Wie schreibe ich eine Einverständniserklärung für Fotos?

Fotos: Einverständniserklärung richtig erstellen

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In der heutigen digitalen Welt, in der Kameras allgegenwärtig sind und Bilder sich rasend schnell verbreiten, ist es wichtiger denn je, sich mit den rechtlichen Aspekten der Fotografie zu befassen. Insbesondere die Veröffentlichung von Fotos, auf denen Personen erkennbar sind, erfordert Sorgfalt. Hier kommt die Einverständniserklärung ins Spiel – ein entscheidendes Dokument, das sowohl Fotografen als auch abgebildete Personen schützt und klare Regeln für die Nutzung von Bildern festlegt.

Wie bittet man um die Einwilligung zum Fotografieren?
Verwenden Sie Einverständniserklärungen für alle Fotografien: Egal, ob Sie Mitarbeiter, Models oder Veranstaltungsteilnehmer fotografieren, verwenden Sie immer eine Einverständniserklärung. Diese dokumentiert die ausdrückliche Zustimmung und schützt sowohl den Fotografen als auch das Motiv.

Eine Einverständniserklärung für Fotos ist im Grunde ein Datenschutz-Dokument. Es gibt dem Fotografen oder der Organisation die Erlaubnis, Foto- oder Filmaufnahmen von Personen für bestimmte Zwecke zu verwenden. Ohne eine solche Erklärung bewegen Sie sich auf rechtlich unsicherem Terrain, da Fotos, die identifizierbare Personen zeigen, als personenbezogene Daten im Sinne der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) gelten.

Warum ist eine Einverständniserklärung notwendig?

Gemäß der DSGVO ist die Verarbeitung personenbezogener Daten, wozu auch die Speicherung und Nutzung von Fotos mit erkennbaren Personen gehört, grundsätzlich untersagt, es sei denn, es liegt eine gesetzliche Grundlage vor oder die betroffene Person hat eingewilligt. Da es für die Veröffentlichung von Fotos oft keine spezifische gesetzliche Grundlage gibt (außer in Ausnahmefällen wie bei Pressefotos von öffentlichen Veranstaltungen, wo das Recht am eigenen Bild und das Informationsinteresse abgewogen werden müssen), ist die Einwilligung der abgebildeten Person der häufigste und sicherste Weg, Fotos rechtmäßig zu verwenden.

Eine schriftliche Einverständniserklärung schützt Sie als Fotograf oder Unternehmen vor möglichen rechtlichen Ansprüchen. Sie dokumentiert, dass die abgebildete Person der Nutzung zugestimmt hat, und schafft somit Rechtssicherheit. Insbesondere für kommerzielle Zwecke, Marketingmaterialien oder die Veröffentlichung auf Websites und in sozialen Medien ist eine klare und dokumentierte Einwilligung unerlässlich.

Was muss eine rechtsgültige Einverständniserklärung beinhalten?

Damit eine Einverständniserklärung für Fotos datenschutzkonform und wirksam ist, muss sie bestimmte Kriterien erfüllen. Diese Kriterien leiten sich direkt aus den Anforderungen der DSGVO an eine wirksame Einwilligung ab:

1. Eindeutigkeit und Freiwilligkeit

Die Einwilligung muss eindeutig erteilt werden. Das bedeutet, es muss klar und unmissverständlich aus der Erklärung hervorgehen, dass die Person mit der Nutzung ihrer Fotos einverstanden ist. Formulierungen wie „Mir ist bekannt, dass Fotos gemacht werden“ sind in der Regel nicht ausreichend. Bessere Formulierungen sind beispielsweise:

  • „Mit meiner Unterschrift willige ich in die Nutzung der Fotos ein, auf denen ich abgebildet bin.“
  • „Ich erteile meine Einwilligung zur Veröffentlichung der nachfolgend beschriebenen Fotos.“
  • „Ich bin damit einverstanden, dass Fotos von mir zu den angegebenen Zwecken verwendet werden.“

Zudem muss die Einwilligung freiwillig erfolgen. Die Abgabe der Erklärung darf nicht als Bedingung für die Erfüllung eines Vertrags oder die Teilnahme an einer Veranstaltung erzwungen werden, es sei denn, die Aufnahme selbst ist integraler Bestandteil der Leistung (z.B. bei einem Modelvertrag). Die Person muss eine echte Wahl haben, ob sie zustimmt oder nicht.

2. Zweckbindung und Spezifität

Einer der Kernpunkte der DSGVO ist die Zweckbindung. Das bedeutet, personenbezogene Daten dürfen nur für den Zweck erhoben und genutzt werden, für den sie ursprünglich erhoben wurden. Bei Fotos muss die Einverständniserklärung daher klar und spezifisch angeben:

  • Welche Fotos oder Arten von Fotos (z.B. Einzelporträts, Gruppenfotos, Fotos von einer bestimmten Veranstaltung) betroffen sind.
  • Zu welchem Zweck die Fotos verwendet werden sollen (z.B. für Marketingzwecke, Veröffentlichung auf der Unternehmenswebsite, Social Media, interne Kommunikation, Dokumentation einer Veranstaltung).
  • Wo die Fotos veröffentlicht werden dürfen (z.B. auf der eigenen Website, in Broschüren, auf bestimmten Social-Media-Plattformen, in Printmedien).
  • Wie lange die Einwilligung gilt bzw. wie lange die Fotos gespeichert und genutzt werden dürfen (falls zeitlich begrenzt).

Eine zu pauschale Erklärung, die alle erdenklichen Nutzungen abdeckt, ist oft unwirksam. Je spezifischer der Zweck beschrieben wird, desto besser ist die informierte Einwilligung der betroffenen Person gewährleistet.

Wie formuliere ich eine Einverständniserklärung?
„Mit meiner Unterschrift willige ich ein, dass …“ „Ich erteile meine Einwilligung, dass …“ „Ich bin damit einverstanden, dass …“ „Durch Ihre Unterschrift geht die rückseitig dargestellte datenschutzrechtliche Einwilligungserklärung für [Zweck] als Bestandteil in den Antrag über.

3. Information über die Rechte des Betroffenen

Die Einverständniserklärung muss die abgebildete Person über ihre Rechte gemäß der DSGVO informieren. Dazu gehören insbesondere:

  • Das Recht auf Auskunft über die zu ihrer Person gespeicherten Daten (Fotos).
  • Das Recht auf Berichtigung unrichtiger Daten.
  • Das Recht auf Löschung der Daten ('Recht auf Vergessenwerden').
  • Das Recht auf Einschränkung der Verarbeitung.
  • Das Widerspruchsrecht gegen die Verarbeitung.
  • Das Recht auf Widerruf der erteilten Einwilligung.

Besonders wichtig ist der Hinweis auf das Widerrufsrecht. Die abgebildete Person muss jederzeit die Möglichkeit haben, ihre Einwilligung für die zukünftige Nutzung zu widerrufen. Die Erklärung sollte auch kurz darlegen, wie der Widerruf erfolgen kann (z.B. per E-Mail, postalisch). Der Widerruf wirkt nur für die Zukunft; bereits rechtmäßig erfolgte Veröffentlichungen (z.B. in gedruckten Broschüren, die schon verteilt wurden) müssen in der Regel nicht nachträglich entfernt werden, aber die zukünftige Nutzung muss eingestellt werden (z.B. Entfernung von der Website).

4. Formale Anforderungen

Auch die Form spielt eine Rolle. Die Einverständniserklärung sollte:

  • Schriftlich erfolgen, um die Einwilligung im Streitfall nachweisen zu können.
  • Klar abgegrenzt vom restlichen Text sein, z.B. durch einen eigenen Abschnitt, Fettdruck oder eine Umrahmung. Dies stellt sicher, dass die Person die Erklärung bewusst wahrnimmt.
  • Name, Datum und Unterschrift der abgebildeten Person (oder des Erziehungsberechtigten bei Minderjährigen) enthalten.

Es ist ratsam, die Einverständniserklärung direkt auf dem Dokument oder Formular unterzubringen, das den Kontext der Fotoaufnahme herstellt (z.B. Anmeldeformular für eine Veranstaltung), oder sie als separates, aber eindeutig zuordenbares Dokument zu führen.

Besondere Fälle: Fotos von Gruppen, Kindern und bei Veranstaltungen

Nicht jede Fotosituation erfordert zwingend eine individuelle, schriftliche Einverständniserklärung:

  • Fotos von großen Menschenmengen: Wenn auf einem Foto so viele Personen abgebildet sind, dass keine einzelne Person herausgegriffen und identifiziert werden kann, handelt es sich in der Regel nicht um personenbezogene Daten im Sinne der DSGVO. Solche Fotos können oft ohne individuelle Einwilligung verwendet werden. Sobald aber Einzelpersonen erkennbar im Vordergrund stehen und identifizierbar sind, gelten die Regeln für personenbezogene Daten.
  • Veranstaltungen: Bei öffentlichen oder halböffentlichen Veranstaltungen, bei denen Fotos gemacht werden, kann unter Umständen das berechtigte Interesse des Veranstalters eine Rechtsgrundlage darstellen, insbesondere für Dokumentations- oder Werbezwecke zukünftiger Veranstaltungen. Allerdings muss hier eine Interessenabwägung erfolgen. Es ist Best Practice, die Teilnehmer im Vorfeld (z.B. auf der Einladung, am Eingang, durch Aushänge) klar und deutlich darüber zu informieren, dass fotografiert wird und zu welchem Zweck die Fotos verwendet werden könnten. Den Teilnehmern sollte zudem eine einfache Möglichkeit gegeben werden, der Aufnahme oder Veröffentlichung zu widersprechen (z.B. durch farbige Bändchen, separate Bereiche). Bei gestellten Fotos von Einzelpersonen oder kleinen Gruppen ist jedoch immer eine Einwilligung oder eine andere klare Rechtsgrundlage erforderlich.
  • Fotos von Kindern: Bei der Verarbeitung von Daten von Kindern ist besondere Sorgfalt geboten. Bei Minderjährigen muss in der Regel die Einwilligung der Erziehungsberechtigten eingeholt werden. Das Gesetz gibt kein festes Alter vor, ab dem Kinder selbst einwilligen können; oft wird ein Alter von etwa 12 Jahren als Richtwert für eine eigene Einsichtsfähigkeit genannt, aber es ist immer eine Einzelfallprüfung. Die sicherste Methode ist die Einholung der Unterschrift der Eltern oder Vormünder. Die Erklärung sollte klar darlegen, wie die Fotos des Kindes verwendet werden.

Eine Tabelle zur Veranschaulichung möglicher Rechtsgrundlagen:

Art der AufnahmeTypische SituationMögliche RechtsgrundlageHinweis / Best Practice
Große Menschenmenge (keiner erkennbar)Konzert, Marktplatz, DemonstrationKein personenbezogenes Datum (oft)Keine individuelle Einwilligung nötig, aber Information kann sinnvoll sein.
Einzelne/Kleine Gruppe (posed)Fotoshooting, Interview, MitarbeiterporträtEinwilligungSchriftliche, spezifische Einwilligung dringend empfohlen.
Einzelne/Kleine Gruppe (unposed bei Veranstaltung)Teilnehmer einer Konferenz, Besucher eines StandsBerechtigtes Interesse (mit Information & Opt-out) oder EinwilligungInformation über Fotografie und Zweck, Möglichkeit zum Widerspruch anbieten. Bei Fokus auf Einzelperson: Einwilligung sichern.
Kind (posed oder erkennbar unposed)Veranstaltung mit Kindern, SchulprojektEinwilligung der ErziehungsberechtigtenImmer schriftliche Einwilligung der Eltern/Vormünder einholen.
Model (professionell)WerbeshootingVertragserfüllungDer Modelvertrag regelt die Bildnutzung.

Praktische Tipps zur Verwaltung von Einwilligungen

Eine wirksame Einverständniserklärung zu erhalten, ist nur der erste Schritt. Sie müssen die Einwilligungen auch effizient verwalten können:

  • Dokumentation: Bewahren Sie die unterschriebenen Einverständniserklärungen sicher auf. Im Idealfall verknüpfen Sie die Erklärung digital mit den entsprechenden Fotos.
  • Digitale Asset Management (DAM) Systeme: Spezielle Softwarelösungen können dabei helfen, Fotos und die zugehörigen Einwilligungsdokumente zentral zu speichern und zu verwalten. Dies erleichtert die Nachvollziehbarkeit und das Auffinden im Bedarfsfall.
  • Regelmäßige Überprüfung: Überprüfen Sie regelmäßig, ob die vorliegenden Einwilligungen noch aktuell sind und den geplanten Nutzungen entsprechen. Achten Sie auf eventuell festgelegte Gültigkeitsdauern.
  • Prozess für Widerrufe: Haben Sie einen klaren Prozess definiert, wie Sie mit Widerrufen von Einwilligungen umgehen. Stellen Sie sicher, dass die betreffenden Fotos zeitnah aus den kontrollierbaren Veröffentlichungen entfernt werden.
  • Schulung der Mitarbeiter: Stellen Sie sicher, dass alle Mitarbeiter, die Fotos machen oder verwenden, die Regeln und die Bedeutung von Einverständniserklärungen verstehen.
  • Rechtliche Beratung: Vor allem bei komplexen Anwendungsfällen oder der Erstellung von Standardvorlagen ist es ratsam, rechtlichen Rat einzuholen oder sich an einen Datenschutzbeauftragten zu wenden. Musterdokumente sind ein guter Ausgangspunkt, müssen aber immer an den konkreten Fall angepasst werden.

Muster einer Einverständniserklärung (Adaptionsfähig)

Bitte beachten Sie: Das folgende Muster dient nur zur Veranschaulichung und muss an Ihre spezifischen Bedürfnisse und rechtlichen Anforderungen angepasst werden. Es ersetzt keine Rechtsberatung!

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Einwilligungserklärung zur Nutzung von Foto- und Filmaufnahmen

Veranstaltung/Kontext: [Genauer Name der Veranstaltung, Datum, Ort, z.B. „Sommerfest des Sportvereins Musterstadt am 15.07.2024 in Musterstadt“]

Ich, [Vorname, Nachname der abgebildeten Person oder des Erziehungsberechtigten], wohnhaft in [Adresse], geboren am [Geburtsdatum, falls relevant, insb. bei Kindern], willige hiermit freiwillig und widerruflich in die Anfertigung und Nutzung von Foto- und/oder Filmaufnahmen meiner Person (bzw. der Person meines Kindes [Name des Kindes]) im Rahmen der oben genannten Veranstaltung/Kontext ein.

Zweck und Umfang der Nutzung:

Die Aufnahmen dürfen zu folgenden Zwecken verwendet werden:

  • Dokumentation der Veranstaltung
  • Öffentlichkeitsarbeit und Berichterstattung über die Veranstaltung
  • Werbung für zukünftige ähnliche Veranstaltungen des Veranstalters

Die Aufnahmen dürfen in folgenden Medien veröffentlicht werden:

  • Website des Veranstalters ([Adresse der Website])
  • Social-Media-Kanäle des Veranstalters ([Namen der Kanäle, z.B. Facebook, Instagram])
  • Printmaterialien des Veranstalters (z.B. Flyer, Broschüren, Jahresberichte)
  • Lokale Presse/Medien (im Rahmen der Berichterstattung über die Veranstaltung)

Die Einwilligung umfasst die Speicherung der Aufnahmen für die Dauer, die für die oben genannten Zwecke erforderlich ist, längstens jedoch bis auf Widerruf.

Rechte der betroffenen Person:

Mir ist bekannt, dass ich das Recht habe, Auskunft über die zu meiner Person (bzw. der Person meines Kindes) gespeicherten Aufnahmen zu erhalten, deren Berichtigung, Löschung oder Einschränkung der Verarbeitung zu verlangen. Ich habe zudem das Recht, der Verarbeitung zu widersprechen und meine Einwilligung jederzeit mit Wirkung für die Zukunft zu widerrufen. Durch den Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund der Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt.

Wie muss eine Einverständniserklärung aussehen?
In eine Einverständniserklärung müssen der volle Name, Geburtsdatum und -ort und die aktuelle Anschrift vom Kind und vom Erziehungsberechtigten. Außerdem der genaue Anlass, mit dem sich der Erziehungsberechtigte einverstanden erklärt. Dann noch Ort, Datum und Unterschrift und fertig ist die Erklärung.

Der Widerruf kann formlos erfolgen, z.B. per E-Mail an [E-Mail-Adresse für Widerrufe] oder postalisch an [Postanschrift des Veranstalters].

Mir ist bekannt, dass die Erteilung dieser Einwilligung freiwillig ist und die Nichtteilnahme an der Veranstaltung oder andere Nachteile nicht davon abhängen.

Ort, Datum:

_________________________

Unterschrift der abgebildeten Person oder des Erziehungsberechtigten:

_________________________

Name in Druckbuchstaben:

_________________________

[Falls Erziehungsberechtigter unterschreibt:] Name des Kindes:

_________________________

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Dieses Muster zeigt die wesentlichen Bestandteile: den Kontext, die klare Einwilligungserklärung, die Spezifizierung von Zweck und Medien, die Information über die Rechte und den Hinweis auf Freiwilligkeit und Widerruflichkeit. Passen Sie die Zwecke und Medien genau an Ihre geplante Nutzung an.

Häufig gestellte Fragen zur Einverständniserklärung für Fotos

Hier beantworten wir einige gängige Fragen zum Thema:

Brauche ich für jedes Foto eine separate Einverständniserklärung?

Nicht unbedingt für jedes einzelne Bild, aber die Erklärung muss sich klar auf den Kontext oder das Ereignis beziehen, bei dem die Fotos entstanden sind, und die Art der Aufnahmen sowie den Zweck der Nutzung definieren. Eine einzige Erklärung kann sich auf alle Fotos beziehen, die im Rahmen einer bestimmten Veranstaltung oder eines Projekts gemacht werden, solange Zweck und Nutzung klar umrissen sind.

Was ist der Unterschied zwischen Einwilligung und berechtigtem Interesse als Rechtsgrundlage?

Die Einwilligung erfordert eine aktive, freiwillige, informierte und unmissverständliche Zustimmung der betroffenen Person, die dokumentiert werden muss. Das berechtigte Interesse (Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO) kann eine Rechtsgrundlage sein, wenn die Verarbeitung für die Wahrung berechtigter Interessen des Verantwortlichen oder eines Dritten erforderlich ist und die Interessen oder Grundrechte und Grundfreiheiten der betroffenen Person nicht überwiegen. Bei Fotos ist das berechtigte Interesse oft komplexer anzuwenden als die Einwilligung, da eine sorgfältige Interessenabwägung erforderlich ist. Es wird oft für die Dokumentation und Bewerbung von Veranstaltungen genutzt, erfordert aber trotzdem umfassende Information der Teilnehmer und eine einfache Widerspruchsmöglichkeit.

Wie schreibe ich eine Einverständniserklärung für Fotos?
Ich, , gewähre hiermit {Name des/der Fotografen/-in} das uneingeschränkte und unwiderrufliche Recht und die Erlaubnis, die Fotos, die {Name des/der Fotografen/-in} von mir gemacht hat oder gemacht haben könnte, zu veröffentlichen, zu verbreiten, auszustellen oder anderweitig zu nutzen.

Was passiert, wenn jemand seine Einwilligung widerruft?

Wenn eine Person ihre Einwilligung widerruft, dürfen Sie die betreffenden Fotos ab diesem Zeitpunkt nicht mehr für die Zwecke nutzen, für die die Einwilligung erteilt wurde. Sie müssen die Fotos aus Ihren kontrollierbaren Veröffentlichungen (z.B. Ihrer Website, aktuellem Social-Media-Posts) entfernen. Für bereits erfolgte, nicht mehr kontrollierbare Veröffentlichungen (z.B. gedruckte Flyer, die verteilt wurden) müssen Sie in der Regel nichts unternehmen, aber Sie dürfen diese Materialien nicht neu auflegen oder weiterverbreiten, wenn die Fotos essenziell sind.

Wie bitte ich Personen am besten um ihre Einwilligung zum Fotografieren?

Seien Sie transparent und freundlich. Erklären Sie kurz, wer Sie sind, warum Sie Fotos machen und wofür Sie diese verwenden möchten. Halten Sie das Formular zur Einverständniserklärung bereit und erklären Sie die wichtigsten Punkte (Zweck, wo veröffentlicht, Widerrufsrecht). Bieten Sie den Personen an, das Formular in Ruhe durchzulesen. Bei Veranstaltungen können Sie auch im Vorfeld (z.B. in der Einladung, auf der Website) und vor Ort (z.B. durch Aushänge, mündliche Hinweise) über die Fotografie informieren und auf die Möglichkeit der Einwilligung oder des Widerspruchs hinweisen.

Müssen auch Fotos von Mitarbeitern eine Einverständniserklärung haben?

Ja, prinzipiell fallen auch Fotos von Mitarbeitern unter die DSGVO, wenn sie identifizierbar sind. Für die Veröffentlichung von Mitarbeiterfotos (z.B. auf der Unternehmenswebsite, im Intranet, in Broschüren) ist in der Regel eine Einwilligung erforderlich. Der Arbeitsvertrag allein ist oft keine ausreichende Grundlage, da die Freiwilligkeit der Einwilligung im Arbeitsverhältnis kritisch betrachtet wird. Die Erklärung sollte klar den Zweck (z.B. Vorstellung des Teams, interne Kommunikation) und den Veröffentlichungsort benennen.

Die sorgfältige Handhabung von Foto-Einwilligungen ist ein wichtiger Aspekt der modernen Fotografie und Datenverarbeitung. Nehmen Sie sich die Zeit, die Anforderungen zu verstehen und klare, rechtskonforme Prozesse und Dokumente zu erstellen. Dies schützt nicht nur die Rechte der abgebildeten Personen, sondern auch Ihre eigene Arbeit und Reputation.

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Andenmatten Soltermann

Hallo! Ich bin Andenmatten Soltermann, ein Schweizer Fotograf, der leidenschaftlich die Essenz der Welt durch seine Linse einfängt. Geboren und aufgewachsen in den majestätischen Schweizer Alpen, haben die deutsche Sprache und atemberaubende Landschaften meine kreative Vision geprägt. Meine Liebe zur Fotografie begann mit einer alten analogen Kamera, und seitdem widme ich mein Leben der Kunst, visuelle Geschichten zu erzählen, die berühren und verbinden.In meinem Blog teile ich praktische Tipps, Techniken und Erfahrungen, um dir zu helfen, deine fotografischen Fähigkeiten zu verbessern – egal, ob du ein neugieriger Anfänger oder ein erfahrener Profi bist. Von der Beherrschung des natürlichen Lichts bis hin zu Ratschlägen für wirkungsvolle Bildkompositionen ist es mein Ziel, dich zu inspirieren, die Welt mit neuen Augen zu sehen. Mein Ansatz verbindet Technik mit Leidenschaft, immer auf der Suche nach dem Funken, der ein Foto unvergesslich macht.Wenn ich nicht hinter der Kamera stehe, findest du mich auf Bergpfaden, auf Reisen nach neuen Perspektiven oder beim Genießen der Schweizer Traditionen, die mir so am Herzen liegen. Begleite mich auf dieser visuellen Reise und entdecke, wie Fotografie die Art und Weise, wie du die Welt siehst, verändern kann.

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