Das Samsung Galaxy A7 (2018) zog bei seiner Einführung viele Blicke auf sich. Mit seinem auffälligen Design, dem attraktiven Preis und vor allem der Premiere einer Triple-Kamera auf der Rückseite versprach es viel. Doch kann dieses Smartphone auch in Sachen Fotografie überzeugen? Wir haben uns das Galaxy A7 genau angeschaut und die Kameras auf Herz und Nieren geprüft, um herauszufinden, ob es mehr als nur ein schickes Äußeres bietet.

Design und Display: Ein echter Hingucker
Schon auf den ersten Blick fällt das Samsung Galaxy A7 ins Auge. Besonders in der blauen Farbvariante, die wir getestet haben, ist es ein echter Blickfang und schimmert wunderschön, wenn Licht darauf fällt. Das Design ist modern, wenn auch mit etwas geraden Kanten, was ihm ein leicht 'kastenförmiges' Aussehen verleiht. Insgesamt ist die Optik aber exzellent gelungen.

Trotz seiner Größe ist das Smartphone angenehm zu halten, auch wenn die Bedienung mit einer Hand für manche Nutzer schwierig sein könnte. Ein kleiner Nachteil ist, dass Fingerabdrücke sehr leicht sichtbar sind. Wer das schöne Design schützen und gleichzeitig Abdrücke vermeiden möchte, sollte über eine Hülle nachdenken.
Der Fingerabdrucksensor ist nicht auf der Rückseite platziert, sondern clever in den seitlichen Power-Button integriert – eine praktische Lösung. Die Kameras auf der Rückseite nehmen kaum Platz ein, sodass viel glänzende Oberfläche zur Bewunderung bleibt.
Auf der Vorderseite gibt es keine Notch, dafür aber einen schwarzen Balken am oberen Rand und ein ähnlich großes 'Kinn' unten. Die Bildschirmränder sind zwar nicht die dünnsten auf dem Markt, aber auch weit davon entfernt, riesig zu sein. Sie umrahmen ein sehr ansprechendes 6-Zoll-Display.
Das Display selbst ist ein echtes Highlight. Es handelt sich um ein helles, scharfes Super AMOLED Panel mit einer Auflösung von 1080x2220 Pixeln im 18.5:9 Format. Farben werden akkurat wiedergegeben und die Blickwinkel sind selbst bei Neigung gut. Das macht das Betrachten von Fotos und Videos zu einem Vergnügen.
An den Seiten finden sich die üblichen Lautstärkeregler sowie die SIM- und MicroSD-Kartensteckplätze. Unten gibt es erfreulicherweise einen Audio-Anschluss (Yay!), aber leider keinen USB-C-Port (Boo!). Stattdessen kommt Micro-USB zum Einsatz, was angesichts der Verbreitung von USB-C bei neueren Smartphones etwas enttäuschend ist.
Kamera: Setup und Funktionen
Das Samsung Galaxy A7 war das erste Samsung-Smartphone mit einer Triple-Kamera auf der Rückseite. Dieses Setup besteht aus:
- Einer Hauptkamera mit 24 Megapixeln und einer lichtstarken Blende von f/1.7.
- Einem Ultra-Weitwinkelobjektiv mit 8 Megapixeln und f/2.4 Blende.
- Einem Tiefensensor mit 5 Megapixeln und f/2.2 Blende, der für Porträteffekte zuständig ist.
Die Wahl eines Ultra-Weitwinkelobjektivs anstelle eines Monochrom-Sensors, wie ihn einige Konkurrenten nutzten, bietet mehr Vielseitigkeit und ermöglicht es, mehr vom Motiv einzufangen, ohne sich bewegen zu müssen – besonders nützlich in engen Räumen oder für Gruppenaufnahmen.
Dank der mehreren Objektive ist auch der beliebte Live Focus-Modus verfügbar, mit dem man Aufnahmen mit unscharfem Hintergrund (Bokeh) erstellen kann. Dies ist mittlerweile ein Standardmerkmal bei vielen Smartphones.
Für Selfie-Fans gibt es eine Frontkamera mit beeindruckenden 24 Megapixeln und einer f/2.0 Blende. Auch hier gibt es kreative Optionen, darunter Live Focus für Porträt-Selfies.

Die Kamera-App ist funktional und bietet verschiedene Modi wie Beauty (für Selfies), Panorama, Live Focus, Pro, Hyperlapse, Slow Motion und einen Szenenoptimierer, der die Einstellungen automatisch anpasst. Ein nettes Feature ist der 'Full View'-Modus, der die schwarzen Ränder entfernt und die Optionen auf einem transparenten Hintergrund anzeigt, sodass man das gesamte 6-Zoll-Display als Sucher nutzen kann.
Videoaufnahmen sind in 2160p und 1080p mit 30 Bildern pro Sekunde möglich. Elektronische Bildstabilisierung ist für Videos verfügbar.
Bildqualität: Was leistet die Kamera wirklich?
Kommen wir zum Kern der Sache: der Bildqualität. Das Samsung Galaxy A7 macht prinzipiell gute Fotos, aber... ihnen fehlt im Vergleich zu Smartphones ähnlicher Preisklasse ein wenig der 'Punch' oder die Lebendigkeit, die man sich wünschen würde. In gut beleuchteten Situationen liefert das A7 durchaus schöne Bilder, die Farben und Details gut einfangen.
Sobald die Lichtverhältnisse jedoch nachlassen, sinkt auch die Bildqualität merklich ab. Fotos können dann etwas matschig wirken, obwohl sie für die Nutzung in sozialen Medien wahrscheinlich noch ausreichend sind. Das Standard-Weitwinkelobjektiv (f/1.7) schlägt sich bei schlechtem Licht etwas besser als das Ultra-Weitwinkel (f/2.4), aber auch hier sind keine herausragenden Ergebnisse zu erwarten.
Ein Bereich, in dem das A7 manchmal zu kämpfen hat, ist der Dynamikbereich. Szenen mit starken Hell-Dunkel-Kontrasten können schwierig sein, wobei helle Bereiche überbelichtet und dunkle Bereiche unterbelichtet werden können. Das A7 scheint extreme Dynamikbereiche nicht so gut zu verarbeiten wie einige Konkurrenten.
Der Live Focus-Modus funktioniert gut und erzeugt ansprechende Bokeh-Effekte mit meist sauberer Trennung vom Motiv. Das Ultra-Weitwinkelobjektiv ist, wie erwähnt, praktisch für weite Aufnahmen, zeigt aber eine deutliche tonnenförmige Verzeichnung (Barrel Distortion) an den Rändern.
Details sind in den Fotos vorhanden, aber die 24 Megapixel des Hauptsensors scheinen nicht vollständig ausgeschöpft zu werden. Die Detailwiedergabe liegt eher auf dem Niveau eines guten 12-Megapixel-Smartphones.
Im Pro-Modus ist ein ISO-Bereich von ISO 80 bis ISO 1000 verfügbar. Wie üblich liefert die niedrigste ISO-Einstellung die beste Bildqualität. Ab ISO 160 beginnt der Detailverlust merklich zu werden, höhere ISO-Werte führen zu deutlichem Bildrauschen.

Der automatische Weißabgleich (AWB) liefert unter gemischten Lichtverhältnissen ordentliche Ergebnisse. Die voreingestellten Weißabgleich-Modi für Kunstlicht und Leuchtstofflampen neigen jedoch dazu, den Bildern einen unschönen Pinkstich zu verleihen.
Selfies und Porträts mit der Frontkamera sind ebenfalls gut, aber auch ihnen fehlt der 'Pop', den einige andere Smartphones bei ihren Bildern erzeugen können, obwohl die Details an sich gut sind.
Digitale Filter oder Effekte sind zum Zeitpunkt der Aufnahme in der Standard-App nicht verfügbar, können aber nachträglich angewendet werden oder über andere Foto-Apps genutzt werden.
Panoramaufnahmen werden gut zusammengesetzt und zeigen in hellen Bereichen ordentliche Details. In dunkleren Bildteilen hat die Kamera jedoch etwas zu kämpfen.
Zusammenfassend lässt sich sagen: Das Samsung Galaxy A7 (2018) macht unter guten Bedingungen ansprechende Fotos, aber im Vergleich zu anderen Smartphones in derselben Preisklasse fällt es in Bezug auf Lebendigkeit, Low-Light-Fähigkeiten und Dynamikbereich etwas zurück.
Leistung und Akku
In Bezug auf die allgemeine Leistung liefert das Samsung Galaxy A7 solide Ergebnisse für den Alltag, wie die Geekbench- und AnTuTu-Scores zeigen (AnTuTu: 121205; Geekbench 4: 1526 Single-Core, 4413 Multi-Core). Für normale Aufgaben wie Surfen, Social Media und leichte Spiele ist die Performance ausreichend.
Der Akku des Galaxy A7 hat eine Kapazität von 3300 mAh. Bei moderater, alltäglicher Nutzung reicht der Akku in der Regel aus, um einen Tag durchzuhalten. Allerdings ist das Aufladen des Akkus nicht das schnellste, was man auf dem Markt findet.
Handhabung und Anschlüsse
Abgesehen von der bereits erwähnten Größe, die für manche Nutzer die Einhandbedienung erschweren könnte, liegt das Galaxy A7 gut in der Hand. Die Integration des Fingerabdrucksensors im Power-Button ist intuitiv und funktioniert zuverlässig.

Die Entscheidung für einen Micro-USB-Anschluss anstelle des moderneren USB-C ist ein klarer Nachteil, da USB-C zunehmend zum Standard wird und Vorteile bei der Handhabung (verdrehsicher) und oft auch bei der Ladegeschwindigkeit bietet. Positiv hervorzuheben ist jedoch das Vorhandensein eines 3,5mm Klinkenanschlusses für Kopfhörer.
Vor- und Nachteile im Überblick
| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
| Ansprechendes Design | Bildqualität lässt bei wenig Licht nach |
| Exzellentes Display (Super AMOLED) | Kein USB-C-Anschluss (Micro-USB) |
| Schöne Fotos bei gutem Licht | Bildern fehlt es an 'Pop' |
| 'Full View'-Modus in der Kamera-App | Schwierigkeiten mit hohem Dynamikbereich |
| Ultra-Weitwinkelobjektiv bietet Vielseitigkeit | Detailwiedergabe der 24MP Kamera nicht optimal |
| Gute Akkulaufzeit bei moderater Nutzung | Langsames Aufladen |
| 3,5mm Kopfhöreranschluss | Zeigt Fingerabdrücke leicht |
Fazit
Das Samsung Galaxy A7 (2018) ist zweifellos ein optisch ansprechendes Smartphone mit einem hervorragenden Display für seine Preisklasse. Die Triple-Kamera auf der Rückseite ist ein spannendes Feature, insbesondere das Ultra-Weitwinkelobjektiv erweitert die kreativen Möglichkeiten. Bei guten Lichtverhältnissen liefert das A7 schöne Bilder, die für die meisten Anwendungsfälle, insbesondere soziale Medien, absolut ausreichend sind.
Allerdings muss man ehrlicherweise sagen, dass die Kamera in puncto Bildqualität, besonders bei schlechterem Licht und im Umgang mit schwierigen Kontrasten, nicht ganz mit einigen Konkurrenten in derselben Preisklasse mithalten kann. Den Bildern fehlt manchmal die Brillanz und der 'Pop', den man von anderen Geräten kennt. Auch der veraltete Micro-USB-Anschluss ist ein Wermutstropfen.
Für den Preis von rund 300 Pfund (zum Zeitpunkt der Veröffentlichung) bot das Galaxy A7 ein attraktives Gesamtpaket aus Design, Display und vielseitiger Kamera. Wer ein schickes Smartphone mit einem tollen Bildschirm sucht und hauptsächlich bei gutem Licht fotografiert, könnte hier fündig werden. Fotografie-Enthusiasten, die maximale Bildqualität unter allen Bedingungen erwarten, sollten sich jedoch möglicherweise nach Alternativen umsehen.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Ist das Samsung Galaxy A7 (2018) noch ein gutes Handy für Fotos?
Es kann bei gutem Licht immer noch schöne Fotos machen, besonders mit dem Ultra-Weitwinkelobjektiv und dem Live Focus-Modus. Bei schlechten Lichtverhältnissen und hohem Kontrast lässt die Qualität jedoch nach und liegt hinter der Leistung modernerer oder anderer Telefone seiner damaligen Preisklasse zurück.
Ist das Samsung Galaxy A7 (2018) noch aktuell und wird es unterstützt?
Das Samsung Galaxy A7 (2018) ist ein älteres Modell und wird von Samsung nicht mehr offiziell mit Software-Updates unterstützt. Das bedeutet, dass es keine neuen Android-Versionen oder Sicherheitsupdates mehr erhält.
Wie lange hält der Akku des Samsung Galaxy A7 (2018)?
Der 3300-mAh-Akku reicht bei moderater, alltäglicher Nutzung in der Regel für einen ganzen Tag. Die Ladegeschwindigkeit ist jedoch eher langsam.
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