In welchem Format sind Postkarten?

Postkarten-Regeln: Format und Rückseite

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Postkarten sind weit mehr als nur Urlaubsgrüße. Sie sind mächtige Marketinginstrumente, kleine Kunstwerke oder persönliche Botschaften an Freunde und Familie. Doch damit Ihre Postkarte ihren Empfänger auch sicher und zum richtigen Tarif erreicht, gibt es klare Regeln, insbesondere für die Gestaltung ihrer Rückseite und das Format. Die Deutsche Post hat hier genaue Vorgaben, die sicherstellen, dass die Karten maschinell bearbeitet werden können.

Was ist das Standardformat für Postkarten?
Das Standard-Postkartenformat ist A6, also 105 x 148 mm.

Grundlagen: Was die Post akzeptiert

Bevor wir ins Detail der Rückseite gehen, betrachten wir die allgemeinen Anforderungen. Die gute Nachricht ist: Hinsichtlich des Materials ist die Post erstaunlich flexibel. Ob Ihre kreative Sendung aus Kork, Metall oder Holz besteht, spielt für die Beförderung kaum eine Rolle – solange die Frankierung stimmt. Die strengeren Vorschriften betreffen das Format und die Beschaffenheit, die für den Standardtarif von derzeit 0,60 Euro gelten.

Für den regulären Postkarten-Tarif muss Ihre Karte eine Rechteckform haben. Das Seitenverhältnis ist ebenfalls festgelegt: Die Länge muss mindestens das 1,4-fache der Breite betragen. Dies verhindert quadratische oder ungewöhnlich schmale Formate im Standardversand. Die Mindestmaße für eine Postkarte betragen 140 x 90 mm. Die Höchstmaße sind auf 235 x 125 mm bei einer maximalen Höhe von 5 mm begrenzt. Das Höchstgewicht darf 20 Gramm nicht überschreiten.

Zusätzlich empfiehlt die Post bestimmte Grammaturen für das Papier oder Material, um Stabilität zu gewährleisten. Bis zum Format C6 (vergleichbar mit A6) wird eine Grammatur von 150 g/m² empfohlen, bis DIN lang 170 g/m². Für größere Formate ab DIN lang und aufwärts sind 200 g/m² ratsam. Das absolute Maximum liegt bei 500 g/m². Diese Empfehlungen helfen, Beschädigungen während der automatisierten Sortierung zu vermeiden.

Die Rückseite der Postkarte: Eine Zone für alles

Die Rückseite einer Postkarte ist keine leere Leinwand, die beliebig gestaltet werden kann. Sie ist in verschiedene Zonen aufgeteilt, die jeweils einen bestimmten Zweck erfüllen und nicht überdruckt oder anderweitig beeinträchtigt werden dürfen, wenn die Karte maschinell verarbeitet werden soll. Diese Automationsfähigkeit ist entscheidend für schnelle und kostengünstige Zustellung.

Die Freimachungszone

Die Freimachungszone ist der Bereich, in dem die Briefmarke oder der Freimachungsvermerk platziert wird. Sie befindet sich am oberen rechten Rand der Rückseite und misst 74 mm in der Breite und 40 mm in der Höhe. Dieser Bereich darf – abgesehen von der Frankierung selbst – nicht bedruckt werden. Soll ein Freimachungsvermerk statt einer Briefmarke verwendet werden, muss dieser ebenfalls rechts oben in hellen Tönen positioniert werden. Die Formulierung des Vermerks muss in schwarzer Schrift innerhalb eines vollständig geschlossenen, geradlinigen Rahmens stehen. Eine klare und unverdeckte Freimachungszone ist essentiell für die automatische Erkennung der Frankierung.

Die Empfängerzone

Der wichtigste Bereich auf der Rückseite ist zweifellos die Empfängerzone, in der die Adresse des Empfängers steht. Auch dieser Bereich sollte in hellen Tönen gestaltet sein, um einen guten Kontrast zur Schrift zu gewährleisten. Die Adresse selbst muss in dunkler Schrift auf einfarbig hellem Hintergrund geschrieben oder gedruckt sein. Für Karten bis zum Format DIN C6 (also das Standard-Postkartenformat) muss die Lesezone für die Adresse mindestens 5 mm von der rechten Kante des Trennstrichs und vom rechten Rand der Sendung platziert werden. Größere Karten, wie DIN A5 oder DIN lang, benötigen mindestens 15 mm Abstand vom rechten und linken Rand für die Adresse. Sonstige Angaben zum Empfänger (z.B. "c/o") dürfen nur links von der eigentlichen Anschrift platziert werden und benötigen einen Mindestabstand von 20 mm zur Anschrift. Die Adresse sollte idealerweise als linksbündiger Block ohne Leerzeilen, in einer gut lesbaren Schriftgröße (10-12 Punkt) und Schriftart (empfohlen werden Arial, Courier, Helvetica oder Frutiger) formatiert sein. Ein Zeichenabstand von 0,2 mm bis 0,4 mm und ein Zeilenabstand von 1 mm bis 2,5 mm sind optimal für die maschinelle Lesbarkeit. Umrahmungen oder Hervorhebungen (außer der PLZ und dem Ort) sollten vermieden werden.

Welche Vorgaben gibt es für die Rückseite von Postkarten?
DIE RICHTIGE POSTKARTEN-RÜCKSEITEDie Länge muss mindestens das 1,4-fache der Breite betragen.Die Mindestmaße sind 140 x 90 mm.Die Höchstmaße liegen bei 235 x 125 mm bei maximal 5 mm Höhe.Das Höchstgewicht darf 20 Gramm nicht überschreiten.

Der Trennungsstrich

Der Trennungsstrich ist eine senkrechte Linie, die den Bereich für die Nachricht vom Bereich für die Adresse trennt. Er ist nur bei Sendungen in Kartenform bis zur Größe DIN A6 Pflicht. Größere Formate sollten einen solchen Trennungsstrich tragen, auch wenn er nicht zwingend vorgeschrieben ist. Dieser Strich muss mindestens 1,2 mm breit sein. Sein Abstand vom rechten Rand der Karte muss exakt 74 mm betragen, da er die linke Begrenzung der Adress- und Freimachungszone darstellt. Der Trennungsstrich muss mindestens über die gesamte Lesezone für die Adresse reichen und 15 mm vor dem unteren Kartenrand enden. Er darf aber zum oberen Kartenrand hin verlängert werden.

Die Absenderzone

Die Absenderzone befindet sich in der Regel links neben der Adresszone. Absenderangaben dürfen von links bis an den Trennungsstrich und die Freimachungszone reichen. Sie nehmen ein Feld von 40 mm Höhe ein. Sonstige Angaben, wie beispielsweise ein Firmenlogo oder ein kurzer Slogan, dürfen in der Absenderzone stehen, solange sie die Absenderangaben selbst nicht beeinträchtigen oder in die anderen Zonen hineinragen.

Die Codierzone

Am unteren Rand der Kartenrückseite befindet sich die Codierzone. Dieser Bereich ist für interne Postvermerke und maschinelle Codierungen reserviert und darf keinesfalls bedruckt werden. Sie erstreckt sich über eine Länge von 150 mm ab dem rechten Rand und hat eine Höhe von 15 mm vom unteren Rand. Bei größeren Karten darf alles links von dieser Zone bedruckt werden. Das Nichtbeachten dieser Zone kann dazu führen, dass die Karte manuell bearbeitet werden muss, was zu Verzögerungen oder zusätzlichen Kosten führen kann.

Für Postkarten, die von Hand beschriftet und nicht maschinell verarbeitet werden sollen (z. B. im privaten Versand ohne Infopost-Tarif), ist die Gestaltung der Rückseite oft weniger streng geregelt. Hier überlässt die Deutsche Post dem Versender weitgehend freie Hand, solange Adresse und Frankierung korrekt und lesbar sind. Dennoch ist es ratsam, sich an der Zonenaufteilung zu orientieren, um eine problemlose Zustellung zu gewährleisten.

Postkartenformate: Vielfalt für jeden Zweck

Obwohl DIN A6 oft als Standardformat gilt, gibt es eine Vielzahl anderer beliebter und nützlicher Formate, die für Postkarten verwendet werden. Die Wahl des Formats hängt oft vom Verwendungszweck ab – sei es Marketing, persönlicher Gruß oder künstlerische Darstellung.

Das Standardformat schlechthin ist DIN A6. Mit den Maßen 148 x 105 mm (oder 105 x 148 mm, je nach Ausrichtung) ist es kompakt, kostengünstig im Druck und erfüllt die Mindestanforderungen der Post für den Standardtarif.

Ein weiteres sehr beliebtes Format ist DIN lang. Mit 210 x 99 mm ist es deutlich länger als A6 und bietet mehr Platz für Informationen oder ein Panorama-Motiv. Es eignet sich hervorragend für Mailings mit mehr Text oder als kleines Menü/Preisliste. Auch dieses Format erfüllt die Anforderungen für den Standardtarif, solange es die Höchstmaße nicht überschreitet.

Welche Vorgaben gibt es für die Rückseite von Postkarten?
DIE RICHTIGE POSTKARTEN-RÜCKSEITEDie Länge muss mindestens das 1,4-fache der Breite betragen.Die Mindestmaße sind 140 x 90 mm.Die Höchstmaße liegen bei 235 x 125 mm bei maximal 5 mm Höhe.Das Höchstgewicht darf 20 Gramm nicht überschreiten.

Das Format DIN A5 (210 x 148 mm) bietet viel Fläche für großformatige Bilder oder umfangreiche Informationen. Es ist doppelt so groß wie A6. Wichtig zu wissen: DIN A5 kann nicht mit dem regulären Postkarten-Tarif von 0,60 Euro versendet werden, da es die Höchstmaße (Länge 235mm, Breite 125mm) für diesen Tarif überschreitet. Es wird als Großbrief behandelt.

Das PMAX-Format (235 x 125 mm) ist das größtmögliche Format, das noch zum Standard-Postkarten-Tarif verschickt werden kann. Es ist optimal, wenn man die maximal verfügbare Fläche nutzen möchte, ohne in die höhere Tarifklasse zu fallen.

Neben diesen gängigen rechteckigen Formaten gibt es auch spezielle Varianten wie quadratische Postkarten oder Medium-Formate (z.B. 127 x 177,8 mm). Diese bieten kreative Gestaltungsmöglichkeiten, müssen aber ebenfalls die oben genannten Mindest- und Höchstmaße sowie das Seitenverhältnis einhalten, wenn sie zum Standardtarif versendet werden sollen. Quadratische Karten (z.B. 120 x 120 mm) erfüllen das Seitenverhältnis (Länge mind. 1,4 x Breite) nicht und können daher nicht zum Standardtarif versendet werden. Sonderformen oder Karten außerhalb der Norm werden in der Regel als Brief oder Großbrief behandelt, was höhere Portokosten bedeutet.

FormatAbmessungen (mm)Geeignet für Standardtarif (0,60 €)?Typische Nutzung / Hinweise
DIN A6 (Standard)148 x 105JaKlassische Postkarte, günstig, kompakt
DIN lang210 x 99JaPanorama-Motive, Mailings mit mehr Text, Menüs
PMAX235 x 125Ja (maximal zulässiges Format)Maximale Fläche für Standardtarif
DIN A5210 x 148Nein (zu breit für Standardtarif)Großflächige Motive, viel Platz für Info, als Großbrief zu versenden
Quadratisch (z.B. 120x120)Variiert (z.B. 120 x 120)Nein (erfüllt Seitenverhältnis nicht)Kreative Formate, als Brief zu versenden
Medium (z.B. 5x7 Zoll)Variiert (z.B. 127 x 177,8)Prüfen (muss Seitenverhältnis & Max.-Maße erfüllen)Zwischengröße, oft für Fotokarten genutzt

Material und Veredelung

Neben Format und Gestaltung der Rückseite spielt auch das Material eine wichtige Rolle. Der stabile und gut beschreibbare 280 g/m² Chromokarton wird oft für Postkarten empfohlen. Er bietet die nötige Festigkeit und ermöglicht gleichzeitig eine gute Bedruckbarkeit und Beschreibbarkeit der Rückseite. Veredelungen wie einseitiger Schutzlack oder Hochglanzfolie auf der Vorderseite können die Optik verbessern und das Motiv besonders brillant zur Geltung bringen, sollten aber so eingesetzt werden, dass die Rückseite beschreibbar bleibt und die Automationsfähigkeit nicht beeinträchtigt wird.

Häufig gestellte Fragen zur Postkarten-Gestaltung

Was ist das Standardformat für Postkarten?

Das Standardformat, das am häufigsten verwendet wird und die Post-Anforderungen für den günstigsten Tarif erfüllt, ist DIN A6 (148 x 105 mm).

Muss ich die Rückseite meiner Postkarte in Zonen aufteilen, wenn ich sie privat verschicke?

Für den privaten Versand, insbesondere wenn die Karte von Hand beschriftet wird, ist die Zonenaufteilung nicht zwingend vorgeschrieben. Es ist jedoch ratsam, sich daran zu orientieren, um sicherzustellen, dass Adresse und Briefmarke korrekt platziert sind und die Karte maschinell gelesen werden kann. Für größere Aussendungen als Infopost sind die Zonen jedoch Pflicht.

Was ist die Rückseite der Postkarte?
Rückseite der Karte – Für die meisten Postkartensammler ist damit die Adressseite der Postkarte gemeint, obwohl einige Philateliesammler (Briefmarkensammler) die Rückseite als Bildseite betrachten.

Kann ich eine Postkarte aus Holz oder Metall verschicken?

Ja, die Post befördert Karten aus fast jedem Material, solange sie die Format-, Gewichts- und Höhengrenzen einhalten und korrekt frankiert sind. Allerdings könnte die maschinelle Bearbeitung bei sehr ungewöhnlichen Materialien erschwert sein.

Was ist der Unterschied zwischen einer „Postkarte“ und einer „Postal Card“?

Laut Glossar ist eine „Post Card“ eine Karte, die von einem privaten Unternehmen gedruckt wurde und auf die eine Briefmarke geklebt werden muss. Eine „Postal Card“ (oder amtliche Postkarte) ist eine von der Post herausgegebene Karte mit einem bereits aufgedruckten Wertzeichen.

Was ist ein „Divided Back“?

Ein „Divided Back“ (geteilte Rückseite) bezeichnet eine Postkartenrückseite mit einem Trennungsstrich in der Mitte, der den Adressbereich vom Nachrichtenbereich trennt. Eingeführt wurde dies in Deutschland im Jahr 1905, vorher gab es den „Undivided Back“ (ungeteilte Rückseite), bei dem die gesamte Rückseite für die Adresse reserviert war und die Nachricht auf der Bildseite geschrieben wurde (Message-Face Postcards).

Kann ich auf der Rückseite meiner Postkarte ein großes Logo drucken?

Sie können ein Logo in der Absenderzone (links vom Trennstrich) oder links von der Codierzone platzieren, solange es die Bereiche für Adresse, Frankierung und Codierung nicht überdeckt oder beeinträchtigt. Große Logos über die gesamte Rückseite sind nicht zulässig, wenn die Karte automationsfähig sein soll.

Was passiert, wenn meine Postkarte nicht den Vorgaben entspricht?

Eine Postkarte, die nicht den Automationsvorgaben entspricht (z.B. falsches Format, falsche Zonen-Nutzung, zu schwer), muss manuell bearbeitet werden. Dies kann zu Verzögerungen bei der Zustellung führen oder dazu, dass die Karte als Brief oder Großbrief behandelt wird, was zusätzliche Portokosten nach sich zieht.

Fazit

Die Gestaltung einer Postkarten-Rückseite mag auf den ersten Blick kompliziert erscheinen, aber sie folgt einer klaren Logik, die auf der automationsgerechten Verarbeitung basiert. Das Einhalten der Maße, des Gewichts und insbesondere der Zonen auf der Rückseite stellt sicher, dass Ihre Postkarten schnell und effizient zugestellt werden. Ob Sie das klassische DIN A6 Format wählen oder ein größeres DIN lang oder PMAX bevorzugen – achten Sie auf die Regeln der Deutschen Post. So kommt Ihre Botschaft nicht nur an, sondern hinterlässt auch einen professionellen Eindruck.

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Andenmatten Soltermann

Hallo! Ich bin Andenmatten Soltermann, ein Schweizer Fotograf, der leidenschaftlich die Essenz der Welt durch seine Linse einfängt. Geboren und aufgewachsen in den majestätischen Schweizer Alpen, haben die deutsche Sprache und atemberaubende Landschaften meine kreative Vision geprägt. Meine Liebe zur Fotografie begann mit einer alten analogen Kamera, und seitdem widme ich mein Leben der Kunst, visuelle Geschichten zu erzählen, die berühren und verbinden.In meinem Blog teile ich praktische Tipps, Techniken und Erfahrungen, um dir zu helfen, deine fotografischen Fähigkeiten zu verbessern – egal, ob du ein neugieriger Anfänger oder ein erfahrener Profi bist. Von der Beherrschung des natürlichen Lichts bis hin zu Ratschlägen für wirkungsvolle Bildkompositionen ist es mein Ziel, dich zu inspirieren, die Welt mit neuen Augen zu sehen. Mein Ansatz verbindet Technik mit Leidenschaft, immer auf der Suche nach dem Funken, der ein Foto unvergesslich macht.Wenn ich nicht hinter der Kamera stehe, findest du mich auf Bergpfaden, auf Reisen nach neuen Perspektiven oder beim Genießen der Schweizer Traditionen, die mir so am Herzen liegen. Begleite mich auf dieser visuellen Reise und entdecke, wie Fotografie die Art und Weise, wie du die Welt siehst, verändern kann.

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