Viele Nutzer interessieren sich für Überwachungskameras, möchten aber die laufenden Kosten für Abonnements vermeiden. Arlo ist eine beliebte Marke in diesem Bereich, und oft stellt sich die Frage: Kann ich Arlo Kameras auch ohne ein monatliches Abo nutzen? Die Antwort ist Ja, aber mit Einschränkungen, die man kennen sollte. Insbesondere die Nutzung im Zusammenspiel mit dem Arlo SmartHub und der Zugriff auf lokal gespeicherte Aufnahmen haben sich in letzter Zeit verändert.

Wie viele Arlo Kameras funktionieren ohne Abo?
Wenn Sie Arlo Kameras ohne ein kostenpflichtiges Abo nutzen möchten, gibt es eine wichtige Begrenzung bezüglich des gleichzeitigen Streamings. Über den Arlo Web-Client, also wenn Sie von einem Computer aus auf Ihre Kameras zugreifen, können Sie von maximal fünf Arlo Kameras gleichzeitig streamen. Diese Kameras müssen dabei über eine einzige Basisstation oder einen Smart Hub verbunden sein. Wenn Sie versuchen, von einer sechsten Kamera zu streamen, während bereits fünf aktiv sind, müssen Sie einen der laufenden Streams anhalten. Diese Beschränkung bezieht sich auf das Live-Streaming über den Webbrowser und ist ein Aspekt der Nutzung ohne das Cloud-Abo.
Es ist wichtig zu verstehen, dass diese Begrenzung in erster Linie das gleichzeitige Live-Streaming betrifft. Sie können potenziell mehr als fünf Kameras mit einer Basisstation oder einem SmartHub verbinden, aber die Möglichkeit, von allen gleichzeitig live zuzusehen, ist auf fünf beschränkt, wenn Sie den Web-Client ohne Abo nutzen. Die Aufzeichnung von Ereignissen, insbesondere die lokale Speicherung, ist ein separates Thema, das eng mit der Funktionalität des SmartHubs verbunden ist.
Die Rolle des Arlo SmartHubs ohne Abo
Der Arlo SmartHub wurde ursprünglich mit zwei Hauptzwecken konzipiert. Erstens dient er als dedizierter WLAN-Hub für die Kameras. Das bedeutet, die Kameras verbinden sich nicht mit Ihrem regulären Heim-WLAN, sondern erstellen ein separates Netzwerk über den Hub. Dies kann die Leistung Ihres Hauptnetzwerks entlasten und eine stabilere Verbindung für die Kameras gewährleisten. Dieser Aspekt funktioniert auch ohne Abo weiterhin einwandfrei.
Zweitens und vielleicht noch wichtiger für Nutzer ohne Abo: Der SmartHub sollte Bewegungsereignisse lokal auf einem angeschlossenen Speichermedium (wie einem USB-Stick) aufzeichnen. Die Idee dahinter war, dass Sie nicht auf den Arlo Cloud-Service angewiesen sind, um aufgenommene Videos anzusehen. Sie könnten die Aufnahmen direkt vom Hub abrufen. Genau hier liegt jedoch das Problem, das durch ein aktuelles App-Update von Arlo entstanden ist.
Das Problem mit der Arlo App und lokaler Speicherung
Die aktuelle Arlo App ist laut vorliegenden Informationen im Grunde eine Kombination aus zwei Apps in einer. Wenn Sie neuere Arlo Hardware besitzen, werden Sie gezwungen, auf die neuere Version der App zu „aktualisieren“, da die alte App nicht mehr kompatibel ist. Diese neue App hat einen Bereich namens „Feed“. Dieser Feed sollte eigentlich alle neuesten Ereignisse anzeigen, wie z. B. Bewegungserkennung durch Ihre Kameras, Änderungen des Modus (Zuhause/Abwesend) usw.

Das Kernproblem für Nutzer des SmartHubs ohne Abo ist, dass Arlo die App so geändert hat, dass im Feed nur noch Videoereignisse angezeigt werden, die sich im Cloud-Speicher von Arlo befinden. Das bedeutet, obwohl der SmartHub Ereignisse lokal aufzeichnet, erscheinen diese lokalen Aufnahmen nicht mehr bequem im Feed der App. Arlo möchte, dass Sie für den Cloud-Speicher bezahlen, der laut vorliegender Information 7 US-Dollar pro Kamera pro Monat kostet.
Sie können zwar weiterhin auf die auf dem Hub gespeicherten Videos zugreifen, aber dieser Zugriff ist stark eingeschränkt und umständlich geworden. Nur der Kontoinhaber kann darauf zugreifen. Sie müssen dazu drei Ebenen tief in den Einstellungen des Hubs navigieren. Darüber hinaus gibt es keine Miniaturansichten (Thumbnails) der Videos, was bedeutet, dass Sie anhand des Zeitstempels wissen müssen, welches Video Sie ansehen möchten. Sobald Sie ein Video gefunden haben, müssen Sie die Videodatei auf Ihr Telefon herunterladen und sie dann im Videoplayer Ihres Telefons ansehen. Dieser Prozess ist alles andere als benutzerfreundlich und macht den schnellen Überblick über Ereignisse, wie er im Feed möglich wäre, unmöglich.
Alternativ zum umständlichen App-Zugriff können Sie den USB-Stick aus dem Hub entfernen und ihn in einen Computer einstecken, um die Dateien auf diese Weise anzuzeigen. Auch dies ist offensichtlich kein idealer Workflow für die tägliche Überwachung.
Das Fazit ist, dass Arlo die Hauptfunktionalität des einfachen Zugriffs auf lokale Aufnahmen über die App stark eingeschränkt („nerfed“) hat, um Nutzer dazu zu bewegen, ein monatliches Abo abzuschließen. Die Tatsache, dass dies den Hub zu kaum mehr als einem einfachen WLAN-Hub mit lokaler Videosicherung macht, anstatt zu einem nützlichen Teil des Videoüberwachungssystems mit einfachem Zugriff über die App, scheint Arlo laut der vorliegenden Information nicht zu stören.
Das Schlimmste daran ist, dass die Information, ob die App im „alten“ oder „neuen“ Modus startet, in Ihrer Benutzerkontokonfiguration auf den Arlo-Servern gespeichert ist. Sobald Sie auf diesen neueren App-Modus „upgraden“ (oft durch Hinzufügen neuerer Hardware erzwungen), gibt es keinen Weg zurück. Selbst das Herunterladen einer alten Version der App, die den neuen Modus noch nicht integriert hat, funktioniert nicht, da Sie sich einfach nicht anmelden können. Wenn Sie derzeit noch die alte Version verwenden und nicht aktualisieren, funktioniert der Hub wahrscheinlich noch gut für Sie. Zumindest funktioniert er vorerst gut. Es ist jedoch wahrscheinlich, dass Arlo irgendwann die Nutzer in das neue App-Ökosystem zwingen wird, um ihren monatlichen Cloud-Service zu pushen. An diesem Punkt wird der Hub für die bequeme Anzeige von lokalen Aufnahmen weitgehend nutzlos sein.

Kompatibilität von Arlo Kameras und SmartHub
Die gute Nachricht ist, dass die Kompatibilität der Geräte selbst gegeben ist. Alle aktuellen Generationen der kabellosen Arlo Kameras sind mit dem Arlo SmartHub aufwärtskompatibel. Das bedeutet, Sie können Ihre vorhandenen Kameras, auch wenn sie schon etwas älter sind (solange sie nicht zu den allerältesten, mit der neuen App inkompatiblen Modellen gehören, was laut Text aber unwahrscheinlich ist), mit einem SmartHub koppeln. Das Problem liegt also nicht darin, dass die Kameras nicht mit dem Hub funktionieren würden, sondern darin, wie die Arlo App den Zugriff auf die vom Hub lokal gespeicherten Daten handhabt.
Arlo ohne Abo: Lohnt es sich noch?
Angesichts der beschriebenen Einschränkungen stellt sich die Frage, ob die Nutzung von Arlo Kameras ohne ein kostenpflichtiges Abonnement noch sinnvoll ist. Die Möglichkeit, bis zu 5 Kameras gleichzeitig über den Web-Client zu streamen, bleibt bestehen. Der SmartHub zeichnet weiterhin lokal auf. Die Kompatibilität der Kameras mit dem Hub ist gegeben. Die Herausforderung liegt eindeutig im Zugriff auf die lokal gespeicherten Videos über die App, der sehr umständlich geworden ist, sowie in der fehlenden Anzeige von lokalen Ereignissen im Haupt-Feed der App.
Für Nutzer, denen es hauptsächlich um Live-Streaming von wenigen Kameras geht und die bereit sind, im Notfall den USB-Stick aus dem Hub zu entnehmen, um Aufnahmen zu sichten, kann Arlo ohne Abo eine Option sein. Für jeden, der eine benutzerfreundliche Überwachungslösung mit einfachem Zugriff auf historische Aufnahmen direkt über das Smartphone erwartet, ist die Nutzung ohne Abo und insbesondere mit dem SmartHub in seinem aktuellen Zustand aufgrund der App-Änderungen stark beeinträchtigt.
Die ursprüngliche Stärke des SmartHubs, nämlich die Bereitstellung einer einfachen lokalen Speicherung mit komfortablem App-Zugriff, wurde durch Arlos Strategie, Abonnements zu fördern, untergraben. Der Hub ist nicht komplett nutzlos, da er immer noch als WLAN-Basis und für die lokale Aufzeichnung dient, aber sein Wert für den Endnutzer, der schnellen Zugriff auf Ereignisse haben möchte, ist deutlich gesunken, wenn kein Abo abgeschlossen wird.
| Funktion | Ohne Abo (mit SmartHub) | Mit Abo (Cloud) |
|---|---|---|
| Simultanes Live-Streaming (Web) | Bis zu 5 Kameras | Hängt vom Abo ab (potenziell mehr) |
| Speicherort der Aufnahmen | Lokal (USB-Stick im Hub) | Cloud |
| Zugriff auf Aufnahmen über App (Feed) | Nein (Nur Cloud-Aufnahmen im Feed) | Ja (Cloud-Aufnahmen im Feed) |
| Einfacher Zugriff auf lokale Aufnahmen über App | Nein (Kompliziert, kein Thumbnail, Download nötig) | Nicht zutreffend (Aufnahmen sind in der Cloud) |
| Ereignisanzeige im App-Feed | Nur Cloud-Ereignisse | Cloud-Ereignisse |
| Kosten pro Monat pro Kamera | 0€ | Ab ca. 7€ (laut Info) |
Häufig gestellte Fragen
Kann ich mehr als 5 Arlo Kameras ohne Abo nutzen?
Sie können mehr als 5 Kameras mit einer Basisstation/SmartHub verbinden. Die Beschränkung auf 5 bezieht sich auf das gleichzeitige Live-Streaming über den Web-Client ohne Abo. Die lokale Aufzeichnung funktioniert eventuell für mehr Kameras, aber der Zugriff auf diese Aufnahmen über die App ist das Hauptproblem.

Zeigt die Arlo App lokale Aufnahmen vom SmartHub im Feed an?
Nein, die neuere Version der Arlo App zeigt im Haupt-Feed nur Videoereignisse an, die im Arlo Cloud-Speicher abgelegt sind. Lokale Aufnahmen müssen umständlich über tiefere Menüs aufgerufen werden.
Ist der Arlo SmartHub ohne Abo nutzlos?
Nicht komplett. Er bietet weiterhin ein separates WLAN für die Kameras und ermöglicht lokale Aufzeichnung. Sein Hauptvorteil, der einfache Zugriff auf lokale Aufnahmen über die App, wurde jedoch durch Arlos App-Änderungen stark eingeschränkt.
Kann ich zur alten Arlo App-Version zurückkehren, wenn mein Konto aktualisiert wurde?
Laut vorliegender Information ist ein Downgrade des Kontos nicht möglich, sobald es für das neue App-Ökosystem aktualisiert wurde. Selbst ältere App-Versionen lassen dann oft keine Anmeldung mehr zu.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Nutzung von Arlo Kameras ohne ein kostenpflichtiges Abonnement zwar technisch möglich ist und bestimmte Grundfunktionen wie das Live-Streaming (mit der 5-Kamera-Grenze über Web) und die lokale Aufzeichnung (via SmartHub) weiterhin funktionieren. Die Bequemlichkeit und Benutzerfreundlichkeit, insbesondere der einfache Zugriff auf aufgezeichnete Ereignisse über die Smartphone-App, sind jedoch durch die jüngsten Änderungen seitens Arlo stark beeinträchtigt worden, um das Abo-Modell zu fördern. Der SmartHub verliert dadurch einen Großteil seines Nutzens für Anwender, die eine einfache lokale Lösung ohne laufende Kosten suchen.
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