Wie viel wiegt eine Canon Kamera?

Kameragewicht: Wie viel tragen Sie wirklich?

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Das Gewicht einer Kamera ist für viele Fotografen, ob Anfänger oder Profi, ein entscheidender Faktor. Es beeinflusst nicht nur, wie bequem man die Ausrüstung über Stunden tragen kann, sondern auch, wie oft man die Kamera überhaupt mitnimmt. Eine zu schwere Kamera kann schnell im Regal verstauben, während eine leichte und handliche Kamera zum ständigen Begleiter wird. Doch wie viel wiegen Kameras wirklich, und welche Faktoren spielen dabei eine Rolle?

Die Frage nach dem Gewicht ist komplexer, als sie auf den ersten Blick scheint. Es gibt nicht das eine Gewicht für eine Kamera. Stattdessen variiert das Gewicht enorm je nach Kameratyp, Größe des Bildsensors, verbauten Technologien und natürlich dem angeschlossenen Objektiv. Wer eine neue Kamera kaufen möchte oder einfach neugierig ist, wie schwer die eigene Ausrüstung tatsächlich ist, sollte diese verschiedenen Aspekte berücksichtigen.

Wie schwer ist eine Kamera?
Die liefern absolute Spitzenqualität, können aber auch sehr groß und schwer werden: Profi-Topmodelle wie die Canon EOS-1D X Mark II oder die Nikon D5 wiegen rund anderthalb Kilo – ohne Objektiv. Doch es geht auch viel leichter: Die Sony Alpha 7 III bringt nur 650 Gramm auf die Waage.3. März 2019

Warum das Gewicht Ihrer Kamera wichtig ist

Stellen Sie sich vor, Sie planen eine lange Wanderung, eine Städtetour oder eine Reise mit Handgepäck. Das Gewicht jeder einzelnen Gegenstands zählt. Eine schwere Kameraausrüstung kann schnell zur Last werden und die Freude am Fotografieren trüben. Für Street-Fotografen, die stundenlang zu Fuß unterwegs sind, oder für Reisefotografen ist ein geringes Gewicht ein großer Vorteil. Aber auch im Studio oder bei speziellen Einsätzen kann das Gewicht eine Rolle spielen, zum Beispiel wenn die Kamera an einem Gimbal oder einer Drohne befestigt wird.

Die Bequemlichkeit beim Tragen wirkt sich direkt auf die Nutzungshäufigkeit aus. Eine leichte Kompaktkamera, die in die Jackentasche passt, ist immer dabei. Eine schwere professionelle DSLR mit einem großen Teleobjektiv nimmt man vielleicht nur zu speziellen Anlässen mit. Die Balance zwischen gewünschter Bildqualität, Funktionalität und Gewicht ist ein ständiges Abwägen für Fotografen.

DSLR vs. spiegellos: Ein Gewichtsvergleich

In den letzten Jahren hat sich der Kameramarkt stark verändert. Neben den traditionellen DSLRs (Digitale Spiegelreflexkameras) haben sich spiegellose Systemkameras (auch DSLMs genannt) etabliert. Ein wesentlicher Unterschied zwischen diesen beiden Typen liegt im Aufbau und oft auch im Gewicht.

DSLRs verwenden einen Spiegel und ein Prisma, um das Licht vom Objektiv zum optischen Sucher zu leiten. Dieses System benötigt Platz und trägt zum Gesamtgewicht und zur Größe des Gehäuses bei. Spiegellose Kameras verzichten auf diesen Spiegelmechanismus und leiten das Licht direkt auf den Sensor, wobei das Bild elektronisch im Sucher oder auf dem Display angezeigt wird. Das Weglassen von Spiegel und Prisma ermöglicht in der Regel kleinere und leichtere Kameragehäuse.

Hier ist ein allgemeiner Gewichtsvergleich der Gehäuse (ohne Objektiv) für verschiedene Kameratypen:

KameratypSensorgrößeTypisches Gewichtsbereich (ungefähr)
DSLRAPS-C (Crop-Sensor)ca. 450g - 800g
DSLRVollformatca. 800g - 1200g+
SpiegellosAPS-C (Crop-Sensor)ca. 300g - 600g
SpiegellosVollformatca. 500g - 850g+
Kompaktkamera (Premium)1 Zollca. 100g - 400g

Wie die Tabelle zeigt, sind spiegellose Kameras tendenziell leichter als ihre DSLR-Pendants, insbesondere im APS-C-Segment. Bei Vollformatkameras ist der Unterschied oft geringer, und einige spiegellose Vollformatmodelle können durchaus schwerer sein als kleinere oder ältere APS-C DSLRs. Professionelle DSLRs, die oft über robuste Bauweise, wetterfeste Abdichtungen und integrierte Hochformatauslöser verfügen, gehören zu den schwersten Kameragehäusen.

Das Gehäusegewicht ist jedoch nur ein Teil der Geschichte. Das entscheidende Gewicht kommt oft vom Objektiv.

Wie viel wiegt eine Kamera?
Das durchschnittliche Gewicht einer DSLR liegt zwischen 1,5 und 2,5 Pfund .

Der Einfluss von Objektiven auf das Gesamtgewicht

Ein häufiger Fehler bei der Betrachtung des Kameragewichts ist es, das Objektiv zu vergessen. Objektive variieren im Gewicht noch stärker als Kameragehäuse und können das Gesamtgewicht der Ausrüstung verdoppeln, verdreifachen oder sogar vervielfachen. Die Größe, die Lichtstärke (maximale Blendenöffnung) und der Brennweitenbereich eines Objektivs sind die Hauptfaktoren, die sein Gewicht bestimmen.

Ein Beispiel verdeutlicht dies eindrucksvoll: Nehmen wir eine APS-C DSLR wie die Canon 70D, die allein etwa 755 Gramm (ca. 1,7 Pfund) wiegt. Betrachten wir nun, wie sich das Gewicht mit verschiedenen Objektiven verändert:

  • Mit einem leichten Weitwinkel-Zoom (z.B. 10-18mm): Das Objektiv wiegt vielleicht nur 240g. Das Gesamtgewicht beträgt ca. 995g. Das Objektiv fügt nur etwa 32% zum Gehäusegewicht hinzu.
  • Mit einem Standard-Zoom (z.B. 24-105mm): Dieses vielseitige Objektiv kann um die 670g wiegen. Das Gesamtgewicht steigt auf ca. 1425g. Das Objektiv fügt bereits fast 90% zum Gehäusegewicht hinzu.
  • Mit einem großen Tele-Zoom (z.B. 100-400mm): Ein solches Objektiv kann über 1600g wiegen. Das Gesamtgewicht erreicht dann über 2355g. Das Objektiv wiegt mehr als doppelt so viel wie das Gehäuse und verdreifacht das Gesamtgewicht der Ausrüstung nahezu.

Dieser Vergleich zeigt drastisch, wie sehr das gewählte Objektiv das Tragegewicht beeinflusst. Extreme Beispiele sind sogenannte 'Pancake'-Objektive – sehr dünne Festbrennweiten, die nur wenige Dutzend Gramm wiegen – im Vergleich zu massiven Teleobjektiven wie einem 600mm f/4.0, das leicht 3 kg oder mehr auf die Waage bringen kann. Das 600mm-Objektiv kann das Gewicht eines leichten Kameragehäuses um ein Vielfaches übersteigen.

Auch bei spiegellosen Kameras ist der Einfluss des Objektivs enorm. Obwohl die Gehäuse leichter sind, können die passenden Objektive für spiegellose Systeme, insbesondere lichtstarke oder lange Teleobjektive, genauso schwer oder schwerer sein als ihre DSLR-Pendants. Das bedeutet, dass eine spiegellose Kamera mit einem großen Objektiv am Ende genauso schwer sein kann wie eine DSLR mit einem vergleichbaren Objektiv.

Gewichte spezifischer Kameramodelle im Vergleich

Um ein konkreteres Gefühl für die Gewichte zu bekommen, hier ein Vergleich einiger bekannter digitaler Kameramodelle (Gewichte sind ungefähre Angaben und können je nach Quelle leicht variieren, meist inklusive Akku und Speicherkarte):

ModellHerstellerTypSensorgrößeGewicht (ca.)
1D X Mark IIICanonDSLR (Profi)Vollformat1440g
D6NikonDSLR (Profi)Vollformat1270g
Alpha 7 IIISonySpiegellosVollformat650g
EOS R5CanonSpiegellosVollformat738g
Z 7IINikonSpiegellosVollformat705g
X-H1FujifilmSpiegellosAPS-C673g
EOS 90DCanonDSLRAPS-C701g
D7500NikonDSLRAPS-C720g

Dieser Vergleich zeigt die Bandbreite: Von den schweren professionellen DSLRs mit über einem Kilogramm bis hin zu leichteren spiegellosen Modellen. Man sieht auch, dass moderne spiegellose Kameras mit APS-C-Sensor durchaus ein ähnliches Gewicht wie APS-C DSLRs haben können, wenn sie robust gebaut sind und viele Funktionen bieten (wie die Fujifilm X-H1). Die leichtesten Systemkameras finden sich oft im APS-C-Segment der spiegellosen Modelle, während die schwersten bei den professionellen DSLRs und robusten Vollformat-Spiegellosen zu finden sind.

Die leichtesten Kameras: Kompaktmodelle

Wenn Gewicht das absolut wichtigste Kriterium ist, sind Kompaktkameras oft die erste Wahl. Sie sind so konzipiert, dass Objektiv und Gehäuse eine feste Einheit bilden und maximale Portabilität bieten. Viele Kompaktkameras, insbesondere solche mit kleineren Sensoren, wiegen nur wenige hundert Gramm.

Ein bemerkenswertes Beispiel ist die Sony RX0 II. Sie wird als eine der kleinsten und leichtesten Premium-Kompaktkameras beworben. Mit Abmessungen von nur 59 x 40,5 x 35 Millimetern und einem Gewicht von lediglich 132 Gramm (inklusive Akku und Speicherkarte) passt sie problemlos in jede Hosentasche. Trotz ihrer geringen Größe bietet sie einen 1-Zoll-Sensor mit 15,3 Megapixeln, 4K-Videoaufzeichnung, ein robustes Gehäuse (wasserdicht bis 10m, stoßfest bis 2m, bruchsicher bis 200kp) und ein hochwertiges Zeiss-Objektiv. Solche Kameras zeigen, wie weit die Miniaturisierung in der Fototechnik fortgeschritten ist und dass geringes Gewicht nicht zwangsläufig bedeutet, auf Bildqualität oder Funktionen verzichten zu müssen – auch wenn die Kompromisse im Vergleich zu Systemkameras bei Objektivwahl und Sensorgröße natürlich vorhanden sind.

Wie schwer ist eine Kamera?
Die liefern absolute Spitzenqualität, können aber auch sehr groß und schwer werden: Profi-Topmodelle wie die Canon EOS-1D X Mark II oder die Nikon D5 wiegen rund anderthalb Kilo – ohne Objektiv. Doch es geht auch viel leichter: Die Sony Alpha 7 III bringt nur 650 Gramm auf die Waage.3. März 2019

So finden Sie das Gewicht Ihrer spezifischen Kamera heraus

Die Gewichte, die wir hier genannt haben, sind allgemeine Richtwerte oder Beispiele. Wenn Sie das exakte Gewicht eines bestimmten Kameramodells wissen möchten, gibt es mehrere zuverlässige Methoden:

  1. Hersteller-Website: Die offiziellen technischen Daten auf der Website des Herstellers sind die genaueste Quelle. Suchen Sie nach dem Modellnamen und den Spezifikationen (Specs). Dort wird das Gewicht meist mit Akku und Speicherkarte angegeben.
  2. Professionelle Testberichte: Renommierte Fotografie-Websites, die Kameras testen, geben in ihren Datenblättern ebenfalls das Gewicht an.
  3. Spezifische Online-Datenbanken: Es gibt Websites, die sich auf den Vergleich von Kameras spezialisieren und detaillierte Spezifikationen inklusive Gewicht und Größe auflisten.
  4. Gezielte Websuche: Eine Suchanfrage wie „Gewicht Canon EOS R6 Mark II“ oder „Nikon Z8 Spezifikationen Gewicht“ führt schnell zu den gewünschten Informationen.

Es ist immer ratsam, die Angaben auf mehreren Quellen zu überprüfen, falls Unsicherheiten bestehen, aber die Herstellerangaben sind in der Regel verbindlich.

Ein Blick zurück: Die erste Digitalkamera

Es ist faszinierend zu sehen, wie sich das Gewicht der Kameras im Laufe der Zeit entwickelt hat. Die erste Digitalkamera, die 1975 von Steve Sasson bei Kodak erfunden wurde, war alles andere als leicht und kompakt. Dieses Pioniergerät wog beeindruckende 8 Pfund, was etwa 3,6 Kilogramm entspricht.

Zum Vergleich: 3,6 kg sind ungefähr das Gewicht einer Gallone Milch oder das Gewicht von zwei bis drei modernen professionellen DSLR-Gehäusen zusammen. Diese erste Digitalkamera hatte eine Auflösung von nur 100x100 Pixeln (0,01 Megapixel) und speicherte die Schwarz-Weiß-Bilder auf einer Kassette. Sie war eher ein Labormuster als ein tragbares Gerät für den Massenmarkt.

Die Entwicklung von der 3,6 kg schweren Ur-Digitalkamera zur heutigen leichten und leistungsstarken Kompaktkamera von nur 132g oder den relativ handlichen Systemkameras zeigt den enormen Fortschritt in der Technologie.

Häufig gestellte Fragen zum Kameragewicht

Ist eine DSLR immer schwerer als eine spiegellose Kamera?

In den meisten Fällen ja, wenn man Kameras mit ähnlicher Sensorgröße und ähnlichem Funktionsumfang vergleicht. Das liegt am Spiegel- und Prismenmechanismus der DSLR. Es gibt jedoch Ausnahmen, insbesondere wenn man kleine APS-C-DSLRs mit robusten Vollformat-Spiegellosen vergleicht.

Wie viel Gewicht fügt ein Objektiv hinzu?

Das hängt stark vom Objektiv ab. Ein kleines Pancake-Objektiv fügt vielleicht nur 50-100g hinzu. Ein Standard-Zoom kann 300-700g wiegen. Große, lichtstarke Teleobjektive können über 1 kg, 2 kg oder sogar mehr wiegen und das Gesamtgewicht der Kameraausrüstung dominieren.

Welche Kamera ist die leichteste?
Sony bringt mit der RXO II die weltweit kleinste und leichteste Kamera auf den Markt. Das Device misst 59 x 40,5 x 35 Millimeter und wiegt inklusive Akku nur 132 Gramm. Damit passt sie locker in jede Tasche und nimmt Bilder selbst an den schwierigsten Orten auf. Dabei ist die Minikamera auch noch sehr robust.

Welche Kamera ist die leichteste der Welt?

Dies ändert sich ständig, aber sehr kleine Kompaktkameras mit fest verbauten Objektiven sind die leichtesten. Modelle wie die Sony RX0 II gehören mit etwa 132g zu den leichtesten Premium-Kompaktkameras auf dem Markt.

Warum sind professionelle Kameras so schwer?

Professionelle Kameras sind oft schwerer, weil sie robuster gebaut sind, wetterfeste Abdichtungen haben, größere Akkus verwenden, über mehr Bedienelemente verfügen und oft auch integrierte Griffe für bessere Ergonomie und zusätzliche Akkuleistung besitzen. Diese Merkmale erhöhen die Haltbarkeit und Zuverlässigkeit im professionellen Einsatz.

Beeinflusst das Gewicht die Bildqualität?

Direkt nicht. Die Bildqualität hängt hauptsächlich vom Sensor, dem Bildprozessor und dem Objektiv ab. Allerdings kann eine schwerere Kamera, die stabiler in der Hand liegt, potenziell zu schärferen Bildern führen, insbesondere bei längeren Belichtungszeiten oder mit Teleobjektiven, da sie hilft, Verwacklungen zu reduzieren.

Fazit

Das Gewicht einer Kamera ist ein wichtiger, aber oft unterschätzter Faktor bei der Auswahl der richtigen Ausrüstung. Es ist nicht nur das Gehäusegewicht, das zählt, sondern vor allem das Gewicht der Objektive, die man verwendet. Spiegellose Kameras bieten oft leichtere Gehäuse als DSLRs, aber bei den Objektiven können die Unterschiede geringer ausfallen. Für maximale Portabilität sind Kompaktkameras unschlagbar.

Bevor Sie sich für ein Kameramodell entscheiden, überlegen Sie genau, wie und wo Sie hauptsächlich fotografieren werden und welches Gewicht für Sie auf Dauer angenehm zu tragen ist. Berücksichtigen Sie das Gewicht des Gehäuses zusammen mit dem Gewicht der Objektive, die Sie voraussichtlich am häufigsten verwenden werden. Die leichteste Kamera ist oft diejenige, die Sie am Ende am häufigsten dabei haben und nutzen werden.

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Andenmatten Soltermann

Hallo! Ich bin Andenmatten Soltermann, ein Schweizer Fotograf, der leidenschaftlich die Essenz der Welt durch seine Linse einfängt. Geboren und aufgewachsen in den majestätischen Schweizer Alpen, haben die deutsche Sprache und atemberaubende Landschaften meine kreative Vision geprägt. Meine Liebe zur Fotografie begann mit einer alten analogen Kamera, und seitdem widme ich mein Leben der Kunst, visuelle Geschichten zu erzählen, die berühren und verbinden.In meinem Blog teile ich praktische Tipps, Techniken und Erfahrungen, um dir zu helfen, deine fotografischen Fähigkeiten zu verbessern – egal, ob du ein neugieriger Anfänger oder ein erfahrener Profi bist. Von der Beherrschung des natürlichen Lichts bis hin zu Ratschlägen für wirkungsvolle Bildkompositionen ist es mein Ziel, dich zu inspirieren, die Welt mit neuen Augen zu sehen. Mein Ansatz verbindet Technik mit Leidenschaft, immer auf der Suche nach dem Funken, der ein Foto unvergesslich macht.Wenn ich nicht hinter der Kamera stehe, findest du mich auf Bergpfaden, auf Reisen nach neuen Perspektiven oder beim Genießen der Schweizer Traditionen, die mir so am Herzen liegen. Begleite mich auf dieser visuellen Reise und entdecke, wie Fotografie die Art und Weise, wie du die Welt siehst, verändern kann.

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