Was ist ein Kamera-Bajonettanschluss?

Kamera-Mounts verstehen: Der Leitfaden

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Die Verbindung zwischen einem Kameraobjektiv und dem Kameragehäuse ist weit mehr als nur eine mechanische Schnittstelle. Sie ist ein entscheidender Faktor für die optische Leistung, die Kompatibilität und die Anwendungsbereiche eines Kamerasystems. In der Welt der Fotografie, aber insbesondere in der industriellen Bildverarbeitung, existieren verschiedene Standards für diese Verbindung, die als Kamera-Mounts oder Objektivanschlüsse bezeichnet werden. Das Verständnis dieser Mount-Typen ist unerlässlich, um die richtige Ausrüstung auszuwählen und Kompatibilitätsprobleme zu vermeiden.

Was ist Bajonett bei Kameras?
Unter dem Objektivbajonett versteht man in der Fototechnik den Anschluss eines Objektives an die Kamera , resp. das Zwischenstück oder das Interface zwischen dem Objektiv und der Kamera (body).

Was genau ist ein Kamera-Mount?

Ein Kamera-Mount bezeichnet die standardisierte Schnittstelle, über die ein Objektiv physisch mit einer Kamera verbunden wird. Diese Verbindung muss nicht nur mechanisch stabil sein, sondern auch die korrekte Positionierung des Objektivs relativ zum Bildsensor gewährleisten. Es gibt grundsätzlich zwei Haupttypen von mechanischen Verbindungen:

  • Gewindeanschlüsse: Das Objektiv wird in die Kamera eingeschraubt. Diese Methode bietet oft eine sehr robuste und spielfreie Verbindung, die sich gut für Umgebungen eignet, in denen Vibrationen eine Rolle spielen könnten.
  • Bajonettanschlüsse: Das Objektiv wird eingeführt und dann durch eine kurze Drehung verriegelt. Bajonettanschlüsse sind in der Regel schneller zu wechseln als Gewindeanschlüsse, was sie bei Anwendungen beliebt macht, bei denen häufig Objektive gewechselt werden müssen (z. B. in der Fotografie). Allerdings können sie unter bestimmten Bedingungen anfälliger für minimale Fehlausrichtungen sein als Gewindeanschlüsse.

Neben der rein mechanischen Verbindung ist ein weiterer, absolut kritischer Parameter das sogenannte Auflagemaß. Das Auflagemaß, auch als Flanschbrennweite bezeichnet, ist der präzise Abstand von der Befestigungsfläche des Objektivs (der Schulter des Mounts) bis zur Bildebene, also dort, wo sich der Sensor oder Film in der Kamera befindet. Damit ein Objektiv korrekt fokussieren und das Bild scharf auf den Sensor projizieren kann, muss das Auflagemaß des Objektivs exakt dem Auflagemaß der Kamera entsprechen. Ein Objektiv mit einem falschen Auflagemaß kann entweder gar nicht fokussieren (weil der Fokuspunkt vor oder hinter dem Sensor liegt) oder nur in einem sehr begrenzten Bereich scharfstellen.

Gängige Kamera-Mount-Typen im Detail

Es gibt eine Vielzahl von Kamera-Mounts, die sich über die Jahre entwickelt haben, oft spezifisch für bestimmte Anwendungen, Sensorgrößen oder Hersteller. Hier stellen wir einige der wichtigsten und im industriellen Bereich sowie teilweise in der Fotografie verbreiteten Mount-Typen vor:

Der C-Mount

Der C-Mount ist zweifellos einer der am weitesten verbreiteten Objektivanschlüsse, insbesondere in der industriellen Bildverarbeitung, bei Überwachungskameras (CCTV) und wissenschaftlichen Anwendungen. Seine Beliebtheit verdankt er mehreren Faktoren:

  • Typ: Gewindeanschluss
  • Spezifikation: Das Gewinde hat einen Durchmesser von 1 Zoll (ca. 25,4 mm) und eine Gewindesteigung von 32 Gewindegängen pro Zoll (Threads Per Inch, TPI).
  • Auflagemaß: Das standardisierte Auflagemaß beträgt 17,526 mm.
  • Eigenschaften und Anwendungen: Der C-Mount bietet eine sehr robuste und präzise Verbindung dank seines Gewindedesigns. Dies ist in industriellen Umgebungen, wo Erschütterungen oder Vibrationen auftreten können, von großem Vorteil. Er ist für eine breite Palette von Sensoren geeignet, historisch oft bis zu 1 Zoll (ca. 16 mm Diagonale), obwohl moderne C-Mount-Objektive auch für größere Sensoren optimiert sein können. Die große Verfügbarkeit von Objektiven und Kameras mit C-Mount macht ihn zu einer flexiblen Wahl für viele Anwendungen.

Der CS-Mount

Der CS-Mount ist eng mit dem C-Mount verwandt und teilt viele Spezifikationen, unterscheidet sich aber fundamental in einem kritischen Punkt:

  • Typ: Gewindeanschluss
  • Spezifikation: Wie der C-Mount hat er ein 1-Zoll-Gewinde mit 32 TPI.
  • Auflagemaß: Das CS-Mount hat ein reduziertes Auflagemaß von nur 12,526 mm.
  • Eigenschaften und Anwendungen: CS-Mount-Kameras sind in der Regel kompakter, da der Sensor näher am Objektiv sitzt. Sie sind ebenfalls häufig in der Überwachungstechnik und bei kleineren Industriekameras zu finden.

Wichtige Kompatibilitätshinweise C-Mount vs. CS-Mount:

Hier liegt eine häufige Fehlerquelle. Eine CS-Mount-Kamera kann C-Mount-Objektive verwenden, benötigt dazu aber einen 5 mm langen Adapterring (oft als C/CS-Adapter bezeichnet), der zwischen Objektiv und Kamera geschraubt wird, um das Auflagemaß des C-Mount-Objektivs auszugleichen (12.526 mm + 5 mm = 17.526 mm). Ein CS-Mount-Objektiv kann zwar mechanisch auf eine C-Mount-Kamera geschraubt werden (das Gewinde passt ja), aber es wird nicht korrekt funktionieren. Das CS-Objektiv ist darauf ausgelegt, das Bild in 12,526 mm Entfernung abzubilden. An einer C-Mount-Kamera mit 17,526 mm Auflagemaß würde das Bild also 5 mm vor dem Sensor fokussiert werden. Das Ergebnis wäre ein unscharfes Bild, das sich nicht korrekt fokussieren lässt.

Der F-Mount

Der F-Mount ist ein historisch bedeutsamer und weit verbreiteter Mount, der vor allem durch Nikon bekannt wurde und seinen Ursprung in der Kleinbild-Spiegelreflexfotografie hat.

  • Typ: Bajonettanschluss
  • Spezifikation: Der Bajonett hat einen Durchmesser von 44 mm.
  • Auflagemaß: Das Auflagemaß beträgt 46,5 mm.
  • Eigenschaften und Anwendungen: Aufgrund seines Ursprungs in der Fotografie ist der F-Mount für größere Sensoren konzipiert, typischerweise für den 35-mm-Standard (auch Vollformat genannt, mit einer Diagonale von ca. 43,3 mm). In der industriellen Bildverarbeitung findet man ihn oft bei Zeilenkameras oder Kameras mit sehr großen Sensoren, die eine hohe Auflösung über eine breite Fläche benötigen. Der Bajonettverschluss ermöglicht einen schnellen Objektivwechsel, was für Fotografen ideal ist. In vibrationskritischen industriellen Umgebungen kann der Bajonettanschluss jedoch potenziell anfälliger für minimale Verkippungen oder Fehlausrichtungen sein als ein Gewindeanschluss, auch wenn moderne F-Mount-Implementierungen sehr präzise sind.

Der TFL-Mount und TFL-II-Mount

Diese Mount-Typen wurden entwickelt, um eine Lücke zwischen dem C-Mount (für kleinere Sensoren) und dem F-Mount (für größere Sensoren) zu schließen, insbesondere für Sensoren der APS-C-Größe und darüber hinaus, die in der industriellen Bildverarbeitung an Bedeutung gewonnen haben.

TFL-Mount

  • Typ: Gewindeanschluss
  • Spezifikation: Gewinde M35 x 0,75 mm.
  • Auflagemaß: Das Auflagemaß beträgt 17,526 mm – identisch mit dem C-Mount.
  • Eigenschaften und Anwendungen: Der TFL-Mount ist für APS-C-Sensoren (ca. 27,9 mm Diagonale) konzipiert, die zu groß für die meisten C-Mount-Objektive sind (auch wenn die Auflagemaße gleich sind, begrenzt der Durchmesser des C-Mounts oft die Sensorgröße, die vignettierungsfrei ausgeleuchtet werden kann). Er kann als eine größere, robustere Version des C-Mounts betrachtet werden, die die Vorteile des Gewindeanschlusses (Robustheit) mit der Fähigkeit zur Unterstützung größerer Sensoren kombiniert, ohne die Nachteile des F-Mount-Bajonetts in Kauf nehmen zu müssen.

TFL-II-Mount

  • Typ: Gewindeanschluss
  • Spezifikation: Gewinde M48 x 0,75 mm.
  • Auflagemaß: Das Auflagemaß beträgt ebenfalls 17,526 mm.
  • Eigenschaften und Anwendungen: Der TFL-II-Mount ist für noch größere Sensoren ausgelegt, wie z. B. APS-H (ca. 35 mm Diagonale). Er bietet die gleichen Vorteile wie der TFL-Mount (Robustheit, fixes Auflagemaß), aber mit einem noch größeren Durchmesser, um eine ausreichende Ausleuchtung der größeren Sensoren zu gewährleisten.

Sowohl TFL- als auch TFL-II-Mounts sind typische Vertreter für Anwendungen, die mittelgroße bis große Sensoren und eine robuste, präzise Objektivbefestigung erfordern.

Der S-Mount (M12)

Der S-Mount, oft auch einfach als M12-Mount bezeichnet, ist bekannt für seine kompakte Größe und wird häufig in Anwendungen eingesetzt, bei denen Miniaturisierung gefragt ist.

  • Typ: Gewindeanschluss
  • Spezifikation: Metrisches Gewinde M12 x 0,5 mm.
  • Auflagemaß: Für den S-Mount gibt es kein standardisiertes Auflagemaß. Das Auflagemaß hängt stark vom Design des spezifischen Objektivs und der Kamera ab.
  • Eigenschaften und Anwendungen: M12-Objektive und Kameras sind extrem kompakt und kostengünstig. Sie werden häufig in Überwachungskameras (CCTV), Dashcams, Drohnenkameras, medizinischen Endoskopen und einfachen industriellen Kameras eingesetzt. Da das Auflagemaß nicht standardisiert ist, müssen M12-Objektive oft speziell für eine bestimmte Kamera oder eine bestimmte Kombination aus Sensorgröße und Gehäusedesign entwickelt oder ausgewählt werden. Die Fokussierung erfolgt meist durch Verstellung des Objektivs im Gewinde, nicht über einen separaten Fokusring.

Vergleichstabelle der gängigen Mount-Typen

Um die Unterschiede auf einen Blick zu verdeutlichen, hier eine Zusammenfassung der besprochenen Mount-Typen:

Mount-TypMechanischer TypDurchmesser / GewindeAuflagemaß (Flanschbrennweite)Typische Sensorgröße / AnwendungVorteileNachteile
C-MountGewinde1" x 32 TPI17,526 mmBis ca. 1" (16mm diag.), industrielle Bildverarbeitung, CCTVRobust, präzise, weit verbreitetBegrenzter Durchmesser für große Sensoren
CS-MountGewinde1" x 32 TPI12,526 mmKleinere Sensoren, kompakte Kameras, CCTVKompakt, weit verbreitet bei kleinen KamerasNicht direkt kompatibel mit C-Mount-Objektiven ohne Adapter
F-MountBajonett44 mm Durchmesser46,5 mm35mm (Vollformat), APS-C, Zeilenkameras, GroßformatSchneller Objektivwechsel, für große Sensoren konzipiertPotenziell anfälliger für Verkippung in Vibrationen als Gewinde, großes Auflagemaß
TFL-MountGewindeM35 x 0,75 mm17,526 mmAPS-C (ca. 28mm diag.)Robust, präzise, für mittelgroße Sensoren, gleiches Auflagemaß wie CWeniger verbreitet als C- oder F-Mount
TFL-II-MountGewindeM48 x 0,75 mm17,526 mmAPS-H (ca. 35mm diag.)Robust, präzise, für größere Sensoren, gleiches Auflagemaß wie C/TFLWeniger verbreitet als C- oder F-Mount
S-Mount (M12)GewindeM12 x 0,5 mmKein Standard (variiert)Kleine Sensoren, Miniaturkameras, CCTV, EndoskopieExtrem kompakt, kostengünstigKein standardisiertes Auflagemaß, oft geringere optische Qualität als größere Mounts

Kompatibilitätsprobleme und die Bedeutung des Auflagemaßes

Wie bereits beim Vergleich von C- und CS-Mount deutlich wurde, ist das Auflagemaß der entscheidende Faktor für die optische Kompatibilität. Selbst wenn zwei Mounts den gleichen mechanischen Typ (z. B. Gewinde) und vielleicht sogar ähnliche Durchmesser haben, funktionieren sie nicht zusammen, wenn ihre Auflagemaße unterschiedlich sind. Ein Objektiv ist so konstruiert, dass es bei seinem spezifischen Auflagemaß ein scharfes Bild erzeugt.

Adapter können mechanische Unterschiede überbrücken und manchmal auch das Auflagemaß anpassen. Der 5mm C/CS-Adapter ist ein klassisches Beispiel. Bei anderen Kombinationen ist es schwieriger. Ein Objektiv mit einem großen Auflagemaß (wie F-Mount mit 46,5 mm) kann oft mit einem Adapter an Kameras mit kleinerem Auflagemaß (wie spiegellose Kameras mit sehr geringem Auflagemaß) verwendet werden, da der Adapter einfach den fehlenden Abstand ausgleicht. Umgekehrt ist es fast unmöglich: Ein Objektiv mit kleinem Auflagemaß kann nicht an einer Kamera mit größerem Auflagemaß verwendet werden, da der Fokuspunkt dann innerhalb des Kameragehäuses liegen würde.

Neben dem Auflagemaß ist auch die Größe des Bildkreises, den das Objektiv projiziert, entscheidend. Ein Objektiv muss einen Bildkreis projizieren, der groß genug ist, um den gesamten Sensor der Kamera auszuleuchten, ohne dass es zu Vignettierungen (Abdunklung der Bildecken) kommt. Ein C-Mount-Objektiv, das für einen 1/3-Zoll-Sensor optimiert ist, wird wahrscheinlich nicht ausreichen, um einen größeren 1-Zoll-Sensor oder gar einen APS-C-Sensor auszuleuchten, selbst wenn das Auflagemaß mechanisch passt.

Warum gibt es so viele unterschiedliche Mounts?

Die Vielfalt der Kamera-Mounts ist historisch gewachsen und spiegelt die unterschiedlichen Anforderungen verschiedener Anwendungsbereiche wider:

  • Sensorgrößen: Die Größe des Sensors ist ein Haupttreiber. Kleinere Sensoren erlauben kompaktere Objektive und Kameras und erfordern Mounts mit kleineren Durchmessern und oft kürzeren Auflagemaßen (wie CS-Mount oder S-Mount). Größere Sensoren benötigen größere Bildkreise und damit Mounts mit größerem Durchmesser (wie F-Mount, TFL-Mounts) und oft auch größeren Auflagemaßen, um die optische Komplexität zu bewältigen.
  • Anwendungsbereiche: Die Anforderungen der Fotografie (schneller Objektivwechsel, Autofokus, Blendensteuerung über den Mount) unterscheiden sich von denen der industriellen Bildverarbeitung (Robustheit, präzise Positionierung, feste Blende). Bajonette sind in der Fotografie beliebt, während Gewinde in der Industrie oft bevorzugt werden.
  • Historische Entwicklung und Herstellerstandards: Große Hersteller haben im Laufe der Zeit eigene Mount-Standards entwickelt (wie Nikon F-Mount), die sich etabliert haben. Andere Mounts entstanden als offene Standards (wie C-Mount) oder als Reaktion auf neue Technologien und Bedürfnisse (wie TFL-Mounts für größere industrielle Sensoren).

Den richtigen Mount wählen

Die Wahl des richtigen Kamera-Mounts hängt von mehreren Faktoren ab:

  1. Sensorgröße der Kamera: Der Mount muss einen ausreichenden Durchmesser haben, um den Bildkreis für den verwendeten Sensor zu unterstützen.
  2. Verfügbarkeit von Objektiven: Gibt es die benötigten Objektive (Brennweite, Blende, Auflösung) für den gewählten Mount?
  3. Anwendungsumgebung: Ist Robustheit gegen Vibrationen wichtig (Gewinde bevorzugt)? Muss der Objektivwechsel schnell erfolgen (Bajonett bevorzugt)?
  4. Auflagemaß: Kamera und Objektiv müssen das gleiche Auflagemaß haben oder es muss ein passender Adapter verfügbar sein.
  5. Kosten und Größe: S-Mount/M12-Systeme sind kompakter und günstiger, aber oft optisch einfacher als C-Mount oder F-Mount.

Häufig gestellte Fragen zu Kamera-Mounts

Was ist der Unterschied zwischen C-Mount und CS-Mount?

Der Hauptunterschied ist das Auflagemaß: C-Mount hat 17,526 mm, CS-Mount hat 12,526 mm. Sie haben das gleiche Gewinde (1" x 32 TPI). Ein CS-Objektiv funktioniert nicht an einer C-Kamera, ein C-Objektiv braucht einen 5mm Adapter an einer CS-Kamera.

Kann ich ein F-Mount Objektiv an einer C-Mount Kamera verwenden?

Mechanisch ist dies mit einem Adapter möglich, der das F-Mount-Bajonett auf das C-Mount-Gewinde adaptiert und den Auflagemaß-Unterschied ausgleicht (F-Mount hat ein sehr viel größeres Auflagemaß von 46,5 mm, C-Mount nur 17,526 mm). Optisch ist es jedoch oft problematisch. F-Mount-Objektive sind für einen großen Bildkreis (oft Vollformat) ausgelegt und projizieren das Bild weit hinter dem C-Mount-Auflagemaß. Ein einfacher mechanischer Adapter reicht nicht aus, um den Fokus zu erreichen. Spezielle optische Adapter sind sehr komplex und teuer. Praktisch ist diese Kombination daher selten sinnvoll oder möglich.

Ist ein Bajonettanschluss besser als ein Gewindeanschluss?

Das hängt von der Anwendung ab. Bajonettanschlüsse (wie F-Mount) ermöglichen einen sehr schnellen Objektivwechsel und sind in der Fotografie beliebt. Gewindeanschlüsse (wie C-Mount, TFL-Mounts) bieten oft eine robustere und präzisere, spielfreiere Verbindung, was in industriellen Umgebungen mit Vibrationen vorteilhaft sein kann. Keiner ist pauschal "besser", sie sind für unterschiedliche Prioritäten optimiert.

Was bedeutet M12 x 0,5 bei einem S-Mount?

M12 x 0,5 beschreibt das metrische Gewinde des S-Mounts. M12 bedeutet, dass das Gewinde einen Außendurchmesser von 12 mm hat. 0,5 mm ist die Gewindesteigung, also der Abstand zwischen zwei benachbarten Gewindeflanken. Dies ist ein feines Gewinde, typisch für kleinere optische Komponenten.

Warum haben TFL- und TFL-II-Mounts das gleiche Auflagemaß wie C-Mount?

Obwohl die TFL-Mounts für größere Sensoren und mit größeren Gewinden konzipiert sind, wurde das Auflagemaß von 17,526 mm beibehalten, um eine gewisse Kontinuität und möglicherweise die Nutzung von Zubehör (wie Zwischenringe oder Filterhalter) mit ähnlichen optischen Abständen zu ermöglichen, auch wenn die Objektive selbst aufgrund des größeren Bildkreises und Gewindes deutlich anders sind.

Fazit

Die Welt der Kamera-Mounts mag auf den ersten Blick komplex erscheinen, doch das Verständnis der grundlegenden Prinzipien – der Unterscheidung zwischen Gewinde und Bajonett sowie der absolut kritischen Bedeutung des Auflagemaßes – ist der Schlüssel zur Auswahl der passenden Ausrüstung. Jeder Mount-Typ hat seine spezifischen Stärken und Schwächen und ist für bestimmte Sensorgrößen und Anwendungsbereiche optimiert. Ob C-Mount für die klassische industrielle Bildverarbeitung, F-Mount für große Sensoren oder S-Mount für kompakte Lösungen – die richtige Wahl gewährleistet nicht nur die mechanische Verbindung, sondern auch die optische Leistung und die Kompatibilität Ihres Kamerasystems. Das Auflagemaß ist dabei stets das entscheidende Kriterium für die optische Funktionalität.

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Andenmatten Soltermann

Hallo! Ich bin Andenmatten Soltermann, ein Schweizer Fotograf, der leidenschaftlich die Essenz der Welt durch seine Linse einfängt. Geboren und aufgewachsen in den majestätischen Schweizer Alpen, haben die deutsche Sprache und atemberaubende Landschaften meine kreative Vision geprägt. Meine Liebe zur Fotografie begann mit einer alten analogen Kamera, und seitdem widme ich mein Leben der Kunst, visuelle Geschichten zu erzählen, die berühren und verbinden.In meinem Blog teile ich praktische Tipps, Techniken und Erfahrungen, um dir zu helfen, deine fotografischen Fähigkeiten zu verbessern – egal, ob du ein neugieriger Anfänger oder ein erfahrener Profi bist. Von der Beherrschung des natürlichen Lichts bis hin zu Ratschlägen für wirkungsvolle Bildkompositionen ist es mein Ziel, dich zu inspirieren, die Welt mit neuen Augen zu sehen. Mein Ansatz verbindet Technik mit Leidenschaft, immer auf der Suche nach dem Funken, der ein Foto unvergesslich macht.Wenn ich nicht hinter der Kamera stehe, findest du mich auf Bergpfaden, auf Reisen nach neuen Perspektiven oder beim Genießen der Schweizer Traditionen, die mir so am Herzen liegen. Begleite mich auf dieser visuellen Reise und entdecke, wie Fotografie die Art und Weise, wie du die Welt siehst, verändern kann.

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