Die Welt der Fotografie ist reich an Techniken und Ausdrucksformen, von klassischen Porträts bis hin zu modernen digitalen Experimenten. Eine besonders faszinierende Nische, die oft an der Grenze zwischen Wissenschaft, Kunst und Spiritualität gesehen wird, ist die Aura-Fotografie. Wenn Sie sich jemals gefragt haben, was es mit diesen farbenfrohen Porträts auf sich hat, die angeblich die Energie einer Person zeigen, dann sind Sie hier genau richtig. Dieser Artikel beleuchtet die Aura-Fotografie, ihre Ursprünge, Funktionsweise und die damit verbundenen Kosten.

Was genau ist Aura-Fotografie?
Bevor wir uns den Kosten zuwenden, ist es wichtig zu verstehen, was Aura-Fotografie eigentlich ist. Manchmal auch als Kirlian-Fotografie bezeichnet, hat diese Technik streng genommen wenig mit der spirituellen Aura im esoterischen Sinne zu tun, wie sie von manchen Menschen wahrgenommen wird. Stattdessen handelt es sich um eine Methode, bei der spezielle Geräte verwendet werden, um die elektromagnetische Energie oder genauer gesagt, die Koronaentladung, die von einem Objekt oder Körper ausgeht, sichtbar zu machen und auf einem Bild festzuhalten.
Eine Koronaentladung entsteht durch die Ionisierung von Gas oder Flüssigkeit in der Umgebung eines elektrisch geladenen Objekts. Diese Entladungen erzeugen ein Leuchten oder einen Strahlenkranz um das Objekt herum, der auf den resultierenden Fotografien oft wie ein farbiges Energiefeld aussieht. Es ist dieser Effekt, der in der Aura-Fotografie genutzt wird, um ein visuelles „Energiebild“ zu erzeugen.
Die wissenschaftliche Grundlage: Koronaentladung
Im Kern basiert die Aura-Fotografie auf dem Phänomen der Koronaentladung. Wenn ein Objekt, insbesondere der menschliche Körper, einem Hochspannungsfeld ausgesetzt wird, kann es zu einer Ionisierung der umgebenden Luft kommen. Diese Ionisierung führt zu einer sichtbaren elektrischen Entladung, die sich als Leuchten oder Strahlenkranz um das Objekt herum manifestiert. Faktoren wie Feuchtigkeit, Luftdruck und die elektrischen Eigenschaften der Objektoberfläche (z.B. der Haut) beeinflussen die Art und Intensität dieser Entladung. Die Aura-Kamera ist darauf ausgelegt, dieses Leuchten auf einer lichtempfindlichen Oberfläche oder einem Sensor einzufangen.
Die Ursprünge der Aura-Fotografie
Die Wurzeln der modernen Aura-Fotografie liegen in der Arbeit des sowjetischen Erfinders Semyon Kirlian und seiner Frau Valentina Kirlian, einer Lehrerin und Journalistin. Im Jahr 1939 wurden die Kirlians Zeugen eines faszinierenden Phänomens in einem Krankenhaus: Bei der Behandlung eines Patienten mit einem Hochfrequenz-Elektrotherapiegerät bemerkten sie ein Neonlicht, das um die Elektroden in der Nähe der Haut des Patienten erschien.
Dieses Ereignis inspirierte sie zu eigenen Experimenten. Semyon Kirlian legte seine Hand auf eine elektrifizierte fotografische Platte und war erstaunt über das Ergebnis. Er sah ein elektrografisches Bild seiner Handfläche, umgeben von einer leuchtenden Wolke – der Koronaentladung. Sie hatten entdeckt, wie man die Aura auf Bildern darstellen konnte, ohne eine herkömmliche Kamera oder Film im üblichen Sinne zu verwenden. Dazu benötigten sie lediglich eine Entladungsplatte, ein elektrisches Feld und eine Hochspannungsquelle.
Dreißig Jahre später, in den 1970er Jahren, griff der amerikanische Wissenschaftler Guy Coggins die Technologie der Kirlians auf und entwickelte sie weiter. Zusammen mit einem Team von Hellsehern brachte er die erste kommerzielle Aura-Kamera auf den Markt: die AuraCam 3000. Dieses System nutzte einen Algorithmus, um die elektrischen Signale von den Handplatten in farbige Aura-Fotos umzuwandeln. Später aktualisierte Coggins die Technologie und präsentierte die AuraCam 6000, ein Modell, das auch heute noch von vielen Aura-Fotografen genutzt wird.
Wie funktioniert Aura-Fotografie in der Praxis?
Der Prozess der Aura-Fotografie mit modernen Kamerasystemen ist relativ einfach, erfordert aber spezielle Ausrüstung. Typischerweise legt die zu fotografierende Person ihre Handflächen auf zwei spezielle Entladungsplatten, die mit der Aura-Kamera verbunden sind. Diese Platten sind empfindlich für die elektromagnetische Aktivität, die von den Händen ausgeht.
Wenn der Auslöser betätigt wird, sendet die Person über die Platten Informationen über ihre Energie oder genauer gesagt, über die gemessene elektrische Aktivität, an die Kamera. Ein integriertes System in der Kamera verarbeitet diese Signale und übersetzt sie in ein Farbmuster. Dieses Farbmuster wird dann auf ein Polaroidfoto gedruckt, das den Fotografierten zeigt, umgeben von dem generierten Farbenkranz – der sogenannten Aura.
Im Gegensatz zur herkömmlichen Fotografie hat der Fotograf bei einer Aura-Kamera in der Regel keine Kontrolle über Blende, Verschlusszeit oder Fokus. Die Kamera ist ein spezialisiertes Instrument, das darauf ausgelegt ist, die spezifischen elektrischen Signale zu erfassen und zu visualisieren.
Welche Ausrüstung wird benötigt?
Um Aura-Fotografie zu betreiben, bedarf es mehr als nur einer Leidenschaft für das Thema. Es ist eine spezielle Ausrüstung erforderlich, die nicht günstig ist:
- Eine Aura-Kamera: Dies ist das Herzstück der Ausrüstung. Moderne Aura-Kameras sind oft kompakte Geräte, die eine Polaroid-Kamera oder ein ähnliches Sofortbildsystem integriert haben, um das Ergebnis direkt auszudrucken.
- Zwei Handplatten: Auch Plasmaplatten genannt. Diese Platten müssen groß genug sein, um die Hände des Modells bequem aufzunehmen und eine ausreichende Fläche für die Koronaentladung zu bieten. Sie sind so konzipiert, dass sie die elektrischen Signale von den Handflächen erfassen.
- Dunkler Hintergrund: Ein dunkler oder schwarzer Hintergrund hilft dabei, die erfassten Aurafarben besser hervorzuheben und den Kontrast zu erhöhen, was dem resultierenden Bild eine fast magische Qualität verleihen kann.
- Dunkles Fotostudio: Da die Koronaentladung ein subtiles Phänomen ist, das bei direktem oder hellem Licht schwer zu erkennen und einzufangen wäre, ist eine abgedunkelte Umgebung unerlässlich. Ein Raum, dessen Fenster komplett abgedunkelt werden können, ist ideal.
Viele Aura-Fotografen arbeiten nicht nur in einem festen Studio, sondern reisen auch mit ihrer Ausrüstung. Mobile Aufbauten ermöglichen es ihnen, Pop-up-Events auf Festivals, Partys oder Wellness-Veranstaltungen anzubieten.
Die Kosten der Aura-Fotografie
Nun zur zentralen Frage: Wie viel kostet eine Aura-Kamera oder die Ausrüstung für die Aura-Fotografie? Die Anschaffung der spezialisierten Ausrüstung ist der größte Kostenfaktor. Wie im bereitgestellten Text erwähnt, können sich die Kosten für die notwendige Ausrüstung, insbesondere für eine Aura-Kamera und die zugehörigen Platten, auf bis zu 16.000 US-Dollar belaufen. Dies macht den Einstieg in die Aura-Fotografie zu einer erheblichen Investition und erklärt, warum die Dienstleistung oft nicht günstig ist, wenn man eine Sitzung bei einem Aura-Fotografen bucht.
Zusätzlich zu den Anschaffungskosten für die Kamera und Platten fallen laufende Kosten an. Da viele Systeme Polaroid-Filme verwenden, sind die Kosten für den Film ein weiterer Faktor, der bei der Preisgestaltung für Aura-Fotografie-Sitzungen berücksichtigt werden muss. Auch die Instandhaltung der Ausrüstung und die Kosten für ein geeignetes Studio oder Reisekosten müssen einkalkuliert werden.
Für den Endkunden, der eine Aura-Fotografie-Sitzung bucht, variieren die Preise je nach Anbieter, Standort und Dauer der Sitzung. Die Kosten pro Sitzung liegen typischerweise zwischen 50 und 150 Euro oder mehr, je nachdem, ob eine detaillierte Interpretation des Bildes inklusive ist.

Deutung der Aura-Fotos
Ein wesentlicher Aspekt der Aura-Fotografie, besonders aus Sicht der Anwender und Praktizierenden, ist die Interpretation der entstandenen Bilder. Es wird angenommen, dass nicht nur die Farben, sondern auch ihre Formen, Intensität und Position auf dem Bild eine Bedeutung haben.
Die Aura-Porträts werden als Momentaufnahme des aktuellen Energiezustands oder der Gefühle einer Person betrachtet. Daher können sich die Farben und Muster schnell ändern, selbst innerhalb kurzer Zeit.
Position und Bedeutung auf dem Bild
Bei der Interpretation wird oft eine bestimmte Aufteilung des Bildes verwendet:
- Die rechte Seite des Bildes (vom Betrachter aus gesehen): Diese Seite soll die vergangene Energie oder die jüngsten Ereignisse repräsentieren, die die Person gerade hinter sich lässt.
- Die linke Seite des Bildes (vom Betrachter aus gesehen): Diese Seite wird oft mit der nahen Zukunft und der Energie in Verbindung gebracht, die die Person gerade erschafft oder auf die sie zusteuert.
- Die Mitte des Bildes (um den Körper herum): Dieser Bereich soll den gegenwärtigen Zustand der Person widerspiegeln – ihre aktuellen Wünsche, Hoffnungen und Ziele.
Bedeutung der Aurafarben
Die Farben selbst sind das Hauptelement der Interpretation. Jeder Farbe wird eine spezifische Bedeutung oder eine Reihe von Eigenschaften zugeordnet. Hier sind einige der gängigsten Interpretationen, basierend auf den Informationen im Quelltext:
- Rot: Leidenschaftlich, stark, willensstark, mutig.
- Magenta: Inspirierend, mit dem Herzen dabei, motiviert, geerdet.
- Rosa: Liebevoll, fürsorglich, fröhlich, großzügig.
- Orange: Kreativ, ehrgeizig, spontan, abenteuerlustig.
- Gelb: Fröhlich, optimistisch, enthusiastisch.
- Grün: Mitfühlend, friedensorientiert, pflegend, naturverbunden.
- Blau: Einfühlsam, unterstützend, intuitiv, sensibel.
- Violett: Spielerisch, visionär, nicht urteilend, unkonventionell.
- Weiß: Weise, energiegeladen, positiv, beschützend.
- Hellbraun: Praktisch, detailorientiert, logisch.
- Indigo: Ehrlich, friedlich, phantasievoll.
Es ist wichtig zu betonen, dass diese Interpretationen Teil des Glaubenssystems rund um die Aura-Fotografie sind und nicht wissenschaftlich belegt sind.
Wissenschaftliche Perspektive und alternative Anwendungen
Aus Sicht der etablierten Wissenschaft wird die Aura-Fotografie oft skeptisch betrachtet. Die sichtbaren Effekte werden in erster Linie auf die physikalischen Eigenschaften der Koronaentladung zurückgeführt, die von Faktoren wie Feuchtigkeit, Druck und elektrischer Leitfähigkeit der Haut beeinflusst wird, und nicht auf ein spirituelles Energiefeld im esoterischen Sinne. Die meisten wissenschaftlichen Studien unterstützen die Existenz von Auren, wie sie in New-Age-Praktiken beschrieben werden, nicht.
Dennoch findet die Kirlian-Fotografie, aus der die Aura-Fotografie hervorging, auch in anderen Bereichen Anwendung. Einige Praktizierende in alternativen Heilmethoden nutzen sie als diagnostisches Werkzeug. Es wird angenommen, dass Unregelmäßigkeiten im Strahlenkranz um Hände und Füße auf Ungleichgewichte in den Meridianen oder sogar auf potenzielle organische Zusammenhänge hinweisen können. Diese Technik wird in manchen Kreisen verwendet, um Störungen zu erkennen, möglicherweise bevor körperliche Symptome auftreten, und um den Verlauf von Therapien wie Akupunktur oder Akupressur zu beobachten und zu beurteilen. Auch hier gilt, dass diese Anwendungen im Bereich der alternativen Medizin angesiedelt sind und nicht den Standards der evidenzbasierten Medizin entsprechen.
Für viele Menschen, die sich für Aura-Fotografie interessieren, steht jedoch nicht die wissenschaftliche Validität im Vordergrund, sondern die Möglichkeit zur Selbsterkundung, Reflexion und zur visuellen Darstellung ihrer aktuellen emotionalen oder energetischen Verfassung im Rahmen von New-Age- oder spirituellen Praktiken. Sie wird oft als unterhaltsames oder inspirierendes Werkzeug genutzt.
Häufig gestellte Fragen zur Aura-Fotografie
Hier beantworten wir einige der am häufigsten gestellten Fragen zu diesem Thema:
Was ist Aura-Fotografie?
Aura-Fotografie ist eine Technik, die Bilder von Koronaentladungen um ein Objekt, meist eine Person, erzeugt. Diese Entladungen werden von spezialisierten Kamerasystemen erfasst und als farbige Muster dargestellt, die von Praktizierenden als visuelle Darstellung der Energie oder Aura einer Person interpretiert werden.
Wie macht man Aura-Fotografie?
Man macht Aura-Fotografie, indem man eine spezielle Aura-Kamera, zwei Entladungsplatten (auf die die Person ihre Hände legt), einen dunklen Hintergrund und ein abgedunkeltes Studio verwendet. Die Kamera erfasst die von den Platten übermittelten elektrischen Signale und druckt ein farbiges Bild.
Wie funktioniert die Aura-Fotografie?
Die Person legt ihre Hände auf die mit der Kamera verbundenen Entladungsplatten. Wenn der Auslöser gedrückt wird, erfassen die Platten elektrische Signale oder Koronaentladungen von der Person. Diese Informationen werden an die Kamera gesendet, die sie mithilfe eines internen Systems in ein farbiges Muster übersetzt und auf ein Sofortbild druckt.
Wie viel kostet die Aurafotografie?
Die Kosten für die Anschaffung der notwendigen Ausrüstung für die Aura-Fotografie, insbesondere einer Aura-Kamera und der Handplatten, können bis zu 16.000 US-Dollar betragen. Die Kosten für eine einzelne Aura-Fotografie-Sitzung bei einem Dienstleister liegen in der Regel zwischen 50 und 150 Euro oder mehr.
Welche Kamera braucht man für die Aurafotografie?
Man benötigt eine spezielle Kamera, die oft als „Aura-Kamera“ oder „Kirlian-Kamera“ bezeichnet wird. Diese Kameras sind darauf ausgelegt, elektrische Koronaentladungen zu erfassen und sie in farbige Bilder umzuwandeln, oft unter Verwendung von Technologien wie Electro-Photonic Imaging (EPI).
Wie kann ich meine Aura fotografieren?
Um Ihre Aura fotografieren zu lassen, müssen Sie in der Regel einen professionellen Aura-Fotografen aufsuchen. Diese verfügen über die notwendige spezialisierte Ausrüstung (Aura-Kamera, Handplatten etc.) und das Wissen, um den Prozess durchzuführen und Ihnen das resultierende Bild mit der Farbdarstellung Ihrer „Aura“ zu erstellen.
Fazit
Aura-Fotografie ist eine faszinierende Technik, die auf den Prinzipien der Kirlian-Fotografie basiert und die Koronaentladung um ein Objekt sichtbar macht. Obwohl ihre Interpretation als Darstellung einer spirituellen Aura wissenschaftlich nicht anerkannt ist, bietet sie für viele Menschen eine interessante Möglichkeit zur Selbsterkundung und Reflexion. Die benötigte Ausrüstung ist spezialisiert und teuer, was die Dienstleistung für den Endkunden zu einem Erlebnis macht, das mit nicht unerheblichen Kosten verbunden sein kann. Ob man die Bilder als wissenschaftliche Messung oder als künstlerische bzw. spirituelle Momentaufnahme betrachtet, die farbigen Porträts der Aura-Fotografie bleiben zweifellos ein Blickfang.
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