Ava Max ist heute eine feste Größe in der globalen Popmusikszene, bekannt für ihre eingängigen Hits und ihren unverwechselbaren Stil. Doch wann genau begann ihr kometenhafter Aufstieg? Viele Fans fragen sich, welcher Moment ihre Karriere definierte und sie über Nacht zum Star machte. Die Geschichte ihres Erfolgs ist das Ergebnis jahrelanger Arbeit, musikalischer Entwicklung und eines einzigen Songs, der alles veränderte.

Bevor Ava Max als der Popstar bekannt wurde, den wir heute kennen, durchlief sie verschiedene Phasen ihrer musikalischen Entwicklung. Geboren als Amanda Ava Koci, wuchs sie in einer musikalisch geprägten Familie auf, wobei ihre Mutter, eine Opernliebhaberin, einen frühen Einfluss hatte. Schon als Kind zeigte sie Talent und trat auf Schulbühnen auf. Ihre musikalischen Vorbilder reichen von Madonna bis Britney Spears, was ihren späteren Pop-Sound prägen sollte.
Die frühen Schritte: Von Amanda Kay zu AVA
Ihre ersten ernsthaften Schritte im Musikgeschäft unternahm sie Mitte der 2000er Jahre. Unter dem Namen Amanda Kay veröffentlichte sie auf Myspace erste eigene Songs und Coverversionen, teilweise produziert von Kevin Rudolf. Im Jahr 2008 erschien sogar eine EP mit sechs Songs unter diesem Namen. Dies waren wichtige erste Versuche, Fuß zu fassen, aber der große Erfolg blieb noch aus.
Einige Jahre später, um 2013, startete sie einen Neuanfang unter dem Künstlernamen AVA. In dieser Zeit kam es zu Kollaborationen, unter anderem mit dem österreichischen Produzenten Fritz Jerey. Songs wie „Satellite“ und „Take Away the Pain“ entstanden, die auf Plattformen wie SoundCloud veröffentlicht wurden. Es war auch die Zeit, in der sie Kontakt zum Produzententeam um Dr. Luke knüpfte.
Zwischen 2014 und 2015 traf sie auf den kanadischen Musikproduzenten Cirkut (Henry Russell Walter), der später zu einem ihrer wichtigsten musikalischen Partner und auch Lebensgefährten wurde. Gemeinsam produzierten sie weitere Songs wie „Spinning Around“ und „Come Home“, die ebenfalls auf SoundCloud unter dem Namen Ava Koci veröffentlicht wurden. Diese Phase war entscheidend, um ihren Sound zu finden und kreative Partnerschaften aufzubauen.
Der Plattenvertrag und die ersten offiziellen Releases
Ein wichtiger Meilenstein auf ihrem Weg war die Unterzeichnung eines Plattenvertrags mit Atlantic Records im Jahr 2016. Dies bedeutete, dass sie nun die Unterstützung eines großen Labels hatte, um ihre Musik einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Unter dem Namen AVA veröffentlichte sie 2016 die Songs „Jet Set“ und „Anyone But You“ auf SoundCloud, wobei letzterer die Aufmerksamkeit mehrerer Labels erregte und letztlich zum Vertrag führte.

Im August 2017 erfolgte dann ihre erste offizielle Single-Veröffentlichung unter dem Namen Ava Max: „Clap Your Hands“, eine Kollaboration mit dem US-amerikanischen DJ Le Youth. Dieser Song erzielte bereits beachtliche Streamingzahlen auf Spotify und Aufrufe auf YouTube, was zeigte, dass sie begann, eine Fanbasis aufzubauen.
Ende 2017 folgte ein weiteres Lied, das zunächst nur auf SoundCloud erschien, aber schnell an Popularität gewann: „Not Your Barbie Girl“. Dieser Song nutzte ein Sample von Aquas 90er-Jahre-Hit und wurde insbesondere durch die häufige Verwendung in TikTok-Videos bekannt. Dies war ein früher Hinweis darauf, wie wichtig digitale Plattformen für ihren späteren Erfolg werden würden.
Der definitive Durchbruch: „Sweet but Psycho“
Alle vorherigen Schritte, die musikalische Entwicklung, die Suche nach ihrem Namen und Sound, die Produzenten-Partnerschaften und die ersten offiziellen Veröffentlichungen, führten zu einem entscheidenden Moment: der Veröffentlichung der Single „Sweet but Psycho“ am 17. August 2018. Dieser Song war der Katalysator für ihren globalen Ruhm.
„Sweet but Psycho“ stieg schnell in den Charts auf. Bereits Mitte August 2018 erreichte er die schwedischen Musikcharts und kletterte dort bis Oktober auf Platz eins. Der Erfolg breitete sich lawinenartig aus. Innerhalb von nur vier Wochen erreichte der Song die Spitzenposition in Deutschland. Kurz darauf eroberte er auch die Chartspitzen in der Schweiz, Österreich und dem Vereinigten Königreich. Insgesamt kletterte „Sweet but Psycho“ in sage und schreibe 22 Ländern an die Spitze der Singlecharts.
Der Song, produziert von Cirkut, besticht durch einen eingängigen Pop-Sound mit Elementen, die an frühe Hits von Künstlerinnen wie Lady Gaga oder P!nk erinnern, aber modern und radiotauglich klingen. Die Melodie ist extrem einprägsam, der Refrain setzt schnell ein und bleibt im Ohr hängen. Der Text, der eine Frau beschreibt, die nach außen hin „süß“ erscheint, aber auch eine „psycho“-Seite hat, sorgte zwar für einige Diskussionen und Kritik bezüglich der Darstellung psychischer Gesundheit, trug aber zweifellos zur Aufmerksamkeit bei. Ava Max selbst erklärte, der Song reflektiere ihre eigenen unterschiedlichen Seiten und die Akzeptanz aller Facetten einer Persönlichkeit.
Der Erfolg von „Sweet but Psycho“ wurde durch ein auffälliges Musikvideo verstärkt, das ebenfalls viel Aufmerksamkeit erregte und heute Hunderte Millionen Aufrufe auf YouTube verzeichnet. Das Video, das die Sängerin in verschiedenen, teils verstörenden Szenarien zeigt, passte perfekt zum Titel und trug maßgeblich zur Viralität des Songs bei.

Der kommerzielle Erfolg von „Sweet but Psycho“ setzte sich auch im Jahr 2019 fort und erreichte Anfang des Jahres schließlich auch die Top 10 der US-amerikanischen Billboard Hot 100 Charts. Damit war klar: Ava Max war nicht mehr nur ein Geheimtipp oder ein europäisches Phänomen, sondern ein globaler Pop-Superstar.
Die Festigung des Erfolgs: Album und weitere Hits
Nach dem überwältigenden Erfolg von „Sweet but Psycho“ galt es, diesen Status zu festigen. Die Nachfolgesingle „So Am I“, veröffentlicht im März 2019, konnte den Erfolg des Vorgängers zwar nicht ganz erreichen, war aber dennoch ein beachtlicher Hit in vielen Ländern und festigte ihren Ruf als Lieferantin von eingängigen Pop-Hymnen.
Es folgten weitere Singles wie „Torn“, „Salt“ (der bereits 2018 auf SoundCloud erschienene Song wurde Ende 2019 offiziell veröffentlicht) und „Kings & Queens“, die ebenfalls erfolgreich waren und die Vorfreude auf ihr Debütalbum steigerten.
Am 18. September 2020 erschien schließlich Ava Max' mit Spannung erwartetes Debütalbum „Heaven & Hell“. Das Album enthielt neben den bereits veröffentlichten Hits auch neue Songs und präsentierte ihren charakteristischen Pop-Sound. Das Album war ein kommerzieller Erfolg und erreichte hohe Chartpositionen in vielen Ländern, darunter Deutschland, Österreich, die Schweiz, das Vereinigte Königreich und die USA. Mit dem Album etablierte sich Ava Max endgültig als ernstzunehmende Künstlerin mit einem kohärenten musikalischen Werk.
Auch nach ihrem Debütalbum blieb Ava Max aktiv. Sie veröffentlichte weitere Singles wie „My Head & My Heart“ (eine spätere Ergänzung zum digitalen Album), „EveryTime I Cry“ und Kollaborationen wie „The Motto“ mit Tiësto (2021). Im Januar 2023 folgte ihr zweites Studioalbum mit dem Titel „Diamonds & Dancefloors“, das ebenfalls mehrere Single-Auskopplungen hervorbrachte und ihren Status in der Popwelt weiter festigte.

Häufig gestellte Fragen
Hier sind einige häufige Fragen rund um den Durchbruch von Ava Max:
Wann wurde Ava Max weltberühmt?
Ava Max wurde Ende 2018 weltberühmt, ausgelöst durch den massiven globalen Erfolg ihrer Single „Sweet but Psycho“, die in zahlreichen Ländern die Chartspitze erreichte.
Was war der erste große Hit von Ava Max?
Der erste große und globale Hit von Ava Max war die Single „Sweet but Psycho“, veröffentlicht im August 2018.
Wie lange hat es gedauert, bis Ava Max berühmt wurde?
Von ihren ersten musikalischen Versuchen als Amanda Kay im Jahr 2008 bis zum weltweiten Durchbruch mit „Sweet but Psycho“ im Jahr 2018 vergingen rund zehn Jahre. Ihr Weg war also kein sofortiger Erfolg, sondern das Ergebnis langjähriger Arbeit und Entwicklung.
Wann erschien das Debütalbum von Ava Max?
Das Debütalbum von Ava Max mit dem Titel „Heaven & Hell“ erschien am 18. September 2020.
Fazit
Die Karriere von Ava Max zeigt, dass Durchbruch oft das Ergebnis von Ausdauer, Talent und dem richtigen Timing ist. Obwohl sie bereits seit vielen Jahren Musik machte und verschiedene Namen sowie Stile ausprobierte, war der Moment, der sie ins Rampenlicht katapultierte, eindeutig die Veröffentlichung von „Sweet but Psycho“ im August 2018. Dieser Song war der entscheidende globale Durchbruch, der ihr den Weg für eine erfolgreiche internationale Karriere ebnete. Seitdem hat sie ihren Platz in der Popmusik gefestigt und liefert weiterhin Hits für ihre wachsende Fangemeinde weltweit.
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