Hatte das iPhone 4s eine Kamera?

iPhone 4s Kamera: War sie wirklich gut?

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Im Zuge der Veröffentlichung des iPhone 4s wurde viel über seine Kamera gesprochen. Immer wieder war zu lesen, wie fantastisch sie sei, insbesondere bei schlechten Lichtverhältnissen. Die allgemeine Meinung tendierte dazu, dass die Kamera so gut wie eine hochwertige Kompaktkamera sei und eine zweite Kamera quasi überflüssig mache. Doch gab es wirklich stichhaltige Beweise, die diese Behauptungen untermauerten? Wir wollten uns nicht allein auf die Aussagen von Tech-Experten verlassen und führten einen eigenen kleinen Vergleichstest durch.

Um der Sache auf den Grund zu gehen, stellten wir eine Szene nach: Eine Dose PBR-Bier neben einem Kalender mit einer coolen Vespa. Dann sammelten wir jede Kamera, die wir finden konnten, um ein Bild dieser Szene zu machen. Die Liste umfasste eine breite Palette von Geräten: das iPad 2, das iPhone 3G, das iPhone 4s, eine Panasonic DMC-FX500, eine Canon G9, sowie die DSLR-Modelle Canon Rebel XTi, 40D, 5D und 5D Mark II. Um den Vergleich fair zu gestalten – nun ja, so fair wie möglich – statteten wir die DSLRs mit einem Canon 24-70mm f/2.8 L Serienobjektiv aus. Schließlich sind die Optiken eines Canon L-Objektivs ja in etwa auf Augenhöhe mit einer Handykamera, nicht wahr?

Testaufbau bei wenig Licht

Wir dimmten die Lichter im Raum, um eine Szene mit einer Belichtung zu schaffen, die etwa einem Restaurant bei Nacht entsprach – nicht extrem dunkel, aber auch kein helles Fast-Food-Restaurant. Die Belichtungsparameter lagen bei ISO 800, Blende f/2.4 bis 2.8 und einer Belichtungszeit von 1/15 Sekunde. Wir verzichteten auf den Blitz und nutzten den automatischen Weißabgleich bei allen Kameras. Zuerst machten wir die Aufnahmen mit den iPhones, importierten sie, um ihre Belichtungseinstellungen zu ermitteln, und stellten die anderen Kameras entsprechend ein. Sicherlich gibt es Einwände gegen diese Methodik, aber es ging uns primär darum, einen groben Eindruck davon zu bekommen, wie sich diese Geräte im Vergleich schlagen.

Hatte das iPhone 4s eine Kamera?
Die Kamera des iPhone 4s ist gar nicht schlecht – eigentlich ist sie großartig (für eine Kamera in einem Telefon) – aber ich zögere, sie mit einer hochwertigen Point-and-Shoot-Kamera zu vergleichen, zumindest bei den schlechten Lichtverhältnissen, die meine PBR/Vespa-Szene beleuchteten.

Ergebnisse bei wenig Licht: iPhone 4s gegen die Konkurrenz

Was haben wir herausgefunden? Nun, die Experten hatten teils recht und teils unrecht. Die Kamera des iPhone 4s war keineswegs schlecht – tatsächlich war sie für eine Handykamera großartig. Aber sie mit einer hochwertigen Kompaktkamera zu vergleichen, fällt schwer, zumindest unter den schlechten Lichtbedingungen unserer Szene. Natürlich war das 4s dem iPad und dem iPhone 3G weit überlegen. Das iPhone 3G litt unter einem weichen Objektiv und starkem Farbrauschen bei wenig Licht, was schwer zu beheben war.

Doch zu behaupten, das iPhone 4s sei so gut wie eine Kompaktkamera, war eine Übertreibung. Der Blitz war zu schwach, und es gab keine manuellen Kontrollen, um das Beste aus der Szene herauszuholen. Bei ISO 800 gab es eine ziemliche Menge an Rauschen, sogar im Vergleich zu unserer drei Jahre alten Panasonic DMC FX500. Das iPhone-Objektiv konnte einfach nicht mit den anspruchsvolleren Objektiven dedizierter Kameras mithalten.

Die Panasonic DMC FX500, obwohl älter, lieferte schärfere und sauberere Bilder als das iPhone 4s. Die Canon G9, noch älter (Baujahr 2007), übertraf das iPhone 4s deutlich und zeigte ein viel feineres Korn.

Die DSLRs von Canon, insbesondere die 5D und 5D Mark II, spielten in einer ganz anderen Liga. Ihre Aufnahmen dienten hauptsächlich als Referenz, um den enormen Unterschied in Bildqualität und Rauschverhalten zu verdeutlichen.

Vergleich bei Tageslicht: Der Abstand verringert sich

Wir haben den Test auch bei Tageslicht wiederholt, diesmal ohne das iPad und die DSLRs, da die eigentlichen Konkurrenten in unserem Schrank die Canon G9, die Panasonic und das iPhone 3G waren. Die Ergebnisse waren im Grunde ähnlich, aber wie erwartet verringerte sich der Abstand in der Bildqualität zwischen den Kameras dramatisch.

Die G9 hob sich immer noch ab, aber der Unterschied zwischen dem iPhone 4s und der Panasonic war bei Tageslicht sehr gering. Das 4s zeigte weniger Farbrauschen als das iPhone 3G, obwohl sein Korn bei 100%-Ansicht als 'hässlich' beschrieben werden könnte. Der automatische Weißabgleich des iPhones schien gut zu funktionieren.

Ein Testbild im Freien bei gutem Licht zeigte, dass Schnappschüsse mit dem iPhone 4s, insbesondere für die Anzeige im Web, recht gut aussahen. Bei genauerer Betrachtung (100%-Crop) zeigte sich jedoch immer noch eine merkliche Menge an Rauschen am Himmel.

Kamera-Vergleich: Eine Übersicht

Basierend auf unseren Beobachtungen ergibt sich folgendes Bild:

KameraLeistung bei wenig Licht (ISO 800)Leistung bei TageslichtAnmerkungen
iPad 2Witz, furchtbares Rauschen (<1 MP)Nicht getestetNur als Referenz
iPhone 3GWeiches Objektiv, starkes FarbrauschenDeutlicher QualitätsabstandSchwer zu bereinigendes Rauschen
iPhone 4sZiemlich gut (für ein Handy), Schattenrauschen, wenig FarbrauschenQualitätsunterschied zur Panasonic sehr gering, Korn sichtbarKeine manuellen Kontrollen, Blitz schwach
Panasonic DMC-FX500 (2008)Schärfer und sauberer als iPhone 4sSehr nah am iPhone 4sGuter Konkurrent
Canon G9 (2007)Überragend, feines KornHebt sich abSehr gute Bildqualität
Canon DSLRs (XTi, 40D, 5D, 5D Mark II)Referenz, deutlich besserNicht getestetProfessionelle Kameras

Das entscheidende 'Aber': Bequemlichkeit

Doch – und das ist ein riesiges 'Aber' – es gibt einen wichtigen Punkt, der für die 8-Megapixel-Kamera in einem Smartphone spricht. Für den alltäglichen Gebrauch übertrifft dieses Gerät eine Kompaktkamera schlicht und einfach, weil es immer in der Hosentasche steckt. Und wie gesagt, bei hellem Tageslicht verringert sich der Qualitätsunterschied zwischen dem iPhone 4s und den Kompaktkameras dramatisch.

Wir gehen davon aus, dass es noch zwei bis drei Smartphone-Generationen dauern wird, bis der Abstand zu dedizierten Kompaktkameras wirklich geschlossen ist. Aber in der Zwischenzeit sind wir überzeugt, dass man mit einem iPhone 4s bei guten Lichtverhältnissen durchaus einen beeindruckenden 20x30 cm Leinwanddruck erstellen könnte.

Fazit

Alles in allem war die Kamera des iPhone 4s keine schlechte Kamera. Sie war keine vollständige Ablösung für eine Kompaktkamera, aber sie kam einer günstigen oder älteren Kompaktkamera ziemlich nahe, insbesondere wenn man hauptsächlich bei Tageslicht fotografierte. Wer auf Reisen eine wirklich gute Kamera suchte, sollte damals eher in eine moderne, dedizierte Kompaktkamera investieren.

Häufig gestellte Fragen (FAQs)

War die Kamera des iPhone 4s gut?
Ja, für eine Handykamera ihrer Zeit war sie sehr gut, eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Vorgänger iPhone 3G.

Wie war die Leistung der Kamera bei wenig Licht?
Bei wenig Licht zeigte die Kamera deutliches Rauschen (insbesondere Schattenrauschen) und konnte nicht mit dedizierten Kompaktkameras oder DSLRs mithalten. Der Blitz war ebenfalls schwach.

Und bei Tageslicht?
Bei Tageslicht verringerte sich der Qualitätsunterschied zu Kompaktkameras stark. Die Bilder waren für alltägliche Zwecke und die Anzeige im Web gut, zeigten aber bei genauerer Betrachtung immer noch Rauschen.

Kann das iPhone 4s eine Kompaktkamera ersetzen?
Es konnte eine günstige oder ältere Kompaktkamera ersetzen, besonders bei Tageslicht. Eine hochwertige, moderne Kompaktkamera bot jedoch immer noch bessere Bildqualität, insbesondere bei schwierigen Lichtverhältnissen und durch manuelle Kontrollmöglichkeiten.

Welche Kameras wurden im Vergleich getestet?
Es wurden das iPad 2, iPhone 3G, iPhone 4s, Panasonic DMC-FX500, Canon G9, Canon Rebel XTi, 40D, 5D und 5D Mark II verglichen.

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Andenmatten Soltermann

Hallo! Ich bin Andenmatten Soltermann, ein Schweizer Fotograf, der leidenschaftlich die Essenz der Welt durch seine Linse einfängt. Geboren und aufgewachsen in den majestätischen Schweizer Alpen, haben die deutsche Sprache und atemberaubende Landschaften meine kreative Vision geprägt. Meine Liebe zur Fotografie begann mit einer alten analogen Kamera, und seitdem widme ich mein Leben der Kunst, visuelle Geschichten zu erzählen, die berühren und verbinden.In meinem Blog teile ich praktische Tipps, Techniken und Erfahrungen, um dir zu helfen, deine fotografischen Fähigkeiten zu verbessern – egal, ob du ein neugieriger Anfänger oder ein erfahrener Profi bist. Von der Beherrschung des natürlichen Lichts bis hin zu Ratschlägen für wirkungsvolle Bildkompositionen ist es mein Ziel, dich zu inspirieren, die Welt mit neuen Augen zu sehen. Mein Ansatz verbindet Technik mit Leidenschaft, immer auf der Suche nach dem Funken, der ein Foto unvergesslich macht.Wenn ich nicht hinter der Kamera stehe, findest du mich auf Bergpfaden, auf Reisen nach neuen Perspektiven oder beim Genießen der Schweizer Traditionen, die mir so am Herzen liegen. Begleite mich auf dieser visuellen Reise und entdecke, wie Fotografie die Art und Weise, wie du die Welt siehst, verändern kann.

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