Smartphones sind zu unseren ständigen Begleitern geworden, und für viele Nutzer ist die Kamera das entscheidende Kriterium. Insbesondere die Kameras von Samsung-Smartphones stehen oft im Mittelpunkt des Interesses. In diesem Artikel beleuchten wir zwei Modelle, die auf unterschiedliche Weise mit ihren Kameras Aufmerksamkeit erregen: das Samsung Galaxy A80 mit seinem innovativen Mechanismus und die leistungsstarke Galaxy S22-Serie.

Während die S22-Serie als Flaggschiff-Linie mit fortschrittlicher Fototechnologie aufwartet, bot das Galaxy A80 einen einzigartigen Ansatz, um die bestmögliche Kamera sowohl für Hauptaufnahmen als auch für Selfies zu nutzen. Lassen Sie uns die Kamerafähigkeiten dieser Geräte im Detail betrachten.

Die einzigartige Kamera des Samsung Galaxy A80
Das Samsung Galaxy A80 stach bei seiner Veröffentlichung durch ein besonderes Merkmal hervor: seine Kamera. Anstelle einer separaten Selfie-Kamera auf der Vorderseite setzte Samsung auf eine innovative Lösung. Auf der Rückseite des Geräts befindet sich eine Triple-Kamera, die auf den ersten Blick wie bei vielen anderen Smartphones aussieht.
Doch das Besondere ist der Mechanismus: Wird die Selfie-Funktion in der Kamera-App aktiviert, fährt das obere Segment des Telefons aus und die gesamte Kameraeinheit auf der Rückseite rotiert um 180 Grad nach vorne. Dadurch wird die potente Hauptkamera zur Selfie-Kamera. Dieses Design ermöglichte ein fast randloses Display ohne Notch oder Kameraloch, da keine Frontkamera im Display integriert werden musste.
Die Kamera des A80 besteht aus einem 48-Megapixel-Hauptsensor, einem 8-Megapixel-Ultraweitwinkelsensor und einem Tiefensensor für Bokeh-Effekte. Durch den rotierenden Mechanismus standen diese Sensoren sowohl für Standardaufnahmen als auch für Selfies zur Verfügung. Dies war ein mutiger Schritt von Samsung, der das A80 zu einem echten Hingucker machte, auch wenn der Preis des Geräts im Laufe der Zeit deutlich fiel.
Das Kamerasystem der Samsung Galaxy S22 Serie
Die Samsung Galaxy S22 Serie, bestehend aus dem Galaxy S22, S22 Plus und S22 Ultra, verfolgt einen konventionelleren, aber technologisch fortschrittlicheren Ansatz bei der Kamera. Hier finden wir separate Kameras auf der Rückseite, wobei die Anzahl und Ausstattung je nach Modell variiert.
Das Galaxy S22 und das S22 Plus verfügen über ein Triple-Kamera-Setup auf der Rückseite. Das Topmodell, das Galaxy S22 Ultra, ist hingegen mit einem Quad-Kamera-System ausgestattet und bietet die umfangreichsten Kamerafunktionen der Serie. Das Design der Kameraeinheit unterscheidet sich ebenfalls: Während die Kameras beim S22 und S22 Plus in einem leicht hervorstehenden Block zusammengefasst sind, sind sie beim S22 Ultra fast plan im Gehäuse versenkt.
Kamera-Specs im Detail: S22/S22+ vs. S22 Ultra
Die Unterschiede in der Kameraausstattung zwischen den Standardmodellen und dem Ultra-Modell sind signifikant:
- Galaxy S22 und S22 Plus:
Diese Modelle sind mit einer Triple-Kamera ausgestattet:
- Hauptkamera: 50 Megapixel (MP). Dies ist eine deutliche Steigerung gegenüber den 12 MP des Vorgängers S21.
- Ultraweitwinkel-Kamera: 12 MP.
- Tele-Kamera: 10 MP mit 3x optischem Zoom. Samsung kehrt hier zu einem 'echten Tele' mit optischer Vergrößerung zurück, anstatt auf einen hochauflösenden Sensor (wie die 64 MP beim S21-Tele) für Hybrid-Zoom zu setzen. - Galaxy S22 Ultra:
Das Ultra-Modell bietet ein Quad-Kamera-Setup:
- Hauptkamera: 108 MP. Obwohl die Megapixel-Zahl gleich der des S21 Ultra ist, kommt ein neuer Sensor mit deutlich größeren Pixeln (2,4 µm statt 1,8 µm) zum Einsatz, der mehr Licht einfängt.
- Ultraweitwinkel-Kamera: 12 MP.
- Erste Tele-Kamera: 10 MP mit 3x optischem Zoom.
- Zweite Tele-Kamera: 10 MP mit 10x optischem Zoom. Dieses zweite Teleobjektiv ist entscheidend für die herausragenden Zoomfähigkeiten des Ultra-Modells.
- Frontkamera: 40 MP bei allen S22-Modellen.
Diese Konfiguration zeigt klar, dass das S22 Ultra auf maximale Flexibilität und Zoomleistung ausgelegt ist, während das S22 und S22 Plus eine solide Allround-Performance mit verbesserter Hauptkamera und echtem 3x Zoom bieten.
KI und Bildverarbeitung: Samsungs Fortschritte
Samsung legte bei der S22-Serie besonderen Wert auf die Verbesserung der Bildqualität durch Software und KI-gestützte Bildverarbeitung. Der neue Hauptsensor mit größeren Pixeln ist nur ein Teil der Geschichte.
Standardmäßig nutzt die Kamera das sogenannte Pixel Binning, bei dem vier Sensorpixel zu einem größeren Fotopixel zusammengefasst werden, um 12-MP-Fotos mit besserer Lichtausbeute zu erzielen. Die eigentliche Magie passiert jedoch in der Bildverarbeitung. Dank einer schnelleren und leistungsfähigeren Neural Processing Unit (NPU) werden Fotos intelligent optimiert.

Besonders bei Nachtaufnahmen spielt die KI ihre Stärken aus. Die Kamera kann bis zu 20 Fotos in Serie aufnehmen und diese dann intelligent kombinieren, um Rauschen zu reduzieren, Details zu schärfen und unscharfe Bereiche zu korrigieren. Eine optimierte Bildstabilisierung hilft dabei, längere Belichtungszeiten zu ermöglichen und Verwacklungen zu minimieren, was sowohl für Fotos als auch für Videos von Vorteil ist. Die Unterstützung von 12-Bit-HDR-Farbverarbeitung trägt ebenfalls zu besseren Ergebnissen bei schwierigen Lichtverhältnissen bei.
Kamera-Performance im Test: Tag, Nacht und Zoom
Die Theorie klingt vielversprechend, aber wie schlagen sich die S22-Kameras in der Praxis? Tests zeigen, dass alle S22-Modelle sehr gute Bilder liefern, es aber Unterschiede im Detail gibt.
- Tagesaufnahmen: Das S22 und S22 Plus machen gute Bilder, aber das S22 Ultra legt bei der reinen Bildqualität noch eine Schippe drauf. Interessanterweise zeigten Labortests, dass der Vorgänger S21 teils eine originalgetreuere Farbwiedergabe hatte. Die S22-Serie neigt durch die KI-Optimierung zu sehr lebendigen Farben und starken Kontrasten, was auf sozialen Medien gut aussieht, aber nicht immer der Realität entspricht.
- Nachtaufnahmen: Hier zeigen die S22-Modelle im Vergleich zum S21 deutliche Verbesserungen. Die Fotos sind heller und zeigen weniger Rauschen. Allerdings kann die aggressive Rauschunterdrückung feine Strukturen glätten. Bei Zoom-Aufnahmen im Schummerlicht profitiert die S22-Serie vom optischen Zoom.
- Zoom: Alle S22-Modelle bieten einen guten 3x optischen Zoom. Die Stärke des S22 Ultra liegt im 10x optischen Zoom und den darauf aufbauenden extremen Vergrößerungen (bis zu 100x Space Zoom). Bei Vergrößerungen über 10x ist das S22 Ultra den anderen Modellen und auch dem S21 Ultra überlegen. Das S22 und S22 Plus sind für solche extremen Zoomstufen nicht geeignet.
Generell lässt sich sagen, dass die S22-Serie in den meisten Alltagssituationen hervorragende Fotos macht, wobei das Ultra-Modell insbesondere bei Zoom und unter bestimmten Bedingungen (dank des besseren Sensors) die Nase vorn hat.
Technische Spezifikationen im Vergleich
Um die Unterschiede zwischen den Galaxy S21 und S22 Modellen besser zu veranschaulichen, werfen wir einen Blick auf einige wichtige technische Daten:
| Merkmal | Galaxy S21 | Galaxy S22 | Galaxy S21 Plus | Galaxy S22 Plus | Galaxy S21 Ultra | Galaxy S22 Ultra |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Display | 6,2 Zoll FullHD+ flach | 6,1 Zoll FullHD+ flach | 6,7 Zoll FullHD+ flach | 6,6 Zoll FullHD+ flach | 6,8 Zoll OLED Edge | 6,8 Zoll QHD+ Edge |
| Wiederholrate | 48-120 Hz | 10/48-120 Hz adaptiv | 48-120 Hz | 10/48-120 Hz adaptiv | 10-120 Hz adaptiv | 1-120 Hz adaptiv |
| Hauptkamera | 12 MP | 50 MP | 12 MP | 50 MP | 108 MP | 108 MP |
| Tele-Kamera 1 | 64 MP (Hybrid) | 10 MP (3x optisch) | 64 MP (Hybrid) | 10 MP (3x optisch) | 10 MP (3x optisch) | 10 MP (3x optisch) |
| Tele-Kamera 2 | - | - | - | - | 10 MP (10x optisch) | 10 MP (10x optisch) |
| Frontkamera | 10 MP | 10 MP | 10 MP | 10 MP | 40 MP | 40 MP |
| Akku (mAh) | 4.000 | 3.700 | 4.800 | 4.500 | 5.000 | 5.000 |
| Test-Laufzeit (Std) | 6:58 | 8:13 | 8:16 | 9:46 | 8:41 | 9:53 |
| Max. Laden (Kabel) | 25 W | 25 W | 25 W | 45 W | 25 W | 45 W |
| Prozessor (EU) | Exynos 2100 | Exynos 2200 | Exynos 2100 | Exynos 2200 | Exynos 2100 | Exynos 2200 |
*Beachten Sie, dass die Test-Laufzeiten und Prozessor-Benchmarks je nach Testverfahren leicht variieren können. Die hier gezeigten Daten stammen aus dem bereitgestellten Text.
Weitere Aspekte der S22-Serie
Neben der Kamera gibt es weitere wichtige Punkte, die die S22-Serie auszeichnen:
- Performance: In Europa wurde die S22-Serie mit dem Exynos 2200 Prozessor ausgeliefert. Dieser Chip mit AMD RDNA2-Grafik bot gute Leistung, insbesondere bei der KI-gestützten Bildverarbeitung. Tests zeigten jedoch, dass das S22 Plus oft leicht bessere Benchmark-Werte erzielte als das S22 oder S22 Ultra, möglicherweise aufgrund besserer Wärmeableitung. Im Vergleich zum S21 war die Leistung nicht immer durchgängig besser, insbesondere bei App-Starts.
- Akku & Laden: Obwohl die Akkus im S22 und S22 Plus im Vergleich zum S21 kleiner wurden, konnte die tatsächliche Laufzeit im Test verbessert werden. Die Laufzeiten der S22-Serie waren im Vergleich zum Vorgänger länger. Allerdings ist die Ladegeschwindigkeit des Basismodells S22 mit 25W relativ langsam. Das S22 Plus und S22 Ultra unterstützen 45W Laden, waren im Test aber nicht dramatisch schneller als das S21 Ultra mit 25W – und ein passendes 45W-Netzteil muss separat erworben werden.
- Design & Haltbarkeit: Die S22-Serie verwendet hochwertigere Materialien wie Gorilla Glass Victus+ und Armor Aluminium. Das S22 Ultra unterscheidet sich optisch stärker von den anderen Modellen und erinnert an die frühere Note-Serie, inklusive integriertem S Pen.
- Updates: Samsung bietet für die S22-Serie eine exzellente Update-Garantie von vier Jahren großen Android-Updates und fünf Jahren Sicherheitsupdates, was im Android-Bereich führend ist.
Preisentwicklung und Alternativen
Der Preis des Samsung Galaxy S22 ist nach der Veröffentlichung deutlich gefallen. Das Basismodell S22 war zeitweise für rund 500 Euro erhältlich. Angesichts der neueren Modelle wie dem Galaxy S23 und S24, die inzwischen zu ähnlichen oder nur leicht höheren Preisen erhältlich sind und teils verbesserte Kameras (insbesondere das S23 Ultra) oder Prozessoren (S23) bieten, ist der Kauf eines S22 rein preislich betrachtet heute möglicherweise weniger attraktiv als früher. Das Galaxy S23 FE könnte ebenfalls eine interessante Alternative sein, die etwas günstiger als das normale S23 ist.
Häufig gestellte Fragen
- Welche Kamera hat das Samsung Galaxy A80?
- Das Samsung Galaxy A80 verfügt über eine einzigartige rotierende Triple-Kamera auf der Rückseite, die bei Bedarf nach vorne schwenkt und so auch als Selfie-Kamera dient. Sie besteht aus einem 48MP Hauptsensor, einem 8MP Ultraweitwinkel und einem Tiefensensor.
- Wie unterscheiden sich die Kameras des Samsung Galaxy S22 und S22 Ultra?
- Das S22 und S22 Plus haben eine Triple-Kamera mit 50MP Hauptsensor und 10MP Teleobjektiv mit 3x optischem Zoom. Das S22 Ultra hat eine Quad-Kamera mit 108MP Hauptsensor und zwei Teleobjektiven (10MP mit 3x optisch und 10MP mit 10x optisch), was es bei extremen Zoomstufen überlegen macht.
- Ist der optische Zoom beim Galaxy S22 gut?
- Ja, alle Modelle der S22-Serie verfügen über einen 3x optischen Zoom, der gute Ergebnisse liefert. Das S22 Ultra hat zusätzlich einen 10x optischen Zoom für noch stärkere Vergrößerungen.
- Wie gut sind Nachtaufnahmen mit der S22-Serie?
- Die S22-Serie bietet verbesserte Nachtaufnahmen im Vergleich zum Vorgänger S21. Dank größerer Sensorpixel und KI-gestützter Bildverarbeitung sind die Bilder heller und zeigen weniger Rauschen, auch wenn manchmal feine Details geglättet werden.
- Unterstützt das Galaxy S22 schnelles Laden?
- Das Basismodell Galaxy S22 unterstützt maximal 25W Laden, was relativ langsam ist. Das Galaxy S22 Plus und S22 Ultra unterstützen bis zu 45W, laden aber in der Praxis nicht dramatisch schneller als das S21 Ultra mit 25W. Ein passendes Netzteil ist nicht im Lieferumfang enthalten.
Fazit
Das Samsung Galaxy A80 bot mit seiner rotierenden Kamera eine faszinierende Innovation, die eine hohe Bildqualität sowohl für Haupt- als auch für Selfie-Aufnahmen ermöglichte. Es war ein Experiment, das zeigte, wie Smartphone-Kameras auch abseits des Mainstreams gedacht werden können.
Die Galaxy S22-Serie hingegen ist ein Beweis für die kontinuierliche Weiterentwicklung etablierter Kamerasysteme. Mit verbesserten Sensoren, leistungsstarker KI und unterschiedlichen Teleobjektiven (insbesondere dem 10x optischen Zoom des S22 Ultra) liefert sie in nahezu allen Situationen beeindruckende Ergebnisse. Während das S22 und S22 Plus hervorragende Allrounder sind, ist das S22 Ultra klar auf Foto-Enthusiasten ausgerichtet, die maximale Flexibilität und Zoomleistung suchen. Auch wenn neuere Modelle wie das S23 und S24 auf dem Markt sind, bleibt die S22-Serie, insbesondere das Ultra, eine sehr fähige Kamera-Plattform.
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