Wie spricht man die Marke Canon aus?

Aussprache in der Fotografie: Canon & mehr

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Kennen Sie das Gefühl? Jemand erklärt etwas, das eigentlich klar sein sollte, und benutzt dabei Begriffe, deren Aussprache einfach nicht stimmen will. In der Welt der Fotografie gibt es einige Kandidaten, die immer wieder für Verwirrung sorgen. Manchmal hat man das Gefühl, die Leute plappern einfach nur nach, was sie irgendwo aufgeschnappt haben, ohne die korrekte Form zu kennen. Das kann ziemlich hartnäckig sein, ähnlich wie Falschinformationen. Während im engen Freundeskreis oder im regionalen Dialekt natürlich jeder so sprechen kann, wie ihm der Schnabel gewachsen ist – und ja, manche Dialekte sind für Ungeübte gewöhnungsbedürftig – gibt es doch eine korrekte oder zumindest gängige Aussprache für viele internationale Begriffe und Markennamen, insbesondere solche japanischen Ursprungs, die in der Fotografie eine Rolle spielen.

Wie spricht man die Marke Canon aus?
Canon … Selbst deutsche Sprecher sagen oft „Kennen“, was kaum weiter vom Original entfernt sein kann – denn mit der Kanone (englisch: cannon) hat das nix zu tun. Richtiger wäre Ka-nonn.

Warum die richtige Aussprache in der Fotografie wichtig sein kann

Es mag kleinlich erscheinen, auf die korrekte Aussprache zu pochen. Und in vielen informellen Situationen spielt es tatsächlich keine große Rolle. Doch in Diskussionen, Präsentationen oder einfach, wenn man sich sicher ausdrücken möchte, kann die korrekte Aussprache helfen. Es geht nicht darum, arrogant zu wirken, sondern darum, Klarheit zu schaffen und Missverständnisse zu vermeiden. Außerdem kann es schlichtweg nerven, wenn man immer wieder auf Fehler stößt oder gar selbst korrigiert wird – manchmal von Leuten, die es vielleicht selbst nicht ganz genau wissen, aber gerne „Klugscheißer“ spielen. Ein fundiertes Wissen, auch über die Aussprache, kann da sehr nützlich sein.

Bokeh: Mehr als nur Unschärfe

Ein perfektes Beispiel für einen oft falsch ausgesprochenen und noch häufiger falsch verwendeten Begriff ist „Bokeh“. Wer viel Zeit auf Plattformen wie YouTube verbringt, hat wahrscheinlich schon die wildesten Varianten gehört: „Boki“, „Boke“, „Bauki“, „Bouk“ und so weiter. Doch die korrekte Aussprache, die sich an der japanischen Herkunft orientiert, ist eher ein „Boh-keh“. Aber nicht nur die Aussprache, auch die Bedeutung wird oft missverstanden. Viele denken, Bokeh sei einfach nur ein anderes Wort für Unschärfe. Das stimmt aber nicht ganz. Bokeh beschreibt nicht die Tatsache, dass etwas unscharf ist, sondern die Art und die Qualität der unscharfen Bereiche im Bild. Man spricht also nicht von „mehr Bokeh“ oder „weniger Bokeh“, sondern von einem „schönen Bokeh“ oder einem „unschönen Bokeh“, je nachdem, wie die Lichter und Formen im unscharfen Hintergrund oder Vordergrund dargestellt werden. Es geht um die ästhetische Wirkung der Unschärfe. Die korrekte Verwendung und Aussprache zeigen, dass man den Begriff wirklich verstanden hat.

Adobe: Nicht das englische Wort für Ziegel

Die Software von Adobe ist aus der Fotografie-Welt kaum wegzudenken. Doch wie spricht man den Namen korrekt aus? Hört man oft „Adob-e“ (wie das englische Wort für Lehmziegel)? Ja. Ist das richtig? Nein. Die korrekte Aussprache ist „Adob-ih“. Der Name der Firma geht nämlich auf einen Bach in der San Francisco Bay Area zurück, der Adobe Creek heißt. Die Aussprache „Adob-ih“ ist also die korrekte.

Wacom: Eine Marke für Kreative

Grafiktabletts von Wacom sind bei vielen Fotografen und Bildbearbeitern beliebt. Auch hier schleichen sich oft Fehler ein. Selbst langjährige Profis hört man manchmal „Weh-komm“ oder „Wäkomm“ sagen. Die korrekte Aussprache, die sich an der japanischen Herkunft orientiert, ist jedoch „Wuah-komm“. Es lohnt sich, diese Nuance zu kennen, besonders wenn man in Fachkreisen darüber spricht.

Canon: Der Champion der Fehltritte

Kommen wir zu einem der häufigsten und hartnäckigsten Fehler im deutschen Sprachraum: der Aussprache der Marke Canon. Viele Deutsche sagen „Kennen“. Das ist jedoch extrem weit vom Original entfernt. Es hat auch nichts mit dem englischen Wort „cannon“ (Kanone) zu tun, obwohl die Schreibweise ähnlich ist. Die Marke Canon kommt aus Japan und die korrekte Aussprache ist „Ka-nonn“. Es ist erstaunlich, wie verbreitet der Fehler „Kennen“ ist, aber mit der richtigen Aussprache „Ka-nonn“ liegen Sie immer richtig und vermeiden ungläubige Blicke oder Korrekturen.

Nikon: Deutsch oder Englisch?

Ein ähnlicher Fall wie bei Canon ist die Marke Nikon. Viele, die englische Videos schauen oder sich am Englischen orientieren, sagen „Neik-on“. Doch die korrekte Aussprache, die ebenfalls aus dem Japanischen kommt, ist „Nikonn“, was der deutschen Lesart des Wortes sehr nahekommt. Hier ist es also hilfreich, eher deutsch als englisch zu denken, um die Marke korrekt zu benennen.

Weitere Marken und ihre Tücken

Natürlich gibt es noch weitere Marken in der Fotografie-Welt. Bei einigen, wie Minolta, Pentax oder Olympus, ist die Aussprache im Deutschen relativ eindeutig und bietet wenig Raum für Fehler. Doch bei anderen kann es wieder knifflig werden. Nehmen wir Fujifilm. Man hört manchmal absurde Dinge wie „Fu-iiii“. Die korrekte Aussprache ist jedoch ganz klar „Fu-dschi“, benannt nach dem berühmten japanischen Berg Fuji. Auch hier zeigt sich, dass die Kenntnis der Herkunft oder einfach der korrekten Form hilfreich ist.

Häufige Aussprachefehler und die korrekte Form

Um die gängigsten Fehler und die korrekte Aussprache übersichtlich darzustellen, haben wir eine kleine Tabelle erstellt:

Begriff/MarkeHäufige falsche AusspracheKorrekte Aussprache (Lautschriftversuch)
BokehBoki, Boke, Bauki, BoukBoh-keh
AdobeAdob-eAdob-ih
WacomWeh-komm, WäkommWuah-komm
CanonKennenKa-nonn
NikonNeik-onNikonn
FujifilmFu-iiiiFu-dschi

Häufig gestellte Fragen zur Aussprache in der Fotografie

Obwohl es nur um die korrekte Benennung geht, tauchen immer wieder ähnliche Fragen auf. Hier sind Antworten auf einige davon, basierend auf den gängigsten Unsicherheiten:

Warum sprechen so viele die Marke „Canon“ falsch aus?

Der Fehler „Kennen“ ist im deutschsprachigen Raum weit verbreitet. Das mag daran liegen, dass es dem deutschen Verb „kennen“ ähnelt. Es hat aber nichts mit der deutschen oder der englischen Sprache (wo „cannon“ Kanone bedeutet) zu tun. Die Marke kommt aus Japan, und die korrekte japanisch beeinflusste Aussprache ist „Ka-nonn“. Die falsche Aussprache ist einfach hartnäckig und wird oft von anderen übernommen, ohne die korrekte Form zu hinterfragen.

Was genau meint man, wenn man von „Bokeh“ spricht?

Bokeh ist nicht einfach nur das Gegenteil von Schärfe. Der Begriff beschreibt die ästhetische Qualität der unscharfen Bereiche in einem Foto. Wie werden Lichtpunkte wiedergegeben? Sind die Übergänge weich oder hart? Wie sehen die unscharfen Formen aus? All das beschreibt das Bokeh. Man hat also nicht mehr oder weniger Bokeh, sondern ein Bokeh, das man als schön oder unschön empfindet, je nachdem, wie diese unscharfen Bereiche im Bild wirken.

Muss ich wirklich auf die korrekte Aussprache achten?

Das hängt stark von der Situation ab. Im lockeren Gespräch unter Freunden, die vielleicht denselben „Dialekt“ sprechen, ist es oft unwichtig. Wenn Sie sich jedoch in Fachkreisen bewegen, Vorträge halten oder einfach vermeiden möchten, von anderen (manchmal besserwisserisch) korrigiert zu werden, kann die Kenntnis der korrekten Aussprache sehr hilfreich sein. Es zeigt auch ein gewisses Maß an Sorgfalt und Wissen über die Materie.

Gibt es noch andere Marken oder Begriffe in der Fotografie, die oft falsch ausgesprochen werden?

Ja, neben den hier ausführlich behandelten Marken wie Canon, Bokeh, Adobe, Wacom und Nikon, bei denen Fehler besonders häufig vorkommen, gibt es auch andere Begriffe, die zu Unsicherheiten führen können, wenn auch seltener. Marken wie Minolta, Pentax oder Olympus sind im Deutschen meist unproblematisch. Aber gerade bei Namen mit fremdsprachigem Ursprung, insbesondere aus dem Japanischen, lohnt es sich, auf die korrekte Aussprache zu achten, um Missverständnisse zu vermeiden und sicher im Umgang mit der Fachsprache zu sein.

Die Welt der Fotografie ist reich an spannenden Themen und technischem Wissen. Die korrekte Aussprache von Markennamen und Fachbegriffen mag auf den ersten Blick unwichtig erscheinen, doch sie gehört zum Handwerk dazu. Sie hilft nicht nur dabei, klar und präzise zu kommunizieren, sondern kann auch unnötige Diskussionen oder peinliche Momente vermeiden. Also, beim nächsten Mal, wenn Sie über Ihre Kamera sprechen oder ein Bild mit schönem Bokeh zeigen, denken Sie daran: Es ist ein Ka-nonn und kein „Kennen“, und es ist ein „Boh-keh“, das die Qualität der Unschärfe beschreibt. Ein kleines Detail, das aber zeigt, dass Sie wissen, wovon Sie sprechen.

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Andenmatten Soltermann

Hallo! Ich bin Andenmatten Soltermann, ein Schweizer Fotograf, der leidenschaftlich die Essenz der Welt durch seine Linse einfängt. Geboren und aufgewachsen in den majestätischen Schweizer Alpen, haben die deutsche Sprache und atemberaubende Landschaften meine kreative Vision geprägt. Meine Liebe zur Fotografie begann mit einer alten analogen Kamera, und seitdem widme ich mein Leben der Kunst, visuelle Geschichten zu erzählen, die berühren und verbinden.In meinem Blog teile ich praktische Tipps, Techniken und Erfahrungen, um dir zu helfen, deine fotografischen Fähigkeiten zu verbessern – egal, ob du ein neugieriger Anfänger oder ein erfahrener Profi bist. Von der Beherrschung des natürlichen Lichts bis hin zu Ratschlägen für wirkungsvolle Bildkompositionen ist es mein Ziel, dich zu inspirieren, die Welt mit neuen Augen zu sehen. Mein Ansatz verbindet Technik mit Leidenschaft, immer auf der Suche nach dem Funken, der ein Foto unvergesslich macht.Wenn ich nicht hinter der Kamera stehe, findest du mich auf Bergpfaden, auf Reisen nach neuen Perspektiven oder beim Genießen der Schweizer Traditionen, die mir so am Herzen liegen. Begleite mich auf dieser visuellen Reise und entdecke, wie Fotografie die Art und Weise, wie du die Welt siehst, verändern kann.

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