How to do infrared in Photoshop?

Infraroteffekt in Photoshop erstellen

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Der Infraroteffekt in der Fotografie ist bekannt für seinen einzigartigen, oft surrealen Look, bei dem grüne Vegetation in leuchtende Weiß-, Gelb- oder Rottöne verwandelt wird. Echte Infrarotfotografie erfordert spezielle Kameras, Filter oder Filme und kann kompliziert und teuer sein. Glücklicherweise können Sie diesen unverwechselbaren Stil auch digital in Programmen wie Adobe Photoshop simulieren. In diesem Artikel erfahren Sie Schritt für Schritt, wie Sie Ihre Bilder in beeindruckende Infrarot-ähnliche Kunstwerke verwandeln können.

Wir führen Sie durch den gesamten Prozess, von der Auswahl des richtigen Bildes bis hin zu den finalen Anpassungen, um diesen magischen Effekt zu erzielen. Egal, ob Sie Landschaftsfotograf sind oder einfach nur mit neuen Stilen experimentieren möchten, diese Technik eröffnet spannende kreative Möglichkeiten.

How to do inverse Photoshop?
What is the keyboard shortcut for “invert selection” in Photoshop? To invert an existing selection without touching your mouse, just press Ctrl+Shift+i on a PC or Command+Shift+i on a Mac.

Was ist der Photoshop-Infraroteffekt?

Der digitale Infraroteffekt in Photoshop ist eine Nachbildung des Aussehens, das durch die Aufnahme von Infrarotlicht mit einer Kamera entsteht. Während die Kamera normalerweise sichtbares Licht erfasst, registriert eine speziell modifizierte Kamera oder ein spezieller Filter das Infrarotspektrum. Vegetation, insbesondere Blätter und Gras, reflektieren Infrarotlicht sehr stark. Dies führt dazu, dass diese Bereiche im resultierenden Bild extrem hell erscheinen. In der digitalen Nachbildung manipulieren wir die Farben des sichtbaren Lichts, um diesen Effekt zu simulieren.

Das Ergebnis ist oft ein Bild, das sowohl sehr rot (oder andere warme Farben, je nach Umsetzung) als auch sehr surreal aussieht. Warum rot? Weil wir bei der Simulation oft Farbkanäle tauschen oder anpassen, um die starke Infrarotreflexion der Vegetation als sichtbare Farbe darzustellen. Da die Vegetation viel Infrarotlicht reflektiert, erscheint sie in der simulierten Infrarotansicht als helle, oft rötliche oder weißliche Fläche. Dies macht den Effekt besonders beliebt für Landschaftsaufnahmen, da Bäume, Pflanzen und Gras eine dramatische Verwandlung erfahren.

Infraroteffekt in Photoshop erstellen: Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung

Um den unverwechselbaren, surrealen Effekt der In-Kamera-IR-Fotografie nachzuahmen, benötigen Sie Adobe Photoshop oder ein vergleichbares Programm. Programme wie Lightroom oder Luminar bieten in der Regel nicht die notwendige Flexibilität bei der Kanalbearbeitung, um diesen spezifischen Look zu erzielen.

Schritt 1: Bild auswählen und in Photoshop öffnen

Der erste Schritt ist die Auswahl eines geeigneten Bildes für die Infrarotkonvertierung. Nicht jedes Bild ist gleichermaßen geeignet. Wie bereits erwähnt, eignet sich photosynthetisch aktives organisches Material – Bäume, Büsche, Gras – hervorragend für Infrarotkonvertierungen, da es starkes Infrarotlicht reflektiert. Landschaften mit viel Grün sind daher ideal. Berg- oder Meereslandschaften ohne viel Vegetation liefern oft weniger dramatische Ergebnisse.

Das bedeutet jedoch nicht, dass Sie immer eine extrem starke IR-Konvertierung anstreben müssen. Auch subtilere Infrarotbilder können sehr ansprechend sein. Wenn Sie einen zurückhaltenderen Effekt wünschen, wählen Sie einfach ein Bild mit weniger Grün. Manchmal ist weniger mehr!

Haben Sie ein Bild gefunden, das Ihnen gefällt? Öffnen Sie es nun in Adobe Photoshop. Wenn Photoshop bereits geöffnet ist, können Sie dies über das Menü Datei > Öffnen tun und dann zu Ihrer Bilddatei navigieren.

Schritt 2: Bildebene duplizieren

Sobald Ihr Bild in Photoshop geöffnet ist, sehen Sie es als Ebene in der Ebenenpalette. Stellen Sie sicher, dass die Bildebene ausgewählt ist. Duplizieren Sie diese Ebene, indem Sie im Menü Ebene > Ebene duplizieren wählen oder den Tastaturbefehl Strg/Cmd + J verwenden. Dies erstellt eine Kopie Ihrer Originalebene. Es ist immer ratsam, auf einer duplizierten Ebene zu arbeiten, um das Original intakt zu halten.

Doppelklicken Sie auf den Namen der neuen Ebene (wahrscheinlich 'Ebene 1' oder 'Background copy') und benennen Sie sie in 'Infrarot' um. Dies hilft Ihnen, den Überblick zu behalten.

Schritt 3: Die neue Ebene invertieren

Wählen Sie die gerade benannte 'Infrarot'-Ebene aus. Nun müssen Sie die Farben dieser Ebene invertieren (während das Originalbild auf der untersten Ebene unberührt bleibt). Gehen Sie zum Menü Bild > Korrekturen > Invertieren oder verwenden Sie den Shortcut Strg/Cmd + I. Alternativ können Sie eine Einstellungsebene 'Invertieren' aus dem Korrekturen-Bedienfeld hinzufügen, was den Vorteil hat, dass es eine nicht-destruktive Bearbeitung ist. Das Bild wird sofort invertiert und ähnelt nun einem Farbnegativ.

Schritt 4: Überblendmodus anpassen, um die Bildtöne zu steuern

Wählen Sie nun die invertierte Ebene (oder die Invertieren-Einstellungsebene) in der Ebenenpalette aus. Ändern Sie den Überblendmodus dieser Ebene. Der Standardmodus ist 'Normal'. Klicken Sie auf das Dropdown-Menü für den Überblendmodus und wählen Sie 'Farbe'. Durch die Verwendung des 'Farbe'-Überblendmodus wird die Invertierung nur auf die Farben angewendet, nicht aber auf die Luminanz (Helligkeit) des Bildes. Dies verhindert, dass die Invertieren-Ebene die Bildtöne stark beeinflusst, während die Farbanpassungen durchscheinen können. Ihr Bild sollte nun einen interessanten orange-blauen Farbton aufweisen, der bereits ein erster Hinweis auf den entstehenden Infrarot-Look ist.

Schritt 5: Farben mit dem Kanalmixer anpassen

Jetzt wird es spannend! Fügen Sie eine Kanalmixer-Einstellungsebene hinzu. Sie finden diese im Korrekturen-Bedienfeld. Es öffnet sich ein Bedienfeld für den Kanalmixer.

Der Kanalmixer ermöglicht es Ihnen, die Zusammensetzung der Farbkanäle (Rot, Grün, Blau) im Bild zu verändern. Für den klassischen Infraroteffekt vertauschen wir die Informationen der roten und blauen Kanäle, insbesondere in Bezug auf ihre Ausgabe.

Gehen Sie wie folgt vor:

  • Stellen Sie den Ausgabekanal (Output Channel) auf Rot. Bewegen Sie den Rot-Regler auf 0%. Bewegen Sie den Blau-Regler auf +100%.
  • Stellen Sie den Ausgabekanal auf Blau. Bewegen Sie den Rot-Regler auf +100%. Bewegen Sie den Blau-Regler auf 0%.
  • Stellen Sie den Ausgabekanal auf Grün. Hier müssen Sie in der Regel keine Änderungen vornehmen; stellen Sie nur sicher, dass der Grün-Regler auf +100% steht.

Nach diesen Anpassungen wird das Bild viel natürlicher aussehen, aber immer noch recht surreal. Orange Töne werden blauer erscheinen, während Lila Töne rötlicher aussehen werden. Dieser Schritt ist entscheidend, um den charakteristischen Farbumschlag zu erzeugen, bei dem die vom Infrarotlicht stark reflektierenden Bereiche (die nun im Rotkanal liegen) in den blauen Bereich verschoben werden und umgekehrt.

Schritt 6: Farbton und Sättigung anpassen

Dieser Schritt hängt stark von Ihrem spezifischen Bild ab und davon, welchen genauen Farbton der Vegetation Sie erzielen möchten (oft ein weißliches Gelb oder ein leuchtendes Weiß). Das allgemeine Ziel ist jedoch dasselbe: Isolieren Sie die pink/roten Farben, die durch den Kanalmixer entstanden sind, und wandeln Sie sie in weißliche oder gelbliche Farbtöne um.

Fügen Sie eine Farbton/Sättigung-Einstellungsebene hinzu. Wählen Sie im Dropdown-Menü für die Kanäle (Master) die Rottöne (Reds) aus.

Reduzieren Sie den Sättigungsregler (Saturation), bis das Ergebnis fast grau ist. Bewegen Sie dann den Farbtonregler (Hue), während Sie das Bild sorgfältig beobachten, bis Sie einen Hauch von Gelb oder den gewünschten Weißton erhalten. Sie können auch mit den anderen Kanälen (z. B. Magenta, Gelb) experimentieren, falls nötig, um das gewünschte Ergebnis zu erzielen. Dieser Schritt nimmt dem Bild oft etwas von der Intensität und macht den Effekt subtiler oder genau nach Ihren Vorstellungen.

Schritt 7: Abschließende Feinarbeiten hinzufügen

Sie haben nun bereits einen überzeugenden Infraroteffekt in Photoshop erstellt. Wenn Sie Ihr Bild weiter verfeinern möchten, sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt! Sie könnten beispielsweise eine Vignette hinzufügen, die Farben mit einer weiteren Farbton/Sättigung- oder einer Farbbalance-Ebene weiter verschieben oder einen Fotofilter hinzufügen, um einen filmischen Effekt zu erzielen.

Wie deaktiviere ich die Zwei-Faktor-Authentifizierung bei Adobe?
So deaktivieren Sie Adobe Authenticator. Melden Sie sich unter https://account.adobe.com/security an. Deaktivieren Sie Adobe Authenticator im Abschnitt „Zwei-Schritt-Verifizierung“ mit dem Schalter. Wählen Sie „Entfernen“, um Adobe Authenticator als Methode der Zwei-Schritt-Verifizierung zu deaktivieren.

Eine Gradationskurven-Einstellungsebene (Curves) ist ebenfalls sehr nützlich, um den Kontrast zu erhöhen und das Bild lebendiger zu gestalten. Viele Infrarotbilder haben einen hohen Kontrast, der die surrealen Elemente hervorhebt. Experimentieren Sie mit der S-förmigen Kurve, um die Lichter aufzuhellen und die Schatten abzudunkeln.

Wenn Sie mit dem Ergebnis zufrieden sind, speichern Sie Ihr Bild. Für die Webnutzung oder den Druck im Standardformat speichern Sie es üblicherweise als JPEG.

Beispiele für Photoshop-Infrarotkonvertierungen

Nachdem Sie nun wissen, wie der Prozess funktioniert, betrachten wir einige Beispiele, um zu sehen, wie der Effekt auf unterschiedliche Bilder wirkt.

Ein Bild mit viel dichtem Wald und saftigem Gras wird einen sehr dramatischen Effekt zeigen. Das Grün verwandelt sich in ein leuchtendes Weiß oder Gelb, während Himmel und Wasser (falls vorhanden) oft dunkel oder in intensiven Blautönen erscheinen. Die Textur der Blätter wird durch die starke Helligkeit oft sehr prominent.

Ein Bild, das ursprünglich kaum Blautöne enthielt, kann nach der Konvertierung eher monochromatisch und subtil gelblich aussehen. Der Effekt ist hier weniger ein starker Farbkontrast als vielmehr eine Verschiebung der Helligkeitswerte im Grün.

Bei Bildern, die sowohl Vegetation als auch anorganisches Material (wie Felsen, Gebäude oder Straßen) enthalten, wird nur die Vegetation stark vom IR-Effekt beeinflusst. Das anorganische Material behält weitgehend seine ursprünglichen Farben oder Helligkeiten bei, was einen interessanten Kontrast zwischen dem surrealen Grün und den realistischeren Elementen schafft.

Diese Beispiele zeigen, wie vielseitig der Effekt sein kann und wie stark das ursprüngliche Bild das Endergebnis beeinflusst. Es lohnt sich, mit verschiedenen Aufnahmen zu experimentieren!

Häufig gestellte Fragen zum Infraroteffekt in Photoshop

Hier beantworten wir einige gängige Fragen, die im Zusammenhang mit der Infrarotbearbeitung in Photoshop aufkommen könnten.

Was ist der Unterschied zwischen echtem Infrarot und dem Photoshop-Effekt?

Echte Infrarotfotografie erfasst Licht außerhalb des für das menschliche Auge sichtbaren Spektrums. Die Kamera registriert Infrarotstrahlung, die von Objekten reflektiert wird. Der Photoshop-Effekt ist eine Simulation. Er manipuliert die Farben des *sichtbaren* Lichts im Bild, um das Aussehen von Infrarotaufnahmen nachzuahmen. Während der Look sehr ähnlich sein kann, handelt es sich nicht um eine physikalische Erfassung von Infrarotlicht.

Welche Art von Bildern eignet sich am besten für den Infraroteffekt?

Bilder mit viel grüner Vegetation (Bäume, Büsche, Gras) eignen sich am besten, da diese starkes Infrarotlicht reflektieren und den charakteristischen Farbumschlag erzeugen. Landschaftsaufnahmen im Frühling oder Sommer sind oft ideal.

Kann ich den Infraroteffekt auch bei Porträts anwenden?

Ja, das ist möglich, aber das Ergebnis kann ungewöhnlich sein. Haut reflektiert Infrarotlicht ebenfalls, aber nicht so stark wie Vegetation. Sie kann blass oder sogar leicht transparent aussehen. Haare und Kleidung reagieren unterschiedlich. Der Effekt ist bei Porträts in der Regel weniger dramat und erfordert möglicherweise andere Anpassungen.

Wie kann ich eine Auswahl in Photoshop invertieren?

Obwohl nicht direkt Teil des Infrarot-Workflows, ist das Invertieren von Auswahlen eine grundlegende Photoshop-Funktion. Wenn Sie eine Auswahl getroffen haben und stattdessen alles *außerhalb* dieser Auswahl auswählen möchten, können Sie im Menü Auswahl > Auswahl umkehren wählen oder den praktischen Tastaturbefehl Strg/Cmd + Shift + I verwenden.

Wie mache ich eine falsche Auswahl rückgängig?

Wenn Sie eine Auswahl getroffen haben, die Sie nicht mehr benötigen oder die falsch ist, können Sie sie einfach aufheben. Gehen Sie dazu im Menü auf Auswahl > Auswahl aufheben oder verwenden Sie den Shortcut Strg/Cmd + D.

Wie kann ich sicherstellen, dass meine Ebene korrekt invertiert wurde?

Nachdem Sie den Invertieren-Befehl angewendet haben (Schritt 3), sollte Ihr Bild wie ein Farbnegativ aussehen. Die Farben sind komplementär zu den Originalfarben. Wenn Sie eine Einstellungsebene 'Invertieren' verwendet haben, sehen Sie diese Ebene in Ihrer Ebenenpalette. Wenn Sie diese Ebene vorübergehend ausblenden (durch Klicken auf das Augensymbol daneben), sollte das Originalbild wieder sichtbar werden.

Fazit

Da haben Sie es: Eine einfache Schritt-für-Schritt-Anleitung, um einen atemberaubenden Infraroteffekt in Photoshop zu erzielen! Dieser Prozess mag auf den ersten Blick komplex erscheinen, aber nach ein paar Durchläufen werden Sie feststellen, dass er recht schnell von der Hand geht.

Die Möglichkeit, diesen einzigartigen Look digital zu kreieren, eröffnet fantastische kreative Möglichkeiten, ohne in teure Spezialausrüstung investieren zu müssen. Sie können den Effekt auf Ihre vorhandenen Bilder anwenden und sehen, wie sich bekannte Szenen in surreale Traumlandschaften verwandeln.

Öffnen Sie Photoshop, suchen Sie sich ein oder zwei schöne Aufnahmen mit viel Grün und legen Sie los mit der Magie des simulierten Infrarots! Experimentieren Sie mit den Einstellungen, insbesondere bei Farbton/Sättigung und den abschließenden Feinarbeiten, um Ihren ganz persönlichen Stil zu entwickeln. Viel Spaß beim Ausprobieren!

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Andenmatten Soltermann

Hallo! Ich bin Andenmatten Soltermann, ein Schweizer Fotograf, der leidenschaftlich die Essenz der Welt durch seine Linse einfängt. Geboren und aufgewachsen in den majestätischen Schweizer Alpen, haben die deutsche Sprache und atemberaubende Landschaften meine kreative Vision geprägt. Meine Liebe zur Fotografie begann mit einer alten analogen Kamera, und seitdem widme ich mein Leben der Kunst, visuelle Geschichten zu erzählen, die berühren und verbinden.In meinem Blog teile ich praktische Tipps, Techniken und Erfahrungen, um dir zu helfen, deine fotografischen Fähigkeiten zu verbessern – egal, ob du ein neugieriger Anfänger oder ein erfahrener Profi bist. Von der Beherrschung des natürlichen Lichts bis hin zu Ratschlägen für wirkungsvolle Bildkompositionen ist es mein Ziel, dich zu inspirieren, die Welt mit neuen Augen zu sehen. Mein Ansatz verbindet Technik mit Leidenschaft, immer auf der Suche nach dem Funken, der ein Foto unvergesslich macht.Wenn ich nicht hinter der Kamera stehe, findest du mich auf Bergpfaden, auf Reisen nach neuen Perspektiven oder beim Genießen der Schweizer Traditionen, die mir so am Herzen liegen. Begleite mich auf dieser visuellen Reise und entdecke, wie Fotografie die Art und Weise, wie du die Welt siehst, verändern kann.

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