Wie viele Hochhäuser hat Basel?

Basels Hohe Horizonte: Die Türme der Stadt

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Basel erlebt derzeit einen bemerkenswerten Wandel seiner Silhouette, geprägt von einem ausgeprägten Hochhaus-Boom. Überall in der Stadt und der umliegenden Region schiessen neue, moderne Bauwerke in den Himmel und definieren die urbane Landschaft neu. Dieser Trend ist nicht neu, aber seine aktuelle Intensität prägt das Bild der Stadt wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Während Projekte wie das Meret-Oppenheim-Hochhaus am Bahnhof oder das Baloise-Hochhaus mit seinen geplanten 87 Metern Stück für Stück Gestalt annehmen, werfen wir einen Blick auf die bereits stehenden Giganten, die heute die Spitze der regionalen Höhenliga bilden.

Wie viele Hochhäuser hat Basel?
Die drei Hochhäuser haben aber noch etwas gemeinsam: Sie stehen alle in Basel. Das Lonza-Hochhaus wurde 1962 gebaut und war damals das höchste Gebäude der Stadt. Vier Jahre später, im Jahr 1966, folgte dann das Novartis-Gebäude K-25.

Die Geschichte der Hochhäuser in der Schweiz, und somit auch in Basel, ist eine Erzählung von Aufstieg und Fall, von Euphorie und Skepsis. In den fünfziger bis siebziger Jahren gab es bereits eine erste Phase des Wohnhochhaus-Booms. Damals entstanden viele dieser vertikalen Wohnanlagen vor allem an den Rändern der Städte und in den Agglomerationen. Sie waren Symbole der Moderne und versprachen eine neue Art des urbanen Lebens.

Eine Geschichte zweier Booms

Diese erste Wachstumseuphorie fand jedoch ein jähes Ende mit der Rezession der 1970er Jahre. Das Hochhaus verlor an Glanz und stand plötzlich in der Kritik. Wohnen und Arbeiten in Hochhäusern wurden sogar als potenziell gesundheitsschädigend angesehen, was zu einer offenen Ablehnung führte. Es dauerte lange, bis sich das Bild wieder wandelte. Erst Ende der 1990er Jahre setzte der zweite, bis heute anhaltende Hochhaus-Boom ein. Dieser neue Aufschwung unterscheidet sich von seinem Vorgänger: Die heutigen Hochhäuser sind oft grösser, architektonisch anspruchsvoller und entstehen vermehrt auch wieder in zentraleren Lagen oder als Teil umfassender Stadtentwicklungsprojekte.

Angesichts dieses aktuellen Booms lohnt es sich, die höchsten Gebäude der Region Basel genauer zu betrachten. Die folgende Rangliste zeigt die Spitzenreiter und gibt Einblicke in ihre Geschichte und Nutzung.

Die höchsten Gebäude der Region Basel im Überblick

Die Region Basel beherbergt eine Reihe von beeindruckenden Hochhäusern. Hier stellen wir die acht höchsten vor, beginnend mit den Plätzen, die sich die Höhe teilen:

8. Novartis – Gebäude 386 und K-25 / Lonza-Hochhaus

Den achten Platz im Ranking teilen sich gleich drei Gebäude, die alle eine Höhe von 68 Metern erreichen und allesamt in Basel-Stadt stehen. Das älteste dieser Gruppe ist das Lonza-Hochhaus, das bereits 1962 errichtet wurde und zu seiner Zeit das höchste Gebäude der Stadt war. Vier Jahre später, im Jahr 1966, folgte das Novartis-Gebäude K-25. Im Jahr 1970 wurde schliesslich das zweite Novartis-Hochhaus WSJ 386 im St. Johann-Areal fertiggestellt. Diese drei Gebäude repräsentieren die Anfänge des ersten Hochhaus-Booms in Basel.

7. BIZ-Turm

Mit einer Höhe von 69,5 Metern nimmt der BIZ-Turm den siebten Platz ein. Dieses Gebäude am Centralbahnplatz 2 in Basel hat ebenfalls eine interessante Geschichte. Nach seiner Fertigstellung im Jahr 1977 war es bis ins Jahr 2003 das dritthöchste Gebäude der Stadt. Entworfen vom Architekten Martin Burckhardt, dient der BIZ-Turm als Hauptsitz der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ). Es ist ein prominentes Verwaltungsgebäude in unmittelbarer Nähe des Basler Hauptbahnhofs.

6. St. Jakob-Turm

Der St. Jakob-Turm, 71 Meter hoch, wurde von den renommierten Architekten Herzog & De Meuron entworfen und im Jahr 2008 fertiggestellt. Trotz der bekannten Architekten reicht seine Höhe 'nur' für den sechsten Platz im regionalen Ranking. Der Turm zeichnet sich durch eine Mischnutzung aus: Er beherbergt sowohl Wohn- als auch Büroflächen. Insgesamt gibt es 37 Wohnungen, die sich zwischen dem 5. und 16. Stockwerk befinden. Auf der anderen Seite des Turmes sind 14 Büroflächen in den Stockwerken 2 bis 13 untergebracht.

5. Helvetia Tower

Der Helvetia Tower, 75 Meter hoch, wurde 2016 gebaut und reiht sich auf dem fünften Platz ein. Dieses Gebäude steht in Pratteln und ist damit das zweitgrösste Hochhaus im Kanton Baselland, auch bekannt als Baselbiet. Wie viele moderne Hochhäuser ist auch der Helvetia Tower ein Beispiel für Mischnutzung und bietet Raum für eine Vielzahl von Zwecken, darunter Wohnungen, Büros, Läden, Gastronomiebetriebe und Arztpraxen.

4. Grosspeter Tower

Ein weiteres beeindruckendes Gebäude nahe dem Bahnhof Basel SBB ist der Grosspeter Tower. Er wurde zwischen 2014 und 2017 erbaut und erreicht eine Höhe von 78 Metern, verteilt auf 21 Stockwerke. Auch der Grosspeter Tower ist ein kombiniertes Wohn- und Geschäftshaus. Er verfügt über eine beträchtliche Nutzfläche von rund 17'400 Quadratmetern und ist ein wichtiger Bestandteil der städtebaulichen Entwicklung rund um den Hauptbahnhof.

3. Ceres Tower

Der Ceres Tower in Liestal ist mit 82 Metern das höchste Gebäude im Kanton Baselland und sichert sich damit den dritten Platz im regionalen Ranking. Seine Fertigstellung im Jahr 2018 war mit einigen Herausforderungen verbunden und erfolgte mit zwei Jahren Verspätung. Dennoch ist der Ceres Tower ein markantes Wahrzeichen für Liestal und das Baselbiet.

2. Messeturm Basel

Der Messeturm in Basel war lange Zeit das zweithöchste Gebäude der Stadt. Er wurde im Jahr 2003 erbaut und erreicht eine Höhe von 105 Metern mit 31 Stockwerken. Bis 2015 war er nur vom Roche-Turm (Bau 1) übertroffen. Der Messeturm ist nicht nur ein markantes Gebäude der Basler Skyline, sondern auch das dritthöchste bewohnbare Gebäude der Schweiz, nach dem Prime Tower in Zürich (fertiggestellt 2011).

1. Roche-Turm (Bau 1)

An der unangefochtenen Spitze steht der Roche-Turm, auch bekannt als Roche-Tower oder Bau 1. Mit stolzen 178 Metern übertrifft er nicht nur sämtliche anderen Hochhäuser in Basel, sondern auch den 126 Meter hohen Prime Tower in Zürich und ist somit das höchste Gebäude der Schweiz. Der Roche-Turm wurde im Rahmen einer umfassenden baulichen Neugestaltung des Basler Stammsitzes des Pharmakonzerns Hoffmann-La Roche im Jahr 2015 fertiggestellt. Er dient ausschliesslich betrieblichen Zwecken des Unternehmens und ist nicht öffentlich zugänglich. Entworfen wurde dieser architektonische Gigant ebenfalls vom Architekturbüro Herzog & de Meuron. Die Entwicklung am Roche-Stammsitz geht weiter: Ab 2021 soll der Bau 2 hinzukommen, der mit geplanten 205 Metern noch höher ausfallen wird.

Zukünftige Entwicklungen und die wachsende Skyline

Der aktuelle Hochhaus-Boom in Basel ist noch lange nicht vorbei. Neben den bereits erwähnten Projekten wie dem Meret-Oppenheim-Hochhaus und dem Baloise-Hochhaus, die die Stadt Skyline weiter verändern werden, steht mit dem Roche-Turm Bau 2 ein weiterer Rekordbrecher in den Startlöchern. Diese Entwicklungen zeigen, dass Basel weiterhin auf vertikales Wachstum setzt, sei es aus Platzgründen, für Prestige oder als Teil moderner Stadtentwicklungskonzepte. Die neuen Hochhäuser prägen nicht nur das Stadtbild, sondern auch die Art und Weise, wie in Basel gearbeitet und gelebt wird.

Vergleich der höchsten Hochhäuser der Region Basel

GebäudeHöhe (m)BaujahrStandort / KantonBesonderheit / Nutzung
Roche-Turm (Bau 1)1782015Basel-StadtHöchstes Gebäude der Schweiz, Firmensitz Roche, nicht öffentlich zugänglich
Messeturm Basel1052003Basel-StadtLange Zeit zweithöchstes in Basel, dritthöchstes bewohnbares der Schweiz
Ceres Tower822018Liestal / BasellandHöchstes Gebäude im Kanton Baselland
Grosspeter Tower782014-2017Basel-StadtNahe Bahnhof SBB, kombiniertes Wohn- & Geschäftshaus
Helvetia Tower752016Pratteln / BasellandZweithöchstes im Baselland, Mischnutzung
St. Jakob-Turm712008Basel-StadtEntworfen von Herzog & De Meuron, Mischnutzung (Wohnen/Büro)
BIZ-Turm69,51977Basel-StadtHauptsitz Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ)
Novartis – Gebäude 386681970Basel-StadtTeil des Novartis Campus
Novartis – Gebäude K-25681966Basel-StadtTeil des Novartis Campus
Lonza-Hochhaus681962Basel-StadtWar bei Bau höchstes Gebäude der Stadt

Häufig gestellte Fragen zu Basels Hochhäusern

Beim Thema Hochhäuser in Basel tauchen oft ähnliche Fragen auf. Hier beantworten wir einige davon basierend auf den uns vorliegenden Informationen:

Wie viele Hochhäuser gibt es in Basel?

Basierend auf den uns vorliegenden Informationen lässt sich keine genaue Gesamtzahl aller Hochhäuser in Basel nennen. Der Text spricht von einem „Hochhaus-Boom“ und listet die acht höchsten Gebäude der Region auf, erwähnt aber auch, dass „zahlreiche Gebäude derzeit aus dem Boden spriessen“ oder in den nächsten Jahren entstehen. Die Zahl ändert sich also ständig. Die hier aufgeführten Gebäude sind die bekanntesten und höchsten, aber es gibt sicherlich weitere Hochhäuser in der Stadt und Region.

Was ist das höchste Hochhaus in Basel?

Das höchste Hochhaus in Basel und gleichzeitig das höchste Gebäude der Schweiz ist der Roche-Turm (Bau 1) mit einer Höhe von 178 Metern.

Wird in Basel noch weiter gebaut?

Ja, die Bautätigkeit im Bereich der Hochhäuser in Basel ist sehr aktiv. Der Text erwähnt explizit, dass der „Hochhaus-Boom allgegenwärtig“ ist und „zahlreiche Projekte derzeit gebaut werden oder spriessen“. Projekte wie das Meret-Oppenheim-Hochhaus, das Baloise-Hochhaus und der geplante Roche-Turm Bau 2 (mit 205 Metern) zeigen, dass die Skyline von Basel auch in Zukunft weiter in die Höhe wachsen wird.

Ist der Roche-Turm öffentlich zugänglich?

Nein, laut den uns vorliegenden Informationen dient der Roche-Turm (Bau 1) „rein betrieblichen Zwecken und ist nicht öffentlich zugänglich“. Es handelt sich um den Hauptsitz des Pharmakonzerns Hoffmann-La Roche.

Welches ist das höchste Gebäude im Kanton Baselland (Baselbiet)?

Das höchste Gebäude im Kanton Baselland ist der Ceres Tower in Liestal mit einer Höhe von 82 Metern. Der zweithöchste Turm im Baselbiet ist der Helvetia Tower in Pratteln mit 75 Metern.

Warum werden in Basel so viele Hochhäuser gebaut?

Der Text spricht von einem „Wachstum“ und einem anhaltenden „Boom“, der in den späten 1990er Jahren begann. Die Gründe für den Bau von Hochhäusern in urbanen Zentren sind vielfältig und umfassen oft die effiziente Nutzung knapper Flächen, die Schaffung von Arbeits- und Wohnraum in zentralen Lagen, die Repräsentation von Unternehmen sowie das Streben nach einer modernen und dynamischen Stadtentwicklung. Der aktuelle Boom scheint eine Reaktion auf die Bedürfnisse einer wachsenden Stadt und Region zu sein.

Die Entwicklung der Hochhäuser in Basel ist ein faszinierendes Kapitel der Stadtgeschichte und ein sichtbares Zeichen ihres Wandels. Die hier vorgestellten Gebäude sind nur die Spitze des Eisbergs einer Stadt, die weiterhin in die Vertikale wächst und ihre Silhouette neu gestaltet.

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Andenmatten Soltermann

Hallo! Ich bin Andenmatten Soltermann, ein Schweizer Fotograf, der leidenschaftlich die Essenz der Welt durch seine Linse einfängt. Geboren und aufgewachsen in den majestätischen Schweizer Alpen, haben die deutsche Sprache und atemberaubende Landschaften meine kreative Vision geprägt. Meine Liebe zur Fotografie begann mit einer alten analogen Kamera, und seitdem widme ich mein Leben der Kunst, visuelle Geschichten zu erzählen, die berühren und verbinden.In meinem Blog teile ich praktische Tipps, Techniken und Erfahrungen, um dir zu helfen, deine fotografischen Fähigkeiten zu verbessern – egal, ob du ein neugieriger Anfänger oder ein erfahrener Profi bist. Von der Beherrschung des natürlichen Lichts bis hin zu Ratschlägen für wirkungsvolle Bildkompositionen ist es mein Ziel, dich zu inspirieren, die Welt mit neuen Augen zu sehen. Mein Ansatz verbindet Technik mit Leidenschaft, immer auf der Suche nach dem Funken, der ein Foto unvergesslich macht.Wenn ich nicht hinter der Kamera stehe, findest du mich auf Bergpfaden, auf Reisen nach neuen Perspektiven oder beim Genießen der Schweizer Traditionen, die mir so am Herzen liegen. Begleite mich auf dieser visuellen Reise und entdecke, wie Fotografie die Art und Weise, wie du die Welt siehst, verändern kann.

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