DJI hat sich einen Namen gemacht, indem das Unternehmen innovative Technologien für Luftaufnahmen und Stabilisierung zugänglich gemacht hat. Neben Drohnen sind es vor allem die Osmo-Kameras, die bei Kreativen weltweit Anklang finden. Diese Produktlinie, die sowohl kompakte All-in-One-Kameras mit integriertem Gimbal als auch Smartphone-Gimbal-Stabilisatoren umfasst, zielt darauf ab, hochwertige, stabilisierte Aufnahmen einfacher denn je zu machen.

In diesem Artikel werfen wir einen detaillierten Blick auf zwei Schlüsselsegmente der Osmo-Reihe: die beliebte Action- und Vlogging-Kamera DJI Osmo Pocket 3 und die Smartphone-Stabilisatoren DJI Osmo Mobile 6 und Osmo Mobile SE. Basierend auf Langzeiterfahrungen und direkten Vergleichen beleuchten wir die Stärken, Schwächen und Einsatzgebiete dieser Geräte, um Ihnen bei der Entscheidung zu helfen, ob eine Osmo-Kamera das Richtige für Sie ist.
Die DJI Osmo Pocket 3 im Langzeittest
Die DJI Osmo Pocket 3 sorgte bei ihrer Einführung Ende 2023 für Aufsehen und entwickelte sich schnell zu einem Bestseller, insbesondere in Japan. Mit ihrem 1-Zoll-Sensor, der überraschend guten Bildqualität und dem integrierten 3-Achsen-Gimbal bietet sie eine attraktive Kombination aus Leistung und Kompaktheit. Für viele, die zuvor mit größeren, unhandlicheren Kameras für Selbstaufnahmen kämpften, versprach die Pocket 3 eine willkommene Erleichterung.
Vergleicht man sie beispielsweise mit einer spiegellosen Kamera wie der Panasonic S1, die zwar exzellente Bildqualität liefert, aber beim Video-
Benutzerfreundlichkeit und Handhabung
Die Pocket 3 ist generell sehr einfach zu bedienen. Ihre Kompaktheit macht sie ideal für unterwegs. Sie passt leicht in eine kleine Tasche oder kann an einem Selfie-Stick mit einem kleinen Stativfuß befestigt werden. Dank des Gimbals muss man sich kaum Gedanken über die Nivellierung des Stativs machen.
Ein Feature, das viel Potenzial bietet, ist das Objekt-Tracking. In manchen Situationen funktioniert es sehr gut, in anderen weniger zuverlässig. Bei Produktaufnahmen kann es vorkommen, dass das verfolgte Objekt erst an den Bildrand gelangt, bevor die Kamera richtig folgt. Beim Selbst-Tracking über die Mimo-App kann die Verfolgung bei größerer Entfernung oder Hindernissen schnell verloren gehen. Dies erfordert manchmal etwas Geduld und Ausprobieren.
Die
Alternativ kann die Pocket 3 auch statisch verwendet werden, was oft zu den besten Ergebnissen führt. Der Fokus kann bei Aufnahmebeginn gesperrt werden, was nützlich ist, um beispielsweise ein sich bewegendes Objekt in einem bestimmten Abstand scharf zu halten, während der Hintergrund unscharf bleibt.
Der
Audio mit dem DJI Mic 2
Ein weiteres überzeugendes Argument für die Pocket 3 ist die nahtlose Integration mit dem DJI Mic 2 Funksystem. Die Kopplung ist einfach, und die Verbindung wird beim Einschalten der Kamera schnell hergestellt. Ein kleiner Wermutstropfen ist, dass der Mic 2 Sender immer nur mit einem Gerät gleichzeitig gekoppelt sein kann (z.B. Pocket 3 oder Action 5 Pro), was ein erneutes Koppeln bei Gerätewechsel erfordert.
Die Audioqualität, die über die Funkverbindung zur Pocket 3 übertragen wird, ist beeindruckend gut. DJI nutzt ein proprietäres System, nicht Bluetooth, das 24-Bit/48 kHz Audio überträgt und aufzeichnet. Für Vlogging und Reviews ist dies völlig ausreichend.
Besonders interessant ist die Möglichkeit, eine 32-Bit Float Sicherungsaufnahme direkt auf dem Mic 2 Sender zu speichern. 32-Bit Float bietet eine enorme Dynamik und macht Clipping nahezu unmöglich. Man muss sich also keine Sorgen um übersteuerte Aufnahmen machen. Diese Funktion wird im Menü der Pocket 3 aktiviert, und sobald die Kamera die Aufnahme startet, nimmt der Mic 2 Sender automatisch eine eigene 32-Bit Float Datei auf.
Leider gibt es derzeit ein Problem mit der Synchronisation der 32-Bit Float Datei vom Mic 2 mit dem Video der Pocket 3 in der Nachbearbeitung. Nach nur kurzer Zeit laufen Audio und Video auseinander, und eine präzise Synchronisation ist schwierig und zeitaufwändig. Dieses Problem wurde DJI gemeldet, aber eine Lösung per Firmware-Update steht noch aus.

Daher ist es oft am zuverlässigsten, das Audio zu verwenden, das direkt in der Kamera aufgezeichnet wurde. Die separate Aufnahme auf dem Mic 2 ist aber dennoch nützlich für Soundeffekte oder Umgebungsgeräusche, die keine kritische Synchronisation erfordern.
Ein praktisches Detail des Mic 2 ist die mitgelieferte magnetische Befestigung. Statt nur auf einen Clip angewiesen zu sein, kann ein Magnet unter der Kleidung platziert werden, an dem der Sender von außen haftet. Das funktioniert gut bei dünneren Kleidungsstücken wie T-Shirts oder Pullovern, aber weniger bei dicken Jacken. Ein traditionelles 3,5-mm-Lavalier-Mikrofon kann ebenfalls an den Mic 2 angeschlossen werden, was eine noch unauffälligere Audioaufnahme ermöglicht.
Die Audiopegel werden standardmäßig automatisch geregelt. Für mehr Kontrolle und Monitoring kann ein DJI Mic 2 Empfänger an den USB-Anschluss der Pocket 3 angeschlossen werden, was auch die Nutzung von Kopfhörern erlaubt.
Bildqualität und Low Light Performance
Die
Besonders hervorzuheben ist die Leistung bei wenig Licht. Die Pocket 3 liefert auch bei hohen ISO-Werten ein qualitativ hochwertiges Bild mit wenig Rauschen – nicht nur brauchbar, sondern wirklich gut. Dank des Gimbals kann die Belichtungszeit länger gewählt werden als bei einer Action-Kamera, was die Low-Light-Fähigkeiten weiter verbessert.
Es gibt einen dedizierten Low-Light-Modus, aber oft liefert der Standard-Videomodus die besseren Ergebnisse. Für einen natürlicheren Look empfiehlt es sich, die Detail-Einstellung auf -2 und die Rauschunterdrückung auf -2 zu reduzieren.
Für maximale Flexibilität bei der Farbkorrektur steht der D-Log M Modus zur Verfügung, der einen hohen Dynamikumfang bietet. Der Standardmodus liefert ebenfalls gute Ergebnisse und kann in manchen Situationen sogar die bessere Wahl sein. Beide Modi zeichnen in 10-Bit Farbtiefe auf. HLG ist ebenfalls für die direkte Wiedergabe auf HDR-Displays verfügbar.
Das Standard-Farbprofil kommt oft besser mit schwierigen Lichtverhältnissen wie starkem Gegen- oder Seitenlicht zurecht, dank geschickter Tone-Mapping-Anwendung. Glücklicherweise wirkt das Tone-Mapping der Pocket 3 sehr natürlich und liefert oft direkt aus der Kamera ein tolles Ergebnis. Bei D-Log M in solchen Szenarien kann manuelle Anpassung erforderlich sein. Grundsätzlich profitiert die Pocket 3 wie jede Kamera von einer guten Beleuchtung, insbesondere bei der Aufnahme von Gesichtern.
Akku und Stromversorgung
Die
Abschließende Gedanken zur Pocket 3
Die Pocket 3 erfüllt die Aufgaben, für die sie konzipiert ist, sehr gut. Es gibt kleine Einschränkungen, wie das Fehlen von Wetterfestigkeit oder das erwähnte 32-Bit Float Sync-Problem. Für zukünftige Versionen (Pocket 4) wären optischer Zoom (obwohl der Digitalzoom gut ist), ein HDMI-Ausgang oder ein integriertes eND-System wünschenswert, um die Belichtungszeit kreativer nutzen zu können (physische ND-Filter sind verfügbar, haben aber Einschränkungen).
Trotz kleinerer Kritikpunkte ist die Pocket 3 für ihren Zweck exzellent. Die
DJI Osmo Mobile Serie: Stabilisierung für Smartphones
Neben den All-in-One-Kameras bietet DJI auch Gimbal-Stabilisatoren für Smartphones an. Diese verwandeln Ihr Handy in ein leistungsstarkes Werkzeug für flüssige und professionell aussehende Videoaufnahmen. Zwei beliebte Modelle sind der DJI Osmo Mobile 6 und der DJI Osmo Mobile SE. Obwohl sie sich in vielerlei Hinsicht ähneln, gibt es wichtige Unterschiede, die bei der Wahl zu beachten sind.
Vergleich: DJI Osmo Mobile 6 vs. Osmo Mobile SE
Der Osmo Mobile SE kann als eine Mischung aus früheren Modellen wie dem OM 4 SE und OM 5 sowie Elementen des OM 6 betrachtet werden. Optisch ähnelt er stark dem OM 5 und OM 4 SE.

Hier sind die Hauptunterschiede, die der Osmo Mobile 6 gegenüber dem SE aufweist:
| Merkmal | DJI Osmo Mobile 6 | DJI Osmo Mobile SE | Anmerkung |
|---|---|---|---|
| Ausziehbare Verlängerungsstange | Ja (bis 21,5 cm) | Nein | Ermöglicht höhere oder Selfie-Aufnahmen |
| Zoom-/Fokusrad | Ja (drehbar, umschaltbar) | Nein (klassische W/T-Taste) | Intuitivere Steuerung von Zoom/Fokus |
| Sicherheitsverriegelung (Neigeachse) | Ja | Nein | Verhindert ungewolltes Aufklappen |
| Automatisches Einschalten (Quick Launch) | Ja (beim Ausklappen) | Nein (manuell einschalten) | Schnellere Aufnahmebereitschaft |
| Gewicht | 309 g | 352 g | OM 6 ist leichter |
| Akkulaufzeit | 6 Stunden | 8 Stunden | SE bietet längere Laufzeit |
| Ladezeit | 1 Stunde 24 Minuten | 2 Stunden 12 Minuten | OM 6 lädt deutlich schneller |
| Preis | Höher | Deutlich niedriger | Wichtiger Faktor bei der Entscheidung |
Der Osmo Mobile 6 bietet also mehrere physische Verbesserungen und Komfortfunktionen, die das Benutzererlebnis optimieren. Die ausziehbare Stange ermöglicht flexiblere Aufnahmewinkel, das Zoom-/Fokusrad eine präzisere Steuerung am Gimbal selbst, die Sicherheitsverriegelung erhöht die Robustheit und das automatische Einschalten spart wertvolle Sekunden.
Gemeinsamkeiten und intelligente Funktionen
Trotz der Unterschiede teilen sich beide Modelle wichtige Funktionen und Technologien:
- Eingebautes Mini-Display: Beide verfügen über ein kleines Display, das wichtige Informationen wie Akkustand, Systemstatus und den aktuellen Gimbal-Modus anzeigt. Dies ist eine sehr nützliche Verbesserung gegenüber älteren Modellen, bei denen diese Informationen nur in der App sichtbar waren.
ActiveTrack> 5.0: Beide Stabilisatoren nutzen die neueste Version von DJIs Objektverfolgungsalgorithmus. Dies ermöglicht eine zuverlässige Verfolgung von Personen oder Objekten für perfekt kadrierte Aufnahmen. - Kompatibilität mit LightCut und DJI Mimo: Beide Gimbals sind mit den DJI Apps LightCut und DJI Mimo kompatibel. DJI Mimo bietet zahlreiche intelligente Aufnahmemodi wie Dolly Zoom oder verschiedene Zeitraffer-Varianten. LightCut ermöglicht Ein-Klick-Bearbeitung und geführte Aufnahmeszenarien, die auf die Bewegungen des Gimbals abgestimmt sind.
Vorteile des Osmo Mobile SE
Obwohl der Osmo Mobile 6 in puncto Features die Nase vorn hat, punktet der Osmo Mobile SE in zwei wichtigen Bereichen:
- Längere Akkulaufzeit: Mit 8 Stunden Laufzeit übertrifft der SE die 6 Stunden des OM 6. Dies kann bei längeren Drehs ohne Lademöglichkeit ein entscheidender Vorteil sein.
- Günstigerer Preis: Der Osmo Mobile SE ist deutlich günstiger als der Osmo Mobile 6. Dieser Preispunkt macht ihn für viele Nutzer zugänglicher und zu einer attraktiven Option, wenn auf die zusätzlichen Features des OM 6 verzichtet werden kann.
In Bezug auf die Gesamteffizienz (Laufzeit im Verhältnis zur Ladezeit) ist der OM 6 jedoch überlegen, da er zwar kürzer läuft, aber viel schneller wieder einsatzbereit ist.
Fazit zum Osmo Mobile Vergleich
Die Wahl zwischen dem DJI Osmo Mobile 6 und dem Osmo Mobile SE hängt stark von den individuellen Bedürfnissen und dem Budget ab. Der DJI Osmo Mobile 6 richtet sich an Nutzer, die das bestmögliche Benutzererlebnis und die fortschrittlichsten physischen Merkmale wünschen. Er bietet mehr Komfort und Flexibilität bei der Nutzung.
Der DJI Osmo Mobile SE ist ein sehr fähiger Stabilisator, der viele Kernfunktionen des OM 6 teilt, aber auf einige Komfortmerkmale verzichtet. Sein großer Vorteil ist der deutlich niedrigere Preis. Er ist eine ausgezeichnete Wahl für preisbewusste Nutzer, die zuverlässige Smartphone-Stabilisierung mit intelligenten Funktionen suchen und auf Features wie die ausziehbare Stange oder das Zoomrad verzichten können.
Wer stellt die Osmo-Kameras her?
Alle DJI Osmo Kameras, sowohl die Pocket-Serie als auch die Osmo Mobile Gimbals, werden von der chinesischen Firma DJI (SZ DJI Technology Co., Ltd.) hergestellt. DJI ist weltweit führend im Bereich der Drohnen- und Kameratechnologie. Die Steuerung, Aufnahme und oft auch die Bearbeitung der Aufnahmen erfolgt über die spezielle DJI Mimo App, die umfassende Tools für Nutzer bietet, um ihre Videos und Fotos zu verbessern und zu teilen.
Häufig gestellte Fragen (FAQs)
Ist die DJI Osmo Pocket 3 gut für Vlogging?
Ja, die DJI Osmo Pocket 3 ist hervorragend für Vlogging geeignet. Ihre kompakte Größe, der integrierte Gimbal für stabile Aufnahmen, der schnelle Autofokus (insbesondere im Produktmodus) und die gute
Was ist der Hauptunterschied zwischen dem DJI Osmo Mobile 6 und dem Osmo Mobile SE?
Der Hauptunterschied liegt in den physischen Features und Komfortfunktionen. Der Osmo Mobile 6 bietet eine ausziehbare Verlängerungsstange, ein dediziertes Zoom-/Fokusrad, eine Sicherheitsverriegelung und automatische Quick Launch Funktion. Der Osmo Mobile SE verzichtet auf diese Features, bietet dafür aber eine längere Akkulaufzeit und ist deutlich günstiger im Preis.
Kann ich externe Mikrofone mit der DJI Osmo Pocket 3 verwenden?
Ja, die DJI Osmo Pocket 3 ist speziell für die Integration mit dem DJI Mic 2 Funksystem konzipiert. Alternativ kann ein DJI Mic 2 Empfänger an den USB-C-Anschluss der Pocket 3 angeschlossen werden, um andere Mikrofone (z.B. über den 3,5mm Eingang des Empfängers) oder Kopfhörer für Monitoring zu verwenden.
Eignet sich die DJI Osmo Pocket 3 für Aufnahmen bei schlechtem Wetter?
Die DJI Osmo Pocket 3 ist nicht offiziell wetterfest oder wasserdicht. Obwohl einige Nutzer berichten, sie auch bei leichtem Regen verwendet zu haben, wird dies von DJI nicht empfohlen und kann zu Schäden führen.
Welche App benötige ich für die DJI Osmo Kameras?
Die Haupt-App für die Steuerung, Aufnahme und Bearbeitung der DJI Osmo Pocket und Osmo Mobile Kameras ist die DJI Mimo App. Für erweiterte Bearbeitungsfunktionen und Vorlagen kann auch die LightCut App verwendet werden.
Fazit
Die DJI Osmo Reihe bietet leistungsstarke und benutzerfreundliche Werkzeuge für die Videoerstellung, sowohl für Nutzer, die eine All-in-One-Lösung suchen (Pocket 3), als auch für diejenigen, die ihr Smartphone als Hauptkamera nutzen möchten (Osmo Mobile Gimbals). Die Osmo Pocket 3 überzeugt durch ihre exzellente
Hat dich der Artikel DJI Osmo Kameras: Pocket 3 & Mobile Serie interessiert? Schau auch in die Kategorie Fotografie rein – dort findest du mehr ähnliche Inhalte!
