Wie mache ich Bilder von Sternen?

Sterne fotografieren: ISO & weitere Tipps

Rating: 4.76 (7232 votes)

Die Fotografie des Nachthimmels, insbesondere von Sternen und der Milchstraße, ist eine faszinierende Disziplin, die jedoch ihre ganz eigenen Herausforderungen mit sich bringt. Im Wesentlichen geht es darum, in extrem dunklen Umgebungen genügend Licht einzufangen, um die leuchtenden Punkte am Himmel sichtbar zu machen, ohne dabei die Sterne zu verschmieren oder zu viel Bildrauschen zu erzeugen. Dies erfordert nicht nur die richtige Ausrüstung, sondern vor allem auch ein tiefes Verständnis der Kameraeinstellungen und eine sorgfältige Planung. Dieser Artikel führt Sie durch die wichtigsten Aspekte der Sternenfotografie, von der Vorbereitung über die benötigte Ausrüstung bis hin zu den entscheidenden Kameraeinstellungen, wobei wir uns besonders auf die Wahl der optimalen ISO-Einstellung konzentrieren.

Wie viel Brennweite braucht man für einen Sternenhimmel?
Willst du den Sternenhimmel fotografieren, ist also ein Objektiv mit einer möglichst kleinen Brennweite ideal. Immerhin willst du viele Sterne auf dein Foto bekommen. Eine Brennweite ab 14 mm bis 20 mm ist hierfür perfekt.

Die richtige Ausrüstung für die Sternenfotografie

Bevor Sie sich auf die Jagd nach den Sternen begeben, ist es unerlässlich, die passende Ausrüstung zusammenzustellen. Die gute Nachricht ist, dass Sie nicht unbedingt das teuerste Equipment benötigen, aber bestimmte Eigenschaften sind von Vorteil.

Kamera

Jede Kamera mit einem manuellen Modus (M-Modus) ist grundsätzlich für die Sternenfotografie geeignet. Im manuellen Modus können Sie Belichtungszeit, Blende und ISO unabhängig voneinander einstellen, was für diese Art der Fotografie unerlässlich ist. Vollformatkameras bieten aufgrund ihres größeren Sensors eine größere Fläche, um das Licht der Sterne und der Milchstraße einzufangen. Ein größerer Sensor hilft zudem, das Bildrauschen bei hohen ISO-Werten zu reduzieren und somit qualitativ hochwertigere Bilder zu erzielen. Denken Sie daran, genügend Akkus mitzunehmen – 3 bis 5 Stück sind für eine längere Nachtsession empfehlenswert, da Langzeitbelichtungen viel Energie verbrauchen.

Objektiv

Ein Weitwinkelobjektiv ist für die Sternenfotografie die beste Wahl. Objektive mit Brennweiten zwischen 14mm und 20mm (für Vollformat) oder 10mm und 17mm (für Kameras mit Crop-Sensor) eignen sich hervorragend, um einen großen Teil des Himmels und der Landschaft einzufangen. Noch wichtiger ist jedoch eine hohe Lichtstärke, erkennbar an einer kleinen Blendenzahl (f-Wert). Objektive mit einer maximalen Blende von f/2.8 oder f/4 sind ideal. Je kleiner der f-Wert, desto weiter kann sich die Blende öffnen und desto mehr Licht gelangt in kürzerer Zeit auf den Sensor. Dies ist entscheidend, um bei Dunkelheit genügend Licht für eine korrekte Belichtung zu sammeln, ohne die Belichtungszeit zu extrem verlängern oder die ISO zu stark erhöhen zu müssen.

Stativ

Ein robustes Stativ ist absolut unverzichtbar. Da Sie mit langen Belichtungszeiten arbeiten, muss die Kamera während der gesamten Belichtungsdauer absolut stillstehen. Ein Stativ aus Carbonfaser ist leicht und reduziert Vibrationen, was zu schärferen Bildern führt. Auch ein stabiler Stativkopf, idealerweise ein Kugelneiger, ist wichtig, da er die Kamera sicher in Position hält. Jede Bewegung, selbst eine winzige Vibration, führt zu unscharfen Sternen oder Streifen.

Intervalometer

Ein Intervalometer wird nicht unbedingt für einzelne Sternenfotos benötigt, ist aber sehr nützlich, wenn Sie Sternenspuren (Star Trails) fotografieren möchten oder Belichtungen von über 30 Sekunden aufnehmen wollen, falls Ihre Kamera dies nicht direkt zulässt. Es hilft auch, Verwacklungen durch das Drücken des Auslösers zu vermeiden. Eine Alternative ist der integrierte Selbstauslöser Ihrer Kamera (z.B. 2 oder 5 Sekunden Verzögerung), um die Kamera nach dem Drücken des Auslösers zur Ruhe kommen zu lassen.

Planung ist alles: Vorbereitung Ihrer Sternenfotosession

Eine gute Planung ist bei der Sternenfotografie genauso wichtig wie die richtige Ausrüstung und die Kameraeinstellungen. Sie können die beste Ausrüstung und das beste Wissen haben, wenn die Bedingungen nicht stimmen, werden Ihre Ergebnisse enttäuschend sein.

Mondphase berücksichtigen

Dunkle Himmel sind entscheidend. Selbst eine kleine Mondsichel kann hell genug sein, um die Sichtbarkeit der Sterne zu beeinträchtigen. Die beste Zeit für die Sternenfotografie ist während der Neumondphase. Der Neumond selbst ist am Himmel nicht sichtbar. Die Tage 5 Tage vor und 5 Tage nach dem Neumond bieten in der Regel die dunkelsten Himmel. Prüfen Sie den aktuellen Mondkalender, um Ihre Aufnahmezeitpunkte festzulegen.

Lichtverschmutzung vermeiden

Lichtverschmutzung durch Städte oder Siedlungen kann den Nachthimmel stark aufhellen und die Sichtbarkeit der Sterne drastisch reduzieren. Nutzen Sie Online-Karten zur Lichtverschmutzung (wie die Blue Marble Light Pollution Map), um Orte mit möglichst dunklem Himmel zu finden. Schwarze oder sehr dunkle Bereiche auf solchen Karten sind ideal.

Klares Wetter und Wolken

Sie benötigen nicht unbedingt einen komplett wolkenlosen Himmel. Tatsächlich können einige Wolken in der Komposition interessante Elemente hinzufügen. Ziel sind Nächte mit 0-50% Wolkenbedeckung. Zu viele Wolken verdecken die Sterne, zu wenige können die Szene manchmal etwas leer wirken lassen. Prüfen Sie die Wettervorhersage für Wolkenbedeckung.

Mondauf- und -untergangszeiten

Auch außerhalb der Neumondphase können Sie Sterne fotografieren, wenn Sie die Mondzeiten berücksichtigen. In der Regel sind die Himmel 1-2 Stunden nach Sonnenuntergang oder Monduntergang dunkel genug. Diese Dunkelheit lässt 1-2 Stunden vor Mondaufgang oder Sonnenaufgang wieder nach. Nutzen Sie Tools wie The Photographers Ephemeris (TPE), um präzise Zeiten zu ermitteln.

Standortplanung mit Google Earth/Maps

Google Earth und Google Maps sind ausgezeichnete Werkzeuge, um sich mit einem potenziellen Aufnahmeort vertraut zu machen. Sie können die Topografie visualisieren und sogar abschätzen, wo die Milchstraße zu einer bestimmten Zeit am Himmel stehen wird, um Ihre Komposition zu planen.

Milchstraße lokalisieren mit Stellarium

Wenn Sie speziell die Milchstraße fotografieren möchten, hilft Ihnen eine Software wie Stellarium, ihre genaue Position und Sichtbarkeit zu einem bestimmten Zeitpunkt an Ihrem Aufnahmeort zu bestimmen. Dies ermöglicht eine präzise Planung Ihrer Aufnahme.

Scharfstellen bei Nacht

Das korrekte Scharfstellen ist vielleicht der wichtigste Schritt überhaupt, um scharfe Sternenfotos zu erhalten. Da die Sterne unendlich weit entfernt sind, müssen Sie auf oder nahe Unendlich fokussieren. Die meisten Objektive haben ein Unendlich-Symbol (∞), das eine ungefähre Position markiert. Verlassen Sie sich aber nicht blind darauf.

Methode: Fokuspunkt tagsüber voreinstellen

Es ist viel einfacher, tagsüber scharfzustellen. Nutzen Sie dies zu Ihrem Vorteil:

  1. Stellen Sie Ihre Kamera mit dem Objektiv, das Sie nachts verwenden wollen, tagsüber auf.
  2. Öffnen Sie die Blende so weit wie möglich (kleinster f-Wert) und wählen Sie die weiteste Brennweite.
  3. Stellen Sie auf ein Objekt scharf, das sich etwa 15 Meter (ca. 50 Fuß) vor Ihrer Kamera befindet. Ein Objekt in dieser Entfernung stellt sicher, dass sowohl der Vordergrund (bis ca. 7-8m) als auch alles dahinter, einschließlich der Sterne, scharf ist (Hyperfokale Distanz).
  4. Machen Sie Testaufnahmen, um die Schärfe zu überprüfen. Stellen Sie sicher, dass der Horizont oder sehr weit entfernte Objekte scharf sind. Wenn der ferne Horizont scharf ist, sind auch die Sterne scharf.
  5. Markieren Sie die Fokusposition auf dem Objektiv mit einem Stück Klebeband oder fixieren Sie den Fokusring, damit er sich nicht versehentlich verstellt. Weißes Klebeband ist nachts gut sichtbar.

Diese Voreinstellung funktioniert nur für die spezifische Brennweite, die Sie verwendet haben. Für die Sternenfotografie fotografiere ich immer mit meiner weitesten Brennweite und schneide das Bild bei Bedarf später zu.

Die besten Kameraeinstellungen für die Sternenfotografie

Nachdem Ausrüstung und Planung geklärt sind, widmen wir uns den entscheidenden Kameraeinstellungen.

Aufnahmemodus

Stellen Sie Ihre Kamera auf den manuellen Modus (M) ein. Dies gibt Ihnen die volle Kontrolle über alle relevanten Parameter.

Bildformat

Fotografieren Sie immer im RAW-Format. RAW-Dateien enthalten die maximale Menge an Bildinformationen, bieten die besten Möglichkeiten zur Nachbearbeitung und weisen in der Regel weniger kamerainternes Rauschen auf als JPEGs.

Belichtungsmessung

Die Belichtungsmessung (Metering Mode) spielt bei der Sternenfotografie in der Dunkelheit kaum eine Rolle, da die Kamera kaum Licht messen kann. Ich lasse sie oft auf mittenbetonter Integralmessung eingestellt, da dies mein Standard für Landschaftsaufnahmen ist.

Weißabgleich

Stellen Sie den Weißabgleich auf Kelvin (K) ein und wählen Sie Werte zwischen 4000K und 5500K. Niedrigere Werte erzeugen einen bläulicheren Ton, höhere Werte einen gelblicheren. Ziel ist es, eine Farbtemperatur zu finden, die dem Nachthimmel, wie Sie ihn mit den Augen sehen, am nächsten kommt. Ein korrekter Weißabgleich hilft auch bei der Beurteilung der Belichtung anhand des Histogramms.

Brennweite

Wie bereits erwähnt, sind 14-20mm (Vollformat) oder 10-17mm (Crop-Sensor) ideal. Eine weite Brennweite ermöglicht es Ihnen, viel vom Himmel und der Umgebung einzufangen.

Blende (f-Wert)

Die optimale Blende ist f/2.8. Eine weit geöffnete Blende lässt maximal viel Licht auf den Sensor. Dies ist entscheidend, um die Belichtungszeit kurz genug zu halten (um Sternenspuren zu vermeiden) und die ISO niedrig zu halten (um Rauschen zu minimieren). Wenn Ihr Objektiv keine Blende von f/2.8 bietet, ist f/4 eine akzeptable Alternative, erfordert aber möglicherweise eine längere Belichtungszeit oder höhere ISO. Blendenwerte größer als f/4 (z.B. f/5.6 oder f/8) lassen in der Regel nicht genug Licht für die Sternenfotografie herein, was zu extremen ISO-Werten oder sehr langen Belichtungszeiten mit Sternenspuren führt.

Belichtungszeit (Verschlusszeit)

Die Belichtungszeit liegt typischerweise zwischen 10 und 40 Sekunden. Die maximale Belichtungszeit, bevor die Sterne aufgrund der Erdrotation als Streifen erscheinen, können Sie mit der sogenannten 500-Regel abschätzen.

Die 500-Regel

Die 500-Regel ist eine Faustformel, um die längste Belichtungszeit zu bestimmen, bei der Sterne noch als Punkte erscheinen und nicht als Striche. Die Formel lautet:

Maximale Belichtungszeit (in Sekunden) = 500 / (Brennweite in mm * Crop-Faktor der Kamera)

Für eine Vollformatkamera beträgt der Crop-Faktor 1. Für Kameras mit Crop-Sensor (z.B. APS-C) liegt der Faktor typischerweise zwischen 1.5x und 1.6x. Um den Crop-Faktor Ihrer Kamera zu ermitteln, teilen Sie 35 mm durch die Sensorgröße Ihrer Kamera in mm (z.B. 35mm / 23.6mm für Nikon/Sony APS-C ≈ 1.5). Oder suchen Sie einfach online nach „[Kameramodell] Crop Faktor“.

Beispiel:

  • Vollformat (Crop-Faktor 1) mit 14mm Objektiv: 500 / (14 * 1) = ca. 35.7 Sekunden.
  • APS-C (Crop-Faktor 1.5) mit 10mm Objektiv: 500 / (10 * 1.5) = 500 / 15 = ca. 33.3 Sekunden.

Die 500-Regel liefert einen maximalen Wert. Oft führen etwas kürzere Belichtungszeiten (z.B. 20-25 Sekunden bei 14mm Vollformat) zu schärferen punktförmigen Sternen, besonders am Bildrand, wo Objektivverzerrungen auftreten können. Testen Sie verschiedene Belichtungszeiten in der Nähe des berechneten Maximums und überprüfen Sie die Sterne in den Ecken des Bildes bei 100% Ansicht auf Schärfe.

ISO-Einstellungen

Nun zum Kernpunkt: Die richtige ISO-Einstellung. Die ISO-Einstellung bestimmt, wie empfindlich der Sensor auf das einfallende Licht reagiert. Eine höhere ISO-Einstellung verstärkt das Lichtsignal, was zu einem helleren Bild führt, aber auch das Bildrauschen verstärkt. Bei der Sternenfotografie versuchen wir, die ISO so niedrig wie möglich zu halten, um Rauschen zu vermeiden, während wir gleichzeitig genug Licht einfangen.

Die ISO ist die letzte Einstellung, die Sie anpassen, um die Helligkeit Ihres Bildes zu steuern, nachdem Sie die Blende so weit wie möglich geöffnet und die Belichtungszeit auf das Maximum eingestellt haben, das die 500-Regel oder Ihre Tests ohne Sternenspuren zulassen.

So finden Sie die passende ISO-Einstellung:

  1. Stellen Sie Ihre Blende auf den kleinsten Wert (z.B. f/2.8 oder f/4) und die Belichtungszeit auf den Wert, den Sie mit der 500-Regel oder durch Tests als maximal ohne Sternenspuren ermittelt haben (z.B. 20-30 Sekunden).
  2. Beginnen Sie mit einer relativ niedrigen ISO, z.B. ISO 800. Machen Sie eine Testaufnahme. Das Bild wird wahrscheinlich sehr dunkel sein.
  3. Erhöhen Sie die ISO schrittweise. Verdoppeln Sie den Wert oder erhöhen Sie ihn um eine volle Blendenstufe (z.B. von 800 auf 1600, dann auf 3200). Machen Sie nach jeder Erhöhung eine Testaufnahme.
  4. Erhöhen Sie die ISO weiter, bis Sie die Sterne und/oder die Milchstraße im Bild deutlich sichtbar sehen. Das Bild muss nicht perfekt hell sein; es sollte die Helligkeit des Nachthimmels, den Sie mit den Augen sehen, widerspiegeln oder sogar etwas dunkler sein. Kamerasensoren können mehr Informationen aufzeichnen, als auf dem kleinen Kameradisplay sichtbar sind, die Sie später in der Nachbearbeitung hervorheben können.
  5. Typische ISO-Werte für die Sternenfotografie liegen zwischen ISO 1000 und 4000. Auf modernen Vollformatkameras können oft auch höhere Werte wie ISO 5000 oder 6400 akzeptabel sein, aber das hängt stark vom Modell ab. Bei Kameras mit kleinerem Sensor müssen Sie möglicherweise höhere ISO-Werte verwenden, um genügend Licht zu erhalten, was aber oft zu mehr Rauschen führt.
  6. Sobald Sterne und/oder Milchstraße deutlich sichtbar sind, haben Sie eine passende ISO-Einstellung für die gegebenen Bedingungen gefunden.

Es ist wichtig zu verstehen, dass eine höhere ISO immer mehr Rauschen erzeugt. Versuchen Sie daher immer zuerst, die Belichtung durch eine weite Blende und die längstmögliche Belichtungszeit ohne Sternenspuren zu optimieren, bevor Sie die ISO erhöhen. Die ISO ist Ihr letztes Mittel, um das Bild heller zu machen.

Rauschunterdrückung

Schalten Sie die kamerainterne Rauschunterdrückung für Langzeitbelichtungen und hohe ISO-Werte aus. Diese Einstellungen werden in der Regel nur auf JPEG-Dateien angewendet. Da Sie im RAW-Format fotografieren, verbrauchen sie nur unnötig Akku und verlängern die Wartezeit zwischen den Aufnahmen, da die Kamera nach jeder Aufnahme ein „Dunkelbild“ zur Rauschreduktion aufnimmt. Die Rauschreduktion sollte stattdessen in der Nachbearbeitung am Computer erfolgen.

Zusammenfassung der Einstellungen

Hier ist eine Zusammenfassung der typischen Einstellungen für die Sternenfotografie:

EinstellungEmpfohlener BereichAnmerkungen
KameramodusManuell (M)Volle Kontrolle über Einstellungen
BildformatRAWMaximale Bildqualität für Nachbearbeitung
FokusUnendlich (∞)Am besten tagsüber voreinstellen
Brennweite (Vollformat)14-20 mmWeitwinkel für weiten Blick
Brennweite (Crop-Sensor)10-17 mmEntsprechendes Weitwinkel
Blende (f-Wert)f/2.8 oder f/4Möglichst weit geöffnet (kleiner f-Wert)
Belichtungszeit10-40 SekundenBasierend auf 500-Regel und Tests (typisch 20-25s)
ISO1000-4000So niedrig wie möglich, um Rauschen zu minimieren; Schrittweise erhöhen bis Sterne sichtbar sind
WeißabgleichKelvin (4000K-5500K)Für natürliche Farbwiedergabe
RauschunterdrückungAusIm RAW-Format unnötig und batteriezehrend

Häufig gestellte Fragen (FAQs)

Welche Ausrüstung brauche ich für die Sternenfotografie?

Sie benötigen eine Kamera mit manuellem Modus, ein lichtstarkes Weitwinkelobjektiv (f/2.8 oder f/4) und ein sehr stabiles Stativ. Zusätzliche Akkus sind ebenfalls sehr wichtig.

Wie stelle ich bei Nacht scharf?

Am einfachsten ist es, den Fokuspunkt tagsüber auf ein Objekt in etwa 15 Metern Entfernung voreinzustellen und die Position zu markieren oder zu fixieren. Dies stellt sicher, dass sowohl der Vordergrund als auch die unendlich fernen Sterne scharf sind.

Was ist die 500-Regel?

Die 500-Regel ist eine Faustformel zur Berechnung der maximalen Belichtungszeit, bei der Sterne noch als Punkte und nicht als Striche (Sternenspuren) abgebildet werden. Sie lautet 500 geteilt durch die (effektive) Brennweite in Millimetern.

Welche ISO ist die beste für Sternenfotografie?

Es gibt keine einzelne "beste" ISO. Sie sollte so niedrig wie möglich sein, um Rauschen zu minimieren, aber hoch genug, um die Sterne bei geöffneter Blende und maximaler Belichtungszeit (ohne Sternenspuren) sichtbar zu machen. Typische Werte liegen zwischen 1000 und 4000. Finden Sie die passende ISO, indem Sie bei festen Werten für Blende und Belichtungszeit die ISO schrittweise erhöhen, bis die Sterne gut sichtbar sind.

Warum sollte ich im RAW-Format fotografieren?

RAW-Dateien enthalten mehr Bildinformationen als JPEGs, was Ihnen in der Nachbearbeitung deutlich mehr Spielraum gibt, um Helligkeit und Farben anzupassen und Bildrauschen effektiver zu reduzieren, ohne die Bildqualität stark zu beeinträchtigen.

Muss ich die kamerainterne Rauschunterdrückung einschalten?

Nein, schalten Sie diese Einstellungen aus. Sie wirken sich hauptsächlich auf JPEGs aus und verbrauchen im RAW-Modus nur unnötig Akku und Zeit.

Abschließende Tipps

Mit der richtigen Ausrüstung, sorgfältiger Planung und den hier beschriebenen Einstellungen sind Sie bestens gerüstet, um faszinierende Aufnahmen des Nachthimmels zu machen. Denken Sie daran, dass die empfohlenen Einstellungen wie f/2.8, 20-25 Sekunden Belichtungszeit und ISO 3200-4000 oft gute Ausgangspunkte sind, aber die idealen Werte können je nach Kamera, Objektiv und den spezifischen Bedingungen variieren. Experimentieren Sie, um herauszufinden, was für Ihre Ausrüstung am besten funktioniert. Sobald Sie die technischen Einstellungen gemeistert haben, können Sie sich voll und ganz auf die Komposition konzentrieren, die letztendlich entscheidend für ein herausragendes Bild ist. Das Einfangen der Milchstraße über einer interessanten Landschaft oder das Spiel mit Wolken bei leichtem Mondlicht kann wunderschöne Effekte erzielen. Übung macht den Meister, also gehen Sie raus und fangen Sie an, die Sterne einzufangen!

Hat dich der Artikel Sterne fotografieren: ISO & weitere Tipps interessiert? Schau auch in die Kategorie Fotografie rein – dort findest du mehr ähnliche Inhalte!

Avatar photo

Andenmatten Soltermann

Hallo! Ich bin Andenmatten Soltermann, ein Schweizer Fotograf, der leidenschaftlich die Essenz der Welt durch seine Linse einfängt. Geboren und aufgewachsen in den majestätischen Schweizer Alpen, haben die deutsche Sprache und atemberaubende Landschaften meine kreative Vision geprägt. Meine Liebe zur Fotografie begann mit einer alten analogen Kamera, und seitdem widme ich mein Leben der Kunst, visuelle Geschichten zu erzählen, die berühren und verbinden.In meinem Blog teile ich praktische Tipps, Techniken und Erfahrungen, um dir zu helfen, deine fotografischen Fähigkeiten zu verbessern – egal, ob du ein neugieriger Anfänger oder ein erfahrener Profi bist. Von der Beherrschung des natürlichen Lichts bis hin zu Ratschlägen für wirkungsvolle Bildkompositionen ist es mein Ziel, dich zu inspirieren, die Welt mit neuen Augen zu sehen. Mein Ansatz verbindet Technik mit Leidenschaft, immer auf der Suche nach dem Funken, der ein Foto unvergesslich macht.Wenn ich nicht hinter der Kamera stehe, findest du mich auf Bergpfaden, auf Reisen nach neuen Perspektiven oder beim Genießen der Schweizer Traditionen, die mir so am Herzen liegen. Begleite mich auf dieser visuellen Reise und entdecke, wie Fotografie die Art und Weise, wie du die Welt siehst, verändern kann.

Go up