf das Bild an, ohne das Haupt-Dfine-Fenster zu öffnen, was eine sehr schnelle, gezielte Rauschminderung ermöglicht.
Die Nik Collection bietet eine beeindruckende Vielfalt an Werkzeugen und Workflows für die Bildbearbeitung in Photoshop. Durch das Verständnis und die Nutzung dieser verschiedenen Methoden – vom einfachen Filter-Menü über flexible Smartobjekte, den spezialisierten HDR-Workflow, die schnelle Palette bis hin zum präzisen Pinsel-Werkzeug – können Sie Ihre Bearbeitungsprozesse optimieren und das volle Potenzial dieser leistungsstarken Plug-in-Suite ausschöpfen.
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