Wann kam Mascara raus?

Wimperntusche: Evolution eines Klassikers

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Mascara, oder Wimperntusche, ist für viele ein unverzichtbarer Bestandteil der täglichen Schönheitsroutine. Sie verleiht den Augen Ausdruck, öffnet den Blick und kann Wimpern dramatisches Volumen oder beeindruckende Länge schenken. Doch dieses scheinbar moderne Produkt blickt auf eine überraschend lange und faszinierende Geschichte zurück. Seine Entwicklung spiegelt nicht nur Fortschritte in der Chemie und Technologie wider, sondern auch sich wandelnde Schönheitsideale und Sicherheitsstandards.

Was ist die beste Wimperntusche von L'Oréal?
Das GLAMOUR-Fazit: Die “L'Oréal Paris Volume Million Lashes”-Reihe gibt es schon seit Jahren, aber die “Panorama Mascara” ist definitiv die beste der Marke.

Die lange Geschichte der Wimperntusche

Die Wurzeln der Wimperntusche reichen weit zurück in die Antike. Erste Erwähnungen finden sich in Schriften aus dem 4. Jahrhundert v. Chr. im alten Ägypten und Mesopotamien. Damals nutzten sowohl Frauen als auch Männer eine Substanz namens Kohl, um Wimpern, Brauen und Lider zu verdunkeln. Kohl war eine Paste, oft hergestellt aus einer Mischung von Kohle, Honig und sogar Krokodil-Exkrementen. Spätere ägyptische Formulierungen enthielten oft Bleierz (Galenit), Malachit und Holzkohle, gemischt mit tierischem Fett oder Öl.

Die Anwendung von Kohl hatte nicht nur ästhetische Gründe. Im alten Ägypten galten die Augen als Tor zur Seele, und die schwarze Textur sollte sie vor bösen Geistern schützen und gleichzeitig vor der grellen Wüstensonne bewahren. Allerdings waren diese frühen Rezepturen nicht ungefährlich. Inhaltsstoffe wie Blei und Kupfer konnten Augenreizungen und sogar Vergiftungen verursachen. Trotz der Risiken blieb die Faszination für betonte Augen und der Glaube an die schützenden Eigenschaften des Kohls bestehen.

Ein bedeutender Schritt in Richtung moderner Mascara wurde im 19. Jahrhundert gemacht. 1834 schuf Eugène Rimmel, ein französischer Parfümeur in London, eine der ersten kommerziellen Wimperntuschen. Seine Formulierung bestand aus einer Mischung aus Petroleum Jelly (Vaseline) und Kohlestaub. Dieses Produkt, das mit einer angefeuchteten Bürste aufgetragen wurde, war zwar raffinierter als der antike Kohl, aber der Kohlestaub konnte immer noch empfindliche Augen reizen. Der Name Rimmel wurde in vielen Sprachen zum Synonym für Wimperntusche, was seinen Einfluss auf die damalige Kosmetikwelt unterstreicht.

Der Anfang des 20. Jahrhunderts brachte weitere entscheidende Innovationen. 1915 beobachtete der junge amerikanische Versandunternehmer Tom Lyle Williams in Chicago, wie seine Schwester Mabel versuchte, ihre Wimpern mit einer hausgemachten Mischung aus Vaseline, Asche und Kohlestaub zu färben. Dies inspirierte ihn zur Entwicklung einer eigenen Wimperntusche. Im selben Jahr gründete Williams eine Firma, die er zu Ehren seiner Schwester „Maybel Laboratories“ nannte.

Sein erstes Produkt, „Lash-Brow-Ine“, war eine parfümierte Creme ohne Farbstoffe, die Wimpern und Brauen Glanz verleihen sollte und angeblich deren Wachstum förderte. Ab 1917 verkaufte Williams ein trockenes Produkt namens Maybelline zum Färben von Wimpern und Brauen in den Farben Braun und Schwarz. Auch hier musste die Bürste angefeuchtet und über den Block gestrichen werden. 1923 wurde die Firma in Maybelline umbenannt. 1925 kam eine flüssige, wasserfeste Variante hinzu. Erst zwischen 1933 und 1935 etablierte sich bei Maybelline die Bezeichnung „mascara“ für dieses Produkt. Maybelline entwickelte sich zu einem führenden Kosmetikhersteller in den USA.

Eine weitere wichtige Erfindung kam 1935 von Helene Winterstein-Kambersky, die eine wasserfeste Wimperntusche patentierte. Inspiriert von den Herausforderungen auf der Bühne, wo Scheinwerferhitze das Make-up zum Verlaufen brachte, entwickelte sie nach über 2000 Versuchen eine Rezeptur für eine cremeförmige Mascara, die widerstandsfähig und dennoch leicht zu entfernen war. Diese Creme wurde in Tuben abgefüllt und mit einem gerollten Papierstäbchen aufgetragen – eine radikale Innovation, die bis heute angeboten wird.

Wann kam die Teleskop-Mascara von Loreal auf den Markt?
Ein relativ neues Produkt, die L'Oréal Telescopic Lift Volumizing Mascara, kam Anfang 2023 auf den Markt. L'Oréal ist eine etablierte Marke: Das Unternehmen stieg am 30. Juli 1909 in Paris, Frankreich, in die Make-up- und Hautpflegebranche ein.

Die heute übliche Form der flüssigen Mascara in einem Fläschchen mit Applikatorbürste wurde 1957 von Helena Rubinstein auf den Markt gebracht.

Anwendung und Sicherheit

Das Auftragen von Mascara scheint einfach, birgt aber einige Fallstricke, die sowohl das Ergebnis als auch die Augengesundheit beeinflussen können. Mascara wird vom Wimpernansatz weg vom Auge zum Wimpernende hin aufgetragen. Ein häufiger Fehler ist das mehrmalige Pumpen mit der Bürste in die Flasche. Dies befördert Luft in die Tusche, was zu Luftbläschen führt. Diese lassen die Mascara schneller verklumpen und austrocknen. Stattdessen sollte die Bürste lieber mehrmals in der Flasche gedreht werden, um Produkt aufzunehmen.

Der häufigste Kosmetikunfall im Zusammenhang mit Mascara ist das versehentliche Abrutschen der Bürste ins Auge. Dies kann schmerzhafte, mit Tusche gefüllte Kratzer auf der Hornhaut verursachen. Sollte Mascara mit bestimmten Bakterien wie Pseudomonas kontaminiert sein, können diese Kratzer zu schweren Entzündungen, Hornhaut-Geschwüren und im schlimmsten Fall zur Erblindung führen. Es ist daher unerlässlich, bei einem solchen Unfall nicht am Auge zu reiben und umgehend einen Augenarzt aufzusuchen.

Neben Verletzungen sind auch Kontaktallergien möglich. Einige Mascaras enthalten Kolophonium, auf das manche Menschen allergisch reagieren. Auch konjunktivale Zysten (Zysten an der Bindehaut) sind als mögliche Nebenwirkung bekannt.

Kontaktlinsenträger stehen vor besonderen Herausforderungen. Wimpernverlängernde Fasern in der Mascara können unter die Linse gelangen und scheuern. Augenkosmetika können zudem Beläge auf den Linsen hinterlassen. Daher sollten Kontaktlinsenträger „wimpernverlängernde“ Produkte mit Fasern eher meiden. Die richtige Reihenfolge beim Schminken ist entscheidend: Zuerst die Kontaktlinsen einsetzen, dann schminken. Zuerst die Kontaktlinsen entfernen, dann abschminken.

Moderne Mascara-Formulierungen sind im Vergleich zu früher deutlich sicherer. Sie enthalten Wachse (wie Bienenwachs oder Carnaubawachs), Pigmente (z. B. Eisenoxide) und Polymere, die eine Art Film um die Wimpern bilden. Für empfindliche Augen gibt es spezielle, oft als hypoallergen oder augenärztlich getestet gekennzeichnete Produkte. Diese Begriffe sind zwar nicht streng reguliert, aber solche Produkte verzichten in der Regel auf bekannte Reizstoffe und verwenden sanftere Inhaltsstoffe, um das Risiko von Irritationen zu minimieren.

Arten von Mascara und moderne Innovationen

Der heutige Markt bietet eine riesige Vielfalt an Mascaras für unterschiedlichste Bedürfnisse: Volumen, Länge, Schwung, Definition, wasserfest, pflegend. Eine bemerkenswerte Innovation der letzten Jahre ist die Tubing Mascara.

Welche ist die älteste Mascara-Marke?
Im Jahr 1834 kreierte Eugène Rimmel , ein in London tätiger französischer Parfümeur, eine der ersten kommerziellen Mascaras. Rimmels Formel bestand aus einer Mischung aus Vaseline und Kohlenstaub, die mit einem Pinsel aufgetragen wurde.

Im Gegensatz zu traditionellen Mascaras, die die Wimpern mit Pigment umhüllen, verwenden Tubing Mascaras spezielle Polymere, die sich wie winzige Schläuche oder Hüllen um jede einzelne Wimper legen. Das Ergebnis ist ein sehr haltbares Finish, das wischfest und krümelfrei ist. Ein großer Vorteil von Tubing Mascara ist die einfache Entfernung: Sie lässt sich oft einfach mit warmem Wasser abziehen, ohne starkes Reiben oder spezielle Make-up-Entferner. Das Erscheinungsbild ist meist weniger dramatisch voluminös als bei klassischen Mascaras, aber für viele ist der saubere, definierte Look und die einfache Handhabung ideal für den Alltag.

L'Oréal Mascaras im Fokus

L'Oréal ist eine etablierte Marke in der Kosmetikbranche, die seit 1909 besteht und eine breite Palette an Mascaras anbietet. Zwei Produkte haben in letzter Zeit besondere Aufmerksamkeit erregt:

L'Oréal Telescopic Mascara

Die L'Oréal Telescopic Lift Volumizing Mascara kam Anfang 2023 auf den Markt und wurde schnell populär, auch durch einen Hype (und eine Kontroverse) auf Plattformen wie TikTok. Das Produkt verspricht, platte und gerade Wimpern zu transformieren. Es zeichnet sich durch ein leichtgewichtiges Gefühl und eine verlängernde Formel aus, die den Wimpern ein langes, schönes Aussehen verleiht, ohne das Auge zu beschweren. Sie sorgt für einen intensiven schwarzen Farbton.

Obwohl die Telescopic Mascara nicht unbedingt ein sehr volles Volumen liefert, kreiert sie einen beeindruckend langen und natürlichen Look, der wie falsche Wimpern wirken kann, aber ohne den Aufwand von Wimpernkleber. Die „teleskopische“ Wirkung ist spürbar, aber nicht übertrieben, was sie ideal für einen sauberen Make-up-Look macht. Sie wird als einfach anzuwenden beschrieben, sowohl für Anfänger als auch für Experten. Ein großer Pluspunkt ist, dass sie kein Jucken verursacht und sich super leicht auf den Wimpern anfühlt. Selbst beim Reiben der Augen soll sie keinen „Waschbären-Look“ hinterlassen. Sie soll für alle Wimperntypen geeignet sein.

Ein Nachteil, der oft genannt wird, ist die Entfernung. Obwohl sie wasserfest ist, erfordert das Abschminken einen gründlichen Prozess. Einfaches Waschen mit Seife reicht oft nicht aus, um das Produkt vollständig zu entfernen. Dies ist jedoch ein häufiger Kompromiss bei wasserfesten Mascaras.

L'Oréal Panorama Mascara

Die L'Oréal Paris Volume Million Lashes Panorama Mascara gehört zur bereits bekannten Volume Million Lashes-Reihe, wird aber von einigen Testern als die beste Mascara der Marke bezeichnet. Sie verspricht, die Augen 1,4-mal größer aussehen zu lassen und einen fächerartigen Effekt zu erzielen.

Laut Berichten kombiniert sie Volumen und Länge, ohne die Wimpern zu verklumpen oder zu krümeln. Sie wird als klumpenresistent und wischfest beschrieben. Die Bürste soll über eine mehrstufige Borsten-Technologie verfügen. Für die Anwendung wird empfohlen, die dünnere Spitze für die kürzeren inneren und unteren Wimpern und den dickeren Bürstenkörper für die längeren mittleren Wimpern zu verwenden. Für mehr Volumen kann eine zweite Schicht aufgetragen werden, wenn die erste halb trocken ist.

Wann kam Mascara raus?
1957 brachte Helena Rubinstein eine zähflüssige Mascara in einem Fläschchen auf den Markt, wie sie bis heute üblich ist.

Diese Mascara wird von Testern gelobt, weil sie viele wichtige Eigenschaften vereint, ohne Kompromisse einzugehen – ein Problem, das bei vielen anderen Mascaras auftritt (entweder Volumen *oder* Länge, entweder haltbar *oder* leicht zu entfernen). Sie wird als Produkt beschrieben, das beeindruckende Länge und Fächerung liefert und standhaft bleibt.

Hier ist ein Vergleich der beiden vorgestellten L'Oréal Mascaras basierend auf den bereitgestellten Informationen:

MerkmalL'Oréal Telescopic MascaraL'Oréal Panorama Mascara
ErscheinungAnfang 2023Teil der Volume Million Lashes Reihe (Panorama ist neuere Variante)
HauptfokusLänge, natürlich aussehendVolumen, Fächerung, Länge
Gefühl auf WimpernLeichtgewichtigNicht explizit erwähnt, aber als ausgewogen beschrieben
KlumpenresistentJa (impliziert durch sauberen Look)Ja
WischfestJa (kein Waschbären-Look)Ja
WasserfestJaNicht explizit erwähnt, Fokus auf Wischfestigkeit
EntfernungSchwierig (erfordert gründliche Reinigung)Nicht explizit erwähnt, aber als haltbar beschrieben
BesonderheitKann wie Fake Lashes wirken, TikTok-HypeSoll Augen optisch vergrößern, kombiniert viele positive Eigenschaften

Häufig gestellte Fragen zu Mascara

Wann kam Mascara raus?

Die Ursprünge der Wimperntusche (als Kohl) reichen bis ins 4. Jahrhundert v. Chr. ins alte Ägypten und Mesopotamien zurück. Die erste kommerzielle, moderne Mascara wurde im 19. Jahrhundert von Eugène Rimmel entwickelt.

Welche ist die älteste Mascara-Marke?

Basierend auf den vorliegenden Informationen war Eugène Rimmel im 19. Jahrhundert einer der ersten, der eine kommerzielle Mascara herstellte. Seine Marke war wegweisend. Maybelline, gegründet 1915 von T.L. Williams, spielte eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung und Verbreitung der modernen Formulierungen im 20. Jahrhundert und etablierte den Namen „mascara“.

Wann kam die Teleskop-Mascara von L'Oréal auf den Markt?

Die L'Oréal Telescopic Lift Volumizing Mascara wurde Anfang 2023 veröffentlicht.

Was ist die beste Wimperntusche von L'Oréal?

Laut der bereitgestellten Information wird die L'Oréal Paris Volume Million Lashes Panorama Mascara von der testenden Person als die beste Mascara der Marke bezeichnet, da sie Volumen, Länge und Fächerung gut vereint, ohne zu klumpen oder zu krümeln.

Fazit

Die Reise der Wimperntusche von einer Paste aus Kohle und Krokodil-Exkrementen im alten Ägypten zu den hochentwickelten Formulierungen von heute ist bemerkenswert. Mascara hat sich von einem Schutzmittel und rituellen Gegenstand zu einem globalen Beauty-Essential entwickelt. Die stetige Innovation hat nicht nur die Leistungsfähigkeit (Volumen, Länge, Haltbarkeit) verbessert, sondern auch die Sicherheit und den Tragekomfort erhöht, selbst für Menschen mit empfindliche Augen oder Kontaktlinsen. Marken wie L'Oréal treiben diese Entwicklung weiter voran und bieten eine breite Palette an Produkten, die den unterschiedlichsten Wünschen gerecht werden. Ob man einen natürlichen Look oder dramatisches Volumen sucht, die Geschichte der Mascara zeigt, dass dieses kleine Produkt eine große Wirkung hat und eine faszinierende Evolution durchlaufen hat.

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Andenmatten Soltermann

Hallo! Ich bin Andenmatten Soltermann, ein Schweizer Fotograf, der leidenschaftlich die Essenz der Welt durch seine Linse einfängt. Geboren und aufgewachsen in den majestätischen Schweizer Alpen, haben die deutsche Sprache und atemberaubende Landschaften meine kreative Vision geprägt. Meine Liebe zur Fotografie begann mit einer alten analogen Kamera, und seitdem widme ich mein Leben der Kunst, visuelle Geschichten zu erzählen, die berühren und verbinden.In meinem Blog teile ich praktische Tipps, Techniken und Erfahrungen, um dir zu helfen, deine fotografischen Fähigkeiten zu verbessern – egal, ob du ein neugieriger Anfänger oder ein erfahrener Profi bist. Von der Beherrschung des natürlichen Lichts bis hin zu Ratschlägen für wirkungsvolle Bildkompositionen ist es mein Ziel, dich zu inspirieren, die Welt mit neuen Augen zu sehen. Mein Ansatz verbindet Technik mit Leidenschaft, immer auf der Suche nach dem Funken, der ein Foto unvergesslich macht.Wenn ich nicht hinter der Kamera stehe, findest du mich auf Bergpfaden, auf Reisen nach neuen Perspektiven oder beim Genießen der Schweizer Traditionen, die mir so am Herzen liegen. Begleite mich auf dieser visuellen Reise und entdecke, wie Fotografie die Art und Weise, wie du die Welt siehst, verändern kann.

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