Simon Will ist vielen Internetnutzern als erfolgreicher YouTuber ein Begriff. Über Jahre hinweg begeisterte er ein Millionenpublikum mit unterhaltsamen Videos, Comedy-Sketches und vor allem aufwendigen Pranks. Doch hinter der Kamera schlummerte stets eine andere Leidenschaft, die nun im Mittelpunkt seines Schaffens steht: die Musik. Seine Entwicklung ist ein faszinierendes Beispiel dafür, wie kreative Köpfe ihren Weg finden, auch wenn dies bedeutet, bewährte Pfade zu verlassen.
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Die Anfänge seiner Online-Karriere reichen weit zurück. Bereits im Juni 2010 eröffnete Simon Will seinen YouTube-Kanal, der ursprünglich den Namen „junggesellen“ trug. Damals war er gerade einmal 14 Jahre alt. Von Beginn an zeigte sich sein kreatives Talent in kurzen Sketchen und humorvollen Clips. Er nahm seine Zuschauer aber auch mit auf Reisen, teilte Erlebnisse aus aller Welt, von Dubai über Singapur bis nach Australien. Neben den Unterhaltungsformaten zeigte sich früh sein Interesse an der Musik. Er veröffentlichte Parodien bekannter Lieder und wagte sich an Rap-Challenges.

Ein frühes Highlight, das seinen musikalischen Ansatz unter Beweis stellte, war ein Video, in dem er 300 Wörter in einer Minute rappte. Dieser Clip wurde zu einem seiner erfolgreichsten Videos mit beeindruckenden 4,8 Millionen Aufrufen. Auch andere musikalische Projekte, wie das Diss-Video „This is Willboy“ (sein damaliger Künstlername), der Song „Besser Ohne Mich“ oder ein weiterer Rap mit 400 Wörtern pro Minute, erzielten millionenfache Klicks. Dies zeigte, dass seine musikalischen Inhalte schon damals auf große Resonanz stießen, obwohl der Fokus noch stark auf der reinen Unterhaltung lag.
Die wohl prägendste Phase seiner YouTube-Karriere war die intensive Zusammenarbeit mit dem YouTuber CrispyRob. Die beiden entwickelten eine Dynamik, die in immer aufwendigeren und lustigeren gegenseitigen Pranks gipfelte. Was als einzelne Streiche begann, steigerte sich schnell zu regelrechten Staffeln unter dem Titel „TeaBro vs. TeamWill“. Die Kreativität bei diesen Pranks war grenzenlos: Simon baute eine Wand aus 1000 Bechern in Robs Wohnung, errichtete ein Laser Game im Wohnzimmer, verwandelte die Wohnung in ein Beachvolleyball-Feld, stahl Türen und sogar Fenster oder wickelte die gesamte Wohnung samt Möbeln in Geschenkpapier ein. Jeder Prank musste vom anderen mit etwas noch Verrückterem überboten werden. Diese Eskalation führte zu Challenges, bei denen der Verlierer eine Strafe erhielt. Über zwei Jahre hinweg lieferten sich die beiden dieses spektakuläre Battle. In der dritten Staffel setzte Simon Will CrispyRob sogar auf einer Insel aus. Nach dieser intensiven Zeit endete das Prank-Battle, und Simon wandte sich anderen Formaten zu. Ein bemerkenswertes Projekt war beispielsweise der detailgetreue Nachbau von Harry Potters Zimmer unter der Treppe, in dem er anschließend zwei Tage verbrachte.
Nach sieben Jahren ununterbrochener Aktivität auf der Plattform traf Simon Will im Januar 2022 eine wegweisende Entscheidung: Er verabschiedete sich vorerst von YouTube. Er spürte zunehmend den Druck, ständig neuen und noch besseren Content liefern zu müssen. Gleichzeitig erkannte er, dass er seine kreative Arbeit auf diese Weise nicht mit seiner tief verwurzelten Leidenschaft für die Musik verbinden konnte, wie er es sich vorgestellt hatte. Dieser innere Konflikt führte zu einem radikalen „Cut“. Er stellte seine Social-Media-Accounts inaktiv, löschte die entsprechenden Apps von seinem Handy, um eine bewusste Distanz zu schaffen.
Diese Auszeit nutzte er für eine persönliche Reise. Gemeinsam mit seinem Freund Leon unternahm er einen einmonatigen Trip durch die USA. Diese Zeit fernab des digitalen Stresses ermöglichte ihm, sich neu zu sortieren und den Fokus auf das zu legen, was ihm wirklich wichtig war. Nach seiner Rückkehr nach Deutschland folgte ein weiterer wichtiger Schritt: der Umzug von Köln nach Berlin. In der Hauptstadt begann er, intensiv an den Songs zu arbeiten, die er schon lange produzieren wollte. Zuvor hatte er sich immer wieder an Pop-Musik versucht, doch nun suchte er nach einem Sound, der besser zu ihm passte – etwas Härteres, Authentischeres. So konzentrierte er sich auf Pop-Punk, ein Genre, das ihn schon in jungen Jahren geprägt hatte.
Die Suche nach dem richtigen Sound und dem passenden Team dauerte einige Zeit. Es galt, eine eigene Band auf die Beine zu stellen und ein Producing Team zu finden, das seine Vision teilte. Aber schließlich war es so weit. Mit seiner vollständigen Band und dem Produktionsteam im Rücken war er bereit, seine Musik mit der Welt zu teilen. Im vergangenen Jahr veröffentlichte er seine Debütsingle mit dem vielsagenden Titel „Moshpit“. Der Song wurde als feiner Pop-Punk beschrieben, mit lässigen Texten und einem Chorus, der sich langsam aufbaut, um dann in einem energiegeladenen Drop zu münden, der tatsächlich zum Springen im Moshpit einlädt.

Einige Monate nach „Moshpit“ folgte der Song „Kuss“. Aktuell liegt Simons Hauptfokus klar auf der Musikproduktion und dem Aufbau seiner musikalischen Karriere. Er verfolgt diese Leidenschaft mit voller Hingabe. Obwohl die Musik im Vordergrund steht, hat er seine Wurzeln in den sozialen Medien nicht komplett gekappt. Auf seinem YouTube-Kanal, der inzwischen 822.000 Abonnenten zählt, veröffentlicht er vereinzelt wieder andere Videos, die nicht rein musikalisch sind.
Auch auf anderen Plattformen ist er präsent. Auf Instagram folgen ihm 342.000 Menschen. Besonders aktiv ist er auf TikTok, wo er 974.000 Follower hat. Dort gibt er kürzere Einblicke in sein Leben als Musiker und den Arbeitsalltag mit seiner Band. Diese Kanäle nutzt er nun vor allem, um seine musikalische Reise zu begleiten und seine Fans auf dem Laufenden zu halten.
Simon Will selbst reflektiert seinen Werdegang offen. Er sagt, er sei ganz natürlich in das „Creator-Leben“ hineingewachsen und sei dankbar für alles, was er erleben durfte. Gleichzeitig beschreibt er es als einen „Fluch“, da er das Gefühl hatte, die Kanäle zu vernachlässigen, wenn er sich die nötige Zeit für die Musik nahm. Der Druck, ständig neuen Content liefern zu müssen, stand der kreativen Tiefe entgegen, die er für die Musik suchte. Für ihn war klar, dass er diesen „Cut“ machen musste, um wirklich zu sich selbst zu finden.
Häufig gestellte Fragen zu Simon Will
Nachdem Simon Will seinen Fokus verschoben hat, tauchen bei vielen Followern Fragen auf. Hier beantworten wir einige davon basierend auf den verfügbaren Informationen:
- Was ist mit Simon Will passiert?
Simon Will hat sich nach einer sehr erfolgreichen Karriere als YouTuber, bekannt für Comedy und Pranks, entschieden, sich hauptsächlich auf seine Leidenschaft für die Musik zu konzentrieren. Er machte eine Pause von Social Media und startete eine neue Karriere als Musiker im Pop-Punk-Genre. - Warum hat Simon Will eine Pause von YouTube gemacht?
Er verspürte zunehmend Druck, ständig neue und bessere Videos hochzuladen, und merkte, dass er diese Arbeit nicht wie gewünscht mit seiner Musikleidenschaft verbinden konnte. Um sich voll und ganz der Musik widmen zu können, entschied er sich für eine Auszeit und einen Neuanfang. - Worauf konzentriert sich Simon Will heute?
Heute konzentriert sich Simon Will hauptsächlich auf die Produktion und Veröffentlichung seiner eigenen Musik im Pop-Punk-Stil. Er veröffentlicht Songs, hat eine Band und gibt Einblicke in sein Musikerleben, während er nur noch vereinzelt andere Videoformate auf seinem YouTube-Kanal teilt. - Wie heißt die Band von Simon Will?
Der bereitgestellte Text nennt den Namen seiner Band nicht explizit, erwähnt aber, dass er eine Band auf die Beine gestellt hat und mit einem Producing Team zusammenarbeitet. Sein Freund Leon ist sein Gitarrist. - Welche Musik macht Simon Will jetzt?
Simon Will hat seinen musikalischen Stil gefunden und konzentriert sich auf härtere Sounds, insbesondere Pop-Punk. Seine Debütsingle „Moshpit“ ist ein Beispiel für diesen Stil.
Simon Wills Weg zeigt eindrucksvoll, dass eine kreative Karriere viele Facetten haben kann und dass es Mut erfordert, den eigenen Leidenschaften zu folgen, auch wenn dies eine Neuausrichtung bedeutet. Seine Geschichte vom erfolgreichen YouTuber zum engagierten Musiker ist inspirierend.
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