Wird kam mit 2 m geschrieben?

Schreibt man 'kam' mit einem oder zwei 'm'?

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Die deutsche Rechtschreibung hält manchmal kleine Tücken bereit, die selbst Muttersprachler ins Grübeln bringen können. Eine häufige Frage betrifft die Schreibweise des Verbs „kommen“, insbesondere dessen Vergangenheitsform „kam“. Sollte es mit einem oder zwei „m“ geschrieben werden? Die Antwort ist eindeutig, und sie folgt einer wichtigen Regel der deutschen Sprache.

Wie schreibt man
da·zu̱·kom·men VERB ohne OBJ.

Die korrekte Schreibweise der Vergangenheitsform (Präteritum) von „kommen“ ist kam – mit nur einem „m“. Doch warum ist das so, während die Grundform „kommen“ mit zwei „m“ geschrieben wird?

Das Verb „kommen“ – Ein Blick auf die Basis

Betrachten wir zunächst das Verb in seiner Grundform: „kommen“. Hier haben wir ein kurzes „o“ als Vokal. In der deutschen Rechtschreibung wird ein kurzer, betonter Vokal in der Regel von einer Verdoppelung des nachfolgenden Konsonanten gefolgt, sofern dieser nicht Teil einer Konsonantenverbindung wie „ch“, „sch“, „ck“, „tz“ etc. ist. Bei „kommen“ ist dies der Fall: Das kurze „o“ wird von zwei „m“ gefolgt, um anzuzeigen, dass der Vokal kurz gesprochen wird.

Beispiele für die Grundform und ähnliche Verben mit kurzem Vokal:

  • kommen (kurzes o)
  • schwimmen (kurzes i)
  • rennen (kurzes e)
  • singen (kurzes i - *Ausnahme, da ng folgt*)

Die Vergangenheitsform „kam“ – Warum nur ein „m“?

Nun zur Vergangenheitsform (Präteritum): „kam“. Hier ändert sich nicht nur die Endung, sondern auch der Stammvokal. Aus dem kurzen „o“ wird ein langes „a“. Und genau hier liegt der Schlüssel zur Schreibweise. Ein langer Vokal wird im Deutschen typischerweise von einem einzelnen Konsonanten gefolgt. Es gibt keine Verdoppelung des Konsonanten, um die Vokallänge anzuzeigen – die Länge wird durch die einzelne Konsonanten geschrieben.

Beispiele für die Vergangenheitsform „kam“ im Satz:

  • Gestern kam er spät nach Hause.
  • Sie kam mit dem Zug an.
  • Plötzlich kam ein Gedanke.

Die Regel ist also: Kurzer Vokal = Konsonantenverdopplung (kommen). Langer Vokal = einfacher Konsonant (kam).

„Dazu kam“ oder „dazukommen“?

Die Frage „Wie schreibt man 'dazu kam'?“ bezieht sich auf das zusammengesetzte Verb „dazukommen“. Auch hier gilt die Regel für die Vergangenheitsform „kam“. „Dazukommen“ ist ein trennbares Verb. In vielen Satzstrukturen wird der Präfix „dazu“ vom Verbstamm getrennt, besonders im Präsens und im Präteritum, wenn das Verb an zweiter Stelle steht.

Betrachten wir den Satz, den Sie als Beispiel gegeben haben:

„Als sie einmal zum Essen dazukommt, lässt er den Braten im Ofen verstecken und fertigt sie unbarmherzig ab.“

In diesem Nebensatz steht „dazukommt“ am Ende und wird zusammengeschrieben. Dies ist die Präsensform des Verbs „dazukommen“ (3. Person Singular).

Wenn wir diesen Satz nun in die Vergangenheit (Präteritum) setzen würden, sähe er – je nach Satzstruktur – so aus:

  • Hauptsatz: Sie kam dazu. (Hier ist „dazu“ vom Verb getrennt und steht nach dem Verb, was bei trennbaren Verben im Hauptsatz üblich ist. Man schreibt es aber zusammen als Teil des Präteritums des zusammengesetzten Verbs „dazukommen“: „Sie kam dazu“.)
  • Nebensatz (wie in Ihrem Beispiel, angepasst an Präteritum): Als sie einmal zum Essen dazukam, ließ er den Braten im Ofen verstecken... (Im Nebensatz steht das trennbare Verb meist am Ende und wird zusammengeschrieben, auch im Präteritum. Die Form ist „dazukam“).

Ob „dazu kam“ getrennt oder zusammengeschrieben wird, hängt also von der Satzstellung ab, aber die Form des Verbs selbst ist immer „kam“ (mit einem „m“) im Präteritum. Die korrekte Schreibweise des zusammengesetzten Verbs im Präteritum ist dazukam (wenn es am Satzende im Nebensatz steht) oder kam dazu (wenn es im Hauptsatz getrennt wird). In beiden Fällen wird „kam“ mit nur einem „m“ geschrieben.

Vokalänge und Konsonantenverdopplung – Die Regel verstehen

Diese Regel der deutschen Rechtschreibung, die den Zusammenhang zwischen Vokallänge und nachfolgendem Konsonanten beschreibt, ist fundamental. Sie hilft uns, die Schreibweise vieler Wörter zu erklären.

Wird kam mit 2 m geschrieben?
Der Stamm komm wird mit Doppel-m geschrieben, kam hingegen mit einem m.
  • Ein kurzer Vokal (wie in Bett, ratten, voll, dick) wird in der Regel durch die Verdopplung des nachfolgenden Konsonanten gekennzeichnet. Das liegt daran, dass im Mittelhochdeutschen (einer früheren Sprachstufe) nach kurzen Vokalen oft zwei Konsonanten gesprochen wurden, während nach langen Vokalen nur einer gesprochen wurde. Diese Ausspracheunterschiede haben sich in der modernen Schreibweise verfestigt.
  • Ein langer Vokal (wie in Beet, raten, wohl, Sieg) wird in der Regel durch einen einzelnen Konsonanten gekennzeichnet. Manchmal wird die Vokallänge auch durch ein nachfolgendes „h“ (Bahn, Lohn) oder durch Dehnungslaute wie „ie“ (Liebe) oder „aa“, „ee“, „oo“ (Haar, See, Moor) angezeigt, aber die Basisregel ist der einzelne Konsonant nach einem langen Vokal.

Das Beispiel „kommen“ (kurzes o, mm) und „kam“ (langes a, m) ist ein Paradebeispiel für diese Regelung.

Vergleich: kommen vs. kam

FormVokalVokallängeNachfolgender KonsonantSchreibweise
kommen (Infinitiv)okurzmmm (verdoppelt)
kam (Präteritum)alangmm (einfach)

Häufig gestellte Fragen (FAQs)

Warum wird „kommen“ mit „mm“ und „kam“ mit „m“ geschrieben?

Der Unterschied liegt in der Länge des Stammvokals. In „kommen“ ist das „o“ kurz, was durch die Verdopplung des „m“ angezeigt wird. In „kam“ ist das „a“ lang, was durch den einfachen Konsonanten „m“ angezeigt wird. Dies folgt einer grundlegenden Regel der deutschen Rechtschreibung, die kurze betonte Vokale durch Konsonantenverdopplung kennzeichnet.

Gibt es andere Verben, bei denen sich die Anzahl der Konsonanten in der Vergangenheit ändert?

Ja, dieses Phänomen tritt bei einigen starken Verben auf, deren Stammvokal sich im Präteritum ändert (Ablaut) und dabei von kurz zu lang wechselt oder umgekehrt. Ein anderes Beispiel ist „rennen“ (kurzes e, nn) -> „rannte“ (kurzes a, nn). Hier bleibt die Konsonantenverdopplung erhalten, da der Vokal „a“ in „rannte“ ebenfalls kurz ist. Ein Gegenbeispiel wäre „backen“ (kurzes a, ck) -> „buk“ (langes u, k). Hier wird aus „ck“ ein „k“, weil der Vokal lang wird.

Schreibt man „dazu kam“ immer zusammen?

Die Schreibweise von „dazu kam“ hängt von der Satzstellung ab, da „dazukommen“ ein trennbares Verb ist. Im Hauptsatz wird es getrennt geschrieben: „Sie kam dazu.“ Im Nebensatz wird es meist zusammengeschrieben: „...als sie dazukam.“ In beiden Fällen wird „kam“ mit nur einem „m“ geschrieben.

Wie kann ich die Vokallänge erkennen?

Die Vokallänge zu erkennen, erfordert Übung und oft Kenntnis des Wortes. In vielen Fällen kann man die Länge hören – lange Vokale werden gedehnt gesprochen (wie in „kam“), kurze Vokale klingen abrupter (wie in „kommen“). Die Rechtschreibung selbst (Verdopplung des Konsonanten oder Dehnungszeichen) gibt ebenfalls Hinweise auf die Vokallänge.

Zusammenfassung

Zusammenfassend lässt sich sagen: Die korrekte Schreibweise ist „kam“ mit einem „m“. Der Grund dafür ist die Länge des Vokals „a“ in „kam“, der lang gesprochen wird. Das unterscheidet es von der Grundform „kommen“, bei der das „o“ kurz ist und daher die Konsonantenverdopplung „mm“ erforderlich macht. Diese Regel über Vokallänge und Konsonantenverdopplung ist ein wichtiger Aspekt der deutschen Rechtschreibung und hilft Ihnen, viele Wörter korrekt zu schreiben, einschließlich des zusammengesetzten Verbs „dazukommen“ in seiner Vergangenheitsform „dazukam“ oder „kam dazu“. Merken Sie sich: Langer Vokal = einfacher Konsonant.

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Andenmatten Soltermann

Hallo! Ich bin Andenmatten Soltermann, ein Schweizer Fotograf, der leidenschaftlich die Essenz der Welt durch seine Linse einfängt. Geboren und aufgewachsen in den majestätischen Schweizer Alpen, haben die deutsche Sprache und atemberaubende Landschaften meine kreative Vision geprägt. Meine Liebe zur Fotografie begann mit einer alten analogen Kamera, und seitdem widme ich mein Leben der Kunst, visuelle Geschichten zu erzählen, die berühren und verbinden.In meinem Blog teile ich praktische Tipps, Techniken und Erfahrungen, um dir zu helfen, deine fotografischen Fähigkeiten zu verbessern – egal, ob du ein neugieriger Anfänger oder ein erfahrener Profi bist. Von der Beherrschung des natürlichen Lichts bis hin zu Ratschlägen für wirkungsvolle Bildkompositionen ist es mein Ziel, dich zu inspirieren, die Welt mit neuen Augen zu sehen. Mein Ansatz verbindet Technik mit Leidenschaft, immer auf der Suche nach dem Funken, der ein Foto unvergesslich macht.Wenn ich nicht hinter der Kamera stehe, findest du mich auf Bergpfaden, auf Reisen nach neuen Perspektiven oder beim Genießen der Schweizer Traditionen, die mir so am Herzen liegen. Begleite mich auf dieser visuellen Reise und entdecke, wie Fotografie die Art und Weise, wie du die Welt siehst, verändern kann.

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