Welche Schriftart ist Adobe Photoshop?

Adobe Fonts: Lizenzänderung & Kosten 2020

Rating: 3.94 (1118 votes)

Adobe Fonts, früher bekannt als Typekit, erfreuen sich großer Beliebtheit in der Kreativbranche. Sie bieten eine riesige Bibliothek hochwertiger Schriftarten, die sich nahtlos in Adobes Creative Cloud integrieren lassen und sowohl für Printprodukte als auch für Webseiten genutzt werden können. Viele Designer und Agenturen schätzten die Flexibilität, diese Schriften auch in Kundenprojekten einzusetzen, um ein konsistentes Markenerscheinungsbild über verschiedene Medien hinweg zu schaffen. Doch mit Beginn des Jahres 2020 änderte sich die Lizenzierung für die Webnutzung grundlegend und sorgte für Verwirrung und Frustration bei vielen.

Die Attraktivität von Adobe Fonts lag lange Zeit darin, dass sie als Teil des Creative Cloud Abos genutzt werden konnten und Agenturen sie für ihre Kundenprojekte verwenden durften, insbesondere auf Webseiten. Dies ermöglichte es, moderne und ansprechende Typografie ohne zusätzliche Kosten für die Kunden einzusetzen. Diese Praxis war laut den Nutzungsbedingungen bis Ende 2019 zulässig. Was danach kommen würde, war zunächst unklar und sorgte für erhebliche Unsicherheit.

Wie füge ich eine neue Schrift in Photoshop ein?
Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Schriftartdatei und wählen Sie "Installieren". Starten Sie Photoshop und alle Programme, in denen Sie die neue Schriftart verwenden möchten, neu.

Die drastische Lizenzänderung ab 2020

Die entscheidende Änderung trat am 1. Januar 2020 in Kraft: Kunden, auf deren Webseiten Adobe Fonts verwendet werden, benötigen seitdem eine eigene, separate Lizenz. Die bisherige Praxis, dass die Agentur die Fonts über ihr eigenes Abo bereitstellt und der Kunde sie auf seiner Webseite hostet, ist nicht mehr gestattet. Diese Neuerung wurde offenbar nicht proaktiv und klar von Adobe kommuniziert, sondern war eher versteckt in den FAQs zu finden. Für viele, die Adobe Fonts in zahlreichen Kundenprojekten eingesetzt hatten, war dies ein Schock und löste umgehend die Frage nach den Konsequenzen aus.

Die Begründung von Adobe lautete, dass der Kunde, der die Schriftarten auf seiner Webseite hostet, eine eigene Lizenz benötigt. Selbst wenn der Kunde die Inhalte der Webseite nicht selbst bearbeiten oder verändern kann, gilt diese Regelung. Das Webkit, das die Schriften bereitstellt, muss unter der Adobe ID des Endkunden hinterlegt sein. Dies stellte eine erhebliche Umstellung dar, insbesondere für kleine Unternehmen, Einzelunternehmer und gemeinnützige Organisationen, die oft nicht über ein eigenes Adobe Creative Cloud Abo verfügen oder benötigen.

Die mühsame Suche nach der passenden und kostengünstigen Lizenz

Nachdem die Notwendigkeit einer eigenen Lizenz für den Kunden feststand, stellte sich die drängende Frage: Welches Adobe Abo ist dafür erforderlich? Die Suche nach einer klaren Antwort gestaltete sich äußerst schwierig und zeitaufwendig. Anfängliche Anfragen beim Adobe Support führten zu Verwirrung und widersprüchlichen Aussagen. Die Kommunikation per Chat erwies sich als langwierig und wenig erhellend.

Zunächst wurde suggeriert, dass eventuell ein umfassendes Creative Cloud Abo für alle Applikationen notwendig sei, was mit jährlichen Kosten von über 700€ verbunden wäre – ein absolut unrealistisches Szenario für Kunden, die lediglich Schriften nutzen möchten. Später wurde die Auskunft erteilt, dass ein Einzelanwendungs-Abo für ca. 23,79€ pro Monat ausreichen könnte. Auch das Foto-Abo mit Photoshop und Lightroom für ca. 11,89€ wurde als nicht ausreichend bezeichnet. Diese Kosten waren für viele Kunden immer noch zu hoch, um sie allein für die Nutzung einer Schriftart zu tragen.

Die endgültige Klärung, die erst im Juni 2020 erfolgte, brachte eine überraschende Wende: Laut Adobe Support soll ein Abo für das Programm InCopy ausreichen, um die benötigte Lizenz für das Hosten von Webfonts zu erhalten. Dieses Abo kostet vergleichsweise günstige 5,94€ pro Monat. Die Tatsache, dass diese Information erst Monate nach Inkrafttreten der Änderung und nach zahlreichen mühsamen Nachfragen verfügbar war, sorgte für zusätzlichen Unmut und zeigt die Schwierigkeiten, mit denen Nutzer bei der Klärung der Lizenzsituation konfrontiert waren.

Kein Bestandsschutz für bestehende Projekte

Eine weitere kritische Frage, die sich stellte, betraf den Bestandsschutz für Projekte, die bereits vor dem 1. Januar 2020 mit Adobe Fonts umgesetzt wurden. Würden diese Projekte weiterhin die Schriften nutzen dürfen, ohne dass der Kunde eine eigene Lizenz erwerben muss? Die Antwort von Adobe war eindeutig und für viele ernüchternd: Ein Bestandsschutz für bestehende Projekte bestand lediglich bis zum 31. Dezember 2019. Ab 2020 gab es keinen Bestandsschutz mehr. Dies bedeutete, dass Agenturen und Webdesigner bestehende Kundenwebseiten, die Adobe Fonts nutzten, anpassen und die Schriften austauschen mussten, sofern der Kunde kein eigenes Abo abschließen wollte.

Die Frage, ob zumindest nicht-editierbare Bereiche einer Webseite weiterhin mit Adobe Fonts aus dem Agentur-Abo gestaltet werden könnten, wurde ebenfalls negativ beschieden. Die Notwendigkeit der Kundenlizenz hängt nicht davon ab, ob der Kunde Inhalte bearbeiten kann, sondern allein davon, dass das Webkit für die Schriften auf seiner Webseite aktiv ist.

Auswirkungen und Konsequenzen für Kunden und Webdesigner

Die Folgen der Lizenzänderung waren für viele Beteiligte spürbar. Kunden, insbesondere aus dem Bereich kleiner Unternehmen und gemeinnütziger Organisationen, reagierten oft mit Unglauben, Ratlosigkeit und Ablehnung. Die Vorstellung, fast 72€ pro Jahr (basierend auf dem InCopy-Preis) für die Nutzung einer Schriftart ausgeben zu müssen, die sie bisher „kostenlos“ über ihren Webdesigner nutzen konnten, stieß auf wenig Begeisterung. Viele waren nicht bereit, diesen Betrag zu zahlen, und entschieden sich stattdessen für einen Umbau ihrer Webseite, um auf kostenfreie Alternativen oder andere lizenzierte Schriften umzusteigen.

Für Webdesigner, die ihren Kunden Adobe Fonts empfohlen und eingesetzt hatten, war die Situation ebenfalls sehr unangenehm. Sie sahen sich gezwungen, ihre Kunden über die notwendige Lizenzänderung zu informieren und in vielen Fällen bestehende Projekte auf alternative Schriften umzustellen. Dies bedeutete zusätzlichen Aufwand und Kosten, die nicht immer an den Kunden weitergegeben werden konnten, und hinterließ oft ein Gefühl der Enttäuschung und Frustration.

Wie importiere ich eine Schriftart in meinen Mac?
Wählen Sie in der App „Schriftsammlung“ „Datei“ > „Schriften zum aktuellen Benutzer hinzufügen“. Doppelklicken Sie im angezeigten Fenster auf die Schriftdatei. Ziehen Sie die Schriftdatei auf das Symbol der App „Schriftsammlung“ im Dock und klicken Sie im angezeigten Dialogfeld auf „Installieren“. Ziehen Sie die Schriftdatei in das Fenster „Schriftsammlung“.

Die Schriftart des Chelsea F.C. Logos: Eine separate Frage

Neben der komplexen Lizenzthematik stellt sich manchmal auch die Frage nach spezifischen Schriftarten, wie beispielsweise der des Chelsea F.C. Logos. Es ist wichtig zu verstehen, dass die Diskussion um solche Logoschriften oft separat von der Nutzung von Adobe Fonts als Web- oder Desktop-Schriften zu sehen ist. Laut vorliegenden Informationen wird für das Chelsea F.C. Logo keine spezifische, standardmäßige Adobe Schriftart verwendet, die direkt aus der Adobe Fonts Bibliothek stammt und unverändert ist. Stattdessen basiert das Logo auf einer Schriftart, die jedoch stark modifiziert wurde. Es gibt auch Hinweise darauf, dass die Gemeinschaft basierend auf dem Logo eigene Schriftarten entworfen hat, die dem Original ähneln. Die genaue, zugrundeliegende Schriftart oder deren spezifische, modifizierte Version für das offizielle Logo wird in den bereitgestellten Informationen nicht eindeutig benannt. Es gibt also nicht „die“ Adobe Photoshop Schriftart für das Chelsea Logo, sondern eher eine modifizierte Basis oder community-basierte Designs.

Kostenvergleich der Adobe Abos für die Font-Lizenz

Abo-Typ (Stand Info)Ca. Kosten (pro Monat)Reicht für Webfont-Hosting (Kunde)?
Creative Cloud Alle Applikationenca. 59,49€ (bei Jahreszahlung)Ja (aber überdimensioniert)
Einzelanwendungca. 23,79€Ja (laut erster Info)
Foto-Abo (PS + LR)ca. 11,89€Nein
InCopyca. 5,94€Ja (laut finaler Info Juni 2020)

Diese Tabelle verdeutlicht die Verwirrung um die tatsächlich notwendigen Kosten. Das InCopy-Abo für 5,94€ pro Monat scheint die kostengünstigste offizielle Lösung für die reine Webfont-Nutzung durch den Kunden zu sein, basierend auf der letzten verfügbaren Information. Dennoch ist es ratsam, dies bei Adobe zu verifizieren, da die Informationen in der Vergangenheit unklar waren.

Häufig gestellte Fragen zur Adobe Fonts Lizenz ab 2020

Muss mein Kunde ein eigenes Abo haben, um Adobe Fonts auf seiner Webseite zu nutzen?
Ja, seit dem 1. Januar 2020 benötigt der Kunde, der die Webfonts auf seiner Seite hostet, eine eigene, separate Lizenz in Form eines Adobe Abos.

Welches Adobe Abo ist dafür ausreichend?
Laut der letzten verfügbaren Information vom Juni 2020 soll ein InCopy-Abo für ca. 5,94€ pro Monat dafür ausreichen. Frühere Auskünfte waren widersprüchlich und nannten teurere Optionen.

Gibt es Bestandsschutz für Projekte, die vor 2020 mit Adobe Fonts erstellt wurden?
Nein, der Bestandsschutz endete am 31. Dezember 2019. Ab 2020 ist eine Kundenlizenz erforderlich, unabhängig davon, wann das Projekt erstellt wurde.

Gilt die Lizenzpflicht auch, wenn der Kunde die Webseite nicht selbst bearbeiten kann?
Ja, die Pflicht zur Kundenlizenz besteht, sobald das Webkit mit den Adobe Fonts auf der Webseite des Kunden gehostet wird, unabhängig von dessen Bearbeitungsrechten.

Gibt es eine spezielle Adobe Schriftart für das Chelsea F.C. Logo?
Nach den vorliegenden Informationen wird für das offizielle Logo keine unveränderte, standardmäßige Adobe Schriftart verwendet. Das Logo basiert auf einer Schrift, die aber stark modifiziert wurde. Es gibt auch community-basierte Nachbildungen.

Fazit

Die Lizenzänderung für Adobe Fonts ab 2020 hat die Nutzung von Webfonts für Agenturen und deren Kunden erheblich verkompliziert und verteuert. Während Adobe Fonts an sich eine wertvolle Ressource sind, führte die unklare Kommunikation und die Notwendigkeit separater Kundenlizenzen, selbst für das reine Hosting, zu Frustration und Mehraufwand. Viele Kunden waren nicht bereit, die zusätzlichen Kosten zu tragen, was zum Austausch von Schriften auf bestehenden Webseiten führte. Die Erfahrung zeigt, wie wichtig es ist, die Nutzungsbedingungen von Schriftarten genau zu kennen und zu verstehen, insbesondere wenn sie in kommerziellen Projekten eingesetzt werden. Es bleibt zu hoffen, dass Adobe die Nutzungsbedingungen in Zukunft klarer kommuniziert und vielleicht eine einfachere oder kostengünstigere Lösung für das Hosting von Webfonts für Kunden anbietet. Die Situation rund um die Lizenzierung von Webfonts bleibt ein wichtiges Thema für alle, die im Bereich Webdesign und digitale Medien tätig sind.

Hat dich der Artikel Adobe Fonts: Lizenzänderung & Kosten 2020 interessiert? Schau auch in die Kategorie Fotografie rein – dort findest du mehr ähnliche Inhalte!

Avatar photo

Andenmatten Soltermann

Hallo! Ich bin Andenmatten Soltermann, ein Schweizer Fotograf, der leidenschaftlich die Essenz der Welt durch seine Linse einfängt. Geboren und aufgewachsen in den majestätischen Schweizer Alpen, haben die deutsche Sprache und atemberaubende Landschaften meine kreative Vision geprägt. Meine Liebe zur Fotografie begann mit einer alten analogen Kamera, und seitdem widme ich mein Leben der Kunst, visuelle Geschichten zu erzählen, die berühren und verbinden.In meinem Blog teile ich praktische Tipps, Techniken und Erfahrungen, um dir zu helfen, deine fotografischen Fähigkeiten zu verbessern – egal, ob du ein neugieriger Anfänger oder ein erfahrener Profi bist. Von der Beherrschung des natürlichen Lichts bis hin zu Ratschlägen für wirkungsvolle Bildkompositionen ist es mein Ziel, dich zu inspirieren, die Welt mit neuen Augen zu sehen. Mein Ansatz verbindet Technik mit Leidenschaft, immer auf der Suche nach dem Funken, der ein Foto unvergesslich macht.Wenn ich nicht hinter der Kamera stehe, findest du mich auf Bergpfaden, auf Reisen nach neuen Perspektiven oder beim Genießen der Schweizer Traditionen, die mir so am Herzen liegen. Begleite mich auf dieser visuellen Reise und entdecke, wie Fotografie die Art und Weise, wie du die Welt siehst, verändern kann.

Go up