Kann man eine Drohne mit GPS fliegen?

Drohnenflug ohne GPS: Wann & wie es funktioniert

Rating: 4.3 (8255 votes)

Die meisten modernen Drohnen verlassen sich auf das Global Positioning System (GPS), um zu navigieren und stabil an Ort und Stelle zu schweben. Dieses System ist im Freien überaus zuverlässig und präzise. Doch was passiert, wenn eine Drohne dort fliegen muss, wo kein GPS-Signal verfügbar ist – sei es in Gebäuden, unterirdisch oder in dichten urbanen Umgebungen? Hier kommt die Technologie der sogenannten GPS-Denied-Drohnen ins Spiel, die eine Navigation in Umgebungen ohne oder mit schwachem GPS-Signal ermöglichen. Diese spezialisierten Drohnen werden für immer mehr professionelle Anwendungen unverzichtbar.

Was ist eine GPS-Denied-Drohne?

Eine GPS-Denied-Drohne ist speziell dafür konzipiert, sich auf fortschrittliche interne Sensoren zu verlassen, anstatt auf das Global Positioning System (GPS) für Navigation und Orientierung. Während die meisten handelsüblichen Drohnen auf GPS angewiesen sind, um ihre Position im dreidimensionalen Raum zu bestimmen und während des Flugs stabil zu bleiben, operieren GPS-Denied-Umgebungen ohne ausreichenden GPS-Empfang. Dies kann zu unzuverlässigem oder gar gefährlichem Flugverhalten bei Standarddrohnen führen.

Was braucht man, um eine Drohne mit Kamera zu fliegen?
DIE DROHNENKATEGORIENAbschluss einer Haftpflichtversicherung.Mindestalter 16 Jahre.Flughöhe maximal 120 Meter über Grund.Höchstzulässige Startmasse unter 25 Kilogramm.Direkter Sichtkontakt zwischen Pilot und Flugobjekt.Grünes Blinklicht bei Nacht.Keine Flüge über Menschenansammlungen.

In manchen Situationen, insbesondere in sensiblen oder kritischen Infrastrukturen, wird GPS aus Sicherheitsgründen sogar bewusst gemieden, da es fälschlicherweise als internetabhängig wahrgenommen wird. Obwohl GPS keine externe Internetverbindung benötigt und somit per se kein Sicherheitsrisiko darstellt, kann diese Wahrnehmung dazu führen, dass Betreiber auf Drohnen ohne GPS-Anforderungen setzen, beispielsweise in Kernkraftwerken. NASA hat in den USA sogar angedeutet, dass zukünftig die Fähigkeit zur Navigation ohne GPS eine Anforderung für Drohnentechnologie sein könnte, da GPS-Signale in niedrigen Höhen in städtischen Gebieten oft gestört sind – genau dort, wo höchste Präzision gefragt ist.

Warum ist Fliegen ohne GPS manchmal notwendig?

Der Bedarf an Drohnen, die ohne GPS fliegen können, wächst rapide, insbesondere mit der zunehmenden professionellen Nutzung. Viele Industrien, die Drohnen für Inspektionen einsetzen, profitieren enorm von der Fähigkeit, auch in beengten oder strukturell komplexen Räumen Daten sammeln zu können, wo GPS-Signale blockiert oder zu schwach sind. Fast jede Branche, die auf Drohneninspektionen setzt, kann von Drohnen profitieren, die in GPS-verweigerten Umgebungen arbeiten können, da sie in beengten Räumen zur Datenerfassung eingesetzt werden können.

Einige der Top-Industrien, die von Drohnen profitieren, die nicht auf GPS angewiesen sind, um zu fliegen, sind:

  • Bergbau
  • Öl und Gas
  • Energieerzeugung (Kraftwerke)
  • Kanalisation und Abwasserinfrastruktur
  • Pharmazie

Diese Umgebungen stellen einzigartige Herausforderungen dar, die herkömmliche GPS-Drohnen nicht meistern können.

Wie navigieren Drohnen ohne GPS?

GPS-Denied-Drohnen verlassen sich auf eine Kombination hochmoderner Sensoren, um zu operieren. Optische Sensoren an Bord fungieren als Augen der Drohne und stabilisieren sie während des gesamten Fluges. Jeder dieser Sensoren liefert der Drohne Referenzpunkte und Daten bezüglich ihrer Höhe, Lage und Position.

Zusätzlich können LiDAR-Sensoren an Bord eingesetzt werden, um der Drohne ihre Echtzeitposition im Raum mittels SLAM (Simultaneous Localization and Mapping) zu liefern. Dies ermöglicht es ihr, stabil zu bleiben und während des Fluges in Echtzeit 3D-Karten ihrer Umgebung zu erstellen. Eine SLAM-Drohne nutzt eine Kombination aus visuellen Sensoren und LiDAR-Sensoren, um während des Fluges eine 2D- oder 3D-Karte zu erstellen. 3D-Modelle sind komplexer, bieten aber eine 360°-Abdeckung, was für Inspektoren, die in beengten Räumen fliegen, ein großer Vorteil ist.

LiDAR steht für Light Detection and Ranging, eine relativ neue Technologie, die durch Aussenden von Laserlichtimpulsen zur Erstellung eines 3D-Bildes funktioniert. Wenn das Licht zurückprallt, können die Sensoren die Strukturzusammensetzung bestimmen, indem sie die Zeit berechnen, die das Licht für die Rückkehr benötigt, oder anhand seiner Wellenlänge. Diese Technologie ist vergleichbar mit einem Fischfinder, der Schallwellen aussendet, um ein Bild der Unterwasserstruktur zu erstellen.

Ein einzigartiger Aspekt der LIDAR-Sensortechnologie ist ihre Fähigkeit, durch Laub und Trümmer hindurchzusehen. Diese Fähigkeit macht eine SLAM-Drohne zu einem starken Kandidaten für Such- und Rettungsaktionen sowie eine Vielzahl anderer Anwendungen.

Wann ist eine GPS-Denied-Drohne notwendig?

Das Fliegen einer Drohne ohne GPS ist kein völlig neues Konzept. Tatsächlich fehlten vielen frühen Consumer-Drohnenmodellen GPS-Module, was sie aufgrund des Mangels an GPS und des allgemeinen Entwicklungsbedarfs schwer zu bedienen und anfällig für Abstürze machte. Auch viele autonome Drohnen können in Nicht-GPS-Modi wechseln. Ein häufiges Problem bei GPS-Denied-Drohnen ist jedoch, dass die meisten Piloten nicht darauf geschult sind, die Drohne ohne die Unterstützung von GPS und Sensoren zu steuern. Bei einer GPS-Denied-Drohne hingegen entfalten die Sensorfähigkeiten und fortschrittlichen Sensoren ihre Stärken gerade unter schwierigen Bedingungen, wo das Signal endet.

Hier sind acht Szenarien, die den Einsatz einer GPS-Denied-Drohne erfordern:

  • 1. Inneninspektionen: Viele Anwendungen finden in großen Anlagen industrieller Einrichtungen statt, die oft aus Metall bestehen und so groß sind, dass ein GPS-Signal darin nicht zuverlässig genutzt werden kann. Beispiele sind Kessel, Druckbehälter, Lagertanks, Silos, FCC-Einheiten und Kernreaktoren.
  • 2. Arbeiten an kritischer Infrastruktur: Die Datenerfassung an Militärbasen, Dämmen und Kraftwerken ist üblich geworden. Obwohl Sicherheitsbedenken bezüglich GPS in diesen Bereichen meist unbegründet sind, bevorzugen viele Betreiber aus Vorsicht Drohnen, die gänzlich ohne GPS auskommen, insbesondere in der Nähe von Kernkraftwerken.
  • 3. Windturbineninspektionen: Die Inspektion von Windturbinen ist aufgrund ihrer Größe, Metallgehäuse und mechanischen Komponenten, die GPS-Signale stören können, herausfordernd. In den engen Navigationskorridoren mit teurer Ausrüstung ist kein Raum für Fehler, was GPS-Denied-Drohnen ideal macht.
  • 4. Brückeninspektionen: Ähnlich wie bei Windturbinen können die Metallstruktur einer Brücke und der Stahl im Beton (Bewehrung) das GPS-Signal stören. Stabile Navigation ist hier entscheidend, um Schäden zu vermeiden.
  • 5. Maritime Inspektionen: Inspektionen von Laderäumen und Ballasttanks sind gefährlich und zeitaufwendig. Da diese tief im Schiff liegen und viel Metall vorhanden ist, ist eine Drohne ohne GPS oft die einzige Option.
  • 6. Bergbaubetriebe: Im Inneren von Bergwerken machen die Tiefe der Tunnel, bröckelndes Gestein und Staub einen stabilen GPS-Empfang unmöglich. GPS-Denied-Navigation ist hier unerlässlich, um gefährliche Bereiche sicher zu inspizieren und Daten zu sammeln.
  • 7. Such- und Rettungsaktionen: In dicht bewaldeten Gebieten kann das Blätterdach das GPS-Signal stören oder blockieren. Bei Such- und Rettungsaktionen, wo es um Leben und Tod gehen kann, eliminiert eine GPS-Denied-Drohne die Sorge vor Verbindungsabbrüchen.
  • 8. Schadensbegutachtung nach Katastrophen: Nach Katastrophen können große Trümmeransammlungen GPS-Signale stören. Eine GPS-Denied-Drohne kann sich mithilfe ihrer Sensoren durch Trümmer und unwegsames Gelände navigieren, um nach Opfern zu suchen, indem sie quasi ihr eigenes Navigationssystem nutzt.

Industrien, die GPS-Denied-Drohnen nutzen

Mit fortschreitender Entwicklung der GPS-Denied-Sensorik eröffnen Drohnen ohne GPS neue Anwendungsbereiche. Hier sind einige der wichtigsten Industrien, die GPS-Denied-Drohnentechnologie nutzen:

  • Öl & Gas
  • Energieerzeugung
  • Chemielagerung
  • Bergbau
  • Wasser- und Abwassermanagement
  • Öffentliche Sicherheit
  • Infrastruktur (Brücken, Tunnel, etc.)
  • Stahlherstellung
  • Maritime Industrie (Schiffe und unterstützende Infrastruktur)

Vorteile der Nutzung einer GPS-Denied-Drohne

Die Top-Vorteile der Nutzung einer Drohne, die ohne GPS fliegen kann, umfassen:

  • Sie können in jeder Umgebung operieren, da sie nicht von einer GPS-Verbindung abhängig sind.
  • Inspektionen sind detaillierter und genauer, mit 2D- und 3D-Modellen, die von LIDAR-Sensoren erstellt werden.
  • Drohnen ohne GPS eignen sich hervorragend für Such- und Rettungsmissionen, bei denen schwieriges Gelände und schlechtes Wetter Signalprobleme verursachen können.
  • Visuelle Daten werden aus der Ferne gesammelt, wodurch Menschen aus gefährlichen Situationen entfernt werden.
  • Fortschrittliche Drohnensensoren erfassen hochauflösende Bilder und Videos im Vergleich zu herkömmlicher bodengestützter Sensortechnologie.
  • Inspektionen können häufiger durchgeführt werden, da die durch den Einsatz der Drohnentechnologie erzielten Zeit- und Kosteneinsparungen beträchtlich sind.
  • Drohneninspektionen erfordern weniger Personal und Ressourcen, was die Kosten erheblich senkt.
  • Menschen sind keinen Höhen, schweren Geräten und gefährlichen Umgebungen ausgesetzt.
  • Sie minimieren Ausfallzeiten von Minen, Kanälen, Kraftwerken, Schiffen, Windturbinen und anderer kritischer Infrastruktur.

Anwendungsbeispiele für GPS-Denied-Drohnen

Die Praxis zeigt eindrucksvoll, wie GPS-Denied-Drohnen in spezifischen, herausfordernden Szenarien eingesetzt werden:

Fallstudie 1: Bestandsmessungen im Salzbergwerk

Industrie: Bergbau

Mission: Berechnung des Salzbestands in einem deutschen Salzbergwerk mithilfe von LiDAR-Daten, die von Flyabilitys Elios 3 Indoor-Drohne gesammelt wurden.

Ergebnisse: Das Personal konnte alle benötigten Daten sammeln, ohne jemanden in Gefahr zu bringen.

Bedeutung der GPS-Denied-Drohne: Da die Mission unterirdisch stattfand, wäre eine GPS-basierte Drohne nutzlos gewesen. Nur eine GPS-Denied-Drohne konnte in dieser Umgebung operieren.

Fallstudie 2: 1 Million Dollar Einsparung bei Schiffsrumpfinspektion

Industrie: Maritime Industrie

Mission: Inspektion des Rumpfes eines 250 Meter langen Frachtschiffs als Teil einer zertifizierten Klasseninspektion.

Ergebnisse: Die Elios 3 lieferte eine vollständige Abdeckung des Rumpfes mit einem 3D-LiDAR-Scan und visuellen Inspektionen. Die Drohne überstand Flüge bei über 45°C. Das Projekt sparte 10.000 Stunden Gerüstarbeiten, was eine Einsparung von bis zu 1 Million Dollar bei einer einzigen Inspektion bedeutete.

Bedeutung der GPS-Denied-Drohne: Ohne GPS-Denied-Navigation wäre die Inspektion des Öltanks per Drohne nahezu unmöglich gewesen, da die Metallstruktur des Schiffes ungünstige Bedingungen für eine normale Drohne darstellt. Die eingebauten SLAM-Sensoren der Elios 3 ermöglichten eine schnelle Tankinspektion.

Welche Drohne unter 200 €?
DROHNEN BIS 200 EURODJI Neo. € 190,23 * inkl. MwSt. ...Potensic ATOM LT. € 199,99 * inkl. MwSt. ...Holy Stone HS440D. € 127,49 * € 199,99 inkl. MwSt. ...Holy Stone HS550. € 169,99 * inkl. MwSt. ...le idea IDEA 23. updating... ...le idea IDEA 33. € 151,81 * inkl. ...GoolRC LS-38. € 136,99 * inkl. ...X-IMVNLEI X5. updating...

Fallstudie 3: Schnelle Diagnose im Bergbau

Industrie: Bergbau

Mission: Diagnose der Ursache einer Blockade in einem Erzdurchlass in Colorado, die den Materialfluss stoppte.

Ergebnisse: Nach zwei Monaten Erkundungsbohrungen und Sprengungen konnte das Personal das Problem immer noch nicht diagnostizieren. Mit der 3D Live Map der Elios 3 konnten sie die Ursache und den genauen Ort der Blockade in nur zehn Minuten erkennen.

Bedeutung der GPS-Denied-Drohne: Wie bei der Salzbergwerksmessung fand diese Mission vollständig unterirdisch statt. Nur eine GPS-Denied-Drohne konnte im Erzdurchlass operieren, um die Ursache der Blockade zu finden.

Was ist mit der DJI Mini 4K? Hat die DJI Mini 4K GPS?

Die Frage, ob eine Drohne GPS besitzt, ist gerade bei Consumer-Modellen wie der beliebten und preislich attraktiven DJI Mini 4K relevant. Im Gegensatz zu den spezialisierten GPS-Denied-Drohnen, die für Umgebungen ohne Satellitensignal entwickelt wurden, ist die DJI Mini 4K eine Drohne, die sehr wohl auf globale Navigationssysteme angewiesen ist und diese auch aktiv nutzt.

Die DJI Mini 4K verfügt über ein integriertes Globales Navigationssatellitensystem, das die Signale von GPS, GLONASS und Galileo empfängt. Diese Kombination ermöglicht eine präzise Positionsbestimmung und eine hohe Schwebegenauigkeit im Freien. Laut den technischen Daten der DJI Mini 4K beträgt die vertikale Schwebegenauigkeit ±0,1 m (mit Vision Positioning) und ±0,5 m (mit GNSS Positioning), während die horizontale Schwebegenauigkeit ±0,3 m (mit Vision Positioning) und ±1,5 m (mit GNSS Positioning) beträgt. Dies zeigt deutlich, dass GNSS (Global Navigation Satellite System), zu dem GPS gehört, ein entscheidender Faktor für die Stabilität und Navigation dieser Drohne ist.

Die DJI Mini 4K ist darauf ausgelegt, ihre fortschrittlichen Flugsysteme, einschließlich der Nutzung von GPS, GLONASS und Galileo, für sichere und präzise Flüge im Freien zu nutzen. Sie ist nicht primär für den Einsatz in Umgebungen konzipiert, in denen diese Satellitensignale nicht verfügbar sind, wie z. B. tiefe Bergwerke oder das Innere großer Metallstrukturen. Dort würden die spezialisierten GPS-Denied-Drohnen, wie zuvor beschrieben, zum Einsatz kommen.

Die technischen Daten der DJI Mini 4K, die ihre Abhängigkeit und Nutzung von Satellitennavigation untermauern, sind unter anderem:

SpezifikationWert
Startgewicht249 Gramm
Max. Flugzeit31 Minuten
Globales NavigationssatellitensystemGPS + GLONASS + Galileo
Schwebegenauigkeit Vertikal (GNSS)±0.5 m
Schwebegenauigkeit Horizontal (GNSS)±1.5 m
VideoübertragungssystemDJI O2
Max. Übertragungsreichweite (CE)6 km

Die DJI Mini 4K ist somit eine Drohne, die für ihre Navigation und Stabilität stark auf GPS und andere GNSS-Systeme angewiesen ist. Sie repräsentiert den typischen Anwendungsfall einer Consumer-Drohne, die im Freien mit guter Satellitenabdeckung operiert, und nicht die Nische der GPS-Denied-Drohnen für Umgebungen ohne Satellitensignal.

Vergleich: GPS-Drohnen vs. GPS-Denied-Drohnen

MerkmalGPS-Drohnen (z.B. DJI Mini 4K)GPS-Denied-Drohnen
NavigationsbasisGlobales Navigationssatellitensystem (GPS, GLONASS, Galileo)Interne Sensoren (Optisch, LiDAR, SLAM)
Typische EinsatzumgebungIm Freien mit guter SatellitenabdeckungInnenräume, Unterirdisch, Dichte urbane Gebiete, Metallstrukturen, Kritische Infrastruktur
Stabilität/PräzisionHoch im Freien, kann in GPS-armen Umgebungen leidenHoch auch in GPS-armen Umgebungen, nutzt Umgebungsmerkmale
HauptvorteilEinfache, präzise Navigation und Positionshaltung im FreienFlugfähigkeit und Datenerfassung dort, wo GPS versagt
SensorikGPS/GNSS-Modul, oft ergänzt durch Vision Positioning (unter Drohne)Erweiterte optische Sensoren, LiDAR, Inertialsensoren, oft SLAM-Algorithmen
AnwendungsfälleLuftbildfotografie, Hobbyflüge, einfache Inspektionen im FreienSpezialisierte industrielle Inspektionen, Bergbau, Such & Rettung (in bestimmten Szenarien), Kartierung von Innenräumen

Häufig gestellte Fragen

Was bedeutet SLAM bei Drohnen?
SLAM steht für Simultaneous Localization and Mapping. Es ist eine Technologie, bei der eine Drohne gleichzeitig ihre eigene Position im Raum bestimmt und eine Karte ihrer Umgebung erstellt. Dies ist essenziell für die Navigation in Umgebungen ohne GPS.

Warum ist GPS in Innenräumen oft nicht verfügbar?
Gebäude und Strukturen, insbesondere solche aus Metall oder Beton, blockieren oder schwächen die Satellitensignale, die für GPS benötigt werden, so stark, dass kein zuverlässiger Empfang mehr möglich ist.

Sind GPS-Denied-Drohnen sicherer in kritischen Infrastrukturen?
Obwohl GPS selbst keine Internetverbindung benötigt und somit kein inhärentes Sicherheitsrisiko darstellt, vermeiden einige Betreiber kritischer Infrastrukturen GPS-basierte Systeme aufgrund von Wahrnehmungen oder spezifischen Protokollen. GPS-Denied-Drohnen bieten hier eine Alternative, die diese Bedenken umgeht.

Kann jede Drohne ohne GPS fliegen?
Nein. Die Fähigkeit, ohne GPS zu navigieren, erfordert spezielle Hardware (fortschrittliche Sensoren wie LiDAR, hochauflösende Kameras) und Software (SLAM-Algorithmen). Standard-Consumer-Drohnen sind dafür nicht ausgelegt und würden ohne GPS die Orientierung verlieren oder abstürzen.

Verliert die DJI Mini 4K die Orientierung ohne GPS?
Die DJI Mini 4K nutzt neben GPS/GNSS auch visuelle Positionierungssensoren an der Unterseite, um in geringer Höhe über gut strukturierten Oberflächen stabil zu schweben. In Umgebungen ohne sowohl GPS als auch nutzbare visuelle Referenzen (z.B. in großer Höhe ohne GPS, über Wasser oder in dunklen, strukturlosen Innenräumen) kann die Drohne Schwierigkeiten mit der Positionshaltung bekommen.

Fazit

Während GPS für die meisten Drohnenflüge im Freien die zuverlässige Grundlage bildet, eröffnen GPS-Denied-Drohnen völlig neue Einsatzbereiche. Ihre Fähigkeit, in Umgebungen zu navigieren, in denen Satellitensignale fehlen oder blockiert sind, macht sie zu unverzichtbaren Werkzeugen für spezialisierte industrielle Inspektionen, Such- und Rettungsmissionen und die Kartierung komplexer Strukturen. Durch den Einsatz fortschrittlicher Sensorik und Technologien wie SLAM können diese Drohnen präzise und sicher operieren, wo herkömmliche Drohnen versagen würden. Die DJI Mini 4K hingegen ist ein Paradebeispiel für eine Consumer-Drohne, die auf GPS und andere GNSS-Systeme angewiesen ist, um ihre beeindruckenden Flugfähigkeiten im Freien zu realisieren. Die Wahl zwischen einer GPS-basierten und einer GPS-Denied-Drohne hängt somit stark vom geplanten Einsatzgebiet und den spezifischen Anforderungen der Mission ab.

Hat dich der Artikel Drohnenflug ohne GPS: Wann & wie es funktioniert interessiert? Schau auch in die Kategorie Drohnen rein – dort findest du mehr ähnliche Inhalte!

Avatar photo

Andenmatten Soltermann

Hallo! Ich bin Andenmatten Soltermann, ein Schweizer Fotograf, der leidenschaftlich die Essenz der Welt durch seine Linse einfängt. Geboren und aufgewachsen in den majestätischen Schweizer Alpen, haben die deutsche Sprache und atemberaubende Landschaften meine kreative Vision geprägt. Meine Liebe zur Fotografie begann mit einer alten analogen Kamera, und seitdem widme ich mein Leben der Kunst, visuelle Geschichten zu erzählen, die berühren und verbinden.In meinem Blog teile ich praktische Tipps, Techniken und Erfahrungen, um dir zu helfen, deine fotografischen Fähigkeiten zu verbessern – egal, ob du ein neugieriger Anfänger oder ein erfahrener Profi bist. Von der Beherrschung des natürlichen Lichts bis hin zu Ratschlägen für wirkungsvolle Bildkompositionen ist es mein Ziel, dich zu inspirieren, die Welt mit neuen Augen zu sehen. Mein Ansatz verbindet Technik mit Leidenschaft, immer auf der Suche nach dem Funken, der ein Foto unvergesslich macht.Wenn ich nicht hinter der Kamera stehe, findest du mich auf Bergpfaden, auf Reisen nach neuen Perspektiven oder beim Genießen der Schweizer Traditionen, die mir so am Herzen liegen. Begleite mich auf dieser visuellen Reise und entdecke, wie Fotografie die Art und Weise, wie du die Welt siehst, verändern kann.

Go up