In der indigenen Religion Japans, dem Shintō, und anderen verwandten Glaubensrichtungen spielt der Begriff Kami eine zentrale Rolle. Oft wird Kami ins Deutsche als „Gott“, „Herr“ oder „Gottheit“ übersetzt. Doch die Bedeutung von Kami ist weitaus umfassender und schließt nicht nur Gottheiten im traditionellen Sinne ein. Kami sind Objekte der Verehrung, die aufgrund ihrer Überlegenheit oder Göttlichkeit Ehrfurcht und Respekt verdienen.

Der Begriff Kami umfasst eine breite Palette von Wesenheiten, Kräften und Objekten. Dazu gehören nicht nur Gottheiten, sondern auch andere Kräfte der Natur, sowohl solche, die als gutartig gelten, als auch solche, die als bösartig betrachtet werden. Ihre überlegene oder göttliche Natur macht sie zu Objekten der Verehrung im Shintō.
Was kann ein Kami sein?
Die Vielfalt der Kami ist eines ihrer prägendsten Merkmale. Fast alles, was im Shintō als ehrwürdig, überlegen oder göttlich angesehen wird, kann als Kami betrachtet werden. Die Sonnengöttin Amaterasu Ōmikami ist ein prominentes Beispiel für einen Kami. Aber auch andere Schöpfergeister gehören zu den Kami.
Illustre Vorfahren, also bedeutende Ahnen, können ebenfalls als Kami verehrt werden. Darüber hinaus können auch belebte und unbelebte Dinge Kami sein. Dazu zählen beispielsweise Pflanzen, Felsen, Vögel, Tiere und Fische. Diese breite Definition zeigt, dass die Welt des Shintō von einer Vielzahl von Kami durchdrungen ist.
Die Anerkennung neuer Kami ist ein fortlaufender Prozess, was die dynamische Natur des Shintō unterstreicht. Die „800 Myriaden von Kami“, von denen in Shintō-Mythen die Rede ist, dienen dazu, die schier unendliche Anzahl potenzieller Kami auszudrücken.
Historische Unterscheidung: Amatsukami und Kunitsukami
Im frühen Shintō gab es eine Unterscheidung zwischen himmlischen und irdischen Kami. Diese Unterscheidung spiegelte sich in den Begriffen Amatsukami und Kunitsukami wider.
| Begriff | Übersetzung | Beschreibung im frühen Shintō |
|---|---|---|
| Amatsukami | Himmel-Kami | Galten als edler und übergeordnet. |
| Kunitsukami | Erde-Kami | Waren die Kami der irdischen Welt. |
Im modernen Shintō wird diese Unterscheidung zwischen den himmlischen (Amatsukami) und den irdischen (Kunitsukami) Kami nicht mehr getroffen. Die Verehrung und Bedeutung der Kami ist heute weniger stark nach dieser historischen Klassifizierung ausgerichtet.

Verehrung von Kami
Kami manifestieren sich oft in symbolischen Objekten oder nehmen in ihnen ihren Wohnsitz. Solche Objekte werden als Shintai bezeichnet. Ein bekanntes Beispiel für ein Shintai ist ein Spiegel. Diese symbolischen Objekte sind nicht die Kami selbst, sondern dienen als Medium oder Repräsentation, durch das die Kami verehrt werden können.
Die Verehrung der Kami findet typischerweise in Shintō-Schreinen statt. In diesen Schreinen werden die Shintai aufbewahrt und Rituale durchgeführt, um die Kami zu ehren und mit ihnen in Kontakt zu treten. Die Form, in der sie verehrt werden, ist oft die ihres symbolischen Objekts.
Die Verehrung von Naturgewalten, Vorfahren und verschiedenen Objekten als Kami ist ein zentrales Element des Shintō und prägt das spirituelle Leben vieler Menschen in Japan.
Häufig gestellte Fragen (FAQs)
Ist Kami ein richtiger Name?
Der vorliegende Text beschreibt Kami als einen Begriff aus dem Shintō, der für Objekte der Verehrung, Gottheiten, Naturgewalten, Vorfahren und verschiedene Objekte verwendet wird. Er wird nicht im Sinne eines persönlichen Vor- oder Eigennamens einer Person erläutert.
Was bedeutet der Name Kami in der Bibel?
Der vorliegende Text behandelt die Bedeutung von Kami ausschließlich im Kontext des Shintō und anderer indigener Religionen Japans. Es gibt keine Information darüber, ob oder was der Begriff Kami möglicherweise in der Bibel bedeutet.
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