Die Welt der Smartphones wird immer vielfältiger, doch nur selten wagt sich ein reiner Kamerahersteller auf dieses Terrain. Während Kooperationen zwischen Smartphone- und Kamerafirmen an der Tagesordnung sind – man denke nur an die Zusammenarbeit von Leica mit Huawei oder Xiaomi – ist es höchst ungewöhnlich, dass ein Hersteller wie Leica, bekannt für seine klassischen Kameras aus Wetzlar, ein eigenes Smartphone auf den Markt bringt. Genau diesen Schritt ist Leica gegangen, und nun liegt bereits die zweite Generation vor: das Leica Leitz Phone 2.

Was kostet das Leica Leitz Phone 2? Der Preis im Detail
Das Leitz Phone 2 positioniert sich klar im Premiumsegment des Smartphone-Marktes. Der Preis des Geräts liegt bei umgerechnet gut 1500 Euro. Damit gehört es definitiv zur High-End-Klasse und richtet sich an Käufer, die bereit sind, für ein Smartphone mit besonderem Fokus auf die Fotografie tief in die Tasche zu greifen. Dieser Preis unterstreicht den Anspruch von Leica, ein hochwertiges Produkt anzubieten, das sich von der Masse abhebt – nicht nur durch seine Marke, sondern auch durch seine technischen Spezifikationen, insbesondere im Bereich der Kamera.
Eine ungewöhnliche Partnerschaft: Leica und Sharp
Auch wenn das Leitz Phone 2 den prestigeträchtigen Namen Leica trägt, ist es keine reine Eigenentwicklung des deutschen Unternehmens. Für die Realisierung dieses Projekts hat sich Leica Unterstützung von einem erfahrenen Smartphone-Hersteller geholt: Sharp. Die Basis des Leitz Phone 2 bildet das Sharp Aquos R7. Es ist nicht im Detail bekannt, welche spezifischen Bereiche Leica verantwortete und welche von Sharp übernommen wurden. Leica verrät nicht alle Einzelheiten dieser Kooperation. Klar ist jedoch, dass das äußere Erscheinungsbild sowie das Konzept der Benutzeroberfläche maßgeblich von der Designschmiede aus Wetzlar geprägt wurden.
Designsprache aus Wetzlar: Ein Smartphone im Leica-Look
Das Design ist eines der Merkmale, das das Leitz Phone 2 deutlich von anderen Smartphones unterscheidet und seine Herkunft unterstreicht. Das Gerät zeichnet sich durch ein kantiges Äußeres aus, das direkt aus Leicas Hauptquartier in Wetzlar stammt. Ein besonders auffälliges Element ist der geriffelte Metallrahmen. Dieses Designelement greift die klassische Designsprache der Leica-Kameras auf und verleiht dem Smartphone eine hochwertige, taktile Anmutung, die Kenner der Marke sofort wiedererkennen dürften. Es ist ein klares Bekenntnis zur Ästhetik, für die Leica weltweit geschätzt wird.
Die Benutzeroberfläche: Android mit Leica-Touch
Auch bei der Software hat Leica Einfluss genommen, wenn auch behutsam. Die Android-Oberfläche des Leitz Phone 2 wird von Leica nur sanft angepasst. Das UI-Konzept stammt ebenfalls aus Wetzlar. Zu den sichtbaren Änderungen gehört ein spezielles Foto-Widget auf dem Homescreen, das vermutlich den schnellen Zugriff auf Kamerafunktionen oder eine Präsentation der eigenen Aufnahmen ermöglicht. Zusätzlich sind einige Leica-eigene Apps vorinstalliert. Diese Anpassungen sollen dem Nutzer ein auf die Fotografie zugeschnittenes Erlebnis bieten, ohne das vertraute Android-Betriebssystem grundlegend zu verändern.
Das Herzstück: Der riesige Type 1-Zoll Bildsensor
Das, was das Leitz Phone 2 technisch besonders macht und es von den meisten anderen Smartphones abhebt, ist seine Kamera-Hardware. Es arbeitet mit einem großen Type 1-Zoll Bildsensor. Solche großen Sensoren sind in Smartphones extrem selten und erfordern aufgrund ihrer Größe und der benötigten Optik viel Platz – Platz, der in den schlanken Gehäusen von Mobiltelefonen Mangelware ist. Ein größerer Sensor kann mehr Licht einfangen, was theoretisch zu besserer Bildqualität führt, insbesondere bei schwierigen Lichtverhältnissen und bei der Erzeugung von natürlicher Tiefenunschärfe (Bokeh).
Konkurrenz und Gemeinsamkeiten: Das Xiaomi 12S Ultra
Smartphones mit einem vergleichbaren 1-Zoll-Sensor kann man bislang an einer Hand abzählen. Zu den direkten Konkurrenten des Leitz Phone 2 gehört daher vor allem das Xiaomi 12S Ultra. Interessanterweise hat Leica auch an der Kamera dieses Xiaomi-Modells mitgewirkt. Dies zeigt, dass Leica seine Expertise im Bereich der mobilen Fotografie auf verschiedenen Wegen einbringt.
Verfügbarkeit: Ein exklusives Gut für Japan
Trotz seiner interessanten technischen Daten und des prestigeträchtigen Namens gibt es eine wesentliche Einschränkung für Interessenten außerhalb Japans: Das Leitz Phone 2 ist exklusiv in Japan erhältlich. Es wird dort über das Telekommunikationsunternehmen Softbank vertrieben. Sowohl das Leitz Phone 2 als auch sein Konkurrent mit 1-Zoll-Sensor, das Xiaomi 12S Ultra, sind hierzulande, also in Deutschland und Europa, nicht offiziell verfügbar. Aktuell bekommt man in Deutschland kein Smartphone, das den Typ 1-Zoll-Chip tatsächlich voll ausnutzt. Ob und wann sich dies ändert, bleibt abzuwarten, aber die Technologie der großen Sensoren im Smartphone dürfte sich wohl eher schneller als langsamer verbreiten.
Kamera-Test-Ergebnisse: Starke Hardware, ausbaufähige Software
Der Fokus bei der Bewertung des Leitz Phone 2 lag natürlich auf seiner Kamera. Die Hardware mit dem großen 1-Zoll-Sensor ist zweifellos beeindruckend und verspricht viel Potenzial. Die Leseprobe des heise-Plus-Artikels deutet jedoch darauf hin, dass die Software dieses Potenzial noch nicht vollständig ausschöpft. Es wird von "schwacher Software" gesprochen, die die Bildqualität trübt. Dies ist ein kritischer Punkt, da die beste Hardware nur so gut ist wie die Software, die sie steuert und die Bilder verarbeitet. Ein Pro-Modus mit Raw-Unterstützung wird erwähnt, was fortgeschrittenen Nutzern mehr Spielraum bei der Nachbearbeitung gibt und potenziell helfen kann, einige Schwächen der automatischen Bildverarbeitung zu umgehen.
Smartphone-Hardware abseits der Kamera
Obwohl der Fokus klar auf der Kamera liegt, ist das Leitz Phone 2 natürlich ein vollwertiges Smartphone mit moderner Hardware. Als Basis dient das Sharp Aquos R7, was bedeutet, dass man eine leistungsfähige Plattform erwarten kann, die den Anforderungen an ein High-End-Gerät gerecht wird. Typische Komponenten wie ein schneller Prozessor, ausreichend Arbeitsspeicher, ein hochauflösendes Display und moderne Konnektivitätsoptionen sind vorhanden. Diese Aspekte sind notwendig, um das Gesamterlebnis stimmig zu gestalten und die anspruchsvolle Kamera-Hardware adäquat zu unterstützen.
Vergleich: Leitz Phone 2 vs. Xiaomi 12S Ultra (basierend auf vorliegender Info)
| Merkmal | Leica Leitz Phone 2 | Xiaomi 12S Ultra |
|---|---|---|
| Hersteller (Kooperation) | Leica (mit Sharp) | Xiaomi (mit Leica) |
| Basis | Sharp Aquos R7 | Nicht explizit genannt, aber 1-Zoll Sensor |
| Kamera Sensor Größe | Type 1-Zoll | Type 1-Zoll |
| Verfügbarkeit in Deutschland | Nein (Exklusiv Japan) | Nein (Exklusiv China) |
| Preis (ca., umgerechnet) | 1500 Euro | Nicht explizit genannt |
Diese Tabelle zeigt die wesentlichen Gemeinsamkeiten und Unterschiede, die sich aus dem bereitgestellten Text ergeben. Beide Geräte setzen auf den fortschrittlichen 1-Zoll-Sensor und sind das Ergebnis einer Kooperation mit Leica, wenn auch in unterschiedlicher Konstellation. Beide sind zudem außerhalb ihrer Heimatmärkte nur schwer oder gar nicht erhältlich.
Häufig gestellte Fragen zum Leica Leitz Phone 2
- Wie viel kostet das Leica Leitz Phone 2?
Der Preis liegt bei umgerechnet etwa 1500 Euro. - Wo kann man das Leitz Phone 2 kaufen?
Es ist exklusiv in Japan über Softbank erhältlich und nicht in Deutschland verfügbar. - Welchen Kamerasensor hat das Leitz Phone 2?
Es besitzt einen großen Type 1-Zoll Bildsensor. - Hat Leica das Smartphone komplett selbst entwickelt?
Nein, es wurde in Zusammenarbeit mit Sharp entwickelt und basiert auf dem Sharp Aquos R7. - Ist die Bildqualität gut?
Die Hardware mit dem großen Sensor ist vielversprechend, aber die Software wird als schwach beschrieben und trübt wohl die Bildqualität.
Fazit: Viel Potenzial, aber eingeschränkte Zugänglichkeit
Das Leica Leitz Phone 2 ist zweifellos ein faszinierendes Smartphone, insbesondere für Fotografie-Enthusiasten. Der Einsatz eines Type 1-Zoll Sensors in einem Smartphone ist technisch anspruchsvoll und verspricht eine Bildqualität, die über das hinausgeht, was die meisten anderen Geräte bieten können. Das Design aus Wetzlar und die behutsamen Software-Anpassungen verleihen ihm eine einzigartige Identität, die den Geist von Leica atmet. Der Preis von rund 1500 Euro positioniert es klar im Luxussegment.
Die Tatsache, dass die Software die Bildqualität trübt, wie im Test angedeutet, ist jedoch ein Wermutstropfen. Es zeigt, dass selbst mit erstklassiger Hardware die Abstimmung und Optimierung entscheidend sind.
Das größte Hindernis für die meisten Interessenten ist jedoch die Verfügbarkeit. Die Exklusivität für den japanischen Markt bedeutet, dass dieses spannende Gerät für Nutzer in Deutschland und vielen anderen Teilen der Welt praktisch unerreichbar ist. Dies ist schade, da es ein interessantes Beispiel dafür ist, wie spezialisierte Hersteller wie Leica die Grenzen der mobilen Fotografie verschieben könnten.
Das Leitz Phone 2 bleibt somit vorerst ein exotisches High-End-Smartphone mit beeindruckender Kamera-Hardware und markantem Design, dessen volles Potenzial durch Software-Schwächen und seine extreme Exklusivität eingeschränkt wird. Es gibt, wie der Artikel andeutet, "viel Luft nach oben", sowohl bei der Software-Optimierung als auch hoffentlich bei einer zukünftigen, breiteren Verfügbarkeit.
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